Loop!

Astro-Labor

Komet Panstarrs: Einsamer Wanderer

2013 sollte in vielerlei Hinsicht interessanter werden als die Jahre zuvor. Auch und vor allem am Nachthimmel erwarten uns mit ein wenig Glück aufregende Bilder. Den Auftakt macht in wenigen Tagen ein Bote aus der fernen Oortschen Wolke, ein Komet mit dem unpoetischen Namen Panstarrs.

Panstarrs hat eine lange, sehr lange Reise hinter sich. Seit einigen Millionen Jahren ist er auf dem Weg zur Mitte unseres Sonnensystems, bevor sich der Mensch also zum Herrscher über unseren kleinen blauen Planeten aufschwang, startete Panstarrs seine lange, einsame Wanderung.

Am 5. Juni 2011 gegen 23:20h entdeckten ihn Astronomen auf Hawaii zum ersten Mal. Mittlerweile ist er der Sonne schon näher als Venus und auf der südlichen Halbkugel seit ca. zwei Wochen gut sichtbar. Was nützt es uns, könnte man denken, aber C/2011 L4 ist gerade im Begriff den himmlischen Äquator zu überqueren und wird sich deshalb auch bei uns "Nordlichtern" zeigen.
Wie hell er dann am westlichen Abendhimmel aufleuchten wird, steht noch ein wenig in den Sternen. Denn seine Begegnung mit der Sonne wird Spuren hinterlassen, vieles scheint möglich zu sein. Auch dass er mit bloßem Auge für jedermann/-frau sichtbar sein wird.

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Merkur: Gibt es ein Demenz-Signum?

Als Loop! letztes Jahr über Nobelpreisträger Gabriel Garcia Marquez berichtete, der an Alzheimer erkrankte, und erste astrologische Hintergründe der Krankheiten aus dem Formenkreis der Demenz beleuchtete, war klar, dass dem Nobelpreisträger immer wieder andere Menschen mit demselben Leiden folgen werden. Einer davon ist nun offenbar: auch Schauspieler Karlheinz Böhm, Fische-Sonne, Aszendent Jungfrau, Sissis "Franzerl".

Sein Sohn Michael ging jetzt an die Öffentlichkeit, um den zunehmenden "schwersten" geistigen Verfall des Vaters nicht mehr zu verschleiern. Neptunisches, das mit neptunischem Mut zur Wahrheit zwar nicht geheilt, aber immerhin an den Tag gebracht werden kann. Eine Sache der Verantwortung, meint der Sohn, vor allem auch für die Hilfsprojekte, die Böhm ins Leben gerufen habe.

Abgesehen davon, was man von dieser Aktion nun hält, lenkt jeder Prominente mehr, der das Sterben des eigenen Denkens durchlebt, den öffentlichen Fokus auf die vielfältig aufscheinenden Erkrankungen, die für Kranke und Angehörige immer noch zu den problematischsten Störungen überhaupt gehören. Betroffene brauchen unendliche Kraft, sobald die alte, stringente Ratio, wie man sie kennt, einfach stirbt. Auch Karlheinz.Böhm weist wieder ein astrologisches "Muster" auf, das wir schon seinerzeit bei Marquez grob umrissen haben. Obwohl solche Marker mitnichten bei irgendeinem der Kranken vereinzelt auftauchen. Selbst wenn es so einfach wäre, sich bei Alzheimer auf die naheliegenden, klassischen Aspekte der geistigen Konfusion (wie Merkur-Neptun) zu beschränken: Natürlich kommen sie auch vor (siehe Differenzierung weiter unten) und legen sozusagen den Teppich für eine mögliche Anlage zu Demenz-Erkrankungen aus. Aber die Zeichen im Radix finden sich in der Metagnose ausnahmslos in Clustern.

Isolierte Aspekte, das sei zur Warnung ausdrücklich gesagt, genügen also keinesfalls, um eine Anfälligkeit auch nur im Ansatz zu "diagnostizieren". Wobei die Astrologie bei solchen Themen ohnehin sehr Ernst nehmen muss, wo eigentlich ihr Bereiche endet und die Zuständigkeit von Ärzten anfängt. Hier stoßen Astrologen an die Grenzen ihres Fachs - oder dessen, was sie verantworten können. Allein aus astrologischen Anlagen zu schließen, ob jemand an Alzheimer erkranken wird oder nicht, ist beim aktuellen Stand astrologischer schlicht Forschung unmöglich. Ob also ein Risiko besteht, lässt sich erst dann vermuten, wenn mehr gesicherte empirische Daten von mehr Astrologen gesammelt, überprüft und gegengecheckt worden sind.   . 

Aus gegebenem Anlass soll dieser Artikel noch einmal zusammenfassen, welche Gemeinsamkeiten wir bislang beim Versuch gefunden haben, astrologische Marker von Menschen zu entdecken, deren Alltag mit Demenzen zum Schrecken wird. Im Verlust von jedem rationalen Zusammenhang, den Herr und Frau Mustermann für das Dasein in der Welt sonst gebrauchen, um sich Dasein folgerichtig zu erklären. Auch das ist natürlich von höherer Warte aus stets hinterfragbar. Aber ohne solche Grundzüge üblicher "Logik" entwickelt sich das Leben der Erkrankten nun mal dennoch häufig zur Horror-Reise in die Vergänglichkeit von Kontakt und einen Kosmos schwindender Erinnerung an Verbindung, Geliebte oder sogar Liebe. Denn Demenz löscht fast alles aus, was man kennt, versteht und mit dessen Hilfe sich Mensch mit Welt und ihren Möglichkeiten verbindet.

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Athene: Die Freundin der Fairness

Im Dschungel der neuen astrologischen Faktoren verliert man leicht aus den Augen, was wichtig ist und was nicht. Deshalb ist ein Wegweiser manchmal hilfreich. Welche funktionieren, welche eher weniger? Der Asteroid PALLAS-ATHENE wurde am 28. März 1802 bei Mars-Pluto-Quadrat vom Astronomen Olbers entdeckt. Mehrere Bundesverfassungs-Richter hatten sie in Konjunktion zur Sonne. Über ihre Erfahrungen mit der Freundin der Fairness berichtet Sigrid Niendorf-Lindner in ihrem Blog ASTRO-SALON.

Lange schon möchte ich mal von Athene berichten, der Vernünftigen, der weisen Ratgeberin aber auch der klugen Kriegerin, der Göttin der Weisheit und Gerechtigkeit. Sie ist die Tochter des Jupiter und im wahrsten Sinne eine Kopfgeburt. Und die Geschichte geht so:

Jupiter hatte die weise Titanin Metis geschwängert … gleichzeitig kam ihm eine Prophezeihung zu Ohren, die besagte, dass Metis ein Kind bekommen wird, dass mächtiger werde als er selbst. Und ganz nach Art des Vaters Saturn … der seine Kinder aus Angst, dass sie mächtiger werden als er selbst, verschlang … verschlang auch Jupiter gleich die schwangere Metis. Doch dieses Kind bereitete ihm Probleme und war unverdaulicher Natur.

Er hatte schwere Bauchschmerzen und ging lange schwanger … bis ihm der Schmerz in den Kopf stieg. Mit unerträglichen Kopfschmerzen rief er Hephaistos, den himmlischen Schmied, und bat ihn, ihm den Kopf mit einem Schwert zu öffnen. Heraus sprang Athene … erwachsen und in voller Rüstung. Sie wurde die Göttin des Krieges, der Weisheit und der Künste und war der ganze Stolz ihres Vaters. Im Gegensatz zu dem ungestüm und unüberlegt handelnden Mars, war sie eine kluge und strategisch vorgehende Kämpferin, eine Beschützerin des Staates sowie weise Ratgeberin und Begleiterin der Helden, wie Herakles und Odysseus. Sie wurde von einer Eule, dem Symbol der Weisheit, begleitet. 

So dachte ich mir, es wäre doch schön zu wissen, wo ich in meinem Horoskop die weise Ratgeberin finde. Der Rat der Athene ist ein Rat von der Qualität, der uns in unserer Entwicklung und Entfaltung weiterbringt. Dann, wenn wir festhängen in alten Mustern und Vorgehensweisen, wenn wir nicht mehr weiter wissen oder uns verrückt machen lassen von Ängsten und Befürchtungen. 

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Dynamische Quadranten

Kürzlich unterhielt ich mich mit einem befreundeten API-Astrologen über die Art und Weise, wie wir an Projekte herangehen. Wir wollten gemeinsam einen Artikel für eine astrologische Fachzeitschrift verfassen. Unsere Idee war, dass ich den ersten Teil mit einführenden Worten übernehme und das Thema vorstelle, und mein Bekannter wollte eine Deutung eines praktischen Horoskopbeispiels beisteuern.

Doch diese Zusammenarbeit verlief nicht so, wie wir beide uns das vorgestellt hatten. Ich wusste ziemlich schnell, was und wie ich über das Thema schreiben würde, und verfasste innerhalb von wenigen Tagen meinen Text. Mein Bekannter kam jedoch auch nach mehreren Monaten zu keinem Ende seiner Arbeit. Ein Grund dafür war sicher der Umstand, dass er beruflich stark eingespannt ist und ihm nicht viel Freizeit bleibt, in der er sich dem Projekt widmen konnte. Gleichzeitig war ihm selbst dennoch unverständlich, warum es mit dem Text nicht wirklich voranging. Als wir uns über mögliche Gründe dafür unterhielten, fiel uns eine Technik der Astrologischen Psychologie ein, die erklären kann, warum Projekte bei Menschen so unterschiedlich verlaufen können und wo die Gefahr besteht, dass es zu einem Abbruch kommt: der Dynamische Quadrant.

Statische Quadranten

Das astrologische Häusersystem wird in vier Quadranten eingeteilt, die jeweils an einer kardinalen Hausachse beginnen: am AC der 1. Quadrant, am IC der 2. Quadrant, am DC der 3. Quadrant und am MC der 4. Quadrant. Jeder dieser vier Quadranten besteht aus drei Häusern, die einer der drei Kreuzqualitäten angehören: zunächst ein kardinales Haus beginnend an der Hauptachse (K), dann ein fixes Haus (F) und zum Schluss ein veränderliches Haus (V). Dann beginnt der folgende Quadrant wieder mit einem kardinalen Haus, dem ein fixes und dann ein veränderliches Haus folgen.
Diese Einteilung, die schon der klassischen Astrologie des Altertums geläufig war, bezeichnet die Astrologische Psychologie als "statische Quadranten".

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GZ: Mama Magna ist nicht weiblich

Am Anfang war das Wort, und das Wort hieß "GZ", übersetzt "Galaktisches Zentrum". Groß, edel, magnetisch. Wie die lyrische blaue Blume, nur schneller - mit einem Schimmer Raumschiff Enterprise auch eine astrologische Verführung, als hätten Captain Kirk und Spock zusammen gekocht. Der Punkt, zu dem die Galaxien in Licht-Geschwindigkeit zerren und ziehen. Halb Göttin, halb schwarzes Loch. Ein bisschen astrologische Attention-Whore und Neuzeit-Ikone, halb schwarze Madonna unter alten Bekannten. "Beam us up, Scotty!", zwischen die UFOs der klassischen Planeten und jüngere Brüder unter den Langsamläufern bis Pluto. Auf zur entgrenzten, riesigen Ausnahme-Veranstaltung, die jeder an fast demselben Ort im Radix hat. Um die 27 Grad Schütze, wohin sich alles in der Milchstraße drängt. Ein Nadelöhr, Spur der alten Mutter-Weiten des Ur-Alls. Man fühlt den Sog fast physisch, wenn man davon liest. Denn das GZ ist mächtig. Sehr mächtig, wie überall, wo der Mythos der großen Mutter lockt und ruft.

 

Hinter dieser Schallmauer im Kosmos, dem Tor zu den letzten Dingen, liegen ja erst die ältesten Galaxien des Universums. Irgendwo Richtung Skorpion, hin zur alten Via Combusta. Die Tür ist nie das Zimmer und das GZ deshalb auch vermutlich alles andere als die Mama Magna, der göttliche Archetyp aller weiblichen Archetypen, zu dem es ansatzweise manchen schon bei seiner Enteckung als astrologischer chlüssel-Verwahrer den Weg weist. Letztlich auch wieder nur ein Vorstellungs-Event aus dem sehr männlichen Schützen, in dem, hinter dieser kosmischen Lupe, wie ein noch größerer Befehlshaber der Great Attractor sitzt (um 14 Schütze). Wohl der stärkste starke Magnet des Alls. Und dahinter dann - vielleicht - etwas, was der Kategorie jener großen Mutter entsprechen könnte, die als Archetyp so gern ge- und verbraucht, aber vor allem gesucht wird. Gott-Mutter, die nie männlich war wie Jupiter. Und von daher auch schon logisch wahrscheinlich mit dem GZ-Archetyp wenig zu tun hat. Soviel zum harten Kern der Botschaft. Das Galaktische Zentrum bildet die überrollende Extremität der Männergötter wundersam ab. Drum ist es als Papa Magnus auch männlich. 

 

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Transite: Warnung oder nicht?

Über den Sinn von astrologischen Prognosen: An einem diesigen Novembertag 1970 entstand eine schwierige und brisante Situation in meinem Leben, ohne dass ich das wußte. Mars lief im genauen Quadrat zu meinem Mars, die rückläufige Venus hockte mitten auf meinem Aszendenten, Chiron machte ein Quadrat zu Geburts-Saturn, Saturn stand auf Sonne und der Drachenkopf auf Chiron/IC im Wassermann meines Radix', Uranus auf meinem eigenen Drachenkopf.

Es gab aber nirgendwo einen Astrologen, der mich angesichts dieser Ballungen von Transiten hätte warnen können. Ich war erst elf Jahre alt und hatte Schul-Schwimmen. Wir sollten Kopfsprung im tieferen Teil des Nichtschwimmerbeckens üben. Ich war die einzige, die "aufkam", so hieß später, als alle entsetzt waren, die Sprachregelung. Dass es tief in meinem Nacken zweimal knackte, als ich den Beckenboden berührte, hörte ich wie eine Explosion. Dass ich den Kopf nicht mehr drehen konnte, vermeldete ich, als ich aus dem Wasser taumelte. Alles war grau und verschwommen. Neptun lief damals das Quadrat zu meinem AC-Herrn Pluto an, wie eine ständige Unterströmung zu allem, was ich bis dahin klar gesehen und gelebt hatte und was sich dann auflösen sollte. Tagelang hatte ich von großen, grauen Walen geträumt. Ich weiß noch, wie meine Lehrerin sagte: "Stell dich nicht so an! Jetzt springen wir alle noch vom Drei-Meter-Brett da oben."

Ich war ein sehr braves elfjähriges Mädchen. Aber Jupiter stand an dem Tag auch im genauen Trigon zu meinem Mars. Etwas hat mich dann dazu gebracht, mich zu weigern, diesen zweiten, mit Sicherheit tödlichen Sprung auch noch zu tun. Das rettete mir das Leben, wie die Ärzte später nie müde wurden zu betonen. Ich habe Neptun in 12 und zum ersten Mal überkam mich ein untrügliches Gefühl von äußerster Bedrohung. Zu Recht. Denn zu dem Zeitpunkt waren die beiden Halswirbel, direkt über meinem Genick, bereits gebrochen und die Splitter nur noch Bruchteile von Millimetern davon entfernt, das Rückenmark zu durchtrennen.

Eine ganze Woche lief ich mit mehrfach gebrochenem Hals durch mein Leben. Skorpion-Ac, äußerste Kontrolle. Bis ich meine Mutter überredete, erneut zum Arzt zu gehen und dort endlich geröngt wurde. Niemand hatte das bis dahin für nötig gehalten. Das Kind stand ja auf zwei Beinen. Es konnte nur nichts sein. Neptuns trügerische Wirklichkeiten. Aber für mich fühlte sich alles seit dem Sturz eigenartig, fremd, tot und fern an. Unter Wasser hatte ich Gestalten gesehen, Licht. Menschen, die mich riefen. Aber "ES" holte mich nicht. Die Panik war groß, als man begriff, was wirklich passiert war. Seither fühlte ich mich manchmal unwirklich, wie von Engeln umgeben, obwohl ich niemals an sie geglaubt habe. Astrologisch war die Sache klar. Das elfjährige Mädchen brachte einen buchstäblichen Bruch in eine Familiensituation, in der Verdrängung Alltag war. Vieles löste sich darüber. Weil niemand es bewusst lösen wollte. 

Manche Aspekte sind tatsächlich fast schicksalshaft und für Astrologen eine nicht zu unterschätzende Warnung. Die Frage ist nur: Wie geht man damit um? Kann Astrologie, die beispielsweise solche harten Überläufe sieht, mit Mahnungen oder einem Etagenwechsel hin zum Seelischen ein Schicksal verhindern? Oder macht man damit alles nur noch schlimmer, im Sinne einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung? Ich möchte einige Menschen vorstellen, die es viel, viel schlimmer getroffen hat, als damals mich. Mit ihnen teilte ich zwar ähnliche Zeit-Aspekte und dieselbe Unfall-Folge, aber sie waren danach komplett gelähmt. Ihre Geschichten treffen in die Mitte der Dinge, die Grundfrage der Astrologie. Die Form eines Schicksals, das solche Transite andeuten, lässt sich, daran glaube ich fest, willentlich beeinflussen. Oder anders: Man kann den archetypischen Prinzipien der alten Götter, die Langsamläufer nicht umsonst symbolisieren, bewusst opfern. In den vielen Jahren, in denen ich nun astrologisch arbeite, habe ich seltener das Risiko der Astrologie als "self fulfilling prophecy" durch Prognose erfahren. Sondern viel häufiger die Notwendigkeit, schwierige Transite als genau die mögliche Sollbruchstelle für körperliche Schädigung zu benennen, die sie manchmal sind. Selbst wenn die, die es nicht besser wissen, dann von mittelalterliche Methoden reden. Schuldig fühlt man sich allein, falls man geahnt, aber nicht gesagt hat.

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Gang-Rape: Weit mehr als nur Pluto

Vergewaltigung ist niemals anderswo, sondern überall. Und sie war auch nie eine Sache von Pluto oder Mars allein. Am 16. Dezember steigt gegen 21.30 h in Indien ein junges Paar in einen Bus, auf dessen Rückfenster riesig "Dinesh" steht. Das bedeutet: Herr des Tages. Oder: Sonne. Genau diese Sonne ist an diesem Sonntag seit anderthalb Stunden in Delhi die Herrscherin des 1. Hauses. Sie durchläuft gerade den Schützen in 5, das Feuer des Feuers, wo Anlage und Verhalten plötzlich famos zusammenpassen. Da ist ein Funke, da ist eine Möglichkeit. Der impulshafte Antrieb des dritten, männlichen Feuer-Elements, der höchsten Oktave von Mars und Sonne, macht das große Licht, das nun auf dem Galaktischen Zentrum Züge eines Super-Jupiters annimmt, zum handelnden Hilfs-Mars genau dieses Moments, in dieser Zeit, an diesem Ort. Maßlosigkeit ist absehbar, energetische Übergriffe im Sinne eines subjektiven Königs-Anspruchs ebenso.

Mit Sonnes strahlender Übersteuerung, die im Zeichen und Haus nicht nur löwehaft selbstsüchtig agiert, sondern nun auch dem Absolutheits- und Kolonialisierungs-Anspruch des Schützen untersteht, beginnt, was zum Tod einer jungen Frau führen wird. In diesem Bus namens "Sonne" wird sie auf unfassbar brutale Weise von mehreren Männern vergewaltigt. Das alles spiegelt sich schon deutlich im Achsenkreuz, wenn man das Ereignis ähnlich wie ein Stundenhoroskop ausliest. Das Mädchen erleidet ein beispielsloses, quasi öffentliches Martyrium (Neptun in 7 des Horoskops), vielfach gedemütigt, mehrfach vergewaltigt und "bearbeitet" wie ein Gegenstand. Die neuen Herren Uranus und Neptun stehen in Häuser-Rezeption - 7 in 8, 8 in 7. Begegnung, die plötzlich und gewalttätig passiert (Uranus Widder) und durch schleichende Prozesse (Neptun Fische) zum Tod führen kann (und auch wird). Auch Eisen, das Mars-Metall, spielt bei all dem eine Rolle.

Das Werkzeug, das der jungen Frau letztlich das Todesurteil bringt, ist eine rostige Eisenstange. Rot, die Farbe von Blut und Rost, dessen Staub die Oberfläche des Planeten Mars ja tatsächlich bedeckt und einfärbt (ARTIKEL INFO3: Eisen, Metall der Inkarnation). Mit dem Alter (Saturn) und einer Beimengung von Luft und Wasser kommt es zur Korrosion. Mars steht an dem Tag noch im Steinbock, dort, in Erde, hat er Kraft, weil er immer Konsequenzen und Tatsachen schafft (Stefan Ahrens: ARTIKEL "Mars - Die Tatkraft und die Angst vor dem Scheitern"). Deshalb kommt nach Widder auch Stier, auf Feuer folgt immer Erde. Ohne deren Substanz kein wirksames Ergebnis, soviel es sonst auch Funken regnen mag. Das gerostete, von Saturn und Neptun berührte Widder-Material hat diesen Bezug zu extremen Infektionen. Auch die werden folgen. Mars in 6 als alter Herr des IC wird hoch funktional. Noch aggressiver, auch weil er sich in fast genauem Spiegelpunkt zu Merkur befindet.

Der Codename der 23jährigen jungen Frau, die an all dem sterben wird, ist Jyoti (Licht) oder Damini (nach dem Film Damini-Lightning), beides ebenfalls Analogien für das astrologische Feuer-Element (Lightning weist auch auf Jupiters Blitze in der Astrologie hin), welches das Achsenkreuz hier anführt. Metaphorisch wurde ihr mit dem Namen der lebendige Feuer-Bereich wenigstens wiedergegeben. Dieses Chart des Ereignisses (rechts), die Geschichte eines Todes, ist bei allem Entsetzen, die sie hervorruft, deshalb auch stark archetypisch. Sie bewegt sich astrologisch zwischen fast wundersam mythisch anmutenden Symbolen, und vielleicht geschah es auch darum, dass sie zumindest die weibliche Hälfte dieser Welt so berührt. Obwohl Frauen quer durch die Jahrtausende immer Ausfälle physischer Macht durchstehen und immer wieder als Alltag beschönigen mussten, erkennen sie, was sich abspielt. In Indien bewegt sich heute, nach diesem Tod, etwas für die Frauen. Und das soll Kreise ziehen.

Mich hat dieses Verbrechen zuerst an eine Sage erinnert, eine der ältesten, mythologisch verbrämten Gewalttaten gegen Frauen der Geschichte. Europa und der Himmels-Stier. Zwei auch beim "Gang-Rape" in Delhi starke Faktoren, Schütze und eben Stier, Jupiter und Venus, spielen darin Hauptrollen. Das zugrundezulegen, erleichtert das Verständnis des Horoskops dieser Tat ungemein. Im Radix finden sich in fast schon zu deutlicher Bildhaftigkeit fast alle der Komponenten, die auch an Zeus' (Jupiters) Überwältigung eines Mädchens beteiligt waren. Jener Entführung, auf deren Rücken immer noch unsere europäische Hochkultur balanciert und die zu Unrecht so romantisch gehandelt wird. In einer Historie und religiösen Götterwelten, man muss das leider so sagen, die schützehaft von Männern geprägt wurden.

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Die Mitte der Welt - jenseits von Neptun

Wie schon im ersten Teil (Mitte der Welt: Das Galaktische Zentrum) erwähnt, sollten wir bei dem Versuch, die Position des GZ mit Inhalten zu verbinden, nie vergessen, dass es sich nicht um einen herkömmlichen Himmelskörper handelt. Wir können zwar die Auswirkungen des GZ auf seine unmittelbare Umgebung beobachten, aber wir sehen es nicht. Aufgrund dieser Beobachtungen können wir zwar Vermutungen darüber anstellen, was die Ursache für solche Auswirkungen sein könnte, wir beziehen uns aber dabei auf Informationen, die ca. 26 000 Jahre alt sind. Denn solange war das Licht, dass wir heute sehen, unterwegs.

Spätestens jetzt muss natürlich die Frage kommen, ob es dann überhaupt Sinn macht, die heute sichtbare Stellung des GZ im Zodiak einzubeziehen. Denn tatsächlich steht es heute ja dort, wo wir es erst in 26 000 Jahren sehen werden. Aber wie so oft findet sich auch hier wieder eine seltsame Synchronizität. Wenn wir den Durchlauf des GZ durch eine Zodiakphase auf ca. 2200 Jahre festlegen, dann würde ein vollständiger Umlauf ca. 26 400 Jahre dauern.
Was in etwa der Zeit entspricht, die das Licht braucht, um uns auf der Erde zu erreichen. Das GZ steht also höchstwahrscheinlich auch in diesem Augenblick genau dort, wo wir es heute sehen. Obwohl sich unser Sehen auf etwas bezieht, was weit in der Vergangenheit liegt.

Vielleicht zeigt sich schon hier ein erster Hinweis auf die Bedeutung des GZ. Wirklichkeit, wie wir sie kennen und verstehen, ist immer eindeutig festgelegt. Entweder ist etwas heiß, dann bedeutet dies automatisch, dass dieses Etwas nicht im selben Moment kalt sein kann. Wir erleben die Welt als Ausdruck einer Polarität, in der Minus nie gleich Plus sein kann.
Das GZ scheint diese Widersprüche aufzuheben, durch einen eigenartigen Mechanismus blicken wir zwar in die Vergangenheit, erkennen aber trotzdem ein Abbild unserer Gegenwart. Verwirrend?
Ja, genau das könnte eine der Haupteigenschaften des GZ seins. Wobei Verwirrung nur das Erleben beschreibt, wenn wir nicht das GZ selbst „sind“. Nur von außen seine Wirkungen beobachten, also immer noch in der Welt des Entweder-Oder gefangen sind.

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Mitte der Welt: Das Galaktische Zentrum

Anfang der 30er Jahre baute ein junger Physiker namens Karl Jansky, das erste Radioteleskop. Er wollte damit die Quellen für bestimmte Störungen herausfinden, die den Funk- und Telefonverkehr zwischen Europa und Amerika beeinflussten. Eher zufällig bemerkte er dabei ein „stetiges Zischen“, wenn er das Teleskop nach Süden, zum Sternbild des Schützen richtete. Schon bald war klar, dass die Quelle dieses Zischens aus einem Teil unserer Milchstraße kam, in dem die Astronomen das Zentrum unserer Galaxie vermuteten.

Heute wissen wir, dass sich in diesem Zentrum ein „schwarzes Loch“ befindet. Der Begriff wurde erstmals 1967 von John Archibald Wheeler benutzt und hat sich bis heute gehalten. Ein „Black Hole“ entsteht dann, wenn eine massereiche Sonne ihren gesamten, nuklearen Brennstoff aufgebraucht hat. Sie stürzt in sich zusammen und wird so klein und dicht (bezogen auf ihre Masse), dass ihr Verhalten und die Wirkungen die von ihr ausgehen, nicht mehr durch die uns bekannten, physikalischen Gesetze erklärt werden kann.
Die Anziehungskraft eines solchen Massegiganten ist so groß, dass ihm nichts, nicht einmal das Licht mehr entkommen kann, wenn es den sogenannten Ereignishorizonts (die unmittelbare Einflußsphäre) überschritten hat.

Einfacher ausgedrückt bedeutet das nach heutigem Wissensstand, dass es innerhalb dieser Sphäre keinen Raum und keine Zeit, wie wir sie kennen und verstehen, mehr gibt.
Dieses Phänomen der Schwarzen Löcher ist nun kein einzelnes, unser Universum ist voll davon. Wissenschaftler gehen davon aus, dass in jedem Zentrum einer Galaxis auch ein Schwarzes Loch existiert. Zudem gibt auch außerhalb dieser Zentren, kleinere „Black Holes“, die dasselbe Prinzip verkörpern. Wenn man so will, sitzt also im Zentrum unserer Galaxie eine dieser „Schwarzen Sonnen“, die beständig alles um sich herum aufsaugt. Gleichzeitig entsteht bei diesem Vorgang auch eine enorme Strahlung, die abgegeben wird und im Gegensatz zu vielen anderen astro-physikalischen Prozessen, auch messbar ist.
Selbst hier bei uns auf der Erde.

Das GZ bietet uns die wunderbare Möglichkeit, astrologische Beobachtungen auf einer wissenschaftlichen Grundlage aufzubauen und somit eine alte Lücke zu schließen. Denn während die modernen Wissenschaften das Phänomen nur vermessen, können wir eventuelle Synchronizitäten im Verhalten von Menschen und Besonderheiten astrologischer Stellungen in Verbindung mit dem GZ erforschen. Am Anfang einer solchen Forschung steht natürlich die Frage nach den möglichen Bedeutungen. Und hier können wir schon den heutigen Wissenstand einbringen und anwenden.

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Montag, 28. September 2020

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