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Das Thema

Wenn das Gestern zum Morgen wird

Thema Prognosen: Sache der natürlichen Grenze

Prognosen sind das Salz in der astrologischen Suppe. Gerade 2012 wird es eine Vielzahl astrologischer Deutungen geben, von denen die meisten bestenfalls Unterhaltungswert haben. Denn wer sich ernsthaft um nachvollziehbare Aussagen über die Zukunft bemüht, muss sich gleich mit zwei Unbekannten auseinandersetzen. Zum einen mit dem Phänomen Zeit und seinen Ausdrucksformen. Zum anderen mit den Möglichkeiten der Astrologie selbst, ihren zahlreichen Methoden und Ansätzen, die allesamt mit diesen Ausdrucksformen von Vergangenheit (Metagnose = Rückschau und Rückschluss), Gegenwart (mundane Konstellationen) und Zukunft (prognostische Methodik) arbeiten.

Sich mit dem Phänomen Zeit ernsthaft zu beschäftigen und dabei die eigene Erfahrung laufend einzubeziehen, kann ziemlich schnell verwirrend werden. Denn wir haben es hier mit etwas nicht Greifbarem zu tun, das scheinbar sehr klare und deutliche Grenzen hat (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft), dessen Bezugspunkte aber fließend sind. Was eben noch Zukunft war, wird jetzt zur Gegenwart, während die kurz zuvor erlebte Gegenwart schon wieder Vergangenheit ist.

So erscheinen uns Zukunft und Vergangenheit als Haupt-Variablen in diesem Tanz der Zeit. Die Gegenwart, das Jetzt, wird eher als Konstante erlebt. Wobei Zukunft immer das ist, was vor uns liegt, auf das wir uns unaufhaltsam zubewegen, das wir aber weder erkennen noch greifen können, die Vergangenheit dagegen kann wieder und wieder in Erinnerung gebracht werden. Oder wie Sören Kierkegaard es ausdrückte: „Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“

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Wester-Welle rückwärts?

Der immer noch amtierende deutsche Aussenminister hat ein hartes Jahr hinter sich (Pluto-Übergang Radix-Sonne). Aber was kaum jemand für möglich gehalten hätte – er ist immer noch da. Und in Kürze wird sich entscheiden, ob das auch im nächsten Jahr so bleibt. Die wohl dümmste Idee, die ein Werbestratege jemals hatte, war Guido Westerwelle zum Spaßmobil umzudesignen. Das brachte zwar kurzfristig ein paar Wählerstimmen mehr, langfristig aber wurde sein Image in einer Weise festgelegt, die ihm nie entsprochen hat.

Denn mit Steinbock-Sonne (Konjunktion Mars) und Jungfrau-Mond (Konjunktion Pluto/Uranus) entspricht er eigentlich in bester Manier dem deutschen Entwurf eines soliden Nachkriegspolitikers. Wenn man so will, ist er ein bißchen aus der Zeit gefallen und all das, was ihn wirklich auszeichnen könnte, wurde zugunsten einer Spass- und Gas- Kampagne ins Gegenteil verdreht. Als Aussenminister sah sich Herr Westerwelle plötzlich genau den Realitäten gegenüber, die Politik ausmacht. Und hat seine ersten, vorsichtigen Schritte auf diesem Parkett öffentlich wirksam in den Sand gesetzt. Zum einen, weil eine Sonne-Mars Konjunktion auch im Steinbock oft schneller handelt als man denkt und damit Fakten schafft, zum anderen weil es den Erdzeichen-Menschen oft nicht leicht fällt, Fehler einzusehen und öffentlich dazu zu stehen. Sie brauchen dazu manchmal etwas länger.

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Putins neues Russland

Der russische Präsident, ein geopolitischer Stratege par excellence (Sonne-Waage in Konjunktion mit Saturn), und der starken Neigung dazu, verborgene Fäden zu ziehen (Merkur Konjunktion Neptun, vermutlich in Haus 12), hat ein hartes Jahr hinter sich. Denn die heimlichen Absichten des Kreml-Herrschers wurden mehr ins öffentliche Rampenlicht gestellt, als ihm lieb sein konnte (Saturn im Überlauf über Sonne, Saturn, Merkur und Neptun). So blieb jemandem mit seiner Anlage scheinbar nur die Option der Härte und Unnachgiebigkeit, um seine Interessen zu wahren. 2012 sollte ihm aber zumindest kurzfristig wieder mehr Zustimmung und Anerkennung bringen (ausgeprägter Jupiter-Transit über sich selbst und Mond), vor allem gegen Ende des Jahres.

Wladimir Putin ist der geborene Machtmensch. Einerseits hart und kompromisslos, wenn es um Durchsetzung und Absicherung eigener Interessen geht (Sonne-Saturn in der Waage), andererseits auch sensibel genug, um schon den Ansatz eines Hustens feindlicher Flöhe zu hören (Merkur – Neptun Konjunktion in Haus 12). Und entsprechende Gegenmassnahmen zu ergreifen.Bei all dem geht es ihm aber auch tatsächlich um ein Gleichgewicht der Kräfte und Umsetzung seiner Ideale (Waage Betonung). 2012 könnte ein Jahr werden, dass ihm hilft, sich mehr  in diese Richtung zu positionieren.

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Angies Bauchgefühle

Angela Merkel entspricht in wenig bis nichts dem Prototyp deutscher Politiker der letzten 50 Jahre. Zwar ist sie unbestritten eine große Kämpferin vor dem Herrn (AS und Mars im Schützen), eine moderne Jeanne d´Arc, die immer dann zu Höchstform aufläuft, wenn sie einem scheinbar übermächtigen Feind gegenübersteht und das Reich (welches auch immer) zurück erobern muss.

Aber nach dem Kampf, wenn es um Kontinuität, Alltags- und Regierungsgeschäfte geht, ist sie auf kluge und einflussreiche Berater angewiesen. Denn als Mutter der Nation (Sonne, Merkur, Jupiter und Uranus im Krebs), geht es ihr zwar einfühlsam besorgt um das Wohlergehen der ihr Anvertrauten. Aber ohne die Härte und Konsequenz, die es für wirkliche Erneuerung braucht.

Entscheidungen kann sie nur spontan, quasi aus dem Bauch heraus treffen (Sonne-Uranus-Konjunktion im Krebs). Insofern ist ihr Umschwenken von Atomstrom zum Atomtod nicht wirklich Ausdruck einer strategischen Gabe gewesen, sondern womöglich auch eine emotionale Entscheidung aus  wirklicher Sorge heraus. Wenn Angela Merkel dereinst ihre Memoiren schreibt, könnte es durchaus sein, dass sie nicht ihren politischen Ziehvater Helmut Kohl als Vorbild nennt, sondern eher einen Emotionsmenschen wie Willy Brandt.

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2012: Wieder Qualen mit den Wahlen

Tendenzen demokratischer Meinungsbildung

Astrologen hätten das nicht besser timen können: Im Mythosjahr 2012 tun sie es fast überall: Qualen der Wahlen rund um den Erdball. Um die Zeit von Neptuns Wechsel ins eigene Zeichen (3.Februar), spazieren China, Kasachstan, Finnland, Turkmenistan und Senegal an die Urnen. Gemäßigtes Chaos garantiert. Exakt zwischen einem Venus-Saturn- und Merkur-Uranus-Aspekt hat dagegen Russland seinen großmütigen  Anfall von Demokratie. Und bevor die Wähler noch Zeit bekommen, Atem zu holen, folgen Senegal, Russland, Slowakei und Frankreich. Letzteres in der einzig verfügbaren 24-Stunden-Lücke zwischen Merkur-Uranus und -Pluto-Spannung.

Schleswig-Holstein nutzt im Wonnemonat Mai ein Konstellationsloch, sich mit sich selbst zu langweilen. Während erst zum Spätherbst die Ukraine unter einem virilen Mars-Jupiter wählt. Passend zur riesigen Staatsfläche und –krise wünscht man sich dort a) möglichst viele Macht-Männer und b) besser nicht Julija Tymoschenkos Block zurück. Dass sie immer noch mitten in ihrem Strafverfahren steckt, mindert die Chancen ihrer Anhänger nicht wirklich. Tymoschenkos Schütze-Sonne bedient unter Uranus-Trigon durchaus das Beuteschema der Wahl-Konstellation.

Als logistische Krönung folgen die USA (nach dem teuersten Wahlkampf aller Zeiten). Im November, kurz vor einer ungewöhnlichen, zeitnahen Richtungsumkehr von Merkur und Neptun, entscheidet Amerika, wer diesmal auf Abe Lincolns Freimaurerbibel schwören darf, dass er Stars, Stripes und Verfassung wahren, schützen und gern auch mal verteidigen möchte.

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Sarkozy: Der Springteufel

L’etat, c’est moi! Der Staat bin ich! Das ist für eine 5.Haussonne im Wassermann wie Nicolas Sarkozy ein gutes Motto. Vor allem, weil er über Zeichen und Haus die Pole der Achse Löwe/Wassermann problemlos zusammenbringt. Übersetzt: Man ist sicher, dass subjektiver Ausdruck objektiv ist. Persönliches wird mit der Vogelflugperspektive ohne viel Federlesens vermischt.

Als uranischer Springteufel legte Nicolas Sarkozy immer Wert darauf, seine exzentrische Art würdevoll zu vertreten. Seinem Aszenten Jungfrau zufolge, sieht er sich selbst als Staatsmann und so kommt ihm durchaus logisch vor, was andere als rebellisch oder gar unpassend erleben. Das wird sich auch 2012 nicht ändern. Wenngleich ihm nun schärferer Gegenwind ins Gesicht schlägt. Die Tage der allgemeinen Toleranz für Sarkozys kleine Ausflüge ins Bizarre sind gezählt.

Pluto und Uranus bewegen sich hart auf die Mond/Mars-Konjunktion im 7. Haus zu, die ihm sonst letztlich mehr Applaus als Angriffe sichert. Hauptsache, wahrgenommen werden! Das Publikum, das ihm wegen seiner Drolligkeit politische Fehltritte verzeiht, ist nun nicht mehr chronisch „amused“. Andererseits kann sich die Belastung seines Begegnungs- und Öfentlichkeitshauses auch eher in der Beziehung zeigen.

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Obama: Gib mir meine Drohne zurück

Das kleine Dilemma der Besitzachse

Inzwischen nennt man ihn schon Mr. „Gib-mir-meine-Drohne-zurück“: Barack Obama hat zur Zeit ein kleines Problem mit eigenen und fremden Grenzen. Kein Wunder, denn sein Merkur-Neptun-Quadrat betrifft die Achse 2/8 (Fische/Jungfrau) im Radix. Jupiter, der große Gönner, beleuchtet noch bis Ende März aus dem Stier – dem natürlichen Zeichen aller Grenzen - allgemein das Thema Eigentum, Selbstabsicherung und Fremdwert. Dabei setzt er erst Obamas Merkur, dann Neptun als Herrscher der Mein-Dein-Achse unter Spannung.

Da kann auch dem sonst coolen Wassermann-Aszendenten, der eigentlich findet, dass alles allen gehört, mal das Augenmaß verwackeln. Der Schütze-Herr vermittelt einen Tick zuviel Selbstausdruck. Gerade wenn man sich selbst schwächer und störbarer erlebt als sonst. Der üblicherweise tolerante Radix-Neptun wird dann plötzlich als diebische Konkurrenz anderer Länder missverstanden.

Was nun wie Gutsherren-Allüre wirkt, liegt allerdings dem amerikanischen Präsidenten sonst kaum. Nur fühlt er sich (beim langen Marstransit über Pluto in 7) heftig von „Erbsenzählern“ angegriffen. Zu denen dann durchaus auch mal ein uneinsichtiger Iran gehört, der absolut nicht begreift, dass es Amerikas Recht ist, seine Drohnen wohin auch immer fliegen zu lassen. Grenze? Welche Grenze denn? Jetzt zeige ich euch meine!

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Guttenbergs Geschichten

Gleichzeitig beenden und neu anfangen. Ohne wirkliche Atempause. Und das in einem Jahr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg hat das 2011 erlebt. Untergang und Aufgang. Wie jedem ordentlichen Schützen (Sonne, Jupiter und Neptun) geht ihm visionär (oder perspektivisch) auch ob solcher Kratzer die Puste nicht aus. Das Jupiterprinzip bringt gern die Portion mehr. Vor allem von selbstverliebten Superlativen. Zu viel vom einen, zu wenig vom anderen. Es ist aber nicht nur das klassische Schütze-Glück, das sich am Beispiel des ehemaligen Verteidigungsministers zeigt, sondern auch das unermessliche Pech, das der astrologische Multiplikator bringen kann.

Beim Plutotransit über Venus (Analogie: Zerstörung des Bilds in der Öffentlichkeit) samt angeschlossenen Überlauf der Venus selbst warf Glückskind Guttenberg sein Minister-Amt nur unter Medienzwang hin. Wieso eigentlich? Wenig später tauchte er als chronisch falsch verstanden bei gleicher Venusstellung genauso überraschend wieder auf. Lediglich optisch verändert. Sonst ganz der Alte. Besten Willens, den Deuschen ihre Antipathie und sich die Plagiatsaffäre zu verzeihen. Derart kosmetisch könnte es nun weitergehen. Von und zu Guttenberg, die unendliche Geschichte. Den Schimmel stets parat. Wäre da nicht der Uranus über seinem Pluto. Ein Generationsaspekt, der den schönen Freiherrn aber noch 2012 empfindlich trifft.

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Freitag, 15. Dezember 2017

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