Loop!

Das Thema

Willkommen in Ping-Pong-Land

Protokoll Beziehungskrise:

Es ist ganz seltsam. Das laufende Horoskop erzählt immer die wahreren Geschichten. Auch wenn jeder sie einzeln ganz anders berichtet. Besonders spannend kurz bevor die Sonne wechselt und das Thema des neuen Zeichens unvermittelt über dem Horizont aufgeht und sich entfaltet, indem es sich in Gespräche oder Gedanken einschleicht. Mach den Selbstversuch, beobachte! Am besten in deiner Partnerschaft, wenn Sonne in Venus-oder Mars-Bereiche überläuft. Hier ein Protokoll ihres akuten Wechsels in die beziehungs-bezügliche Waage, Zeichen von Liebe und Harmonie. Gestern, 15.45 Uhr. Sonne steht bereits auf 29.54 Waage, leider aber in Haus 8. Die tote Zone aller Übergänge. Oh. Haus ACHT? Es wird also existenzielle Kämpfe geben und bei so viel Waage in der Luft auch Projektion literweise. Wieso betrachtet eigentlich keiner das aktuelle Horoskop? Weil auch Fachkräfte vom Alltag überwältigt sind, die sonst das Radix wie andere die Zeitung lesen. Moment wieder mal perfekt abgepasst. Hallo, Schatten! Zeig mir an dir, wie ich eigentlich bin! 

Auftritt: Der Astrologe und die Astrologin. Sie lesen sich ungeplant was vor. Prima, passt ja: Uranus Widder Herr 2 Spitze 3 = man präsentiert (3) abrupt wechselnd Talente, Gaben und Selbstwert (2 = Wassermann-Fische) durchsetzungsstark, aber noch idealisierend und verschmelzend (Neptun in 2). Nur droht bereits Aufdeckung von Defiziten und übelster Verletzung durch gegenseitige Übergrifflichkeit (Chiron in 2).

All das spielt sich in der Wohnung der Astrologin ab (als Jüngere symbolisiert sie Krebs-DC), wo sie, wie es sich für den laufenden Mond in 12 gehört, bis dahin einsam eines guten Gesprächs harrte. Hat sie ja nun auch. Schütze-Mond und Waage-Saturn in 9 also, Astrologe und Astrologin, philosophieren ordentlich vor sich hin. Nur naht bereits die dunkle Seite der Macht. Es ist: Der AC. Er läuft unaufhaltsam auf Pluto zu, direkt hinein in die skorpionische Falle mit Uranus-Hintertür (Mundan-Quadrat). Wenn da nicht gleich Trennung im Raum steht. Mal abwarten.

Als Ac auf Pluto (Herr 10) müsste jetzt eigentlich der Astrologe bestimmend ein Thema in den Raum werfen, das ab sofort von Macht und Manipulation handelt. Welches könnte das denn sein? Siehe: Merkur sitzt auf Spitze 9 Waage. Der Astrologe (Saturn) sitzt auch in Waage. Selbst Sonne wird binnen nur einer Stunde Waage besetzen. Und der Astrologe funktioniert: Er bringt also - ganz abstrakt (waagehaft luftig) - das Thema "Waage" auf. Davon spricht auch sein ziemlich langer Artikel (9), den er nun probeweise vorträgt. Das Unheil nimmt seinen Lauf. Gleich wird Waage nicht nur die zweifellos sehr spannenden, begegnenden Ideen zeigen, die sie nun mal so gern in die Welt wirft, sondern auch die stets verdeckten Zähne, die an Widder gegenüber delegiert werden. Sonne steht vorm Wechsel nach Krieg und Frieden. Willkommen in Ping-Pong-Land!

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Die bessere Hälfte: ICH im Horoskop

Das Paar ist eine Sache, Beziehung der Begriff, der dazugehört. Aber um überhaupt Bezug aufzunehmen, zur Welt und ihren Menschen, braucht es auch immer zwei Hälften dessen, was danach das große Ganze ausmacht. Das kongruente ICH also, das ein DU wahrnimmt. Ohne Sinn für das Selbst und Feststellung der eigenen Grenzen kann ich sie nicht überschreiten und zum Gegenüber gehen. Ich und Du, das sind - auf den ersten Blick - Venus- und Mars-Begriffe. Auf der Achse Widder-Waage verlasse ich mich allein und gehe in die Begegnung, im Stier, danach, lernt man die eigenen Grenzen und einen Selbstwert kennen, der sich vielleicht in den Bindungen des Skorpions wieder auflöst. Die jeweils ersten beiden Zeichen des ersten (Selbst-) und des siebten (Kontakt-) Quadranten sind also von Ich-und-du-Zeichen belegt. Aber wer bin ich als ICH? Was sagt mir die Astrologie darüber? BIRGIT BRAUN hat sich auf ihrem STARFISH-BLOG solche Fragen gestellt und sich den Horizonten des Selbst genähert. Hier ihr Artikel: 

"Was ist eigentlich das "Ich"?

Bei Wikipedia lese ich über diesen Begriff:

Ich ist die Bezeichnung für die eigene separate individuelle Identität einer menschlichen natürlichen Person, zurückweisend auf das Selbst des Aussagenden.

Das Wort "Ich" bezeichnet mich, mein individuelles Sein. Individuell bedeutet: getrennt von anderen Seienden (oder auch Nicht-Seienden). Zum Begriff Ich-Erleben erklärt uns Wikipedia weiter:

Das Ich erlebt der Mensch als das eigene Sein in den Ausdrucksformen von Denken, Fühlen und Handeln und betrachtet sich insofern auch meist als den Urheber derselben. Das Ich wird daher als Persönlichkeitsmittelpunkt empfunden, der die Struktur der Person maßgeblich bestimmt.

Mein individuelles Sein bringt sich zum Ausdruck auf der Ebene des Denkens, des Fühlens und des Handelns. Der Mittelpunkt dieses individuellen Seins, der Persönlichkeit, ist das Ich.

Das "Ich" war jedoch nicht immer da. Es gab eine Zeit, da wussten wir noch nichts von einem "Ich". Erst mit ungefähr zwei Jahren erkannten wir, dass wir ein mehr oder weniger eigenständiges Ich sind. Diese Erkenntnis stand am Ende eines langen und intensiven Lernprozesses, den die frühkindliche Entwicklungspsychologie heute folgendermaßen beschreibt:

Die ersten vier bis sechs Wochen dienen dem Neugeborenen noch dazu, sich an die veränderten Bedingungen seit seiner Geburt anzupassen. Beobachtungen zeigen, dass der Säugling in dieser Zeit uneingeschränkt auf alle Personen seiner Umgebung gleich intensiv im Kontakt reagiert. Theoretisch kommt noch jede Person der Umwelt als Mutter in Frage. Wichtig ist jetzt die gute "Bemutterung" des Kindes, d.h. ein intensiver Kontakt, der dem Kind Wohlgefühl und Sicherheit vermittelt. Auf dieser Grundlage kann es grundlegendes Urvertrauen in die Welt aufbauen. Astrologisch entspricht diese Phase des "ozeanischen Urgefühls" dem Planeten Neptun.

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Ein roter Faden der Liebe

 Die nützlichsten Werkzeuge der Paar-Astrologie - Teil 1: Praktisches Combin-Beispiel:

lovekissWenn heute am Vormittag die Venus wieder mal im Marszeichen in Konjunktion zu Uranus geht, kann es an einigen dunklen Ecken und Enden der allgemeinen Beziehungs-Landschaft durchaus auch krachen. Unter solchen Aspekten fallen ja nicht nur politische Systeme, die reif für die Überholung sind. Darum heute und nächste Woche noch einmal unser Zweiteiler über die besten Tools, mit denen sich astrologisch die wichtigsten Partnerschaften schon vorher auf ihr Potenzial und solche späteren Wechselwirkungen hin untersuchen lassen.

Zum Beispiel auf spezielle Reibungspunkte, Übereinstimmungen, Sollbruchstellen oder die eher seltenen Fälle von wirklich dauerhaft ungewöhnlichem Liebesglanz. Dafür lohnt es sich, mit dem Combin als einem der wertvollsten, astrologischen Werkzeuge umzugehen, das Paar-Alltag oft magisch treffend beschreibt. Diese Schnittstelle beider Geburten in Raum und Zeit bildet eine Beziehung wie ein eigenes, ganz neues Wesen ab und beschreibt auch die Rollen jedes Partners klar. Was Liebe ist, wird auch ein Combin nicht genau erzählen, aber wie sie sich zeigt, sieht man gut.

Da wäre zum Beispiel: Sie, ein erst 13jähriges Mädchen mit Krebs-AC und Skorpion-Sonne, die dann ihn, einen Löwe-AC mit Zwillinge-Sonne von 18 Jahren trifft und so sehr will, dass sie ihm immer die Schultasche zum Bus trägt. Zwei, die nicht wirklich viel später heiraten, sich lieben, gegeneinander wüten und ein langes Leben zusammen bleiben sollen und wollen. All das steckt schon in ihrem Combin, noch bevor sie sich überhaupt kennen. Was und wie ihr "Wir" als Einheit sich und den anderen irgendwann fühlen, denken, erleben kann. Die Wirklichkeit, die zwei atmen und tun, sobald sie sich als verbindlich gebunden empfinden.

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Das Combin ist immer ein neues Horoskop der gemeinsamen Möglichkeit - und welcher, zeigen auch die überlaufenden Transite. Zwar lässt sich vieles bereits ähnlich an der Synastrie ablesen, über den Vergleich der Planetenstände, als Wechselwirkung der Beteiligten. Aber hier liegt noch ein Brennpunkt auf Einzelpersonen. Das Combin spricht von uns, statt von dir und mir. Vor anderen Methoden der Paar-Astrologie möchte ich hier darum erst mal ganz praktisch den Zauber der Zuwendung jener großen, langen Liebe beschreiben, in deren Combin. 

Fangen wir mit der alten Sinnfrage an: Ja, ich benutze das Combin inzwischen nur noch für verbindliche "Beziehungen". Denn alles andere spiegelt erfahrungsgemäß die Wirklichkeit nicht gut. Für mich ist diese Schnittstelle seither ein Instrument mit skorpionischem, Haus 8- oder auch einem echten Pluto-Profil, das sich stark auf die transformativ konstruktiven, aber auch zerstörerischen Optionen, Visionen und Hindernisse von Paaren bezieht. Wie sie eben oft nur da schon vorhanden sind, wo man sich mindestens gegenseitig einander "erklärt" hat oder sich anders offen aneinander bindet.

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Krieg und Frieden - täglich neu

beziDie Mutter aller Träume:

Manchmal verfluche ich Hollywood. Vor allem die erfolgreiche Sparte der Liebesfilme. Nicht dass ich sie nicht gerne sehen würde. Aber bei allen fehlt das Entscheidende, das was nach dem Abspann passiert. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Zusammen?

Ich finde es großartig zu sehen, wie sich zwei Menschen finden, alle Schwierigkeiten überwinden, um sich dann endlich das symbolische Film-Jawort zu geben. Aber für alles was danach kommt, gibt es nur jede Menge Konfliktlösungs-Literatur oder einen Paartherapeuten. Denn auch im wirklichen Leben ist man ja immer nur bei anderen Paaren dabei, wenn alles gut läuft. Oder zumindest nicht total aus dem Ruder. Und die eigenen Eltern als gelebtes Vorbild? Ich bin ein Scheidungskind…

Aber wie gut dass es die Astrologie gibt, dieses wunderbare Bildermodell, dass uns einfach und verständlich aufzeigt, worum es in einer guten Beziehung eigentlich geht. Männlich trifft weiblich (in welcher Form auch immer), also Mars und Venus begegnen sich.

Es waren zwei Königskinder

Und hier fängt das Ganze schon an vom üblichen Hollywood-Klischee abzuweichen.
Sie begegnen sich nämlich nicht.
Nie. Nicht in hunderttausend Jahren.
Denn beide sind Teil derselben Achse und nehmen den jeweils hundertprozentigen Gegenpol ein. Wie damals, als wir noch Kinder waren und Schaukeln liebten. Der andere immer am anderen Ende. Niemand wäre auf die Idee gekommen, in die Mitte des Schwebebalkens zu kriechen, nur um sich dort zu begegnen, das hätte ja den ganzen Spaß des Auf und Abs verhindert. Und darum ging es ja, auf und ab, ab und auf.

Seltsam das ich das so gar nicht mit meinem inneren Beziehungsmodell in Übereinstimmung brínge. Mit meinem Erlebten aber sehr wohl. Da geht es immer auf und ab, ein permanenter Balanceakt zwischen Himmel (Venus) und Hölle (Mars). Wobei, für manch einen mag das auch umgekehrt sein, Venus-Höllen und Mars-Himmel, alles möglich.

Aber wie kommt das? Was ist der energetische Auslöser und warum kommt man damit so wenig klar?

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Venus, Mars + der Astrologen-Haushalt

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Übertragung in Beziehungen.

Hier ist das astrologische Nähkästchen. Und nun plaudere ich etwas daraus. Nur zur Sicherheit: Fast alle Personen in diesem Artikel sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit lebenden Menschen oder Tieren wäre damit rein zufällig, wenn auch jeder ahnen wird, wovon ich rede. Vom astrologischen Alltag, der auch nicht einfach ist. Denn wo andere Kopfschmerzen oder PMS haben, haben wir Astrologen zum Beispiel Mars. Oder besser noch, Sonne-Mars, falls wir Mann sind. Beides ist als Schädigungs-Topos nicht zu verachten - Mann sein und Sonne-Mars haben. Da bietet es sich dann natürlich an, solche Transite genau auszuwerten. Um später bei Prognosen fremder Überläufe hilfreicher zu sein. Meist ist das großartig. Manchmal führt es aber in astrologischen Haushalten auch zu fast kosmischer Entzweiung. „Hey,“ rufe ich, als der Astrologe vorüberweht, "eine Minute für ein kleines Gespräch?“

„Grad nicht“, sagte er. „Ich habe aktuell Mars, wie du weißt. Sonne-Mars. Das könnte bedeuten, Streit kommt auf.“ 

00000bannerpaarWie mir scheint, bedeutete es das - getreu unserer Konflikt-Aspekte - seit vielen Jahren. Aber das befruchtet ja auch und womöglich verwechsele ich es auch mit Pluto-Sonne. Der zeigte sich ganz ähnlich, als wir uns fanden und gleich so stritten, dass wir wussten, wir liebten uns. Pluto = Leidenschaft. Sonne = wesentlich. Oder kurz darauf dieser dumme Uranus-Mars.

Wir hätten uns fast sofort wieder getrennt. Aber erst nach diesem Stahlbad tat sich mit Neptun-Saturn dann die Hölle auf. Die allgemeine Entregelung verpackt kein stukturierter Mensch und so legte ich mich einige Wochen sinnierend flach. Da Frau dem Mann und Mann der Frau bei Transiten gott-gegeben als Projektionsfläche dient. Irgendeiner muss den Job erledigen. Dagegen ist man einem kleinen Sonne-Mars dann regelrecht dankbar, einem Transitchen, an das man sich gewöhnt. Aber Mann + Transit ist manchmal wie Mann + Grippe. Frauen behandeln ihre Überläufe meiner Ansicht nach cooler. Wie so einiges auf dieser schönen Welt. „Liebes, hast du schlechte Laune?“ fragt es zum Beispiel neulich (als er Uranus-Uranus hat und ich Pluto-Mars) aus seinem zusätzlichen Sonne-Mars-Transit heraus.

Ich runzele die Stirn. "Nein, ich habe nur Pluto Opposition Mars. Aber ich arbeite bereits dran!“ Der Astrologe sieht mich prüfend an. „Wenn ich dir einen Rat geben darf?" Soweit kommt's noch. Nein! "Es ist aber zu deinem Besten, Schatz. Dieser Transit geht vorbei. Konzentriere dich auf was anderes. Ich finde, du wirkst jetzt manchmal so negativ!“ Wie wahr. Gegen kleine Fische wie Pluto auf Mars ist Sonne auf Mars wirklich ein übles Kaliber. Man erlebt diesen Transit ja rund viermal pro Jahr, bei Hinzufügung von Mars-Sonne umgekehrt sogar doppelt so oft. Wenn man die - wie nenne ich sie am besten? -  Herausforderungs-Aspekte hochrechnet. Verdammt ja, das ist eine Belastung, gerade für Männer, die sich auseinandersetzen. Wir Frauen gebären ja auch locker, da wird uns wohl ein zweijähriger Langsamläufer-Transit nicht umwerfen.

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Der Mars im Manne - die Zweite

Natürlich stimmt es nicht so ganz, dass Männer vom Mars kommen und Frauen von der Venus. Trotzdem haben die Beziehungs-Faktoren im Geburts-Horoskop eine Menge über Begegnungs-, Minne- und Paarungs-Verhalten zu erzählen. Wo Mars im Radix steht, ist besonders für den Mann und seine Beziehungen wichtig. Nachdem Loop! unlängst das kleine Mars-Brevier von WIDDER BIS JUNGFRAU vorgestellt hat, folgt hier des Zodiaks zweite Hälfte: Mars in den den Zeichen Skorpion bis Fische (oder den entsprechenden Häusern 7 bis 12).    

Ich bin außerordentlich geduldig, vorausgesetzt, ich kriege am Ende, was ich wollte

(Margaret Thatcher)

Eisenfaust im Samthandschuh (Mars in Waage oder 7. Haus)

Dass in England viele Jahre der einzige Kerl der Regierung eine Frau war, ist hinreichend bekannt. Margaret Hilda Thatcher, Trägerin des Hosenbandordens. Maggie hatte diese Eisenfaust, die man nicht so schnell kommen sieht, weil man denkt: „Oh, schicker Handschuh!“ und erst später entsetzt aufheult, wenn der Schlag geradezu bizarr schmerzt. Mars in Waage ist der geborene Diplomat, ein ausgezeichneter Stratege, der alle Winkelzüge der anderen einkalkuliert, um dann, mit Charme und Liebenswürdigkeit garniert, glasklar zu agieren. Theoretisch ist er perfekt, doch da er Waage-gerecht manchmal den Schwanz einzieht, bleibt vieles bloße Absicht und reine Lehre. Muss nicht, liegt aber immer im Bereich des Möglichen.

Mars in Waage ist ein Liebhaber mit Stil, ein Verführer mit Niveau. Nicht unbedingt das Überrollkommando im Bett, doch auch eine gewisse Eleganz kann ja durchaus Lust steigernd sein. Der Charme und die Verführkraft dieses Galans sind Legende. Die Art und Weise, wie etwas von der Waage geküsst wird - und sei es der Mars - ist unerreicht in seiner Kultiviertheit und seiner Ästhetik. Formvollendet ist so vieles, sogar das fast unbemerkte Einnehmen gut gesicherter Festungen. Der Fehdehandschuh wird gern mit einem Lächeln geworfen, souverän liegen gelassen bis der andere reagiert und in der Falle sitzt.

Das dennoch etwas aggressions-gehemmte Naturell des Waage Helden vermeidet zuallererst einmal harte Konfrontationen und bietet Kompromisse an. Gekämpft wird natürlich mit Stil, wenn denn ein Kampf nicht zu vermeiden ist. Fairness ist ein Wert an sich, selbst wenn damit nur der Samthandschuh schöngeredet wird. Sollten allerdings einmal alle Sicherungen durchbrennen, wird der Waage Mars eiskalt, und dann ist Schluss mit Samtpfote und Win-Win-Geplänkel. Ohne zu zucken wird mit glühendem Eisen gefightet und der andere mit einem angedeuteten Lächeln touchiert.

Der toughen Art, wie Frau Thatcher die Gewichte der englischen Politik verteilte, war nicht sofort zu entnehmen, dass sie mit einem Waage Mars und einer Waage Sonne agierte. Und doch handelte sie Waage-klassisch, nämlich mit diplomatisch kühlem Kalkül. Sie bekam einen Popularitätsschub durch ein echtes Mars Heimspiel, nämlich die Kriegsführung, und profitierte bei der Wahl 1983 vom Falklandkrieg. 1984 erreichte sie dann unter dem Motto “I want my money back” den Britenrabatt zur Finanzierung der EU. Helmut Kohl – immerhin mit Waage am DC - meinte darauf hin, er fürchte Margaret Thatcher „wie der Teufel das Weihwasser“. Soviel zu Mars in der Waage.

Wie Maggie sexuell getickt hat, wissen wir nicht. Mars in der Waage ist im Bett durchaus auf den anderen bezogen, einfühlsam und nicht kerlig, sondern smart. Man stelle sich einen am Kosmetiktisch der Lady lehnenden Mann in einem seidenen Morgenmantel vor, so wie die Hollywoodstars der frühen Jahre. So in etwa tickt Mars in Waage, ob mit oder ohne Seide am Körper. Und manchmal gibt Waage-Mars eben auch die Heldin, die anderen Staatsmännern zeigt, wie man seinem Land ein guter Premier ist. So wie Maggie, die Frau mit Perlenkette und Dolch im Kostüm.

Mehr Mars in Waage: Nicole Kidman, Dalai Lama, Elvis Presley, John Lennon, Bill Gates, Freddie Mercury

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Der Mann und sein Mars im Zodiak

Der Mann und sein Mars – das ist eine unendliche Geschichte. Mars gehört in die Testosteron-Abteilung des männlichen Werkzeug-Koffers. Weil Widder nun mal die Voraussetzung für Stier ist und es ohne Wollen selten ein Bekommen gibt. Wo die Sonne des Mannes noch vom Vater geprägt wird, kommt beim Mars sein Ureigenes daher. Es ist und bleibt eben die Geschlechtlichkeit, die das Sonnen-Mann-Sein vom Mars-Mann-Sein unterscheidet. Der Mars zeigt bei Männern u.a., wie sie im Sinne von Liebe, Begehren und Leidenschaft leben – weil zur Beziehung immer auch Wille gehört. Bei Frauen spiegelt Mars im Chart oft das Männerbild, die Suchmaske, das „Beute-Schema“. Aber natürlich auch das, was sie erreichen wollen, welche Energie sie dafür aufwenden und wie sie das Erwünschte dann bekommen. Das folgende kleine Mars-Brevier ist darum auch nicht streng männlich zu lesen – obwohl es sich - beim virilsten der Planeten – natürlich häufiger im Mann so eindeutig zeigt. Der Mann im Mars also. Wie lebt, liebt oder leidet er? Heute die ersten sechs Mars-Stellungen des Zodiak. In den nächsten Tagen folgt die zweite Hälfte zum Nachschlagen...   

Ich liebe es, wenn mein Gesicht prickelt und sich mir die Nackenhaare aufstellen. 

(Kevin Costner)

Wollen, Wollen, Wollen! (Mars in Widder oder im 1. Haus)

Der mit dem Wolf tanzt – im wahrsten Sinne des Wortes: Mars im Widder verkörpert den Archetyp des Männlichen in fast schon beängstigender Weise. Das ahnt bereits die Mutter des noch sehr jungen Widder-Mars. Mit denkwürdigen, feurigen Aktionen fegt er über Hindernisse hinweg, scheitert aber dann an Ecken und Kanten der Realität. Hingefallen, Aufgestanden. Alles blutet? Was soll’s! Für ihn gibt es kein Hindernis. Widder liegt vor der Stofflichkeit des Stiers, die er zunächst gar nicht wahrnimmt. Deshalb stößt sich Jung-Widder-Mars ständig den Kopf, Wunden pflastern seine Jugend, er eckt an, knallt gegen, rast hinein. Metaphorisch und ganz körperlich. In der Liebe ist er Spätzünder, beim Sex frühreif. Widder-Mars sucht die Begrenzung der Materie, weil er in sich keine hat. Drum ist er auch so fasziniert von fremden Körpern. Sein eigener ist schiere Energie. Ungerichtet, ungenormt, Funke eben. Kurzfristig extrem wirksam, langfristig gelangweilt. In Liebe und Krieg.

Bei Steinbock-Sonne Kevin Costner, der tatsächlich filmreif mit den Wölfen der archetypischen Männer-Landschaften tanzte, schaut sich das noch ganz hübsch an. Hier gibt Widder-Mars das Positiv des hehren Helden. Bei anderen sieht es schon etwas dümmlicher aus. Wetter-Frosch Jörg Kachelmann, zum Beispiel, der - dank seines Marses - zum Geheim-Don-Juan mutierte. Mit einer Krebs-Sonne können die sexuellen Um-Triebe eben schnell zum Jekyll & Hyde-Paradoxon werden. Widder-Mars denkt später nicht lange drüber nach. Sein ist der Augenblick. Der Wille bin ich.

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Venus - Lucifer und Liebesgöttin

Loop!´s neues Thema, Astrologie und Beziehungen, hat sicherlich viele Facetten. Genauso sicher wird in diesem Zusammenhang immer ein Planet genannt werden: Venus.

Mit Venus verbinden wir heute hauptsächlich das Sinnbild der Liebe, Harmonie, Schönheit und Kunst. Wenn es um Beziehungen geht, steht sie an erster Stelle, vermutet man bei ihr all das Gute und Wunderbare, dass wir uns so sehnsüchtig im Zusammensein mit anderen Menschen wünschen.
Aber ist sie das wirklich? Kann Venus all diese Hoffnungen erfüllen? Oder handelt es sich hier vielleicht um einen kosmischen Irrtum? Und eine astrologische Zuordnung  und Ableitung, die sich weder mit der eigenen Erfahrung in Übereinstimmung bringen lässt, noch mit ihrer mythologischen Geschichte?

Astronomisch ist Venus tatsächlich der Planet, der unserer Erde am nächsten steht. Aber nicht nur die geographische Nähe macht sie zu einem Schwesterplaneten, sie ist auch fast genauso groß wie unser Heimatplanet. Kein Wunder also, dass sie in früheren Zeiten das Objekt vieler Spekulationen war. Unter ihrer dichten Wolkendecke vermutete man einen zweiten Garten Eden, eine zukünftige Heimat für uns Menschen.

Nichts davon hat sich aber bewahrheitet. Venus ist ein für Menschen äußerst ungastlicher Planet.  Es gibt zwar tatsächlich Hinweise auf mögliches Leben, das wird aber eher in der Atmosphäre des Planeten vermutet. In Form von Bakterien. Die dichte Wolkendecke besteht zum großen Teil aus Schwefelsäure. Was man nun eher in den Höllenwelten vermuten würde, anstatt in himmlischen Gefilden.

Aber auch in vielen anderen Bereichen ist Venus sehr außergewöhnlich. Angefangen damit, dass dort die Sonne im Westen auf- und im Osten untergeht. Sie dreht sich also quasi rückläufig, eine Eigenschaft, die sie mit Uranus und Pluto teilt. Zudem dauert ein Venus-Tag ca. 243 Erden-Tage, während ein gesamtes Venus-Jahr nur 224 unserer Tage umfasst. Was bedeutet das praktisch?
Gäbe es auf Venus ein ähnliches astrologisches System wie bei uns (einen Kreis der in zwölf Abschnitte aufgeteilt ist), dann würde es ungefähr 20 Tage dauern, bis der Aszendent ein komplettes Zeichen durchlaufen hätte (bei uns nur etwa zwei Stunden). Ein kompletter Zeichendurchlauf der Sonne würde hingegen nur ca. 18 Tage dauern (bei uns immerhin fast 30 Tage). Häuser und Felder wären also keineswegs mehr ein Zeichen der Individuation, der Persönlichkeit, sondern genau wie die Zodiak-Phasen Ausdruck von generellen archetypischen Inhalten.

Da Venus auch keinen Mond besitzt, der einen schnelleren Zyklus initieren könnte, muss man davon ausgehen, dass sich Venus-Zeit gänzlich anders gestaltet als unsere Erdenzeit.

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Venus mit Mars: Der Kippschalter

Kosmischer Kurzschluss der Liebe

Liebe und Beziehungen spielen eine überragende Rolle im Leben von vielen Menschen, sind sie doch neben Freude, Lust und Leid auch der Schlüssel zum Verständnis dafür, wer wir im Innersten sind. Im Spiegel des anderen erkennen wir uns und das Gegenüber gleichermaßen. Wenn es gut läuft. Und wenn nichts läuft, gibt es unter Umständen Berge von Fragen und Seen von Sehnsucht. Und dann gibt es noch die dritte Möglichkeit und das sind Menschen mit einer Venus Mars-Konjunktion im Horoskop, sprich, der „Ich könnte mit mir selbst gehen“-Typus. Hermaphroditen oder Amazonen, die niemand brauchen, nur sich selbst? Nein nein.

Das Besondere an dieser Venus-Mars-Konjunktion-Spezies ist, dass sie ausgesprochen begegnungsorientiert ist und dennoch ohne zu zucken jahrelang ohne Liebesbeziehung leben kann (was keineswegs bedeutet, ohne Sex), um dann von einem Tag zum anderen der/die vollendete Liebende zu werden. So als sei das die Rolle ihres Lebens.

Der offenbar zu dieser Konstellation gehörende Kippschalter „Venus-Mars-Love-Activity“ ist dann von STOP auf GO gesprungen und es folgt die Umarmung des oftmals bläulichen und des roten Planeten. Es treffen sich mythologisch Aphrodite (griechisch), Venus (römisch), Göttin der Liebe und Schönheit und des Friedens, der Kunst und der Harmonie und Ares (griechisch) Mars (römisch), Kriegsgott, bei den Griechen als roher Klotz eher ungeliebt, von den Römern dafür zum Staatsgott erhoben. Die Archetypen der Anmutigen und des Eroberers stehen sich bei Venus Mars-Konjunktionen ja nicht nur gegenüber, sondern sozusagen Nase an Nase und das bedeutet, dass man über die Spitze derselben im Geschlechtertanz schlecht hinausfühlen und sehen kann.

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Freitag, 15. Dezember 2017

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