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Wer Krisen nicht ehrt...

Wenn von Krisen die Rede ist, ist in aller Regel eine Lebenssituation gemeint, die wir astro-logisch als „Skorpion-Phase“ bezeichnen. Das achte Zeichen stellt quasi einen energetischen „Knack-Punkt“ in der evolutionären Entwicklung des zodiakalen Bilderkreises dar – hier fällt die Entscheidung, ob sich etwas oder jemand über seine Grundanlagen hinaus entwickelt, oder ob der Weg hier zu Ende ist. Es ist dieses „Stirb und Werde“, das dem marsisch-plutonischen Hintergrund solch eine Brisanz verleiht: eine Entscheidung muss und wird fallen…

Genau das bedeutet das altgriechische κρίσις ursprünglich – Meinung, Beurteilung, Entscheidung. Man könnte diese „Dreifaltigkeit“ schon als eine Art Entwicklungsweg sehen. Erst bildet sich eine Meinung, ein Standpunkt heraus, dann beurteilen wir ein Objekt oder ein entsprechendes Thema aufgrund dieser Meinung. Irgendwann aber wird jede Meinung von den Umständen heraus gefordert, es treten Schwierigkeiten und Hindernisse auf, schließlich muss eine Entscheidung getroffen werden, damit sich Leben weiter entwickeln kann. Aber das eigentliche Thema dieser Phase ist:  die ursprüngliche Meinung ist nicht mehr aufrecht zu erhalten, man muss eine neue Haltung finden und entwickeln, die den Umständen und Herausforderungen gegenüber angemessen ist.

Hier zeigt sich dann auch wieder einmal, wie genial das astrologische Grundbild aufgebaut ist. Denn der Skorpion ist ja nur die eine, die scheinbar dunkle Seite, des gesamten Themas. Die andere liegt gegenüber im Stier, sie bildet die Grundlage auf der solche Krisen überhaupt erst nötig sind und werden. Die Stier-Phase und alles was daraus an Bewusstheit und Umsetzung entsteht, sichert im weitesten Sinne unser aller Leben und Überleben ab. Dies geschieht auch durch eine Vereinfachung und Rationalisierung aller Impulse, die unser Leben ausmachen. Es wird wichtig (im Sinne des Überlebens) von unwichtig unterschieden und auf dieser Grundlage kann sich komplexeres Leben überhaupt erst entwickeln.

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Uranus-Neptun: Das blaue Iris-Wunder

"Iris fliegt auf dem Wind und bewegt sich wie eine Explosion heller Luft. Dass sie auch Regenbogen heißt, bedeutet, dass ihre Anwesenheit Zeichen der Hoffnung ist - oder Symbol für eine Brücke zwischen Himmel und Erde." (MYTHAGORA)

Eine Geschichte über Synchronizität, Bilder und Aspekte: Wie der Alltag zum Spiegel wird, ist ja Tag um Tag live erlebbar. Man kann sein Leben durchaus wie eine Rechnung lesen oder aber lieber über dessen Antworten auf Fragen, die man gar nicht gestellt hat, Stufe für Stufe mehr staunen. In die Entschlüsselung der Rätsel des eigenen Daseins hinein gibt es dabei viele Wege. Ob sie dann wahr sind oder falsch, wer will das sagen? Wichtig nur, dass sich wahrhaftig im Inneren etwas bewegt, die "Ladung" der Seele, die manchmal auch im Außen das Innen verstofflicht. Im Jung'schen Sinne der Synchronizitäten - besonders da, wo eine wichtige Zeit im eigenen Leben anbricht und die mundanen Aspekte sich stark auf das Radix beziehen.

Manchmal treffen sich dann Zeit und Zeitlosigkeit, zu einem mysteriösen Augenblick der Klarheit und es finden einen unverhofft neue astrologische Botschafter mit anderen Ideen zum selben alten Leben. Wie heute, am Tag, als Venus und Jupiter zusammen stehen und Neptun und Uranus sich immer noch exakt über die kosmische Spalte (0° Widder) aufeinander spiegeln. Plötzlich wogt ein blaues Blumen-Meer auf meinem Küchentisch, Schwertlilien, und ich lerne nur darum etwas über einen Asteroiden namens Iris, auf dessen Krebs-Jupiter der Entdeckung zufällig gerade Sonne steht und Venus-Jupiter an Löwe-Sonne. Ja, so funktioniert Astrologie auch. Analog. Pars pro toto. 

Ja, das Leben findet seine Bilder für dich. Den Teil für's Ganze, wo das Große das Kleine spiegelt, immer neu, immer frisch, süß und bitter. Für diese Magie ist astro-logisch Merkur-Jupiter zuständig, Füger des kleinen und großen Sinns, bevor der Un-Sinn des Merkur-Neptun dann den Funken der Energie, den Mars, hervorbringt. 

Vor allem, wenn - wie zur Zeit - rund herum ein kosmisches Klima herrscht, das über einen kaum greifbaren, aber heftigen Schatten-Aspekt von Uranus-Neptun das Unbewusste noch einige Tage überall ins Bewusstsein holt. Insofern fliegt Iris, die windfüßige Göttin, die sich rückwärts auch noch wie mein Autoren-Kürzel liest, sehr willkommen in meine Küche. Es schellt, als das Achsenkreuz genau auf meinen Achsen steht und Venus-Jupiter auslöst, das Geschenk, das just einen engen Aspekt zu meiner Sonne macht. Ein Bote schleppt mehrere Arme unglaublich blauer Blumen die vielen Treppen hinauf. Iris entert mein Leben. Ohne Absender, berührend. Ihr astrologisches Pendant, lerne ich danach, ist der 7. Asteroid, und das vierthellste Objekt im Asteroiden-Gürtel, zwischen Mars und Jupiter. Eine Art weiblicher Merkur, die Frauen-Seite des Denkens, wie Roderick Kidston meint. Irisierend wahr, mit neptunischen Schleiern, die Personifikation ausgerechnet der Winde und des Regenbogens, der Brücke zwischen den Welten (und zum Buddhismus, wo der "Regenbogen-Körper" als die Vorstufe des Aufgehens im Licht gilt). Wie Lilith an meiner Sonne, die zur Lilie gehört, nach der ich benannt wurde von meinen Eltern, steht Iris, die Schwertlilie, im Radix exakt auf meiner Venus. Das ist mir neu. Diese Welt ist eben voller Zu-Fall.  .

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Der glücklichste Mann der Welt?

Glück ist bestimmt keine Sache von 256 Sensoren, mit denen ein Kopf verdrahtet wird. Aber manchmal begreift Wissenschaft erst durch solche Messungen, was andere einfach erleben. Matthieu Ricard (von Zeitungen auch "Mr. Happy" genannt), französisch-stämmiger Mönch, Philosoph und Lehrer des tibetischen Buddhismus, ist sozusagen offiziell erforscht so etwas wie der "glücklichste Mensch der Welt". Die Ruhe, die er ausstrahlt, kommt wohl weniger von der Wassermann-Sonne auf Spitze 8 - eine Rolle spielt aber vielleicht die hoch sensible Krebs-Betonung in 12 mit Mars und dem festigenden Saturn. Aus den Tiefen des fühlenden Mond-Wassers, wie sie viele östliche Weise in ihren Radix-Bildern mitbringen, schöpft auch der Dalai Lama, ein Doppel-Krebs, der bald 80 wird und für den Matthieu Ricard schon lange übersetzt. Es braucht eben Mut, die eigene Gefühle bewusst durchzustehen, um die extreme Stärke des Mondigen (auch in der Selbst-Besessenheit) zu überwinden und in Mitgefühl zu verwandeln.

Wirklich zu fühlen also (statt nur zu denken), wie es den anderen geht, und das Dunkel, das emotional immer wieder entstehen kann, "zum Wohle aller Wesen" in sich hell zu machen. Jeder einzelne zählt, der anders mit den Schwierigkeiten des Lebens umgeht, sie friedlicher und trotzdem klarer beantwortet, und damit manchmal sogar Schneeball-Effekte auslöst. Zumindest bei staunenden Merkuren/Wissenschaftlern. Oft haben die großen buddhistischen Lehrer ganz ähnliche Konstellationen in ihren Geburts-Bildern wie "hochsensible" Menschen, die viel durchlässiger als üblich für Eindrücke aus dem Gefühlsbereich und Empfindungen anderer sind. In diesen Horoskopen derer, die schon als Kinder einen fast zerbrechlichen Radar für das Dasein entwickeln, findet man meist mindestens einen von zwei Bereichen stark ausgeprägt: Der lunare Typ der Hochsensiblen hat eine deutliche Wasser-Prägung in Zeichen, Häusern und/oder und Aspekten (vielfach starke Monde und dazu andere dominante, persönliche Neptun-Verbindungen). Der merkurisch-neptunische Typ dagegen weist eine starke Jungfrau-Fische- oder 6./12. Haus-Betonung auf, mit sehr scharfen Sinnen, auch über Aspekt-Verbindungen. 

Dann gibt es Menschen wie den Dalai Lama, die beides vereinen und mit einer überdeutlich ausgeprägten Hyper-Sensibilität aufwarten. Das ergibt dann eine fast schon schwebende Empfänglichkeit, die seelisch-geistig Ungeschulte hierzulande oft extrem auszehrt. Sie profitieren vielleicht am meisten von Erkenntnis-Schulungen, wie der des tibetischen Buddhismus. Wie klar sich deren Übungs-Techniken und der altruistische Welt-Zugang auf die Fähigkeit auswirkt, trotz des allgegenwärtigen Leids der Welt Glück zu empfinden, begriffen die Wissenschaftler an der Universität von Wisconsin erst über Daten und Fakten. Matthieu Ricard war eins ihrer Versuchs-Kaninchen, an denen sie über Meditation, Zufriedenheit und Hirnströme forschten.

Zwar hatte man nach Studien an einigen Mönchen bereits hohe Erwartungen gehabt. Auch Astrologen ahnen angesichts von Ricards lunarer Dominanz mit Mond in 1 und dem Mars-Neptun von 12 nach 3 bei sonstiger Luft-Feuer-Lagerung, dass hier eine Anlage für mentales Training mit guten Ergebnissen vorliegt, aber: Ricards Gehirn erzeugte bei der Meditation über Mitgefühl einen wirklich erstaunlichen Grad an Gamma-Wellen (die ein Höchstmaß an Bewusstsein belegen). Dass seine Werte so ausgeprägt sein würden wie nie zuvor in der wissenschaftlichen Literatur, hatte niemand gedacht. In seinem Kopf fand sich die "Funktion" der Stille abgebildet, wie sie sich erweitern kann, wenn man den Strom der Gedanken nicht mehr für wirklich hält und ununterbrochen atemlos auf selbst-fabrizierte Ansichten reagiert.

Man entdeckte cerebral gewissermaßen einen Anker des Glücks, das viele von uns so sehr suchen. Nun ist Leben aber leidvoll. Ausgerechnet die "erste edle Wahrheit" Buddhas (stark mit Fische-Themen verwandt). Aber es gibt Wege, sich aus dem Leiden zu befreien. Der Prozess fängt im Kopf, mit Verstehen und Denken an, was sich an Menschen wie Matthieu Ricard, die diese Wege üben, dann tatsächlich auch wissenschaftlich erweist. 

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Krebs-Mars: Leuchtfeuer der Emotionen

Es sind wahrlich turbulente Zeiten, in denen wir leben. Und da kann es dann auch schon mal passieren, dass bestimmte subtilere Veränderungen, wie der Zeichenwechsel eines Planeten, selbst bei uns nicht erwähnt werden. Obwohl wir ansonsten ja genau darauf besonderen Wert legen, aber zum Glück gibt es Loop! schon seit 5 1/2 Jahren und manche Zeichenwechsel wiederholen sich. Wie zum Beispiel der Eintritt von Mars in die Krebs-Phase des zodiakalen Entwicklungskreises letzten Sonntag gegen 18:15 Uhr, den gab es auch schon im Juli 2013 und im Juni 2015. Und natürlich gab es dazu auch einen kleinen Artikel, der im Prinzip (bis auf den politischen Hintergrund) eigentlich zeitlos war und ist, zumindest was die inhaltlichen Kernaussagen angeht, weshalb wir ihn heute noch mal in Erinnerung rufen möchten:

Seit Mittwoch (13h32 UT) gibt es wieder ein leicht verändertes „Weises Rauschen“ im kosmischen Hintergrund – Mars hat das Zeichen gewechselt. Oder anders ausgedrückt: alle manifesten Impulse drücken sich jetzt zuallererst über das Wasser-Element aus, im Bereich unserer Empfindungen und Gefühle. Da auch gleichzeitig die Sonne schon seit einigen Tagen im Krebs steht (Anmerkung: der Artikel bezieht sich auf die Stellungen Ende Juni 2015...), wird das Ganze noch verstärkt (die Impulshaftigkeit), allerdings bietet sich genau dadurch auch die Möglichkeit, diese Prozesse bewusster als sonst zu erleben.

Als wir Ende 2011 angefangen haben, die täglichen Nachrichten hier bei LOOP! vor dem kosmischen Hintergrund zu kommentieren, geschah das auch deshalb, weil sich dadurch meist sehr anschaulich zeigt, daß die energetischen Veränderungen, die im System der Astrologie ihren Ausdruck finden, keineswegs nur dort wirksam sind, wo Menschen auch daran „glauben“. Bestes Beispiel in diesen Tagen ist das Gerangel um Griechenland. Solange sich Sonne und Mars noch im merkurischen Zwillings-Abschnitt des Bilderkreises befanden, ging es hauptsächlich um Zahlen und scheinbare Fakten. Es wurde hin- und her-gerechnet, und der Eindruck entstand, dass es hierbei tatsächlich um ein Rechenexempel im Sinne wirtschaftlichen Denkens ging.

Kaum wechselte die Sonne und dann kurz danach auch Mars, änderte sich das Szenario und die Berichterstattung darüber. Plötzlich ging es um Befindlichkeiten und Animositäten, die Verantwortlichen hatten auf einmal „keine Lust mehr“, waren gekränkt und enttäuscht, reagierten empfindlich und genervt. Mittlerweile weiß eigentlich niemand mehr, was in Brüssel los ist und warum es bisher zu keiner Einigung kam. Und während man einerseits nur noch von der griechischen Tragödie liest, die sich zum europäischen Gesamtdrama entwickeln könnte, sieht man andererseits Fotos von unserer Kanzlerin und Alexis Tsipras, die eher auf einen fröhliches und freundschaftliches Miteinander schließen lassen (LINK zu Spiegel Online).

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Seelentür: Stillstand der Sonne

cansun"Strahlend an einem der Hauptpunkte hält der Krebs an der heißen Marke fest einen Abschnitt des Kosmos und lässt den Tag wieder schrumpfen." (Manilius, Astronomica)

Ja genau, 0° Krebs kommt, die verzauberte Tür zum Sommer, die Rückkehr in die Geborgenheit oder Isolation des Seelischen. Hier bekommen wir Aufschluß über den Zustand unseres Mondes (und darum auch über "unser Zuhause" - was manchmal eben ein "gemütliches Elend" ist, wirksam verteidigt). Morgen um 6.24 h früh wird Sonne jedenfalls die Schwelle ins Empfinden endlich erreichen, den nördlichen Wendekreis (astrologisch der bewusste 0° Krebs). Einen speziellen Grad, der viele Fragen aufwirft: Wo sind wir noch unbehaust? Mit wem möchten wir fühlen? Sind wir eigentlich geborgen da, wo wir wohnen? Und: What about the family? Alte Schuldgefühle holen uns vielleicht ab da eine Weile wieder stärker ein, Gefühls-Rituale werden von der Zeit ausgeworfen, um diesmal anders gelöst zu werden. Die Sonnenwende ist immer eine Chance.

Wie alle kardinalen 0° Punkte findet sich auch im Krebs ein Beginn. Ist 0° Widder der Eintritt ins Leben, wird 0° Krebs zum Eintritt ins Empfinden. Die Welt der Energien beseelt sich hier erst im Tierkreis. Wobei dieser Punkt beim aktuell zusätzlichen Krebs-AC hierzulande noch stärker viele Begegnungen mit Gefühl beschreibt, die über Saturn in 6 ausgeglichen werden müssen. Keine Übertreibungen diesmal! Sonst geht's schief und am Ende wird doch nur geweint. Hier und jetzt ist eben der Brunnen jeder Emotion tief - man darf das ruhig so sehen, wie es die astrologischen Symbole schön beschreiben: Wenn Sonne in dieses stille Wasser fällt, kocht manchmal plötzlich zur Sommensonnenwende einiges hoch, was wir bis dahin gepflegt unterdrücken wollten.

Das große Spüren bricht sich darum auch jetzt wieder bei uns allen Bahn. Drum gilt der vordere Krebs ja als "Gate of Men", ein mundanes Tor der Herkunft - oder auch des Abstiegs, in das irdische Leben nämlich, laut den alten Griechen (CONSTELLATION OF WORDS). 

Jetzt hören wir das Wesentliche in uns selbst stäker rufen als sonst, hier verbindet sich die Botschaft der Lichter. Hēliostásion oder „Stillstand der Sonne" sollen die Sonnenwenden griechisch geheißen haben. Und wo Sonne stillsteht, in Monds Zeichen, da beherrscht sie eben auch der Mond. Gut, sich seinem Gefühl zu widmen und aufzufangen, was da brodelt. Empfindung wird nicht nur dieses Jahr wesentlich, aber dieses Jahr steht dazu Venus im Lebenszeichen Stier, das auch die Begegnungen erstmals anschiebt. Insofern kümmern wir uns alle am besten freiwillig um die Beziehungen, bevor sie sich, umringt von lunaren Archetypen (zwischen Freude und Wut) bemerkbar machen.

Zur Sonnenwende schwimmen jedenfalls jedes Jahr noch mal alle Seelen metaphorisch ins Dasein ein, wie im persönlichen Horoskop über IC und den Mond, angezeigt von den Themen des jeweiligen Hauses, wohin die 0° Krebs in jedem Radix fallen. 0° Krebs in jedem Chart symbolisiert eine innere Heimat. Speziell, in Aspekten zu wichtigen astrologischen Faktoren. Sonst steht der Anfang alles Gefühls auch für die Mütter, die Familie überhaupt, Wohnung, die Krabbe, die Krippe, das Sorgende, das Aufgehoben-Sein, Schutz im Panzer. Früh in astrologischen Welt-Erklärungen verband man damit die merkwürdigen Tiere zwischen Wasser und Land, Gefühl und Erdung: Nicht ganz hier, nicht ganz dort. Eine Schildkröte, einen Hummer - aber auch den Scarabäus, Wunder-Käfer, Pillendreher, Schöpfer zwischen Mond und Sonne, Vermittler der Ewigkeit des Lichts, der Unsterblichkeit mit sich trägt. Denn der Krebs verweist uns ja immer auch auf den Punkt gegenüber, 0° Steinbock, das ominöse, starre Tor des Aufstiegs, ab welchem das Wesen-tliche, das, was bleibt, anderswo siedelt und die leeren Körper der materiellen Welt zurücklässt. Zu 0° Krebs feiern wir, dass wir noch am Leben sind, weil Mond den Saturn am besten spüren kann und die Ahnung von Tod drum besonders da groß wird, wo alles blüht, atmet und wunderschön leuchtet. Sommersinnenwende.

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Wieso der Kopf die Wand braucht

Weh! Weh! Wär’ ich der Gedanken los, die mir herüber und hinüber gehen. Wider mich! Dies irae, dies illa*. (Faust I).

Kosmischer Wetter-Wechsel: Wenn Mars - wie in den letzten Tagen - mit Sonne läuft und schnelle, hohe Aktivitäts-Pegel von Ärgerlichkeiten anzeigt und Saturn fast gleichzeitig in das alte Zeichen des Mars' zurückkehrt (heute kurz nach Mitternacht in den Skorpion), geht es wieder leicht mit dem Kopf gegen die Wand. Auch eine Lektion in Sachen Zorn und Disziplin.

Zusammen mit dem Dritten im Bunde, Merkur, der jetzt aus der Rückläufigkeit abdrehte, prägen Mars und Saturn nun tatsächlich deutlicher das Astro-Wetter. Dies Irae, zornige Tage, brechen deshalb auch in ihren alten Mustern immer wieder mal los. Wir alle können uns jetzt durchaus angespitzt, getrieben, ausgelöst, geärgert fühlen. Gerade darum darf, solange Saturn noch in Plutos Zeichen steht (bis Herbst) und erneut die Rezeption herstellt, aber auch endlich mit voller Power alles an alten Themen überarbeitet werden, was die Konflikte des letzten Jahres unverändert "überstanden" hat. Und was feurig immer noch köchelte, untergründig zerrte und störte. Wieder fühlen wir uns bei Saturn-Pluto schnell als Sklaven fremder Bedürfnisse. Der Prozess der Konfrontation mit den Bildern in uns geht weiter. Wohin? Die Weichen stellen wir - und wir müssen uns, gerade im Ethik-Zeichen Skorpion, immer wieder klar entscheiden. 

Manchmal wirken sich solche verdeckten Gleichzeitigkeiten astrologisch eindrucksvoller aus als die auffälligen, großen Konstellationen, da, wo sie nämlich deren Ziele umsetzen und Gelegenheit geben, eine neue Runde Entwicklung einzuläuten. Kurz: Der Gong schlägt zur Zeit.

Es wird aufgearbeitet, privat und gesellschaftlich, wo bis zu Saturns Rückkehr in den Schützen alte Themen noch mal neu aufgelegt werden. Goethe, dessen Faust eine Mars-Pluto-Saturn Geschichte ist, hatte selbst einen schicksals-trächtigen, erhöhten Steinbock-Mars, der die Frage beantwortet, wieso Mars (der Schädel) eigentlich die Mauer (Saturn) so sehr braucht, um langfristig Dinge wirklich und wirksam zu ändern. Jeder Impuls (vor allem der erregte) setzt sich dort konstruktiver um, wo er seine Begrenzung kennt und findet und am besten gleich selbst dem Saturn ein wenig der wilden, ungerichteten Bewegungen opfert. Dann geht alles gut. Oder zumindest: Besser als da, wo man sein Dasein bei jedem Ärger zu Kleinholz schlägt (momentan gern verbal, denn Mars läuft durch den Zwilling). Saturn, zurück im Skorpion, mahnt: Was du negativ einsetzt, wird negative Folgen schaffen. Was du positiv gibst, wirft das Ruder unter Umständen herum. Wir sind verantwortlich verpflichtet unseren Taten. Sich mit reflexhaften Aktionen zurückzunehmen, vermeidet oder heilt darum auch Traumata. Denn Wandlung geht anders. Langsamer, tiefer. Saturn im Skorpion. Regle deine Verbindlichkeiten.

*Dies irae, dies illa = Tag des Zornes, Tag der Sünden (Zitat-Teil vermutlich ursprünglich von Thomas von Celano) 

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Zeitenwechsel: Sonne und Zwilling

Als die Sonne am Samstag gegen 22:30 Uhr unserer Zeit in die dritte Wandlungs-Phase des Zodiak wechselte, war er plötzlich wieder da. Oder besser – wieder deutlicher wahrnehmbar. Der Raum. Dieses leichte Etwas, das man eigentlich nicht sehen, sondern höchstens spüren kann. Dieses luftige Element, das alles umfasst und umgibt, nichts ausschließt oder bevorzugt. In den letzten Wochen hatte ich schon manchmal vergessen, wie wohltuend und auch entspannend es sei kann, wenn man den inneren Fokus einfach nur auf diesen Raum zwischen den Dingen, zwischen den Gedanken, Erscheinungen und Reiz-Impulsen richtet.

Und nein, ich verwechsle diese Energie nicht mit den neptunischen Fische-Schwingungen, denn dort verschwindet auch der Raum als letzte Bastion der Orientierung vollständig. Aber es mag eben kein Zufall sein, dass sich diese beiden Zeichen in ihrer Symbolik stark ähneln. Aber wo es bei den Fischen um Letztendliches geht, das weder durch den Intellekt verstanden, noch durch die üblichen Sinne erfahren werden kann, bleibt im Zwilling Raum für solch ein Verständnis. Das dann wiederum zur Annäherung wird oder zumindest werden könnte, wenn man die eigentliche Botschaft dieser Phase nicht nur versteht, sondern dann auch weiter trägt in die nächste Wandlungs-Phase - den Krebs. Und dort ins eigene Empfinden integriert, damit daraus auch die weiteren Ent-Wicklungen ihre Impulse beziehen können.

Diese eigentliche Botschaft zeigt sich schon in den mythologischen Legenden, die mit dem Zeichen Zwilling verknüpft sind. In der  Legende von Kastor und Pollux wird berichtet, dass Königin Leda sich in ein-und-der-selben Nacht mit Zeus-Jupiter – in der Gestalt eines Schwans – und ihrem menschlichen Gatten Tyndareos vereinigte. Als sie dann zwei Söhnen das Leben schenkte, stellte sich heraus, daß einer der Zwillinge, Pollux, ein Unsterblicher der Götterwelten war, sein Bruder Kastor aber menschlich und sterblich.

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