Loop!

Astro-Labor

Absturz: The Day The Music Died

Buddy Holly: „Ich hoffe, euer alter Bus friert endgültig zu!“. Waylon Jennings: „Und ich hoffe, euer Flugzeug stürzt ab!“ (Scherzhafter Wortwechsel vor dem Flug).

Ein in seiner Dramatik astrologisch nicht sofort zu entschlüsselndes Drama passierte vor 57 Jahren über dem verschneiten Iowa. In die Geschichte ging es ein als The Day The Music Died. Denn beim nächtlichen Absturz einer Klein-Maschine starben auf einen Schlag drei Musiker mit einem glänzenden Löwe-Sonne-Jupiter im Composit.

Dazu ihr Pilot, dem später vorgeworfen wird, sich überschätzt zu haben. Dieser Tag jedenfalls machte die drei Passagiere letztlich zu Legenden: Buddy Holly, Sonne-Neptun-Konjunktion in Jungfrau, Ritchie Valens, Sonne-Jupiter-Saturn-Uranus Konjunktion Stier, und der Big Bopper, DJ Jiles Perry Richardson, ein Skorpion in 5 (Links führen zu den Radix-Bildern in der Astro-Databank). Auf den ersten Blick ist diese Tragödie aus den Transiten allein nur schwer zu erklären. Allein Mega-Stier Ritchie Valens (5 Faktoren, u.a. mit schwieriger Venus als Herrin 8 und des ganzen Zeichens in Konjunktion in 3) hatte über diesem Stellium eine sehr heftige Mars-Auslösung. Aber alle sollten ja sichtbar betroffen sein, wenn sich "Schicksal" in Form solcher unvergessenen Tragödien ereignet.

Bei beiden anderen Passagieren jedoch findet man zunächst eher marginale Trigger. Die letztlich doch klaren Zusammenhänge finden sich erst, wenn man zugrunde legt, dass manchmal ein gemeinsamer Auslöser oder eine einzige Entscheidung, mit wem man fliegt, den letzten, kleinen Unterschied zwischen Gewinn und Verlust macht. Denn das Zusammenspiel der Radix-Bilder befordert auch Chancen wie Risiken. Für diesen Februar-Tag 1959 liegt der Knackpunkt in der ungewöhnlichen Vorgeschichte und Dreier-Konstellation der Opfer. Eigentlich waren sie ja zusammen mit vielen anderen in diesem Spät-Winter auf einer großen Konzerttour durch den mittleren Westen im Bus unterwegs, bei dem aber irgendwann die Heizung ausfiel. Das wurde der Anfang vom Ende. Also charterten mehrere der jungen Musiker, sonst gerade auf Erfolgs-Kurs, ein Klein-Flugzeug bis zur nächsten Station in Dakota. Wobei eigentlich zwei andere Band-Mitglieder, ein Zwilling (Bassist Jennings) und ein Schütze (Gitarrist Tommy Allsup) mit Buddy Holly fliegen wollten.

Weil "The Bopper" Richardson dann aber Grippe bekam, flog er anstatt Jennings, mit dem ihn eine Konjunktion von AC-DC über IC-MC Löwe-Wassermann verband. Macht Sonne-Uranus, die immanente Bedrohungs-Erwartung plötzlicher Ereignisse, die auch gerade über eine mundane Opposition herrschte. Eine Spannung, die in engem Quadrat zum Composit-Saturn der drei Passagiere stand. In dieser Nacht würde auch ein Mars-Jupiter im Konflikt zum Chiron ausgelöst werden, was noch größere Spannung erzeugte. 

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Etwas ins Bewusstsein hineinreden...

Eine Spurensuche:

"Das ist das Geheimnis der Propaganda; den, den die Propaganda fassen will, ganz mit den Ideen der Propaganda zu durchtränken, ohne dass er überhaupt merkt, dass er durchtränkt wird." (Joseph Goebbels - Merkur-Mars-Konjunktion Skorpion).

Es liegt mir fern, diese jetzige Zeit und die einstigen, rechten Steinzeiten etwa ethisch gleichsetzen zu wollen. Man muss da sehr behutsam sein. Aber wenn inzwischen ein Schießbefehl an deutschen Grenzen gegen Flüchtlinge möglich sein soll, ist für einige doch eine rote Linie überschritten. "Recht und Ordnung" herzustellen, zur Not eben auch mit Waffengewalt, das fordert Zwillinge-Sonne Frauke Petry (AfD) jetzt (ZEIT). Auch sie hat im heliozentrischen Horoskop Merkur-Mars (Quadrat), eine Konstellation, um die sich das Thema Propaganda unter anderem dreht. Astrologisch ist die Entdeckung solcher Ähnlichkeiten in der eskalierenden Debatte wertfreier und grundsätzlicher möglich. Immer wieder tauchen da, wo Zustände am verworrensten sind, jener Mars-Merkur und Merkur-Pluto auf. Die neuen Propagandisten, die jetzt Land gewinnen, sind aber "nur" voraussetzende geistige Brandstifter. Buchstäbliche "Täter" setzen sich mit weiteren Konstellationen verbal gepflügtem Boden auf.

Die Symbole allgemeiner Tendenz zu manipulierender Hetze finden sich unbestechlich in gegenwärtigen und "alten" Horoskopen. Schon das Jahr 2016 beginnt mit einem der dominantesten "Propaganda-Aspekte" (wie einst auch das Jahr der "Macht-Ergreifung" 1933): Beide hatten sie zum Neujahr Merkur-Mars (beide im Quadrat, das Goebbels mit der weiten Radix-Konjunktion dann inhaltlich ausstattete). Merkur-Mars ist dabei der Schatten und "ausführendes Organ" von Saturn-Neptun, dessen Spiegelung über 0° Widder - und darum jetzt als dessen Ausdrucks-Träger wichtig. 1933 und 2016 werden dazu beide flankiert von Jungfrau-Jupiter und Uranus in der 2. Dekade Widder. Eine Menge Parallelen des brisanten Zeitfensters.

"Propaganda bezeichnet die schriftliche, mündliche oder anderweitige, neuerdings auch elektronische (Internet) Verbreitung (politischer, religiöser etc.) Überzeugungen, oft in Verbindung mit weiterer persönlicher Überzeugungsarbeit. Der Begriff P. hat (ebenso wie Agitation, Indoktrination) einen negativen Unterton und wird oft mit den politischen Manipulationen autoritärer und totalitärer Regime in Verbindung gebracht. (Bundeszentrale für politische Bildung

Der kosmische Denker mit dem Kämpfer steht - neben guten Seiten (wie einer der größten Begabungen überhaupt für gezieltes, schnelles Reden und geistige Rückschlüsse) - für die Option der mentalen Manipulation. Und schon beginnt wieder eine der diffusesten Zeiten des "Geredes", wo Wahrheit und Lüge, Rechts und Links (auf tausend und einer Ebene bis hin zum Dschungelcamp "Dein Links ist mein Rechts!") nicht mehr auseinander zu halten sind. 

Federführend agieren da nicht nur seltsame neue Organisationen wie die "Deutsch-Russische Bruderschaft" (offenbar ein rechtes Sammelbecken von Deutschen, "Russlanddeutschen" und Russen, siehe auch weiter unten). Sondern mit Propaganda-"Sprech" arbeiten in deutschsprachigen Landen auch kräftig die üblichen Verdächtigen wie AfD (*6.2.2013 = Mars-Merkur-Konjunktion in den Fischen) oder die Pegida (*eV seit 19.12.2014 = Merkur-Pluto, mit führenden Propaganda-Talenten mit Merkur-Mars oder -Pluto).  

Wo deshalb plötzlich Gehetze als guter Ton herrscht (u.a. weil Medien als Angriffsziel - als "Miet-Mäuler"/Lügenpresse/Mainstream - im Sinn akzeptierter Informations-Quellen diskreditiert werden) gibt es immer Köpfe, mit denen Merkur und Mars durchgehen. Sprache wird dann auch mal zum einzigen Übergriff.

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Wissen, auf wessen Schultern man steht

"Werden Fremde unsere Namen hören, lange nachdem wir tot sind, und sich fragen, wer wir waren? Wie tapfer wir kämpften? Wie leidenschaftlich wir liebten?" ('Troja' - via Starshoch2 zum Tod Manfred Gregors).

Dass er leidenschaftlich war, in der Arbeit wie im Leben und Lieben und im besten Sinne ein Lehrer, das hätte diesem Manfred Gregor wohl keiner je abgesprochen: Krebs-Mars und der positions-freudige Fische-Mond in 10 waren in all seiner Luft auch stark spürbar. Das Wasser machte ihn gefühlig und emotional reagibel - für einen feinsinnigen Denker, der mit starkem 9. Feld die Geschichte der Möglichkeit, der Entwicklung so liebte.

Und auch die klaren Höhen des Geistes, die Überraschungen seines Zuhauses, im Wassermann. Wieder ist einer der bedeutsamen gegenwärtigen Sternenkundigen gestorben. Ein Schock für viele, die ihn als unentwegten Tüftler und Inspiration kannten. Auch unter Astrologen ist es ja kein Nachteil, rebellisch sein zu können, und das war er auf seine Weise, dieser Manfred Gregor, selbstbestimmt. Ein 'Mind', eine Persönlichkeit in einer Welt, die immer beliebiger wird. Er, der das Exzentrische, Spannende, Neue und die Bühnen so mochte, auf der Bühne seines eigenen, manchmal distanzierten Sonnen-Zeichens, das der Krebs-AC konterkarierte. Angezogen von Rätseln, aber mit Mars-Saturn in 1 (der Konjunktion der Nachhaltigkeit) konnte er ebenso auf die Essenz dessen beharren, was er an konservativen Zugängen darunter notwendig fand. Als Abstützung des Experimentellen. Manche seltene himmlische Begrifflichkeit wie die der Syzygie, die andere nicht mal korrekt schreiben können, wandte er deshalb auch unnachahmlich spielerisch in seinen Analysen an, im ernsthaften Revival klassischer Methoden. Obwohl er eben als Uranier nicht intolerant war und so ein eigener Kopf war und blieb, konnte man ihn mit Oberflächlichkeit ärgern. Wenn man etwa vergaß, auf wessen Schultern man geht und steht als bequemerer, neuerer "fabulierender" Astrologe. Auf den Knochen alter Meister, die nicht umsonst alle Vorarbeit der Methodik leisteten, wie sie Gregor von Finsternis bis Fixstern anwandte:

"...die Fixsterne.... mir unbegreiflich, dass sie so selten für die Deutung herangezogen werden. Schon Ptolemäus erwähnt sie ausdrücklich. Und: man sieht sie doch am Himmel! Wir Astrologen deuten doch Himmelserscheinungen!" (Manfred Gregor, Forum Astrodienst)

Dann zeigte er sich auch berührt und bewegbar, im aufsteigenden 4. Prinzip. Dass man ihn jetzt schmerzlich vermissen wird, in Kollegen und Leser-Kreisen, liegt nicht nur an der hervorragenden Forschung, in der Manfred Gregor bekanntermaßen über vier Jahrzehnte akribisch neugierig Daten sammelte und an über 3000 durchgearbeiteten Horoskopen Methoden überprüfte. Seinen Sinn fürs Skurrile fand er aber auch in der bunten Welt der Prominenten wieder, die er mit Pfiff und in Verbindung zu ihren Radix-Bildern interviewte. Und das, ohne opportunistisch pop-astrologisch zu werden. Das muss ihm erst mal einer nachmachen. 

Mit seiner Luft-Sonne Spitze 9 war er nicht bequem, aber immer bereichernd. Ein astrologischer Abenteurer und Entdecker, der immer wieder andere Ansätze ausprobierte und in seinem Forum Starshoch2 Lehre rund um die "Faszination Astrologie" publizierte und unschätzbare Dienste am oft leidigen Thema fehlender Geburtszeiten leistete. Er fragte einfach mal nach bei den Stars. Gleichzeitig fehlte ihm ungewöhnlicherweise der Dünkel, wenn er mit mangelnder Erfahrung konfrontiert wurde, und er diskutierte als einer der wenigen unter den arrivierten Experten auch anderswo (zum Beispiel als Stammgast vom Astrodienst Forum) immer noch geduldig, selbst mit den Anfängern. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb er schon kurz nach Neujahr. 

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Wie Schatten in wechselnden Welten

 "Feuchtes, was neben Trockenem liegt, verbrennt mit."

Übersetzt ist das türkische Sprichwort wie eine Vorahnung der astrologischen Konstellationen beim jüngsten Attentat und meint: Es trifft immer völlig Unschuldige, wo im Namen von was auch immer Menschen zu Opfern gemacht werden. Feuchtes und Trockenes, Wasser und Erde, die Elemente von Mars und Pluto, die ausgelöst waren in Istanbul. Unter einem fallenden Achs-Kreuz, das auch eins der großen Jahres-Themen spiegelte.

Den allgemeinen Anschlag auf die Wahrnehmung, ungewollt, zwingend. Zwischen Bewusstsein und Schattenwelten, Vordergründen und Hintergründigem, Mengen an kaum noch einzuordnender Information und ihrer Verdunkelungen, die bewegliche Zeichen in Dominanz mit sich bringen. Wieder fällt es auch hier schwer, sich zurechtzufinden. Zwischen 10.15 und 10.20 Uhr, als das Attentat nach wechselnden Medien-Angaben stattfand, stand am Dienstag der schwierige und manchmal brutale, weil von Konzepten getriebene Skorpion-Mars in der historischen Altstadt von Istanbul auf Spitze 8 (genau auf der Sonne der türkischen Nation). Der aktuelle Pluto als Herr 8, der so doppelt das Risiko der Lebens-Gefährdung anzeigt und mit auslöst, lief zeitgleich über Spitze 11. Noch einmal wie in Endlos-Schleife dasselbe Muster: Ein verletzter Mensch, in dem Menschlichkeit, wie wir sie kennen, abgetötet ist, verletzt und tötet wieder Menschen. Nicht nur Chiron kurz hinterm Fische-AC der Attacke steht für die emotionalen Wüsten, die solche Verwundungen in den neuen Klein-Kriegen der Religionen und Politik schaffen.

Auch Mars und Pluto als Trigger keilen ja nach allen Seiten aus, als Symbole ungebremster Macht und Zwanghaftigkeit hinter solchen Attacken. 10 Deutsche sterben, wobei auch hierzulande das National-Radix stark betroffen ist: Gerade erst hat Schütze-Saturn die Opposition zur deutschen Venus mit ihren Auslands-Bezügen (Herrin 9) hinter sich und steht nur 10 Bogenminuten entfernt. Auch wenn solche engen astrologischen Auslösungen weder Berechenbarkeit vorspiegelen, noch Lösungen sind, helfen sie, den roten Faden im Wahn solcher Übergriffe nicht zu verlieren. Im Chaos, das mit den Anschauungen von Jupiter, Saturn bis Neptun beweglich jetzt hereinkommt und als erstes den Herrn des einzig unbesetzten Zeichens im fallenden Kreuz "köpft": Zwillinge-Merkur. Wir werden immer irrer an der eigenen Konfusion über Fakten. Deshalb stellen Ereignisse wie in Istanbul auch die Frage nach der Mundan-Astrologie, ihren Wert in solchen Zeiten.

Es braucht ja manchmal Methoden, damit das aufsteigende Unbewusste mit seinen Ängsten angesichts solcher Unberechenbarkeit ein wenig zu ordnen ist. Dass Welt wieder mehr Sinn ergibt. Lässt sich Information überhaupt noch auf ihren "wahren" Gehalt aussieben, bis die Inflation der Details nicht mehr diese schräge Welt verunklärt?

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Die Länder & Transit-Positionen 2016

Betroffen sind von den beweglichen Saturn-Neptun- und Jupiter-Transiten 2016 und den kardinalen Bewegungen von Pluto und Uranus unter anderem folgende Stellungen der Länder:

Ägypten: MC 19 Steinbock, Merkur 21 Krebs, Jupiter 9 Zwillinge, Saturn 20 Waage, Uranus 17Krebs, Neptun 21 Waage, Chiron 19 Steinbock

Äthiopien: Mond 23 Krebs, Jupiter 12 Fische, Saturn 16 Krebs, Uranus 25 Waage

Afghanistan 9 Fische Mars/9 Zwillinge Saturn, 15 Schütze Pluto, AC 28 Widder, MC 17 Steinbock

Angola 16 Widder Jupiter, 10 Schütze Neptun

Albanien: Sehr viele Stellungen kardinal schwer betroffen, nur Achtung: schwieriges Datum, laut Campion

Algerien: AC 12 Jungfrau, MC 10 Zwillinge, Mond 27 Krebs, Jupiter 12 Fische

Australien: AC 21 Widder, MC 24 Steinbock, Mars 11 Jungfrau, Venus 10 Schütze

Austria: MC 20 Steinbock, Jupiter 15 Krebs

Aserbaidschan AC 9 Schütze, Neptun 14 Steinbock

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Der Junge, der sein toter Onkel war

Wenn das Leben vor dem Leben die Welt bestimmt - zwischen den Jahren passt auch der etwas andere Blick auf astrologische Zusammenhänge von Gegenwart und Vergangenheit. Deshalb noch mal das Beste aus der Serie "Astrologie und Reinkarnation":

Den einen stehen schon die Haare zu Berge, sobald auch nur ansatzweise das Stichwort "Wiedergeburt" fällt, die anderen leben sie einfach. Als Samuel Helander, Widder-Sonne mit Skorpion-Mond, erst anderthalb Jahre alt ist und kaum das "R" richtig aussprechen kann, sagte er auf die Frage nach seinem Namen im Brustton der Überzeugung: "Peltti!" Seine Oma ruft er "Mama!" und irgendwann, im Jahr danach, sieht er ein Foto seines Onkels Pertti mit Gipsverband und meint: "Das war, als meine Beine so krank waren!"

Der kleine Junge, der 1975 in Helsinki gezeugt wird, nur Wochen, nachdem der jüngste Bruder seiner Mutter mit erst 18 Jahren starb, lässt sich aber schlicht nicht davon abbringen, dass er gar nicht ist, wer er ist. Er hält sich für jemand anderen - Pertti Häikiö, seinen Onkel. Die Familie fällt plötzlich in ein Loch in der Zeit, aus dem die Vergangenheit der Gegenwart winkt. Vergleicht man die Horoskope des toten Onkels und quicklebendigen Neffen, ist man zumindest versucht, eine Minute zusätzlich auf die Idee zu verwenden, dass Reinkarnation doch mehr sein könnte als Humbug. Auch wenn sie in modernen Zeiten entweder als fantastisches, östlich-religiöses Denk-Prinzip abgetan oder wahlweise zur Image-Rettung zuvor bedeutungsloser, wiedergeborener westlicher Kleopatras, Einsteins und anderer wichtiger Köpfe hochgespielt wird. Die Sucht nach besonderem Vorleben bringt die Kassen esologischer "Reinkarnations-Therapeuten" immer zum Klingeln.

Pertti Häikiö und Samuel Helander sind anders. Legt man ihre Radix-Bilder übereinander, fällt sofort auf, dass hier entweder der ganz große Zufall am Werk ist - oder möglicherweise das, was ihnen passierte, nicht so falsch, wie Wissenschaftler glauben. Die finnische Familie gehört zu den vielen hundert Fällen von Kindern mit spontaner Erinnerung an ein letztes Leben, die der kanadische Psychiater und Reinkarnations-Forscher Ian Stevenson aufspürte (natürlich ein Skorpion, mit Schütze-Mars am Galaktischen Zentrum). Meist meldet sich das Bewusstsein für diese andere Identität bereits in den ersten zwei Lebensjahren. Völlig ohne jede Hypnose. Die astrologischen Merkmale und Übereinstimmungen der sorgfältig katalogisierten Geschichten sind dabei alles andere als beliebig. Mit jedem Vergleich mehr weht etwas hindurch, was kaum greifbar und umso faszinierender bleibt. Sein, das sich fortsetzt, im selben Wahrnehmungs-Kontinuum, jedoch anderem Körper.

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Vesuv: Als das Beben kein Ende nahm

„Dann erblickten wir den Vesuv, eine Rauchwolke auf seinem Scheitel [...] gewaltsam dampfend, und ich war still für mich erfreut, daß ich diesen merkwürdigen Gegenstand endlich auch mit Augen sah.“ (JW von Goethe, RADIX).

Nicht nur Skorpion-AC Goethe mit Pluto in 1, feurigem Merkur und famoser Neigung zu explosiven Tiefen des Daseins spürte die Attraktion dieses gefährlichen europäischen Vulkans. Als der Vesuv seinen großen Erwachens-Ausbruch nach Pompeji hatte, vor 384 Jahren, spie auch das Radix wieder Feuer und Flamme.

Zittern und Beben nahmen kein Ende: Am 16. Dezember 1631 standen 7 Faktoren (inklusive AC und Mars) im heißesten der Elemente. Allein 4 davon im Schützen mit einer Sonne am Galaktischen Zentrum, was als Position oft die Bedeutung eines Ereignisses noch einmal grandios betont. Von diesen Graden geht immer ein unermesslicher Sog aus, selbst im individuellen Geburts-Bild. Noch weiter zurück in der Chronologie der Ausbrüche, liefen ebenfalls Sonne und Mond durch Löwe-Schütze und Mars ging durch Widder, als Pompeji mit den Nachbarorten unterging, weil der böse Berg roten Regen spie. Wenn die Chronisten die Daten (die Plinius weitergab) richtig berechneten. 

Gegen die Folgen dieses letzten "plinianischen Ausbruchs" (nach eben jenem Senator benannt) mit einer unendlichen Vernichtungs-Kraft waren die Eruptionen von heute vor vielen Jahrhunderten, die immer noch als die zweitstärksten gelten mit 4000 Opfern, aber fast kleine Fische.

Viermal so viele Menschen starben nämlich vorher bereits, als die vier antiken Städte dem Erdboden gleichgemacht wurden. Auf den ersten Blick hätte man die Riesen-Zerstörung deshalb bei einem Vergleich der beiden Horoskope von 79 und 1631 auch wohl eher beim späteren Radix angesiedelt. So kann man sich täuschen, auch astrologisch, über diesen schicksalshaften Tag, an dem Plinius' Onkel die dunkle Wolke kommen sah, die Untergänge ankündigte:

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Der Astrologe, der gar keiner war

"Ich kann mit völliger Sicherheit sagen, dass Du von echter Astrologie weniger als nichts verstehst. Du, der nicht die geringste Bewegung irgend eines Sterns zu kalkulieren weißt." (Laurens Videl über Nostradamus, via AstroWiki).

Dass er eigentlich Apotheker war, als Arzt kurierte, die Gabe der Prophetie besaß und neben allem anderen einen wahrhaftig tief schürfenden Skorpion-Mond hatte, ist trotz des harten Urteils seines Zeit-Genossen unbestritten: Unheimlich, fixierend, zwingend kryptisch, durchweben Nostradamus' Prognosen noch viele Jahrhunderte nach ihm die Welt. Um ihn war aber immer auch viel Rätsel, das genau diese Sorte Berühmtheit befördert. Viel Häme und viel Bedeutung, wie sie zu einer Sonne am MC im Steinbock passen. Saturn des Saturns, ein Bestimmer, ein Konzentrant, Primus Inter Pares, als erster von fünf Söhnen (und - angenommen - bis zu 17 Geschwistern). Der Stellvertreter der Wichtigkeit auf Erden. Wäre da nicht der prominente Neptun, der wie ein Schwamm als Rausschmeißer seiner Steinbock-Krebs-Oppositionen auf Saturns Boden steht und all das wieder auflöst. So wird das Leben des Jungen aus der Provence nicht nur durchwirkt sein von dem Großen, was er in sich spürt.

Sondern auch von Geheimnis, reinen Ahnungen, Täuschungen und den Schemen der Unerklärbarkeit. Wie auf einem Teppich geht er auf der Zeit, die war und die noch kommen soll. Tastend, nicht glasklar, wie Steinbock es sonst vorgibt. Dennoch beginnt alles mit diesem Saturn: Als dieser Michel de Nostredame am 14. Dezember 1503 (allerdings nicht heute vor 512 Jahren, sondern julianisch - gregorianisch war er ein Christkind), angeblich mittags zur Welt kommt, geboren in eine wohlhabende Familie, die zwischen Formen und faszinierenden Schatten angesiedelt ist, spiegelt sich das schon in seinem Chart. Allein die auffällige Tageszeit-Angabe kann Frucht der späteren Übertreibung seines erhöhten Jupiters sein. Ja, angeblich setzt er selbst auch alle Horoskope, die er dann für Könige und Reiche auslesen wird (die sie aber lieber gleich mitbringen sollen, von anderen erstellt) auf Mittag, auch wenn das die Aussage von Planeten in Zeichen stark verändert. Was soll's, Nostradamus, der Seher, nimmt seine Sicht ohnehin von anderswo. Logisch, sobald man sein Wasser-Trigon von Mond-Jupiter/Saturn/Mars und Uranus sieht (als Herr 12 in 12), dass hier einer sich als Kanal von oben nach unten begreift und das Nicht-Sagbare (Neptun) seiner Zeit (Saturn), wie er es versteht und voraus denkt, in Verse kleidet. Centurien, hießen die. Und er will sie nicht von Plebs und Pöbel interpretiert wissen - wobei er seine Ambivalenz zu den Sternen-Kundigen ausdrückt, deren Handwerk er besser zu verstehen glaubt (Pluto im Schützen macht da eigen im Konzept):

"Wer diese Verse liest, prüfe sie reiflich! Gottloses und unwissendes Volk soll sich nicht daran versuchen. Alle Astrologen, Tölpel, Barbaren sollen sich fernhalten! Wer anders handelt, der sei mit Heiligem Recht verflucht!" (Der 'Bannvers' des Nostradamus)

Mobbing, Arroganz und Vorrang vor Gleichen bringt Fische-Herr am Dach eines Geburts-Bildes durchaus auch einmal mit, besonders in Opposition zum Saturn. Wie er hier die Versammlung um den hoch empfindlichen, pompös dramatischen und ärgerlichen Krebs-Mars' (mit Jupiter/Saturn) vom Giebel des Charts gegenüber bescheint. Und da leuchten sie, die so schwierigen 'Türen aus Rauch' über Michels de Nostredames Bestimmung - wie Wolfgang Döbereiner den gerade wieder herrschenden Saturn-Neptun auch nannte.

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Paris schwankt, aber geht nicht unter

Fluctuat nec mergitur.

 "Es schwankt, aber geht nicht unter." (Der Wahlspruch von Paris).

Nein, es ist ja letztlich nicht irgendein astrologisch "schwarzer Mann" gewesen - etwa Mars gegenüber der Kosmischen Spalte auf 0° Waage, der in der Auslösung für solche Tragödien verantwortlich wäre. Genauso wenig wie die letzte Mond-Finsternis, auch wenn da genau dieser Mars, der Krieger, in Paris auf dem 0° Jungfrau-AC stand und Uranus im Widder exakt an Spitze 9. Was Paris ausmacht, ist aber etwas anderes, was viel Elend verschuldet: Das menschliche Herz, was sich lieber überschlägt in seinen Konflikten, als ruhig zu sein und zu lieben. Eigentlich ist alles gesagt und gedacht, nach dieser durchwachten Nacht und davor. Man könnte sämtliche Theorien auffahren. Aber Menschen sind wieder gestorben. Nicht nur in Paris, wo sich die Bilder der Zerstörung überschlugen, als das MC auf 0° Widder ging. Sondern auch anderswo, dauernd, im Nahen und Fernen Osten. Das jetzt brauchte keiner mehr. Man war sowieso müde vom Betrachten all des Hasses, der Feindbilder, des Hin und Herschiebens von politischem Kalkül und der Politik-Verdrossenheit. Von den zunehmend isolierten Uranus-Pluto-Spannungen, die überströmten in Neptuns momentan so starke Verführung zur Mythen-Bildung. Ja natürlich, wenn man heute hinsieht, wie schon bei Charlie Hebdo, steht die 5. Französische Republik mit ihrer knapp 13 Grad Waage-Sonne knietief unter Druck vom Pluto-Quadrat. Alles sehr eng, wie ein Uhrwerk. Aber wem dient es? Wer hätte es so kommen sehen? Und was sind die Folgen? 

Dunkelheit kann nicht die Dunkelheit austreiben, nur Licht kann das.

Hass kann keinen Hass austreiben, nur Liebe kann das tun.

(Martin Luther King JR)

Weiter, weiter, sagte man nach Charlie Hebdo mit Pluto an fast derselben Stelle. Jetzt erst recht - nicht Kampf, sondern Standing. Die Stirn bieten. Nicht wanken. Das ist ein Weg. Was soll die Astrologie dabei? Natürlich lassen sich mit ihr Gefahren oder Kreuzwege, wo Transite sich entgrenzen, grob ausmachen. Und mit viel Bemühen, Zeit und noch mehr Mitteln auch manchmal etwas feiner. Risiken benennen. Kreuzwege vielleicht an den Rändern entschärfen, wenn man "das Karma dazu hat", wie mal ein sehr weiser tibetischer Lehrer meinte. Schon in der Jahresprognose war ja zu sehen, dass das letzte Quartal 2015 mit Jupiter-Chiron Opposition und Saturn-Neptun noch einmal sehr, sehr schwierig werden würde. Gerade in Richtung Terrorismus. Der letztlich als Antwort auf Situationen auch nur beschreibbar ist, nicht auszurotten. Durch keine prognostische Methode planbar. Weil auch der Terrorist und seine Opfer ihre Aufgaben und Drehbücher haben. Und kein Astrologe ihnen heraushelfen kann, außer, er würde gebeten. Nur eins sollte klar sein, nach Paris: Es geht nicht darum, mit Saturn im Schützen den langen Armen der Bosheit, die hier tätig wurden, weitere religiöse Stigmata oder Flügelkämpfe anzuhängen - wie sie das Quadrat zwischen Saturn und Neptun sucht.   

Terrorismus ist gottlos.

Was nun auch nicht bedeutet, dass er etwa vogelfrei abschießbar wäre, wie wir es ihm ja umgekehrt vorwerfen. Sondern dass er als Phänomen genauso wenig wie mit dem Allah des Koran mit einem oft genug ebenso brutal strafenden Gott der Bibel zu tun hat. Terrorismus machen die Menschen, weshalb es sinnlos wäre, ihren Glauben dafür in Bausch und Bogen bezahlen zu lassen. Denn um all das geht es gar nicht. Sondern um Verständnis und Verstehen und vielleicht darum, zu begreifen, was Tage wie die in Paris mit einem selbst und den kleinen Kriegen unseres eigenen Alltags zu tun haben. Dabei kann die Astrologie wirklich helfen.

Auch wenn sie nur selten Daten auf den Punkt genau trifft, da Ereignisse wie jetzt nur einen sehr überschaubaren Teil der Zeitphase ausmachen. 2015 (links) kündigte sich bereits als nicht ungefährlich (mit Mond in 8 Greenwich) und rebellisch (Uranus in 7) an. Nun steht das Jahr Kopf. Viele Menschen sind tot, andere traurig und wieder andere freuen sich über den Akt der Zerstörung. Die wird man, wie das das Leben selbst, nicht verhindern. Kriege sind alt wie die Welt. Der Mars, der Pluto, der Uranus, den jeder von uns im Horoskop hat, sie werden nicht plötzlich aus unserer Emotion, dem Bewusstsein und dem Zodiak radiert. Genauso wenig wie das Beharren auf Recht, das sich gerade in Jupiters Zeichen so vergrößert. Saturn. All diese Symbole bestimmter Reaktions-Qualitäten erheben sich vielmehr umso deutlicher in der Zeit, je mehr man sie ausmerzen möchte. Deshalb wäre es gut, sich an solchen Tagen zu erinnern, dass es auch Mond und Venus gibt. Dass wir allein in uns die Wahl haben zu beharren oder loszulassen. Dass es schöner und heilsamer sein kann, zu lieben als nicht zu lieben. Und vor allem, dann auch so zu handeln. Denn nur so passiert Wandel, nicht durch Lamentieren. Aber dies ist keine Moral-Rede, sondern Ermutigung, auf das eigene Herz zu hören. Gerade nach Paris heute Nacht. Jetzt, morgen und immer.

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Montag, 26. August 2019

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Mond # Pluto
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Mond Sxt Mars
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Mond Sxt Venus
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Mond // Node
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13:49 Uhr
Mond # Saturn
Montag, 26. August;
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Venus Tri Uranus

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