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Saturn: An die Arbeit, in den Fluss.

satarbeitDie Zeiten sind hart. Härte ist Saturn. Manchmal setze ich Bilder dagegen. Dieses, von der fleißigen, stillen Kormoran-Fischerin in der Morgendämmerung (links). hängt lange schon in meinem Wohnzimmer und macht mich immer auf eine seltsame Art glücklich. Ich hatte wirklich viel Neptun- und Uranus-Theater in meinem Leben - und diese andere saturnische Stetigkeit, die ich in dem Foto sehe und die gerade jetzt so häufig herausgefordert ist, war mir nie selbstverständlich. Ich weiß nicht mehr, wer der Fotograf ist, es muss jemand mit großem Saturn und großem Neptun in einer perfekten Übereinstimmung gewesen sein, die erst dann immer heilige Momente schafft. Das sollten wir vielleicht gerade jetzt nicht vergessen. Form ist Leere. Leere ist Form. Das Licht steigt auf aus der Nacht und wird zu einem Tag. Es ist sehr früh, die Arbeit beginnt. Saturn.

Für mich zeigt dieses schöne Bild einen Archetyp - nicht Großvater Saturn, den strengen Lehrer, zu dem er kulturell in Männergesellschaften gemacht wurde, sondern einen weiblichen Saturn in seiner Ruhe, Energie, Selbstdisziplin und Ausdauer. Erde, wie sie umsetzt, Frauen und die Weisheit des Tuns. Ohne je die Anbindung an die unnennbaren Kräfte von Erde und Himmel zu verlieren, deren Brücke wir als Menschen ja immer waren, buchstäblich. Immer noch (oder wieder) läuft ja Saturn jetzt in Erde, zuhause, durch den Steinbock, nach einer kurzen Stippvisite im Wassermann, wohin er erst kurz vor Weihnachten dann endgültig wandern wird. Dann wird etwas anders.

Bis dahin wird es Zeit, sich endlich noch einmal praktisch klarzumachen, was eigentlich seine Phasen-Herrschaft über Pluto und Jupiter bedeutet, zwei der wichtigen Zeichenherrn aus dem Beziehungs-Quadranten, die alle Anspannung zwischen "mir und den anderen" in der 10. Phase des Zodiak ins Kollektive ziehen. Unter Saturn können sie das nur verbindlich, strukturiert und diszipliniert, wie er das will. Wehren sie sich, gibt es eine Blockade nach der anderen. Genau das erleben wir jetzt. Man kann mit und gegen die Zeitströmungen gehen, man ist frei - aber unter Saturn wird man lernen, ob man sich in Übereinstimmung befindet oder nicht. Passe ich mich nicht dem an, was das Kollektiv überleben lässt, werde ich verregelt. Erst recht jetzt, da Mars mitten in die Spannung hineinläuft und ohne Kompromisse von seiner Arena im Widder aus kämpft. Immer dagegen. Als Anstoß für Neues.

Das ist absolut nicht falsch. Aber es wird aus dem Überhang im Steinbock noch geblockt. Nicht, weil böse Feinde das Neue verhindern wollen, sondern weil ein anderer Rhythmus noch den Ton angibt. Als Trägerin eines massiven Steinbock-Saturn in 2 war ich gespannt auf die Klima-Änderungen in den Phasen des mundanen Erd-Saturns, mit all den Überlagerungen der anderen Planeten-Symbole. Es war mir klar, dass sie mit Ursache-Wirkungs-Gefügen zu tun haben würden - aber nicht, WIE stark sich das diesmal zeigen könnte. Denn Uranus, der Stier besetzt und gleichzeitig dort das Unterste zuoberst kehrt in der stofflichen Überlebens-Gesellschaft, die von ihrer Panik vor Verlusten gebeutelt ist, wiegt offenbar schwer als unangebundener, zeitlicher Begleiter. Aber er hat nicht den Hut auf. Es grüßen als Bosse zur Zeit weiter der gute, alte Saturn und Neptun, ebenfalls zuhaus, in den Fischen. Vielleicht bewegt mich auch darum gerade jetzt wieder die Kormoran-Fischerin so sehr, in ihrem schönen Nebel. Wann immer Klientinnen zur Zeit mit plutonischen Schmerzen oder uneingelösten jupiterhaften Visionen vom fehlenden Großen in ihrem Leben kommen und ich Verbindungen zum Steinbock-Stellium sehe, sage ich inzwischen: Genug gedacht. Praktischer Arbeitsbeginn. Geh über den inneren Berg des "Ich will nicht!" oder "Nein, heute geht es wirklich gar nicht!". Dann nimm den Block für die Planungs-Schritte in die Hand, den Hammer, das Putztuch, die Mauersteine, das Fischernetz, die Projektunterlagen, den Organistionskalender, was auch immer. Und fang an, ein Ziel zu suchen, die nötigen Schritte aufzuschreiben und sie dann, Stufe für Stufe - ganz langsam - umzusetzen. Saturn ist der Erbauer von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Irdischen. Er kann mit Ahnungen, Risiken, Bildern, Gedichten, Ausreden oder Schuldzuweisungen nichts anfangen. Saturn regiert die Regierungen - und wenn du nicht selbst Regie führst in deinem Leben, auch in der Beschränkung, korrigiert er eben deinen Kurs. Darum fang an. Es geht nicht um mentale Haltungen, sondern um Einordnungen und Organisationen.

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2018 - Das große Ansammeln

2018m„Übrigens: Das Bergsteigen wird durch die Existenz von Bergen sehr erschwert!“ (Kalenderspruch). 

Und natürlich ist es mit Saturn ganz ähnlich. Denn auch in einem erdigen Macher-Jahr wie 2018 wird das Leben allein durch die Existenz als verwirrtes Elementarteilchen inmitten anderer Menschen mit anderen Bedürfnissen nicht plötzlich leichter. Zumal es um Bequemlichkeit gar nicht mehr geht. Vorhang auf, wir bewegen uns ins Retro-Land, ins Herz des geschmähten „Ernst des Lebens“. Ein arbeitsames, reduzierendes Klima taucht hinter Schützes endlosen Funken als Horizont des Irdischen auf.

Wirklichkeit, die immer nach den brennenden Visionen des Herzens hart wirken kann und steinig. Bis man die anstehenden Anpassungen erledigt hat. Dasein ist jetzt Tun. Denn es macht auch Sinn, dass Saturn nach vielen fehlgeschlagenen Überbrückungen durch den Extremismus abgelaufener problematischer Langsamläufer-Konstellationen nun andere Herausforderungen als energetische Initiationen mitbringt. Er passt als Hüter des transpersonalen Quadranten, der letzten Dinge also, alles eher Ungeformte praktisch an die Notwendigkeiten des Schicksals an. Oder: Bereitet den Stoff auf, für die Zeit.

2018 kann man nicht verstehen, ohne Saturn und Pluto in ihrem Zubinde-Prozess seit der Rezeption zu begreifen. Wie das abläuft und wo Korrekturen individuell und überpersönlich nötig sind, können wir in den nächsten Jahren als Teilnehmende des "erzieherischen" Freilandversuchs zwischen Schützer der Zeit und Form und Kontrolleur der Ethik gut beobachten. Und einordnen. Und verstehen. Denn jetzt laufen Ergebnisse ein. Ursache-Wirkungs-Gefüge zeigen sich jeden Tag - aber Saturn bringt 2018 auch die sofortige Chance, nachträglich zu korrigieren.

0zeitAllerdings nur da, wo man auch bereit ist, sich dauerhaft einzusetzen und seine Seele mit in die Waagschale zu werfen, sowie die Konzepte anzupassen. Dann bekommt das Leben wieder Kontur, wo es Konturen verlor - und zwar absehbar solche, die man selbst einarbeitet. Das ist die beste Nachricht für 2018. Saturn macht übersichtlich, straft kleine Sünden sofort und große nach deren Ansammlungen. Es könnte massive Verschärfungen (z.B. von Gesetzen, Regeln, Rechten) oder Forderungen danach geben. Aber dies ist nur ein erster Überblick über die astrologische "Grundstimmung" - die Besprechung der einzelnen Aspekte (wie Jupiter Sextil Pluto und Lilith und Trigon Neptun und Chiron) folgt in den nächsten Tagen. 

Die Jupiter- und Chiron-Aspekte der Heilung durch große Mühen (die auch neue Heilweisen und -mittel für 2018 bringen können), sind auffällig. Sie weichen Saturns Bestehen auf Klarheit dessen, was man will, etwas auf, und auch Plutos Unbarnherzigkeit des Ausmerzens von Unfertigem im Steinbock. Aber man kann selbst viel daran tun, dass es nachhaltige, bessere Zeiten werden - und sich von angeblichen mittelalterlichen Prognosen für dieses Jahr nicht vor dem Üben der Wirklichkeit irre machen lassen. Mit Geduld und Mut, Unnötiges radikal abzuwerfen, liegt man richtig. Gesellschaftliche Transformation, wie sie Steinbock auch  bestimmt mit Pluto, fängt seelisch an. Welchem Ziel dient das? Dazu kommt Saturns Lieblingsfrage und unsere hoffentlich für einige Monate auch. Denn sie zeigt Wirkung - weniger Gerede, weniger positive Gedanken, die doch nur als theoretische Absicht im Geist steckenbleiben oder nicht verwirklichte Möglichkeiten, die dann doch nicht passten. Und nein, auch diesmal sagt nicht auf einmal einer am Himmel: Es werde Licht! Außer man zündet es selbst an. Innen und außen - da Pluto und Saturn auch zur Umsetzung seelischer Wandlungen einladen. Nun, im „Venusjahr 2018“ (das im März dann beginnt, was immer der 100jährige Kalender damit überhaupt sagen will) stehen mit Uranus hierzulande zu Neujahr im 7. Feld nämlich a) keineswegs auf einmal Liebe und Frieden im Vordergrund, sondern b) eher Arbeit an einer dringend nötigen Balance und c) muss jetzt leider im Steinbock von Saturn und Pluto das aufgeräumt werden, was zuvor zu so sonderbaren Zuständen führte wie einer völligen Konfusion über Fakt und Fiktionen.

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12 Fragen für 12 Nächte

Diese stille Zeit ist groß. Wir betreten wieder den Raum jenseits der Räume und Zeiten, die leuchtenden Rauhnächte. Darum noch einmal der praktische astrologische Leitfaden für die magische Phase, in der 12 Träume regieren, Archetypen des Kollektiven. Da die Sonne zu Weihnachten das Saturnische und seinen Formen-Kosmos beleuchtet, als Einstieg in den überpersönlichen Quadranten und 2017 mit Steinbock-Saturn um ein Vielfaches bedeutsamer, öffnet sich jetzt überall klar die Botschaft des Transpersonalen. Das letzte Viertel des Kreises, die Themen "nach der Zeit".

Es steigt die Gegenwelt des Neptun ins Bewusstsein, mit Sehnen, Suchen und Sucht nach Fülle, inmitten einer Leere, die unpersönlicher nicht sein könnte, weshalb wir sie umso persönlicher nehmen. Selten haben wir einen so starken Sinn für Neptuns Zauber wie zwischen den Jahren: Für das Paralleluniversum der Empfindungen, wie sie sich sonst speziell Menschen mit besetzten Wasser-Zeichen, -Häusern oder persönlichen Aspekten zu Mond, Pluto und Neptun klar, direkt und nah zeigen. Nun betreten wir zusammen das Land, wo sich die Tore zum Dunkel öffnen, um Licht zu gebären. In diesem Jahr läuft Mars während der Nächte auf Jupiter zu. 2016 ging er auf Neptun. Aspekte, die verführen, die Wirklichkeit mit Vision, Illusion oder Traum zu überlagern. Wo man aber weiß, dass man das tut und es als spezielle Symbolik der Entwicklung begreift, ist das gut so. Falls man bereit ist, eine Weile den Über-Input von Facebook, Twitter oder dem Internet auszuschalten, das sonst viele Kanäle verstopft, kann die Zeit zur Offenbarung seelischer Prozesse werden.

In den Rauhnächten steht das Jahr still und wartet darauf, welche Zeichen und Impulse wir als Imprints zwischen Gedanke und Tat setzen. Hier bewegt sich durch Saturns Tor in die Zeit Neptunisches in die sichtbare Welt. Er wird Geburtshelfer für das sonst nicht Sagbare. Wir schließen unseren alten Jahres-Zyklus persönlich ab, während in der Grauzone zwischen Unter- und Oberwelten eine neue zeitliche Entwicklung beginnt. Wer still sein kann, wird die Wellen im Strom "seiner" Zeit rauschen hören und die Magie dessen betrachten, was sich uns zwischen letzten und im nächsten Jahr bereitstellt. Das Damals trifft das Heute und Morgen und die Ausdrucksformen unserer Horoskope zeigen ihre großen Linien. 

"Wir befinden uns im Jahreslauf in der Zeit der größten Dunkelheit, die Zeit der Wintersonnenwende. Auch vor dem Auftreten des Christus hatte diese Epoche eine große Bedeutung: Die Geburt der Sonne. Eine Zeit des Wandels. Der Kampf zwischen Dunkelheit und Licht. Die Geburt des Christus ist also als Fest in die Zeit der Sonnengeburt gelegt, und so verbinden sich alte und neue Mysterien." (Sebastian Elsaesser via YogaWiki)

Astrologisch kann man in und mit dieser Phase besonders gut experimentieren:

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12 Wege des Steinbock-Saturn

Saturn18Es ist vollbracht, seit 5.48 h MEZ befindet sich Saturn kurz vor der Wintersonnenwende nun erstmal seit 1988 wieder auf 0° in seinem eigenen Zeichen, Steinbock. Man spürt die Erd-Energie draußen buchstäblich anders - die Sinneseindrücke scheinen klarer und wirklicher. Das wird noch zunehmen in den kommenden Tagen, denn Saturn in uns und der Welt wird ja mit der Zeit immer stärker. Die Körper erfinden die Schwerkraft neu.

Nun geht es um Erdung, Nachhaltigkeit, Richtung, alles, was Substanz hat und sich konkretisieren soll. Durch Strukturen, die zurückgewonnen werden müssen. Für viele war es bereits ein fordernder, ernster Tag, mit einem schwerwiegenden Klima. Als erstes kleines Memo für den persönlichen Umgang mit der zusammenziehenden, kristallisierenden Kraft des irdisch bedeutsamen Saturn hier 12 Vergleiche mit dem eigenen Horoskop. Wie vertragen sich die unterschiedlichen Zeichenstände mit dem Herrscher der drei Zeiten, der Kausalitäten, also die Macht von Ursache-Wirkung, wieder an die Oberfläche des Bewusstseins holt? Saturns Stufenweg im Kontakt zum gesamten Team des Tierkreises gilt in der "Übersetzung" dessen, was er verwirklichen soll, auch für die entsprechenden Themen der Häuser im Horoskop, in denen er sich nun individuell  aufhält: 

mindmapSteinbock-Saturn und Widder-Planeten (oder in 1): Geh langsamer, aber geh unbedingt auch tiefer! Steinbock-Saturn verträgt sich mit Widders Schnelligkeit und absolutem Durchsetzungswillen ohne Blick auf das Ergebnis ja spontan nicht wirklich gut. Darum wirkt er nun bei Quadraten zum Radix-Feuer aber genau darum auch als sehr, sehr notwendiger und umsichtiger Bremser. Sprich: Wer trotzdem weiter auf die Tube drückt, wo es eigentlich Saturns weise und entschleunigende Salami-Taktiken braucht, wird möglicherweise erst mal noch mehr blockiert. Geschicktes Mittel: Jetzt selbst früh genug alles Wichtige, was ein konstruktives Ergebnis haben soll, unbedingt verlangsamen. Wer das schon bei den ersten kleinen Blockaden tut, lernt seine Saturn-Lektion leichter. Danach zeigt sich auch, wieso Mars in Saturns Zeichen erhöht steht - zusammen versetzten sie nämlich Berge. Klar, die Stückelungen werden sich mühevoller als sonst anfühlen, aber schlußendlich vermutlich sehr erfolgreich sein!. Bei allen "Ich-Will-aber!" Prozessen der eigenen Widder-Faktoren folgt nun viel schneller ein merkbaren Stop. Nur an den Stellen, wo noch die  Voraussetzungen für umsetzbare Handlungen fehlen. Alles zum eigenen Besten also. Wer das nicht sieht, dem setzt Saturn als Signal ein Brett vor den Kopf oder eine Mauer vor den Antrieb. Was bedeutet, doch bitte in Zukunft lieber etwas gründlicher, organisierter, zielorientierter und klarer in Bezug auf Ergebnisse vorzugehen. Die Vorteile der Langsamkeit kann man nämlich lernen, mit mehr Geduld (Saturns Paradedisziplin). 

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Achtung, fertig und nicht springen!

decembermoonEs brennt und brodelt, zischt und knallt jetzt noch mal energetisch mit dem extrem "heißen" Neumond (Montag früh, 7.30 h MEZ), bis man ihn vor lauter flammender, innerer Bewegung hin zu den Startlöchern des nächsten Reflexes kaum noch sieht. Achtung, fertig - und Pause. Bitte nicht sofort wieder springen! Seit Saturn im Schützen (der auch für Übertreibung und große Anspruchshaltung steht) laufen wir sowieso schon in zu großen Schuhen und holen uns Blasen. Denn Saturn prägt ja massiv das Klima der Zeit, deren Tür er astrologisch geöffnet hält. Vor jedem seiner großer Wechsel aber wirft die letzte spezielle Mond-Phase noch einmal ein Schlaglicht darauf, was wir im Zeichen erlebt haben, das er verlässt. Auch die auslaufenden Schütze-Themen beschreiben jetzt im Neumond-Radix letztlich bis an den Siedepunkt, was bald nüchterner zu überwinden ist und worauf wir uns besser freiwillig selbstdiszipliniert einstellen, wenn wir uns keine unangenehmen Lektionen abholen wollen.

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Aber dieses kleine Feuerwerk vorm Übergang jetzt ist auch tragbar, weil es sich ab 20.12. beim nach Hause kommenden Saturn relativ schnell von selbst erledigt. Falls wir nicht weiter darauf beharren, dass jetzt unsere hochkochende Energie aber endlich mal "greifen" muss. Was allzu hell auflodert, schon morgen, wenn Sonne und Mond zusammenstehen, sind nur die inzwischen gewohnten Flammen für und gegen eigentlich alles. Die vielen Trends, die sich noch mal kurzschließen, denen man ja nicht wirklich entfliehen konnte, auch wenn man es so gern gewollt hätte. Das Besserwissen. Das Bestwissen.

Ich, du, er, sie, es  - alle plötzlich superwichtig. Nach vorn, nach vorn, noch vor jeder Verarbeitung des Geschehenen. Was für ein Wahn. Wir entwickelten bei Saturn im Schützen Göttlichkeiten, mehr Anschauungen und hörten seltener zu denn je. Nun, mit umwerfenden 6 Feuer-Faktoren (5 im Schützen selbst mit Saturn als "Schließer" und Uranus im Widder), drei Wasser-Planeten (plus Chiron), Pluto und Lilith in Erde, aber 0 (in Zahlen: NULL) im Luft-Element wird dieser Mond zum starken Symbol dafür, dass die Welt ohne die vom Über-Feuer ausgebrannten, fehlenden Hierarchien des Saturn fast den Verstand verloren hätte. Wo Luft fehlt, fehlt auch Merkur (Saturns Spiegel-Planet) als Mediator. Daran haben wir uns gewöhnt, weshalb der kosmische alte Ordner nun beschneiden muss, was nicht funktioniert hat. Wo wir es nicht selbst für uns tun (was ratsam ist), tut er es für uns und darum ist jeder Schmerz, jede Blockade, jedes Hindernis, das er bringt, nur eine sinnvolle, weil nötige Korrektur. Etwas war ausgeufert (wir wissen selbst gut, wo es uns traf und wir mitspielten). Etwas wird ausgeglichen. Darauf kann man sich verlassen.

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Mein Lügendetektor, mein Gedicht

000wahrheitLeben mit Merkur-Neptun? Ehrlich gesagt - auch nicht so einfach. Gerade läuft Merkur, der Faktengott, ja wieder "rückwärts", ins Quadrat zum Neptun, dem Herrn über Wahrheit und Lüge. Und schon überzieht sich die Welt erneut mit dieser schlammig-brüchigen Schicht von Unsagbarkeiten. Wie Schnee oder auf Eis laufen. Andererseits fühlt es sich auch manchmal an wie Poesie (nur nicht, wenn wir jetzt versuchen, knallharte Logistik aufzurufen), denn es jagen sich die Parellel-Wahrnehmungen, die nicht mehr richtig zuzuordnen sind, unbeantwortete Fragen, Unausgesprochenes, das man nur spürt.

Dieses bekannte Wispern, die Ahnungen und Verneinungen, die wir Träger der Aspekte zwischen den Prinzipien-Varianten 3, 6 und 12 so gut kennen, seit wir Kinder sind. Aschenputtel waren, den gläsernen Schuh immer noch suchen, finden, zerbrechen, träumen. Warst du das? Ich? Nein! Nie! Lügst du auch nicht? Wenn ich es dir sage, ich schwörs bei meinem Leben.

2starfreeDie Wahrheit war ja immer ein riesiger, fantastischer Topos in unseren kleinen, fantasieüberfüllten Leben, und auch ihr Gegenteil. Lüg nicht. Wir lebten lange in Scheinwelten und identifizieren sie darum nun bei euch anderen blind, zielsicher, (oder irren uns dabei manchmal völlig). Wir stehen dazu, denn wir haben heute noch Schwimmhäute zwischen den wichtig-wichtigen Zellen der Hirnrinde, wo andere knallende Schubladen mit Wissenssammlungen besitzen. Wir erfinden im Denken so gern und spielerisch das Dasein neu und wenn uns einer erzählt, dass der Himmel rot ist, können wir das sofort sehen, wissen aber, dass wir es nicht glauben müssen, wo die Denker, die Visionäre, schon mit Beweisen, Erörtern und Wirklichkeitsbauen loslegen. Was für seltsame Bewohner dieser Erde das sind, sagen wir uns dann, spüren wir dann.

Wir sehen und gehen vorüber und verwickeln uns dazwischen heillos in den Fallen unseres so anders funktionierenden Verstandes, der leider gar nicht funktioniert, wie es Merkur soll, sondern fließt. Und fließt. Das merkt man manchmal auch an unserer Sprache, wo jeder Stein, den man uns in den Weg wirft, eine Stockung macht, Morast, um dann wieder zaubernde Bilder zu malen. Wir reden im Schlaf. Neptun übernimmt bei Leuten wie uns die Überschwemmung unserer Köpfe mit Träumen. Aber auch umgekehrt läuft ja ständig ein Protokollant im Inneren mit: Ein eingebauter Lügendetektor wie unserer ist bei verwirrenden Umständen auch nicht wirklich immer ein Segen. Manchmal möchte man mit Merkur-Neptun den Kopf auch einfach in die Tiefkühltruhe stecken und erst dann wieder rausholen, wenn sich die Faktenlage endlich geordnet hat. Wenn dieser Radar, auf den wir bewusst keinen Zugriff haben und der uns ständig mit Wahrnehmung belästigt, mal kurz in Ferien ist. Also nie. Immer ist Bewusstsein, und zwar viel. Merkur-Neptun ist alles und nichts, mein Lügendetektor, meine Unwahrheit, mein Gedicht gegen die harten Fakten.

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Ein guter Grund, das Leiden zu lieben

0000leid108„Wir werden durch Werbung irregeführt, wo Menschen in Outfits, die zu ihren Meditationskissen passen, selig aussehen.“ (Pema Chödrön, via Lions Roar).

Wir haben sie alle, aber wir wissen nicht, wie es sich für andere anfühlt: Schmerz und Schmerzen. Etwas, was gerade in diesem "untröstlichen" Jahr des Saturn-Chiron-Quadrats (heute um 22.55 h treffen sich die beiden im Clinch endlich letztmalig) auch für viele chronische Positiv-Denker unabweisbar war. Ein Leid, das wir besonders mit eigenen intensiven Horoskop-Kontakten von Chiron zu Saturn, Pluto oder Neptun stark mit-fühlen können.

Leid und Leiden aber sind ja Teile des Lebens, allgegenwärtig, immer. Sie werden auch nicht nur da auftreten, wo astrologische Trigger sich zu bestimmten Zeiten häufen. Alles, was nicht glatt läuft (Saturn), war, ist und bleibt im Kopf ein ewiges Hindernis. Wobei es aber wie in diesen Phasen jetzt, mit Fische-Chiron, schlimmer wehtun kann als sonst. Denn wir sind durchlässiger denn je. Leid ist daher auch immer eine Chance zum Wachsen. Eine Brücke zu anderen, aber genauso oft auch trennend und schwierig. Weil einen Schmerz meist ins Subjektive treibt. Man weiß zwar sehr gut, dass es auch anderen genauso schlecht gehen könnte. Aber letztlich ist Weh zwar mitteilbar, aber nicht richtig teilbar.

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Bei Saturn-Chiron ist es besonders gut zu merken: Alles, was wehtut, verengt den Fokus zuerst auf "meinen Schmerz". Im Zodiak sind die Schlüssel zum Leidens-Kreislauf ganz "natürlich" Anfang und Ende - das letzte und erste Zeichen: Fische geht nach Widder über, Vergänglichkeit ins Leben und umgekehrt.

Das schmerzt beides. Da wären wir also, jeder mit einem Schmerzkörper, der im Mars-Neptun steckt. Mars (etwas verletzt mich, das anders will als ich - aber gern auch die Selbstverwundung), der Antrieb als Spiegel des Gewährenlassens, des Erlebens im Neptun jenseits der kosmischen Spalte: Wo Täter, da auch Opfer. Wo Tun, da Lassen. Und wer nie geübt hat, im Leid, das wir ja täglich im Mauern des Lebens gegen das Ego feststellen, Mitgefühl zu entwickeln, verpasst vielleicht die größte Chance zu reifen. Auch die Splendid Isolation der verbissenen Selbstverbesserung ist da keine große Hilfe. Weil man sich auch damit leicht von anderen abtrennt - und dann gerät man leicht in die Fallen des spirituellen Materialismus, der das Paradies sucht:

"Wir können denken, dass es bei Meditation und dem spirituellen Weg darum ginge, die Schwierigkeiten deines Lebens zu überwinden und diesen einfach nur tollen Ort zu finden. Aber das hilft dir nicht sehr, denn das bringt dich bloß dazu, ständig enttäuscht von dem zu sein, was den ganzen Tag lang beim Frühstück, Mittag- und Abendessen passiert." (Pema Chödrön, via Lions Roar)

In einem Wort: Leid. Es ist überall und entsteht aus dem Nicht-Haben, Lieber-Wollen, Verloren-Geben, Ablehnen, Wünschen und vielen GEDANKEN besonders häufig und sicher. Minute um Minute, während durch unsere gut gemeinten, weißen Träume mit ihren Klischees von Liebe und Licht das Bestehen auf Glück problematischer, weil dogmatischer wird. Weshalb einem die Abwesenheit des inneren oder äußeren Reichtums noch schmerzlicher auffällt. Nein, das Leben ist kein Ponyhof, auch wenn sich Venus mit ihren glänzenden Bildchen von Sicherheit (Stier) und Liebe (Waage) die Einhörner zurück wünscht. Ihre Visionen gehen mit Jupiter lieber ans Licht als in die innere Dunkelheit. Ein Gegenpart zur dominanten Saturn-Chiron-Phase. Jener Untröstlichkeit, die uns das Untröstliche des Daseins wunderbar vor Augen führte. Wir alle empfinden Schmerz und rasen durchs Feld gedachter Defizite, wo wir Abwesenheit dauerhaften Glücks zum unnatürlichen Mangel erklären. In Wahrheit ist es so: Du bist wie ich. Wenn ich dich tröste, tröste ich uns beide.

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Schneewittchen musste sterben

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Lilith reloaded:

 "Geliebt wirst du einzig, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren." 

(Theodor W. Adorno).

Märchen geben uns Hinweise auf Entwicklungen und Initiationen, wie sie im Leben des Menschen schon immer stattgefunden haben und auch trotz Industrie 4.0 immer ablaufen werden. Die Verwandlung, die sich in jedem Einzelnen von uns auf die gleiche Weise und doch immer unterschiedlich vollzieht, zeigt sich am sichtbarsten in den drei Entwicklungsstufen, die jede Frau archetypisch durchläuft, (die aber auch für jeden Mann im Sinne der Entwicklung seiner Anima Bedeutung haben).

Die drei Schritte zum jungen, geschlechtsreifen Mädchen über die umsorgende Mutter bis zur alten, weisen Frau finden sich auch im Märchen von Schneewittchen wieder, an dem ich exemplarisch aufzeigen will, wie sich Bilder und Analogien lesen und für die Astrologie sinnvoll nutzen lassen.

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Den Ausgangspunkt bildet der neue Wirkpunkt, die Lilith, die nicht nur einen würdigen historischen Namen trägt, sondern als Regentin über das Zeichen Waage, so wie ich das sehe, und das siebte Haus einen ganz prominenten Punkt am DU im Horoskop besetzt. Doch zunächst zu Schneewittchen.

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Zeitenwende: Jupiter und der Skorpion

JupiterSkorpionTitelGestern war ein ganz besonderer Tag, denn endlich wurde das Wasserelement wieder mit neuen Impulsen aufgeladen: Jupiter wechselte gegen 15:20 Uhr ins fixe Wasserzeichen Skorpion. In die achte Entwicklungsphase des Zeit-Raum Kontinuums also, die in früheren Zeiten als zweite Heimat des Mars betrachtet wurde und heute astrologisch auch Pluto zugeordnet wird (siehe dazu auch unseren gestrigen Artikel Das Jupiter-Loch in der Zeit).

Aber all das ist erst mal nur abstrakte Gedankenakrobatik, wesentlich und erlebbar ist und wird sein, dass persönliche Empfindungen und Gefühle wieder mehr Spielraum und Bedeutung bekommen als in den letzten Jahren. Denn seit Jupiter im Juli 2014 vom Krebs in den Löwen wechselte ( siehe auch Jupiter im Krebs: Am Ende Wird Alles Gut und Von Löwen und Lämmern), stand lediglich noch Neptun als Vertreter der großen Vier (Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun) in einem Wasserzeichen. Aber entsprechend seiner Natur und seiner Aufgabe ist er eben kaum persönlich integrierbar und somit begleitet er uns seit 2012 eher wie  ein atmosphärischer Soundtrack, der sich trotzdem auf die allgemeine Stimmung sehr nachhaltig und dominant auswirkt.

Mit dem Wechsel Jupiters wird sich daran aber einiges ändern, vor allem in der Angangszeit dieser Phase, wenn beide Fische-Herrscher im Trigon zueinander stehen. Eine große Chance, um all die Verunsicherungen der letzten beiden Jahre, die durch das große Halbquadrat zwischen Jupiter, Saturn und Neptun ausgelöst wurden, wieder mehr in sinnhafte Zusammenhänge zu bringen.

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Mittwoch, 2. Dezember 2020

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