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Exzesse: Die mit den Baggern sprechen

Von der Droge & der Kunst:

Astrologisch sieht man gemeinhin tiefer, wenn man wissen will, wie sehr sich jemand mit Bewusstseins-Kultur(en) beschäftigt. Und manchmal muss man sich doch wundern. Sie war eher die Vorzeige-Plutonierin. Mit Skorpion-Herrscher auf ihrer Löwe-Sonne eine Frau Ich-Brauch's-Und-Krieg's. Dazu ein Skorpion-Mars. So viel Wille und Vorstellung, mit Jungfrau-Merkur-Saturn in 8. Da hat und bestimmt man Bewusstsein eher, meist sehr real, und sucht es nicht. Aber nun will sie doch lieber eine ausgespacte Neptunierin gewesen sein. Iris Berben, jüngste 64jährige aller deutschsprachiger Länder zusammen, schenkt der Welt ein bisschen verheimlichte Vergangenheit und erinnert damit an Zeiten, als Bewusstsein noch vorwiegend durch Substanzen erweitert wurde. Vielleicht, weil sie Uranus aufregend unruhig trigonal zu Sonne-Pluto laufen hat, den auch Jupiter ansteuert, und findet, leise soll es bitte aber nicht werden in ihrer Spät-Karriere. Auch sie wäre damals eine ganz, ganz wilde Hummel gewesen, ein "Freund von LSD", total anders als die anderen. Hätte dann durchaus auch mit Baggern gesprochen und das ständig. Oder mit sich selbst. Oder nur mit ihren Beinen. Mit ihren Beinen?

Klar - die gehen von Jupiter über Saturn bis Neptun. Aber deren Aspekte hat sie höchstens phasenweise. Solche überraschende Um- und Zustände einer sonst taffen, in ihre Individualität erst relativ spät hinein gewachsenen Löwin mit starrem, starken Steinbock-AC (werden alt geboren und im Alter immer jünger = astrologische Binsen-Weisheit) nennt die Springer-Presse nun die Hammer-"Drogen-Beichte". Weshalb man sofort nach dem Geburts-Bild der Schauspielerin fahndet und enttäuscht feststellt: Astrologisch lässt sich aus ihr kein Freak und keine Bewusstseins-Sucherin stricken, sondern sie bleibt eine austausch-hungrige, flotte 7. Häuslerin, von der Welt geliebt. Von neptunischen Lebens-Experimenten kaum eine Spur. Als "Freund von LSD" (männlich) oder rege Nutzerin von "Haschisch" (klingt alles ungelenk, setzt man Drogen-Erfahrung voraus), müsste nach Adam Riese irgendwo mindestens ein ungewöhnlich reger Neptun mit persönlichem Bezug vorhanden sein, am besten dazu noch ein mit Schnellläufern verquickter oder über Felder brisant in großen Aspekten eingebundener Jupiter. Denn so ist es meistens.

Die Väter des Bewusstseins

Süchtige und Forscher in Sachen Drogen und Bewusstsein wie viele andere, die mit der 'Yogi-Medizin' LSD experimentierten, haben oft ähnliche Marker. Zum Beispiel eher wissenschaftlich Suchende wie 

  • TIMOTHY LEARY: Venus-Merkur in 12 Quadrat Neptun, Herr 1 Jupiter in 9,
  • STANISLAV GROF: Mars-Neptun in 8, Schütze AC, Jupiter außerdem Herr 12,
  • Humphry Osmond: Psychiater, der Halluzinogene erforschte, mit Venus-Saturn-Neptun und Jupiter 0° Zwillinge, eine Geburtszeit fehlt leider.
  • RAM DASS: Fische-Venus Opposition Neptun, Jupiter in 12, Mond-Neptun-Quadrat oder künstlerische User wie
  • ERNST JÜNGER: Fische-Merkur (Herr 12) Quadrat Mars-Neptun, Jupiter in 12,
  • MICHEL FOUCAULT: Mars-Jupiter-Neptun-Quadrate bei Sonne in 12,
  • KEN KESEY: Autor von "Einer flog über's Kuckucksnest", mit einem Sonne-Neptun-Venus-Stellium in Jungfrau und den Fischen eingeschlossen in 1, Herr 12 in den Fischen in 1, womit er LSD, Pop-Kultur und Bewusstseins-Fragen stark verquickte.

So viele haben sie sehr, sehr ähnliche Marker. Beil Aldous Huxley fehlt leider Geburtszeit und damit die Felder-Ebene komplett, über die vielfach die persönlichen Anbindungen an die Drogen-Themen auftauchen. Weshalb bei ihm nur ein müder Pluto-Neptun zu finden ist. Insofern könnte natürlich auch Berben die eine Ausnahme sein - was aber nicht sehr wahrscheinlich ist, da ihre Zeit passt und vorliegt. Neben typischen "Drogen-Aspekten" bringen die Wissenschaftler übrigens häufig noch stützend Saturnisches zusätzlich mit. Was sie dann von Süchtigen unterscheidet. Auch LSD wurde 1938 an einem Skorpion-Tag mit Mond-Neptun entdeckt, sein Vater war der Schweizer ALBERT HOFMANN, der ebenfalls die bewussten Neptun-Jupiter-Anlagen und Kontakte auf vielen Ebenen hatte, die so oft bei Rettern, Opfern und Tätern in Substanz-Kreisen und -Krisen auftauchen: Fische-Mars, Venus-Neptun-Opposition (bei Neptun in 1) und Jupiter plus Pluto in 12. Die üblichen Verdächtigen also bei starkem Zugang zur Droge der Künstler, die Entgrenzung suchten, als das "Sorgenkind" LSD zusammen mit einer neuen Sorte Berauschung in Mode kam und künstlerisch fast religiöse Aufwertung brachte:

Entheogene heißen sie manchmal, weil der Berauschte das Gefühl hat, mit Gott ("theos") in Verbindung zu stehen. Den populären Begriff prägt 1957 der Psychiater Humphrey Osmond: "psychedelisch", was so viel heißt wie "die Seele öffnend". (WELT)

Auch an dieser Analogie zeigt sich schon, dass auch Jupiter, der Götter-Chef, astrologisch in den Horoskopen der Verbundenen eine große Rolle spielen müsste. Was stimmt. Neben dem noch wichtigeren Neptun als Seelen-Schlüssel steht er unter anderem für die Vereinnahmung der oder durch die entgrenzten Feuer-Impulse der Welt in bestimmten Zuständen. Berbens Anlage ist dabei zwar interessiert, aber ein kleiner Fisch und passt wenig ins klare Raster, das sonst fast überall auftritt, wo mit Drogen experimentiert wurde. Zwar "bespricht" sie ihren Fische-Herrn unter seinem harten Überlauf jetzt ganz pünktlich, ohne vermutlich überhaupt zu wissen, dass ihn Uranus und Pluto von zwei Seiten belagern. Im Geburts-Horoskop findet er sich auf Spitze 9, was ihm wenigstens eine gewisse Breiten-Wirkung verleiht und ihr einen Hang zur Selbstheiligung durch fantasievolle Geschichten, die dann ein windschnittiges Schauspielerinnen-Dasein exzentrisch aufpeppen. Aber eine echte Drogen-Vergangenheit müsste man mit viel gutem Willen konstruieren  - so intensiv, wie die Regenbogenpresse Berbens "Seelenstriptease" bei einer Veranstaltung beschreibt. Das klingt alles nach Mega-Start ins Psychedelische, auch wenn der astrologisch höchstens ein Übergangs-Zustand war.

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Das Geisterschiff: Vision eines Untergangs

"...und er trieb außer Sicht." (Ende von Morgan Robertson's Novelle 'Futility' über den Untergang eines Schiffs namens Titan, geschrieben 14 Jahre vor dem Untergang der Titanic).

Dies ist die seltsame Geschichte der Vision eines Schriftstellers, die Jahre später wahr wurde: Die Titanic war das größte Schiff der Welt, per Stapellauf ein Zwilling mit Jungfrau-AC und Venus-Neptun, eine Riesin, nur äußerst kurz im Dienst. 

Ein Geisterboot, ein Traumfänger und fortan die Heimat für Mythen. Mit Merkur-Saturn, der behinderten Flexibilität auf der langen Reise in 9, übrigens auch keineswegs unsinkbar. Astrologisch ist das alles von allen Seiten schon mit der Lupe untersucht. Aber dann gibt es da ja noch diese andere, leisere Geschichte unter dem Drama des schwimmenden, gigantischen Hoffnungsträgers, der heute vor 103 Jahren bei Sonne-Neptun mit einem Eisberg zusammenstieß. Auch Jupiter stand damals prominent, am kosmischen Magneten, dem Great Attractor, und der AC lief vermutlich gerade auf das Galaktische Zentrum zu. Etwas Weltbewegendes passierte. Schon 1898 allerdings, fast anderthalb Jahrzehnte vorher, hatte genau diese Story ein Mann namens Morgan Robertson aufgeschrieben, ein bis zum Sinken der Titanic eher unbekannterer Schriftsteller und Seefahrer-Sohn, der wie der Untergang selbst auch den Sonne-Neptun im Radix hatte.

In der Anlage seines Geburts-Horoskops, das leider nur ohne Zeit vorliegt, findet sich jedoch noch ein starker Hinweis auf einen Zugang zu archetypischen, unbewussten Bildern: Der Autor aus Oswengo, New York, wurde nämlich mit einem Neptun auf der Sonder-Stellung von exakt 0° Widder geboren, am Tag, bevor Fische-Herr zurück in sein Zeichen lief, gegenüber vom Mars des Autors. In der kosmischen Spalte, wo auch ausgerechnet der Nessus des Titanic-Untergangs sitzt und der Tierkreis endet und neu beginnt.

Später stellte sich heraus, dass Robertson tatsächlich die Wahrheiten, die er dann niederschrieb, gechannelt haben will. Wobei am 9. Juli 1880, 18 Jahre vor Erscheinen seines Buchs, bereits eine "Titania" im Nord-Atlantik nach Kollision mit einem Eisberg sank und überhaupt auch ohne ein solches Vorbild das Setting nicht viel Vorstellungskraft verlangte. Ob nun aus Zufall oder wegen solcher Rück-Besinnungen (oder Vorahnungen) das Buch verfasst wurde, das die bekannteste Katastrophe der Seefahrt vorwegnahm, macht keinen Unterschied. Spannender als die Differenzen von Fiktion und Realität sind die teilweise wirklich verblüffenden Parallelen und Sinn-Felder, astrologisch und inhaltlich, die in Sachen Titan, Titanic und sogar einer Titania, mit der zur selben Zeit Rudolf Steiner nach Finnland reiste, hier an vielen Stellen Hand in Hand gehen.

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Aus dem Kreidekreis: Flieg, Vogel, flieg!

Es ist schon spannend, was so alles passiert, in uns und um uns herum, wenn sich eine chronisch betonierte mundane Konstellation wie Uranus-Pluto endlich auflöst, an deren Scherben und Doppel-Botschaften man sich gerade gewöhnt hatte. Uranus schüttelt sein noch feuchtes Gefieder und zieht als erster weiter. Auf, auf - hoch in die Lüfte des Geistigen, wieder getrennt, wo Pluto ihm vorher den Stempel des nassen Sacks aufdrückte. Schon zieht auch das Lebens-Gefühl an – anders, jetzt. hier sofort. Die immense Ladung, die "Pluranus" in Schach hielt, macht sich nun spürbar frei. 

Was nun passiert, ist Seelen- und Geistes-Arbeit und gar nicht so ohne: Wie lernt man wieder angemessen fahren, wenn lange mundan ein Doppelwesen aus Skorpion und Wassermann am Steuer saß und man bei angezogener Handbremse Vollgas geben musste? Mit Geduld und Spucke. Denn einerseits geht danach der Käfig der Konzepte auf und die Rebellen, Freibeuter, Erfinder oder Narren strömen heraus, die Pluto ebenfalls in seine Vorstellungen gepackt hatte, womit er leider ab da gar keine Ruhe mehr bekam, sondern nur uranisch unberechenbare Traumata. Nun randalieren sie für sich, emanzipiert, verwildert oder hoch kreativ. Denn der wieder isolierte Uranus lässt andererseits überall Lufthunger eskalieren - was nun mal so und mal so wirken kann: In der Welt und in unseren Herzen. Es wirft uns hin und her, zwischen schön, erleichternd, offen und erschütternd. Aber es sind eben auch unglaublich konstruktive Anfänge möglich - alles neu, da ja Uranus weiter vom Widder geprägt ist. Wo er dann unglücklicherweise auch mal tobt, ein Wut-Vogel, den kein plutonisches Gitter mehr vor sich selbst schützt und wenigstens ein bisschen begrenzen würde. 

Schon kurz nach dem letzten genauen Quadrat zeigte es sich im Alltag. An urplötzlichen, unerwarteten Gefechten, Säbelrasseln, Angriffen und tausend Geschichten, die auf einmal wieder ganz offen gegen andere kämpften. Wie losgelassen. Wir sind wieder übergrifflich, tanzen im fixen Quadrat, das Verwirklichung will, und sie nun unkontrollierter bekommen kann. Denn so schwierig die Jahre seit dem ersten Treffen auch waren, der von den beiden Riesen gehaltene Kreidekreis zwischen Alt und Neu war auch ein Schutz. Jetzt folgen Entscheidungen: Wir haben wieder verletzende Meinungen, Waffen, steinharte Programme und Nerven und zeigen sie auch, bauen die Ideologien neu hoch, Giganten des Widerstandes und der Unabhängigkeit und gehen dabei noch mehr Risiken ein, je näher Uranus den 17,5° Widder kommt. Der alte Mars-Uranus-Punkt Döbereiners. Aber Trauma findet nun so leicht kein Ventil mehr. Konzept keilt noch intensiver gegen These aus. Vogel verlässt Käfig und Käfig sperrt anderes ein. Es wird Halali geblasen. Die Kräfte zeigen sich pur. Und manchmal unerträglich intensiv, wo wir klar und unbeschadet mit doppelt vereinzelter Power umgehen müssen.

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Zwischen Neujahr und Nirgendwo

Dieser Neumond ist ein ganz besonderer. Denn für einen großen Teil der Menschen in Asien beginnt mit ihm auch ein neues Jahr. Auf das Jahr des Holz-Pferdes folgt nun das Jahr des Holz-Schafes und vor allem in China gilt dies als wenig verheißungsvoll. Die dortigen Wahrsager orakeln denn auch schon von großen Kriegen und Naturkatastrophen und zahlreiche Geburten wurden noch schnell künstlich eingeläutet oder gar per Kaiserschnitt erzwungen, nur damit der Nachwuchs nicht im ungünstigen Holz-Schaf-Jahr auf die Welt kommt (Link zu SPON).

Über die Aussagekraft und Relevanz solcher Einschätzungen kann ich mir kein Urteil erlauben, dazu reichen meine Kenntnisse über die asiatischen Spielformen der Astrologie nicht aus. Aber auch aus westlich-tropischer Sicht hat dieser Neumond eine energetische Signatur, die außergewöhnlich ist. Genau genommen hat er eigentlich überhaupt keine und befindet sich in völliger Auflösung jenseits der üblichen Dynamik der Zeitphasen.

Denn exakt um 00:47:14 h trafen sich Mond und Sonne auf 29°59´54“ im Wassermann. Dort also, wo die entsprechende Zeichenenergie schon fast alle individuellen Merkmale verloren hat und nur noch das Wesentlichste, die Essenz des Ganzen, übrig bleibt (siehe Harmonische Resonanzen). Die dann von dem nachfolgenden Zeichen „wiederbelebt“ wird. So weit so gut, nur ist das nachfolgende Zeichen in diesem Fall eben „Fisch“ und im Großen genau dafür verantwortlich, was diesem Neumond im Kleinen gerade passiert ist.

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Vollmond: Wer bin ich und warum so viele?

VMWassermann2018Da ist es wieder - dieses seltsam subtile Prickeln in der Atmosphäre, ausgelöst durch den sich anbahnenden Vollmond, der wiederum das polare Energie-Ping-Pong der Achse Löwe-Wassermann auslöst. Deren Credo, als Frage formuliert, ja tatsächlich lauten könnte:
Wer bin ich und warum so viele?
Denn natürlicherweise stellt Löwe den Abschnitt in jeder Entwicklung dar, in dem sich alles scheinbar auf ein gemeinsames Zentrum fokussiert. Ob es sich dabei um die menschliche Erfahrung an-und-für-sich und irgendein anderes Phänomen handelt, macht lediglich im Ausdruck einen Unterschied.

Da aber alles innerhalb unserer Erfahrung extrem zweipolig entgegengesetzt angelegt ist, erschafft diese Fixierung automatisch und sofort auch das Gegenteil. Zentralisierung und De-Zentralisierung wäre eine freundliche Umschreibung des Ergebnisses, in der erlebten Wirklichkeit ist das aber um einiges härter.

Weil diese innere geistige Mitte, die zumeist mit einer sehr eindeutigen Vorstellung von „Ich-bin-dieses-und-jenes-aber-das-und-auch-das-bin-ich-nicht“ verbunden ist, schafft ja auch ein gewisses Empfinden von Sicherheit. Je mehr desto besser, im Grunde ist das ja genau das, was wir so gerne haben. Keine dummen Selbstzweifel mehr, was immer wir tun soll getragen werden von einem unerschütterlichen Selbstwertgefühl. Der König oder die Königin bin ich, und ich bin was ich bin einfach weil ich bin.

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Saturn: Neues vom Herrn der Ringe

Das war ein bisschen viel auf einmal, was da seit dem  21. Dezember letzten Jahres auf uns einprasselte. Energetisch gesehen sind ja schon Neumonde an sich einprägsam genug, was Seelenbilder und innere Grundlagen angeht. Wenn so ein Neumond dann noch mit dem Zeichenwechsel der Sonne zusammen fällt, bekommt das ganze Prinzip natürlicherweise noch mehr Dynamik. Und wenn es dann noch eines der Kardinalzeichen ist,  und somit einer der dominanten Eckpunkte des Bilderkreises besonders markiert wird, dann ist das schon bemerkenswert.

Schließlich hat auch Uranus in seinen rückwärtigen Tanzschritten inne gehalten und bewegt sich seitdem wieder im Rhythmus der Musik in die „richtige“ Richtung. Knapp eine Stunde vor dem Übergang der Sonne und knapp zwei Stunden vor dem Neumond kurz vor Weihnachten.

Aber das war nur der Auftakt für eine noch nachhaltigere Veränderung – denn am 23. Dezember 2014 um 16:33 h (UT) setzte der Herrscher des aktuellen Sonnen-Umfeldes, Saturn, seine ersten Schritte ins Schütze-Universum. Nach fast 30 Jahren wieder einmal, zuletzt geschah das am 17. November 1985, damals als die DDR noch die hauptsächliche Alternative für Deutschland war und niemand geglaubt hätte, dass die Mauer so fallen könnte, wie sie es dann tat.

Und wer sich bis heute noch keinen Reim darauf machen kann, warum und wieso der Zusammenbruch eines ganzen Staates so jenseitig, so unwirklich und doch so eindeutig stattfand, der möge sich doch bitte noch einmal das mundane Chart des sogenannten Mauerfalls ansehen (siehe auch 1961 - 1989: Aufstieg & Fall der Mauer). Saturn in engster Konjunktion mit Neptun, beide zusammen im Steinbock in Opposition zu Jupiter gegenüber im Krebs. Eng meint hier, dass diese Aspekte innerhalb eines Zeitrahmens von wenigen Stunden exakt waren. Wenn man sich nun kurz vergegenwärtigt, dass solche Konjunktionen oder Oppositionen mit Saturn  grundsätzlich nur alle 30 Jahre stattfinden können, und dass es solch eine Exaktheit dieser besonderen Stellungen und Aspekte innerhalb weniger Stunden zwischen diesen drei Planeten seit Menschengedenken nie gegeben hat, dann mag man ein Gespür dafür bekommen, wie besonders diese Tage aus „kosmischer Sicht“ waren.

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Erlösung ist auch keine Lösung

Das Gespenst der "Erlösung" ist erfreulicherweise gar keine astrologische Erfindung, sondern stammt aus den tiefen Tälern der ambitionierten, wunscherfüllenden Esologie. Sprich, von den Leuten, die der Ansicht sind, alles sei vermeidbar an Schicksal, wenn man nur ordentlich dafür betet, Bäume umarmt, sich selbst verbessert, russische Energie-Zahlen aufsagt, Herzenskräfte in die Welt ergießt oder sich irgendwie sonst als bewusstes Mitglied der weißen Schafherde zu erkennen gibt. Gute Nachricht: Wer da genau den Geist dieser Retro-Entwicklung bis zur neuen Perfektion des Übermenschen (Paradies-Vorstellungen!) aus der Taufe hob, ist dann auch schon egal. Was sind Namen? Gute Nachricht: Man muss sich, trotz all dieser verständlichen, menschlichen Erlösungs-Sehnsucht ja nicht unbedingt freiwillig in diesen Niederungen des Hochglanz-Bewusstseins aufhalten und damit dann auch in der Astrologie einen Mega-Anspruch an alle stellen, die gerade mal ein paar schlechte Tage haben. Oder einen heftigen Transit. Oder die Nase voll davon, immer nur den Kanon der Selbstverbesserer nachzubeten. Und die wir dann etwa noch widerwillig ins planetare Optimum Richtung Seelenfrieden einwinken müssten.

Müssen muss man nämlich immer noch gar nichts. Mann, Frau oder wer auch immer setzt sich aber auch als Astrologe inzwischen nur allzu leicht in die Nesseln, wenn man es ablehnt, sich dem buchstäblich fein säuberlich ins "spirituelle" Weltbild eingemeindeten und darum ersehnten Erlösungs-Gedanken unterzuordnen. Und dessen Auswüchse nicht doch wenigstens anstandshalber in der Beratung zu erwähnen - ganz am Rande, fast lustig. Hauptsache, die höheren Weihen der Esologen bleiben erkennbar (falls sie etwa doch stimmen sollten - was ja nur die Götter wissen) und der Klient fühlt sich aufgehoben. Wenn er etwa einer der Jünger der Weisen, Besser-Wissenden und selbsternannten Gurus (gern auch aus Lünen) sein sollte. Da fragt man dann vielleicht launig: Na, wie sieht's denn in Sachen Selbst-Erkenntnis so aus? Schon weitgehend erlöst? Oder lebst du etwa noch?

Sei brav oder es kommt die Eso-Polizei!

Im Ernst: Falls man als Normalmensch etwa tatsächlich weiter wie ein bewusstloser Grottenolm vor sich hin vegetiert und seine planetaren Energien immer noch ganz unerleuchtet heraushaut, ist da ja nicht wirklich ein weltverschlechterndes Problem. Nur für die, die glauben, dass es anders funktonieren würde und man durch sein unerlöstes Feld gleich die halbe Umgebung und ihre Entwicklungs-Prozesse mitvergiftet. Natürlich würde aber kein vernünftiger Mensch das seinem Klienten genauso ungeschminkt sagen (dann ist er nämlich eher unvernünftig), sondern allenfalls etwas beschönigender. Aber langsam setzen sich eben auch in Beratungen diese haltlosen Erlösungs-Ideen durch. Vielleicht nur eine Sache von Angebot und Nachfrage. Oder davon, dass man sich zu schnell an Bewusstseins-Kontaminierung, wie sie nach der Erscheinung von esologischen Großhändlern des strahlenden Friedens überall üblich und erwünscht wurde, einfach zu schnell gewöhnt.

Streckt dann beispielsweise der irgendwo Hilfe suchende Skorpion-Betonte seine berüchtigten Fangarme (wie zu erwarten und auch für's System gar nicht falsch!) etwas zu manipulierend aus (statt die ihm eigene Transformationskraft ziviler, d.h. für die Eso-Polizei ordnungsgemäß zu „heben“ und zu bearbeiten, bis sie weg ist), gibt es meist verbale Schläge. Da diese etwas unangenehmere Seite der plutonischen Intensität beim Umfeld nur für beträchtliche Angst-Transpiration sorgt, die bei Esos zuhause nicht vorgesehen ist. Und stört. Und darum als erster Ansatz allgemeiner, drohender, um sich greifender Un-Erlösung von besseren Kreisen ohne Verzug gemaßregelt wird. Besonders gern auch in astrologischen Foren, wo die ansüruchsvolle Idee des zu Lösenden (oder der unerlösten Fratze im Spiegel des immer anderen) oft herrlich bunte Blüten treibt.

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Montag, 19. August 2019

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