Grippe: Welle der ewigen Mutanten
Ja, wir surfen tatsächlich gerade mal wieder in allen deutschsprachigen Ländern hoch oben auf der Grippe-Welle - wie nicht anders zu erwarten war, beim extrem uranischen Jahres-Beginn. Der sprach für frühe und manchmal auch stärkere Mutationen als sonst, wie sie für die Hoch-Phasen der dominantesten Erkältungs-Krankheit typisch sind, die man allgemein kennt. Das Gespenst der "Influenza" hatte mit Astrologie von Anfang an schon allein durch dieses Wort mehr zu tun, als man denkt. Denn diese harte, kaum zu mildernde Seuche galt im Mittelalter als dem Einfluss, also der "Influenz", der Gestirne unterlegen. Deshalb auch später der Name. Grippe dagegen kommt ursprünglich vom Wort "greifen" (ist aber vielleicht auch verbunden mit dem saturnischen "Gerippe", weil sie schwächt bis in die Knochen). Die Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Instituts (RKI) spricht jedenfalls jetzt von einer "stark erhöhten" Influenza-Aktivität.
Die positiven Virusnachweise haben sich von Woche 3 bis 7 des Jahres in Deutschland bislang insgesamt sogar verzehnfacht - wenn auch die Aktivität von Woche zu Woche stagniert. In den Nachbarländern sieht es genauso aus. Wie schon zu Neujahr prognostiziert, geht es in diesem Jahr eben durchaus mehr als sonst um die im wahrsten Sinne des Wortes virulenten Themen des hoch aktiven Wassermann-Prinzips. Gerade in diesem 1. Quartal 2015 bringt das die verbundenen Mutations-Risiken Uranus' auf, da der Mars durch das letzte Tierkreis-Drittel läuft und Infektionen dort alle paar Jahre stärker "entgrenzt" als vorher. Denn die die Abwehr ist in diesen Phasen viel schwächer als sonst. Gerade die kosmische Spalte um 0° Widder wirkt bei Mehrfach-Überläufen wie jetzt Grippe bezüglich. Mond-Venus-Mars aktivi(e)ren gerade entzündliche Prozesse.
Experten machen in der 2. Kalenderwoche rückblickend bereits den Beginn der diesjährigen Grippewelle aus. Auch astrologisch war schon bei der Jahres-Vorschau zu sehen, dass dieses Mal das Feld der Ansteckung mit mutierenden Viren direkt nach dem Vollmond bei einem streuenden, veränderungs-flexiblen Merkur auf 0° Wassermann aufkommen sollte, der dann zudem im Zeichen rückläufig wurde und damit alle Qualitäten (die nicht immer positiv sind) aufheizte. Und überhaupt sind auch andere Krankheiten Thema, wie die Masern, die jetzt in Berlin ein ungeimpftes Kind töteten, was wiederum Prinzipien-Fragen gegeneinander aufbringt. Impfen oder nicht?
Die anspringenden Themen sind denn auch gebrochen vielfältig, nicht nur nach wie vor die "Revolutionen", sondern z.B. auch Mutationen von Viren [...]. Auch mental ist die Ansteckung Thema." (Loop! "Wie wird 2015?")
Die Grippe gibt es alle Jahre wieder, ausgeprägt in starken Schwankungen, aber gefährliche Pandemien, wie man sie so sehr fürchtet, kommen meist nur um die dreimal pro Jahrhundert vor. Sie stehen dann häufig unter Jupiter-Beteiligung, während ein auffälliger Merkur erst mal für eine "kleine" Erweiterung der Grippe-Fälle spricht. Da sich die Erreger beim Menschen im Atemtrakt vermehren, für die er astrologisch zuständig ist, lässt sich das gut nachvollziehen. Bei Vögeln (Wassermann-Uranus), den Wirten, in denen besonders gern mutiert wird, passiert die Viren-Explosion im Darm = Jupiter, was die großen Ausbrüche dann später mit anschiebt. Von einer drohenden Pandemie kann aber noch mitnichten die Rede sein - die kommenden drei Wochen werden zeigen, wohin sich diese Welle entwickelt..
Felder-Auslösungen: Tag der Attentate
Wenn man bisher noch nicht wusste, dass Dänemark einen Widder-Mars genau auf Spitze 8 hat, über den nun Uranus-Pluto letztmalig transitierte (RADIX Astro-Databank), schwante einem doch etwas an diesem Wochenende. Denn die Dramatik der Attentate (vermutlich mit politischem Hintegrund) war nicht zu übersehen. Die tragischen Ereignisse (Terror-Anschlag Samstag, Schüsse vor einer Synagoge in der Nacht zum Sonntag und schließlich eine Schießerei an einem Bahnhof vorm Morgengrauen) bebilderten erneut das aufgeheizte kosmische Klima des Uranischen, das auskeilt.
Eine langsam zunehmende Spaltung des Radikalen, angestoßen durch Wassermann-Sonne, das sich jetzt langsam von der bisherigen Pluto-Bindung aus dem 90°-Aspekt emanzipiert. Zuvor aber wird die Schere dieser weltweiten Spannung zum letzten Mal im März akut. Weshalb auch nun, auf den letzten Metern, im ersten, explosiven Quartal des Jahres (Prognosen 2015), noch einmal all die selbst ernannten Gotteskrieger losziehen und an eben den Schauplätzen, die Anbindungen an diese schwierigen Positionen von Konzeption versus Rebellion haben, noch einmal für Dramen sorgen.
Dänemark (per Radix der liberalen Verfassung von 1849, das Liz Greene verwendet), reagiert mit scharfem Proaktiv-Mars und Fische-DC ohnehin sehr fein auf diese neue mundane Anspannung.
Mars- und Venus sind ja als Signifikatoren der triggernden Knoten-Achse sowieso überall die reizbarsten Empfänger dieser Langsamläufer-Unterlage. Wobei der Widder-Mars des Landes sich jetzt (durch Geburts-Stellung auf Plutos-Hausspitze 8 doppelt) als Kanal regelrecht anbietet. Zumal ausgerechnet der Neptun- und Jupiter-Return im "Geburts-Bild" des Landes vor Kurzem erst abgelaufen sind. Genau jene brisante Verbindung einer (fast religiös inbrünstigen) Tabuisierung des Fremden also - das Grundthema in so vielen der jüngst stark auffallenden Radix-Horoskope mit ihrem Bezug zum Zeitfenster.
Dabei wird auch an dieser neuen Serie von Terror, bei der drei Menschen starben (Zeitschiene SPIEGEL), wieder klar, wie genau die Auslösungen in sich bereits die Verhältnisse tragen. Wann kommt es schon mal vor, dass vier Faktoren an einem Ort nahezu gleichzeitig von Felder-Spitzen ausgelöst werden? Samstags fielen die Schüsse bei der Veranstaltung in einem Kulturcafe, wo der Künstler Lars Vilks (unter anderem Mohammed-Karikaturist mit dem passenden Signum eines Neptun-Chiron-Jupiter-Stellium in Waage) an einer Gesprächsrunde über Kunst. Gottslästerung und Meinungsfreiheit teilnehmen wollte. Kurz vor 16 Uhr stand der Aszendent knapp vor Jupiter, Spitze 8 auf 0° Fische, Spitze 5 auf Saturn, Spitze 6 auf Pluto und Spitze 9 auf Venus. Ballungen, wie sie durch Häuser-Überläufe immer wieder vorkommen, wenn besondere Ereignisse direkt ausgelöst werden.
Forschung: Der Stern von Bethlehem
Es ist wie eine astrologische Detektiv-Geschichte: Eins der größten, nie wirklich gelösten himmlischen Rätsel bleibt ein Licht-Phänomen, das vor Jahrhunderten von der Ankunft jenes Menschen auf der Erde zeugte, der als christlicher Erlöser bekannt werden sollte: Jesus, angekündigt vom Stern von Bethlehem. Viele Wissenschaftler haben sich später darüber den Kopf zerbrochen, wann genau das war. Aber nur wenige sind zu schlüssigen Ergebnissen gekommen, die Jesus' Geburt in einen nachvollziehbaren zeitlichen Rahmen setzen. Einer, der das Problem überaus gründlich betrachtet hat, ist der Schweizer Archäoastronom und Philosoph DIETER KOCH, einer der gegenwärtig besten astrologischen Forscher und mit Dr. Alois Treindl (Astrodienst) Kreator der Swiss Ephemeris. Mit der freundlichen Erlaubnis des Autors hier seine faszinierenden Forschungs-Ergebnisse, die erstmals im MERIDIAN erschienen:
Der Bericht vom Weihnachtsstern befindet sich im Matthäusevangelium, Kapitel 2 (Übersetzung des Verfassers, siehe auch die Grafik weiter unten rechts). Die gängige Theorie z.B., derzufolge der „Stern“ eine Jupiter-Saturn-Konjunktion in den Fischen im Jahre 7 v. Chr. gewesen sein soll, ist trotz scheinbar passender Symbolik unvereinbar mit den Aussagen des Matthäus. Es ist ja nicht von einer Konjunktion, sondern von einem einzigen Stern die Rede. Die beiden Planeten verschmolzen auch nicht optisch miteinander, sondern blieben bei ihrer größten Annäherung noch ein gutes Grad voneinander entfernt, also im Abstand von etwa zwei Mond-Durchmessern.
Eine der genannten fixen Vorstellungen ist die, daß der „Stern“ eine ganz außergewöhnliche Erscheinung gewesen sein muß, um die „Magier“ zu veranlassen, den weiten Weg von Mesopotamien nach Jerusalem auf sich zu nehmen. Doch dagegen spricht etliches:
- 1. Herodes fragt die Magier nach der „Zeit des Sterns“. Das Phänomen war offenbar weder auffällig noch für jedermann ersichtlich.
- 2. In der astrologischen Praxis, zeichnet sich ein außergewöhnliches Horoskop in der Regel nicht durch ungewöhnliche astronomische Phänomene aus, sondern durch eine besondere Gesamtkonstellation, in der allenfalls ein bestimmter Planet markant steht.
- 3. Studiert man die Arbeitsweise der Magier im zitierten Text, so erkennt man, daß sie sich nicht nur auf Himmelsbeobachtung verlassen, sondern auch Träume und heilige Schriften zu Rate ziehen. Der Stern allein genügt also nicht unbedingt zur Messiasprophezeiung. Die Magier könnten z.B. einer Prophezeiung oder Vision folgenden Stils gefolgt sein:
„Geburt eines königlichen Kindes bei der nächsten morgendlichen Erscheinung von Stern x, im Lande Palästina“. Aufgrund der biblischen Prophezeiungen von Daniel 9,24-27 erwartete man zur Zeit Jesu die Ankunft des Messias. (Lukas 2,25-38) Nach Ansicht des apokryphen arabischen Kindheitsevangeliums folgten die Magier einer Prophezeiung Zarathustras.
Ich will nun zeigen, daß unter diesen Voraussetzungen eine ganz neue Deutung des Sterns von Bethlehem möglich wird, die viel realistischer, textnäher, jedoch keineswegs weniger spektakulär als alle anderen ist. Dies übrigens auch dann, wenn wir die Erzählung von den Magiern für einen bloßen Mythos halten. Sie berichtet gleichwohl von einer eindeutig identifizierbaren Konstellation.
Das Geheimnis des Mondknotens (1)
Eine vernünftige Auseinandersetzung mit dem Modell Astrologie wird oft ja auch dadurch erschwert, dass von alters her mit ominösen Punkten und symbolischen Faktoren gearbeitet wird, deren Ursprung man selten bis nie wirklich nachvollziehen kann. Meist liegt es auch daran, dass sich astronomisches und astrologisches Wissen im Laufe der letzten Jahrhunderte immer mehr entkoppelt hat und das System Astrologie heute oft schon völlig losgelöst von realen Hintergründen begriffen wird. Reine Symbolik also und damit sind allen möglichen, obskuren Neuerfindungen und entsprechenden Zuordnungen Tür und Tor geöffnet. Nur – wenn man Astrologie nicht mehr vor dem Hintergrund realer, kosmischer Vorgänge verstehen möchte, dann braucht man auch kein Geburtsbild mehr zu berechnen. Man könnte es auch einfach aus purer Intuition heraus „channeln“ oder ein Kartenorakel mit den entsprechenden Zeichen- und Planeten-Symbolen legen.
Wer lieber bei den Wurzeln bleibt, muss dann aber keineswegs verzweifeln. Denn fast alles, was wir heute als Basics in der Astrologie verwenden, lässt sich mehr oder weniger einfach mit den astronomischen Gegebenheiten in Übereinstimmung bringen. Besser noch, manchmal hilft die reine, „sinnbefreite“ Sicht der Astronomie auch dabei, Hintergrund und Bedeutung mancher Faktoren besser zu verstehen und dadurch auch zu Deutungs-Erweiterungen zu kommen, die den Boden einer nachvollziehbaren Wirklichkeit nicht völlig verlassen.
Der Mondknoten ist ein wunderbares Beispiel.
Damals, als die Welt noch relativ groß war und man für eine Reise von Hamburg nach München einige Wochen oder gar Monate brauchte, waren die Deutungskünste der Astrologen vor allem in Bezug auf praktische Dinge gefragt. Niemand kam auf die Idee, psychologische Gutachten zu erstellen oder Charakterbeschreibungen abzuliefern. Es ging meistens nur ums Überleben und dementsprechend wollten Ratsuchende vorrangig nur wissen, was denn die Zukunft bringen wird. Ein guter Astrologie musste sich also daran messen lassen, ob er in der Lage war, praktischen Rat zu geben, der auch einer Überprüfung stand hielt. Die Vorhersage von Natur- und Wetterphänomenen stand dabei in der Hitliste der Prognosen ganz oben und zu den beeindruckendsten Naturschauspielen gehörten damals wie heute die Sonnen- und Mond-Finsternisse. Diese dann zumindest auf den Tag genau „vorherzusagen“, galt als Gipfel jeder Vorhersage-Kunst.
GZ: Magna Mama ist nicht weiblich
Am Anfang war das Wort, und das Wort hieß "GZ", übersetzt "Galaktisches Zentrum". Groß, edel, magnetisch. Wie die lyrische blaue Blume, nur schneller - mit einem Schimmer Raumschiff Enterprise auch eine astrologische Verführung, als hätten Captain Kirk und Spock zusammen gekocht. Der Punkt, zu dem die Galaxien in Licht-Geschwindigkeit zerren und ziehen. Halb Göttin, halb schwarzes Loch. Ein bisschen astrologische Attention-Whore und Neuzeit-Ikone, eine schwarze, unbekannte Madonna unter alten Bekannten. "Beam us up, Scotty!", ins Mysterium, zwischen die UFOs der klassischen Planeten und jüngere Brüder unter den Langsamläufern bis zum Pluto. Auf zur entgrenzten, riesigen Ausnahme-Veranstaltung, die jeder an fast demselben Ort im Radix hat. Um die 27 Grad Schütze, wohin sich alles in der Milchstraße drängt. Dieses Nadelöhr, Spur der alten Mutter-Weiten des Ur-Alls. Man fühlt den Sog fast physisch, wenn man davon liest. Denn das GZ ist mächtig. Sehr mächtig, wie überall, wo der Mythos der großen Mutter lockt und ruft. Hinter dieser Schallmauer im Kosmos, dem Tor zu den letzten Dingen, liegen ja erst die ältesten Galaxien des Universums.
Irgendwo Richtung Skorpion, hin zur alten Via Combusta. Die Tür war noch nie nie das Zimmer und das GZ ist deshalb auch vermutlich alles andere als die Mama Magna, der göttliche Archetyp aller weiblichen Archetypen, zu dem es ansatzweise manchen schon bei seiner Enteckung als astrologischer Schlüssel-Verwahrer den Weg weist. Letztlich auch wieder nur ein Vorstellungs-Event aus dem sehr männlichen Schützen, der sucht und sucht. Und in dem wie ein noch größerer Befehlshaber ja auch noch der Great Attractor sitzt (um 14 Schütze). Wohl der stärkste der starken Magnete des Alls. Und dahinter dann erst, im Dunkel, vielleicht etwas, was der Kategorie jener großen Mutter entsprechen könnte, die als Archetyp so gern ge- und verbraucht wird. Gott-Mutter, die nie männlich war wie Jupiter. Und von daher auch schon logisch wahrscheinlich mit dem GZ-Archetyp wenig zu tun hat. Soviel zum harten Kern der Botschaft. Das Galaktische Zentrum bildet die überrollende Extremität der Männer-Götter nur zu wundersam ab. Drum ist es als Papa Magnus auch vermutlich männlich und für Kolonialisierung gut zu gebrauchen.
Grenzgänger: OOBs, he did it again!
Die "OOBs" sind los: Seit Ende September läuft diesmal Mars, der alte Krieger und Treiber, 'out of bounds' = jenseits der Grenzen der Ekliptik, also der scheinbaren Sonnen-Bahn um die Erde. Er steht aktuell am südlichsten (wenn man so will, am tiefsten) von allen Planeten - und das noch bis November. Flotte zwei Monate insgesamt, die mit interessanten Phänomenen einhergehen können, da Transite unter OOB-Mars auch öfter einmal doppelt deutlich zünden. Wie beispielsweise den Taifun Vongfong oder Wirbelsturm Hudhud, die der Grenzgänger nicht etwa macht, aber unterstützt. Die Ausreißer-Phasen verschiedener Faktoren (von Mond bis Mars) werden astrologisch im englischen Sprachraum besonders gern gebraucht - nach Kt Boehrer heißen sie, wie sie heißen - eben OOB.
Auch im Radix soll ihr Grenzgang, wenn er denn vorkommt, für unübliches Verhalten sorgen, das zwischen Begabung und .Sonderlichkeit schwanken kann. Was sich - bei tieferen Blicken in OOB-Horoskope - durchaus von Fall zu Fall bestätigen lässt. Eigentlich ist die grobe Theorie dahinter einfach, auch wenn sie sich kompliziert anhört: Planeten "durchlaufen" ja nicht nur das flache Koordinaten-System zwischen Widder und Fische. Sie stehen in Wahrheit auch unterschiedlich hoch oder tief, Richtung Nord- oder Südpol, selbst, wenn sie in der Horizontale des Zodiak (alles symbolisch) denselben Punkt kreuzen. Konjunktion ist drum auch gar nicht immer gleich Konjunktion. Schaut man sich das nächste Treffen zwischen Venus und Sonne an, findet man beide zwar astrologisch vorn im Skorpion, zusammen auf einem Grad. Aber Zentralgestirn und schöne Aphrodite liegen eben gar nicht genau auf einer Linie. Sondern Sonne ist südlich etwas tiefer gelegt, wie ein Porsche gegenüber einem Käfer. Eine weitere Fußnote der Deklinationen (lat. Beugungen), die viel mehr dem realen Weltbild mit mehreren Dimensionen entsprechen, sind dann besagte Wanderungen über die Ekliptik-Grenzen von etwa 23.27° (Neigungswinkel der Erd-Achse). Alle Radix-Punkte, die südlich oder nördlich (-/+) höhere Zahlen haben, stehen deshalb OOB.
Plutos Bruder: Orcus in der Unterwelt
Annäherung an einen Fremdling:
Die Geschichte von Hannah Witheridge und David Miller ist eine, die wie so viele von der Zerbrechlichkeit des Lebens handelt. Sie erzählt aber auch über das aufschlussreiche Eigenleben, das neue Faktoren der Astrologie bei menschlichen Dramen manchmal entwickeln. Orcus, der "Plutino", der früher einmal 2004 DW hieß, spielt bei dem ungeklärten, brutalen Mord an den zwei jungen Touristen in Thailand eine große Rolle - als zusätzlicher, klarer Anzeiger "unterirdischer" Ereignisse. Auch wenn man die Inflation der "unbekannten fliegenden Objekte" in der astrologischen Deutung sonst ablehnt, kann man hier Orcus (AstroWiki) nicht übersehen - wie bei vielen ähnlichen Tragödien.
Zum Beispiel um 9/11, Tschernobyl, in Hiroshima, beim Kennedy-Attentat, dem Verschwinden Maddie McCanns, den Synastrien der Ripper-Morde oder Verwicklungen um Blade Runner Oscar Pistorius und den Tod seiner Freundin Reeva. Besonders bei "vernebelten" Taten finden sich Bezüglichkeiten. Vielleicht, weil Orcus eins dieser "resonanten KBO" ist, in Schwingung mit der Neptun-Bahn. Häufig sind seine Auslösungen sehr genau. Was ist nun dran am Objekt, dessen Name bereits auf den kosmischen Zwilling Pluto hinweist? Orcus. Abgrund und Totenreich. Und zugleich einer der mächtigen Zwerge des galaktischen Hinterlands. Er stammt aus dem Kuiper-Gürtel, dem Ring tausender Asteroiden im Rücken von Neptuns Kreisen. Was unter seinem Signum auf dem thailändischen Schildkröten-Eiland Ko Tao passierte, einer ehemaligen Gefängnis-Insel, bebildert seine Bedeutungen.
Hannah Witheridge und David Miller begegnen sich dort in einem rätselhaften Schnittpunkt von Zeit und Raum, als Orcus in einer chronischen Opposition zum Neptun steht. Mit ihnen treffen sich auch ihre schwierigen Orcus-Konstellationen und ziehen sich womöglich an: Eine schon in der Anlage problematische Orcus-Jupiter-Konjunktion nah der Knoten im Löwen mit Schütze-Lilith-Trigon beim Mädchen (was auf mögliche Gefährdung bei weiten Reisen hindeutet) und exaktem Orcus-Südknoten auf ihrem Jupiter beim Jungen. Wenn alle Voraussetzungen stimmen, trifft Ereignis seine Protagonisten: Als die beiden am frühen Morgen ihres Todestages zuletzt lebend gesehen wurden, stand Mars, kurz vor der Auslösung durch IC, auf 0° Schütze, was nicht nur die Orcus-Synastrie der Touristen über Jupiter triggerte, sondern auch eine ungewöhnlich enge Sonne-Orcus-Konjunktion in Composit und Combin. Kein gutes Zeichen für eine unbelastete Ferien-Affäre.
Nach ersten Beobachtungen seines Einflusses bei dramatischen Ereignissen sehe ich diesen Plutino inzwischen experimentell wie eine astrologische "Fußnote" zur brisanteren Seite des großen Bruders Pluto. Denn Orcus scheint gerade dessen düsteren Schatten-Probleme klarer zu dechiffrieren - weniger die skorpionische Wandlungsfähigkeit, die Pluto eben auch mitbringt. Als am 11. September 2001 die Flugzeuge in die Türme des WTC flogen, stand Orcus in 11 in Opposition zum Uranus, als "Little Boy", die Atombombe über Hiroshima abgeworfen wurde, mit Uranus am MC, zu Beginn des 2. Weltkriegs im Quadrat zur Sonne und Spiegelpunkt zum Chiron und beim Untergang der Titanic in einem Stellium mit Südknoten, IC, Sonne und Merkur im Widder. Und schließlich findet sich bei der Tschernobyl-Katastrophe eine schwerst angeschlagene Sonne, fast exakt mit Doppel-Quadrat. Einmal zu Orcus und auf der anderen Seite zum Pluto. Das alles ist deutlich und heftig. Kein Wunder, dass er da (besonders in Verbindung zu den "schicksalshaften" Knoten) auch in Radix-Bildern Sollbruchstellen markieren kann. Achtung: kann.
Fixsterne: So nah und doch so fern (2)
Jeder sichtbare Stern, der uns nachts am Firmament entgegen leuchtet, ist eine Sonne. In einer wirklich klaren Nacht können wir in unseren Breitengraden bis zu 2000 davon sehen, in den städtischen Gebieten reduziert sich das auf ein paar Hundert.
Alleine in unserer Galaxie, der Milchstraße, gibt es schätzungsweise 300 Milliarden solcher „Fixsterne“, und hochgerechnet auf das gesamte Universum geht man heute davon aus, dass es um die 70 Trilliarden davon gibt. Unsere eigene Sonne ist so gesehen also nur ein „kleines Licht“, auch gemessen an ihrer Größe.
Im Fachjargon ist sie ein „Gelber Zwerg“, der sich aber in ein paar Milliarden Jahren zu einem Roten Riesen entwickeln und dann ca. 200-mal größer als heute sein wird. Das bedeutet, dass unsere Erde dann wieder ein Teil der Sonne ist, denn deren Umfang wird in dieser Zukunft bis zur Umlaufbahn unseres Heimatplaneten reichen.
Aber selbst diese Dimension ist noch relativ klein im Verhältnis zu manchen anderen Überriesen in unserem Universum. Wenn man also astrologisch mit Fixsternen arbeitet, könnte man ja versuchsweise auch einmal diese Energie-Monster in das astrologische Schaubild einbauen. Zumindest als Forschungsansatz, um heraus zu finden, ob es da nicht Auffälligkeiten gibt, die durchaus auch mit den alten, klassischen Überlieferungen, was die Bedeutung mancher Tierkreisgrade angeht, konform gehen.
Nachfolgend sind hier ein paar der größten und bekannten Sterne aufgelistet, von deren Existenz wir heute dank neuer Forschungsmöglichkeiten wissen.
Hochsensibel bei "Magnetstürmen"?
Wenn es auf der Sonne "stürmt" und danach das Ermagnetfeld stark betroffen ist - wie in den letzten Tagen mit einem X-Flare (eine der größten Eruptionen) - sieht man mundan-astrologisch öfter starke, enge Deklinations-Aspekte im helio- oder geozentrischen Horoskop. Diesmal zwischen Sonne bzw. Erde/Mond und Uranus. In solchen Phasen leiden viele Menschen an "kosmischer Wetterfühligkeit". Keine Einbildung, sondern ein Phänomen, das auch ohne Placebo-Effekt auftritt, wenn man gar nichts vom Chaos rund um das Zentral-Gestirn weiß.
Neben dieser gar nicht so seltenen generellen Empfänglichkeit für Himmels-Störungen scheint es etwas wie eine spezielle solare/magnetische Hyper-Sensibilität zu geben. Nach koronalen Ausbrüchen finden sich dann auffällige Stimmungs-Tiefs über Kreislauf-Schwankungen bis hin zu plötzlichen Rundum-Energie-Chaos, ganz ohne andere, bekannte Ursache. Das Spektrum der Symptome macht vieles möglich. Bei den Ursachen muss man unterscheiden: Das, was sich da oben abspielt, nah der Sonne, ist anders als das, was danach hier unten ankommt: Starke himmlische Phänomene, die mit koronalen Massen-Auswürfen einhergehen, können trotzdem vor dem späteren Eintreffen von Teilchen-Strömen manchmal von ganz sensiblen Menschen schon in Echtzeit gespürt werden.
Wenn die Sonne wie bei einem Vulkan-Ausbruch heftig Plasma hinaus in den Raum schleudert, passiert das aber zu weit entfernt, als dass es einen messbaren Einfluss auf den Planeten hätte. Für alle interessant wird es erst, wenn der geomagnetische Sturm zeitversetzt auf der Erde ankommt. Ein "galaktischer Schock", der Funkverkehr stören und Polarlichter erzeugen und dementsprechend vermutlich auch den menschlichen Organismus beeinflussen kann. Dominant scheint die Wirkung bei Menschen zu sein, die selbst im nahen zeitlichen Umfeld solcher Phänomene geboren sind. Mancher wird sich während solcher Phasen wie ein Alien fühlen, als stünde er komplett neben sich. Diese Hyper-Sensibilität bei kosmischen Ereignissen scheint aus astrologischer Sicht häufiger mit einer Kombination folgender Marker aufzutreten: