Loop!

Astro-Labor

Übersetzungen des Ewigen

Peter PanJetzt muss man das Meer auch ab und zu mal in ein Bachbett pressen. Denn es ist dran. Nun laufen sie beide durch Jungfrau, Sonne und Merkur, der heute (kurz vor seinem Aufgang in der Dämmerung) in sein 2. Zeichen gewandert ist. Dort handelt er irdisch. Ein fahrender Händler, geflügelter Bote mit festem Stand, Servicekraft, Arbeiter, Mediator, Warner, Reiniger und Tausch-Talent. Vor allem ein Dolmetscher des Ewigen, das Neptun gegenüber unfassbar sehnsüchtig erzeugt. Mit Merkur ein Peter Pan, der Wunder am Wirklichen vollbringt, wo man weder an Fakten klebt, noch nur Träumen dient. Seelisch entsteht jedenfalls jetzt Umsetzungs-Hunger. Eine Zeit der Anpassung von realisierbaren Prozessen an die Bedingungen dessen, was nun mal ist. Faktensuche. Sträubt man sich, spukt Neptun und schafft Chaos. Dieser Merkur ist ja hier auch ein Seher. Das 6. Prinzip das einzige, was auf Erden den Traum aus 12 und seine Verdrängungen spontan verwirklicht oder erkennt. Greifbarer als sein Zwillings-Bruder.

Der Schuh muss passen, den man sich anzieht, für die Verhältnisse, die Umwelt, der man im 7. Prinzip/Waage, erst als DU begegnen wird und muss. Das will jetzt, in Jungfrau, vorbereitet sein. Nur wenn ich meine Wahrnehmungskanäle putze, stimmt das Weltbild, sorge ich vor, ernte ich, was ich gesät habe. Nicht umsonst hat Merkur Verbindung zu dem, was man an den Füßen trägt, wenn man den Kanal ins Nichts öffnet, weil man es kann (Merkur-Neptun). Man braucht Bodenhaftung oder geht in den Fluten der Illusion unter. Diese Balance ist oft brisant, weil gar nicht so einfach. Was ist heute noch "wahr"?

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Auch die, die nicht an Merkur-Neptun angebunden sind, spüren solche Phasen stark. Merkur in Jungfrau erspürt mit allen Sinnen die Gefahren und Splitter von Verlusten. Seine Antennen ins Unsagbare sind endlos, und darum kann er auch ängstlich werden, panisch machen.

Immer da, wo ein Zusammenhang noch nicht ganz stimmt, den man herstellt. Wo eine Handlung nutzlos ist. Es strömt durch ihn viel ein an feinster Wahrnehmung, was Erdung benötigt, um nicht falsch zugeordnet zu werden. Den Blick dafür, was das "in Wirklichkeit" bedeutet, ohne Overthinking. Dieser Merkur sagt: Mach es einfach. 

Des Menschen Herz ist gleich wie Quecksilber, das jetzt da, bald anderswo ist, heut also, morgen anders gesinnt. (Martin Luther, Merkur-Neptun-Konjunktion).

Merkur-Neptun ist, wie alle Verbindungen der Achs-Herrscher, Talent und Risiko zugleich, da man mit diesen Aspekten einerseits viele fantastische Gaben hat. Aber andererseits auch Gefahr läuft, falsch zu interpretieren, worum es wirklich geht. Über Jungfrau-Merkur läuft so viel unaussprechliche Information ein in unsere direkte Umwelt, dass man manchmal Mühe hat, den nützlichen Handlungs-Impuls auszusortieren, den er will. 

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Eine Bresche für's Quinkunx

thinkerEiner der öfter aus dem astrologischen Alltag gemobbten und trotzdem sehr bereichernden Aspekte ist das Quinkunx. 150° verbinden Faktoren aus nicht zueinander passenden Elementen und es dann oft knirscht merkbar. Heute erleben wir wieder eines, um 17.18 h: Merkur-Mars - und schon morgens war bei einigen ein gewisser Klirrfaktor in der Kommunikation spürbar. Missverständnisse, weil "Ich allein es besser weiß" (Löwe-Merkur), was aber "...überhaupt nichts zur Sache tut, was die Bedeutung angeht, also wundere dich nicht, wenn ich mich aufrege!" (Steinbock-Mars). Manchmal crasht es dann sofort (vor allem bei den Schnellläufern), manchmal reibt man sich mit einem Quinkunx monatelang an Widerständen auf (bei den Transiten unter Beteiligung der Freunde aus der transpersonalen, langsameren Fraktion). Weil das Quinkunx oft so gut spürbar, aber nicht mit den üblichen verdächtigen Konstellationen einzuordnen ist, liegt mir daran, eine Bresche für diesen nicht ganz so einfachen Aspekt zu brechen. Denn er wirkt (sich aus).

astrotoolZwischen dem Quinkunx und mir entwickelte sich eine brenzlige Liebesgeschichte mit chronischen Hindernissen. Selbst habe ich eines (gedoppelt) im Radix, eng, aber streng missachtet. Ausgerechnet von meinem Wasser-Mond aus zu einer IC/Chiron Konjunktion in Luft. Zuerst verwarf ich es astrologisch völlig (eine Ablehnung, die man bei vielen Quinkunx-Trägern häufiger findet!). Dann konstruierte ich bei zeitlichen Aktivierungen immer neue Gründe, wieso es das große Q ja gar nicht sein konnte, das diese wirklich stark spürbaren Effekte hatte.

Irgendwann habe ich doch angefangen, es weiter zu erforschen. Anhand anderer Horoskope, da das eigene oft (wegen der blinden Flecke) nicht der günstigste Ratgeber ist. Als ich tiefer einstieg, fiel mir auf, dass Quinkunxe wegen der Teilungsfaktoren des Kreises astrologisch vermutlich Neptun-Sonne-Charakter haben und man gerade darum möglicherweise so gern vor ihnen flüchtet. 360 : 12 x 5 lautet ja die Formel, die 150° ergibt. Zwischen Fische und Löwe liegen sie auch, diese 150°. Wenn man diese Basis annimmt, stellen Quinkunxe immer das Ego als König in Frage (was man bei der Annäherung in den letzten Tagen auch merken konnte). Sie bringen einen, wenn man ihre Herausforderung annimmt, oft aber viel näher ins Neptunische (so wie es im eigenen Horoskop vorgegeben ist), als jede mühevolle Bewussseinsarbeit. Das Quinkunx fordert nicht viel, nur Überwindung. Dass es "Aspekt der Sehnsucht" (nach Vereinigung fremder Elemente nämlich) genannt wird, spricht neben Fluchtimpulsen vor seiner Herausforderung auch für den neptunischen Charakter. Seine Erlösung ist Gnade.

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Paar-Astrologie: Das kleine Tutorial

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1 + 1 = 2 - Vom Radix zur Liebe. 

'Kann ich dir den Raum lassen, der du bist?' 

(Eine Liebes-Frage).

Zur Zeit wird es ja wieder lebhafter, aufregender, strittiger, bittersüßer, wagemutiger in und um Begegnungen. Das hängt auch damit zusammen, dass nicht nur Uranus heliozentrisch gestern erst ins erste der sozialen Zeichen wanderte (Stier), sondern auch Mond jetzt gerade auf 0° im launischen Krebs steht, Venus in Waage, Lilith in den Wassermann wechselte und weiter Mars hin- und hertickt (aber piano), heißt, zwischen Uranus' Reich der Brüche und Saturns Aushalten sitzt. Da passt hier noch mal unsere Basic-Ausstattung für alle, die ihre Beziehung astrologisch strukturierter untersuchen wollen. Der Partnerschafts-Werkzeugkoffer der Astrologie:

Beziehungs-Deutung ist ja als Stichwort immer gefragt und gut und schön. Aber wie genau wendet man das alles eigentlich sinnstiftend an? Wir haben früher schon gründlich das Thema Combin (und Composit) mit einem praktischen Beispiel behandelt (hier). Als Unterlage eignet sich dafür auch das kleine Tutorial. Durchaus auch schon für den einen oder anderen astrologischen Analyse-Notfall - ein Leitfaden für etwas mehr Erkenntnis der eigenen Beziehung, mit dem man in ersten Untersuchungen schon recht weit kommt. Nicht nur bei Dauer-Streitereien und anderen schweren Fällen, sondern für den Alltag jedes Paars. Denn blinde Flecken haben wir alle, wenn es um uns selbst geht. Die Astrologie hilft wirklich dabei, dann unsere und die Anteile der anderen besser auseinanderzuhalten.

00000bannerpaarDiesmal schauen wir uns an, wie man Stufe für Stufe so einer astrologischen Untersuchung angehen kann. Am Beispiel einer prominenten Beziehung - zweien, die sich liebten und leider auch schlugen. Soweit man das mitbekam, waren Taylor und Burton Himmel, Hölle und zurück für einander. Weshalb sie sich als Paar famos eignen, um den ganzen Werkzeugkasten der Paar-Astrologie auszuprobieren. Unsere Versuchs-Subjekte waren beide Selbstdarsteller, plakativ, selbstverliebt und dominant. Wie Kleopatra im Film den Marcus Antonius zum Bittsteller machte, spiegelte sich auch im Leben der Schauspieler. Mal bei ihr, mal bei ihm. Jeder bekommt auf Paar-Ebene den Streifen, den er braucht, um sich zu entwickeln. Diese hier waren sogar zweimal miteinander verheiratet, zweimal wieder geschieden.

Für den Beginn der Paar-Astrologie braucht man eigentlich zunächst nur drei Tools, um bei der Interpretation der Beziehung am Schluß auch einigermaßen richtig zu sehen, wie sie sich im Leben dann zeigt. So geht's, wenn man den Überblick behalten will:

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Uranus->Stier: die Helio-Phase

UranusStierHelioJa, es stimmt. Uranus wechselt heute um 17:28 Uhr unserer Zeit aus Sonnensicht in die Beta-Phase des tropischen Zodiaks, die wir mit dem Symbol eines Stiers bebildert haben. Für Astro-Skeptiker mag das auf den ersten Blick wieder mal ein gefundenes „Kritikmahl“ sein, denn das Netz war ja schon im Mai überflutet von dieser Meldung: Uranus wechselt in den Stier.

Es gab zahllose YouTube Videos mit fast identischen Aussagen, noch mehr solcher Blogs, Beiträge und Artikel darüber. Und jetzt soll er schon wieder wechseln? Uranus wird ja auch von Astronomen als etwas chaotisch betrachtet (Stichwort Polausrichtung…), aber dass er im Tierkreis einfach hin und her springt, kann ja wieder mal nur eine typische Eso-Astro-Lach-Nummer sein…

Not at all, liebe Kritiker. Ganz im Gegenteil.

Denn auch einer der Urväter der modernen Astronomie, Johannes Kepler, war ja ein überzeugter Astrologe. Allerdings, durch die von ihm ungewollt mit herbeigeführte Trennung von Astronomie und Astrologie, hat die Gilde der Sterndeuter leider irgendwie vergessen, dass es damals auch unter Astrologen wie Kepler eine Hinwendung zum heliozentrischen Weltbild gab. Selbst wenn Grundlagenberechnungen zu jener Zeit noch enorm aufwendig waren und deswegen auch äußerst selten durchgeführt wurden. Aber eigentlich hätte sich die ganze astrologische Gemeinschaft schon in den Jahren nach Kepler´s großartigen drei Gesetzen die Mühe machen müssen, nach einer Zusammenführung von geozentrischem und heliozentrischem Weltbild zu suchen. Stattdessen wurde letzteres aber komplett ignoriert und an dieser Haltung hat sich eigentlich bis heute wenig bis gar nichts geändert.

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Ein Fluss von Inspiration

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Das Jetzt, Genialität, Neptun und der leuchtende Achernar auf dem Inspirations-Grad, das Galaktische Zentrum und die Unsterblichkeit und wie die sabischen Symbole die Geschichte eines jeden Radix' immer neu erzählen: Es geht hier um Fluss, Einfluss, Öffnungen und Intuition. Um ganz praktische Biler des Seins. Wer mit seinem Horoskop und den Bewegungen der Geschichte kreativ arbeiten will, kommt an den "Sabischen Symbolen" und den Fixsternen eben doch nicht ganz vorbei, wenn er Feintuning betreiben will. An diesen Stationen nicht stehenzubleiben und mit ihrer Hilfe die lebendige Geschichte eines Radix' weniger einrucksvoll zu erleben, wäre jammerschade.

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Zur Zeit befindet sich ja Neptun gerade zum zweiten von drei Malen seit Frühjahr bis Februar 2019 in Konjunktion mit einem gewissen Herrn Achernar, einem der 10 hellsten Sterne am Himmel, 3000mal heller als unsere Sonne. Durch ihn öffnet sich so auch das kleine, treffende, sabische Bild für den Sinngehalt des 15. Grads Fische, wo es um den Fluss der Inspiration geht. Zufällig, sagen die einen, Fügung die anderen.

Denn Achernar hat nach einigen Beobachtungen einen jupiterhaften und uranischen Charakter. Man nennt ihn eben auch "Alpha Eridarni" oder "Das Ende des Flusses" (was durch den Cut für uranische Bezüge spricht). Ein echtes Leuchtfeuer, wenn auch leider von uns aus nicht sichtbar. Auf 15° Fische, den zur Zeit Neptun kreuzt, sitzt nach Marc Edmund Jones und Elsie Wheeler, von der die Grad-Aussagen gechannelt wurden, nicht nur Achernar, sondern auch folgende Analogie:

In der Stille seines Studierzimmers erfährt ein Mensch einen Ein-Fluss von Inspiration. (Text-Erweiterung von Dane Rudhyar)

Vielsagend für das gegenwärtige Klima und seine unterschwelligen Strömungen. Neptun auf diesem Grad mit Achernar, Türschließer des Sternbildes Eridanus, das noch einmal den Fluss abbildet (aus einer Sternenkette von etwa 15° Zwillinge bis zur Mitte der Fische), verstärkt die Thematik der Intuitionen, Fantasien, Einfälle, Aha-Erlebnisse. Gedanken- oder besser: "Wahrhaftigkeitsströme", die nun manchmal in Wellen ins allgemeine Bewusstsein kommen. Da nicht nur Neptun die "Wasser-Wahrnehmung" allgemein über eine starke Entgrenzung der Inutition stärkt, sondern eben auch Achernar aktiviert (oder umgekehrt). Wobei Eridanus' Sternenkette ohnehin Merkurs und Neptuns Zeichen verbindet. Es bewegt sich also noch etwas Ungreifbares etwas unter den glatten Oberflächen des Bewusstseins, die das Geheimnis des Vorzeitlichen schützen und das noch nicht Lebbare lange im Unbewussten versenkt halten. Aber es kann sein, dass in solchen Zeitfenstern plötzlich unumstößliche Wahrheiten auftauchen, die allerdings durch den Fixstern-Einfluss sehr individuell spürbar und selten für die Masse erfahrubar sind.

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Sog von Materie bis Antimaterie

60michael jackson1Seine Wirkung entsprach dem wilden Effekt des Massenzentrums unserer Milchstraße. Da, wo Michael Jacksons MC/Saturn im Schützen stand, mit all dem Sog, Druck, Funkenschlag von Materie und Antimaterie, samt sonderbaren astrophysikalischen Erscheinungen, wie sie GZler natürlich empfinden oder aussenden können. Heute hätte der "King Of Pop" seinen 60. Geburtstag gefeiert. Eigentlich eine Jungfrau-Sonne in 6 mit Pluto, mit immens vielen, zwanghaften, unterschwelligen Ängsten und der rettenden Perfektion, zehrender Hypergenauigkeit. Was wiederum von der anderen Seite ein hochsensibler Fische-Mond am Fische-AC mit massiver Sehnsucht nach Ungreifbarem, Flucht und Betäubung kompensierte. Obwohl die Geburtszeit diskutiert wird ist, halten wir nach Überprüfung der Genauigkeit der Auslösungen (siehe Daten, Konstellationen und Lebenslauf unten) ebenfalls die Angabe 19.33 h für richtig, die von seinem indischen Astrologen sowie der Familie stammt (via Astro-Databank) und sich durchgesetzt hat.

Auf den ersten Blick zeigt Saturn als Herr 11 am Schütze-MC (noch im Orbis des Galatkischen Zentrums) die extreme Rebellion, das Exzentrische, das bei Jackson zur Bestimmung wird, mit der er die Zeit bestimmt. Davon ausgehend aber auch heftige Ambivalenzen durch Quadrate (Mond-Saturn, die emotionale Unterernährung - Glückspunkt). Und das Feuer-Trigon mit Lilith plus Venus/dem introvertierten r-Merkur. All das ist an den wichtigsten Stationen seines Lebens Taktgeber. Der dunke Unterton kommt von dem, was durch ihn in die Welt will, Neptun Herr 1 in 8 Skorpion, mit Jupiter Spitze 8. Die Faszination samt fesselnder Konzeptionen, die von Jackson ausgingen. Seine Themen sind Spiegel des neptunisch-plutonischen roten Fadens in seinem Radix, zwischen Sterben und Überleben (Fix-Betonung), Narkosen, Illusionen, Visionen, Mythen und vernebelter Wahrheit: Der Move, Moonwalk, Bubbles, der Affe, Thriller, Werwölfe, Neverland, die verschleierten Kinder, die nie ganz aufgeklärten Missbrauchsfälle.Zwingende Konzepte, ein durchgestyltes Selbstbild, Operationen, Manipulationen.

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Ist Mars wirklich ein "Übeltäter"?

"Ein Widder hatte sich hinter ihm mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen. Abraham ging hin, nahm den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar.". (Genesis, 22,13).

Ist Mars denn nun "böse" oder nicht? Natürlich nicht, denn es handelt sich nicht um eine moralisch agierende Person, geschweige denn um einen astrologisch festmachbaren, einschlägigen Straftäter. Sondern erst mal nur um das Symbol von Energie, eines Bewegungs-Prinzips in unserem Alltag. Nicht nur bei seiner Rückläufigkeit (noch bis 27.August, 18.05 h) wird es trotzdem Zeit, über Mars und seine astrologischen Hintergründe genauer zu sprechen. Denn in ihm steckt ja der erste Kraft-Impuls des Lebens überhaupt, da, wo es sich aus dem Neptunischen, Zeitlosen, öffnet.

Mars ist - so gesehen - der Taktgeber des Tierkreises, der alles an ursprünglicher Kraft für spätere Erzeugungen ausliefert. Die Power und den Schub, die dann Venus als Stoffmagierin braucht, um Materie in die Welt zu bringen. Dasein, dessen Funktionen der Merkur dann erkennt. Mars ist insofern ein Aktivator, ein Türsteher zum 1. Existenz-Quadranten - Widder, Stier, Zwillinge, zu den ersten drei Zeichen. Als Genesis des Selbst und der Weltwird er oft verkannt, böse gedacht, astrologisch zum Übeltäter heruntergebrochen.

Gerade darum fange ich auch mit einem dieser tödlichen Unfälle an, wie sie unter Mars-Dominanz eben durchaus auch passieren können. Ein Drama, das alles mitbringt, was man dem Herrn des 1. Zeichens an Bösartigkeit jemals nachsagte. Was aber letztlich bloß eine Extrem-Variante seiner vielen Handlungs-Rollen ist. Es war im August 2013 auf Hawaii,  im Palauea Beach Park in South Maui, fast auf den Tag genau vor fünf Jahren. Eine junge Deutsche wird von einem Hai angegriffen. Das Mädchen, um das es geht, hat schon im Radix Mars-Pluto aus Löwe nach Skorpion und Widder-Venus (von diesem Mars beherrscht) im Quadrat zu Uranus-Neptun. Störungsanfällig all das, durch die Quadrate meist auch von außen triggerbar. Als Krebs-Mars sich dann im Transit in eine enge Opposition zum Geburts-Aspekt begibt und die Achsen ihn dazu auslösen, begegnet ihr ein Hai. Tier und Mensch treffen sich zur falschen Zeit, die für den Tod offenbar richtig ist. An einem Ort, wo der Augenblick mit seinen astrologischen Auslösern die Anlage als frei anzeigt für ein Geschehen. 

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Dabei bringt Mars oft Neptun mit ins Spiel, den Herrn seines Schatten-Zeichens Fische. Es kommt dann im Team manchmal zu Bereinigungen, inklusive Gewalt, Opferungen, immer aktivem Tun. Mars wirkt wie ein Zünder. Er bewegt als Kardinal-Faktor das Bühnenbild ja aktiv in Richtung Dynamik (und, wenn eshart kommt: Dramatik), ist schnell, momentbezogen. Eigentlich zu heftig für das wirkliche Leben, das man sich wünscht.

Das Feuer-Element ist stets groß. Etwas am eiligen Widder ähnelt aber auch den Fischen - der eine ist die Ewigkeit, der andere spaltet sich ab aus ihr. Spiegel über die kosmische Spalte, Mars schnell, Neptun langsam. Letzterer zeigt eben auch Opfer von Mars' Taten an. Oder einen geopferten Mars, der in die Zeitlosigkeit zurückgezogen wird. Das junge Mädchen stirbt eine Woche, nachdem es seinen Arm beim Angriff aus dem Meer verloren hat. Mars ist das Raubtier. Das Wort "Hai" (siehe auch "hurt" = verletzen) bezeichnete indogermanisch einen Schmerzlaut wie "Au!". Er wurde althochdeutsch zu "Weh" - was in die Wort-Familie von Widder, Wind, Witterung und Wehen gehört. auch hier ein Zusammenhang. Jede Tat hat einen unbekannten Hintergrund. Unerkannt hatte sein Leben das Mädchen wie im Schlaf zu diesem Ort bewegt, an dem ein "Schicksal" es einholte. Aus einem Schnorchel-Ausflug wurde ein Lebensende. Niemand mag ja Bösewichter, im Leben und der Astrologie. Wo die bekanntesten, ältesten Mars und Saturn heißen und beide ein Widder-, Bocks- Ziegen oder Hammel-Fell tragen. Den Stoff, auf den am Ende des Jahres einst die Priester das Horoskop einer neuen Zeit schrieben. Keiner sympathisiert mit einem Schicksal, dem Geschickten, das einen offenbar umweht. Menschen dem Weh ausliefert. Das klingt, als hätte man keine Wahl. Aber astrologisch lassen sich zumindest Risiken voraussehen und im Zweifelsfall Einfallstore des Gefährlichen vermeiden. Nur, wer glaubt schon an Haie? Nicht im eigenen Leben. Wenn Mars, der Zornige, der mit dem Feuerzahn, aktuell rückläufig ist, wie alle zwei Jahre, sollte man sich erinnern: Es gibt keine "bösen Omen", aber Vorsicht, die Verletzung vermeiden hilft.

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Fix-Eklipsen seit 1900 auf einen Blick

eclipseWieder wird viel überinterpretiert. Eine SoFi ist nicht per se  ein böses Omen. Darum hier noch etwas als Daten- und Fakten-Futter für astrologische Experimente: Am Samstag (mittags) kommt es ja wieder zur partiellen Finsternis - diesmal wird sie (oft zu Unrecht) heftig verglichen mit der wichtigen Eklipse vom 11. August 1999 (da immerhin im gleichen Grad -> Grafik) vor genau 19 Jahren. Allerdings hatte das Ereignis für Greenwich damals eben Scorpio-Mars in 1 & dazu Neptun genau an einer Achse (IC). 

Was man bereits hätte als Hinweis auf eine dominante Stellung im Interpretations-Gefüge deuten und damit auf die irren bis wirren, bizarren, aggressiven Entwicklungen zwischen Trug und Wahrheit schließen können. Bei dieser neuen Finsternis jetzt jedoch finden wir für Greenwich (als Basis für astrologisch inhaltliche Übertragbarkeit ortsunabhängig) keine enge Achs-Konjunktion. Lediglich eine Pluto-Näherung, was dem ohnehin spürbaren Klima der Zwanghaftigkeit und Machtkonflikten entspricht. Das wird sich von Ort zu Ort natürlich ändern - aber sagt erst mal grundsätzlich aus: Das jetzige Ereignis hat vermutlich keine derart große Wirksamkeit wie 1999. Wenn auch die Sinnsucher über magische Eintritte in gemutmaßte "Löwentore" raunen (esologisch konstruiert). Nur ein Web-Hype, oft völlig falsch hergeleitet, was mit stabiler Astrologie wenig zu tun hat. Diese 5. und letzte Eklipse 2018 morgen beginnt jedenfalls vormittags, ist eine Teil-Beschattung und nur in Teilen Skandinaviens und Asiens zu sehen 

"Die Sonnenfinsternis ist die 6. Finsternis des Saros-Zyklus mit der Nummer 155, der im Juni 1928 mit einer einer kleinen partiellen Finsternis begann und nach 71 Finsternissen im Juli 3190 enden wird." (Eklipse.Astronomie.Info)

Dass Finsternisse durchaus wichtige astrologische Trendgeber sind und speziell vorgeburtliche Eklipsen immer wieder bei größeren Entwicklungen reagieren und offensichtlich eine  Rolle spielen, ist unbestreitbar. Zunächst sind sie in Bezug zu Radix-Bildern lesbar wie eine Gruppen-Überschrift für die jeweils zwischen zwei Finsternissen Geborenen. Eine Liste unserer größeren Artikel dazu (Mythos, Anwendbarkeit - auch Gastartikel) schon mal hier:

Eklipsen und Bedeutung

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Finsternisse "arbeiten" in ihrer Symbolkraft ja immer zyklisch, in Gesellschaften wie individuell. Deshalb haben wir hier heute auch noch mal alle Fix-Zeichen Sonnen-Finsternisse seit 1900 per Daten-Liste zusammengestellt, damit jeder "seine" und die historische Anbindung an die jeweilige Zeitphase (Überschneidung und Themen der rückbezüglichen Prozesse) leichter überprüfen kann.

Besonders Menschen, deren direkte vorgeburtliche Eklipse auch fix gelagert ist (Stier, Löwe, Skorpion, Wassermann), können im Verlauf dieses Fix-SoFi-Zyklus vermutlich auch eigene bedeutsame Entwicklungsschritte nachvollziehen. Sie sind stärker in die morgige Eklipse eingebunden. Wie, das findet man vor allem über das Haus heraus, in die diese SoFi fällt - und durch die genau aspektierten Natal-Planeten. Insgesamt gab es 7 sehr enge Löwe-Eklipsen am Grad der totalen 1999er Finsternis. Hier nun die Liste - die sehr engen So-Fi Positionen sind hervorgehoben (auch Quadrat- oder Oppositionen). Der Hinweis auf den 1. Weltkrieg und später die Nazi-Entwicklungen spielten sich übrigens eher mit Bezügen zu 27° Grad (Regulus) im Löwen ab. Der 2. Weltkrieg selbst brach bei einer Serie von Widder/Waage-Finsternissen aus (analog zur AC-Betonung viele Nazi-Größen).

Sonnenfinsternisse seit 1900 in den FIXZEICHEN 

  • 22.11.1900 07:19:45 GMT Annular Sonne: 29°33´32 Skorp Mond: 29°34´46 Skorp 22.11.1900, 04:19 GMT 22.11.1900, 10:19 GMT
  • 18.05.1901 05:33:49 GMT Total Sonne: 26°34´16 Stier Mond: 26°32´05 Stier 18.05.1901, 02:59 GMT 18.05.1901, 08:07 GMT
  • 11.11.1901 07:28:21 GMT Annular Sonne: 18°13´20 Skorp Mond: 18°10´45 Skorp 11.11.1901, 04:29 GMT 11.11.1901, 10:27 GMT

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Pluto-MC: Das Brett fällt um

brettNeulich im Alltag - oder: Wie Astrologie in den kleinen Dramen des Lebens auch die größeren Konflikte aufspürt. Über Pluto am MC habe ich schon vor 4 Jahren geschrieben. Gestern Nacht nun, als ich endlich bei einem kleinen Windhauch aus dem Röststufen-Schleichgang auferstand, gebückt die Dachzimmer-Hölle stoßlüften wollte und danach zum DRITTEN Mal mit derselben Stelle am Schädel empfindlich gegen das Kippfenster knallte, stand Pluto hier wieder auf Spitze 10. Er wiederholte meine Geburts-Konstellation.

Diesmal, im Steinbock, noch aufdringlicher als sonst. Da dachte ich mir, drei Omen sollst du nicht übersehen und darum gibt es heute für euch den Artikel über MC-Pluto noch mal - denn das hat auch mit seinem Mundan-Stand in Saturns Zeichen zu tun: "Kurz nach Mittag und ich bin unter Zeitdruck. Die demente Mutter will Saft, der Junge wissen, wo der Staubsauger ist, der Partner Astro-Logistik besprechen, der Hund Wasser, Loop! einen Artikel. Am nächsten Tag stehen zwei astrologische Gespräche an, die mich seit Tagen schwer beschäftigten. Es geht um Neptun. Am liebsten alles andere liegen lassen und nur noch diese beiden Charts bedenken. Geht aber nicht.

1111liveAlles wie immer. Nur dass seit Wochen der Wurm im Getriebe sitzt. Ich stolpere, wo ich gehe und stehe. Werde immer wieder ruhig gestellt. Oft ein Zeichen, dass ein Transit nicht konstruktiv mitgegangen wird. Welcher Transit? Ich habe gar keinen Transit. Bis auf Saturn, der gerade den Scorpio-AC kreuzt und nun durch 1 in Opposition zur Sonne läuft. Da fühlt man sich nicht so - klar. Was aber nur bedeutet: Willkommen im gemütlichen Elend, der Realität. Alles voller Pflichten. Danke, Watson! Mein Watson heißt: Saturn-Pluto und er weiß immer Auswege - am besten für die anderen. Denn hier kommen ja mundan ein Herrscher des Du-Quadranten mit einem aus dem Transpersonalen zusammen. Feld 8 und 10. Da beschäftigt man sich lieber mit dem Unerledigten in anderen. 

Das ist die Falle. Beide Frauen, deren Geburts-Bilder mich gerade nicht loslassen, haben hoch dominante Saturn-Transite bei einem intensiven 12. Prinzip im Radix. Dazu eine Neigung, die eigene Empfindsamkeit zu vergessen. Neptunierinnen, heimliche Wasser-Wesen, als Ausgleich aber ausgestattet mit starken Saturn- und/oder Pluto-Tools. Oder umgekehrt. Kompensation funktioniert beidseitig. Immer im Dienst, hoch funktional. So geht Beratung auch: Jeder bekommt die Klienten, die er braucht. Das Gefühl, Sklavin des eigenen Anspruchs zu sein, kenne ich durchaus und stehe seit Jahren mit einer Art perfidem Stolz zur Selbstausbeutung. Ich mag das - es zeigt mir, dass ich einen Motor habe, der läuft und läuft. Wozu heißt das Hamster-Rad wohl Hamster-Rad, wenn der Hamster einfach aussteigt? 

So ist die Lage, als neulich, um genau 12.04 h (die Uhr, der beste Freund der Astrologin), unten etwas heftig scheppert. Dann crasht das Internet plötzlich. Rien ne va plus. Nichts geht mehr. Ein intelligenter, neuer Versuch des saturnisch-kosmischen Regulativ-Programms, mich abzuschalten? Soll ich jetzt etwa auch nicht mehr arbeiten? Schönen Dank, Pluto-Saturn. aber die mundanen Übergänge der Langsamläufer über die Achsen neigen sowieso täglich zum Auffallen. Wer das noch nicht gemerkt hat, schaue immer mal in seine Umgebung, wenn eine Orts-Achse oder der Mond einen Radix- oder Mundanstand überläuft, der dazu noch eine wichtige Radix-Konstellation berührt. Auch so geht praktische, astrologische Arbeit. Vielleicht hat das für mich ja nichts zu bedeuten.

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Sonntag, 21. Juli 2019

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