Loop!

Astro-Labor

Jupiter überall

Der Riese in Zeichen und Haus:

Was uns noch fehlte: Aus Anlass des feierlichen Wechsels von Jupiter in die Waage ein kleines Jupiter-Lexikon für alle persönlichen Stellungen im Tierkreis. Jupiter steht ja ursprünglich für das unendliche Glück - als Venus' (= kleines Glück) großer Bruder. Leider vergrößert die kosmische Lupe aber nicht nur die netten Eigenheiten eines Zeichens, sondern alles, was es beinhaltet.

Drum sorgt Jupiter, wie Vetter Neptun, auch häufig für die berühmten Ent-Täuschungen, die leider unangenehme Entwicklungsschritte sind. Durch ihn erhält ein Geburts-Horoskop die Hoffnung und es wird eben alles überdimensional, was er berührt, und zur Glücks- oder Pechsträhne. Wo er steht, sind wir anders als andere, ungewöhnlich, er bezeichnet unsere spezielle Neugier, hier haben wir viel Wissen, den größten Anspruch, neigen aber auch dazu, Dinge nicht zuende zu bringen. Jupiters Zeichen im Radix beschreibt erst mal die reine Anlage, den Charakter, den er mitbringt und bei welchen Themen er aufwacht. Hier (und hiervon) brauche ich immer viel, vereinnahme auch - vor allem Weite. Das Feld, in dem er steht, zeigt dann, was davon in der Wirklichkeit ankommt und auch für andere sichtbar ausgelebt wird. Wie bei allen anderen Faktoren funktioniert Jupiters Zeichen ein bisschen wie ein Ding-Wort oder Wie-Wort und beantwortet: Was interessiert mich wie ursprünglich? Wie lerne oder lehre ich? Worum geht es meinem Jupiter denn eigentlich? Das Haus arbeitet wie ein Tuwort und zeigt: Wie wird es dann real gemacht? Auf welche Weise und in welchen Bereichen setzt dieser Jupiter sich um? So sind die folgenden Beschreibungen dann auch am besten "umzudenken", je nachdem was man wissen möchte. 

Jupiter in Widder/Haus 1 oder mit Mars: Glücksritter mit Kopf vor der Wand

Wo der Jupiter als letzter Feuer-Planet in irgendeiner Form mit dem ersten verbunden ist, geht es um Bewegung und Selbst-Durchsetzung. Jupiter im Widder kennt noch keine Grenze, er braucht insofern auch die vielen Widerstände, die er sich dauernd ins System holt, weil er eigentlich neu wie frisch gefallener Schnee in die Welt fällt und "Dinge" noch gar nicht sehen kann. Hier wohnt die Super-Neugier.

Und die jungen Weisen (Babys, die aussehen können wie uralte Buddhas und sich dann auch oft wie die Gurus aufführen, wenn sie größer werden), Abenteurer, die immer wieder ihre Absicherung vergessen (Widder kommt ja vor Stier), Leute mit Hang zum Pferdesport oder kleine Motivations-Wunder und geborene Coaches. Dieser Jupiter will. Und zwar alles und zwar sofort. Saturn (Struktur, Hierarchisierung) ist für ihn extrem schwierig, aber letztlich ein Geheimtipp, weil er beenden und umsetzen und stabilisieren hilft.

Im 1. Haus geht Jupiter dann alles an, für was das Zeichen ihn befeuert (kann allerdings mit seinen Spleens selten einfach so aufhören). Es ist die Stellung der Redundanz und von Sachen, die man wie Mantras wiederholt, wenn sie einem nicht geglaubt werden. In diesem Feld wirkt er (ähnlich wie Schütze-AC) oft apart, besonders, speziell, anders, hat manchmal einen großen Kopf oder andere körperliche Eigenheiten, wird körperlich "groß" (= dicker), wenn er verweigert, sich und das Seine anders durchzusetzen (zu lehren). Denn das ist sein Auftrag. Hier sind Menschen, die auffallen, wohin sie kommen (muss leider nicht immer positiv sein!). Sprich: Wer einen 1. Haus-Jupiter hat, wird leicht erwischt bei kleinen Übertreibungen (zu denen man neigt). Man kann sich nur sehr schlecht verstecken, bleibt fast immer anderen lange im Gedächtnis, hat "fremdartige" Aura.

Jupiter in Stier/Haus 2 oder mit Venus als Morgenstern: Mein kleiner Diwan und ich

Im Zeichen von Stofflichem und Sicherheiten macht Jupiter Schenker und Beschenkte. 

Jupiter in Zwillinge/Haus 3 oder mit Merkur (vor der Sonne): Willkommen bei den Einsteins!

Wer

Jupiter in Krebs/Haus 4 oder mit Mond: Die Prinzessin auf der Erbse

Wenn

Jupiter im Löwen/Haus 5 oder mit Sonne: Im Reich der Oligarchen

Bei wem

Jupiter in Jungfrau/Haus 6 oder mit Merkur (hinter der Sonne): Arbeitsbiene am roten Telefon

Wann immer Jupiter auf irgendeine Weise mit Jungfrau kontaktiert, wohnt man sozusagen in der Alarm-Anlage. Alle Eigenheiten des Angst-Zeichens sind ja hier vergrößert, so dass 

Jupiter in Waage/Haus 7 oder mit Venus als Abendstern: Liebes-Kämpfe

Mit dem

Jupiter im Skorpion/Haus 8 oder mit Pluto: Im Stahlbad 

Wo

Jupiter im Schützen/Haus 9: Störe mein Kreisen nicht!

Bei

Jupiter im Steinbock/Haus 10 oder mit Saturn: Die jungen Könige

Mit

Jupiter im Wassermann/Haus 11 oder mit Uranus: Auf der Flucht nach vorn

Wenn

Jupiter in den Fischen/Haus 12 oder mit Neptun: Im Schoße der Märchen-Erzähler

Bei

Jupiter mit Chiron

x

Jupiter mit Lilith

x

Jupiter mit Nessus

x

Bilder (bearbeitet): Benh LIEU SONG [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)] + Hans Sebald Beham [Public domain] + Formerly attributed to Cristoforo de Predis [Public domain], via Wikimedia Commons + Pixabay

Wir lieben die Sterne zu sehr

Wir lieben die Sterne zu sehr, um uns vor der Nacht zu fürchten. 

(John Brashear, Astronom).

Einige von uns werden es schon gespürt haben, wie nah dieser Neumond am Wasser gebaut hat, obwohl er in Erde steht. Nicht groß, nicht klein, sondern einfach der letzte, der die Tür dieses schwierigen Jahres und seiner Verletzungen schließt und damit auch den Anfang frisch markiert.

Im Steinbock bringt er unter Umständen bei der aktuellen Herrscher-Konstellation bittersüßen Segen erwachender, alter Wunden. Schmerz ist ja erst mal unbeliebt, aber ein absolut notwendiger Teil des Lebens, über den wir uns erst verwandeln. Da, wo wir nicht mehr im Kern der emotional so zivilisierten (Über-) Sättigung sitzen, die einen oft bewegungslos und änderungsresistent macht. Dafür besteht allerdings jetzt angesichts der "Untröstlichkeits-Konstellation" von Saturn-Chiron nicht wirklich ein Risiko. Nicht nur Menschen mit Anbindung an das letzte Drittel der fallenden Zeichen, die sich hier am besten einklinken, spüren sehr fein die Notwendigkeit, eigene Traumata und die der Welt anzuschauen. Aber auch zu begreifen, wie versessen man normalerweise darauf ist, am liebsten etwas wegzuhaben, sich und seine Bedürfnisse mit mentalem oder stofflichem "Trost" "wegzumachen", die vielen Sachen des Alltags gar nicht erst anzusehen, die einen immer noch verwunden.

All die aber holt nun doppelt das Saturn-Chiron-Quadrat hoch (aus dem Zyklus seit der Konjunktion 1966, Radix siehe hier), das dem Jupiter-Uranus direkt folgt (Rettung in letzter Sekunde). Damit stempelt die Zeit uns mit Freude, die Leid erzeugt, weil sie den Graben sichtbar scharf und unabweisbar macht.

Das sonst so tröstliche Gespenst der schnellen Erlösung, die wir auch in der Astrologie immer wieder als lässigen Umwandlungs-Faktor suchen, wird nun weniger schnell Dogma. Das ist gut so. Denn wo uns Abwehr unterläuft, geht auch das Gute im Schmerz verloren (Erlösung ist auch keine Lösung, über die Wichtigkeit "negativer" Anlagen, Loop).

Ich ließ den Tränen, die ich zurückgehalten, freien Lauf. Mochten sie fließen, so viel sie wollten. Ich bettete mein Herz hinein und fand Ruhe in ihnen. (Aurelius Augustinus)

Wo immer wir uns von den berüchtigten "unerlösten" Seiten der schwierigen Zeit-Strömungen, Aspekte, Zeichen im eigenen Chart (z.B. der auf Macht fixierten Skorpione, unreif narzisstischer Löwen oder geistig aggressiver Waage-Betonungen) verfolgt fühlen, werden wir lernen: Nicht alles wird immer gut. Nicht alles ist umwandelbar. Manches bleibt tendenziell unangenehm, denn es wäre ein Roman und nicht das Leben, den Schmerz "irgendwie" doch noch aus der Welt zu streichen. Aus Schwarz machst du kein Weiß. Schwarz lässt Weiß so hell erscheinen. Auch aus einem Saturn oder Chiron wird drum niemals Venus. Die Eigenheiten des "Schlechten" auszuhalten und sogar zu schätzen, lehrt deshalb vielleicht, irgendwann dankbar für alle Qualitäten gelebten Lebens zu sein, die uns ausmachen: Nicht nur dafür, dass der Schmerz irgendwann aufhhört. Denn genau da, unter dem Finger mitten in der Wunde, dem wundesten Punkt in jedem Horoskop, da, wo Chiron und Saturn uns im Radix antreffen und im Bereich, Feld, Planet, den das Quadrat jetzt bei uns weckt, sitzt ja erst die Chance zur Bewegung. Der Elefant, der auf dem Tisch sitzt, verschwindet nicht, wenn man ihn unsichtbar denkt. Irgendwann wird er sich melden.

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Der Rattenfänger-Effekt

"Anno 1284 am Dage Johannis et Pauli war der 26. Juni dorch einen Piper mit allerley Farve bekledet gewesen CXXX Kinder verledet binnen Hameln geboren - to Calvari bi den Koppen verloren." (Inschrift am Rattenfänger-Haus Hameln).

Recherchen rund um astrologische Marker von Anfälligkeiten oder Talenten für den gerade lichterloh brennenden Populismus sind ja vielschichtig und für Astrologen herausfordernd. Man sucht nach Antworten, die dann doch unscharf bleiben, weil sie neben Fakten ein Gewebe mit verflochtenen Ebenen berühren - psychologisch, archetypisch, historisch, mit vielen, vielen Zwischentönen.

Als mir irgendwann die Idee kam, noch ein Märchen zu finden, was das Thema der Beeinflussung aufgreift, um den aktuellen Archetypen noch mal anders auf die Spur zu kommen, fiel mir sofort die Sage vom Rattenfänger aus Hameln ein. Auch, wenn man immer noch nicht genau weiß, wann, wieso und ob der Mann, der erst Ungeziefer-Entweser war dann wirklich die 130 armen Kinder lockte, holte und ins Verderben (den "Berg" - Saturn) führte: Klar ist, dass es wohl irgendein wichtiges Ereignis gegeben hat. Wenn vielleicht auch mit ganz anderem, etwas spröderen Hintergrund.

Man nimmt an, dass der Mann mit der Zauberflöte vielleicht ein Arbeitswerber war, der viele sehr junge Männer Richtung Osten zum Siedeln lockte. Und wo eine Wirklichkeit, da auch ein Datum, und wo ein Datum, da auch eine Vergleichs-Möglichkeit mit dem Heute. Auch wenn der rätselhafte Kinderauszug mit dem Flötenspieler als Drama gilt, Tragödie zwischen Erfindung und Wahrheit, Merkur und Neptun: In möglicherweise zugehörigen Horoskopen der Zeit müssten sich nach dem ANALOGIE-Prinzip wegen der thematischen Parallele astrologisch auch parallele Muster des aktuellen Populismus wiederfinden. Signaturen, wie sie erfolgreiche Leute-Besprecher von heute in ihren Radixbildern haben oder wie sie die Phase prägen. Denn über Schulen, Denkweisen, Jahre hinweg arbeiten ja in der Geschichte, der Psychologie, im Märchen oder der Astrologie unterschwellig immer auch sehr ähnliche, starke Symbole aus dem kollektiven Unbewussten. Das keine Unterschiede kennt. Auch wenn die Figuren dann anders heißen. Gar nicht so unwahrscheinlich also, dass rund um die Geschichte des Hamelner Ur-Populisten mit der Flöte ähnliche Muster auskristallisieren, wie wir sie rund um die neuen Populisten finden. Im Weserstädtchen gibt es nun tatsächlich ein Haus mit einer Inschrift, die dem Kinderauszug ein Datum zuweist. Und hier kreuzen sich auch die Signaturen der alten und neuen Rattenfänger. Ganz allgemein scheint es ja so zu sein: Demagogische Zeiten sind öfter kardinal betont durch Langsamläufer. Nicht unlogisch: Das sind die StartUps des Tierkreises.

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Wind-Dämonen: Go for it, Lilith!

"Wer Wind sät, wird Sturm ernten, Mr. Trump!" (frei nach Hosea 8.7).

Eins ist sicher: Wenn Clinton es doch nicht werden sollte (wobei der Vorhersage-Fehler auch daran liegen könnte, dass es immer noch keine anständige Radix-Korrektur gibt), wird Donald, der Große, nicht viel Freude an seinem Amt haben. Denn Hillary Clinton ist (mit welchem ihrer drei kursierenden Horoskope auch immer) eine Lilith. Und eine Lilith verzeiht zwar manchmal. Selbst dir, Mr. Bill! Aber sie vergißt nie. Wie eine Schlange wird sie sich häuten und darunter doch dieselbe bleiben.

Dies ist darum noch mal eine andere astrologische Sicht auf Hillary Rodhams Radix-Anlagen und einen mythologischen Aspekt ihrer Geschichte, bevor sie denn Geschichte wird. Die Frau mit Lilith Quadrat Sonne, also allzu leicht öffentlich dämonisierbar von den Mustermann-"Dämonen" selbst, die auch zuhause ihre Frauen da fürchten, wo sie "zu" irgendetwas sind. Was bei Männern durchaus erwünscht ist: zu sexuell, zu fordernd, zu klug, zu frei. Mit diesem Quadrat ihres Wesenskerns und Standorts zum "schwarzen Mond" (und vermutlich auch noch ausgerechnet in 3) ist Clinton zu "unerziehbar" und als reine "Funktion" unbrauchbar für männliche Zwecke. Wie sie einem Trump vorschweben, der Frauen nicht leben lässt, sondern ignoriert oder domestiziert.

Kein Wunder, er hat ja die eigenen Gefühle, den Mond, in Opposition zur wichtigtuerischen Sonne, die feinfühlige Krebs-Venus platt gemacht von Saturn - und Lilith - man höre und staune - im genauen Quadrat zum AC/DC. "Es" will einen da doch nur zerstören (ahnt Mann), denn es lebt vielleicht gerade mal untergeordnet in seinem Umfeld, wenn es hübsch aussieht. Aber es macht einen bloß nervös, falls es einem dann nicht zu Willen ist. Deshalb missfällt es dem alten Yang (sprich unbewussten Männern) generell vielleicht auch gar nicht so, wenn Partnerinnen mit Lilith (in Verquickung zu persönlichen Faktoren wie Hillary) in ihrer Laufbahn auch mal ein wenig "kaputt gehen" (stürzen, umfallen, ohnmächtig werden). Da sie sonst sowieso "zu schwierig" sind. Als eine Art männlicher Lebens-Versicherung machten solche Zwischenfälle die Lilith in Clinton scheinbar harmloser. Schadhafter, menschlicher, kolonialisierbarer. Aber Liliths Sturz führt letztlich immer zum neuen Flug, das ist ein Auslöser, da Lilith Schwäche vor Stärke setzt und wie im Judo als Schwung nutzt. Diese Wahl läuft ja nun ausgerechnet bei Sonne-Lilith an Clintons Stellium von Chiron, Venus, Merkur und Südknoten im Scorpio. Es geht da nicht nur um sie, sondern auch um Gleichberechtigung, um die Akzeptanz des Sturms, der Stärke, der Durchsetzung, der Intelligenz im Weiblichen, wie sie sich in einer wichtigen Lilith-Position im Radix spiegeln können. Um dann umso gnadenloser weggetreten werden.

„Zuerst ignorieren sie dich. Dann machen sie dich lächerlich. Dann greifen sie dich an und wollen dich verbrennen. Und dann errichten sie dir Denkmäler." (Nicholas Klein, 1918, bei Lilith-Chiron Opposition)

Lilith als innere Figur im Radix tanzt aber weiter (vor allem in den Fixzeichen), zwischen Hexenbesen und Scheiterhaufen und ihre Erfahrung als Archetyp ist ja sowieso die Leere und Unbehaustheit, wo sie sitzt und sinnt, ausgestoßen, vor der nächsten, autarken Tat. Unterfüttert von der großen Schwester (ja!), Pluto. Das alles kennt auch Clinton (verkleinernd "Hillary" gerufen von Männern, die Donald nie im Leben "Donald" nennen würden). Fast alle wichtigen Lebens-Stationen erlebte sie unter satter Lilith-Beteiligung.

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Leben, hart wie ein Pflasterstein

"Mehr als jeder andere Aspekt scheint Venus-Saturn die Glücks-Möglichkeiten eines Menschen zu mindern." (Liz Greene, aus: 'Saturn', Hugendubel).

Soweit die große, weise Lady der Astrologie mit "eigenem" Venus-Saturn-Quadrat, die nicht nur Expertin, sondern auch offenbar nicht sonderlich amused über die Konstellation ist. Einen Hang zum Genuss des Mangels (und zum ernsthaften Klagen über das Martyrium) kann man Venus-Saturn auch tatsächlich nicht absprechen. Das ist aber, dem Himmel sei Dank, nur die eine Seite der Medaille. Denn Venus-Saturn erhebt sich auch höher als andere, aus eigener Kraft, zu den Göttern. Skorpion/Schütze oder Jupiter/Pluto = Druck zum Glück sitzt zwischen Waage/Steinbock = dem mentalen Venus-Saturn. Die oft zu Unrecht als Unglücks-Macherin verschriene Konstellation bereichert irgendwann doch wieder ihre Leute, falls die bei allem Schicksal rundherum (und das bringt ihnen Venus-Saturn wirklich) den geraden Rücken und Durchhaltewillen entwickeln, ihre Grenzen kennenzulernen.

Sprich: Dann wendet sich vieles, Dasein läuft wieder leichter, und manche werden vielleicht sogar buchstäblich richtig reich, um nicht zu sagen extrem reich. In dieser Konstellation zwischen Hüter der Zeit und Göttin des Anfassbaren, die jetzt, zur Uhrzeit-Umstellung, wieder mal zusammen kommen, steckt also Potenzial. Aber andererseits tatsächlich viele Sorgenfalten. Da muss man jedoch durch, mit Bezügen dazu, ob im Radix oder Transit, und nett fühlt es sich auch selten an, aber bringt später oft die größeren, goldenen Phasen (und Nasen). 

Venus-Saturn hat den Riecher für Werte, die es zu beschützen gilt und dafür, dass Durststrecken in jeder Hinsicht unumgänglich, aber zu bewältigen sind. Saturn stand für das goldene Zeitalter, weil erst nach dem Eintritt des Numinosen in sein Zeichen (rückwärts durch den Zodiak) ab Schütze mit der Eitelkeit der Verfall einsetzt. Vorher sind nur Neptun und Uranus, Ursuppe und die Himmel = Peace on Earth, da es die Erde noch gar nicht recht gibt mit ihren klirrenden Gefechten im Weltlichen. Saturn steht auch für die Bergsteiger, die erst nach viel Aufwand den Erfolg erreichen. Dann aber höher als andere stehen. Nur: Wer in Saturns Ländern finanziell oder wertemäßig noch irgendwelche Leichen im Keller hat, dem nähert sich auch jetzt, da Venus-Saturn mundan auftaucht, eine Abrechnungs-Tendenz. Wer sich da nicht organisiert hat, der friert eben im Mangel weiter.

Die Konjunktion symbolisiert, dass die vielen To-Do's jetzt besonders drücken, man in der Beziehung in Abwehr-Kämpfe gerät oder ganz und gar keine Abweisungen ertragen kann, sich wieder viel zu viel aufgeladen hat, aber eigentlich gar nichts aushält. Es jammer der Jammer, mit verkanteten Kiefern und knarrenden Knochen. Wo das Leben einfach hart wird wie ein Pflasterstein, ist häufig Venus-Saturn am Start. Eine Wert-Prüfung für alles und jedes. Im Anlauf der Aspekte begreift man dann auch als Nicht-Venus-Saturnier mal, was die Träger dieser Konstellation üblicherweise durchmachen. Kein Ort, keine Zeit für Warmduscher. Nie.

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Kurze Gebrauchsanweisung für Jupiter

Der Riese in Zeichen und Haus:

Was uns noch fehlte: Aus Anlass des feierlichen Wechsels von Jupiter in die Waage ein kleines Jupiter-Lexikon für alle persönlichen Stellungen im Tierkreis. Jupiter steht ja ursprünglich für das unendliche Glück - als Venus' (= kleines Glück) großer Bruder. Leider vergrößert die kosmische Lupe aber nicht nur die netten Eigenheiten eines Zeichens, sondern alles, was es beinhaltet.

Drum sorgt Jupiter, wie Vetter Neptun, auch häufig für die berühmten Ent-Täuschungen, die leider unangenehme Entwicklungsschritte sind. Durch ihn erhält ein Geburts-Horoskop die Hoffnung und es wird eben alles überdimensional, was er berührt, und zur Glücks- oder Pechsträhne. Wo er steht, sind wir anders als andere, ungewöhnlich, er bezeichnet unsere spezielle Neugier, hier haben wir viel Wissen, den größten Anspruch, neigen aber auch dazu, Dinge nicht zuende zu bringen. Jupiters Zeichen im Radix beschreibt erst mal die reine Anlage, den Charakter, den er mitbringt und bei welchen Themen er aufwacht. Hier (und hiervon) brauche ich immer viel, vereinnahme auch - vor allem Weite. Das Feld, in dem er steht, zeigt dann, was davon in der Wirklichkeit ankommt und auch für andere sichtbar ausgelebt wird. Wie bei allen anderen Faktoren funktioniert Jupiters Zeichen ein bisschen wie ein Ding-Wort oder Wie-Wort und beantwortet: Was interessiert mich wie ursprünglich? Wie lerne oder lehre ich? Worum geht es meinem Jupiter denn eigentlich? Das Haus arbeitet wie ein Tuwort und zeigt: Wie wird es dann real gemacht? Auf welche Weise und in welchen Bereichen setzt dieser Jupiter sich um? So sind die folgenden Beschreibungen dann auch am besten "umzudenken", je nachdem was man wissen möchte. 

Jupiter in Widder/Haus 1 oder mit Mars: Glücksritter mit Kopf vor der Wand

Wo der Jupiter als letzter Feuer-Planet in irgendeiner Form mit dem ersten verbunden ist, geht es um Bewegung und Selbst-Durchsetzung. Jupiter im Widder kennt noch keine Grenze, er braucht insofern auch die vielen Widerstände, die er sich dauernd ins System holt, weil er eigentlich neu wie frisch gefallener Schnee in die Welt fällt und "Dinge" noch gar nicht sehen kann. Hier wohnt die Super-Neugier.

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Etwas Statistik: Wenn die Erde bebt

Aus aktuellem Anlass hier noch einmal ein Artikel vom 4.8.2014 über astrologische Statistik bei Erdbeben: Wann immer die Erde bebt, ist man als Astrologe leicht geneigt, nach den üblichen Verdächtigen zu suchen. Etwas Uranus, eine Portion Mars, ein Happen Pluto. Erlaubt ist, was am besten passt und sich bewährt hat. Meist fehlt aber Zeit, in der Alltags-Arbeit auch noch das alte Problem der Statistik unterzubringen. Dabei lohnt sich immer wieder ein genauerer Blick in Stichproben von Ereignissen und die neue Suche nach Gemeinsamkeiten, die Wunsch und Wirklichkeit überein bringen. 

Auch aus der nicht-irdischen, sonnenhaften (heliozentrischen) Sicht auf das Geschehen lassen sich gerade bei Erdbeben Marker ableiten. Schon im schnellen Überblick zeigen sich noch einmal neue astrologische Kennzeichen solcher heftiger Erd-Bewegungen, die weltweit Menschen den Boden unter den Füßen wegziehen und astrologisch auf's Glatteis führen. Untersucht man nicht diejenigen Beben mit den höchsten Werten auf der Richter-Skala (die sich zuweilen unterirdisch abspielen und kaum greifbare Folgen haben), sondern die, bei denen tatsächlich in den letzten Jahrhunderten am meisten Schaden angerichtet wurde - durch extrem viele Todesopfer und eklatante Zerstörungen - erlebt man Überraschungen. Wir haben 22 solcher Größt-Beben analysiert und einiges bestätigt gefunden, was man erwartet hätte, während anderes erstaunt.

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Mastbruch: 3 Auslösungen fast zeitgleich

Nicht immer sind mögliche Risiken astrologisch so klar sichtbar wie an Tagen, wo an einem Ort zeitgleich Auslösungen bedeutsamer Mundan-Stellungen passieren. So war es jetzt in Holland: Bei einem Schiff namens "Amicitia", Freundschaft, bricht plötzlich der Vormast, als Achsen und Felder im selben Zeitfenster kurzfristig gleich drei auffällige Faktoren aktivieren - Mars-Saturn, Uranus und Sonne im Domizil. Der wunderschöne, alte Segler, den es da trifft, wurde 1889 gebaut, in einem Jahr mit Neptun-Saturn-Quadrat wie heute. Bisher kreuzten aber der begeisterte Skipper und seine Frau mit dem ehemaligen Bier-Frachter wohl unbehelligt und erfolgreich in der Gegend um Watten- und Ijsselmeer.

Alles läuft anscheinend prima bei den touristischen Tages-Touren. Und dann passiert das: Kurz nach der fast gleichzeitigen Dreier-Auslösung über die realisierenden Erd-Häuser-Spitzen 2, 6 und 10 stürzt aus unbekannten Gründen der abknickende Mast mit vollem Segel auf drei Männer aus Deutschland - alle aus derselben Familie. Mit 9 anderen Verwandten sind sie gerade wieder im Harlinger Hafen eingelaufen. Die drei sterben beim Unfall - eine schwere Tragödie nach einem Sonntags-Ausflug. Die astrologische Suche und das Einkreisen einer möglichen Unfallzeit, die zunächst nicht in den Medien zu finden war, belegt auch die Stimmigkeit der wirklich nicht zu unterschätzenden Tages-Auslösungen für eine nötige Absicherung von Prognosen durch Metagnosen. Denn es gibt sie ja faktisch immer wieder, die problematischen Zeitfenster an bestimmten Orten, die für solche überlaufenden Felder-Trigger offensichtlich sehr anfällig sind und aus denen man lernen könnte, mögliche Gefahren etwas besser abzuschätzen.

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Saturn: Und immer diese Prüfungen...

Da ist also Saturn ganz leise wieder direktläufig geworden. Jetzt geht es ans Training und für alle Probleme, die in seinem Einzugs-Bereich entstanden, an die Tests dessen, was man in der Rückläufigkeit für den (hoffentlich) guten Schluss des Quadrats zu Neptun schon gelernt hatte. Die Fragen: Wo üben wir bisher nur halbseiden und was wartet da noch unvollendet an Entwicklung? Wo sind wir vernagelt von unseren leeren Vorstellungen? Wo brauchen wir mehr Festigkeit?

Die muss es ja geben, auch wenn Neptun immer noch, wo er nur kann zu dem zurückzieht, was man immer schon so gemacht hat: Alles scheint da ewig, selbst die Zeit mit ihren Mustern. Kaugummi. Aber das stimmt gar nicht. Zumindest nicht in diesen irdischen Breiten. Da bekommt leichter Bestand, was Form hat, zerfällt aber dann auch umso stärker wieder. Als kosmischer Lehrer stimmt nun Saturn genau darauf noch mal ein - Endlichkeit, Wege von A nach B, nötige Direktheit. Von Schütze nach Steinbock, aus der Vision in den Plan, vom Anfang in die Vollendung. Wir müssen uns jetzt konzentrieren, gerade wenn wir weit und hoch zielen. Feuer-Erde. Alles andere verläppert in Neptuns Nirgendwo oder bleibt eine sehnsuchtsvolle Landschaft in unseren Köpfen. Saturn dagegen schafft ja die Ergebnisse, strukturiert Zeit ganz buchstäblich. Er ist der Macher, der sich unter Jupiters Ausschmückungen verliert und genau darum hat ihn Schütze so nötig. Seine Organisationen, seine Sicherheit. Titel der Überprüfungen: Setzt du schon um oder malst du dir immer noch dein Leben aus (Phase 9./10.)? 

Wieder geht es darum, nicht zu locker und jupiterhaft mit den Aufgaben des eigenen Prozesses zu spielen, genau da, wo Schützes schnelle Feuer am verlockendsten knistern. Mit dem aktuellen Saturn in Bezug zum Radix spürt man oft: Jetzt wird es beschwerlicher. Aber eine Tür geht nun auch merkbar wieder auf. Die in eine praktische Zukunft. 

Es ist gar nicht selten, dass man bei erneuter Direktläufigkeit in ähnliche Situationen kommt, wie schon bei den ersten Durchgängen. Nehme ich diesmal gleich den richtigen Abzweig? Setze ich eine Grenze? Fasse ich mich kurz genug? Prüfe, sagt Saturn.

Sichere ich mich ab, weil ich meine Bestimmung kenne und darum meine Bedeutung (Saturn) nicht mehr negiere (Neptun)? Das sind diese Fragen. Es ist gut, bei der Verwirklichung von Projekten (u.a. Saturn im Schützen) nun nicht allzu viele alte Fehler zu machen, die dann auch den sehr starken Neptun mit negativen Vorzeichen aufruft. Leere. Auf der sicheren Seite bleibt man, wenn man bewusst den beiden Kräften Raum im eigenen Leben gibt - um nicht selbst in die Quadrat-Mühle zu geraten, die Welt gerade so stark beutelt. Das ist schwierig. Aber es geht. Der alte Saturn liebt ja Schwierigkeiten und hilft mit seiner Genauigkeit auch, sie Zentimeter für Zentimeter abzutragen. Man muss sich nur hüten: Alle Macken, alle Übertreibungen, Übergrößen chronifizieren jetzt viel leichter als sonst.

Genauso wie die vielen unendlich verlockenden Verdrängungen. Nimmt man die mit, wird Neptun-Saturn von Fische nach Schütze schnell zu versteinerten Träumen. Innen und außen steht aber sowieso gerade oft kein Stein mehr auf dem anderen und Leben ertrinkt dann oft in wirren Gefühlen. Zur Zeit frage ich darum häufig Klienten, was sie denn eigentlich für ein Ergebnis suchen, um ihren Blick dahin zu lenken, wo der stabilisierende Saturn immer sitzt - mit seinen Tat-Sachen. Was willst du von der Astrologie? Wissen, was passiert, wenn du einfach weitermachst wie sonst, oder mit Transiten arbeiten? Das Lustige: Fast alle wollen arbeiten und fast keiner tut's dann. Denn leben wir Saturn danach nicht als wirklich klare Entscheidung und Wegweiser und gezielten Bruch mit überholtem Verhalten (Wassermann), bringt mehr vom Alten bloß noch mehr vom Alten. Und schon sitzt man wieder in Neptuns Tinte. 

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Samstag, 2. März 2024

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