Sonnen-Transit: Wenn Venus weint
Phänomen des schwarzen Tropfens
Es war immer eine Zeit der Zeichen und Wunder. Kurz nach dem nächsten, besonderen Vollmond auf 14 Grad Schütze ist es wieder soweit: Die sehr seltene VENUSPASSAGE vor der Sonnenscheibe kündigt astrologisch am 6. JUNI, gegenüber dem Great Attractor (GA), große Veränderungen an. Als Galaxie-Magnet, zu dem kosmisch alles zieht, ist der GA im Chart von mystischer, uralter Bedeutung. Eine Art Sog des Unerreichbaren geht von ihm aus, der von Venus im Transit über das Zentralgestirn verstärkt wird und Leben in Anspannung versetzt. Weltliche, geistige Maßstäbe, Existenzfragen und Besitztümer, unsere Liebe und der Fokus ideeller Ausrichtung (Stier und Waage) richten sich jetzt an etwas Höheren, Größeren und Gleißenderem aus.
Die sehr raren Venus-Durchgänge sind astrologisch Bereiche der Relativierung. Sie setzen Dinge wieder in die richtigen Bezüge zueinander. Überhöhtes wird kleiner, Verkleinertes wieder so groß, wie es eigentlich ist. So wie buchstäblich die Venus während des Transits, der nur jeweils alle acht und hundert Jahre stattfindet, zu einer winzigen, verdunkelten Scheibe mutiert, die - von der Erde aus gesehen - wie ein Spot über die Sonne zieht, so entwickeln sich in den folgenden Jahren oder Jahrzehnten bis zur erneuten Passage Venus-Dinge analog einer höheren Ordnung.
Deren Ausprägung wird durch die Aspekte sehr fein umschrieben, die während des Venus-Durchgangs mundan entstehen. In der Verknüpfung von den Ereignis-Achsen oder planetaren Figuren zum eigenen Chart wird die individuelle Neu-Orientierung und Relativierung ersichtlich. Insbesondere Menschen mit starken Venus-Bezügen können in der Folgezeit Überraschungen erleben. Der Kompass richtet sich anders aus.
Wo stehe ich eigentlich im Netz der gegenseitigen Abhängigkeiten? (Sonne). Wer bin ich, jenseits dessen, nach dem ich mental oder stofflich greife? (Venus). Wer sind die anderen? Das sind die Fragen, die sich bei Venus-Passagen stellen. Die übergroße Wichtigkeit, die dem "Liebes-Planeten" irdisch zugemessen wird, bekommt in dieser Phase eine neue, relative Bedeutung. Venus verdunkelt sich scheinbar. Erst dahinter ist das große, gleißende Licht und darum herum der Sog des Unnennbaren. Kein Wunder, dass beim Austritt der Venus aus dem Sonnen-Hintergrund das sogenannte Phänomen des "schwarzen Tropfens" auftritt. Am Rand des Zentralgestirns sieht es aus wie eine dunkle Träne. Eigenartige Dinge ereignen und verändern sich, wenn Venus weint.
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Semken und Neptun Hartmut Semken, Ober-Pirat, ist unter Neptun auf Mond zurückgetreten. Passend zur neptunischen Neigung, sich Selbst-Illusionen hinzugeben und andere mit Beschönigung abzuspeisen, wird ihm vorgeworfen, seinen Vorstand belogen zu haben. Dass das ziemlich harte Folgen zeitigt, obwohl Semken sein Verhalten selbst unverzeihlich findet, dafür spricht ein weiterer Transit: Saturn im Quadrat zur Steinbock-Sonne und Konjunktion Waage-Mars. Da kommt keine Lüge dauerhaft durch. Das nächste Mal besser fantasievolle Partei-Programme erfinden!
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Zuckerbergs Jupiter Facebook goes Börse. Alles Jupiter: Mark Zuckerberg steht momentan unter Sonne-Jupiter-Konjunktion auf seiner Geburtssonne. Außerdem überlief der schützehafte Herr des Optimalen vorher eine Kette von Skorpion- und Stier-Planeten. Weil Zuckerbergs Jupiter allerdings im Radix im Steinbock sitzt (12 Grad), wird der Börsengang unter starken Einfluß des mundanen Uranus-Pluto-Quadrats wohl auf Dauer nicht so glamourös bleiben, wie erwartet. Alles, was Jupiter ins Unermessliche zieht, wird nämlich später von Saturn wieder auf die Realitäten zurückgestutzt. |
Finale Ende Stier Bayern gegen Chelsea - am Samstag ist es soweit. Die Münchner spielen daheim, was sich für Jupp Heynckes unter Mond Trigon Jupiter am Tag des Big Deal noch hoffnungsfroh anfühlt. Sonne am DC Ende Stier zu Spielbeginn legt nah, dass da doch einiges anders kommen kann, als es aussieht. Chelseas Trainer Di Matteo steht zwar unter Uranus-Pluto über Venus, aber auch Heynckes hat Uranus Quadrat Saturn noch nicht hinter sich. Die astrologische Prognose ist wackelig. Es riecht eher nach einem schwierigen Spiel mit Gleichgewicht der Kräfte. |
120 Millionen: Munchs letzter Schrei
Rekord-Auktion mit Neptun-Kurve
Es war der letzte "Schrei", der noch zu haben war: Für knapp 120 Millionen Dollar kam EDVARDS MUNCHS Gemälde nun unter den Auktions-Hammer. Dabei gibt es insgesamt gleich vier davon. Entstanden zwischen 1893 und 1910, hängen drei gut behütet in Museen. Nur diese, die etwas hässlichere, kleine Entchen-Version eines Schreis sozusagen (nicht mal einen Meter hoch), suchte nach vielen Jahren in der Wohnstube der norwegischen Sammler- und Reeder-Familie Olsen neue Käufer. Und siehe da, man schlug sich fast darum. Dem Höchstbietenden gehört jetzt das teuerste Bild, das je versteigert wurde.
Das angeblich erste expressionistische Gemälde der Welt ist aber so oder so ein Jahrhundert-Ereignis, das man gern astrologisch untersucht. Wichtige, planetare Stellungen in den Venus-Zeichen Waage und Stier, die in der Astrologie u.a. auch Kunst und Werte abbilden, sind für ein Event wie die Auktion dringend erwünscht. Dazu auch möglichst auch eine starke Jupiter-Prinzip-Beteiligung. Denn hier geht es ja um viel. Bzw. um noch mehr. Das Optimum. Unglaubliche Werte.
Der Auktionsbeginn bei Sotheby's in New York zeigt dementsprechend auch Skorpion-AC - die fremden Werte - plakativ mit Stier-Sonne im Waage-Haus 7, wo es öffentlich wird und um sehr viel Geld geht. Sie läuft deshalb auch sehr logisch in eine Konjunktion mit Jupiter als Herr 2 (des Geldes und bisherigen Besitzers). Venus selbst dagegen befindet sich in 8 beim Geld der anderen, sie macht dazu ein Sextil mit Merkur als Herr 8 im Widder. Dementsprechend beschreibt Herr 2 ab 2, Haus-Anschnitt Steinbock, den neuen Eigentümer. In 12 in Waage erzählt Saturn von einem geheimnisvollen, anonymen Bieter. Bislang kennt ihn tatsächlich keiner, da er nur telefonisch mitsteigerte. Man darf davon ausgehen, dass er ein Ästhet (Waage) ist, der den ideellen Wert des Gemäldes mehr schätzt, als tatsächliche Bezahl-Werte. Dazu sitzt er gesellschaftlich fest im Sattel, an der Spitze einer stark hierarchischen Struktur.
Dass bei solchen Erlösen jetzt die Kunstszene von einer sich ankündigenden "Blase" spricht, die solche Verkaufserlöse produziert, liegt am stark beteiligten Jupiter, dem astrologischen Rekordler. Wenn er allerdings den Stier und dazu Saturn noch die Waage verlässt, werden solche Kunst-Preise kaum mehr erzielbar sein. Insofern ist das Blasen-Ende absehbar.
Hochgradig faszinierend dagegen bleibt der Bezug der Auktion zum Bild selbst. Aus der Zeit, in der die vier Versionen des Schreis entstanden, existiert nur ein einziges genaues Radix-Datum, das man für die 18jährige Schrei-Malereien verwenden kann: Am 22. Januar 1892 schrieb Munch als Start dieser Gemälde-Phase das Gedicht "Der Schrei".
Dessen Mittags-Aszendent im Stier wird gerade von Jupiter (Herr 8 der Wert-Zumessung anderer) überlaufen, Merkur als Herr 2 des wirklichen Werts im Steinbock auf Spitze 9 befindet sich unter Pluto-Transit (Herr 7). Mundan-Neptun auf AC-Herrin Venus in den Fischen belegt die verunklärende Illusion über Wert und Eigentums-Verhältnisse. Was wiederum auch der Kunst-Blase entspricht, die nun plötzlich aufpoppt. Erneut zeigt sich an diesem Beispiel, wie wunderbar Astrologie voneinander abhängige Phänomene bebildern kann.
Kleines, astrologisches ABC
Astrologie Bebildert Cosmologische Direktionen,
Enthält Fraktale, Geheime Handlungsbeschreibungen,
Intensiviert Jahrtausendealte Künste Lebenslang,
Meidet Narretei, Ordnet Paradoxien,
Quadriert Rasende Sternstunden,
Trennt Unerhebliches Von Weisheit X-facher, Yogischer Zufälle.
Alles Transit-Sache: Nutella in Not
Arme Nutella! So lecker, so berüchtigt, so schön streichfähig. Auch astrologisch: Sonne Konjunktion Jupiter (machen dick!) prägte jenen Apriltag 1964, als das erste Glas mit dem neuen Markennamen die Firma in Bella Italia verließ. Dazu ein verspielter, aufmerksamkeits-heischender Löwe-Mond. Alles im Lack also, jahrelang. Der süße Sieg weltweit war absehbar. Irgendwann aber kommen böse Transite.
Nun läuft auf einmal Spielverderber Neptun auf den nutellaiden Geburts-Saturn (ausgerechnet am Konkurs-Grad 2,5 Fische). Schon muss Ferrero USA (diesmal völlig ohne freundliches Küßchen!) den Amerikanern drei Millionen Doller rückzahlen. Wegen irreführender Werbung. Das Unternehmen hatte nämlich irrtümlich durchblicken lassen, Nutella sei ein gesundes und doch auch recht nahrhaftes Frühstück.
Wir behaupten, anlässlich dieses Ereignisses, dass Astrologie eben überall funktioniert. Ob für Mensch, Hund oder Brotaufstrich. Hier die Beweise:
Schuld an allem ist eine achtsame US-Mama. Der schwante - beim Studium der Beipackzettel, dass der Schoko-Aufstrich (der später zur Bezeichnung für sämtliche Nachahmer-Schokoaufstriche wurde - typisch Mars im Widder: Pionier) womöglich genau so randvoll von Zucker und Fett steckt, wie ein normaler Schokoriegel. Das kann doch nicht gesund sein, sagte sie sich. Und - schwupps - musste die Sache abgeklärt werden. Staatsanwaltlich - wie im schönen Amerika nun mal üblich. Das Ganze zog sich dann noch monatelang hin, in denen das italienische Nuss-Nougat-Produkt auf Herz und Nieren überprüft wurde. Denn auch ein Saturn-Anlauf über Mittags-IC stand wieder an. Das kann dauern und dauern.
Aber jetzt, pünktlich, nachdem Jupiter mundan das Radix-Mond-Quadrat zu Neptun (Mogelpackung?) gekreuzt hat, ist klar: Jeder amerikanische Bürger, der in den letzten vier Jahren das Produkt gekauft hat (damals stand Saturn Opposition zum Bankrott-Punkt und Nutellas Saturn) kann jetzt der Firma Lecker-und-Nussig bis zu 20 Dollar in Rechnung stellen. Gegenwert von fünf Gläser Nutella. Falls er wirklich geglaubt hat, dass die so gesund ist, wie sie einigen schmeckt.
Der Aussenseiter könnte gewinnen
Gast-Autorin Birgit Braun von Starfish-Astrologie über den heutigen Fussball-Krimi:
Bald ist Fußball ohnehin wieder ein zentrales Thema im Starfish-Blog. Im Juni beginnt die Europameisterschaft. "Meta" (Harald Lebherz), einer der beiden Loop!-Macher, hat diese Woche dankenswerterweise das Thema vorweg genommen und mich zu einer Beurteilung des heutigen Spiels in der Champions League Real Madrid gegen Bayern München verführt.
Die Deutungswerkzeuge werden also aus dem Koffer geholt, auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft und die Fingerfertigkeit im Umgang mit ihnen geübt. Die letzte Weltmeisterschaft ist schließlich schon wieder zwei Jahre Geschichte und alles ein wenig eingerostet.
Im Hinspiel konnten die Bayern einen die Fußball-Fachwelt offenbar überraschenden Sieg verzeichnen, fahren jedoch aus Sicht der Wettanbieter dennoch als Außenseiter nach Spanien. Und das ist eine gute Nachricht, denn dieses Spiel sollte der Außenseiter gewinnen!
Der Favorit wird im Horoskop des Spielbeginns durch den klassischen Herrscher des Aszendenten und des MC angezeigt, hier Mars und Sonne. Der Außenseiter wird durch DC-Herrscher Venus und IC-Herrscher Saturn vertreten. Was spricht für einen Sieg des Favoriten? Mars steht verlockend im 10. Haus. Und – sonst nichts.
Echtzeit-Test: Alles oder Nichts
Dynamischer Zeitverlauf im Fussball
Die Kombination Fußball und Astrologie mag für manche Ohren seltsam klingen. Astrologen müssten aber nach Ereignissen wie dem Champions League Halbfinale am Mittwoch richtiggehend süchtig sein. Denn es gibt kaum vergleichbare Live-Events, bei denen man astrologische Methoden so wunderbar überprüfen kann.
Wem es also um das Verständnis von dynamischen Zeitverläufen und ihren Auswirkungen auf Mensch und Erscheinungs-Wirklichkeit geht, für den gibt es morgen Abend ab 20:45 h wieder einen Pflicht-Termin. Das Rückspiel um den Einzug ins CL-Finale zwischen Bayern München und Real Madrid steht an und wir versuchen heute schon die Zeiten einzugrenzen, an denen man besser nicht gerade Bier oder Chips holen sollte, will man nicht die entscheidenden Momente verpassen.
Wie schon im Artikel Spaceball - der Kosmos spielt mit angedeutet: Prognosen über Sieger und Verlierer eines Spieles gehören zur absoluten, astrologischen Königsdisziplin. Nach meiner Erfahrung braucht es einen enormen Aufwand an Recherchen und gesicherten Daten aller unmittelbar Beteiligten (Spieler, Trainer, Manager, Präsidenten, Schiedsrichter etc - also ca. 30 Personen) um ein halbwegs gesichertes Gesamtbild zu erkennen. Einfache Methoden, die immer wieder gerne in Umlauf gebracht werden, halten einer langfristigen Überprüfung meist nicht stand.
Um aber Spielverläufe aufzuzeigen, also vorab die wichtigen und spielentscheidenden Momente festzulegen, kann man einfachstes astrologisches Grundwissen anwenden. Sofern man Astrologie als die Wissenschaft begreift, die das Wesen von Zeit und ihrer Dynamik erforscht (siehe auch Astro-Logics: Zeit und Raum ).
Das Spiel beginnt um 20:45 in Madrid. Um aber beiden Mannschaften und ihren Fans gerecht zu werden, sollte man den dynamischen Spielverlauf auch auf München bzw. Deutschland projizieren. Die Ereignisse selbst finden in Spanien statt und müssten in diesem Chart auch ihren Ausdruck finden. Jubel und Enttäuschung in München können sich aber auch im Alternativ-Chart zeigen.
Schon der Blick auf den Spielbeginn in beiden Städten zeigt wesentliche Unterschiede. In Madrid steht die Sonne noch in Haus 7, also kurz vorm DC-Übergang, in München ist sie bereits untergegangen und befindet sich in Haus 6. Gravierende Unterschiede finden sich weiter bei Merkur (Madrid-Spitze 6, München in Haus 5) und Pluto (Madrid Haus 3, München Haus 2).
Spaceball - der Kosmos spielt mit
Warnung: Das Lesen dieses Artikels kann Ihr Leben grundlegend verändern! Im Guten wie im Schlechten.
Im Guten dann, wenn Sie die nachfolgenden Ausführungen als Anregung nehmen, um darüber nachzudenken, wie astrologisches Wissen auch Ihr Leben positiv verändern könnte.
Im Schlechten, wenn Sie nach dem Lesen sofort zur nächsten Wettannahmestelle rennen, in dem irrigen Glauben astrologisches Wissen könne Sie über Nacht reich machen.
Denn es geht um Fußball. Die schönste Nebensache der Welt. Gleichzeitig aber auch um die Frage: würfelt Gott vielleicht doch nicht?
Gestern Abend um 22:32 h stand die halbe Fußballnation Kopf. Bayern München gegen Real Madrid, und in der 90. Minute schießt ein gewisser Mario Gomez die Bayern fast schon ins Finale der Championsleague. Aber ging hier wirklich alles mit rechten Dingen zu? Oder waren wieder mal kosmische Kräfte am Werk, die unter Normalsterblichen als „Bayern-Dusel“ bekannt sind?
Yes, they were…
Das beliebteste Team-Spiel der Welt ist bekanntlich ein neptunisches. Nicht allein deshalb, weil man es mit den Füßen spielt und das Einsetzen der Hände bei Strafe verboten ist, sondern vor allem wegen der zeitlichen Nähe zwischen Neptuns Entdeckung 1846 und der Entstehung des modernen Fußballs. Es waren Studenten der Universität Cambridge, die 1848 die ersten Fußballregeln verfassten, kurz nachdem Neptun in sein eigenes Zeichen Fische gewechselt war.
Dies mag erklären, warum dieser Sport auf viele Menschen wie eine Droge wirkt. Oder für sie etwas fast Religiöses hat. Das Spiel allein kann es nicht sein, oder finden Sie die bloße Idee aufregend, 22 Männern in kurzen Hosen anderthalb Stunden dabei zu zusehen, wie sie einem kleinen Ball hinterherlaufen?
Nein, hier ist Magie im Spiel, etwas Geheimnisvolles, dass man nicht greifen kann.
Diese seltsamen Momente, wenn alles ineinander fließt, sich plötzlich eine Mannschaft wie eine Welle in den gegnerischen Strafraum ergießt, kombiniert, zaubert und dann für einen Moment im absoluten Glücksrausch versinkt. Während die anderen, spiegelverkehrt, das genaue Gegenteil erleben. Beides zusammen in einem Augenblick, in schönster neptunischer Harmonie.
Im Herzen schwimmen blaue Fische
Die letzten Erwachsenen mit Neptun im Wasser: Die wilde 13 ist wieder da
Jetzt ist unsere Zeit. Neptun in den Fischen weckt uns auf. Dieses andere Sein öffnet die unterirdischen, überfluteten Tore, den Ort, wo all das lagert, was wir ein Leben lang gespürt haben und selten, so selten, greifen konnten. Es war einfach nicht die Zeit dazu. Seit Fische-Herr damals, vor vielen Jahren, in den Schützen wechselte, waren wir nicht mehr "in tune". Die Nabelschnur abgeschnitten. Die Augen verbunden. Aufrichtig bemüht, aber stets nah am Scheitern. So sind wir die geworden, die mit den Wirklichkeiten tanzten und oft an deren Kreidefelsen zerschellt sind. Ich rede von uns. Von mir, von dir. Der letzten Generation lebender Erwachsener, die Neptun im Wasser hat. Nun sind wir, diesmal wir, wieder ganz nah dran. Etwas plätschert, etwas rauscht, etwas sprudelt. Wir kommen endlich nach Hause.
Am Heiligabend 1955 wanderte Neptun seinerzeit in den Skorpion. Aber erst seit Spätsommer 1957 hielt er sich dauerhaft dort auf. 13 nahe, spürende, intensive, träumende Jahre lang. Es war leicht. Es war schwer. Es war alles. Das hat uns geprägt. Die wilde, wilde 13.
Einmal war alles ungeteilt. Im Aquarium meines Herzens schwimmen immer blaue Fische. Ein Tropfen, ein Rinnsal, ein Bach, ein Teich, ein See, ein Fluß, ein Strom, ein Meer, ein Ozean. Pantha rei. Alles fließt und nichts bleibt. Eigentlich fing für uns immer alles mit allem an. Weil wir es fühlen konnten, noch bevor wir denken lernten. Ich kann mich an den Schock erinnern, als ich mit elf, zwölf, dreizehn Jahren spürte, dass etwas zu fehlen begann. Dieses andere Empfinden schlich sich ein - ein schwaches Gefühl. Creeping. Wie es ganz sacht nieselt. Anders als die großen Platzregen, die einen im Sommer aus dem Nichts überkommen. Alles auf einmal so wichtig, schnell und groß. Neptun im Schützen.
Dinge, Menschen, Situationen wurden unmerklich klarer, schärfer. Ecken und Kanten tauchten aus einem warmen, satten Nebel auf. Viel sagen, wenig tun. Gleichzeitig ließ mein Sehvermögen nach. Ich wurde kurzsichtig. Im wahrsten Sinne. Neptun war aus seinem Element Wasser ins Feuer gewechselt. Buchstäblich eckte ich, mit meiner alten Sicht auf etwas Neues, an allem an. Der Zusammenstoß mit dieser anderen, dampfenden Realität, die plötzlich in die Verschwommenheit der frühen Jahre knallte, war schmerzhaft. Seitdem trug ich eine Brille. Man hielt das für notwendig. Das Kind sah nicht. Das Kind musste endlich hinschauen lernen.
Wasser und Feuer macht Dampf. Tu dies. Tu das. Dann kocht etwas über. Etwas anderes ist vorbei. Keiner sieht das, in der Zeit, in der wir fremd wurden.
Im Aquarium des Herzens schwimmen die blauen Fische.