Loop!

Buntes

Dschungelcamp 2015: Das Ende ist nah

Sind das nun gute oder schlechte Zeiten? Kaum schwingt sich auch noch der Mondknoten ins letzte Quadrat zwischen Uranus und Pluto ein, schon drehen alle am Rad. Die Griechen sympathisieren offen mit dem bösen Zaren aus Russland, in Dresden bleiben am nächsten Montag die abendländischen Spaziergänger zuhause und in Australien muss ein gewisser Walter Freiwald das Dschungelcamp verlassen.

Ausgerechnet Walter. Der einzige, dunkle Fleck auf der diesmal strahlend weißen Weste von „Ich bin ein Star, holt mich hier raus.“ Denn alle anderen Teilnehmer waren bisher eigentlich nur nett, verständnisvoll und hilfsbereit. Wo man früher Kandidaten, die lediglich 6 von möglichen 7 Sternen bei einer Dschungelprüfung erbeutet hatten, tagelang ausgrenzte, wurden die potentiellen Nahrungsbeschaffer diesmal schon mit den Worten „Wenn es zu schwer für dich wird, dann lass es einfach…“ in die Wildnis geschickt.

Und, wer hätte das gedacht, im Ergebnis gabs dann auch kaum irgendwelche Beilagen zu Reis und Bohnen, was wiederum zu allgemeiner Entkräftung und zu gruppendynamischem Dauer-Gedöse führte. Aber all das zeigte sich ja schon im Ereignis-Horoskop der Auftakt-Sendung.

Denn da stand eine Mond-Saturn Konjunktion (Schütze) im Quadrat zu einer Mars-Neptun Konjunktion (Fische). Jede dieser beiden Konjunktionen für sich genommen stellt ja schon ein gewisses Hindernis dar, wenn es um spannende Unterhaltung gehen soll. Mit Mond-Saturn im Schützen wird Spaß und Freude meistens zu einer ernsthaften Verpflichtung und Aufgabe, einer Lebensvision, die aber an der harten Wirklichkeit scheitert. Inbegriff dieser Haltung wurde dann auch zwangsweise „der Walter“, dessen Radix-Schütze Mond eins zu eins mit dem Staffel-Mond kooperierte. Und ebenso zwangsweise konnte eigentlich nur er den inneren Wahrnehmungsraum der mondigen Zuschauer-Massen ausfüllen, ob man ihn nun mochte oder nicht.

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Dschungelcamp 2015 - die Kandidaten

Walter, Sara, Aurelia, Tanja, Rebecca, Maren, Rolfe, Jörn, Benjamin, Patricia und Angelina. Elf Menschen, die in den nächsten zwei Wochen mehr und mehr zu bestimmten Archetypen werden. Teils von den Machern des Dschungelcamps so gewollt und dann künstlich erschaffen, teils aber auch in Übereinstimmung mit den eigenen Anlagen wird es wieder eine Oberzicke der Nation geben, ein naives Dschungelhäschen, einen arroganten Macho, einen Fremdbestimmer und eine Fremdbestimmte, eine Schlaftablette und den netten Schwiegersohn von nebenan und am Ende natürlich auch einen König des Dschungels geben. Das meiste davon werden einfach nur Klischees sein und je nach eigener Anlage wird man mit manchen Bewohnern des Camps sympathisieren und bei anderen schon beim bloßen Anblick das Spüren, was ansonsten erst beim Geruch einer Kotzfrucht ausgelöst wird (die laut Sonja Zietlow ihren Namen zu Unrecht trägt, da rein gar nichts an ihr nach Frucht schmecken würde…).

Wenn es für astrologisch-interessierte Menschen einen vernünftigen Grund gibt, auch diese Staffel täglich zu verfolgen, dann womöglich vor allem diesen hier:

Sich selbst dabei ertappen wie man aufgrund der eigenen Anlage Vorlieben und Abneigungen gegen andere Menschen aufbaut, die man weder kennt und die einem auch nie etwas getan haben. Weder im Guten noch im Schlechten.

Dazu benötigt man natürlich die Horoskope aller Kandidaten und genau hier wird man fündig. Leider ist es mir nicht möglich, mit einem Schlag elf ausführliche Analysen einzustellen, deswegen wird das nach und nach geschehen. Dort wo jetzt also nur Charts stehen, kommt in den nächsten Tagen auch noch Text hinzu, mit Walter und Sara beginnen wir den bunten Reigen.

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Das Dschungelcamp 2015 - Prolog

Dschungelcamp und LOOP!? Neue Leser werden sich bei dieser Kombination womöglich kopfschüttelnd abwenden, alte Hasen wissen worum es geht. Astrologie (fast) Live ist das Stichwort, denn wieder einmal haben sich elf tapfere Menschen entschlossen, im australischen Busch eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Was an und für sich schon ziemlich unterhaltsam sein kann, aber noch getoppt wird, wenn man die Geburtsdaten der jeweiligen Kandidaten kennt und damit auch ihre aktuellen Auslösungen mitsamt den dazugehörigen Befindlichkeiten.

Begonnen hat dieses Experiment schon vor zehn Jahren, am 9. Januar 2004 strahlte RTL die ersten Bilder aus und seitdem gibt es heftigste Diskussionen im Lande, ob das nun hohe Fernsehkunst und beste Unterhaltung ist, oder einfach nur die Spitze des schlechten Geschmacks.

Astrologisch gesehen auf jeden Fall eine Fundgrube, das zeigte sich schon bei der Erst-Analyse des Dschungelcamp-Charts im Jahre 2012:

Mond im Löwen in Haus 12 Opposition Neptun bringt dann auch den Touch Unergründliches ein, der eine gewisse Erwartungsspannung bei den Zuschauern hochhält. Zudem ist es eine wunderbare Gelegenheit für Projektionen aller Art, den Mond in 12 mit Neptun Verbindung erschafft trotz aller Egomanien der Teilnehmer auch ein Spiegelbild des Kollektiven. Jeder Ausbruch, jede Schwäche, aber auch jede menschliche Tugend wird assimiliert, projiziert und ausgebreitet, die Identifikationsbereitschaft in beide Richtungen (Beast vs. Beauty) ist hoch. Darin mag das eigentliche Geheimnis insbesondere der deutschen Version liegen.

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