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Astro-Labor

Etwas Statistik: Wenn die Erde bebt

Aus aktuellem Anlass hier noch einmal ein Artikel vom 4.8.2014 über astrologische Statistik bei Erdbeben: Wann immer die Erde bebt, ist man als Astrologe leicht geneigt, nach den üblichen Verdächtigen zu suchen. Etwas Uranus, eine Portion Mars, ein Happen Pluto. Erlaubt ist, was am besten passt und sich bewährt hat. Meist fehlt aber Zeit, in der Alltags-Arbeit auch noch das alte Problem der Statistik unterzubringen. Dabei lohnt sich immer wieder ein genauerer Blick in Stichproben von Ereignissen und die neue Suche nach Gemeinsamkeiten, die Wunsch und Wirklichkeit überein bringen. 

Auch aus der nicht-irdischen, sonnenhaften (heliozentrischen) Sicht auf das Geschehen lassen sich gerade bei Erdbeben Marker ableiten. Schon im schnellen Überblick zeigen sich noch einmal neue astrologische Kennzeichen solcher heftiger Erd-Bewegungen, die weltweit Menschen den Boden unter den Füßen wegziehen und astrologisch auf's Glatteis führen. Untersucht man nicht diejenigen Beben mit den höchsten Werten auf der Richter-Skala (die sich zuweilen unterirdisch abspielen und kaum greifbare Folgen haben), sondern die, bei denen tatsächlich in den letzten Jahrhunderten am meisten Schaden angerichtet wurde - durch extrem viele Todesopfer und eklatante Zerstörungen - erlebt man Überraschungen. Wir haben 22 solcher Größt-Beben analysiert und einiges bestätigt gefunden, was man erwartet hätte, während anderes erstaunt.

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Mastbruch: 3 Auslösungen fast zeitgleich

Nicht immer sind mögliche Risiken astrologisch so klar sichtbar wie an Tagen, wo an einem Ort zeitgleich Auslösungen bedeutsamer Mundan-Stellungen passieren. So war es jetzt in Holland: Bei einem Schiff namens "Amicitia", Freundschaft, bricht plötzlich der Vormast, als Achsen und Felder im selben Zeitfenster kurzfristig gleich drei auffällige Faktoren aktivieren - Mars-Saturn, Uranus und Sonne im Domizil. Der wunderschöne, alte Segler, den es da trifft, wurde 1889 gebaut, in einem Jahr mit Neptun-Saturn-Quadrat wie heute. Bisher kreuzten aber der begeisterte Skipper und seine Frau mit dem ehemaligen Bier-Frachter wohl unbehelligt und erfolgreich in der Gegend um Watten- und Ijsselmeer.

Alles läuft anscheinend prima bei den touristischen Tages-Touren. Und dann passiert das: Kurz nach der fast gleichzeitigen Dreier-Auslösung über die realisierenden Erd-Häuser-Spitzen 2, 6 und 10 stürzt aus unbekannten Gründen der abknickende Mast mit vollem Segel auf drei Männer aus Deutschland - alle aus derselben Familie. Mit 9 anderen Verwandten sind sie gerade wieder im Harlinger Hafen eingelaufen. Die drei sterben beim Unfall - eine schwere Tragödie nach einem Sonntags-Ausflug. Die astrologische Suche und das Einkreisen einer möglichen Unfallzeit, die zunächst nicht in den Medien zu finden war, belegt auch die Stimmigkeit der wirklich nicht zu unterschätzenden Tages-Auslösungen für eine nötige Absicherung von Prognosen durch Metagnosen. Denn es gibt sie ja faktisch immer wieder, die problematischen Zeitfenster an bestimmten Orten, die für solche überlaufenden Felder-Trigger offensichtlich sehr anfällig sind und aus denen man lernen könnte, mögliche Gefahren etwas besser abzuschätzen.

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Saturn: Und immer diese Prüfungen...

Da ist also Saturn ganz leise wieder direktläufig geworden. Jetzt geht es ans Training und für alle Probleme, die in seinem Einzugs-Bereich entstanden, an die Tests dessen, was man in der Rückläufigkeit für den (hoffentlich) guten Schluss des Quadrats zu Neptun schon gelernt hatte. Die Fragen: Wo üben wir bisher nur halbseiden und was wartet da noch unvollendet an Entwicklung? Wo sind wir vernagelt von unseren leeren Vorstellungen? Wo brauchen wir mehr Festigkeit?

Die muss es ja geben, auch wenn Neptun immer noch, wo er nur kann zu dem zurückzieht, was man immer schon so gemacht hat: Alles scheint da ewig, selbst die Zeit mit ihren Mustern. Kaugummi. Aber das stimmt gar nicht. Zumindest nicht in diesen irdischen Breiten. Da bekommt leichter Bestand, was Form hat, zerfällt aber dann auch umso stärker wieder. Als kosmischer Lehrer stimmt nun Saturn genau darauf noch mal ein - Endlichkeit, Wege von A nach B, nötige Direktheit. Von Schütze nach Steinbock, aus der Vision in den Plan, vom Anfang in die Vollendung. Wir müssen uns jetzt konzentrieren, gerade wenn wir weit und hoch zielen. Feuer-Erde. Alles andere verläppert in Neptuns Nirgendwo oder bleibt eine sehnsuchtsvolle Landschaft in unseren Köpfen. Saturn dagegen schafft ja die Ergebnisse, strukturiert Zeit ganz buchstäblich. Er ist der Macher, der sich unter Jupiters Ausschmückungen verliert und genau darum hat ihn Schütze so nötig. Seine Organisationen, seine Sicherheit. Titel der Überprüfungen: Setzt du schon um oder malst du dir immer noch dein Leben aus (Phase 9./10.)? 

Wieder geht es darum, nicht zu locker und jupiterhaft mit den Aufgaben des eigenen Prozesses zu spielen, genau da, wo Schützes schnelle Feuer am verlockendsten knistern. Mit dem aktuellen Saturn in Bezug zum Radix spürt man oft: Jetzt wird es beschwerlicher. Aber eine Tür geht nun auch merkbar wieder auf. Die in eine praktische Zukunft. 

Es ist gar nicht selten, dass man bei erneuter Direktläufigkeit in ähnliche Situationen kommt, wie schon bei den ersten Durchgängen. Nehme ich diesmal gleich den richtigen Abzweig? Setze ich eine Grenze? Fasse ich mich kurz genug? Prüfe, sagt Saturn.

Sichere ich mich ab, weil ich meine Bestimmung kenne und darum meine Bedeutung (Saturn) nicht mehr negiere (Neptun)? Das sind diese Fragen. Es ist gut, bei der Verwirklichung von Projekten (u.a. Saturn im Schützen) nun nicht allzu viele alte Fehler zu machen, die dann auch den sehr starken Neptun mit negativen Vorzeichen aufruft. Leere. Auf der sicheren Seite bleibt man, wenn man bewusst den beiden Kräften Raum im eigenen Leben gibt - um nicht selbst in die Quadrat-Mühle zu geraten, die Welt gerade so stark beutelt. Das ist schwierig. Aber es geht. Der alte Saturn liebt ja Schwierigkeiten und hilft mit seiner Genauigkeit auch, sie Zentimeter für Zentimeter abzutragen. Man muss sich nur hüten: Alle Macken, alle Übertreibungen, Übergrößen chronifizieren jetzt viel leichter als sonst.

Genauso wie die vielen unendlich verlockenden Verdrängungen. Nimmt man die mit, wird Neptun-Saturn von Fische nach Schütze schnell zu versteinerten Träumen. Innen und außen steht aber sowieso gerade oft kein Stein mehr auf dem anderen und Leben ertrinkt dann oft in wirren Gefühlen. Zur Zeit frage ich darum häufig Klienten, was sie denn eigentlich für ein Ergebnis suchen, um ihren Blick dahin zu lenken, wo der stabilisierende Saturn immer sitzt - mit seinen Tat-Sachen. Was willst du von der Astrologie? Wissen, was passiert, wenn du einfach weitermachst wie sonst, oder mit Transiten arbeiten? Das Lustige: Fast alle wollen arbeiten und fast keiner tut's dann. Denn leben wir Saturn danach nicht als wirklich klare Entscheidung und Wegweiser und gezielten Bruch mit überholtem Verhalten (Wassermann), bringt mehr vom Alten bloß noch mehr vom Alten. Und schon sitzt man wieder in Neptuns Tinte. 

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Gotthard-Unfälle: In tiefen Tunneln...

Tunnel sind ja plutonisch und/oder neptunisch - für die meisten Menschen dementsprechend unheimlich, dunkel, eng, gefühlt oft auch feucht oder luftleer. Wenn dann darin oder um die Tunnel herum (wegen der vielen Staus vorm Nadelöhr) auch noch immer wieder Menschen sterben, fühlt man sich leicht in der Angst des Erd-Elements vor Auflösung der Form bestätigt. Auch hier prägt der Gotthard mit seinen Wegen einen Mythos. Mit Größe und Trauer, wie vor Kurzem, Ende Juli erst, als eine deutsche Familie vorm Südportal bei einem Auto-Unfall ums Leben kam. Selbst wenn solche Tunnel-Tragödien viel seltener sind als andere Unglücksfälle auf den Straßen, berühren sie eben doch etwas Tiefes in uns.

Diese existenzielle Angst vor Leere, Düsternis, Tod, vorm Gefangensein, ohne Auswege. Die skorpionischen Wandlungs-Bereiche der Seele fangen dann umso leichter an zu spuken. Was überhaupt auch viel über den eigenen Umgang mit Beengungen sagt. Da, wo Saturn, die Erde, der Fels, das Unabweisbare auf einem lastet und den Chiron oder Neptun erweckt. Wunden, Panik, Alpträume. Das zeigte sich ähnlich auch wieder in der astrologischen Symbolik jenes schweren Unfalls: Der Wagen mit Mutter, Vater und zwei Töchtern steht im Stau vorm Gotthard-Südportal, ein Laster fährt ungebremst auf und das Auto wird von zwei voll beladenen Lkw mit Wasser und Granit komplett zerdrückt - fraglos ein Saturn-Neptun-Bild in der schwierigen Saturn-Neptun-Zeit. 

Auf die ausgerechnet das Radix des allerersten Vorgänger-Tunnels am Gotthard (der endgültige Durchstich mit Restmauer-Sprengung des Scheitel-Tunnels 1880, siehe rechts, vergrößerbar) von heute inzwischen drei unterirdischen Trassen am deutlichsten reagiert. Obwohl der einst nur für die Eisenbahn gebaut war, dann aber später einen "Autoverlad" bekam, worauf dort auch Fahrzeuge fortbewegt wurden (siehe der Merkur-Jupiter in den Fischen). Die Ur-Fische-Sonne auf 10° dieses Tunnels steht aktuell nun im engen Einfluss des Langsamläufer-Quadrats.

Wieder findet ein Klima Protagonisten: Wie der ganz frühe Tunnel-Durchschlag hatte auch der verunglückte Vater eine Fische-Sonne (mit Venus-Konjunktion im Radix-Quadrat zu Neptun-Lilith - einer Konstellation im jetzt stark getriggerten beweglichen Bereich). Dazu kam ein Mars-Chiron-Quadrat, aktuell eng vom Pluto überlaufen, was gewaltsame Ereignisse anzeigen kann. Allein sagt das wenig, aber systemisch hängt sich doch eine tragödische Verkettung daran auf. Als die Familie mit den 8- und 12jährigen Töchtern auf dem Heimweg im Stauende steht, befindet sich auch Orcus, der Schwarz-Pluto, das Bild des "Schlunds", als gefräßige skorpionische Variante fast exakt (1 Bogenminute) genau auf Uranus des alten Tunnel-Durchschlags, vor dem es bloß die Möglichkeit der überirdischen Alpen-Überquerung gab.

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Fallen: Ballon-Abstürze und Sonne in 12

Mit Ballon-Unglücken würde man Neptun kaum spontan in Verbindung bringen, auch wenn der Gasriese generell ja schon Bezüge zu Propan hat und die Fische überhaupt als letztes Zeichen weit "über den Himmeln" des Wassermanns zuständig sind. Bei der Untersuchung des tragischen neuen Heißluft-Unfalls in Texas und einer Liste ähnlicher schwerer Tragödien mit Ballons findet man aber weltweit allein unter den zehn schwersten Crashs einen Großteil, nänlich 10, mit Sonne in Neptuns "natürlichem" Haus 12. Auffallend viele bei 21 Daten insgesamt.

Eine statistische Falle, da letztlich eine nicht ganz überraschende Ballung, wenn man weiß, dass (häufig im Sommer) Ballons sehr früh oder sehr spät starten, um den gefährlichen Thermik-Winden zu entgehen. Also scheint ebenso logisch, dass dann auch viele um die Zeit abstürzen - wobei es viel weniger vorm auch gut beflogenen Sonnenuntergang sind. Gleichzeitig beschreibt das Neptunische ja auch tatsächlich eine Art "Flucht" oder Umgehung vor/von etwas (wenigstens den Wetterbedingungen) und die Entgrenzung des Schwebens. Was wieder Belangen des 12. Hauses entspricht. Egal, welche rationale Erklärung es auch für Entsprechungen gibt, sie müssen astrologisch so oder so in der Symbolik den Vorgängen angemessen bleiben. Das letzte Feld nun steht systemisch für Bereiche, wo sich Funktionen (oder Dysfunktionen) des Neptunischen ganz praktisch am deutlichsten zeigen können. Nicht umsonst hat Neptun, der auch das Nichts symbolisiert, als Icon ja den griechischen Buchstaben Psi. Das symbolisiert Zwielicht, goldene Winkel, Wellenfunktionen, Psychologie und alles Rätselhafte oberhalb, unterhalb, abseits der üblichen Wahrnehmung und begreifbaren Welten.

Unter anderem dann auch das, was hinter der uranischen Technik liegt. Hier gehen stoffliche Dinge leichter verloren, kaputt oder lösen sich anders einfach auf. Mit Unfällen bringt man Neptun sonst hinsichtlich der beteiligten Häuser-Position nicht sofort in Verbindung, sondern kennt eher seine beiden Nachbarn Uranus und Mars und deren Häuser oder den Pluto und 8 als beteiligte Zerstörer. Die astrologisch leicht diskriminierte Statistik kann aber ausgleichen, wo man zu schnelle Schlüsse zieht oder aus Gewohnheit beliebig zuweist. 

Eine Liste mit 21 Horoskopen schwerer Heißluft-Unglücke wie dem aktuellen bei Maxwell/Lockhart (rechts Radix), wo 16 Menschen umkamen, beleuchtet solche Gemeinsamkeiten im Kleinen. Die Häufung des Sonnenstandes im letzten Haus bei Frühstarts macht nur einen Teil aus. Fast die Hälfte der Abstürze haben Sonne in 12, fünf andere in Haus 7. Bei den Spät-Starts vor Sonnen-Untergang, wird also insgesamt doch seltener verunglückt.

Ganz rar sind dagegen Mittags-Abstürze - denn es wird ja durchaus auch tagsüber noch recht häufig geflogen. Eine weitere Auffälligkeit findet sich beim Merkur, der sonnennah vor- oder nachläuft. Er steht 8mal im ursprünglichen "Unfall"- oder Himmels-Haus 11. Bei den Aszendenten der Tragödien stößt man dann auf eine Fix-Ballung: Fünfmal stürzen die Ballons bei Löwe aufsteigend ab, viermal beim Skorpion-AC, aber das ist ein Ergebnis am Rande, was isoliert nichts zu sagen hat. Wenn es auch Aufstieg und Fall nah Sonne und Phoenix ausdrückt.

Was die Felder angeht, ist die neptunische Auflösungs-Tendenz unübertroffen und auch sonst kommt immer wieder Neptun ins Spiel, vielleicht auch wegen des Themas der Ausdehnung, Leichtigkeit und Körperlosigkeit. Beim Absturz von Luxor 2013 (links), dem schlimmsten, den es je gab, bei dem 19 Menschen starben, zeigt sich, dass diese Entsprechungen nicht immer nur übers Haus laufen, sprich, mit dem frühen Start-Zeitpunkt als Erklärung. Neptunisches ist auch das Verschwimmen des Dinglichen, was die menschlichen Versuche, sich über die Götter zu erheben (Schütze) und die Unbeugsamkeit des Verstandes (Merkur) im Quadrat der Zeichen generell aushebelt. Beim Drama in Ägypten seinerzeit standen neben Sonne also noch fünf weitere Faktoren in 12 und in den Fischen. Unter anderem Neptun als Herr des Fische-AC in 12 stark im eigenen Zeichen und Venus erhöht auf 0°. Was dann als Ereignis - nicht unlogisch in der Übersetzung eines per AC ausgelösten Merkur-Mars gradgenau - wohl durch einen gerissenen Schlauch mit Gasaustritt verursacht wurde. Trotz aller Gemeinsamkeiten des Struktur-Skeletts in Horoskopen sind die Umstände aber immer individuell gespiegelt und verhalten sich - trotz Mustern - in der Besetzung von Zeichen und Häusern anders. 

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Wenn das System im Dreieck springt

"Alle Charaktere sind aus denselben Elementen zusammengesetzt; nur die Proportionen machen den Unterschied aus." (Philosoph Théodore Simon Jouffroy, Krebs-Sonne/Merkur Trigon Fische-Jupiter).  

Am Anfang war das Wort und das Wort gehört zum Luft-Element, wo auch viel anderes Nicht-Anfassbares wohnt, ein eigentümliches Universum der Begriffe, der Relationen und Proportionen. Von ihnen, also der Verteilung der Grundstoffe im Radix, handelt auch die astrologische Basis-Ausstattung. Wer seine Haupt-Elemente sicher beurteilen kann, hat schon die halbe Miete und eine erste Skizze dessen, worum es im eigenen Leben geht. Trotzdem bleiben die vier dazugehörigen Schubladen (Feuer, Erde, Luft und Wasser) für viele Stiefkinder der Deutung, solange es nicht einzelne Bewohner betrifft, die Planeten im Szenenbild der Zeichen. Die Besetzung der Elemente (oder ihr Fehlen!) ist aber an sich schon wie eine Karte der Gaben, die Mensch mitbringt in die Welt. Zur Zeit stehen 7 Faktoren (mit Lilith und Chiron und Merkur kurz vorm Wechsel) in Wasser und Emotion schlägt im Alltag buchstäblich hohe Wogen. 

Überbesetzte Elemente in einem Geburtsbild prägen alles, was sie berühren, spiegeln das Zeit-Klima, im dem jemand geboren wird. Unter-Besetzungen zeigen sich ebenfalls spezifisch - aber meist eher durch den Überhang anderswo. Wovon viel da ist, wird spürbarer als Weniges. Astrologie ist ein Feld, wo alles voneinander abhängt, nicht statisch, sondern dynamisch und die Elemente bilden in sich wieder vier neue Kreisläufe im großen Kreis, entsprechend der Feuer-, Erd-, Luft- und Wasser-Trigone. Einige Horokope sind dahingehend elementar recht ausgewogen, aber viele andere haben ein oder zwei Haupt-Element(e), die immer wieder stark durchschlagen bis eskalieren. Manchmal ganz anders als die bewussten Handlungs-Wünsche der Lichter oder AC. Wo das überwiegende Element eine andere Geschwindigkeit oder Dichte hat als andere Rollenspieler, kann es zu inneren oder äußeren Kollisionen kommen. Jemand mit Sonne in Luft, der ansonsten “voller Wasser” ist, mag zum Beispiel von Zeit zu Zeit versuchen, sich von seinen aufdringlichen Gefühlen zu distanzieren. Weshalb die später doppelt heftig anklopfen können und sich auch durchsetzen werden.  

Immer wieder kommt es auch zu ähnlichen Themen-Crashs, wenn innerhalb des betreffenden Regelkreises einer der Faktoren zu großspurig ist oder auch ganz unterdrückt wird. Denn vom Rudelführer, Leitwolf, “Leader Of The Pack” des jeweiligen Elements und seiner Ausgewogenheit hängen grundsätzlich auch die folgenden Wirkungen des Ganzen und seiner “Vorzeichen” ab. Im Regelkreis legt also immer der Herrscher des jeweils ersten Zeichens (Mars/Widder, Venus/Stier, Merkur/Zwillinge und Mond/Krebs) als Anführer des Feldes inhaltlich fest, wie sich das Element dann als Ganzes ausdrücken und entwickeln wird. Positiv oder negativ, konstruktiv oder destruktiv, angemessen oder nicht. Sich um die Dinge dieser prioritären Quadriga zu kümmern und sie heilsam zu behandeln, ist wirklich existenziell, wenn man weiterkommen und selbst "heilen" will. 

Beispiel: Bei einem blockierten Mond (ob er nun speziell in Wasser steht oder nicht), der ständig auf Hindernisse aus einer Opposition stößt, wird man oft mit allen emotionalen Themen des gesamten Wasser-Kreislaufs (von Krebs über Skorpion nach Fische) Probleme haben. Häufig kommt Mond/Gefühl dann auch erst gar nicht weiter an die Prozesse des eigenen Pluto und Neptun heran. Auch wenn die an sich nicht so schlecht stehen. Als Nachfolger für alle Angelegenheiten des nassen Elements müssen sie sich etwas einfallen lassen (meist bahnbrechend Schwieriges), um an und in ihren Raum zu kommen. Wird Mond "geheilt", läuft auch der Regelkreis wieder flüssiger in seine neuen Entwicklungen.

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Christo: Die über's Wasser gehen

Saturn-Neptun kann schlecht vergessen und ihn, Christo, mit seiner Opposition, trägt nicht nur der bekannte Verpackungswahn. Sondern auch diese magische Liebes-Bindung, vielleicht über viele Leben hinweg: Es gab und gibt den Künstler ja immer noch nur im Doppel-Pack, selbst jetzt, da seine große Leidenschaft Jeanne-Claude seit Jahren tot ist. Sie teilte alles mit ihm, auch die Power im Schaffen, war am selben Tag wie er geboren und ihre Horoskope unterschieden sich darum auch nur durch Achsen und Felder. Also durch anderes Ausleben der gleichen Anlagen.

Nun geht er, der immer weit mehr war als das Klischee des Verpackungs-Genies, also doch ohne sie auch noch über Wasser. Er kümmert sich um Seebrücken. Astrologisch so fein: Denn die Verpackungen stammen eben auch aus dem Saturn-Neptun auf 2/8 Fische-Jungfrau, den man bei ihm genauso übersetzen könnte, Seebrücke in die Zwischenwelten hinein oder aus den Zwischenwelten heraus. Und aus dem Skorpionisch-Schützehaften natürlich, das Christo auch stark mitbringt. Lösen und Binden entfalten da ihre Macht. Die Großzügigkeit, Weite. Nun ummantelt er Piere, über den Wellen, ein ganz zauberhaftes, neues Projekt, das zeigt, was er fühlt: Dass nie etwas ist, wie es ist. Dass Festigkeit und Auflösung sich bedingen. Keine Leere ohne Form und umgekehrt. Was er durch Einpacken von Stühlen bis Autos schon als Jugendlicher durchbuchstabierte. Wo etwas etwas anderes verbarg, war Christo. Dessen italienische Wellenreiterei jetzt das mundane Transit-Geschehen abbildet:

Saturn-Neptun-Quadrat beeinflusst nah eben jene enge Fische-Jungfrau-Opposition eines Radix-Saturn-Neptun in Christos Radix. Fels in der Brandung, nannten wir den Aspekt hier schon. Bei ihm heißt es: "Floating Piers". Womit er wieder seine greifbare Magie (Saturn-Neptun) ausstrahlt, was all die aufgelösten Stabilitäten, gefestigten Nebelbänke der Gegenwart spiegelt. Und auch seinen großen Namen:

Christo, wenn auch ohne Jesus davor, lebt auch von der im Werk spürbaren, beinah biblischen Überhöhung, alles groß, alles das Seine, auch künstlerisch der Anspruch, über Wellen zu schreiten, Saturn zu nehmen, auf Neptun zu gehen. Dieser Christo ist eben mit dem Jupiter/Mond (der Beliebtheit beim Volke) in 9 im Skorpion auch einer aus den "Halbgötter-Welten", der publikumswirksame Fessler, Binder, der andererseits genug Traumata für drei Leben aufgepackt bekam. Spüren in der Tiefe ist beileibe nicht immer nur schön, eher selten. Anstrengend, für ihn und andere. Woraus er Kunst schuf, indem er auch  das Umhüllende und Durchdringende seines Jungfrau-Neptun Spitze 8 gegenüber von Saturn Spitze 2 neben dem plutonisch Bohrenden nutzt, um Materie umzuwandeln, zu unterspülen. Zum transzendenten Anderen zu machen, bis November 2009 ausschließlich zusammen mit Jeanne-Claude, der Seelen-Liebe. Aber dann hatten sie Pluto über ihrer beider Merkur-Mars-Quadrat anlaufend - und seine Frau starb. Hier lernt man über die Wichtigkeit der Felder. Nur bei ihr lief im gleichen Transit Skorpion-Herr damals zerstörerisch im starken Bezug zur Physis direkt auf Spitze 2 und Opposition zu 8. Und sie standen beide unter Uranus Quadrat Sonne: Die Trennung. 

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Ich habe dem Blitz Handschellen angelegt

"Float like a butterfly, sting like a bee. The hands can't hit what the eyes can't see." (Ali himself).

Er war ein 'Steinboxer', einer der Erde-Fighter, die im Ring dann zu Königen wurden, von denen darum so viele Steinböcke waren*. Für mich damals ein Ereignis wie irgendwann die Mondlandung: Ein Wunder, Dickkopf, der mich das Boxen lieben lehrte, astrologisch ein Umsetzer, aber mit Luft-Geschick, und über den AC Löwe auch energetisch ein Herrscher, selbst-überzeugt, The Greatest.

Muhammad Ali war so gesehen auch ein Radikaler, mit Mond-Merkur und Venus im Wassermann, losestes Mundwerk, lose Füße, lose Faust. Kämpfte (aber für das Gute). Auch wenn das die nicht gelten lassen, die Boxen brutal finden. Er aber wurde der Künstler, der Ästhetik daraus machte, Variante Feuer-Erde, als Wasser nur IC im Skorpion, die Herkunft. Stand aber auch darum auf der "richtigen" Seite, egal, wohin auch immer sein Land gerade unterwegs war. Dieser Cassius Clay, Tänzer, Redner, Schläger, die Legende, benannte, wenn und wie Amerika Murks machte. Und er Show, also immer: Seine Kämpfe hießen wie Krimis und waren auch welche: Thrilla in Manila und natürlich Rumble in the Jungle, der ihn im Sport unsterblich machte. 1974 - da war ich 15, als um 4 Uhr morgens bei Pluto am Waage-AC der Fight der Fights begann, mit dem er sich als zweiter Mann überhaupt den Titel "Unumstrittener Boxweltmeister" zurückholen wollte. Sprich, die Anerkennung aller Titel aller Verbände. Saturnalien. An einem Tag mit Luft-Merkur-Uranus und Sonne-Venus-Mars im Skorpion. Ehrensache, dass man da wach war, wo so Geschichte geschrieben wurde. Wo der Dichter unter den Boxern, das uranisch exzentrische Phänomen, das irdische Schwerstgewicht im Ausharren, die Härte zur Kunst erklärte und sich zum Gott. Ein Mars in 9, ein Jupiter in 10, da ist Bescheidenheit keine Alternative und jeder Satz wie ein Buch der Übertreibungen:

"Ich habe mit einem Alligator gerungen, mit einem Wal gerauft, dem Blitz Handschellen angelegt und den Donner eingekerkert. Ich bin böse. Letzte Woche hab' ich einen Felsen ermordet, einen Stein verletzt und einen Ziegel krankenhausreif geprügelt. Ich bin so gemein, dass ich selbst Medizin krank mache. Letzte Nacht betätigte ich den Lichtschalter in meinem Schlafzimmer und war im Bett, bevor der Raum dunkel war. Ich bin so schnell, dass ich durch einen Hurrikan laufen kann, ohne nass zu werden." (Ali himself vorm Kampf mit Foreman)

Auf seine Weise war Ali eben ein Poet, mit diesem Schriftsteller-Impuls in 9. Blumig tänzelnd, redend, schwafelnd, träumend erhob er sich selbst zum Status Geschichte. Nach Floyd Patterson (auch wieder Steinbock, mit Mond, Merkur und Venus im Zeichen - Radix) hebelte er die eiserne Regel aus: "They never come back!". Jetzt kommt er wirklich nicht wieder. Muhammad Ali ist tot.

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Jupiter Quadrat Saturn - letztes Kapitel

Am Donnerstag gegen Mittag wird sich ein weiterer Energieträger der gegenwärtigen Zeitgeist-Spannung verabschieden – zum letzten Mal stehen aus unserer Erdsicht die beiden Königs-Planeten Jupiter und Saturn im Quadrat zueinander. Das nächste große Zusammentreffen der beiden Planeten-Giganten findet dann am 21. Dezember 2020 statt. Zuvor aber wird es in jenem Jahr eine große Konjunktion zwischen Mars, Pluto und eben diesen beiden geben. Zwar nicht völlig exakt, aber zumindest in einer so starken Annäherung, wie das in vielen hundert Jahren zuvor nicht mehr vorgekommen ist.

Man darf also davon ausgehen, dass dieses Jahr 2020 ein ganz besonderes werden wird. Und aus astro-logischer Sicht muss in dieser Konjunktion zwischen Jupiter und Saturn auch alles einen Ausdruck finden, was in den Phasen zuvor entstanden ist. Denn diese Phasen ähneln im Prinzip den uns so geläufigen Mondphasen, die kommende Konjunktion ist also durchaus mit einem Neumond vergleichbar, allerdings mit weitaus größeren Auswirkungen.

Einfach ausgedrückt – alles was unter den anderen Hauptaspekten im wirklichen Leben Form und Gestalt angenommen hat, wird die Grundlage für die Er-Neu-erung sein. Auch das was unter dem jetzigen Quadrat entstanden ist. Natürlich gibt es da eine breite Palette, die man mit einbeziehen muss, aber die Erfahrung zeigt, dass alles das, was uns in diesen Tagen besonders bewegt hat, sehr wohl als Orientierung taugt. 

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Dienstag, 22. September 2020

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