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Astro-Wetter: Die mit Saturn tanzen

Eine kleine Übersicht der Zeit:

Es riecht also wieder nach Herbst. Sonne ist längst in den Begegnungs-Quadranten übergelaufen, wo alles paradoxerweise verinnerlichter wird. Die Tag- und Nachtgleiche? Vorbei. Es regnet mehr, es wird kühl, eine Welt, die nach Abschied duftet. Deshalb drängt es Mensch auch so ins Leben zurück. Noch einmal in allem zulegen. Ab Null Grad Waage wird der Lauf durch den Tierkreis innerlicher, ob man es will oder nicht. Auch wenn wir alle noch einmal an den drohenden Begrenzungen zerren und nach außen greifen. Erst ins Du (Waage), dann nach der Bindung (Skorpion), dann zur schönen Aussicht (Schütze), dem, was immer nur entsteht, aber nie so praktisch wird, dass es die Chance hätte zu vergehen. Das kommt erst im großen Danach. Später wenn nur noch Kälte ist. In diesem Winter, vor dem Jupiter stets seine letzten Höhenflüge plant. Das Ende der schnellen Energie liegt ja in seinem Zeichen. Damit vollendet sich der erste Teil des brennenden Kreislaufs der Feurzeichen. Vorher ist viel zu tun.  

Der nächste Neumond, morgen, nimmt einiges vorweg. Hierzulande in 9, Schütze-Prinzip, und in der Waage nach Beziehungs-Mustern, Leitideen, Gleichen unter Gleichen fahndend. Das aufsteigende Zeichen Steinbock dabei als Signum der nötigen Mäßigung. Mit Pluto vorn eine Warnung, um Himmels Willen nicht zu übertreiben. Er setzt die Selbstwahnehmung in einen Käfig. Eine Falle aber auch, etwa zu fixieren, was gar nicht festzumachen ist. 

Mach dir ruhig, für eine Weile ein Konzept vom Leben, das durch Disziplin zur Bedeutung kommt. Aber verlass dich nicht darauf. Saturn und Merkur im Skorpion, in Feld 9 und 10, deuten an, was sonst passiert: Jetzt folgen Konsequenzen. Anders als vorher, als das Waage-Prinzip vom Steinbock-Herrn gewaltiges Gewicht bekam, aber die Beliebigkeit der Zuschreibung haarscharf am Wegesrande lag. Wir hatten alle keine Zähne, aber bissen doch ständig zu, wenn uns die vielen, optionalen Feinde dieser Konstellation begegneten. Ein geistiger Kosmos voller Fettnäpfe und Scherben, obwohl ständig der Hauptgewinn winkte. Nun wird das Klima wirklicher. Die Rezeption zwischen Pluto und Saturn macht das Gefühl: Ein großer, schweigsamer Ernst zieht ein. Endlichkeit als Möglichkeit: Alles, was anfängt, muss ja aufhören. Und dann löst Neptun selbst die Endlichkeit wieder auf.

Auf astro.com findet sich gerade im FORUM die interessante Frage nach dem Positiven, was Saturn bringen kann. Außer Beengung, Begrenzung, Blockade, Verhinderung. Anderswo Saturnier, die sich wieder stärker auf Gesetze berufen und Konsequenzen fordern: Hier muss die Bildungsministerin (mit Mond-Saturn) gerade jetzt damit rechnen, dass ihr der Doktor aberkannt wird (Loop! Artikel PLAGIATORHEITEN), da schlägt es Dreizehn für eine Steinbock-Venus wie den Bundestrainer (ARTIKEL: Verlorene Ehre des Jogi Löw). Sie haben es nicht leicht zur Zeit, die mit dem Saturn tanzen. Denn darunter liegt die Unwägbarkeit des Neptun.

Das Leben scheint ein paar Millimeter zerbrechlicher und gleichzeitig härter als sonst. Der erst seit Kurzem rückläufige Jupiter tut ein Übriges dazu. Sich überheben? Nur noch, wenn sicher ist, dass es keiner merkt. Auch wenn Mars im Schützen das letzte Quentchen Energier aus allen Aktionen herausholt und pusht, so lange er kann. Jungfrau-Venus arbeitet geduldig - und hoffentlich genau genug, die kleinen, potenziellen Löcher vorab zu stopfen, die sich nun aus allem und jedem entwickeln, was unbeachtet vor sich hindümpelt. Eine gute, die beste Zeit für äußerste Achtsamkeit. Die Folgen zeigen sich sonst spätestens, wenn Mars in Plutos Nachbarschaft läuft. Im Steinbock stutzt er dann seine letzten Initiativen von heute zwischen November und Weihnachten auf die kleine Machbarkeit zurück. Erst dann zeigt sich wirklich, was er in diesem Sommer - bei langer Wanderschaft durch Jungfrau - an nicht mehr rückholbarem Schaden angerichtet hat. Denn dann sind Dreiviertel Runden seit dem Frühlingpunkt um.

Und dann ist da eben das dauerhafte Rätsel dieses Jahrs: Neptun. Während sich alle Faktoren, bis auf ihn, über die Herrscher-Ketten auf die Rezeption von Pluto-Saturn zurückführen, steht er allein. Der Herr der Verlorenheit, des Gesuchten, der schmelzenden Sehnsucht und all der Lügen, die so vergänglich und ewig sind wie die Endlosigkeit, von der er spricht. Wo - anders als beim Saturn - aus jedem Ende ein Anfang kommt und aus jedem Anfang wieder das Ende. Wie ein Spuk von Neumond zu Vollmond löst er in Haus 2 in den nächsten beiden Wochen alle Materie auf. Lässt Vorhandenes verschwinden und zaubert Substanzlosigkeit in die Mühen der Begrenzung. Er macht auch Treibsand aus der Rezeption, bis man ein Gleichgewicht zwischen Abschiednehmen und Neubeginn findet. Seine Unterströmung ist das Geheimnis dessen, wie es gehen kann, wenn es gehen soll. Obwohl doch Sollen Neptuns Sache niemals war. Eher Können.

Alle, die jetzt mit Mars ungeduldig sind und schnelle Ergebnisse wollen: Sagt lieber "Tschüß, Eile!". Venus-Jupiter-Quadrat in diesem Oktober-Neumond verspricht mehr, als es hält. Selbst bei viel, viel Ackern für Flexibilität (Zwillinge) gibt sie so recht nichts her. Es ist Wind, es ist Regen, es sind die Spinnweben des Jahres, die sich nun wie die magischen Netze über Dächer und Bäume und Straßenzüge legen. Ob zusammen, ob allein. Und ja, das ist schon wahr: Die Sehnsucht ist selten größer, als wenn irgendwo, wie in diesen neptunischen Nebeln, etwas Wahres pocht und klopft. Und man die Türe öffnet, nur um zu sehen, dass keiner davor steht. Weinen ist auch nur ein Ventil dafür, wissen, dass Sicherheit nur in der Veränderung liegt, wäre eine  Baustelle, für die es sich andererseits lohnt, der Melancholie ein Lächeln zu schenken.

Geht Sonne vor dem nächsten Vollmond in den Skorpion, dann ist die Hilflosigkeit, die federleichte Schein-Harmonie, das Feindliche, soweit vorbei, dass man wundern und fühlen und tiefer sein kann. Wieder eine echte Bindung bekommt an das, was Waage-Sonne-Mond momentan nur denk-bar machen. Alles ein wenig wie aus Papier. Bis dahin wäre Leben eine Alternative. Ob nun Saturn den Stempel der Bestimmer ins 9. Feld setzt, die uns immer dann begegnen, wenn wir gerade so froh über neue Pläne sind. Oder Merkur am MC im Skorpion vom zu festen Wasser der Systeme spricht, in die wir uns alle momentan gedanklich so leicht verstricken. Mit einem Uranus in 2, Grenze 3, wird Berufs-Rebellentum verführerisch. Und jeder Anfang (Widder) viel zu fix zu einer Erscheinung von Schocks, Brüchen und Trennungen.

Wo die auftauchen, weiß man: Ich hätte es selbst tun können. Am Ursprung war etwas ambivalent, nicht ganz angemessen. Das Unfertige des Pluto am AC des Neumonds spielt außerdem eine der weiteren Hauptrollen. Jetzt ist der Ruf, aber nicht die Phase, unbedacht anzupacken, festzuzurren, auch wenn das Skorpionische sehr drängt und sich ins Zeichen der Regelhaftigkeiten transportiert. Saturn holt es in die Bindung zurück. Uranus will es brechen. Was wir durchsetzen, umsetzen, muss Hand und Fuß haben. Andernfalls begibt sich das, was verankert werden soll in die Gefahr, sich selbst zu zerstören. Wir kommen nicht drumherum: Stets muss sich das wieder lösen, was gebunden war, bevor es sich neu verkoppelt.

Auch das sagt dieser Herbst: Darin sind alle ambivalent. Leben ist so. All diese Wolken, diese einbrechende Kühle, dieser Regen. Der Himmel darüber bleibt übrigens immer blau. Was für ein vozügliches, wunderbares Zeichen. Immer: Überhaupt ein Lieblingswort für solche späten Tage im Jahr. Wo immer irgendwo etwas ist, was bleibt. Selbst wenn Saturn anderes für immer beendet hat.

 

 

Bild (bearbeitet): David Edington, Geograph Project, via wikimedia Commons.

   

 

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