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Astro-Labor

Fallen: Ballon-Abstürze und Sonne in 12

Mit Ballon-Unglücken würde man Neptun kaum spontan in Verbindung bringen, auch wenn der Gasriese generell ja schon Bezüge zu Propan hat und die Fische überhaupt als letztes Zeichen weit "über den Himmeln" des Wassermanns zuständig sind. Bei der Untersuchung des tragischen neuen Heißluft-Unfalls in Texas und einer Liste ähnlicher schwerer Tragödien mit Ballons findet man aber weltweit allein unter den zehn schwersten Crashs einen Großteil, nänlich 10, mit Sonne in Neptuns "natürlichem" Haus 12. Auffallend viele bei 21 Daten insgesamt.

Eine statistische Falle, da letztlich eine nicht ganz überraschende Ballung, wenn man weiß, dass (häufig im Sommer) Ballons sehr früh oder sehr spät starten, um den gefährlichen Thermik-Winden zu entgehen. Also scheint ebenso logisch, dass dann auch viele um die Zeit abstürzen - wobei es viel weniger vorm auch gut beflogenen Sonnenuntergang sind. Gleichzeitig beschreibt das Neptunische ja auch tatsächlich eine Art "Flucht" oder Umgehung vor/von etwas (wenigstens den Wetterbedingungen) und die Entgrenzung des Schwebens. Was wieder Belangen des 12. Hauses entspricht. Egal, welche rationale Erklärung es auch für Entsprechungen gibt, sie müssen astrologisch so oder so in der Symbolik den Vorgängen angemessen bleiben. Das letzte Feld nun steht systemisch für Bereiche, wo sich Funktionen (oder Dysfunktionen) des Neptunischen ganz praktisch am deutlichsten zeigen können. Nicht umsonst hat Neptun, der auch das Nichts symbolisiert, als Icon ja den griechischen Buchstaben Psi. Das symbolisiert Zwielicht, goldene Winkel, Wellenfunktionen, Psychologie und alles Rätselhafte oberhalb, unterhalb, abseits der üblichen Wahrnehmung und begreifbaren Welten.

Unter anderem dann auch das, was hinter der uranischen Technik liegt. Hier gehen stoffliche Dinge leichter verloren, kaputt oder lösen sich anders einfach auf. Mit Unfällen bringt man Neptun sonst hinsichtlich der beteiligten Häuser-Position nicht sofort in Verbindung, sondern kennt eher seine beiden Nachbarn Uranus und Mars und deren Häuser oder den Pluto und 8 als beteiligte Zerstörer. Die astrologisch leicht diskriminierte Statistik kann aber ausgleichen, wo man zu schnelle Schlüsse zieht oder aus Gewohnheit beliebig zuweist. 

Eine Liste mit 21 Horoskopen schwerer Heißluft-Unglücke wie dem aktuellen bei Maxwell/Lockhart (rechts Radix), wo 16 Menschen umkamen, beleuchtet solche Gemeinsamkeiten im Kleinen. Die Häufung des Sonnenstandes im letzten Haus bei Frühstarts macht nur einen Teil aus. Fast die Hälfte der Abstürze haben Sonne in 12, fünf andere in Haus 7. Bei den Spät-Starts vor Sonnen-Untergang, wird also insgesamt doch seltener verunglückt.

Ganz rar sind dagegen Mittags-Abstürze - denn es wird ja durchaus auch tagsüber noch recht häufig geflogen. Eine weitere Auffälligkeit findet sich beim Merkur, der sonnennah vor- oder nachläuft. Er steht 8mal im ursprünglichen "Unfall"- oder Himmels-Haus 11. Bei den Aszendenten der Tragödien stößt man dann auf eine Fix-Ballung: Fünfmal stürzen die Ballons bei Löwe aufsteigend ab, viermal beim Skorpion-AC, aber das ist ein Ergebnis am Rande, was isoliert nichts zu sagen hat. Wenn es auch Aufstieg und Fall nah Sonne und Phoenix ausdrückt.

Was die Felder angeht, ist die neptunische Auflösungs-Tendenz unübertroffen und auch sonst kommt immer wieder Neptun ins Spiel, vielleicht auch wegen des Themas der Ausdehnung, Leichtigkeit und Körperlosigkeit. Beim Absturz von Luxor 2013 (links), dem schlimmsten, den es je gab, bei dem 19 Menschen starben, zeigt sich, dass diese Entsprechungen nicht immer nur übers Haus laufen, sprich, mit dem frühen Start-Zeitpunkt als Erklärung. Neptunisches ist auch das Verschwimmen des Dinglichen, was die menschlichen Versuche, sich über die Götter zu erheben (Schütze) und die Unbeugsamkeit des Verstandes (Merkur) im Quadrat der Zeichen generell aushebelt. Beim Drama in Ägypten seinerzeit standen neben Sonne also noch fünf weitere Faktoren in 12 und in den Fischen. Unter anderem Neptun als Herr des Fische-AC in 12 stark im eigenen Zeichen und Venus erhöht auf 0°. Was dann als Ereignis - nicht unlogisch in der Übersetzung eines per AC ausgelösten Merkur-Mars gradgenau - wohl durch einen gerissenen Schlauch mit Gasaustritt verursacht wurde. Trotz aller Gemeinsamkeiten des Struktur-Skeletts in Horoskopen sind die Umstände aber immer individuell gespiegelt und verhalten sich - trotz Mustern - in der Besetzung von Zeichen und Häusern anders. 

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Wenn das System im Dreieck springt

"Alle Charaktere sind aus denselben Elementen zusammengesetzt; nur die Proportionen machen den Unterschied aus." (Philosoph Théodore Simon Jouffroy, Krebs-Sonne/Merkur Trigon Fische-Jupiter).  

Am Anfang war das Wort und das Wort gehört zum Luft-Element, wo auch viel anderes Nicht-Anfassbares wohnt, ein eigentümliches Universum der Begriffe, der Relationen und Proportionen. Von ihnen, also der Verteilung der Grundstoffe im Radix, handelt auch die astrologische Basis-Ausstattung. Wer seine Haupt-Elemente sicher beurteilen kann, hat schon die halbe Miete und eine erste Skizze dessen, worum es im eigenen Leben geht. Trotzdem bleiben die vier dazugehörigen Schubladen (Feuer, Erde, Luft und Wasser) für viele Stiefkinder der Deutung, solange es nicht einzelne Bewohner betrifft, die Planeten im Szenenbild der Zeichen. Die Besetzung der Elemente (oder ihr Fehlen!) ist aber an sich schon wie eine Karte der Gaben, die Mensch mitbringt in die Welt. Zur Zeit stehen 7 Faktoren (mit Lilith und Chiron und Merkur kurz vorm Wechsel) in Wasser und Emotion schlägt im Alltag buchstäblich hohe Wogen. 

Überbesetzte Elemente in einem Geburtsbild prägen alles, was sie berühren, spiegeln das Zeit-Klima, im dem jemand geboren wird. Unter-Besetzungen zeigen sich ebenfalls spezifisch - aber meist eher durch den Überhang anderswo. Wovon viel da ist, wird spürbarer als Weniges. Astrologie ist ein Feld, wo alles voneinander abhängt, nicht statisch, sondern dynamisch und die Elemente bilden in sich wieder vier neue Kreisläufe im großen Kreis, entsprechend der Feuer-, Erd-, Luft- und Wasser-Trigone. Einige Horokope sind dahingehend elementar recht ausgewogen, aber viele andere haben ein oder zwei Haupt-Element(e), die immer wieder stark durchschlagen bis eskalieren. Manchmal ganz anders als die bewussten Handlungs-Wünsche der Lichter oder AC. Wo das überwiegende Element eine andere Geschwindigkeit oder Dichte hat als andere Rollenspieler, kann es zu inneren oder äußeren Kollisionen kommen. Jemand mit Sonne in Luft, der ansonsten “voller Wasser” ist, mag zum Beispiel von Zeit zu Zeit versuchen, sich von seinen aufdringlichen Gefühlen zu distanzieren. Weshalb die später doppelt heftig anklopfen können und sich auch durchsetzen werden.  

Immer wieder kommt es auch zu ähnlichen Themen-Crashs, wenn innerhalb des betreffenden Regelkreises einer der Faktoren zu großspurig ist oder auch ganz unterdrückt wird. Denn vom Rudelführer, Leitwolf, “Leader Of The Pack” des jeweiligen Elements und seiner Ausgewogenheit hängen grundsätzlich auch die folgenden Wirkungen des Ganzen und seiner “Vorzeichen” ab. Im Regelkreis legt also immer der Herrscher des jeweils ersten Zeichens (Mars/Widder, Venus/Stier, Merkur/Zwillinge und Mond/Krebs) als Anführer des Feldes inhaltlich fest, wie sich das Element dann als Ganzes ausdrücken und entwickeln wird. Positiv oder negativ, konstruktiv oder destruktiv, angemessen oder nicht. Sich um die Dinge dieser prioritären Quadriga zu kümmern und sie heilsam zu behandeln, ist wirklich existenziell, wenn man weiterkommen und selbst "heilen" will. 

Beispiel: Bei einem blockierten Mond (ob er nun speziell in Wasser steht oder nicht), der ständig auf Hindernisse aus einer Opposition stößt, wird man oft mit allen emotionalen Themen des gesamten Wasser-Kreislaufs (von Krebs über Skorpion nach Fische) Probleme haben. Häufig kommt Mond/Gefühl dann auch erst gar nicht weiter an die Prozesse des eigenen Pluto und Neptun heran. Auch wenn die an sich nicht so schlecht stehen. Als Nachfolger für alle Angelegenheiten des nassen Elements müssen sie sich etwas einfallen lassen (meist bahnbrechend Schwieriges), um an und in ihren Raum zu kommen. Wird Mond "geheilt", läuft auch der Regelkreis wieder flüssiger in seine neuen Entwicklungen.

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Christo: Die über's Wasser gehen

Saturn-Neptun kann schlecht vergessen und ihn, Christo, mit seiner Opposition, trägt nicht nur der bekannte Verpackungswahn. Sondern auch diese magische Liebes-Bindung, vielleicht über viele Leben hinweg: Es gab und gibt den Künstler ja immer noch nur im Doppel-Pack, selbst jetzt, da seine große Leidenschaft Jeanne-Claude seit Jahren tot ist. Sie teilte alles mit ihm, auch die Power im Schaffen, war am selben Tag wie er geboren und ihre Horoskope unterschieden sich darum auch nur durch Achsen und Felder. Also durch anderes Ausleben der gleichen Anlagen.

Nun geht er, der immer weit mehr war als das Klischee des Verpackungs-Genies, also doch ohne sie auch noch über Wasser. Er kümmert sich um Seebrücken. Astrologisch so fein: Denn die Verpackungen stammen eben auch aus dem Saturn-Neptun auf 2/8 Fische-Jungfrau, den man bei ihm genauso übersetzen könnte, Seebrücke in die Zwischenwelten hinein oder aus den Zwischenwelten heraus. Und aus dem Skorpionisch-Schützehaften natürlich, das Christo auch stark mitbringt. Lösen und Binden entfalten da ihre Macht. Die Großzügigkeit, Weite. Nun ummantelt er Piere, über den Wellen, ein ganz zauberhaftes, neues Projekt, das zeigt, was er fühlt: Dass nie etwas ist, wie es ist. Dass Festigkeit und Auflösung sich bedingen. Keine Leere ohne Form und umgekehrt. Was er durch Einpacken von Stühlen bis Autos schon als Jugendlicher durchbuchstabierte. Wo etwas etwas anderes verbarg, war Christo. Dessen italienische Wellenreiterei jetzt das mundane Transit-Geschehen abbildet:

Saturn-Neptun-Quadrat beeinflusst nah eben jene enge Fische-Jungfrau-Opposition eines Radix-Saturn-Neptun in Christos Radix. Fels in der Brandung, nannten wir den Aspekt hier schon. Bei ihm heißt es: "Floating Piers". Womit er wieder seine greifbare Magie (Saturn-Neptun) ausstrahlt, was all die aufgelösten Stabilitäten, gefestigten Nebelbänke der Gegenwart spiegelt. Und auch seinen großen Namen:

Christo, wenn auch ohne Jesus davor, lebt auch von der im Werk spürbaren, beinah biblischen Überhöhung, alles groß, alles das Seine, auch künstlerisch der Anspruch, über Wellen zu schreiten, Saturn zu nehmen, auf Neptun zu gehen. Dieser Christo ist eben mit dem Jupiter/Mond (der Beliebtheit beim Volke) in 9 im Skorpion auch einer aus den "Halbgötter-Welten", der publikumswirksame Fessler, Binder, der andererseits genug Traumata für drei Leben aufgepackt bekam. Spüren in der Tiefe ist beileibe nicht immer nur schön, eher selten. Anstrengend, für ihn und andere. Woraus er Kunst schuf, indem er auch  das Umhüllende und Durchdringende seines Jungfrau-Neptun Spitze 8 gegenüber von Saturn Spitze 2 neben dem plutonisch Bohrenden nutzt, um Materie umzuwandeln, zu unterspülen. Zum transzendenten Anderen zu machen, bis November 2009 ausschließlich zusammen mit Jeanne-Claude, der Seelen-Liebe. Aber dann hatten sie Pluto über ihrer beider Merkur-Mars-Quadrat anlaufend - und seine Frau starb. Hier lernt man über die Wichtigkeit der Felder. Nur bei ihr lief im gleichen Transit Skorpion-Herr damals zerstörerisch im starken Bezug zur Physis direkt auf Spitze 2 und Opposition zu 8. Und sie standen beide unter Uranus Quadrat Sonne: Die Trennung. 

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Ich habe dem Blitz Handschellen angelegt

"Float like a butterfly, sting like a bee. The hands can't hit what the eyes can't see." (Ali himself).

Er war ein 'Steinboxer', einer der Erde-Fighter, die im Ring dann zu Königen wurden, von denen darum so viele Steinböcke waren*. Für mich damals ein Ereignis wie irgendwann die Mondlandung: Ein Wunder, Dickkopf, der mich das Boxen lieben lehrte, astrologisch ein Umsetzer, aber mit Luft-Geschick, und über den AC Löwe auch energetisch ein Herrscher, selbst-überzeugt, The Greatest.

Muhammad Ali war so gesehen auch ein Radikaler, mit Mond-Merkur und Venus im Wassermann, losestes Mundwerk, lose Füße, lose Faust. Kämpfte (aber für das Gute). Auch wenn das die nicht gelten lassen, die Boxen brutal finden. Er aber wurde der Künstler, der Ästhetik daraus machte, Variante Feuer-Erde, als Wasser nur IC im Skorpion, die Herkunft. Stand aber auch darum auf der "richtigen" Seite, egal, wohin auch immer sein Land gerade unterwegs war. Dieser Cassius Clay, Tänzer, Redner, Schläger, die Legende, benannte, wenn und wie Amerika Murks machte. Und er Show, also immer: Seine Kämpfe hießen wie Krimis und waren auch welche: Thrilla in Manila und natürlich Rumble in the Jungle, der ihn im Sport unsterblich machte. 1974 - da war ich 15, als um 4 Uhr morgens bei Pluto am Waage-AC der Fight der Fights begann, mit dem er sich als zweiter Mann überhaupt den Titel "Unumstrittener Boxweltmeister" zurückholen wollte. Sprich, die Anerkennung aller Titel aller Verbände. Saturnalien. An einem Tag mit Luft-Merkur-Uranus und Sonne-Venus-Mars im Skorpion. Ehrensache, dass man da wach war, wo so Geschichte geschrieben wurde. Wo der Dichter unter den Boxern, das uranisch exzentrische Phänomen, das irdische Schwerstgewicht im Ausharren, die Härte zur Kunst erklärte und sich zum Gott. Ein Mars in 9, ein Jupiter in 10, da ist Bescheidenheit keine Alternative und jeder Satz wie ein Buch der Übertreibungen:

"Ich habe mit einem Alligator gerungen, mit einem Wal gerauft, dem Blitz Handschellen angelegt und den Donner eingekerkert. Ich bin böse. Letzte Woche hab' ich einen Felsen ermordet, einen Stein verletzt und einen Ziegel krankenhausreif geprügelt. Ich bin so gemein, dass ich selbst Medizin krank mache. Letzte Nacht betätigte ich den Lichtschalter in meinem Schlafzimmer und war im Bett, bevor der Raum dunkel war. Ich bin so schnell, dass ich durch einen Hurrikan laufen kann, ohne nass zu werden." (Ali himself vorm Kampf mit Foreman)

Auf seine Weise war Ali eben ein Poet, mit diesem Schriftsteller-Impuls in 9. Blumig tänzelnd, redend, schwafelnd, träumend erhob er sich selbst zum Status Geschichte. Nach Floyd Patterson (auch wieder Steinbock, mit Mond, Merkur und Venus im Zeichen - Radix) hebelte er die eiserne Regel aus: "They never come back!". Jetzt kommt er wirklich nicht wieder. Muhammad Ali ist tot.

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Jupiter Quadrat Saturn - letztes Kapitel

Am Donnerstag gegen Mittag wird sich ein weiterer Energieträger der gegenwärtigen Zeitgeist-Spannung verabschieden – zum letzten Mal stehen aus unserer Erdsicht die beiden Königs-Planeten Jupiter und Saturn im Quadrat zueinander. Das nächste große Zusammentreffen der beiden Planeten-Giganten findet dann am 21. Dezember 2020 statt. Zuvor aber wird es in jenem Jahr eine große Konjunktion zwischen Mars, Pluto und eben diesen beiden geben. Zwar nicht völlig exakt, aber zumindest in einer so starken Annäherung, wie das in vielen hundert Jahren zuvor nicht mehr vorgekommen ist.

Man darf also davon ausgehen, dass dieses Jahr 2020 ein ganz besonderes werden wird. Und aus astro-logischer Sicht muss in dieser Konjunktion zwischen Jupiter und Saturn auch alles einen Ausdruck finden, was in den Phasen zuvor entstanden ist. Denn diese Phasen ähneln im Prinzip den uns so geläufigen Mondphasen, die kommende Konjunktion ist also durchaus mit einem Neumond vergleichbar, allerdings mit weitaus größeren Auswirkungen.

Einfach ausgedrückt – alles was unter den anderen Hauptaspekten im wirklichen Leben Form und Gestalt angenommen hat, wird die Grundlage für die Er-Neu-erung sein. Auch das was unter dem jetzigen Quadrat entstanden ist. Natürlich gibt es da eine breite Palette, die man mit einbeziehen muss, aber die Erfahrung zeigt, dass alles das, was uns in diesen Tagen besonders bewegt hat, sehr wohl als Orientierung taugt. 

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Astro-Logics X: Zeitströme (1)

Immer wieder richten sich Leser mit dem Wunsch an uns, manche astro-logische Zusammenhänge doch einmal auch für Nicht-Astrologen verständlicher darzustellen. Für diejenigen, die den Hintergrund, vor dem wir hier das Weltgeschehen deuten, zwar inhaltlich nicht so gut kennen, die Aussagen und Deutungen, die daraus entstehen, aber grundsätzlich positiv sehen. Das hier ist also ein Versuch, Astrologie einmal in eine andere Bildersprache „zu übersetzen“ und richtet sich vor allem an diese Leser.

Bestens geeignet hierfür ist der aktuelle Hintergrund, der unser Zeitgeschehen  momentan dominiert. Gemeint sind die Verbindungen und Stellungen der Planeten Jupiter, Saturn und Neptun. Warum nun ausgerechnet diese drei? Es gibt ja nach wie vor jede Menge anderer Himmelskörper, deren Stand ebenfalls auch bedeutsam ist…

Weil diese drei generell (zusammen mit Uranus und Pluto) einen atmosphärischen Hintergrund symbolisieren, der sich meist sehr langsam aufbaut und für längere Phasen unser Zeitklima prägt. Wenn diese sogenannten „Langsamläufer“ dann auch noch untereinander starke Aspekte bilden, dann entsteht meistens etwas ganz Besonderes. Sowohl als Chance wie auch als Herausforderung. Sowohl für die Welt als Ganzes, wie auch für jeden Einzelnen von uns. Natürlich spielen alle anderen Faktoren, die in der Astrologie von alters her große Gewichtung erfahren haben, auch weiterhin eine wichtige Rolle im Gesamtbild. Die generelle Tendenz, die Strömungsrichtung des Zeitflusses wird aber, solange diese Aspekte ihre Exaktheit nicht überschritten haben, von solchen außergewöhnlichen Verbindungen geprägt.

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Mars-Pluto: Der Amoklauf des Affen

Wieder eine der eskalierenden Verstrickungen des Skorpionischen und seiner Traumata: In der Geschichte von Charla, Sandy, Travis und Mars-Pluto geht es um zwei Frauen, einen riesigen Menschen-Affen, der wie ein adoptiertes Baby aufgezogen wurde und dem sein Rang und vieles mehr dann zu Kopf stiegen. Aber eben auch um diese sehr schwierige Gottes-Konjunktion, die bei diesem Schimpansen zur Geburt genau zwischen Scorpio und Schütze sitzt. Zwischen seelischer Erschütterung und der Überzeugung der Übergröße also, die am Ende dazu führt, dass er einer Frau buchstäblich das Gesicht raubt. Dabei verbindet Travis mit ihr sogar umgekehrt doppelt Venus-Sonne-Konjunktion, beim Menschen ein Klassiker als Liebes-Aspekt.

Würde man Tier-Horoskope, insbesondere bei den übertriebenoder sogar unzulässig domestizierten Haus-Genossen (die es ja insbesondere in Amerika gibt), ernster nehmen, wäre schon viel geholfen. Besonders auch die unglücklichen Transite, wie sie hier ein unausgeglichenes System dreier Wesen 2009 packte und zerschlug, sind der Aufmerksamkeit wert. Dann wären solche fast tödlichen Angriffe vermutlich besser vermeidbar: Charla Nash, eine Skorpionin mit einem traum-bereiten Waage-Venus-Neptun, ist die erste Frau in den USA, bei der 2011 ein Gesicht und Hände zugleich transplantiert werden muss. Körperteile, sie 2009 durch eine völlig unerwartete Attacke ihres "Freundes" Travis verlor. Der Affe hat umgekehrt Waage-Sonne auf ihrem Illusions-Aspekt und bei der Geburt schon ein kompliziertes, unruhiges und sprunghaftes Quadrat von Uranus und Neptun zu dieser Sonne. Bei Menschen kann das sehr kreativ wirken, wenn auch anstrengend für Träger und Umfeld. Bei Tieren wird es manchmal brisant, wenn agitiert durch andere oder zeitliche Überläufe. Charla Nashs rückläufiger Merkur steht zudem im Skorpion an Travis' Mars-Pluto, in dem die ganze Traurigkeit, das Trauma, die Gefährlichkeit und Gefährdung des Skorpionischen sichtbar wird und sich leider auch Bahn bricht. In einem astrologisch gut sichtbaren Amoklauf. 

Das Problem entsteht nicht erst, als der pubertierende Travis (inzwischen 91 Kilo schwer) sich bei Mond auf und Sonne im Quadrat zu dieser Konstellation aus dem Nichts auf die beste Freundin seiner Halterin stürzt. Das ist Sandy Herold, die Charla gut kennt, und sie darum eines Tages zur Hilfe ruft, als sie mit einem Autonomie-Anfall des Sonne-Uranus-Affen nicht mehr fertig wird. Wobei seine "Mutter" (so empfindet sie sich) auch den Sonne-Uranus (nur in Konjunktion) hat und sich vielleicht auch darum die unterschwellige Bedrohung durch das große Tier ins Haus holt, da sie selbst im Stier nicht wirklich frei sein kann. In genau den genannten hinteren Skorpion-Besetzungen ihrer Freundin und des Schimpansen nun hat sie den oft so schicksalsträchtigen Nordknoten stehen und den Wassermann-Jupiter im Quadrat dazu. Sie sitzt mit im Boot des kommenden, schlimmen Ereignisses. Genau genommen haben sie und ihr verstorbener Mann, der mit dem Affen jeden Abend ein Glas Wein trank und den Travis sehr vermisst, die Katastrophe herangezüchtet. Sandys Kind ist viel früher bei einem Unfall gestorben und das Paar (guter Mittelstand, Besitzer eines 'adoptiert' drei Tage nach dessen Geburt den Schimpansen, bei einem Pluto-Stand von 0° Schütze, wo die Kolonialisierung des "Wilden" zur Vision wird. Ab da lebt Travis wie ein Menschen-Baby.

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Torino-Unglück: Der sterbende Stier

Als ein ganzes Fußball-Team mit einem Stier im Wappen am 4. Mai 1949 ausgelöscht wird, steht ausgerechnet gerade Stier-Sonne, geladen von der so oft tragödischen Spitze 8, in einem engen Quadrat zum Löwe-Pluto. Symbolischer kann es nicht mehr werden, auch wenn dieser Aspekt in anderen Räumen und zu anderen Zeiten keinerlei Opfer fordert. Oft benötigen ja die Ereignis-Möglichkeiten regelrechte Felder von ineinander greifenden Zahnrädchen, um sich auszulösen. Viele Horoskope, die sich feinmaschig aufeinander beziehen.

So flog in einer heimischen Fiat-Maschine "der Stolz Italiens", gegründet mit Schütze-Sonne-Venus (durch Venus auch u.a. ein Stier-Symbol, damals unter Chiron-Transit) an jenem Nachmittag in den Tod. Die Mannschaft streifte einen Kirchturm und zerschellte dann im Flieger am Wallfahrts-Berg Superga. Neptun war gerade nach 12 gelaufen und es herrschte dichter Nebel über Turin - wie so oft bei Abstürzen mit Fische-Herrn nah der Achsen. Der Steigflug des AC Turin, "El Grande Turino", war mit diesem Drama vorbei. Die Mannschaft aber war tot, der beste Verein Italiens (im Schützen sitzt der Superlativ - nach oben oder unten), der eine Weile als unbesiegbar galt. In den sechs Jahren vor 1949 verzeichneten die Stiere nicht ein verlorenes Heimspiel. Sie hatten mit Pluto, Saturn und Neptun in Trigonen zur Vereins-Gründung wirklich extreme Glanz-Jahre hinter sich.   

Unter den 31 Passagieren, die auf dem Heimflug von einem (natürlich gewonnenen) Freundschaftsspiel in Portugal starben, waren 18 Sportler, die im Leben schon als National-Helden angebetet wurden - weil sie das Leuchten brachten, nach dem langen Krieg.

Bei fast allen lösten die beiden wichtigen fixen Konstellationen der Tragödie wichtige Geburts-Stellungen aus. Astrologisch sichtbar war dieses Unglück diesmal also eher über die auffällig häufigen Trigger der Radix-Bilder der Spieler.

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Fussball - jenseits von Zufall

Vielleicht werden wir in naher Zukunft
wieder Uhren haben,
die nicht nur eindimensionale Messgeräte
für die Quantität von Zeit sind,
sondern uns einfach und verständlich
auch die lebendige Qualität
von Raum- und Eigen-Zeit aufzeigen.

Dieses Zitat stammt aus einem Artikel von 2012 – Fussballzauber und Zeithorizonte. Ihn hier an den Anfang zu stellen, macht deshalb Sinn, weil ich ansonsten gezwungen wäre, alles noch einmal zu erklären, was ich damals schon aufgezeigt habe. Kurz und knapp auf den Punkt gebracht: wer etwas über die wunderbare und eigenwillige Weise lernen möchte, wie Astrologie unsere Wirklichkeit abbildet, für den- oder diejenigen können die  90 Minuten eines Fussballspiels aus unzähligen Aha-Erlebnissen bestehen.

Nicht etwa, weil man über astrologische Methoden mal so „dir-nichts-mir-nichts“ herausfinden kann, wer denn dieses Spiel gewinnen wird, um dann kräftig beim nächsten Wettanbieter abzusahnen. Sondern weil es immer wieder unglaublich ist, wie sehr die aktuellen Konstellationen am Himmel mit den Ereignissen auf dem grünen Rasen korrespondieren. Wer Augen hat zu sehen, wird nicht umhin kommen, staunend und bisweilen auch ungläubig wahrzunehmen, mit welcher Perfektion hier „das da Oben“ mit „dem da Unten“ interagiert. Oder, wer das als Erklärung lieber hat: wie das eine (das astrologische Bild) das andere (die Wirklichkeit) abbildet.

Zu diesem Thema haben wir mittlerweile schon eine Europa- und eine Weltmeisterschaft begleitet, sowie zahllose Championsleague oder sonstige Begegnungen. Dabei muss ich gestehen, dass ich vor diesen Entdeckungen Fussballspiele im Fernsehen eher als etwas ziemlich langweiliges betrachtet habe, erst als langsam die ersten Übereinstimmungen sichtbar wurden, wurde auch mein Interesse größer. Es war einer dieser seltsamen Momente, als irgendwo ein Fernseher lief und irgendwo anders ein Tor fiel, während ich gerade „zufällig“ das aktuelle Chart auf meinem neuen und  hochmodernen Apple II+ berechnet hatte. Und dabei bemerkte, dass genau in diesem Augenblick Mars am Ereignis-Aszendent stand, also im Osten aufging.

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Samstag, 16. Februar 2019

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