Loop!

Das Thema

Willkommen in Ping-Pong-Land

Protokoll Beziehungskrise:

Es ist ganz seltsam. Das laufende Horoskop erzählt immer die wahreren Geschichten. Auch wenn jeder sie einzeln ganz anders berichtet. Besonders spannend kurz bevor die Sonne wechselt und das Thema des neuen Zeichens unvermittelt über dem Horizont aufgeht und sich entfaltet, indem es sich in Gespräche oder Gedanken einschleicht. Mach den Selbstversuch, beobachte! Am besten in deiner Partnerschaft, wenn Sonne in Venus-oder Mars-Bereiche überläuft. Hier ein Protokoll ihres akuten Wechsels in die beziehungs-bezügliche Waage, Zeichen von Liebe und Harmonie. Gestern, 15.45 Uhr. Sonne steht bereits auf 29.54 Waage, leider aber in Haus 8. Die tote Zone aller Übergänge. Oh. Haus ACHT? Es wird also existenzielle Kämpfe geben und bei so viel Waage in der Luft auch Projektion literweise. Wieso betrachtet eigentlich keiner das aktuelle Horoskop? Weil auch Fachkräfte vom Alltag überwältigt sind, die sonst das Radix wie andere die Zeitung lesen. Moment wieder mal perfekt abgepasst. Hallo, Schatten! Zeig mir an dir, wie ich eigentlich bin! 

Auftritt: Der Astrologe und die Astrologin. Sie lesen sich ungeplant was vor. Prima, passt ja: Uranus Widder Herr 2 Spitze 3 = man präsentiert (3) abrupt wechselnd Talente, Gaben und Selbstwert (2 = Wassermann-Fische) durchsetzungsstark, aber noch idealisierend und verschmelzend (Neptun in 2). Nur droht bereits Aufdeckung von Defiziten und übelster Verletzung durch gegenseitige Übergrifflichkeit (Chiron in 2).

All das spielt sich in der Wohnung der Astrologin ab (als Jüngere symbolisiert sie Krebs-DC), wo sie, wie es sich für den laufenden Mond in 12 gehört, bis dahin einsam eines guten Gesprächs harrte. Hat sie ja nun auch. Schütze-Mond und Waage-Saturn in 9 also, Astrologe und Astrologin, philosophieren ordentlich vor sich hin. Nur naht bereits die dunkle Seite der Macht. Es ist: Der AC. Er läuft unaufhaltsam auf Pluto zu, direkt hinein in die skorpionische Falle mit Uranus-Hintertür (Mundan-Quadrat). Wenn da nicht gleich Trennung im Raum steht. Mal abwarten.

Als Ac auf Pluto (Herr 10) müsste jetzt eigentlich der Astrologe bestimmend ein Thema in den Raum werfen, das ab sofort von Macht und Manipulation handelt. Welches könnte das denn sein? Siehe: Merkur sitzt auf Spitze 9 Waage. Der Astrologe (Saturn) sitzt auch in Waage. Selbst Sonne wird binnen nur einer Stunde Waage besetzen. Und der Astrologe funktioniert: Er bringt also - ganz abstrakt (waagehaft luftig) - das Thema "Waage" auf. Davon spricht auch sein ziemlich langer Artikel (9), den er nun probeweise vorträgt. Das Unheil nimmt seinen Lauf. Gleich wird Waage nicht nur die zweifellos sehr spannenden, begegnenden Ideen zeigen, die sie nun mal so gern in die Welt wirft, sondern auch die stets verdeckten Zähne, die an Widder gegenüber delegiert werden. Sonne steht vorm Wechsel nach Krieg und Frieden. Willkommen in Ping-Pong-Land!

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Die bessere Hälfte: ICH im Horoskop

Das Paar ist eine Sache, Beziehung der Begriff, der dazugehört. Aber um überhaupt Bezug aufzunehmen, zur Welt und ihren Menschen, braucht es auch immer zwei Hälften dessen, was danach das große Ganze ausmacht. Das kongruente ICH also, das ein DU wahrnimmt. Ohne Sinn für das Selbst und Feststellung der eigenen Grenzen kann ich sie nicht überschreiten und zum Gegenüber gehen. Ich und Du, das sind - auf den ersten Blick - Venus- und Mars-Begriffe. Auf der Achse Widder-Waage verlasse ich mich allein und gehe in die Begegnung, im Stier, danach, lernt man die eigenen Grenzen und einen Selbstwert kennen, der sich vielleicht in den Bindungen des Skorpions wieder auflöst. Die jeweils ersten beiden Zeichen des ersten (Selbst-) und des siebten (Kontakt-) Quadranten sind also von Ich-und-du-Zeichen belegt. Aber wer bin ich als ICH? Was sagt mir die Astrologie darüber? BIRGIT BRAUN hat sich auf ihrem STARFISH-BLOG solche Fragen gestellt und sich den Horizonten des Selbst genähert. Hier ihr Artikel: 

"Was ist eigentlich das "Ich"?

Bei Wikipedia lese ich über diesen Begriff:

Ich ist die Bezeichnung für die eigene separate individuelle Identität einer menschlichen natürlichen Person, zurückweisend auf das Selbst des Aussagenden.

Das Wort "Ich" bezeichnet mich, mein individuelles Sein. Individuell bedeutet: getrennt von anderen Seienden (oder auch Nicht-Seienden). Zum Begriff Ich-Erleben erklärt uns Wikipedia weiter:

Das Ich erlebt der Mensch als das eigene Sein in den Ausdrucksformen von Denken, Fühlen und Handeln und betrachtet sich insofern auch meist als den Urheber derselben. Das Ich wird daher als Persönlichkeitsmittelpunkt empfunden, der die Struktur der Person maßgeblich bestimmt.

Mein individuelles Sein bringt sich zum Ausdruck auf der Ebene des Denkens, des Fühlens und des Handelns. Der Mittelpunkt dieses individuellen Seins, der Persönlichkeit, ist das Ich.

Das "Ich" war jedoch nicht immer da. Es gab eine Zeit, da wussten wir noch nichts von einem "Ich". Erst mit ungefähr zwei Jahren erkannten wir, dass wir ein mehr oder weniger eigenständiges Ich sind. Diese Erkenntnis stand am Ende eines langen und intensiven Lernprozesses, den die frühkindliche Entwicklungspsychologie heute folgendermaßen beschreibt:

Die ersten vier bis sechs Wochen dienen dem Neugeborenen noch dazu, sich an die veränderten Bedingungen seit seiner Geburt anzupassen. Beobachtungen zeigen, dass der Säugling in dieser Zeit uneingeschränkt auf alle Personen seiner Umgebung gleich intensiv im Kontakt reagiert. Theoretisch kommt noch jede Person der Umwelt als Mutter in Frage. Wichtig ist jetzt die gute "Bemutterung" des Kindes, d.h. ein intensiver Kontakt, der dem Kind Wohlgefühl und Sicherheit vermittelt. Auf dieser Grundlage kann es grundlegendes Urvertrauen in die Welt aufbauen. Astrologisch entspricht diese Phase des "ozeanischen Urgefühls" dem Planeten Neptun.

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Combin: Roter Faden für Paare

 Zweiteilige Vorstellung eines der nützlichsten Werkzeuge der Paar-Astrologie - Teil 1: Ein Beispiel

Deine Beziehung, das unbekannte Wesen? Meist ja. Außer, man hat zufällig gerade eins der wertvollsten, astrologischen Werkzeuge zur Hand, das ein Paar und seinen Alltag meist geradezu magisch treffend beschreibt. Das Combin, den Schnittpunkt beider Geburten in Raum und Zeit, der ein ganz neues Wesen abbildet, aber auch die Rollen-Zuschreibung des Einzelnen klar und deutlich ausdrückt.

Alles, was ein Paar als Einheit tut, fühlt, denkt, erlebt, atmet also. Synastrie dagegen - der Vergleich der Planetenstände des einen mit denen der anderen - ist zwar ein hilfreiches, aber begrenztes Tool, über das sich die Wechselwirkung aller Beziehungsbeteiligten zunächst prima auslesen lässt. Das aber immer noch eher von den unangebundenen Einzel-Personen ausgeht. Im ersten Teil der Combin-Vorstellung möchte ich an einem Beispiel einer nicht-prominenten Beziehung zeigen, was man letztlich bei einer sorgfältigen Combin-Analyse herausfinden kann. Im zweiten Teil wird es in der kommenden Woche um eher generelle Regeln und Bedeutungen der verschiedenen Positionen in Combinen gehen.   

Um zunächst mal die Sinnfrage zu klären: Ich benutze Combine seit Langem grundsätzlich nur für verbindliche Beziehungen. Diese astrologische Methode ist für mich ein eher plutonisches Instrument mit skorpionischem, Haus 8- oder Pluto-Profil, das sich auch stark auf die transformativen (aber auch zerstörerischen) Möglichkeiten bezieht, die nur vorhanden sind, wenn man sich einander "erklärt". Sprich: Sich offen aneinander bindet. Ich gebrauche es für vertragliche abgesicherte Bezüge im Job-Bereich genau so, wie für Miet-Angelegenheiten, feste Feundschaften und natürlich für die Haupt-Bereiche des Beziehungs-Bezüglichen, die Partnerschaft. Bei der sich beide zueinander bekennen. Das muss nicht durch Eheschließung sein. Feste Bindung, die beide akzeptieren, genügt völlig. Alle anderen Formen des Miteinanders fallen für mich unter die Zuständigkeit des Composits, jenes Halbsummen-Radix beider Partner, das über die noch "ungebundenere" Form des Bezugs auf einander spricht. Es hat einen venusischen, waagehaften, Haus 7-Charakter. Es ist flüchtiger.

Diese Teilung im Werkzeugkasten "funktioniert" einfach exakter und besser - soweit meine Erfahrung. Sehr spannend ist bei all dem immer der Vergleich fester Partnerschaften im Combin mit dem ursprünglichen Composit. Was führte die beiden zusammen? Wie sah alles im Honeymoon der ersten Liebe, diesem Feuerwerk von Gefühlen aus? Frag das Composit. Häufiger kommt es vor, dass sich Composit und Combin stark unterscheiden. Der Weg der Wandlungen vom ersten Schritt bis hin zum Beziehungsalltag wird beim Vergleich geradezu wundersam beschrieben. Und man kann in der Analyse genauso deutlich die Rolle der Einzelnen erkennen. Die von MONA RIEGGER populär gemachte Methode, dem Älteren Partner den Aszendenten und die untere Hälfte des Combins, dem Jüngeren den Deszendenten bzw. obere Hälfte) zuzuordnen, arbeitet verblüffend genau (LOOP! Interview: Ich konnte mit Mondin und Steinziege nie etwas anfangen).  

Aber wie geht das nun? Wie genau bildet das Combin die herrschenden Zustände einer Partnerschaft ab? Am besten arbeiten wir mit einem Beispiel. Ein Mann, eine Frau. Sie begegnen sich, als Saturn exakt auf ihrer Composit- und Combin-Sonne steht. Das lässt eine Zukunft, Lang-Andauerndes, ahnen. Passenderweise treffen sie sich auf dem Schulweg (Herr 6, 9 und Sonne in Jungfrau), als sie erst 13 Jahre und er 18 Jahre alt ist. Für diese Zeit gilt erst mal das Composit. Hier ist es (rechts).

Sie trägt seine Tasche morgens zum Bus. Er ist der, den alle kleinen Mädchen anhimmeln (Mond Herr 1 in 10 Widder mit Uranus). Sie die einerseits die Saturnierin, angepasst und regelgläubig, mit einer stark skorpionischen Chaoten-Seite (Saturn Spitze 8 im Wassermann). Wir finden eine Erdsonne in Jungfrau auf Spitze 3, in Verbindung zu Neptun, Herr 9. Alles ist sofort sehr physisch, echt und dennoch ungreifbar. Viel läuft über Reden und Empfinden. Sehnsucht spielt eine sehr große Rolle, Verschmelzungs-Phantasien. Das Gefühl, für einander bestimmt zu sein. Venus Herrin 4 und 11 auf dem Krebs-AC (eins ihrer beiden Kinder wird genau hier später den Krebs-Mond haben) spricht von deutlicher, heftiger Liebe. Pluto aus 12 am AC davon, dass in all dem genug seelisch-psychische Bomben stecken. Und Leidenschaft en masse. Skorpion-Mars vermittelt sofort den bindend sexuellen Touch.

Saturn als Herr 7 Spitze 8 zeigt dazu, worauf all das hinausläuft: Bindung. Vielleicht für ein Leben lang. Und so wird es geschehen. Bei beiden (er in 10, sie als Saturn) ist ein Dauer-Wunsch deutlich sichtbar. 

Sie lieben und sie behalten sich also. Verloben sich, als  er zum Studium geht. Und sie in ihrem Dorf zurückbleibt. Ab hier gilt das Combin. Saturn berührt damals gerade dessen Mond. Hier ist es (links). Wir sehen einen Schütze-AC (ihn) mit Jupiter in 9 im Marsch auf das MC. Er wird mit seinen Idealen und einer gewissen Detailversessenheit (Jungfrau) die Beziehung prägen. Auch die Sonne steht ja in "seinem" Zeichen. Aber dort, im Alltag, wird er letztlich von ihr (Merkur als Herr des Zwillinge-DC) hintergründig beherrscht. Ihr Signifikator sitzt in 8, im Löwen. Bindungswillig, eifersüchtig, ich-zentriert, sehr auf das Konzept des Wir eingestellt. Unglaublich, wie das ihr eigenes Chart beschreibt.

Im Radix hat sie eine Skorpion-Sonne im 5. Haus. Er ist in Wahrheit Löwe-AC (exakt trigonal zu "seinem" Combin-AC im Schützen) und die Geburts-Sonne steht in den Zwillingen (Merkur-Zeichen wie "sein" Combin-Jupiter in der Jungfrau). Tatsächlich ist er auch im eigenen Chart stark Jupiter-dominiert: Es weist ein großes, enges Quadrat von Jupiter-Pluto zu Uranus im MC und Saturn auf. Lebenslang wird er die Beziehung "treiben" und fügen. Aber er ist bei ihr, auf ihrer Hälfte des Combin. Er prägt ihrem Selbstausdruck seinen Stempel auf. Jupiter in ihrem dritten Haus - um ihre Beziehungsauffassung zu sehen, zählen wir die Häuser ab DC neu. Auch sein Studium, das letztlich das Versprechen, die Verlobung, bringt, ist mit Schützen-AC schon bebildert. So fein funktionieren sie, die Combine.

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Krieg und Frieden - täglich neu

Die Mutter aller Träume

Manchmal verfluche ich Hollywood. Vor allem die erfolgreiche Sparte der Liebesfilme. Nicht dass ich sie nicht gerne sehen würde. Aber bei allen fehlt das Entscheidende, das was nach dem Abspann passiert. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Zusammen?

Ich finde es großartig zu sehen, wie sich zwei Menschen finden, alle Schwierigkeiten überwinden, um sich dann endlich das symbolische Film-Jawort zu geben. Aber für alles was danach kommt, gibt es nur jede Menge Konfliktlösungs-Literatur oder einen Paartherapeuten. Denn auch im wirklichen Leben ist man ja immer nur bei anderen Paaren dabei, wenn alles gut läuft. Oder zumindest nicht total aus dem Ruder. Und die eigenen Eltern als gelebtes Vorbild? Ich bin ein Scheidungskind…

Aber wie gut dass es die Astrologie gibt, dieses wunderbare Bildermodell, dass uns einfach und verständlich aufzeigt, worum es in einer guten Beziehung eigentlich geht. Männlich trifft weiblich (in welcher Form auch immer), also Mars und Venus begegnen sich.

Es waren zwei Königskinder

Und hier fängt das Ganze schon an vom üblichen Hollywood-Klischee abzuweichen.
Sie begegnen sich nämlich nicht.
Nie. Nicht in hunderttausend Jahren.
Denn beide sind Teil derselben Achse und nehmen den jeweils hundertprozentigen Gegenpol ein. Wie damals, als wir noch Kinder waren und Schaukeln liebten. Der andere immer am anderen Ende. Niemand wäre auf die Idee gekommen, in die Mitte des Schwebebalkens zu kriechen, nur um sich dort zu begegnen, das hätte ja den ganzen Spaß des Auf und Abs verhindert. Und darum ging es ja, auf und ab, ab und auf.

Seltsam das ich das so gar nicht mit meinem inneren Beziehungsmodell in Übereinstimmung brínge. Mit meinem Erlebten aber sehr wohl. Da geht es immer auf und ab, ein permanenter Balanceakt zwischen Himmel (Venus) und Hölle (Mars). Wobei, für manch einen mag das auch umgekehrt sein, Venus-Höllen und Mars-Himmel, alles möglich.

Aber wie kommt das? Was ist der energetische Auslöser und warum kommt man damit so wenig klar?

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Lass mich endlich deine Venus sein!

Der Rucksack der Übertragung in den Beziehungen

Achtung, Achtung! Die Personen in diesem Artikel sind rein fiktive Charaktere. Es gibt sie nicht. Sie wurden frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit lebenden Menschen oder Tieren ist also rein zufällig! 

Andere haben Kopfschmerzen. Oder PMS. Astrologen haben Mars. Oder schlimmer: Sonne-Mars. Wenn sie ein Mann sind jedenfalls. Beides ist nicht zu verachten. Mann sein. Und Sonne-Mars haben. Nur mal angenommen, wir wären auch einer (Mann, nicht Mars!): Dann würden wir unsere Transite beobachten, um später bei der Prognose fremder Transite äußerst hilfreich zu sein. Was dabei herauskommt, grenzt nur für Nicht-Männer manchmal an kosmische Hypochondrie. 

„He,“ sage ich. „Eine Minute für ein kleines Gespräch?“

„Kein guter Zeitpunkt“, sagt er. „Ich habe Mars. Sonne-Mars!“

Wie mir scheint, hat er das schon seit vielen, vielen Jahren. Aber womöglich verwechsele ich da auch etwas. Pluto-Sonne war bereits ganz ähnlich (Zum Beispiel damals, als wir uns fanden und gleich stritten). Oder Uranus-Mars (Ganz schlimm. Wir hätten uns fast sofort wieder getrennt!). Oder Neptun-Saturn (Die Hölle). Da liegt man auch schon mal einige Wochen sinnierend flach. Wenn nicht er, dann ich.

Weil die Frau dem Manne ja gott-gegeben als Projektionsfläche dient. Irgendeiner muss den Job einfach übernehmen. Dagegen ist Sonne-Mars fast schon dankbar. Ein sehr kleiner Transit, sollte man meinen, an den man sich gewöhnen könnte. Aber Mann und Transit ist wie Mann und Grippe. Immer einen Zacken härter als Frau und Transit.

„Liebes, was hast du? Etwa schlechte Laune?“

„Ich habe Pluto-Uranus auf Venus! Aber bloß keine Sorge, Mann, ich arbeite schon dran!“

„Konzentriere dich doch am besten mal auf was anderes. Und sei nicht immer so negativ!“

Richtig. Gegen kleine Fische wie Pluto und Uranus über Venus ist Sonne über Mars nun wirklich ein übles Kaliber. Wenn man zufällig ein Mann ist. Man erlebt einen solchen Transit ja auch nur rund viermal pro Jahr. Bei Hinzufügung von Mars-Sonne umgekehrt sogar lediglich doppelt so oft. Falls man bloß die sogenannten – ja, wie nenne ich sie am besten mal? -  Herausforderungs-Aspekte zählt.

Strike. Bingo. Du liebe Güte. Armer Mann. Das ist wirklich eine Belastung. Herausgefordert kann allerdings nur werden, wessen Radix  ansonsten unerlöst vor sich hindümpelt. Also: Unerlöste Männer mit unerlösten Transiten. Auch so ein Un-Wort – erfunden, seit die klassischen Astrologen ausgestorben sind. Und keiner mehr planetarische Bösewichter, Übeltäter oder wirklich schlimmer Aspekt sagen darf. Danke, Esoterik! Danke, Spiritualität! Danke, allgemeine Weichspülerei! Aber ihr macht Sonne-Mars auch nicht viel besser.

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Der Mars im Manne - die Zweite

Natürlich stimmt es nicht so ganz, dass Männer vom Mars kommen und Frauen von der Venus. Trotzdem haben die Beziehungs-Faktoren im Geburts-Horoskop eine Menge über Begegnungs-, Minne- und Paarungs-Verhalten zu erzählen. Wo Mars im Radix steht, ist besonders für den Mann und seine Beziehungen wichtig. Nachdem Loop! unlängst das kleine Mars-Brevier von WIDDER BIS JUNGFRAU vorgestellt hat, folgt hier des Zodiaks zweite Hälfte: Mars in den den Zeichen Skorpion bis Fische (oder den entsprechenden Häusern 7 bis 12).    

Ich bin außerordentlich geduldig, vorausgesetzt, ich kriege am Ende, was ich wollte

(Margaret Thatcher)

Eisenfaust im Samthandschuh (Mars in Waage oder 7. Haus)

Dass in England viele Jahre der einzige Kerl der Regierung eine Frau war, ist hinreichend bekannt. Margaret Hilda Thatcher, Trägerin des Hosenbandordens. Maggie hatte diese Eisenfaust, die man nicht so schnell kommen sieht, weil man denkt: „Oh, schicker Handschuh!“ und erst später entsetzt aufheult, wenn der Schlag geradezu bizarr schmerzt. Mars in Waage ist der geborene Diplomat, ein ausgezeichneter Stratege, der alle Winkelzüge der anderen einkalkuliert, um dann, mit Charme und Liebenswürdigkeit garniert, glasklar zu agieren. Theoretisch ist er perfekt, doch da er Waage-gerecht manchmal den Schwanz einzieht, bleibt vieles bloße Absicht und reine Lehre. Muss nicht, liegt aber immer im Bereich des Möglichen.

Mars in Waage ist ein Liebhaber mit Stil, ein Verführer mit Niveau. Nicht unbedingt das Überrollkommando im Bett, doch auch eine gewisse Eleganz kann ja durchaus Lust steigernd sein. Der Charme und die Verführkraft dieses Galans sind Legende. Die Art und Weise, wie etwas von der Waage geküsst wird - und sei es der Mars - ist unerreicht in seiner Kultiviertheit und seiner Ästhetik. Formvollendet ist so vieles, sogar das fast unbemerkte Einnehmen gut gesicherter Festungen. Der Fehdehandschuh wird gern mit einem Lächeln geworfen, souverän liegen gelassen bis der andere reagiert und in der Falle sitzt.

Das dennoch etwas aggressions-gehemmte Naturell des Waage Helden vermeidet zuallererst einmal harte Konfrontationen und bietet Kompromisse an. Gekämpft wird natürlich mit Stil, wenn denn ein Kampf nicht zu vermeiden ist. Fairness ist ein Wert an sich, selbst wenn damit nur der Samthandschuh schöngeredet wird. Sollten allerdings einmal alle Sicherungen durchbrennen, wird der Waage Mars eiskalt, und dann ist Schluss mit Samtpfote und Win-Win-Geplänkel. Ohne zu zucken wird mit glühendem Eisen gefightet und der andere mit einem angedeuteten Lächeln touchiert.

Der toughen Art, wie Frau Thatcher die Gewichte der englischen Politik verteilte, war nicht sofort zu entnehmen, dass sie mit einem Waage Mars und einer Waage Sonne agierte. Und doch handelte sie Waage-klassisch, nämlich mit diplomatisch kühlem Kalkül. Sie bekam einen Popularitätsschub durch ein echtes Mars Heimspiel, nämlich die Kriegsführung, und profitierte bei der Wahl 1983 vom Falklandkrieg. 1984 erreichte sie dann unter dem Motto “I want my money back” den Britenrabatt zur Finanzierung der EU. Helmut Kohl – immerhin mit Waage am DC - meinte darauf hin, er fürchte Margaret Thatcher „wie der Teufel das Weihwasser“. Soviel zu Mars in der Waage.

Wie Maggie sexuell getickt hat, wissen wir nicht. Mars in der Waage ist im Bett durchaus auf den anderen bezogen, einfühlsam und nicht kerlig, sondern smart. Man stelle sich einen am Kosmetiktisch der Lady lehnenden Mann in einem seidenen Morgenmantel vor, so wie die Hollywoodstars der frühen Jahre. So in etwa tickt Mars in Waage, ob mit oder ohne Seide am Körper. Und manchmal gibt Waage-Mars eben auch die Heldin, die anderen Staatsmännern zeigt, wie man seinem Land ein guter Premier ist. So wie Maggie, die Frau mit Perlenkette und Dolch im Kostüm.

Mehr Mars in Waage: Nicole Kidman, Dalai Lama, Elvis Presley, John Lennon, Bill Gates, Freddie Mercury

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Der Mann und sein Mars im Zodiak

Der Mann und sein Mars – das ist eine unendliche Geschichte. Mars gehört in die Testosteron-Abteilung des männlichen Werkzeug-Koffers. Weil Widder nun mal die Voraussetzung für Stier ist und es ohne Wollen selten ein Bekommen gibt. Wo die Sonne des Mannes noch vom Vater geprägt wird, kommt beim Mars sein Ureigenes daher. Es ist und bleibt eben die Geschlechtlichkeit, die das Sonnen-Mann-Sein vom Mars-Mann-Sein unterscheidet. Der Mars zeigt bei Männern u.a., wie sie im Sinne von Liebe, Begehren und Leidenschaft leben – weil zur Beziehung immer auch Wille gehört. Bei Frauen spiegelt Mars im Chart oft das Männerbild, die Suchmaske, das „Beute-Schema“. Aber natürlich auch das, was sie erreichen wollen, welche Energie sie dafür aufwenden und wie sie das Erwünschte dann bekommen. Das folgende kleine Mars-Brevier ist darum auch nicht streng männlich zu lesen – obwohl es sich - beim virilsten der Planeten – natürlich häufiger im Mann so eindeutig zeigt. Der Mann im Mars also. Wie lebt, liebt oder leidet er? Heute die ersten sechs Mars-Stellungen des Zodiak. In den nächsten Tagen folgt die zweite Hälfte zum Nachschlagen...   

Ich liebe es, wenn mein Gesicht prickelt und sich mir die Nackenhaare aufstellen. 

(Kevin Costner)

Wollen, Wollen, Wollen! (Mars in Widder oder im 1. Haus)

Der mit dem Wolf tanzt – im wahrsten Sinne des Wortes: Mars im Widder verkörpert den Archetyp des Männlichen in fast schon beängstigender Weise. Das ahnt bereits die Mutter des noch sehr jungen Widder-Mars. Mit denkwürdigen, feurigen Aktionen fegt er über Hindernisse hinweg, scheitert aber dann an Ecken und Kanten der Realität. Hingefallen, Aufgestanden. Alles blutet? Was soll’s! Für ihn gibt es kein Hindernis. Widder liegt vor der Stofflichkeit des Stiers, die er zunächst gar nicht wahrnimmt. Deshalb stößt sich Jung-Widder-Mars ständig den Kopf, Wunden pflastern seine Jugend, er eckt an, knallt gegen, rast hinein. Metaphorisch und ganz körperlich. In der Liebe ist er Spätzünder, beim Sex frühreif. Widder-Mars sucht die Begrenzung der Materie, weil er in sich keine hat. Drum ist er auch so fasziniert von fremden Körpern. Sein eigener ist schiere Energie. Ungerichtet, ungenormt, Funke eben. Kurzfristig extrem wirksam, langfristig gelangweilt. In Liebe und Krieg.

Bei Steinbock-Sonne Kevin Costner, der tatsächlich filmreif mit den Wölfen der archetypischen Männer-Landschaften tanzte, schaut sich das noch ganz hübsch an. Hier gibt Widder-Mars das Positiv des hehren Helden. Bei anderen sieht es schon etwas dümmlicher aus. Wetter-Frosch Jörg Kachelmann, zum Beispiel, der - dank seines Marses - zum Geheim-Don-Juan mutierte. Mit einer Krebs-Sonne können die sexuellen Um-Triebe eben schnell zum Jekyll & Hyde-Paradoxon werden. Widder-Mars denkt später nicht lange drüber nach. Sein ist der Augenblick. Der Wille bin ich.

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Venus - Lucifer und Liebesgöttin

Loop!´s neues Thema, Astrologie und Beziehungen, hat sicherlich viele Facetten. Genauso sicher wird in diesem Zusammenhang immer ein Planet genannt werden: Venus.

Mit Venus verbinden wir heute hauptsächlich das Sinnbild der Liebe, Harmonie, Schönheit und Kunst. Wenn es um Beziehungen geht, steht sie an erster Stelle, vermutet man bei ihr all das Gute und Wunderbare, dass wir uns so sehnsüchtig im Zusammensein mit anderen Menschen wünschen.
Aber ist sie das wirklich? Kann Venus all diese Hoffnungen erfüllen? Oder handelt es sich hier vielleicht um einen kosmischen Irrtum? Und eine astrologische Zuordnung  und Ableitung, die sich weder mit der eigenen Erfahrung in Übereinstimmung bringen lässt, noch mit ihrer mythologischen Geschichte?

Astronomisch ist Venus tatsächlich der Planet, der unserer Erde am nächsten steht. Aber nicht nur die geographische Nähe macht sie zu einem Schwesterplaneten, sie ist auch fast genauso groß wie unser Heimatplanet. Kein Wunder also, dass sie in früheren Zeiten das Objekt vieler Spekulationen war. Unter ihrer dichten Wolkendecke vermutete man einen zweiten Garten Eden, eine zukünftige Heimat für uns Menschen.

Nichts davon hat sich aber bewahrheitet. Venus ist ein für Menschen äußerst ungastlicher Planet.  Es gibt zwar tatsächlich Hinweise auf mögliches Leben, das wird aber eher in der Atmosphäre des Planeten vermutet. In Form von Bakterien. Die dichte Wolkendecke besteht zum großen Teil aus Schwefelsäure. Was man nun eher in den Höllenwelten vermuten würde, anstatt in himmlischen Gefilden.

Aber auch in vielen anderen Bereichen ist Venus sehr außergewöhnlich. Angefangen damit, dass dort die Sonne im Westen auf- und im Osten untergeht. Sie dreht sich also quasi rückläufig, eine Eigenschaft, die sie mit Uranus und Pluto teilt. Zudem dauert ein Venus-Tag ca. 243 Erden-Tage, während ein gesamtes Venus-Jahr nur 224 unserer Tage umfasst. Was bedeutet das praktisch?
Gäbe es auf Venus ein ähnliches astrologisches System wie bei uns (einen Kreis der in zwölf Abschnitte aufgeteilt ist), dann würde es ungefähr 20 Tage dauern, bis der Aszendent ein komplettes Zeichen durchlaufen hätte (bei uns nur etwa zwei Stunden). Ein kompletter Zeichendurchlauf der Sonne würde hingegen nur ca. 18 Tage dauern (bei uns immerhin fast 30 Tage). Häuser und Felder wären also keineswegs mehr ein Zeichen der Individuation, der Persönlichkeit, sondern genau wie die Zodiak-Phasen Ausdruck von generellen archetypischen Inhalten.

Da Venus auch keinen Mond besitzt, der einen schnelleren Zyklus initieren könnte, muss man davon ausgehen, dass sich Venus-Zeit gänzlich anders gestaltet als unsere Erdenzeit.

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Venus mit Mars: Der Kippschalter

Kosmischer Kurzschluss der Liebe

Liebe und Beziehungen spielen eine überragende Rolle im Leben von vielen Menschen, sind sie doch neben Freude, Lust und Leid auch der Schlüssel zum Verständnis dafür, wer wir im Innersten sind. Im Spiegel des anderen erkennen wir uns und das Gegenüber gleichermaßen. Wenn es gut läuft. Und wenn nichts läuft, gibt es unter Umständen Berge von Fragen und Seen von Sehnsucht. Und dann gibt es noch die dritte Möglichkeit und das sind Menschen mit einer Venus Mars-Konjunktion im Horoskop, sprich, der „Ich könnte mit mir selbst gehen“-Typus. Hermaphroditen oder Amazonen, die niemand brauchen, nur sich selbst? Nein nein.

Das Besondere an dieser Venus-Mars-Konjunktion-Spezies ist, dass sie ausgesprochen begegnungsorientiert ist und dennoch ohne zu zucken jahrelang ohne Liebesbeziehung leben kann (was keineswegs bedeutet, ohne Sex), um dann von einem Tag zum anderen der/die vollendete Liebende zu werden. So als sei das die Rolle ihres Lebens.

Der offenbar zu dieser Konstellation gehörende Kippschalter „Venus-Mars-Love-Activity“ ist dann von STOP auf GO gesprungen und es folgt die Umarmung des oftmals bläulichen und des roten Planeten. Es treffen sich mythologisch Aphrodite (griechisch), Venus (römisch), Göttin der Liebe und Schönheit und des Friedens, der Kunst und der Harmonie und Ares (griechisch) Mars (römisch), Kriegsgott, bei den Griechen als roher Klotz eher ungeliebt, von den Römern dafür zum Staatsgott erhoben. Die Archetypen der Anmutigen und des Eroberers stehen sich bei Venus Mars-Konjunktionen ja nicht nur gegenüber, sondern sozusagen Nase an Nase und das bedeutet, dass man über die Spitze derselben im Geschlechtertanz schlecht hinausfühlen und sehen kann.

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