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Aylan Kurdi - fortgespülte Menschlichkeit

Ein Bild geht unter dem Hashtag #kiyiyavuraninsanlik gerade um die Welt, aufgenommen vermutlich gestern Morgen bei Sonnenaufgang an der türkischen Mittelmeerküste. Es zeigt einen kleinen Jungen aus Syrien, der tot am Strand liegt. Sein Name war Aylan Kurdi (LINK).

Aylan versuchte zusammen mit seinem Bruder Ghalib und seinen Eltern die griechische Küste zu erreichen. Nach Europa zu kommen. Ihr Boot kenterte, Aylan ertrank ebenso wie sein Bruder und seine Mutter, der Vater überlebte als einziger und will jetzt wieder zurück nach Syrien.

Bilder von toten Flüchtlingen und auch von Kindern gab es in der Vergangenheit schon viele. Warum ausgerechnet dieses Bild jetzt so viele Menschen wachrüttelt und bewegt, lässt sich vielleicht an seinem Entstehungs-Zeitpunkt festmachen. Das aktuelle Hauptthema, ausgedrückt über die Spannungen zwischen Jupiter, Neptun und Saturn steht an den Ereignis-Achsen im türkischen Ort Bodrum, kurz nach der Opposition zwischen Sonne und Neptun. Und wenn es noch eines „Beweises“ bedurfte, dass dieses Quadrat von uns allen etwas einfordern wird, dann ist er aus meiner Sicht nun erbracht - es geht darum Stellung zu beziehen, Farbe zu bekennen.

Denn Aylan Kurdi starb nicht, weil seine Eltern einfach mal so ins reiche Europa auswandern wollten, damit sie sich einen neuen Farbfernseher, ein neues Auto oder ein neues Smartphone kaufen können. Aylan Kurdi starb, weil seine Eltern aus Kobane flüchten mussten, der Stadt in Syrien, die lange Zeit ganz oben in den Schlagzeilen stand. Eingenommen vom IS, dann zurück erobert von den kurdischen Kämpfern. Aber die Stadt ist zerstört, der Wiederaufbau wird Jahre dauern und kann erst dann erfolgen, wenn die Gefahr neuer Angriffe seitens des IS gebannt ist.

Was also sollen Eltern, die ihren Kindern eine bessere Zukunft wünschen, tun? Jahre in einem Flüchtlingszelt an der türkischen Grenze darauf hoffen, dass es irgendwann einmal besser wird? Ohne Geld, ohne Arbeit, ohne Schulen und ohne ausreichende medizinische Versorgung?

Was würden wir tun, wenn wir an ihrer Stelle wären?

Farbe bekennen

Eigentlich sollte einem die Wahl leicht fallen, wenn es ums Farbe bekennen geht. Möchte man in einer Welt von braun-schwarz-grauen Grundtönen leben? Oder lieber in einer bunten Welt. in der alle Farben vertreten sind?

Ersteres findet man häufig bei den menschlichen Narzisten, die sinnigerweise einfach das „r“ weglassen und gleich zu Nazis mutieren. Aber nennen wir sie ruhig „Narzis“, denn hier geht es nicht nur um eine politische Meinungsäußerung. Denn dass die europäischen Politiker in den letzten Jahren auf ganzer Ebene versagt haben und dies immer noch tun, wird wohl kaum noch jemand bestreiten. Sie haben Europa an der Rand eines Krieges gebracht als das Große Quadrat Umsicht und Vernunft verlangt hätte, und sie haben einen Mitglieds-Staat in den Ruin getrieben, als sie Weitsicht und Großzügigkeit entwickeln sollten. Aber vor allem - sie lassen seit Jahren zu, dass an Europas Grenzen Hundertausende auf der Flucht vor Krankheit, Armut und Gewalt sterben.

Genau das erzählen auch die Demagogen der rechten Szene auf ihren ekligen Propaganda-Seiten, aber um das zu sehen, muss man kein Narzi sein oder werden..

Worauf aber kaum jemand hinweist, sind die eigentlichen Ursachen des aktuellen Flüchtlingsstroms. Nehmen wir Syrien.

Dort ist der IS ja nicht aus dem Nichts entstanden. Es gibt eine sehr erhellende Dokumentation „Irak - Amerikas gescheiterte Mission“, die einfach und nachvollziehbar aufzeigt, wie aus einer Lüge eine weitere und eine nächste und übernächste entstand.

Dies beginnt bei „NINE-ELEVEN“ und endet bei ISIS, zu all dem haben wir schon zahllose Artikel hier veröffentlicht, die am Ende aufgeführt werden. Um es kurz zu machen: es gibt auch eindeutige astrologische „Übertragungen“, angefangen vom ersten Einschlag am 11. September 2001 in den Nordturm des World Trade Centers. Schon 10 Minuten später wollte der amerikanische Präsident George W. Bush angeblich im Vorbeigehen in einem Fernseher ein Flugzeug gesehen haben, dass in den Turm flog. Zu einem Zeitpunkt, als noch niemand wusste, was da eigentlich passiert war und Bilder „dieses Flugzeugs“ erst 24 Stunden später auftauchten (siehe auch Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge).

Und natürlich hat Herr Bush auch das amerikanische Volk nie darüber aufgeklärt, dass der Einmarsch in den Irak schon im Januar 2001 beschlossene Chefsache war, neun Monate vor dem Einsturz der Türme. Als schließlich am 20. März 2003 morgens um 05:30 h die ersten Bomben auf Bagdad fielen, geschah auch das wiederum auf der Basis einer anderen Lüge - „Weapons of Mass Destruction“. Diese Massenvernichtungswaffen fanden sich zwar nicht im Irak, aber einige Jahre später dann doch in Syrien. Dort marschierten die Amerikaner allerdings nicht ein, sondern unterstützten lieber die Rebellen, die gegen Machthaber Assad kämpften. Darunter auch Ableger von Al-Qaida, kaum zu glauben, aber wahr, denn auch jetzt forderte der ehemalige CIA-Chef und Irak-Oberbefehlshaber, General David Petraeus wieder, dass man doch auf die alten Brigaden von Bin Laden zurück greifen solle, um den IS endlich zu besiegen (LINK).

Würde man dieses ganze Durcheinander und diese Aneinanderreihungen von Lügen und Halbwahrheiten als Kinofilm zusammen fassen, würden die Kritiker allesamt behaupten, dass die „Story“ völliger Humbug wäre. Vor allem die Grundaussage: es ging immer nur ums Öl, um Macht und Profit. Und jedes Mittel war den Beteiligten recht, um ihre Absichten vor der Weltöffentlichkeit zu verschleiern.

Um es kurz zu machen – Nine Eleven führte zum Irak-Krieg, aus dem entstand ISIS bzw. der IS. Und genau das führte zur Flucht des kleinen Aylan und seiner Familie.

Bei all dem braunen Narzi-Mist, der sich heutzutage auf unseren Straßen zeigt, muss man an dieser Stelle aber auch einmal deutlich sagen – Deutschland hat sich diesem Lügenkrieg zumindest damals verweigert und wurde kein Teil der „Koalition der Willigen“. Aber deutsche Soldaten sind immer noch in Afghanistan und sie waren auch an dem Krieg in Serbien, Bosnien und im Kosovo beteiligt. Und jeder Krieg schafft nun einmal Flüchtlinge, nicht nur der in Syrien. Insofern ist die Unterscheidung zwischen Kriegs- und osteuropäischen Wirtschaftsflüchtlingen auch schon wieder eine Lüge, denn ohne den „Jugoslawien-Krieg“ mitten in Europa gäbe es vermutlich viel weniger Gründe für die Menschen dort um nach Deutschland zu flüchten.

Farbe bekennen heißt – sich endlich mit der eigenen Verantwortung für das Leid anderer offen auseinander zu setzen. Nicht wie Herr Cameron in England, der die Flüchtlinge mit Hunden, Soldaten und Stacheldraht in Schach halten möchte, ebenso wie Herr Orban aus Ungarn. Dass ausgerechnet der jetzt im Mittelpunkt des Geschehens steht und dabei eine wirklich miese Figur abgibt, beweist wieder einmal die Stimmigkeit astrologischer Auslösungen. Orbans Sonne steht auf 9° Zwilling im Quadrat zu seinem Pluto auf 9° Jungfrau, man darf gespannt sein, wie er die nächsten Wochen und Monate agieren wird, aber man darf auch schon ein wenig darauf hoffen, daß er nicht mehr allzu lange Alleinherrscher in Ungarn bleibt.

Um Farbe zu bekennen braucht es auch eine klare Positionierung für die Zukunft. Und das bedeutet im Falle der Flüchtlinge: auch Deutschland soll ein Einwanderungsland werden, um den globalen Entwicklungen gerecht zu werden. Gerade „Wir als Export-Weltmeister“ profitieren von einer Welt, die immer weniger Grenzen kennt. Und genau deshalb müssen wir jetzt unsere eigenen Grenzen überall dort abbauen, wo sie Unmenschliches unterstützen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass wir unsere guten und menschlichen Werte und Maßstäbe aufgeben. Narzis und Islamisten stehen sich ideologisch sehr nahe, wenn es um die Unterdrückung der Meinung von Andersdenkenden und Andersgläubigen geht. Farbe bekennen bedeutet in diesem Fall dann auch „NULL TOLERANZ“ denen gegenüber, die selbst niemals tolerant sind oder sein wollen.

Aber vor allem denen gegenüber, die Gewalt als legitimes Mittel betrachten, um ihre Ansprüche durchzusetzen. Egal ob es sich um Einzelpersonen, Organisationen oder Staaten handelt

Wer hier leben möchte, muss zumindest die Vielfalt unserer Gesellschaft, willkommen heißen. Das bedeutet dann auch, dass jeder, der gerne ein Kopftuch tragen möchte, dies tun kann. Aber wenn sich eine muslimische Frau entscheidet, es wieder abzulegen und vielleicht sogar einen anderen Glauben anzunehmen, dann ist das genauso ihr gutes Recht. Und sie hat Anspruch auf vollen Schutz durch die Gemeinschaft und den Staat.

Wer damit nicht leben kann oder will, der wird herzlich gebeten doch dorthin zu gehen, wo es solche Toleranz nicht gibt. Auch das muss gesagt werden, wenn man nicht mehr lügen will, auch das gehört zum Farbe bekennen dazu.

Dann aber besteht zumindest die Möglichkeit, anlässlich dieses Quadrats zwischen drei großen Prinzipien, tatsächlich einen großen Schritt nach vorne zu machen. Eine Gesellschaft aufzubauen, die endlich wieder menschliche Werte in den Mittelpunkt stellt und alte, europäische Ideale aufleben lässt.

Denn es geht immer noch um Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, jetzt eben nicht nur innerhalb bestimmter Landesgrenzen, sondern bezogen auf unseren kleinen, blauen Planeten als Ganzes. Oder eben auch um Jupiter, Saturn und Neptun, um  Schütze, Jungfrau und Fische. Und gerade letzteres ermöglicht uns vielleicht, endlich wieder berührt zu werden und zu sein. Vom Leiden und Sterben der Anderen, denen es weitaus schlechter geht als uns und die unsere Hilfe brauchen. Wie der kleine Aylan Kurdi und seine Familie.

Dessen Bild jetzt um die Welt geht. Tragischerweise zu spät, um ihm zu helfen. Aber vielleicht noch rechtzeitig genug für all die vielen Anderen, die jetzt auf dem Weg zu uns sind oder in Zukunft sein werden.

Und deren Leben wir noch retten können…

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