Loop!

Astro-Labor

Von der grossen Müdigkeit des Wissens

"Wir informieren uns zu Tode." (Neil Postman, Jupiter-Pluto-Opposition).

Ich bin nur ein Mensch und der bitteren, bedrohlichen Informations-Kriege so müde. Und auch des Schreibens darüber. Ich möchte diesen Neptun-Saturn mit all dem Druck des unterliegenden Jupiter-Pluto-Zyklus nicht mehr, wenn das so ist. Nichts mehr über andere, neuere abgeschnittene Köpfe, Geiselnahmen oder erschossene Menschen lesen, über Täter, die vielleicht doch nur Verrückte oder arme Kranke sind. Oder auch nicht. Alles möglich, 'kein Ende' in Sicht, auch das heißt ja Neptun-Saturn. Leute, die töten und dabei Sachen rufen, die dann andere erkennen und zu Beweisen umdeuten.

Was neue Verrückte oder arme Kranke auf Ideen bringt. Und irgendwann Geschichte macht und Schwellen löchert, öffnet. Für noch mehr Panik, mehr Erwartung, die noch mehr Herrschaft der Meinung von uns allen über alles erzeugt. Und all das anstößt, verschärft, was durch Eskalationen immer nachahmbarer wird. Es erschüttert mich auch zutiefst, wieder die astrologischen Parallelen zu sehen. Und ja, in Japan und Frankreich musste wohl wieder 'etwas passieren', nachdem man die Dramen hierzulande noch nicht verkraftet hat. Themen laufen durch, Fortsetzung folgt, in einem Behindertenheim und einer Kirche. Einmal mit Neptun am MC, dann mit den Fischen (und vermutlich Neptun) am DC. Womit sich das Muster verdichtet, das Quadrat zwischen Neptun und Saturn achsnah wirkt, letzthin bei den Tragödien. Wo das Zeit-Signum der Leere und Sinnlosigkeit und latenter Depression sich der Gewalt aufsetzt oder umgekehrt. Wo Unbewusstes, was nicht bewusst gemacht wurde, durchbricht in das ganz normale, geregelte Leben. Wie so viele möchte ich mir all das nicht mehr anschauen. Etwas in mir ist überfüllt davon, mich abfinden zu müssen mit Dingen, die keinen Sinn machen, dem Jupiter-Defizit, der 1001. Zuordnung müde, die ich deshalb immer wieder versuche, um Sinn in Sinnlosem zu finden (und glaube mir, die Astrologie ist da sonst ein unbestechliches Tool).

Meine Unfähigkeit zur schnelleren Erkenntnis (die dann am liebsten "gültige" Antworten fände, wie man sie sich aber unter dem Aspekt leider abschminken muss) macht mich langsam krank, die Unwissenheit der unendlichen Wissens-Macht über jedes Detail, das den ganzen Tag in meinem PC landet. Meine "Betroffenheit", die nichts tun kann oder will. Wie ich mir anmaße, ausgerechnet bei Neptun-Saturn, der Auflösung der Realitäten, auf ein stabiles Bild von Wirklichkeit zu bestehen. Etwas in Menschen wehrt sich, was sonst in Angst ertrinkt. Am schlimmsten sind überholte Sinn-Zuweisungen mit ihren Klischees, die Jungfrau-Jupiter jetzt so schätzt. Obwohl es unter Neptun-Saturn nie klare Antworten geben kann und darf. Vielleicht weil verdrehte Zeiten wie diese Eskalation in einer Bedeutungs-Leere benötigen. Wie eine Pause, um alle überzogenen Konzepte der Gegenwart zusammenbrechen zu lassen.

Bis das Narrenschiff schlingert und vielleicht untergeht und etwas Neues entsteht, in einer schwankenden Realität, die in den Meinungs-Schmieden der sozialen Netzwerke voller Instant-Reaktionen abstimmbar ist. Womit die Welt, wie wir sie gerade erleben, Traum wird, bodenlos. Analog zum Konflikt des Quadrats: Neptun dringt schwebend und ohne Zwischenschritt über Uranus in die Bedeutungen des Saturn ein. Ergebnis = Nichts. Je weniger alte Erklärungen erklären, umso mehr wird draußen, im Infoterror, zusammengerührt, denn alles, was Saturn betrifft, ruft über Spiegelzeichen den Merkur auf. Auch das, was gar nicht zusammen passt. Ein Jupiter-Pluto-Effekt, noch im Trigon-Orbis. 

"Jupiter-Pluto ist die Legierung. Da kommen zwei sich widersprechende Ausgangspunkte in eine gemeinsame Form. Da hatte ich einmal eine Klientin, [...] da fragt die Tochter, - was ist Jupiter-Pluto? Die Mutter hat einen Blick auf ihre Tochter geworfen - es ist schwer wiederzugeben, was in dem Blick lag, - und ich sage zur Tochter: "Das ist Vierfruchtmarmelade". Da hat die Mutter gelacht und die Tochter hat nichts verstanden. (Wolfgang Döbereiner via Kernastro)

Manchmal liegt das Verständnis all dessen eben im Paradoxen. Zwischen Verneinungen und Bejahungen des Jupiter-Pluto-Zyklus (siehe auch Artikel bei HOFASTRO) und seiner Dammbrüche. Zwischen Trigon neulich und Quadrat im November. Weshalb auch da, wo Neptun dem Saturn die Regelhaftigkeit wegwäscht (nein, man kann sich wirklich auf nichts mehr verlassen), ein Gemischtwaren-Laden auftaucht, der aus Millionen Stimmen und Visionen Meinung macht. Was den Randfiguren und wirren Gestalten (Neptun steht ja nicht nur für die guten Poeten) Beispiele für noch "bessere" Dramen und deren Bedeutung (Saturn) bietet. Wo aber das Schwache so stark wird, wurden notwendige Entscheidungen verpasst und ein Über- oder Untergewicht ist auszugleichen. Ob es fair ist oder nicht. Meist nicht, denn Fairness ist kein Schicksals-Konzept.

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Zorn und Wut: Wenn das Boot leer ist

"Kein Schlamm, kein Lotos." (Thich Nhat Hanh).

Die Wut-Pegel steigen überall an, wenn Mars in seinem oder Plutos Zeichen steht, wie jetzt. Die Auswirkungen (mundan oder individuell) nimmt man dann am besten nicht ganz so persönlich. Weil einem vielleicht sonst dazu bloß noch geschriene Antworten, kalt wütendes Schweigen, Sachen-Werfen oder schlimmstenfalls Schlagen einfallen. Denn so sicher wie das Amen in der Kirche bewirkt der destruktiv enthemmte Mars nur neue Eskalationen. Leicht gesagt, er braucht nun aber Bewegung, keine Erstarrung (Saturns Zeichen im Quadrat).

Da man heutzutage kaum Erleuchtete ohne Mars oder Pluto trifft, denen es ein Vergnügen ist, die Spirale von Ärger zu stoppen, wenn sie uns ausrasten sehen, bekommen wir darum noch leichter Probleme als sonst. Es sei denn, wir wären mit einem allzeit bereiten Saturn gesegnet, der uns chronisch diszipliniert. Dann Glückwunsch, dann sind wir selbst kurz vorm Ziel. Ansonsten verachtet man sich und die anderen eher da, wo Wut wächst, kann sich aber meist nur noch schlechter kontrollieren. Wofür die Welt-Geschichte gerade Beispiele liefert. Wo Skorpion-Mars, der Widder-Uranus aktuell beherrscht, Luft und Wasser aufheizt, folgt dem Schlag wie im Reflex der Gegenschlag und dem wieder neue Rechtfertigung alter Schläge. Wir sind interdependent, auch hier - was für ein Dilemma. Umgang mit den tausend Spielarten des Zorns im Kleinen ist gefragt, da der viele Samen sät.

Wo immer etwas groß wird, reift es zur Lösung. Deshalb ist die Zeit jetzt günstig, um auszusteigen aus dem Ärger. Mars stand beim ersten Vollmond des Jahres im auslaufenden Trigon zu Neptun. Was nicht nur die vielen Fluchten und Flüchtenden beschreibt, die auf so vielen Ebenen auftauchen. 

Diese Zeit erzählt auch davon, wie Mars' Zerstörungs-Kraft sich verwandeln kann, wenn wir mitfühlender werden, mit uns und anderen und den Neptun in seinem Rücken finden. Aber der kostet: Es gibt kein neptunisches Opfer ohne Opfer. Und damit sind nicht die Opfer des schlechten Stils gemeint, der überall Gegner sucht, sondern: Verzicht zugunsten anderer. Es gibt ja auch kein christliches Abendland ohne christliche Werte. Bitter, wenn alles in einem doch im Mars-Pluto-Kosmos dahin drängt, Provokationen (oder das, in was man sie auch immer interpretiert) tätlich, verbal oder mit stiller Verachtung zu beantworten. Es auf keinen Fall stehen zu lassen und nur zu sehen und vorüberzugehen - wie in den Fischen.

Und dann liest man die Zen-Geschichte vom Boot: Stell dir vor, du ruderst in einem Boot durch Nebel, als dich von hinten ein anderes Boot rammt. Du drehst dich wütend um, weil du denkst: Wieso kann der Idiot nicht aufpassen? Schnappst schon nach Luft, um ihm gründlich die Meinung zu sagen und eine Rede zu halten über Unachtsamkeit. Und dann siehst du plötzlich: Das Boot ist leer. Da ist keiner, der dich verletzen wolle. Niemand hat Schuld. Keine Adresse für deinen Ärger. Wo bleibt deine Wut dann?

Wenn Zorn die Geschichte zum Leben erzählt, ohne dass er dann im Guten etwas in Bewegung bringt (denn zu Taten aktiviert er eigentlich), ist unsere Welt voller leerer Boote. Mars will so oder so nach vorn, will tun. Er ist Erzeuger der alten "Fight or Flight" Reaktion der Amygdala. Kampf oder Flucht, wenn man ihn lässt, wie er will. Als Kind Neptuns grenzenlos, gekoppelt ans Reptilien-Gehirn (die ersten drei Zodiak-Zeichen und ihre Herrscher sind noch wenig kultiviert). So simuliert die Wut - mit Stier-Venus, die Tod so fürchtet, zodiakal immer vor der Nase - vor-gedanklich (vor Merkur-Zwillinge) häufig Gefahr. Den Strick, der in der Dunkelheit allzu leicht zur Gift-Schlange wird, solange Mars nicht aus Neptuns Kokon schlüpft und bewusster wird.

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Der Wutmensch und die Gutbürger

"Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge." (Matthäus 1.25

Saturn im Schützen ist ja "ernsthaft" - eine Raum-Signatur und Prüfstein für jede Vision. Darum wird dies mein persönliches Wort zum Montag, nur Meinung, und durch und durch angreifbar. Aber ich habe keine Lust mehr, mich jetzt, wo der Ernst des Lebens sich in die heldenhafte Anschauung des 9. Prinzips einschwingt, noch der Erbärmlichkeit unterzuordnen, die jüngst die Menschlichkeit zerlegt. 

Oder mich etwa weiter zu streiten, was politisch korrekt ist und ob nicht doch schon viel zuviel über Flüchtlinge berichtet wird. Wer es also nicht mehr lesen will, möge (Saturn macht die besten Cuts) seine Augen getrost auf ein andere Webseite wandern lassen. Oder auch ein Weilchen zumachen. Viel Schlaf - ebenfalls Analogie des noch nachströmenden Jupiter-Neptun - wäre eine Alternative. Denn es ist ja so: Die nächste Zeit wird keine Erholung, wenn wir nicht lernen, uns zu bescheiden und mehr zu entscheiden. In Jupiters Zuhause macht Saturn Nägel mit Köpfen oder kurzen Prozess. Er verwirklicht entweder die Visionen und Missionen, indem er sie erdet. Oder hebelt aus der Wirklichkeit, was zuviel oder zuwenig war. 

Nun geht es um die Substanz, die Erde überall hin trägt. Es ahnt sowieso jeder, der ein bisschen Wasser im Horoskop hat, was menschlich zu sein heißt. Ohne schützehafte Dramaturgie, große Geste oder Lehren über Schaden und Nutzen der Asylpolitik, die sich als besseres Wissen tarnt. 

All das ist verzichtbar, wo Saturn Essenz einbringt und aus der Mission ein Projekt herausmeißelt. Auf dem Boden des generell befreundeten Neptun, zu dem aber nun das Quadrat anläuft, geht es nun auch um Menschlichkeit, um klare Entscheidungen, die den Impuls steuern, in Sachen Vision (Schütze). Um Rechte, nicht um Rechthaberei. In der Großbuchstaben-Zeitung titelt heute aber der Herr Stoiber schon (Stier-Saturn und dazu ein Widder-Mars unter beträchtlichem Uranus Schub gerade): "Muslime gehören zu Deutschland, aber der Islam nicht!" In derartig markige Belehrung kann der Saturn-Jupiter also jetzt auch schnell abrutschen. Weil Menschlichkeit zu den Eigenschaften gehört, die man besser mit Selbstdisziplin umsetzt, als mit Internet-Blasen, passe man nun richtig gut auf, wen Lehrer Saturn da unter Druck setzt, um Weichen anders zu stellen. Wenn man Pech hat (und inkonsequent war in seinen Beschlüssen), straft er einen immer auch mal ab. Gerade im momentanen gesellschaftlichen Strom der Un-Möglichkeiten, den Flügelkämpfen zwischen No und Go. Der Schweinehund ist meist dagegen, dass wir etwas einfach so für andere tun, wie Neptun es will.

Was ein starker Saturn dann gegen Widerstände dauerhaft verhindern oder umsetzen kann. Soweit, so schlecht. Gut ist bloß, dass uns jede Mit-Menschlichkeit, in der wir uns regelrecht üben (Saturn bringt Training!), auch praktisch gut macht, nicht nur in "Absichten", einem Lieblingswort Jupiters. Denn Absicht kann man nicht anfassen. Weshalb erst Augen-Maß für andere Mensch in Einklang mit seinen Werten bringt. Drum arbeitet Saturn im Schützen auch goldrichtig. Er soll ja streng sein. Sonst geht's schief (mit der Welt und 42). Im Zeichen des Aufblähers ist der alte Schnitter jedenfalls ein Diätpapst. Oder der strenge, gerechte Häutpling der Cree, der den Flashmobs beibringt: "Erst wenn der letzte Facebook-Kommentar gepostet, das letzte Selfie geschossen, der letzte Likebutton gedrückt ist, werdet ihr merken, dass man das Internet nicht essen kann." 

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Amerika und die "Brutkastenlüge"

Die Bushs: Kriegskonzepte in Zeiten von wirtschaftlichem Hunger nach mehr Macht. 

Die wahrsten Geschichten sind oft die, die man am wenigsten glauben möchte, vor allem, wenn man unbedingt weiter auf die Würde der Wahrheit hoffen will. Da, wo sie sich längst aus dem Terminkalender abgemeldet hat. Manchmal braucht es einfach den Riecher der Jungfrau, in der jetzt Orcus steht, um in neptunisch starken Phasen die unendlich feinen Vernetzungen zwischen Wahrheit und Lüge zu verstehen. Den Sog, den sie entwickeln. Auch wenn manche bösen Fakten trotzdem weiter wie Märchen klingen und in ihrer Verwobenheit unbegreiflich bleiben: Nun, da sich 9/11 wieder jährt, fällt einem ein, dass schon früher ähnliche Tragödien "logisch" zu Kriegen führten, die nie ganz aufgeklärt wurden. Astrologisch und geschichtlich parallel und nicht unpraktisch für die, die davon profitierten. Wie am 10.10.1990, als ein 15jähriges Mädchen mit Löwe-Sonne vorm Kongress in Washington ein Lügen-Konstrukt bezeugte, das dann als hartes Argument für den US-Eingriff im zweiten Golfkrieg diente.

Damals lief Jupiter auf eine Konjunktion mit Orcus zu, wie heute wieder (die Begegnung ist zur kommenden Sonnenfinsternis genau). Orcus, der eigenartige Plutino, hat womöglich durch seinen Bezug zu Schwüren auch eine Verbindung zu Ver-Schwörungen und steht damit offenbar wirklich für den Schlund, der unter anderem schluckt und ausspeit, was mit falschen Eiden zu tun hat (Astro-Wiki). Nayirah, das Mädchen, das damals an den Fäden der Politik die Öffentlichkeit narrte, hat mit den Radix-Bildern der wichtigsten Bush-Männer zahlreiche Kontakte - gerade über Orcus. 

"Ich sah die irakischen Soldaten, wie sie mit Gewehren ins Krankenhaus kamen und die Babys aus den Brutkästen nahmen und zum Sterben auf den kalten Boden legten." (Nayirah, angebliche Hilfskankenschwester in Kuwait via Berliner Zeitung).

Nayirahs "Erlebnisse" bei der Invasion in Kuwait (die sie 1990 weiträumig ausschmückte) verstörten die Nation und den Rest der Welt sofort zutiefst, da angeblich 300 Frühgeborene dabei gestorben waren. Da war er wieder, der böse schwarze Mann aus dem Osten, ein Klischee, das den Zwecken von Geschäftsleuten wie den Bushs auch später entgegenkam, im Greifen nach sonst unkontrollierbaren Öl-Gebieten. Wenige aber ahnten schon damals, dass unter der Oberfläche der kindlichen Naivität dieses Mädchens eine ausgeklügelte PR-Erfindung vonstatten ging, mit der prioritär die Kuwaitis (und sekundär deren wirtschaftliche Freunde) ganz offiziell die amerikanische PR-Agentur Hill & Knowlton beauftragt hatten (bekannt für gezielte Kampagnen, bei denen uch durchaus mal schmutzige Wäsche gewaschen wird). Deren stellvertretender Boss war "zufällig" der ehemalige Stabschef Bushs und der wieder baute das junge Mädchen für über 10 Millionen Dollar als Zeugin gegen den US-Feind Saddam Hussein und für amerikanische, politisch "nötige Eingriffe" zur Befreiung Kuwaits auf. 

Diese Geschichte ist auch nicht etwa konspirative Paranoia, sondern schon seit einem Jahr nach Beginn des Krieges belegt. Denn Orcus, mythologisch der "Wächter der Eide", radiert nun mal nicht nur aus, sondern holt später bei günstigen Bedingungen Fakten aus dem Grab des Vergessens.

Vielleicht haben deshalb die Hauptpersonen der Angelegenheit astrologisch so ähnliche Marker mit Bezügen zum Schlund, in dem viel verschwindet, aber anderes wieder ausgespuckt wird, vor allem dann, wenn Langsam-Läufer-Konflikte mit ihm vorliegen: Die junge Nayirah bringt eine Konjunktion von Saturn-Orcus im Quadrat zum Uranus mit. Auch das US-Staats-Radix (vom 4.7.1776) hat genau dieses Quadrat - exakt. Vater Bush setzt seinem Sohn Orcus auf die Sonne und dieser Sohn, der dann seinerseits später 9/11 (das zufällig auch bei Orcus-Uranus-Opposition - nur fix - passiert) mit dem 3. Golfkrieg rächen wird, hat selbst wieder Orcus-Uranus Konjunktion. Wie sich die Muster doch ähneln. Sie, die kleine Nayirah, hieß in Wahrheit Nijihra al-Sabah und war die Tochter des kuwaitischen Botschafters in Amerika (ebenfalls mit Orcus-Uranus Konjunktion), Teil der perfiden Strategie dieser "Brutkastenlüge". Wenn man all das hört, möchte man lieber annehmen, dass es sich um eine der Räuberpistolen der Verschwörungs-Theoretiker handelt. Aber nein, Neptun regiert - mit Freund Jupiter und Orcus (Quincunx bei der Lügen-Aussage). Einem Faktor, den Rolf Liefeld experimentell den Fischen zuordnet. Was sehr erwägenswert ist, auch wenn Orcus doppelbödig, aber nicht wirklich mitfühlend erscheint.

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Uranus liebt Pluto: Die Kinder aus dem Eis

"Mit uns wird es kein Designerbaby geben und auch kein sogenanntes Retterbaby, das nur einem erkrankten Kind als Ersatzteillager dienen soll." (F.U. Montgomery, Mars im Skorpion, Bundesärztekammer, SPIEGEL). 
 
Als Mensch damals endlich Gott wurde, war Louise (mit ihrem im Mutter-Zeichen Krebs erhöhten Jupiter) sein erstes Baby, vor genau 37 Jahren. Es passierte, dass das 'Wunder der Schöpfung' eine andere Bedeutung erhielt. Hiesiger als in Schicksals-Zeiten, in denen wir noch miteinander schlafen mussten, um uns fortzupflanzen und danach um Fruchtbarkeit beten. Ein paar Millimeter technischer, uranischer, riskanter. Was aber angesichts dieses kerngesunden Premieren-Retorten-Babies schon bald vergessen war, aus Begeisterung über all die famosen, neuen, inhumanen Möglichkeiten, seine Kreativität anders als mit Serviettentechnik auszuleben. Man konnte nun Kids designen. So war das also. 

Mit dieser hübschen Louise Joy Brown, die aus dem Reagenzglas kam, dem ersten "künstlichen" Kind, zog vor 37 Jahren das Entzücken ein in die Labore der Menschen-Erfinder. Heute, an ihrem Geburtstag, nähert sich dieses berühmteste Retortenbaby der Welt (bekannter noch als Dolly, das 18 Jahre nach ihr geklonte Schaf, ein Krebs mit Skorpion-AC), langsam ihrem 40 Jahr auf dem blauen Planeten. Nichts Unmenschliches ist uns inzwischen mehr fremd. Seinerzeit bekam noch Louises "Kreator", Sir Robert Edwards (ein "Schneider" mit Sonne-Mars-Konjunktion Opposition Uranus und Genetiker mit Venus-Saturn im Skorpion) für seine physiologisch, künstlich-künstlerischen Techniken zum Wohle der Fortpflanzungs-Medizin den Nobelpreis. Heute sind die "Eisbabys" keine Wunder mehr.

Wir sind gewöhnt an die "Triumphe" des Denkens und Experimentierens. An Uranus, wie er kühl Leben seziert und schafft. Oder Pluto, der in Genpools gräbt, um sich die Macht und Kontrolle seines Gottes-Konzepts (das Jupiter dann verwirklicht) zu sichern. Worte wie Präimplantationsdiagnostik (PID) mit ihrer realen Selektion bester Eizellen sind uns geläufig. In England beispielsweise forscht man nun im Halbgott-Modus bereits an hyper-gesunden "Drei-Eltern-Babys" (TAZ). Kids wie Louise Brown können am allerwenigsten dazu, was da passiert. Sie tragen astrologisch oft das Signum einer Versehrung, die an der Oberfläche unsichtbar bleibt. Zum Beispiel prominente Mond-Jupiter-Pluto-Verbindungen oder andere, starke uranische und plutonische Bezüge. Zur Erinnerung an die Macht-Übernahme ihrer Schöpfer, die meist weiße Kittel tragen. Und in ihren Horoskopen gern der Entgrenzung zuarbeiten. Dem Optimum. Jupiters Bemächtigungen aktivieren, bei der Arbeit, beim Übernehmen des Fügens, bei der Natur-Korrektur.

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Braucht die Astrologie die Sterne?

Astrologie ist eins der ältesten "psychologischen" Systeme der Welt. Sie beschäftigte sich sehr früh mit dem Menschen in Zeit und Raum (und benutzt genau diese Dimensionen, um Sinn und Zweck aus dem Dasein zu lesen). Als Mutter vieler klassischer Wissenschaften steht ihr der Stempel der Wahllosigkeit überhaupt nicht. Astrologische Ansätze gibt es beinah so viele wie Astrologen - und sie spiegeln in ihrer "erlaubten" Vielfalt auch das gesamte Spektrum der Wirklichkeit. RICHARD VETTER, Astrologe und Diplom-Psychologe setzt sich seit Jahrzehnten mit Hintergründen und den Basics einer ernsthaften Astrologie auseinander und verortet sie immer wieder kundig in einer Welt, wo Hermetiker, Geistes- und Naturwissenschaftler, Seelenkundlern oder all jene, die keinen Namen haben, auf viele Weisen nach den letzten Rätseln suchen. Heute eins seiner besten und schlüssigsten Essays mit der provokanten Frage, ob die Astrologie die Sterne überhaupt braucht...

Worum es in dem antiken Gedankengebäude geht: Astrologie handelt von Symbolen. Das heißt, die Planeten, Tierkreiszeichen, usw. sind nicht konkret zu verstehen. Die Sterne sind vielmehr Indikatoren, Hinweise auf metaphysische Urprinzipien. Etwa so, wie das Thermometer eine Gradzahl anzeigt, die Temperatur selbst aber weder macht noch ist. Oder wie das Ziffernblatt einer Uhr uns mechanisch Stunde und Minute verrät, mit der Zeit als solcher aber im Grunde nichts zu tun hat. Die Sterne verursachen ("machen") nicht unsere Persönlichkeit bzw. unser Schicksal.

Die Himmelskörper sind lediglich die physischen Repräsentanten oder Verweise - gewissermaßen "Abbilder" der transzendenten (unsichtbaren, nichtstofflichen) Wirkkräfte. Diese jenseitigen "Urprinzipien" ihrerseits wären vergleichbar der Ideenwelt Platos, den mystischen Zahlen des Pythagoras, den biblischen Elohim oder den neoplatonischen Emanationen der göttlichen Ureinheit. [Die Astrologie sah sich immer in solch religiös-rituellem Kontext.]

In den Tierkreiszeichen, Planeten, Häusern, Aspekten, usw. sind also geistige Ur-Bilder, -Muster, "Arche-Typen" verschlüsselt. Die "Himmelsschrift" berichtet von Höherem, von Sinnzusammenhängen; sie übermittelt die dem physischen Leben übergeordneten Bedeutungsstrukturen. Die astrologischen Symbole sind Sinnbilder des Werdens und Vergehens, eine gleichnishafte Codierung/ Darstellung der Grundfaktoren des Lebens schlechthin. Da sie sich auf sämtliche Ebenen und Bereiche irdischen Seins beziehen, handelt es sich bei ihnen allerdings um recht abstrakte Schemata.

Durch ihre Vielschichtigkeit sind die "kosmischen Schriftzeichen" zwangsläufig vage, offen, vieldeutig, unexakt und unscharf - was ihnen die (verständnislose) Naturwissenschaft stets zum Vorwurf macht. Aufgrund eben dieser Inkonkretheit muss die Botschaft jeweiliger astronomischer Gegebenheiten durch einen Astrologen stets übersetzt, auf Konkretes bzw. ein Individuum bezogen werden. Ein direkter, linearer Schluss von den Gestirnen auf Irdisches ist keinesfalls möglich! Als Zeichendeutung wäre Astrologie somit eher eine Kunst als eine Wissenschaft. "Astrologie will (gar) ... keine Wissenschaft im exakten Sinne, sondern eine kosmische Deutungskunst sein" (W. Knappich). Sie ist "eine intuitive Wissenschaft, bedarf der übersinnlichen Schau, des lebendigen Erlebens ..." (R. Steiner).

Eine Schlüsselrolle im astrologischen Erkenntnissystem spielt das Ähnlichkeitsdenken oder die ANALOGIE. Es wird ausgegangen von einem strukturellen wie inhaltlichen Entsprechungsverhältnis gleichzeitig stattfindender himmlischer und irdischer Vorgänge - gemäß der Überlieferung vom "Mikrokosmos = Makrokosmos" bzw. eines "Wie oben - so unten" (der Hermetischen Regel, Smaragdenen Tafel).

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In eigener Sache: Astrologie+Katastrophe

Wenn man - wie hier bei Loop! - über aktuelle Ereignisse berichtet, bleibt es nicht aus, dass dabei auch Tragödien und Katastrophen untersucht werden. Denn während sich journalistische Kollegen meist darauf beschränken, nur die sichtbaren Geschehnisse zu beschreiben und abzubilden, hat dieses Zeitungs-Projekt von Anfang an den Anspruch gehabt, immer astrologische Hintergründe mit einzubeziehen. Das ist oft eine Gratwanderung, denn zwangsweise geht man dabei einen Schritt weiter als die reinen Nachrichtenmedien, vor allem bei der Aufarbeitung der Daten von Opfern oder auch der Täter. Man muss einerseits die eigene Betroffenheit und Wut über bestimmte Ereignisse oder das Verhalten von Menschen „außen“ vor lassen, damit eine astro-logische Betrachtungsweise einigermaßen objektiv bleibt und nicht nur die eigene Sichtweise transportiert und rechtfertigt.

Andererseits muss man trotzdem Stellung beziehen, Schwarz von Weiß unterscheiden und bisweilen zeigen die astrologischen Bilder auch sehr intime und persönliche Inhalte einzelner Personen auf, die man nur dann ansprechen sollte, wenn daran auch ein gesteigertes und berechtigtes, öffentliches Interesse besteht.

Hierbei immer die nötige Sensibilität und das erforderliche Fingerspitzengefühl aufzubringen, um niemanden zu verletzen und  die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen zu wahren, ist nicht einfach, wie gerade der Fall des Co-Piloten von Flug 4U9525 zeigt (siehe auch Wirklichkeit und Traum vom Fliegen + Flug 4U9525: Die Suche nach der Wahrheit). Hinzu kommt, dass es eine lange Tradition von vorgeblich astro-logischen Prophezeiungen gibt, die sich hauptsächlich dadurch auszeichnen, dass immer wieder die Angst vor kommenden Katastrophen geschürt wird. Dabei werden leider oft die selben Begriffe und Namen von Planeten und anderen astrologischen Inhalten benutzt, die auch bei einer seriösen Auseinandersetzung mit schwierigen Lebenssituationen zwangsweise genannt werden.

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Astrologie in der Krise?

Ob nun hier bei Loop! oder anderswo, das Große Quadrat mit seinen Hauptpfeilern Uranus und Pluto ist allgemein Thema. Krise, Umbruch, Revolution sind Überschriften, die sich tatsächlich, wie jetzt in der Ukraine, in vielen Lebensbereichen wieder finden. Aber wie sieht es damit eigentlich im Bereich der Astrologie selbst aus? Ist sie nicht betroffen, von den Stürmen des Zeitgeist, ergeht an sie nicht auch die Aufforderung, alte überkommene Strukturen zu überwinden und neue, innovative Wege zu finden? Und steckt sie dementsprechend, auf der Suche danach, nicht genauso in einer Krise, wie viele andere Systeme?

Ich weiß nicht, ob ich mir mit den nachfolgenden Überlegungen viele neue Freunde innerhalb der astrologischen Gemeinde machen werde. Das was ich zum Ausdruck bringen möchte, könnte leicht mißverstanden werden. Als eine Art Generalkritik, oder auch als eigenbrötlerische Besserwisserei. Beides liegt mir aber fern, im Gegenteil bin ich der Überzeugung, dass das astrologische Weltbild auch heute noch so viele unentdeckte Facetten in sich birgt, dass es für ein besseres Verständnis der Welt unverzichtbar ist. Einfach mangels einer besseren Alternative.

Aber gerade heute findet sich die „älteste Wissenschaft der Welt“, zumindest aus meiner Sicht, an einem Scheideweg. Die inflationäre Ausbreitung von astrologischen Beratern und Experten, die fast Tag und Nacht verfügbar sind, aber deren Hintergrund meist im Dunkeln bleibt, kann der „nicht-eingeweihten“ Öffentlichkeit nur das Bild eines esoterischen Gemischtwaren-Systems bieten, das weder eine vernünftige, nachvollziehbare Basis für all die gemachten Aussagen besitzt, noch einen wirklichen Wert bezogen auf die Lebensführung eines „Normal-Sterblichen“ hat.

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Die Frau, die im Schmerz wohnte

Gebrochener Mythos Alice Miller: 

Astrologisch hätte man es ahnen können. Auch wenn ihre Geburtszeit genauso wenig bekannt ist, wie fast alles andere Biografische. Nicht etwa, weil die Psychologin sich selbst zu dem Mythos hätte machen wollen, der sie dann wurde. Sondern aus Verdrängung des Eigenen. Eine Frau, irdisch-erdige Steinbock-Sonne, Pragmatikerin, spröde, hoch intelligent, tief und fantasievoll, mit diesem hier überaus schwierigen Skorpion-Mond, der die Tiefen und vor allem Abstürze des Seelischen immer ausschöpfen musste bis zum Urgrund, wo Leere ist. Wo neu entweder Aufstieg beginnt oder Tod.

Mit Jupiter an dieser sensiblen, gepeinigten Sollbruchstelle zwischen Intensität, eigener Kraft und Trauma. Skorpion. Ein Katalysator, der im Leben als Stimme aller traumatisierten Kinder beide möglichen Pole des Plutonischen überdehnt, bis die endlos vereinnahmende Empfindung zum riesigen, kontrollierenden Gefühls-Käfig wird und alles Wirkliche verdrängt. Dazu Lilith-Chiron im Widder Quadrat Pluto Krebs. Die wahnsinnige Wunde der schwarzen Eva im Kampf mit dem Abgrund im Gepäck. Ihre Kriegs-Traumata spaltete Miller ab.

Die Frau, Tochter, die immer im Schmerz wohnte - ohne Zeugen, denn die ließ sie in saturnischer Klarheit und Abgrenzung der Sonne und dem kontrollierenden Mond nicht zu. Bis 1950 der Sohn zur Welt kommt, der diesen Mythos zur Mutter macht, sie allein durch Dasein als Baby mit ihren Defiziten konfrontiert. Macht- und Ohnmacht, narzisstische Kränkung, als der Säugling ihre Brust nicht will - aus den Dunkelwelten des eigenen Pluto, des Mondes. Über dem Skorpion-Mond hermetisch wacht, wenn es schlecht kommt. Ein Junge, der danach mit all dem Schatten all ihrer Schatten leben muss, lebenslänglich. Sie nur heben kann, wenn Alice Miller, die Mutter sie hebt. Aber das tut sie nicht. Der den unsichtbaren Eisberg darunter nun, Jahrzehnte später, aus der Finsternis holt, in der Alice Miller, ein Teil dieses Menschen, die verletzliche Frau, mit all ihren Bürden steckte. Jupiter legt Glanz und Perspektive über alles, was ihn von hinten drückt, aus den unbewussten Ecken des Schützen, seinem 12. Haus, dem Skorpion. Was blind bleibt, würgt, wenn man es nicht willentlich öffnet.

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Freitag, 15. Dezember 2017

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