Leonore: Neues aus der Wasserwelt
Das zweite Wasser-Kind für Schweden ist endlich da! Eine behutsame, astrologische Annäherung an die kleine Prinzessin ohne unnötige, kosmische Festlegungen (die sollte man bekanntermaßen bei Babies zuerst eher dem Leben überlassen, nicht der Astrologie) wagt EVA-CHRISTIANE WETTERER:
Noch ein Fische-Mädchen für das schwedische Königshaus, Nebenstelle NY! Liebevoll in ein rosa Cashmere-Deckchen gewickelt und gepuckt, zart und rosig wie eine Seerosenblüte, ist die kleine Leonore Lilian Maria wirklich zuckersüß.
Und sie muss auch kein Traditions-Jäckchen tragen wie Cousine Estelle, sondern kann Oma Eva O'Neills edle chinesische Designer-Mitbringsel anziehen. Wunderbar! Überraschend schnell wurde aus dem Ehe- und Liebespaar Madeleine und Chris ein Elternpaar, die Zeugung könnte auf der Honeymoon-Insel oder sogar früher stattgefunden haben, zumindest rechnerisch. Geht uns aber eigentlich nix an.
Geboren am 20. Februar 2014, um 22:41 Uhr in New York, wird die Geburt der kleinen Prinzessin der gesammelten Presse vom strahlenden Papa präsentiert. Ein Fussabdruck seines Babys auf dem Unterarm ist der Knaller, Pluto ist auch dabei ;-) Selig und stolz bleibt er 20 Minuten vor der Meute stehen, antwortet auf jede Frage, sogar auf die nach der Größe des Geschenk-Päckchens für seine Frau („Klein, aber nicht blau!“) und wird öffentlich von der Gynäkologin für seine Hilfe und die Tatsache gelobt, dass er Madeleine allein durch seine Anwesenheit glücklich gemacht hat. WOW! Wann hat man so was mal bei Hofe gehört?
Fische & Leben: Traum vom Träumen
What have I become, my sweetest friend, everyone I know goes away in the end. And you could have it all, my empire of dirt, I will let you down, I will make you hurt. (Trent Reznor, "Hurt").
Es ist vielleicht das schönste, süßeste, bitterste und zerbrechlichste Lied, das ein Doppel-Fisch je gesungen, aber nicht selbst geschrieben hat. Denn "Hurt" erzählt von der Tragödie und ganzen Seele des 12. Tierkreis-Prinzips, in wenigen Worten und Tönen. Vom manchmal übergroßen Schmerz jener Erd-Gebundenheit und end- und namenlosen Leere, die Neptuns Kinder einholt, wenn Sehnsucht und Gewissheit eines absoluteren Seins an den Ecken und Kanten der Wirklichkeit zerbrechen. Johnny Cash, der heute Geburtstag hat, war in gewisser Weise einer der Über-Neptunier, der mit diesem Lied die Vision eines anderen Neptuniers spürbar und wirklich machte.
Mit "Hurt" begegnete er noch spät in einem fremden Titel dem flüchtigen, diffusen, aber mächtigen allgemeinen Mythos, den er so gut kannte - und seinem eigenen Movens. Mit allen schrecklichen, wundersamen, verlorenen, verlogenen und wahren Augenblicken in Neptuns Stimme, der Kunst. In ihr spiegelt sich ein Traum, die Milliarden Möglichkeiten. Der schießende Soldat, das tote Kind, die Geburt der Liebe, des Streits und der Vernichtung. Der eine Wimpern-Schlag, der Schönheit zu Schönheit macht und Hässlichkeit einschließt. Diese eine, einzige, neptunische Welle, die nie angefasst, gesehen, gehört, gerochen, geritten, sondern nur gespürt und ausgedrückt werden kann. Der ewige Fluss, Werden und Vergehen, wo die schwimmen, die mit wichtigen Bezügen zur 12. Phase geboren sind.
Wie alle Doppelzeichen sind die Fische zwei-schneidig. Das wissen Neptunier, die ihrem Traum verloren gehen, indem sie an der scheinbaren Getrenntheit beider Wahrheiten scheitern. Der relativen aus der Welt der "logisch nachvollziehbaren" Erscheinungen und der absoluten, von da, wo keine Regel mehr gilt und nur wenige träumend und wirklich glücklich hinreichen. Denn Sehnsucht nach der Ganzheit, die jene 12. Phase meint, fesselt auch. Wer sich im Bodensatz dieser Ozeane des Seelischen verirrt, verliert darum oft auch das tiefere Wissen Neptuns an die kristalline, scharfe Notwendigkeits-Welt der Jungfrau gegenüber. Dann tritt manchmal die Natur-Narkose des Neptunischen ein. Mit ihren Drogen, dem Ausschwemmen des Rationalen, dem sich Losmachen aus einem unerträglich profan empfundenen Universum. Mit seinen Fluchten und Lügen. Denn wer von uns ist schon ein Johnny Cash, mit AC in den Fischen, Sonne in 12 und dazu der Neptun-Opposition aus 6? Mensch, Mann, Süchtiger, Sänger. Einer, der gezeigt und gelebt hat, was Neptun umfasst.
Rätseln bis der Arzt kommt...
Thorsten Krawinkel aus Bochum mit einer astrologischen Laudatio zur nationalen Quizsendung Nummer Eins in Deutschland: Wer wird Millionär? Astrologisches zum Sender, der Sendung und dem Moderator. Heute als Crosspost im Themenbereich BUNTES.
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Zeitgleich mit dem Lauf der progressiven WWM-Sonne über Spitze 2 eines gewissen Günter Jauch feiert RTL in diesem Sommer den 15. Geburtstag der Erfolgsshow Wer wird Millionär?
Und mit ein paar zusätzlichen Jubiläums-Ausgaben wird nebenbei sicher die eine oder andere Million in die Kasse seines allseits beliebten, nimmermüden und ewigen Fragestellers fließen. Höchste Zeit also, um auch aus astrologischer Sicht etwas frischen Gesprächsstoff für die Fanclubs der Rate-Republik zu liefern.
Aber, bevor es losgeht, beantworten Sie bitte die 500 Euro-Frage:
Wie heißt eine Stadt?
A: Mainz |
B: Deins |
C: Seins |
D: Keins |
Na, das war wohl nicht zu schwer...
Der Sender:
Zum Gründungsmythos von RTL gehört nach Wikipedia folgende schaurige Spielszene: Chefarzt Rainer Holbe entband in einem Kreißsaal mit seinen Geburtshelfern einen Fernseher, auf dem das RTL-plus-Logo zu sehen war. Dieser Urschocker aller Privat-Programme führt unmittelbar, ja ganz RTL-like, spektakulär in das Geburtshoroskop des Senders hinein, finden wir doch Pluto haarscharf auf der Spitze des 5. Hauses, das bekanntlich die Themen Entertainment sowie Kinder repräsentiert...
Olympia - kosmischer Medaillenspiegel
(aktualisiert am 21.02.) Die Jagd nach olympischem Gold ist seit Samstag eröffnet, und selbst für astrologische Sportmuffel bietet sich wieder einmal die Gelegenheit, den kosmischen Hintergrund mit realen Gegebenheiten abzugleichen. Das ist teilweise aufwendig (viele Athleten mit meist wenig gesicherten Daten), erfordert ein gewisses Maß an Disziplin, aber bringt dann auch die eine oder andere Überraschung.
Astrologie und Statistik scheint ja nach Meinung vieler Anhänger und Skeptiker der „ältesten Wissenschaft der Welt“ nicht zusammen zu passen, obwohl es in der Geschichte auch durchaus Ergebnisse und Untersuchungen gibt, die in eine andere Richtung zeigen (Gunter Sachs, Michel Gauquelin u.a.). Aber selbst wenn es sich dabei um so profane Dinge wie das diesjährige Dschungelcamp handelt, scheint es ganz gut zu funktionieren, denn dafür haben wir diesmal einfach ein astrologisches Gewinner-Profil aus den bisherigen Siegern abgeleitet, ganz sinn- und deutungsfrei. Und siehe da, von den vier Teilnehmern, die demnach ganz vorne landen sollten, belegten drei die Plätze Eins, Zwei und Vier (Dschungelcamp: Wir basteln einen Gewinner).
Ähnliche Auffälligkeiten beobachten wir seit Jahren beim Fußball, dort sind Tore anhand astrologischer Auslösungen oft auf die Minute genau „prognostizierbar“, zumindest wenn es sich dabei um Spiele mit Turnier-Charakter handelt.
Warum also nicht auch Olympia nutzen, um die eigenen Einsichten zu vermehren? Anfangs beschleicht einen natürlich der Verdacht, dass das nicht ganz so einfach werden wird, denn bei 15 verschiedenen Grundsportarten sollte man eigentlich davon ausgehen, dass die jeweiligen Besten sehr spezifische Anlage haben. Für eine Skiabfahrt braucht es wohl mehr „Speed-Aspekte“ als für den Eiskunstlauf, im Biathlon zählt nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch Disziplin und Genauigkeit. In der einen Sportart braucht es also mehr „Mars“, in der anderen vielleicht auch „jungfräuliche“ Qualitäten.
Susan Boyle - wenn Träume wahr werden
Da ist sie wieder. „Simple Susie“, Widder-Sonne mit Waage-Mond, hat die Welt schon einmal überrascht, damals am 11. April 2009, als ihr Auftritt in der englischen Casting-Show „Britain´s got talent“, Millionen von Menschen bewegte. Nicht nur wegen ihrer unglaublichen Stimme, sondern auch wegen der Lektion, die sie (ohne es zu wollen), Millionen von Zuschauern erteilte.
„Don´t judge a book by it´s cover“, hat einer der damaligen Juroren, der heutige CNN-Moderator Piers Morgan, es galant umschrieben.
„Geld ist nicht alles“, wäre dann vielleicht die passende Überschrift für die neueste Überraschung. Denn Susan ist gerade auch eingebunden in das „Große Quadrat“, hat Uranus in Konjunktion mit ihrer Sonne. Veränderung steht also an und was macht eine Frau wie Susan dann?
Sie bewirbt sich um einen Job. In einem Wettbüro als Kassiererin. Für umgerechnet 10.-€ die Stunde, knapp unter dem Mindestlohn (Link zu SPON). Was auch immer sie dazu bewegt haben mag, es ist zumindest ein Grund, sich wieder zu erinnern.
„Don´t judge a book by its cover“.
Bachelor 2014: Ohne Haare - mit Charme
Der RTL-Bachelor ist wieder los. Er heißt Christian Tews, hat die Sonne im Löwen und wird astrologisch diagnostiziert von EVA-CHRISTIANE WETTERER:
Wieder einmal startet ein Mann im Scheinwerferlicht von RTL, um unter 22 Grazien die Liebe seines Lebens zu finden. Wir wissen aus Erfahrung mit Paul Jahnke und Jan Kralitschka (dessen Ersatzmann Tews war), dass das kein leichtes Unterfangen wird.
Christian Tews ist der Bachelor 2014, er sieht aus wie das Double von André Agassi, hat sein Hemd gern bis zum vierten Knopf aufgeknöpft und setzt ganz auf „Relaxation“. Die Staffel des leidenschaftlichen Hobbykochs wurde bereits Ende 2013 in Kapstadt gedreht, die Qual der Wahl des glatzköpfigen Sportökonoms ist also bereits Geschichte.
Tews Löwe Sonne mit (Steinbock oder Wasserman-) Vollmond spricht für Strahlkraft und Wärme. „Ich kam, sah und siegte“ ist der Kernsatz des Zeichens Löwe, dieser Typus weiß, wie er am besten wirkt und sonnt sich gern im Licht seiner eigenen Großzügigkeit. Bachelor Christians charmanter Waage Mars bekommt durch Lilith einen kleinen Thrill, der gut zu seiner Äußerung „Ich mag es, wenn ich um eine Frau kämpfen muss“, passt. Da fügt sich auch das Quadrat zum Merkur aufs Feinste, das fühlt sich nach Reibung an, die sonst nicht unbedingt die Paradedisziplin eines Waage Mars ist. Die Damen finden sich im inneren Suchbild seiner Zwillinge Venus, wer von den Ladys locker ist, hat gute Karten, allerdings wacht Gevatter Saturn als Grenzwächter darüber, dass es nicht zu flockig wird. Vielleicht kickt der 33-Jährige sich immer mal wieder selbst aus dem Spiel, was mit einem Quadrat zu Neptun durchaus möglich ist.
Hollande und das Liebes-Dramulett
Er sieht zwar nicht unbedingt aus wie ein Womanizer, sondern eher etwas technisch, wie Zwillinge-Aszendenten manchmal sind. Aber mit Merkur am IC ist Monsieur Hollande sowieso mehr der private Brüller. Nur bildlich, denn der Herr Präsident hat AC-Herrscher im Löwen im intimen Separee 4, dazu mächtig Sonne-Pluto, sowie eine schicke, verspielte Waage-Venus in 5. Das erklärt, wieso Frankreich im Augenblick derart in Gerüchten taumelt - zwischen Folie à deux und Quadriga. Die Staats-Affäre rund um das oberste staatliche Liebes-Leben ist verwickelt. Beteiligt gleich mehrere Damen (die sich dazu auch noch ähneln), während Hollandes frustrierende Transite über sein Zentral-Gestirn ziehen. Nicht, dass wir uns da etwa anschlössen. Wer will schon eine Klage, wie das Magazin Closer, das die Sache aufbrachte?
Die Astrologie sieht das alles natürlich neutral wie immer und widmet sich allein der Frage, was eigentlich im Staate Baguette-Gallien los ist. Die Kurz-Antwort: Ein Mann hat Saturn. Selbst ein Präsident fühlt sich mal alt und will wieder jung sein. Auch nicht schön für das hungrige Element Feuer in ihm, das Streicheleinheiten braucht wie die Autonomie. Wer Wassermann am MC hat, mit Uranus und Jupiter in 3, den kommt es darum auch hart an, dass ganz Paris jetzt ausgerechnet von seiner Liebe träumt. Er selbst hat nur zugestanden, dass er privat mit Lady Nummer 1 (bislang), der Wassermann-Löwin Valerie Trieweiler, "schmerzhafte Momente" erlebt.
Denn auch diese Dame hat Saturn und eine "depressive Verstimmung". Und zwar wegen Lady Nummer 2, der sieben Jahre jüngeren Schauspielerin Julie Gayet, Zwillinge-Jungfrau. Deren keltisches Runen-Tattoo an unaussprechlichen Körperteilen soll Hollande immer mal wieder mit dem Motorrad angesteuert haben. Eine mediale Vermutung, deren Wahrheitsgehalt wir hier nicht zu beurteilen haben. Kann sein, kann nicht sein. Siehe Privatsphäre. Jedenfalls hat die Mademoiselle 2 gerade auch den Saturn im Anlauf auf Wassermann-Mond. Worauf die Dritte im Bunde, Jungfrau-Wassermann Segolene Royal, Hollandes alte Gefährtin, der seinerzeit Lady 1 folgte, Saturn über ihr Skorpion-MC genießen kann. Endlich den Kopf wieder stolz erheben.
Hätte Schneewittchen das gewusst...
Heute ist wieder einmal Mond-Neptun (Quadrat), eine Märchen-Konstellation, die nicht nur Frauen berührt. Aber die weibliche Seite doch besonders stark, wenn diese astrologische Begegnung im Radix vorliegt. Julia Matzinger, Astro- und Theologin aus Österreich, beschreibt im folgenden Crosspost (Original-Artikel auf ihrem "Astro-Blog") Erfahrungen mit Kontakten zwischen den Herrschern von Empfinden und versunkener Wahrheit - vorm Hintergrund der Münchner Rhythmenlehre:
Du bist eine Frau, fühlst dich aber manchmal wie ein kleines Mädchen? Du fühlst dich in Gegenwart anderer Frauen unwohl, vergleichst dich gern mit ihnen (zu Ungunsten deiner selbst natürlich), bist beeinflussbar, verträumt, etwas ängstlich, dafür aber sensibel bis medial begabt? Du hast oft das Gefühl, keinen guten Zugang zu deinen Empfindungen zu haben, die sich ständig wandeln, anpassen, sich beeinflussen lassen? Oder aber dein Zugang zu deinem Inneren ist so leicht, dass dein Unbewusstes sich ständig ins Bewusstsein drängt, nicht nur in deinen nächtlichen Träumen, sondern auch tagsüber, wenn du es grade gar nicht brauchen kannst?
Wenn du mehrere dieser Fragen mir JA beantworten kannst, kann es gut sein, dass du zu der Sorte Mond/Neptun geprägter Frauen gehörst, wie ich eine bin (Gruppenschicksalspunkt am AC) [Anmerkung der Redaktion - Mond-Neptun - bzw. Venus-Neptun - wird von Wolfgang Döbereiner auch am Grad 4,5 Krebs angesiedelt und bei Mond in 12 + Neptun in 4].
Was passiert hier also genau, wenn sich Mond und Neptun zusammentun? Wir haben es hier mit der Göttin des Weiblichen, der Intuition und des Empfindens, und mit dem Gott der Meere und Gewässer, der Unendlichkeit und der Auflösung im Nichts zu tun…Auf den ersten Blick könnte das ja durchaus gut zusammenpassen, oder?
Nur ist es so, dass die Herkunft und Heimat dieser beiden Prinzipien unterschiedlicher nicht sein können. Der Mond und seine Analogien haben ihre Wurzeln im Persönlichen, Subjektiven. Die eigenen seelischen Belange sind immer subjektiv, wertend, nicht über die Grenzen des Ego und der eigenen Empfindungen hinausblickend. Der Mond hat im zweiten Quadranten (viertes Haus in der Entsprechung von Mond/Krebs) sein Zuhause, dem Bereich des Seelischen.
Neptun kommt aus dem überpersönlichen Raum der Transzendenz, dort wo die eigenen Empfindungen, Bewertungen, und alles was die Seele bewegt, sich in Luft (oder besser: im salzigen Meerwasser) auflösen. Natürliche Herkunft des Neptun im Mundanhoroskop ist der vierte Quadrant (das zwölfte Haus in Analogie zum Fische-Neptun-Prinzip), und damit der Bereich des Jenseitigen, des (kollektiven, im Gegensatz zum persönlichen im vierten Haus) Unbewussten, des Göttlichen.
Adventskalender 23: Der Mega-Baum
Nein, der Boss aller Weihnachtsbäume steht nicht in New York. Und wer ihn ihn Dubai vermutet, geschmückt mit Goldbarren, liegt auch falsch. Astrologisch hat er allerdings den Rekord im Radix, Schütze am MC und dazu einen wachstums-freudigen Merkur-Jupiter-Trigons. Aber: Er ist nicht einer, sondern viele. Mit Neptun vorn Prinzip Illusion - nach dem Baukasten-System eines zusätzlichen Merkur-Saturn in Konjunktion.
Denn die Mega-"Tanne" besteht eigentlich aus 1700 Rotfichten, die auf ein Gerüst gebastelt werden. So wird er zum Rekordhalter aller Kollegen, die morgen in den Wohnzimmern gute Miene zum feierlichen Spiel machen müssen. Ausgerechnet im mutigen Herzen des kleinen Ruhrgebiets, in Dortmund. Auf dem Hansaplatz.
Der Hyper-Baum hat im Radix denn auch eine Optik fördernde Waage-Sonne mit Aszendent Wassermann, wie der große Mann Obama. Wenn das kein gutes Omen ist. Dank der freundlichen, akribischen WEBSEITE des Dortmunder Weihnachtsmarkts (von der auch obiges Bild stammt) haben wir Astrologen wenigstens unsere Freude. Die Bauherren des Mahnmals offensiver Stadt-Begrünung schauten nämlich bei der sogenannten "Grundsteinlegung" auf die Uhr, so dass der Moment, in dem eine unschuldige Natur-Erscheinung zur Zierde christlicher Feierlichkeiten wurde, eindeutig feststeht.
45 Meter hoch ist nun das Monument, 40 000 Kilo schwer und es nimmt untenrum so viel Platz ein wie vier geräumige Altbau-Wohnungen. Das entspricht dem Krebs-Jupiter in 6, der es gern etwas bequemer mag, Richtung Fuß-Freiheit. Natürlich fragt man sich leicht geschockt, ob es denn sein muss, so einen Kaventsmann, wie man im Revier sagt, herzustellen, für den fast 2000 Artgenossen ihr Leben lassen müssen. Nur damit Kinder-Augen strahlen, die sowieso nicht bis zur Spitze sehen können. Astrologisch interessant ist die Sache aber doch.