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Widder-Neumond: Walle, walle...

Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.

Goethe – Der Zauberlehrling

In der Nacht zum Montag ist es wieder soweit - Sonne und Mond treffen sich auf 26°02´im Widder nur knapp 2 ° von der Konjunktion mit Uranus entfernt. In gewisser Weise ist dies eine Verabschiedung von dessen Stellung im Alpha-Zeichen des Zodiaks, denn am Tage des nächsten Neumonds wird der Herr des Wassermanns ins Zeichen Stier wechseln

Vielleicht ist es deswegen auch hilfreich, sich einmal mehr der puren Energie zu widmen, die sich um diesen Neumond herum gerade aufbaut. Eigentlich völlig ungeeignet, um sich auf einem Monitor den Tanz von virtuellen Buchstaben anzuschauen. Es sei denn, man würde selbst wahllos auf die kleinen Tasten hauen, immer nur dem Ursprungsimpuls folgend, ohne auf etwaige Sinnzusammenhänge zu achten.

Tack,tack, tackterack…

Um dann irgendwann festzustellen, dass sich daraus aber doch geheimnisvolle Botschaften ableiten lassen, Nachrichten aus dem Universum. Die man zwar selbst verfasst hat, aber das gerät dann schnell mal in Vergessenheit, wenn die Faszination ob dieser völlig neuen Eindrücke mehr und mehr um sich greift.

Kinder spielen am Himmelsstrand im Sternensand…

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Karfreitag - der Himmel über Golgatha

Und es sind himmlische Körper und irdische Körper; aber eine andere Herrlichkeit haben die himmlischen Körper und eine andere die irdischen. Eine andere Klarheit hat die Sonne, eine andere Klarheit hat der Mond, eine andere Klarheit haben die Sterne; denn ein Stern übertrifft den anderen an Klarheit.…

Die Bibel, Korinther 15, 40-41

Die obigen Zeilen stammen nicht etwa aus einem alten, weisen Almanach, in dem die astrologische Bedeutung der Sonne, des Mondes und der Sterne im Allgemeinen thematisiert wird. Nein, sie stammen aus dem Buch der Bücher – der Bibel (Korinther 15, 40-41). Verwundern kann das aber eigentlich nur, wenn man sich von der offiziellen Ablehnung der Astrologie durch den Kirchenstaat hat blenden lassen. Denn wer das Buch der Bücher aufmerksam und vorurteilsfrei liest, wird auf unzählige solcher Hinweise stoßen, die in ihrer Gesamtheit den Eindruck vermitteln können, dass das Wissen um die Zeit und ihren kosmischen Ausdruck durch die Wanderung der Planeten vor dem Sternen-Hintergrund, schon immer fester Bestandteil des christlichen Glaubens war.

Das beginnt bereits im Alten Testament mit den verborgenen Hinweisen auf unterschiedliche, astro-logische Zeitalter. Denn während die Ägypter als Herrscher des Stier-Äons galten, war Moses, der große Prophet, der sein Volk ins gelobte Land führen wollte, eine Manifestation des Widders. Klassisch ist in diesem Sinne die Geschichte über „den Tanz um das goldene Kalb“ oder auch der Umstand, dass Moses in früheren Zeiten oft als „der Gehörnte“ bezeichnet und dargestellt wurde.

Jesus dagegen war wiederum zweifelsfrei der Prophet des Fische-Zeitalters. Und benutzte scheinbar auch astrologische Inhalte, um seinen Jüngern Ratschläge für die Zeit nach seinem Übergang zu geben.

Er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug; folget ihm nach in das Haus, da er hineingeht,

Die Bibel, Lukas 20-10

Menschen ohne astrologische Grundkenntnisse werden diese Passage als einfachen Hinweis deuten – in einer Stadt begegnet man einem Wasserträger, dem man in ein bestimmtes Haus folgen soll. Der astrologische Kontext bezieht sich aber klar auf das Zeichen Wassermann, dem die Jünger nachfolgen sollen. Warum dieser Rat so verblüffend ist, wird sich im Laufe dieses Artikels noch zeigen.

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Der Mann, der die Erde entmachtete

"In der Mitte von allen aber hat die Sonne ihren Sitz. Denn wer möchte sie in diesem herrlichen Tempel als Leuchte an einen anderen oder gar besseren Ort stellen als dorthin, von wo aus sie das Ganze zugleich beleuchten kann?" (Nikolaus Kopernikus).

Wie wird aus einem kleinen Jungen mit Mond-Jupiter-Konjunktion im Schützen in 4 eine Berühmtheit? Indem er, wie sein astrologischer Auftrag sagt, aus dem Empfinden über Grenzen geht und von der Sicherheit des Privaten aus weit über alle Tellerränder hinweg schaut. 

Nikolaus Kopernikus, der die Sonne sozusagen wieder an ihrem richtigen Platz im System aufhängte (mittig) und so das heliozentrische Weltbild gegen den erdgebundenen Wichtigkeits-Wahn der alten Weisen installierte, sah wohl wirklich weiter als andere. Tatsächlich spielte auch die Achse Sonne-Erde in seinem Horoskop astrologisch eine machtvolle Rolle. Als Fisch wurde er mit Sinn (Jupiter) für Rätsel und Schleier über dem Wirklichen groß, brauchte aber mit der 7. Haus-Sonne auch letztlich viel Feedback und brachte dann glasklares, neues Bewusstsein für Fakten (Erde in Jungfrau) in die Welt. Bei all der schützehaften Vision, die in ihm Kirchliches und beobachtbarer Schöpfungsmythos vereinte:

"Wer sollte nicht durch die stete Beobachtung und den sinnenden Umgang mit der von der göttlichen Weisheit geleiteten herrlichen Ordnung des Weltgebäudes zur Bewunderung des allwirkenden Baumeisters geführt werden?" (Nikolaus Kopernikus, Sonne-Jupiter im Schützen)

Heute feiert er seinen (543. julianischen) Geburtstag. Getreu seines Aszendenten, wie auch Erde in Jungfrau, arbeitet sich schon der Junge Nikolaus durch sein nicht einfaches Schicksal (Sonne-Pluto). Beim Neptun Quadrat zur Sonne (kann unter anderem als Verlust des Vaters übersetzt werden) stirbt wirklich erst sein Vater, dann offenbar auch die Mutter und er wird bei seinem Onkel groß. Bei der ausgeprägten Schütze-Betonung liegen natürlich Studien nah - und so zieht Kopernikus bald durch Italien und studiert unter anderem Medizin, Mathematik, Astronomie - aber auch - zum Schrecken heutiger Wissenschaftler, die das Stiefkind Astrologie bei ihren arrivierten Vorfahren gern auch unterschlagen - intensiv mit dem Astrologen Dominicus Novara (NZZ). In Rom steigt er aber auch schütze-gerecht zum Doktor des Kirchenrechts auf. Alles Jupiter - und mit Mond in der Konjunktion dazu auch tiefst empfundene, fast schwärmerische Herzens-Angelegenheit.

Vielleicht liegt es dann aber auch daran, dass er durchaus den Zauber des Astrologischen so nah war, dass er eben kein astrologische Werk veröffentlichte, sondern sogar im Hauptwerk seine Leser festnagelte: "Astronomie wird für Astronomen geschrieben". Da sprach der Jungfrau-AC. Fische-Sonne schwamm allerdings, das zeichnet sich im Radix deutlich ab, längst im Gewässer ganz anderer Deutungen, die leider nicht so ernstnehmbar waren vor den heiligen Urteilen des wissenschaftlichen Publikums - schon damals nicht. Langsam schieden sich auch astronomisch-astrologisch die Geister. Und dieser Kopernikus befand sich so nah am Atem dessen, was Worte nicht ausdrücken können (auch das Neptun in 3), dass er sich der Fallhöhe nach beiden Seiten bewusst war. 

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Geduld entwickeln, Ruhe bewahren...

Noch 3 Tage, dann hat endlich das Quadrat zwischen Saturn und Neptun seinen Höhepunkt überschritten. Heliozentrisch betrachtet. Für alle, die sich darunter nichts oder nur wenig vorstellen können, folgt ein kurzer Überblick, denn gemessen am gesamten Alter astrologischer Beobachtungen steckt die heliozentrische Betrachtungsweise noch in einem embryonalen Stadium. Zwar soll schon ca. 250 v.Chr. der griechische Astrologe und Mathematiker Aristarchos von Samos die Idee verbreitet haben, dass sich die Erde um ihre eigene Achse drehen würde und die Planeten Umlaufbahnen um die Sonne hätten. Aber erst Nikolaus Kopernikus gelang es 1543 mit seinem Werk „Über die Umschwünge der himmlischen Kreise“ die Welt davon zu überzeugen, dass die Erde eben doch nicht der Mittelpunkt des Universums sei. Heute wissen wir, dass auch die Sonne nur ein Himmelskörper unter vielen ist und sie sich, genau wie die Planeten, um das gemeinsame Baryzentrum unseres Sonnensystems dreht.

Heliozentrische Ephemeriden mit denen man astrologisch-sinnvoll arbeiten konnte, gibt es erst seit einigen Jahrzehnten und so muss es niemand wundern, dass dieser Zweig der Forschungsarbeit noch relativ unentwickelt ist. Was wohl auch daran liegt, dass viele Astrologen Angst vor scheinbaren Widersprüchen haben, wenn sie denn beide Systeme verwenden würden, denn:

„Nimmt man für ein und denselben Zeitpunkt beide Charts und vergleicht sie, stellt man schnell fest, dass Sonnen- und Erd-Uhren sehr unterschiedlich ticken. Zum einen findet das seinen Ausdruck in den Umlauf-Zyklen bezogen auf den Tierkreis. Während aus unserer Erdsicht Merkur und Venus fast ein Jahr benötigen, um alle zwölf Wandlungsphasen zu durchlaufen, brauchen beide für einen vollständigen Umlauf aus Sonnensicht nur ca. 87,9 Tage (Merkur) bzw. 224,7 Tage (Venus). Bei den äußeren Planeten ab Mars gleichen sich die Zeitverhältnisse fast an, aber für alle gilt – heliozentrisch gibt es nur eine Richtung, in der sich die Taktgeber der Zeit, die Planeten, bewegen. Immer nur vorwärts, niemals zurück. Auch das mag ein Hinweis darauf sein, dass das heliozentrische Abbild, in Bezug auf den Ausdruck der Zeitqualität, näher an der Wirklichkeit ist. Während unsere Erdsicht mit dem Phänomen der Rückläufigkeit tatsächlich einer „wirklichen“ Erscheinung entspricht, die aber im Widerspruch zu unserer sonstigen Zeiterfahrung steht.“

aus Helio-Synthese: Die zwei Gesichter der Zeit 

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Aquarius: Vorhang auf für 'Zirkus Welt'

And the mind's true liberation - Aquarius! Aquarius! (Hair, Musical mit Schütze-Uranus am GZ).

Das einzig Sichere ist natürlich die Veränderung. Ein Satz aus der 11. Dimension, dem Vogelflug, wo Dinge so unberechenbar bleiben mit Millionen überraschender Facetten: Willkommen in den luftigen Himmeln des puren Minds, der Freiheit exzentrischer Begnadung und Möglichkeit, der Kühle neuer Gedanken, optionaler Abschiede und vieler Trümmer, in der Klarheit der Revolutionen.

Überall, wo etwas zu fest wird, arbeitet Uranus jetzt doppelt dagegen an. Willkommen im Wassermann! Um 15.27.06 Uhr GMT läuft die Sonne ins Zeichen der Rebellen ein und es wird Zeit, die saturnische Verhärtung wenigstens gedanklich (Wassermann ist die Krönung der Mental-Zeichen) hinter sich zu lassen. Sonst muss und wird etwas außen die Mauern schmerzhafter sprengen. Gegen jeden Widerstand, angesichts dessen der so eigene Kopf des Wassermanns am Lebendigsten wird. Ziehen wir uns besser sein Narrenkostüm freiwillig an, wenn kurz vor dem Wechsel und in den ersten Graden diese kleine, gnadenlose Leere im Kopf entsteht, die auf Entwicklung hinweist, auch wenn man sie am liebsten entfernen möchte.

"Zirkus Welt: Ein Wassermann betrachtet die Welt gleich einem Vogel von oben, etwas spöttisch, etwas amüsiert. [...] Ihm scheint das menschliche Leben in seinen Gegensätzen geradezu grotesk, er lebt in anderen Kategorien. Warum sollte er in tierischem Ernst Maßstäbe anwenden, denen er sowieso nicht traut, die ihm sowieso fragwürdig und angreifbar erscheinen." (Wolfgang Döbereiner, Mars 0° Wassermann, RADIX Astro-Databank)

Die Wassermann-Phase im Zodiak ist die der Neutralisierung von Unterschieden. Dazu muss oft erst ein starker Wackler ins reibungslos laufende System eingebracht werden. Auch in reibungslos abgespulte Konflikte übrigens. Aquarius erkennt ja blitzartig, wo man sich über die Dualität erheben muss, unvermittelt und kurz. Oft fühlt sich gerade seine Präferenz störend an. Sie bringt etwas, was einem noch fehlt, gerade, weil es klirrt und scheppert im Alltag. Wie sollte das Ungewohnte vertraut und angenehm sein? Wassermanns Prinzip liebt nun mal das und die Andere(n), alles, was nicht stromlinienförmig, sondern spitz, eckig, gegen das Eingepasste, Vertraute, Sichere ist. 

Stier als Wassermanns Schatten gründet die geschlossenen Gesellschaften, an denen Uranus kratzt, bis - Venus-Uranus - die Systeme crashen. Seine Repräsentanzen sind Haus 11 und König Uranus, der das Abrupte, Radikale, Unruhige, Unverbindliche, das Schweben so sehr liebt - Zwischenzustände, weil sie den Druck erhöhen, etwas zu brechen. 

"Ich will da rein" (Der junge Gerhard Schröder, Mond-Neptun in 11 Trigon Uranus, als er am Zaun des Kanzleramts rüttelt)

Wassermann ist gewöhnungsbedürftig, weil selten windschnittig. Die Pforte, über die man ins Noch-Nicht oder Nicht-Mehr der Fische kommt, den Zauber erlangt und die Grenzenlosigkeit. Und über den umgekehrt auch die Grenzenlosigkeit auf die Erde fliegt. Er erlöst, astrologisch übersetzt, zwischen den beiden, Neptun zum Saturn hin, in die Zeit. Nicht nur für euch mit den wichtigen Uranus-Transiten sind seine Themen nun bedeutsam (da die einlaufenden Sonne im Zeichen die Überläufe wie ein Scheinwerfer aktiviert). Überall vervielfacht sich nun Widerstand, wo Dinge zu starr (und damit zerbrechlich) geworden sind. Wassermann-Sonne wird zur Ampel: Die kleinen Störer sind auf einmal in deinem Leben los? Ob durch Geräusche, Gerüche, Ideen, Beeinflussungen, Behinderung? Schau, was dir das sagt Wo bist du momentan zu eng, zu hart, zu unbeugsam? Wassermann ist der Finger, der auf den Durchbruch zeigt, ist der Himmel des Herausgehoben-Seins aus dem Üblichen. 

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Leerer 3. Quadrant: Die Wüste lebt

Eigentlich ist es eine Art Fernseh-Sessel-Prinzip: Wer mit einem komplett leeren 3. Quadranten gesegnet ist, hat natürlich auch Beziehungen. Die Wüste lebt, sozusagen. Aber manchmal kommt es einem vor, als werkele diese Spezies den halben Tag in und an ihrem ersten, zweiten oder vierten Tierkreis-Viertel herum (je nachdem, wo es bei ihnen so clustert) und ließe das lebendig begegnende Leben filmreif vorüberziehen. Mal sehen, ob mich einer berührt und was mir zustößt. Ah, schau, dort taucht wieder wer auf! Ein Mensch! Will er etwa was von mir? Oh nein, oh nein! Wie hieß der bloß noch mal?

Wie kann nun so ein Leben mit so viel Begegnung-Variable aussehen? Ganz praktisch einige Beobachtungen: Selbst habe ich leider ein heftigst ausgestattetes Beziehungs-Viertel im Geburts-Horoskop. Bin daher ständig unterwegs, um andere Leben zu kolonialisieren. Deshalb schickt uns ja das "Schicksal" (oder wer auch immer) Protagonisten, deren übersichtlicher 3. Quadrant immensen Raum für Befriedungs-Wünsche bietet. Gern gähnende Leere, allerhöchstens ein kleiner Saturn als 7. Hausbewohner (den lasse ich als verschärfend für die Rest-Leerheit gelten), der hier als Anführer der -Losigkeit die Sache nicht viel besser macht. Man darf sich darauf einrichten, Auslöser sein zu müssen. Weil sich von selbst im leeren Dritten nichts auslöst. Vielleicht ist diese Wechselwirkung zwischen 1. und 3. Quadranten ja ein Sog. Nach beiden Seiten. Nie werde ich folgende drei Begebenheiten vergessen, die viel über das Wesen des leeren Begegnungs-Quadranten erzählen (alle drei Betroffenen haben einen so gut wie leeren BQ):

Die erste Begebenheit: Haus 7 ist ja auch Haus 1 des anderen = die fremde Durchsetzung, Haus 8 das fremde Revier, Haus 9 der fremde Ausdruck. Sind sie leer, werden sie häufig sekundär, indirekt über Herrscher anderswo ausgelebt. Ein Beispiel mein Kind. Dessen Orientierung (es ist starker 1. Quadrantler mit leerem 3.) im Raum war immer etwas löchrig. Menschen nahm es stets als stark auf sich bezogen wahr, weniger als eigenständig. Grenzen, die nicht von ihm selbst abhingen, blieben ihm mysteriös. Wenn wir früher aus dem Ruhrgebiet nach Berlin heimfuhren, kam stets die Frage: "Wann sind wir denn endlich wieder in Deutschland?" Es war ihm nicht beizubringen. Die Wahrheit draußen zählte nicht.

Einmal wollte es abgeholt werden. Aus dem Hause eines neuen Freundes. Tim. Soviel Identität war immerhin hängen geblieben. Wo ich denn klingeln müsse? Schweigen. Ja, weißt du denn den Nach-Namen gar nicht? Was für eine Frage für jemanden, der nicht - wie ein 3.Quadrantler - nach sieben Minuten Bekannschaft Sockenfarbe und Geburtszeit des anderen kennt. Schließlich murmelte das Kind etwas, das wie "Schlüdde!" klang. "Bist du sicher?" Nicken. Wir suchten dann abends stundenlang in der düsteren Hauptstadt nach dem Kind und Tim Schlüdde, dem neuen Bewohner seines 3. Quadranten. Kurz vor Benachrichtigung der Polizei stellte sich  - durch starke Anteilnahme von Schlüddes Nachbarschaft - heraus, dass Tim Schlüdde Jan Flehheider hieß.

Bockig stand das Kind dann da, als ich auf das Klingelschild tippte und "Fle-hei-der!" sagte. "Ja, Schlüdde!" gab das Kind zurück. "Sagte ich doch!" Der dritte Quadrant ist ja der geistige. Wir können nur benennen, was uns wirklich begegnet. Das hat aber bei einem leeren 3. Quadranten weniger Eigenheit als bei einem vollen. Daher richtet Mensch seine Aufmerksamkeit nur auf sein leeres Viertel, wenn es sich quasi aufbäumt. All die Kai-aus-der-Kiste-Figuren, die ihre Planeten hineinsetzen, nimmt er als flächenhaft diffus wahr. Ihnen streift er dann gern die private Sicht ganz vortrefflich über. Bis sie entweder seinen Stempel nehmen oder Leine ziehen. 

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"Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif..."

2016 und die Reisen der Seele:

Dies wird auch das Jahr der Erlkönige des Saturn-Neptun, der nötigen psychologischen Lösungen (wenn es überhaupt welche gibt) für bestehende Probleme. Die Nebel des Unbewussten wallen ja weiter, über Flüchen und Flüchtenden, im Versuch des Chaos, das Bewusstsein der Formen zu entmachten. Und das ist auch gut so. Denn jene zahllosen Traumgestalten der Angst (wie immer sie hießen in den vergangenen Monaten) ähneln inzwischen Riesen und anderen gewaltigen Archetypen aus Märchen. Das ist die Kompensation durch das Neptunische, Namenlose, des Zaubers von zeitloser Wahrheit, der überall vom Diktat des Faktischen (Jupiter Jungfrau) so sehr in die Ohnmacht dirigiert wurde. Diese Welt ist nicht so logisch, wie sie sein soll, nicht so richtig und falsch, nicht so kontrollierbar, wie man sie gerade haben will. Wir alle sind das Schicksal, das wir befürchten, je nachdem, wie wir das Leben sehen wollen.

Die beweglichen Zeichen machen leicht Zeit zum Deal und Dasein zum Verhandlungs-Schauplatz. Deshalb schwanken wir alle gerade auch so berührbar zwischen den vielen flüchtigen Symptomen und Symbolen des veränderlichen Zodiak-Kreislaufs (der mit der Abstraktion von Luft in den Zwillingen beginnt, auf die sich nun Saturn und Neptun auswirken). Begriffe und Sinn-Zuschreibungen kommen auf, mit denen wir der Welt Logik aufprägen. Jungfrau-Fische getriggert, das heisst aber auch: Merkur-Neptun regiert die Wahrnehmung mit allen drohenden Verschiebungen. Ja, wir sind immer noch, was wir denken. Soweit die gute und die schlechte Nachricht zugleich. Wie also wird 2016 im Untergrund der psychologischen Entwicklungen? Dieses brandneue Jahr, das als Kind einer konstruierten Zeit doch auch bloß Erfindung des menschlichen Bewusstseins ist? So wie wir es wählen. Und das ist keine Ausrede, sondern eine Chance.

"Das Bild der Welt ist eine Projektion der Welt durch das Selbst. [...] Wenn wir darüber hinausgehen wollten, würden wir ein Erdbeben im Geist des Durchschnittsmenschen hervorrufen, der ganze Kosmos würde erschüttert, die heiligsten Überzeugungen und Hoffnungen würden aus den Angeln gehoben." (CG Jung, Tavistock Lectures) 

Für Neugierige zum Vorab-Klicken: 

2016 geht es im "inneren Klima" der Welt, im Bereich der nötigen Entwicklung, ja auch sehr stark um die drängenden Erweiterungen Jupiters, die Anschauung und Vision, und um Neptun, das Unbewusste, was jetzt versucht, in die scheinbare Wirklichkeit der Detail-Welten vorzudringen, so wie wir sie verstehen. Obwohl in Wahrheit das Unsichtbare vielleicht noch stärker als sonst die umfassendere Realität ausmacht. Dadurch scheinen diese Zeiten manchmal erst recht schlüpfrig, schlammig und missverständlich. Wer jetzt keine Klarheit hat darüber, was sein Eigenanteil an den Schwierigkeiten des Außen ist, wird lange blind sein. Wo jetzt ein Flächenbrand von Bereinigungen entsteht, den der Jupiter in der sauberen Jungfrau ansteckt, wird die Sucht nach scharfen Grenzen und Purheit des Unvermischbaren (metaphorisch und buchstäblich) auch im Land und inneren Landschaften lange bestehen bleiben.

Astrologische Jahres-Prognosen sind immer ein Wagnis, weil sie grundsätzlich auch mit einem Teil des generellen Problems jeder Erkenntnis dealen müssen. Wir arbeiten mit genau dem, was nun tatsächlich ein so wichtiges Thema der kommenden Monate wird. All den Brillen, die uns die veränderlichen Bereiche des Zodiak aufsetzen, damit wir Welt begreifen und überhaupt leben können, statt in der Auflösung jedes Sinns im 12. Zeichen unterzugehen. Aber diesmal sind sie es noch mehr. Denn genau das lässt doppelbödig in diesem von den Aspekten zwischen beweglichen Zeichen geprägten 2016 auch die Gespenster auferstehen, die wir aktuell so wahr und faktisch umrissen im Außen zu sehen meinen. Diese Feinde, die doch in Wahrheit nur die Geister des eigenen Verdrängten sind:

"Das Unbewusste ist kein dämonisches Ungeheuer, sondern ein moralisch, ästhetisch und intellektuell indifferentes Naturwesen, das nur dann wirklich gefährlich wird, wenn unsere bewusste Einstellung dazu hoffnungslos unrichtig ist. In dem Maße, wie wir verdrängen, steigt die Gefährlichkeit des Unbewussten." (CG Jung, Traum und Traumdeutung)

Dominant werden, anders als bei der Kardinal-Betonung von 2015, die Themen der fallenden Zeichen (rechts das Jahres-Radix, berechnet auf Greenwich). Alles dreht sich um Merkurs Information und Verwertung, Jupiters Anschauungen und Neptuns Leuchten hinter den Scheibenwischern der bekannten Horizonte: Da gibt es noch so viel mehr, was an Unterströmung und geheimer Vernetzung regiert. Insofern wäre es kein Wunder, wenn auch Spionage wieder als Topos auftauchte - neben der Notwendigkeit, in jedem Außen-Symbol die innere Entsprechung zu entdecken - wenn wir weiterkommen wollen. In tieferem Sinn.

Was den Blick auf die Welt auch noch prägen könnte und sollte. Gerade, wenn Schwierigkeiten entstehen, die aus Gedanken-Klischees geboren wurden. 2016 handelt mehr als andere Jahre mit Sinn und Verstand und der Frage, wie und wo man ihn verliert. Mit Wahrheit und Lügen, Detail und Überblick, der Leere, die dem ewigen Ankern an Gebräuchlichem folgen muss, wollen wir nicht Messies des Bewusstseins werden. Und schließlich dem Wald, den man vor lauter Bäumen unter Umständen nun wirklich nicht mehr sieht. Mond-Jupiters wohlige Versprechen sind in 12 als Lösung (Mond Herr MC Greenwich!) aber im Neujahrs-Chart noch völlig verdeckt, undurchsichtig.

Die Erweiterung des Mitgefühls, das hier heimlich lebt und herausgeholt und verbrauchbar gemacht sein will fürs Leben, braucht Ausdruck. Da ist auch dieses stetige, poetische Funkeln der Grandiosität an der Schwelle zum Sein (Jupiter Herr 3), das aber als positiver Schritt noch völlig verneint scheint. Es fehlen nach wie vor die guten Lösungen, auf die man sich einigen wollte. Seit Uranus-Plutos Quadrat mit seinen zwingenden Konzepten, das immer noch den unterschwelligen Grundtakt angibt, sitzen wir chronisch zwischen Baum und Borke. Nun muss ich wählen: Wie sehe ich die Welt? Als Traum oder Wirklichkeit, Problem oder Lösung? Im Bann der mundanen Aspekte von Jupiter, der kosmischen Lupe, dem Füger, der die losen Enden so viel Probleme in der Hand hält, soll ein Schuh draus werden. Zuhause, wo immer das sein mag (Pluto in 4) regiert (Steinbock) starker Druck. Imme noch dreht sich das Denken über's Jahr (Merkur im letzten Grad des Saturnischen) um Verregelungen, Rechte und Gesetzmäßigkeiten. Oder, in einer kleineren Alltags-Erfahrung, auch um die Routinen des Jupiters in der Jungfrau, der jetzt einen berechenbaren Umgang mit Schicksal sucht. Aber:

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Samstag, 8. August 2020

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