Wolfgang Joop, das Wunder von GNTM
Der Gewinner der Heidi-Klum-Festspiele wird nicht erst heute abend ausgeguckt, wenn drei Girls und drei Juroren in der Kölner LANXESS Arena wieder „Es kann nur eine werden!“ geben. Er steht bereits fest. Eva-Christiane Wetterer über die astrologischen Hintergründe eines Shooting-Stars, den neuerdings nicht mehr nur die Models lieben:
Modeschöpfer Wolfgang Joop sagt man Massenkompatibilität nach, seit er mit seinem Ausrufezeichen-Label nicht nur Kleidung, sondern auch bergeweise Uhren, Parfum und Sonnenbrillen absetzte. Mit Wunderkind signalisiert er jetzt Kreativität und Glamour. Sein Auftritt bei GNTM sorgt für Fragezeichen, denn Joops Meinung, bevor er mit im Sendungs-Boot ruderte, las sich so: „Der Exhibitionismus, das Vorführen junger Mädchen – not my style!“. Und seine Äußerung, die zwanzig Minuten auf einer von Heidis Motto-Parties in NY seien der schlimmste Abend seines Lebens gewesen, machen das Ganze auch nicht logischer. Also: was will der Mann bei Frau Klum im Jurorensessel?
Wolfgang Joop ist gesegnet mit der Tiefgründigkeit einer Skorpion-Sonne und der Berührbarkeit und dem Gespür eines Fische AC, mit seinem raumgreifenden Schütze-Mond am MC als Hüter und Inspirator der „Mädchen“. Nebenan seine Steinbock-Venus, die Zuneigung und Verbindlichkeit beinhaltet. Mit dieser Ausstattung wirkt der Jury-Neuzugang schlicht und ergreifend wie ein Außerirdischer in der Scheinwelt dieser Show.
"Wolle, ich hätte echt nicht gedacht, dass du so cool bist.“ (Heidi Klum zu Wolfgang Joop)
Er ist von der ersten Sendung an ernsthaft und professionell bei der Sache und gibt dabei keineswegs den Promi-Grüßaugust, sondern eine warmherzige Bezugsperson für die Kandidatinnen. Dass er dabei gleichermaßen neuen Bezügen in sich selbst begegnet, ist das Erstaunliche. Der Mann wird immerhin 70! Heidi Klum bringt als Superzwilling mit Sonne, Mond, Merkur, Venus, Saturn und MC im Zeichen das dritte Wolfgang‘sche Haus zum Fliegen. Damit sprühen Uranus an Spitze 3 und Schütze-Merkur in Opposition dazu, animiert und inspiriert. Merkur Trigon Pluto, Halbsextil Uranus, zeigen einen intensiv und intuitiv schaffenden Kreativen, der ungebremst auf Hochtouren laufen kann.
4 Babies und das 70-Millionen-Wunder
Mehr über Mehrlinge:
Ace, Blaine, Cash und Dylan mit ihrem Widder-Aszendenten und der Sonne an Spitze 12 waren der Jackpot. Eins zu 70 Millionen beträgt die Chance für eine medizinische Sensation wie die dieser Wassermann-Babies. Die Jungs aus Texas, geboren am Valentinstag 2013, kamen nicht etwa als Vierlinge zur Welt, sondern als doppelte, jeweils eineiige Zwillings-Paare. Eine der seltensten Geburts-Konstellationen überhaupt, vor allem so, ganz natürlich. Mutter Tressa Montalvo hatte keinerlei Nachhilfe aus dem Labor. Mit Blick auf astrologische Marker gehen die A-B-C-D-Kids in den Schuhen anderer "Wunder-Mehrlinge".
Auch bei unüblichen Achtlings- bis Sechstlings-Geburten finden sich überaus häufig solche Betonungen des 12. Hauses. Dazu kommt auch oft ein Venus-Saturn oder -Pluto und ein prominenter Jupiter. Das Verborgene des 12.Prinzips, das in diesen sehr ungewöhnlichen Fällen auch in den Horoskopen aufscheint, beschreibt schon, dass sich die Bescherung manchmal in ihrem ganzen Ausmaß den zukünftigen Eltern erst spät eröffnet. Auch bei den Montalvo-Kindern war das so: In der 10. Schwangerschafts-Woche entdeckte man die ersten Zwillinge, eine Weile danach einen dritten Herzschlag und wiederum verzögert, dass da noch jemand Viertes versteckt war. Wie sich herausstellte, hatten beide Zwillings-Paare je eine eigene Plazenta. Sie kamen dann morgens, in nur einer Minute Abstand per Kaiserschnitt zur Welt.
Der Fall Jan Delay gegen Heino
Eigentlich ist es ja nur eins dieser üblichen Battles zwischen Generationen. Denn ziemlich deutsch sind sie beide. Heinz Georg Kramm, Schütze mit Sonne-Neptun Quadrat, genannt Heino, und Jan Phillip Eißfeldt, vermutlich Jungfrau ("Wenn ich zum Beispiel morgens vor die Tür gehe und einen Fleck auf dem Schuh habe, dann fühle ich mich schon scheiße..."), genannt Jan Delay. Schlagerheld mit Volksmusik-Beiklang und neuerdings hipper Ältest-Rocker trifft "Dizzer". Wie bei nicht mehr ganz jungen HipHops, Raps oder Funks zuhause üblich, pinkelt der gern mal andere verbal an und denkt sich vielleicht etwas, vielleicht nichts dabei. Mit gemutmaßtem Merkur-Mars-Pluto Jungfrau-Waage erst recht nicht. Jan Delay (übersetzt: Verzögerung) zieht die Nazi-Karte, weil Heino mal ein Lied von ihm gecovert hat, und der wiederum, ethisch aufrecht und hochsensibel, durch Venus und Mars im Skorpion, stellt Strafanzeige. Was für ein Durcheinander, nur für das Image, das der eine dem anderen wohl übel nimmt, womit sich ausgerechnet der Neu-Populist Delay als typisch germanisch outet. Das ist nicht lässig, nicht cool, das ist einfach nur langweilig und Seifenboden des Show-Business.
Zu dumm, wo man doch so gern völlig anders als die anderen wäre. Die Abgrenzung betreibt man dann manchmal mit Hauruck in Zeiten, wo Besonders-Sein besonders schwierig wird, weil alle inzwischen so schön inflationär öffentlich sind (Neptun zuhaus bringt eben auch Venus' Erhöhung mit). Hier nun das Delay-Zitat, das Jupiter Heino so empörte, dass er seinen Rechtsanwalt in die Schlacht schickt: "Alle sagten plötzlich: Ist doch lustig, ist doch Heino. Nee, das ist ein Nazi," beschwerte sich der Berufs-Jugendliche irgendwann bei der österreichischen PRESSE. Und: "Der Typ hat in Südafrika während der Apartheid im Sun City gesungen."
Ja, dann gehört man sofort ins Nazi-Paket, im schlicht gestrickten Delay-Kosmos. Natürlich, da wäre das immer schon bekannte Heino-Klima, das unter anderem Erfolge wie Schwarzbraun ist die Haselnuss schuf. Aus solchen stilistischen Grauzonen der Volks-Schubladen nun aber gleich den sich bis ins hohe Alter neu erfindenden Heino, der gerade Saturn auf Venus stehen hat (Abweisung!) zu einem etwas kleineren Hitler zu machen, ist so logisch, als würfe der König der Heimat-Schlager (nicht Schläger) einem Jan Delay vor, leidenschaftlicher Stalinist zu sein. Denn dessen neues Nummer 1-Album heißt schließlich auch beziehungsreich: Hammer und Michel, und im vorletzten kam der Titel Gasthaus zum lachenden Stalin vor. Jeder biedert sich eben im Rock, Pop und sonstigen Singe-Geschäft, zu dem Ex-Außenseiter Delay aufgeschlossen hat, so gut an, wie er kann oder muss. Da tun sich Schütze und Jungfrau wenig. Wenn Delay überhaupt eine solche ist.
Alle meine schwarzen Hunde...
- Mileys Metamorphosen -
Die verzweifelte Wandlung des ehemaligen Kinderstars Miss Cyrus ist ein Lehrstück darüber, wie ein Neptun-Transit einen Uranus-Pluto vorbereiten kann. Aus Verschwimmen im eigenen Mythos wird ja manchmal die Abrissbirne der Ängste, die ständig im Untergrund wabern und einem mitteilen: Dein Selbstkonzept ist nicht stimmig. Und aus süßen Liedchen wie Best of Both Worlds damals dann eben der Titel zum neuen Leben namens Wrecking Ball, der sogleich die Charts erobert.
Glücklich macht das offenbar auch nicht, denn kurz danach sterben Hunde oder werden weggegeben und die einstige, blitz-saubere Hannah Montana zieht sich jetzt auch noch eine schwere allergische Reaktion zu. Sie musste schon das zweite Konzert absagen, liegt im Krankenhaus, denn Pluto und Uranus laufen über Radix-Neptun-Uranus-Venus. Da knallen die Werkzeuge der Demontage hemmungslos gegen die Sperre (den astrologischen Schott Venus-Uranus), die Miley Ray Cyrus, einst in ihrem blitzeblanken Cheerleader-Vorleben in Nashville, schon so herzzerreißend in sich wirbeln spürte. Wie den Drang, ein Mythos zu werden. Wer sie gar nicht kennt, wird sich vielleicht wenigstens an jene kaum bekleidete Lady erinnern, die bei den MTV Awards mit einem übergroßen Handschuh um einen gewissen Robin Thicke demonstrativ unzüchtig herumtanzte. Ja, die mit der langen Zunge, die neuerdings Vamp sein möchte. Der sie auch ist, nur anders.
Geboren als Destiny Hope (Schicksal Hoffnung) und als Schützin mit AC Stier, befreite sich die ehemalige Schauspielerin seit Neptun Quadrat Sonne fließend von ihrem Sauber-Image, plakativer als Madonna und Lady Gaga zusammen. Auf Teufel komm raus, möchte man fast sagen, denn sie hat im Radix Mond-Merkur-Pluto im Skorpion. Sehr her, ich bin eine Bitch, Schlampe oder ein Luder, bzw. was man sich sonst alles heute noch so aufs T-Shirt schreibt, wenn man anders als die anderen sein will, aber genau deshalb wie alle anderen ist. Denn zu Selbst-Bekennern der Fiesheit werden neuerdings auch die besonders Braven.
Irgendwie passt das hier alles gar nicht. Zu viel aufgesetzter Rollen-Druck, ob als Femme Fatale oder Sauber-Mädchen. Bei diesem lauten Folge-Transit über Venus-Uranus stürzen zudem gern Systeme ein und er setzt das arme Kind mitten ins Uranus-Pluto-Quadrat. Nun ist erst Mileys Hündchen Floyd gestorben (Sie twittert: "Ich wünschte, er hätte mich mitgenommen - das ist unerträglich!"), dann bekommt sie Grippe und direkt danach die Abwehr gegen das in sich selbst, was unakzeptabel ist, in Form eines Schocks (allergisch). Deutlicher kann die Botschaft nicht sein: Atme doch endlich mal durch - und dann überlege noch mal in aller Ruhe, wer und was du eigentlich bist und werden willst.
Rembrandt + Bush: Malen nach Zahlen
Man weiß nicht recht, ob man nun lachen oder laut weinen soll. Aber endlich, wieso es damals beim Regieren immer so knirschte: In George W. Bush, Sonne Krebs in 12, AC Löwe, schlägt ein sensibles Künstlerherz und zwar vermutlich das von Rembrandt. Ja, klar, der war auch Krebs und beide verbindet eine fast bogenminuten-genaue Mars-Neptun-Konjunktion in Jungfrau. Immer super-präzis. Mr. Bush, Präsident in Rente, channelt also Van Rijn, der - wie der talentierte US-Künstler selbst gern scherzt - wohl diesmal im falschen Körper gefangen ist. Was der Holländer in seinem nächsten Leben als Öl-Baron so portraitierte, sieht man jetzt in einer famosen Ausstellung. The Art of Leadership im BUSHCENTER.
Kunst der Führung? Aber nicht Pinsel-Führung, denn schon wirft ihm die Kritik vor, er hätte alles bei Google abgemalt. Kein Wunder, Uranus-Pluto besetzt Sonne gerade - schwerwiegende Transformationen werfen ihre Schatten voraus. Das Bushcenter enthält übrigens auch die Bush-Bibliothek, das Bush-Museum und das Bush-Institut. Ganz bescheiden, wie man die Bushs kennt. Das ambitionierte Alters-Werk nun, in größtem Understatement über mehrere Hallen verteilt, besteht zum großen Teil aus markigen Zitaten von George W. Bush und Köpfen von denen, die ihn toll fanden. Oder einfach besuchten. Mit Merkur-Pluto in 1 im Löwen malt man ja am liebsten die Haupt-Sache: Erst puschelige Katzen und Hunde, typisch lunar, dann sich und die Lieben, die man während der Amtszeit zutraulich studierte, von Blair bis Papa George Herbert Walker, seinem großen Vorbild.
Drum herum aufgebahrt die damaligen Staats-Geschenke (vom Dalai Lama ein weißer Schal und eine tibetische Butter-Lampe, von Merkel eine etwas hausfrauliche, aber riesige Spieluhr aus dem Erzgebirge). Dazu ein paar Familienfotos (Ich und Angela beim Barbecue, Ich und Dalai gemütlich beim Witze-Erzählen im Oval-Office, Ich und Tony kernig im Wald). Dazu dann und wann ein kleines Selbst-Portrait (rechts). So viel sei verraten, es ist eindeutig das professionellste der ganzen Sammlung, auch wenn Loop! mit einem Leuchtrahmen noch etwas nachgebessert hat. Alle anderen sehen schwer wie Malen nach Zahlen aus. Staatsmännisch mit stechendem Blick, Mr. Rembush und wie er die Welt sah. Kunst steckt drin, wo Kunst draufsteht. Und dieser Ex-Präsident hat nun mal astrologisch das Ticket zum Erschaffenden, mit 6 Faktoren in den Zodiak-Zeichen des 2. Kreativ-Quadranten. Die Gabe musste durchbrechen. Kleines Problem: So lange er bloß seine Haustiere zeichnete, fiel nicht auf, dass das Oeuvre irgendwie Suchmaschinen-Fotos gleicht. Böse Zungen wähnen bereits, er hätte abgepaust und dann ausgemalt.
Wie einsam kann eine 12. Haus-Sonne werden, wenn sie mit solchen Vorwürfen konfrontiert wird? Sehr einsam. Da sitzt er dann, in der blauen Stunde zwischen erstem Drink und letzter Vision einer schöneren Welt (Mond-Jupiter in Waage in 3), Buntstift in der Faust und drückt sein ganzes Herz aus. George W. Bush, auf seiner Veranda, und wird auch noch verkannt - wie die anderen großen Maler.
Chaplin: Schatten + Substanz der Liebe
Eine wilde Biographie:
Sie liebten und verfluchten ihn, wenn er sie manchmal mit seinem Geh-Stöckchen aus Bambus buchstäblich wie Tiere vor sich her trieb. Mildred Harris war erst 16, als der Mann mit der raumgreifenden Stier-Venus-Mars-Konjunktion sie zur Ehefrau machte, Lita Grey auch. Paulette Goddard, die dritte im Ehebunde, kam mit 22 in sein Leben und log sich 5 Jahre jünger, bevor er sie später heiratete. Charles Spencer Chaplin, Widder (mit Skorpion-Mond, vermutlich am Skorpion-AC), hatte ein schwieriges, erotisches Muster. Mit 53 Jahren griff es noch einmal, bei Saturn Quadrat Merkur, als er zu Oona O'Neill, 18, damit stolze 35 Jahre jünger, ein letztes Mal "Ja, ich will!" sagte. Wollen und Wille waren überhaupt das Movens des Tramps mit dem Hitler-Bärtchen. 2000 Frauen will er gehabt haben.
Wenn die "Chaplinoia" wieder ausbrach, das Zwingende seines Skorpion-Anteils mit dem Leuchten nach 7 hinein, durchwirkte Magie den Raum zwischen ihm und all den formbaren Mädchen-Frauen, die er so sehr begehrte. Vielleicht wollte er dabei immer nur sich - wie es manchmal so ist, wenn Mond am AC steht. Und dann die endlose Mühe um ein Optimum an Sicherheit - Jupiter Herr 2 in 2 als Gegenpol des skorpionischen Trauma. Dazu der Sexual-Stolz aus dem Stier, der Chaplin mit dem deutschen Diktator verband. So sehr er ihn auch später im Film abhandelte, absurd darstellte, verachtete. Charisma und Rigidität des "Tramps" banden sich zwar an andere Inhalte, in Intensität und Ausstrahlung allerdings glichen sich die Männer.
Der eine, Hitler, gerade Stier, mehr fixiert auf Suche nach der Aggression des Gegenübers, der andere, Chaplin, noch Widder, direkter und naiver im Übergriff unter vier Augen, beide auf ihre Art aber Umsetzer, beide beließen es nicht beim Träumen. Kein Wunder, Komiker und Kriegsmann wurden in nur vier Tagen Abstand geboren. Wo der Deutsche ganze Völker mental und Auftrag gebend verfolgte, widmete sich der Londoner Junge emotionalisiert dem Kampf gegen seine Gefühle in Beziehungen - und ihrer "Gegenseite". Eigenes Überleben war bei beiden stark als astrologisches Thema. Eine neue Biographie von Peter Ackroyd (DAILY MAIL) schildert nun auch die Legende Chaplin, den Freuden-Spender, als äußerst heftig, dominant, kalt, brutal - wenn es um kleine Mädchen ging, kaum der Pubertät entwachsen. Grausam und verächtlich sei er gewesen - giftig (Lilith in 8, wie bei Hitler). Der Mythos Chaplin war körperlich noch kleiner als der "Führer" (mit 1,73), aber nicht nur wegen seinen äußerst übersichtlichen 165 Zentimetern von Kopf bis Fuß wurde auch aus ihm ein kleiner Mann mit größten Träumen und deutlicher Selbst-Verkennung.
Finale Rose: Knutschtest bestanden?
Finale - aber diesmal nicht oho! 2014 wird der RTL-Bachelor als Vater der TV-Peinlichkeiten in bester Erinnerung bleiben. Seine kaum wahrnehmbaren Qualitäten und die Triebfedern der letzten beiden Kandidatinnen sucht mit der Lupe EVA-CHRISTIANE WETTERER:
Die letzte Rose wird heute Abend verteilt. Endlich. Löwe-Sonne Christian Tews hat aus dem Vollen geschöpft und „seine Mädels“ gründlich ausprobiert. Es gab Kuss-, Kuschel- und „Wir haben es beide sehr genossen“-Tests“. Letztere dauerten die ganze Nacht. Was Christian (siehe auch: Bachelor 2014: Ohne Haare - mit Charme) zu bieten hatte, war (s)ein simples Strickmuster:
Tiefe ausdauernde Blicke, warmherzig lächelnd vorgetragene Fragen und dann ran an die Bräute. Die wiederum hatten sich vermutlich weniger für den Mann ihres Lebens aufgerüscht, als für ihre kommende Medien-Karriere. Wassermann Angelina hat bereits eine Vermarktungsagentur und die Autogramm-Karten sind gedruckt. Auch Fische-Sonne Katja sieht man auf Events und verdient da ein nettes Zubrot. Die Frauen haben begriffen, dass der Bachelor ein Sprungbrett ins Dschungelcamp ist. Und das haben sie federnd betreten.
Angelina ist die kleine Domina, die dachte, sie sei die Sahneschnitte seines Herzens. Da der Bachelor sie zum ersten Solo-Treffen eingeladen und ausgiebig geküsst hatte (gucken, lächeln, küssen, wir erinnern uns!), litt sie bei jeder anderen, die er antestete, sichtbar. Doch sie verfügt über das volle Wassermann-Programm und Sonne, Mond, Merkur, Saturn und Lilith stemmten sich gegen seine Spielregeln, die ja hießen: Alle werden geknutscht! Ihr Wassermann-Mond Quadrat Pluto haute auf die Pauke und hätte die Sendung am liebsten abgebrochen und den Bachelor eingesackt. Sein Waagemars im Quadrat und sein Merkur in Opposition zu ihrer Steinbock-Venus Konjunktion Uranus – das wird nix, auch wenn er sie (seine Krebsvenus im Sextil zu ihrer Sonne) sicher mag. Sie wird mal eine starke Frau sein und so einen Wirkerwilli braucht sie definitiv nicht.
La Binoche: Ode an die Melancholie
Eine mutige Frau wird 50:
Dem Reich der Phantasie - so scheint es - ist die im Zeichen Fische geborene Juliette Binoche (BIOGRAPHIE) nie ganz entstiegen. Das Aufgehen in anderen Welten war immer ihre größte Leidenschaft, und das spürt man in jeder Figur, die sie spielt. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb ihre lebendigen, rehbraunen Augen jene gewisse Tragik und Verletzlichkeit vermitteln, die sie auch in all ihren gezielt gewählten Charakter-Rollen zum Ausdruck bringt. Darauf weist schon der Aszendenten-Herrscher Mond im Steinbock im 7. Haus hin. Heute wird die französische Schauspielerin 50 Jahre alt. Mit Uranus und vor allem Pluto am IC im Domizil von Merkur (Jungfrau) ist es in erster Linie Vielschichtigkeit und Tiefe, die sie nach außen kommuniziert, zumal der Merkur selbst im 10. Haus in Opposition zu ihrem Pluto steht.
Zuletzt beeindruckte sie mit ihren vielen Dimensionen bei der Darstellung der realen Figur von Camille Claudel, einer begnadeten Künstlerin und Muse, Schülerin sowie Geliebte des sehr bekannten Bildhauers Auguste Rodin. Eine Frau, die 1864 (100 Jahre vor Juliette Binoche) zur Welt kam und letztlich an der Ablehnung als ernstzunehmende Bildhauerin, an der eigennützigen Liebe ihres Lehrers Rodin und ihrer eigenen psychischen Erkrankung zerbrach, um schließlich von ihrer eigenen Familie in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen zu werden, die sie dann bis zu ihrem Lebensende nicht mehr verlassen durfte. Rollen-Angebote wie die des Regisseurs Steven Spielberg lehnt Juliette Binoche dagegen ab, weil ihr dessen Frauenbild nicht zusagt. Sie seien nicht feminin genug, seien nur dafür gedacht, die männlichen Hauptfiguren zu ergänzen. Das fände sie zu platt und das habe sie Spielberg gegenüber auch unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. So hat sie bisher mehrere Rollen ausgeschlagen, die ihr zu stereotyp erschienen.
Mer-Plu: Dieser Affe ist ein Bohrer
Sie hat eine bewegte Lebens-Geschichte mit mehreren Tragödien hinter sich, wie so viele Skorpion-Betonte. Astrologie funktioniert eben auch bei Affen. Sirih, flotte 21 Jahre alt, mit doppelt Merkur-Pluto (im Skorpion!) geschlagen und einst Lieblings-Orang-Utan-Baby der Schweizer. Jetzt steht sie unter Pluto-Uranus Quadrat zum Radix-Jupiter. Da rappelt es wieder im Karton. Manchmal wird man weiser, manchmal verreist man nur, weit. Neues Spiel, neues Pech. Denn das berühmte Affen-Mädchen, Schützin mit Stier-Mond, bekommt beim Transit über Sonnen-Herrscher Jupiter die Greencard.
Man siedelt Sirih, seit fast 19 Jahren nun Bewohnerin des Frankfurter Zoos, nach Indianapolis (USA) aus. Weil hierzulande nur noch verwandtes (und damit ungeeignetes) "Gen-Material" für ihren Nachwuchs existiert. Soweit die offizielle, plutonische (genetische) Variante. Inoffiziell gilt Sirih aber als die Radikale im Zoo am Main. Denn Merkur-Pluto, zumal im Skorpion, ist ja auch der Schrauber unter den Denkern. Immer schön fixiert, etwas verbohrt. Also macht sich die Orang-Dame seit Knoten-Achse und dann Saturn über Mond und zu ihrer Bohrer-Konstellation geistiger Festlegung (zudem mit einem Radix-Quadrat Chiron) an den Befestigungs-Anlagen ihres Geheges zu schaffen. Sie puhlt an Zäunen herum, löst Drähte, indem sie Stöckchen anspitzt und damit dann Stahl-Knoten lockert, gräbt Heizungsrohre aus. So kennt man Skorpion-Geist - immer ab in die Tiefen. Damit sich der Rest der Orang-Utans nicht "ansteckt", bekommt Sirih sogar einen Body-Guard. Nützt aber alles nichts. Bald fliegt man die welterfahrene Lady, die einst im Züricher Zoo kindliche Schicksals-Schläge erlebte, über den großen Teich. Dahinter steckt eine schwierige Lebens-Dramaturgie.