Loop!

Astro-Labor

Christo: Die über's Wasser gehen

Saturn-Neptun kann schlecht vergessen und ihn, Christo, mit seiner Opposition, trägt nicht nur der bekannte Verpackungswahn. Sondern auch diese magische Liebes-Bindung, vielleicht über viele Leben hinweg: Es gab und gibt den Künstler ja immer noch nur im Doppel-Pack, selbst jetzt, da seine große Leidenschaft Jeanne-Claude seit Jahren tot ist. Sie teilte alles mit ihm, auch die Power im Schaffen, war am selben Tag wie er geboren und ihre Horoskope unterschieden sich darum auch nur durch Achsen und Felder. Also durch anderes Ausleben der gleichen Anlagen.

Nun geht er, der immer weit mehr war als das Klischee des Verpackungs-Genies, also doch ohne sie auch noch über Wasser. Er kümmert sich um Seebrücken. Astrologisch so fein: Denn die Verpackungen stammen eben auch aus dem Saturn-Neptun auf 2/8 Fische-Jungfrau, den man bei ihm genauso übersetzen könnte, Seebrücke in die Zwischenwelten hinein oder aus den Zwischenwelten heraus. Und aus dem Skorpionisch-Schützehaften natürlich, das Christo auch stark mitbringt. Lösen und Binden entfalten da ihre Macht. Die Großzügigkeit, Weite. Nun ummantelt er Piere, über den Wellen, ein ganz zauberhaftes, neues Projekt, das zeigt, was er fühlt: Dass nie etwas ist, wie es ist. Dass Festigkeit und Auflösung sich bedingen. Keine Leere ohne Form und umgekehrt. Was er durch Einpacken von Stühlen bis Autos schon als Jugendlicher durchbuchstabierte. Wo etwas etwas anderes verbarg, war Christo. Dessen italienische Wellenreiterei jetzt das mundane Transit-Geschehen abbildet:

Saturn-Neptun-Quadrat beeinflusst nah eben jene enge Fische-Jungfrau-Opposition eines Radix-Saturn-Neptun in Christos Radix. Fels in der Brandung, nannten wir den Aspekt hier schon. Bei ihm heißt es: "Floating Piers". Womit er wieder seine greifbare Magie (Saturn-Neptun) ausstrahlt, was all die aufgelösten Stabilitäten, gefestigten Nebelbänke der Gegenwart spiegelt. Und auch seinen großen Namen:

Christo, wenn auch ohne Jesus davor, lebt auch von der im Werk spürbaren, beinah biblischen Überhöhung, alles groß, alles das Seine, auch künstlerisch der Anspruch, über Wellen zu schreiten, Saturn zu nehmen, auf Neptun zu gehen. Dieser Christo ist eben mit dem Jupiter/Mond (der Beliebtheit beim Volke) in 9 im Skorpion auch einer aus den "Halbgötter-Welten", der publikumswirksame Fessler, Binder, der andererseits genug Traumata für drei Leben aufgepackt bekam. Spüren in der Tiefe ist beileibe nicht immer nur schön, eher selten. Anstrengend, für ihn und andere. Woraus er Kunst schuf, indem er auch  das Umhüllende und Durchdringende seines Jungfrau-Neptun Spitze 8 gegenüber von Saturn Spitze 2 neben dem plutonisch Bohrenden nutzt, um Materie umzuwandeln, zu unterspülen. Zum transzendenten Anderen zu machen, bis November 2009 ausschließlich zusammen mit Jeanne-Claude, der Seelen-Liebe. Aber dann hatten sie Pluto über ihrer beider Merkur-Mars-Quadrat anlaufend - und seine Frau starb. Hier lernt man über die Wichtigkeit der Felder. Nur bei ihr lief im gleichen Transit Skorpion-Herr damals zerstörerisch im starken Bezug zur Physis direkt auf Spitze 2 und Opposition zu 8. Und sie standen beide unter Uranus Quadrat Sonne: Die Trennung. 

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Ich habe dem Blitz Handschellen angelegt

"Float like a butterfly, sting like a bee. The hands can't hit what the eyes can't see." (Ali himself).

Er war ein 'Steinboxer', einer der Erde-Fighter, die im Ring dann zu Königen wurden, von denen darum so viele Steinböcke waren*. Für mich damals ein Ereignis wie irgendwann die Mondlandung: Ein Wunder, Dickkopf, der mich das Boxen lieben lehrte, astrologisch ein Umsetzer, aber mit Luft-Geschick, und über den AC Löwe auch energetisch ein Herrscher, selbst-überzeugt, The Greatest.

Muhammad Ali war so gesehen auch ein Radikaler, mit Mond-Merkur und Venus im Wassermann, losestes Mundwerk, lose Füße, lose Faust. Kämpfte (aber für das Gute). Auch wenn das die nicht gelten lassen, die Boxen brutal finden. Er aber wurde der Künstler, der Ästhetik daraus machte, Variante Feuer-Erde, als Wasser nur IC im Skorpion, die Herkunft. Stand aber auch darum auf der "richtigen" Seite, egal, wohin auch immer sein Land gerade unterwegs war. Dieser Cassius Clay, Tänzer, Redner, Schläger, die Legende, benannte, wenn und wie Amerika Murks machte. Und er Show, also immer: Seine Kämpfe hießen wie Krimis und waren auch welche: Thrilla in Manila und natürlich Rumble in the Jungle, der ihn im Sport unsterblich machte. 1974 - da war ich 15, als um 4 Uhr morgens bei Pluto am Waage-AC der Fight der Fights begann, mit dem er sich als zweiter Mann überhaupt den Titel "Unumstrittener Boxweltmeister" zurückholen wollte. Sprich, die Anerkennung aller Titel aller Verbände. Saturnalien. An einem Tag mit Luft-Merkur-Uranus und Sonne-Venus-Mars im Skorpion. Ehrensache, dass man da wach war, wo so Geschichte geschrieben wurde. Wo der Dichter unter den Boxern, das uranisch exzentrische Phänomen, das irdische Schwerstgewicht im Ausharren, die Härte zur Kunst erklärte und sich zum Gott. Ein Mars in 9, ein Jupiter in 10, da ist Bescheidenheit keine Alternative und jeder Satz wie ein Buch der Übertreibungen:

"Ich habe mit einem Alligator gerungen, mit einem Wal gerauft, dem Blitz Handschellen angelegt und den Donner eingekerkert. Ich bin böse. Letzte Woche hab' ich einen Felsen ermordet, einen Stein verletzt und einen Ziegel krankenhausreif geprügelt. Ich bin so gemein, dass ich selbst Medizin krank mache. Letzte Nacht betätigte ich den Lichtschalter in meinem Schlafzimmer und war im Bett, bevor der Raum dunkel war. Ich bin so schnell, dass ich durch einen Hurrikan laufen kann, ohne nass zu werden." (Ali himself vorm Kampf mit Foreman)

Auf seine Weise war Ali eben ein Poet, mit diesem Schriftsteller-Impuls in 9. Blumig tänzelnd, redend, schwafelnd, träumend erhob er sich selbst zum Status Geschichte. Nach Floyd Patterson (auch wieder Steinbock, mit Mond, Merkur und Venus im Zeichen - Radix) hebelte er die eiserne Regel aus: "They never come back!". Jetzt kommt er wirklich nicht wieder. Muhammad Ali ist tot.

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Jupiter Quadrat Saturn - letztes Kapitel

Am Donnerstag gegen Mittag wird sich ein weiterer Energieträger der gegenwärtigen Zeitgeist-Spannung verabschieden – zum letzten Mal stehen aus unserer Erdsicht die beiden Königs-Planeten Jupiter und Saturn im Quadrat zueinander. Das nächste große Zusammentreffen der beiden Planeten-Giganten findet dann am 21. Dezember 2020 statt. Zuvor aber wird es in jenem Jahr eine große Konjunktion zwischen Mars, Pluto und eben diesen beiden geben. Zwar nicht völlig exakt, aber zumindest in einer so starken Annäherung, wie das in vielen hundert Jahren zuvor nicht mehr vorgekommen ist.

Man darf also davon ausgehen, dass dieses Jahr 2020 ein ganz besonderes werden wird. Und aus astro-logischer Sicht muss in dieser Konjunktion zwischen Jupiter und Saturn auch alles einen Ausdruck finden, was in den Phasen zuvor entstanden ist. Denn diese Phasen ähneln im Prinzip den uns so geläufigen Mondphasen, die kommende Konjunktion ist also durchaus mit einem Neumond vergleichbar, allerdings mit weitaus größeren Auswirkungen.

Einfach ausgedrückt – alles was unter den anderen Hauptaspekten im wirklichen Leben Form und Gestalt angenommen hat, wird die Grundlage für die Er-Neu-erung sein. Auch das was unter dem jetzigen Quadrat entstanden ist. Natürlich gibt es da eine breite Palette, die man mit einbeziehen muss, aber die Erfahrung zeigt, dass alles das, was uns in diesen Tagen besonders bewegt hat, sehr wohl als Orientierung taugt. 

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Astro-Logics X: Zeitströme (1)

Immer wieder richten sich Leser mit dem Wunsch an uns, manche astro-logische Zusammenhänge doch einmal auch für Nicht-Astrologen verständlicher darzustellen. Für diejenigen, die den Hintergrund, vor dem wir hier das Weltgeschehen deuten, zwar inhaltlich nicht so gut kennen, die Aussagen und Deutungen, die daraus entstehen, aber grundsätzlich positiv sehen. Das hier ist also ein Versuch, Astrologie einmal in eine andere Bildersprache „zu übersetzen“ und richtet sich vor allem an diese Leser.

Bestens geeignet hierfür ist der aktuelle Hintergrund, der unser Zeitgeschehen  momentan dominiert. Gemeint sind die Verbindungen und Stellungen der Planeten Jupiter, Saturn und Neptun. Warum nun ausgerechnet diese drei? Es gibt ja nach wie vor jede Menge anderer Himmelskörper, deren Stand ebenfalls auch bedeutsam ist…

Weil diese drei generell (zusammen mit Uranus und Pluto) einen atmosphärischen Hintergrund symbolisieren, der sich meist sehr langsam aufbaut und für längere Phasen unser Zeitklima prägt. Wenn diese sogenannten „Langsamläufer“ dann auch noch untereinander starke Aspekte bilden, dann entsteht meistens etwas ganz Besonderes. Sowohl als Chance wie auch als Herausforderung. Sowohl für die Welt als Ganzes, wie auch für jeden Einzelnen von uns. Natürlich spielen alle anderen Faktoren, die in der Astrologie von alters her große Gewichtung erfahren haben, auch weiterhin eine wichtige Rolle im Gesamtbild. Die generelle Tendenz, die Strömungsrichtung des Zeitflusses wird aber, solange diese Aspekte ihre Exaktheit nicht überschritten haben, von solchen außergewöhnlichen Verbindungen geprägt.

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Mars-Pluto: Der Amoklauf des Affen

Wieder eine der eskalierenden Verstrickungen des Skorpionischen und seiner Traumata: In der Geschichte von Charla, Sandy, Travis und Mars-Pluto geht es um zwei Frauen, einen riesigen Menschen-Affen, der wie ein adoptiertes Baby aufgezogen wurde und dem sein Rang und vieles mehr dann zu Kopf stiegen. Aber eben auch um diese sehr schwierige Gottes-Konjunktion, die bei diesem Schimpansen zur Geburt genau zwischen Scorpio und Schütze sitzt. Zwischen seelischer Erschütterung und der Überzeugung der Übergröße also, die am Ende dazu führt, dass er einer Frau buchstäblich das Gesicht raubt. Dabei verbindet Travis mit ihr sogar umgekehrt doppelt Venus-Sonne-Konjunktion, beim Menschen ein Klassiker als Liebes-Aspekt.

Würde man Tier-Horoskope, insbesondere bei den übertriebenoder sogar unzulässig domestizierten Haus-Genossen (die es ja insbesondere in Amerika gibt), ernster nehmen, wäre schon viel geholfen. Besonders auch die unglücklichen Transite, wie sie hier ein unausgeglichenes System dreier Wesen 2009 packte und zerschlug, sind der Aufmerksamkeit wert. Dann wären solche fast tödlichen Angriffe vermutlich besser vermeidbar: Charla Nash, eine Skorpionin mit einem traum-bereiten Waage-Venus-Neptun, ist die erste Frau in den USA, bei der 2011 ein Gesicht und Hände zugleich transplantiert werden muss. Körperteile, sie 2009 durch eine völlig unerwartete Attacke ihres "Freundes" Travis verlor. Der Affe hat umgekehrt Waage-Sonne auf ihrem Illusions-Aspekt und bei der Geburt schon ein kompliziertes, unruhiges und sprunghaftes Quadrat von Uranus und Neptun zu dieser Sonne. Bei Menschen kann das sehr kreativ wirken, wenn auch anstrengend für Träger und Umfeld. Bei Tieren wird es manchmal brisant, wenn agitiert durch andere oder zeitliche Überläufe. Charla Nashs rückläufiger Merkur steht zudem im Skorpion an Travis' Mars-Pluto, in dem die ganze Traurigkeit, das Trauma, die Gefährlichkeit und Gefährdung des Skorpionischen sichtbar wird und sich leider auch Bahn bricht. In einem astrologisch gut sichtbaren Amoklauf. 

Das Problem entsteht nicht erst, als der pubertierende Travis (inzwischen 91 Kilo schwer) sich bei Mond auf und Sonne im Quadrat zu dieser Konstellation aus dem Nichts auf die beste Freundin seiner Halterin stürzt. Das ist Sandy Herold, die Charla gut kennt, und sie darum eines Tages zur Hilfe ruft, als sie mit einem Autonomie-Anfall des Sonne-Uranus-Affen nicht mehr fertig wird. Wobei seine "Mutter" (so empfindet sie sich) auch den Sonne-Uranus (nur in Konjunktion) hat und sich vielleicht auch darum die unterschwellige Bedrohung durch das große Tier ins Haus holt, da sie selbst im Stier nicht wirklich frei sein kann. In genau den genannten hinteren Skorpion-Besetzungen ihrer Freundin und des Schimpansen nun hat sie den oft so schicksalsträchtigen Nordknoten stehen und den Wassermann-Jupiter im Quadrat dazu. Sie sitzt mit im Boot des kommenden, schlimmen Ereignisses. Genau genommen haben sie und ihr verstorbener Mann, der mit dem Affen jeden Abend ein Glas Wein trank und den Travis sehr vermisst, die Katastrophe herangezüchtet. Sandys Kind ist viel früher bei einem Unfall gestorben und das Paar (guter Mittelstand, Besitzer eines 'adoptiert' drei Tage nach dessen Geburt den Schimpansen, bei einem Pluto-Stand von 0° Schütze, wo die Kolonialisierung des "Wilden" zur Vision wird. Ab da lebt Travis wie ein Menschen-Baby.

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Torino-Unglück: Der sterbende Stier

Als ein ganzes Fußball-Team mit einem Stier im Wappen am 4. Mai 1949 ausgelöscht wird, steht ausgerechnet gerade Stier-Sonne, geladen von der so oft tragödischen Spitze 8, in einem engen Quadrat zum Löwe-Pluto. Symbolischer kann es nicht mehr werden, auch wenn dieser Aspekt in anderen Räumen und zu anderen Zeiten keinerlei Opfer fordert. Oft benötigen ja die Ereignis-Möglichkeiten regelrechte Felder von ineinander greifenden Zahnrädchen, um sich auszulösen. Viele Horoskope, die sich feinmaschig aufeinander beziehen.

So flog in einer heimischen Fiat-Maschine "der Stolz Italiens", gegründet mit Schütze-Sonne-Venus (durch Venus auch u.a. ein Stier-Symbol, damals unter Chiron-Transit) an jenem Nachmittag in den Tod. Die Mannschaft streifte einen Kirchturm und zerschellte dann im Flieger am Wallfahrts-Berg Superga. Neptun war gerade nach 12 gelaufen und es herrschte dichter Nebel über Turin - wie so oft bei Abstürzen mit Fische-Herrn nah der Achsen. Der Steigflug des AC Turin, "El Grande Turino", war mit diesem Drama vorbei. Die Mannschaft aber war tot, der beste Verein Italiens (im Schützen sitzt der Superlativ - nach oben oder unten), der eine Weile als unbesiegbar galt. In den sechs Jahren vor 1949 verzeichneten die Stiere nicht ein verlorenes Heimspiel. Sie hatten mit Pluto, Saturn und Neptun in Trigonen zur Vereins-Gründung wirklich extreme Glanz-Jahre hinter sich.   

Unter den 31 Passagieren, die auf dem Heimflug von einem (natürlich gewonnenen) Freundschaftsspiel in Portugal starben, waren 18 Sportler, die im Leben schon als National-Helden angebetet wurden - weil sie das Leuchten brachten, nach dem langen Krieg.

Bei fast allen lösten die beiden wichtigen fixen Konstellationen der Tragödie wichtige Geburts-Stellungen aus. Astrologisch sichtbar war dieses Unglück diesmal also eher über die auffällig häufigen Trigger der Radix-Bilder der Spieler.

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Fussball - jenseits von Zufall

Vielleicht werden wir in naher Zukunft
wieder Uhren haben,
die nicht nur eindimensionale Messgeräte
für die Quantität von Zeit sind,
sondern uns einfach und verständlich
auch die lebendige Qualität
von Raum- und Eigen-Zeit aufzeigen.

Dieses Zitat stammt aus einem Artikel von 2012 – Fussballzauber und Zeithorizonte. Ihn hier an den Anfang zu stellen, macht deshalb Sinn, weil ich ansonsten gezwungen wäre, alles noch einmal zu erklären, was ich damals schon aufgezeigt habe. Kurz und knapp auf den Punkt gebracht: wer etwas über die wunderbare und eigenwillige Weise lernen möchte, wie Astrologie unsere Wirklichkeit abbildet, für den- oder diejenigen können die  90 Minuten eines Fussballspiels aus unzähligen Aha-Erlebnissen bestehen.

Nicht etwa, weil man über astrologische Methoden mal so „dir-nichts-mir-nichts“ herausfinden kann, wer denn dieses Spiel gewinnen wird, um dann kräftig beim nächsten Wettanbieter abzusahnen. Sondern weil es immer wieder unglaublich ist, wie sehr die aktuellen Konstellationen am Himmel mit den Ereignissen auf dem grünen Rasen korrespondieren. Wer Augen hat zu sehen, wird nicht umhin kommen, staunend und bisweilen auch ungläubig wahrzunehmen, mit welcher Perfektion hier „das da Oben“ mit „dem da Unten“ interagiert. Oder, wer das als Erklärung lieber hat: wie das eine (das astrologische Bild) das andere (die Wirklichkeit) abbildet.

Zu diesem Thema haben wir mittlerweile schon eine Europa- und eine Weltmeisterschaft begleitet, sowie zahllose Championsleague oder sonstige Begegnungen. Dabei muss ich gestehen, dass ich vor diesen Entdeckungen Fussballspiele im Fernsehen eher als etwas ziemlich langweiliges betrachtet habe, erst als langsam die ersten Übereinstimmungen sichtbar wurden, wurde auch mein Interesse größer. Es war einer dieser seltsamen Momente, als irgendwo ein Fernseher lief und irgendwo anders ein Tor fiel, während ich gerade „zufällig“ das aktuelle Chart auf meinem neuen und  hochmodernen Apple II+ berechnet hatte. Und dabei bemerkte, dass genau in diesem Augenblick Mars am Ereignis-Aszendent stand, also im Osten aufging.

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Feuer-Zeiten: Ausflug nach Pinkville

Widder ist der Krieger, Löwe der König und Schütze der Gott (wir wir ihn uns vorstellen - je nachdem, in welchem Feld dieses Zeichen selbst, unser 9. Haus und Jupiter stehen). Am Morgen des 16. März 1968, heute vor 48 Jahren, waren diese Feuer-Archetypen alle gegen "den Vietcong" unterwegs, Kräfte also, die dann schnell und scharf kämpfen, wenn Angst ums Überleben sie ergreift. Um 8 Uhr begann die US-"Charlie"-Kompanie in Vietnam mit dem entsetzlichen Massaker von My Lai, unter dem zynischen Code "Ausflug nach Pinkville". Mars stand damals stark im Widder und unterstützte das "Ich will, ich muss, ich tue!", als die Soldaten des Commander Barker (im Radix mit einer genauen Jupiter-Uranus-Konjunktion auf 0° Widder) ein ganzes Dorf unmenschlich brutal vernichteten. Das Element Feuer zündete, explodierte, im Enthusiasmus der Impulse und scheinbar "lebensrettender" Ziele.

So starben unter Fische-Sonne-Chiron (die das Martyrium spiegelte) mehr als 500 Menschen, sichtbar bloße Zivilisten, Opfer, keine Täter, auch wenn passend zum Zeichen ein Vietcong-Gebiet "gesäubert" werden sollte. Ermordet 182 Frauen (17 Schwangere), 173 Kinder (56 Säuglinge) und 60 Männer, die meisten alt. Ganz klar nicht die Kämpfer, nach denen man offiziell suchte. Aber es zählt damals der Grobstrick, den 1. Quadrant-Merkur mitbringen kann: 'Body Count' heißt die amerikanische Devise. Leichen Zählen. Jeder tote Vietnamese wird zum Vietcong erklärt und trägt bei zu Widders Ziel - Sieg. Wie immer de gelagert sein mag, Arm in Arm mit dem Gewinn des Stiers und dem statistischen Zuwachs der Zwillinge. Das erste Viertel im Zodiak hilft sch selbst leicht mit existenziellen Gründen.

"In My Lai kam nicht die Natur des Menschen zum Vorschein. Es gab Gründe, Bedingungen, begünstigende Umstände. Die Täter, die Gefangene folterten und massakrierten, waren meist einfache GIs. Ihre Brutalität hatte gewiss mit der rassistischen Verachtung zu tun, die sie den "gooks" entgegenbrachten. Doch erklärlich ist die Gewaltexplosion nur, wenn man sie als Teil der Logik des US-Kriegs begreift." (taz)

1968 regiert das alte Säugetier-Denken, das in diesen dei Zeichen immer dann auftaucht, wenn es gefährlich wird. Aber der blutige Meilenstein des Vietnam-Kriegs geschieht auch unter Jupiter-Neptun-Quadrat, der Analogie der Auslöschung des Fremden. Muster tauchen auf, die geschichtlich immer wieder kehren. Ganz normale amerikanische Jungs vernichten dort die Menschenwürde, weil sie bei Widder-Mars außer Kontrolle geraten, sich im Recht fühlen. Aber es gibt andere Widder, die rund um My Lai einen anderen Mars-Ausdruck finden: Alle drei späterem Helden der Tragödie sind auch dominant feurig, alle Widder-Sonnen. Hubschrauber-Pilot Hugh Thompson, der das Massaker letztlich durch Konsequenz beendet, Ron Ridenhour, junger GI und Journalist Seymour Hersh, die alles später öffentlich machen. Mars Gift und Heilung kommen zusammen. 

My Lai ist auch ein Lehrstück über die feinen Grenzen zwischen (Doppel-) Moral, Ethik, Kultur (mit ihren Sitten), aus der Waage-Skorpion-Schütze-Folge, angetrieben von den existenziell wirkenden Gegenzeichen Widder-Stier-Zwillinge (cerebrale Reptilien-Trias, stark zu beängstigen und dann bedrohlich), die Panik vorm stets angenommenem Existenz-Verlust als Kampf für das eigene Leben rechtfertigen können. Offenbar auch mit fremdem Toden. Beim "Ausflug nach Pinkville" wurden selbst Mütter triumphierend umgebracht, die sie sich über ihre Babies warfen (Mond-Saturn Opposition an dem Tag), nachdem man sie vorher vergewaltigt hatte.  

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Supermänner und Übermenschen

"Seht, ich lehre euch den Übermenschen! Der Übermensch ist der Sinn der Erde." (Nietzsche, Waage-Sonne & AC Scorpio)

Die alten und neuen Rechten:

Jupiter-Neptun-Bezüge tanzen, wenn Extreme jetzt überall wie Pilze aus dem Boden schießen und nur mit viel Bewusstsein zurückgedrängt werden können, wie angesichts der SVP-Durchsetzungs-Initiative gerade in der Schweiz - Spiegel: Sieg der Vernunft über die Angst. Glückwunsch zu so viel praktischer Würde, beim schwierigen Neptun Richtung Fische-Mond und Quadrat Schütze AC des Alpenlandes.

Das mit dieser Besetzung mitten in den überall lauernden Jupiter-Neptun-Konflikten steht. Die Gefahr der Auflösung ist aber nicht nur hier groß. Parteien mit dem schwarzen Schatten bringen europaweit mit einem schwer arbeitenden Jupiter in Jungfrau und seiner Verkleinerungs-Panik die alte Tendenz zum rechten Elitariat nach vorn. Das Problem: Jeder Übermensch braucht einen Untermenschen, um sich zu definieren. So arbeiten die neuen Heere selbst-erzeugend hinterrücks. Der Archetyp der Perfektion (auch ein Mythos des Optimum = Neptun mit Jupiter, es wabert zwischen Illusion und Vision) erhebt sich ja immer wieder anders und neu.

Wo oben glänzt, muss unten auch unten bleiben

Bei der Wanderung durch's 6. Prinzip getrieben von Ängsten, die im Stier-Stoff entstehen. Wo sehr Reiche, da sehr Arme. Wo sehr viel, da sehr wenig. Wo wir, da sie. Wo oben, muss es ein Unten geben, muss unten auch unten bleiben. Diese Relationen sitzen im beweglichen Kreuz, sind sinnfrei zuschiebbar. Selbst, wenn man dachte, man hätte die Frage des ewigen Aussonderns (zugunsten eines hermetischen Ganzen) in den Auswüchsen der rechten Eiszeiten endgültig hinter sich. "Erfunden" hat den schützehaften Archetyp des jetzt wieder agilen, halb-göttlichen Supermanns, des Besten, dem immer das Beste gehört, eines Hyper-Anthropos, lange nach den alten Griechen und vor Nietzsche (Radix, Astro-Databank, Rodden Rating B) für die denkende neuere Zivilisation ein sächsischer (sic!) Dominikaner namens Hermann Rab. 1527, als Pluto auch im Steinbock stand wie heute und Neptun-Chiron in den Fischen (und vermutlich auch beim elitären, so leicht fremden-feindlichen Quadrat Jupiter-Neptun). 

"Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher als die anderen." (OrwellAnimal Farm)

Über den mustergültigen Jungfrau-AC der NSDAP läuft jetzt wieder Jupiter (siehe weiter unten) und die Gewinner der mentalen Unterdrückung heute sind erneut elitär und bewegen Massen. Auch bei Orwell, der diese Art von Hierarchien sicher durchbuchstabierte, sitzt Jupiter als Entsprechung des manchmal "rassen-hassenden" oder umgekehrt, von Rassen-Hass vernichteten Jupiter-Neptun in den Fischen, bei Neptun Spitze 9. Er kennt sie zu gut und kann ihre Mechanismen besser beschreiben. Die Götter, die wandeln wollen und doch nur ängstliche Menschen sind, die von Venus' zu Horden mutierten Herden beeinflussen und dann als unfehlbare Götzen gewählt und angebetet werden. Das wiederholte Kreisen der Planeten bringt immer wieder ähnliche Erscheinungen bei parallelen Mosaiken wie in der Vorgeschichte mit, konzentrisch ausgeweitet. Nun scheint also die Zeit der gut konservierten Rechten gekommen, die so stark aus dem Ich- in den Du-Quadranten ausstrahlen. Aus Geburt wird Tod. Widder-Stier-Zwillinge, das Überleben, wirkt ein auf Waage (Öffentlichkeit, Propaganda), Skorpion (genetisches Erbe, Macht), Schütze (Herausgehoben-Sein, Entgrenzung, Halbgötter) und umgekehrt. Merkur, Herr der jungfräulichen Perfektion verspricht bei Jupiters Überhöhung im Kontrast zum Opfer-Boden der heimatlosen Fische Er-Lösung.

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Montag, 19. August 2019

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