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Die verlorene Ehre des Jogi Löw

Trainer und seine elf Talis-Männer: Das sieht nach schwierigster Aufgabe aus

Erst mal würde man doch schwören, dass dieser Mann einen Skorpion-Aszendenten hat: Schwarz gewandet, purer, minimierter Schick, eher elegant und der große Schweiger (oder auch: modische Jopi Heesters) unter den Ball-Strategen. Meist mit Schal. Mr. National Soccer und momentaner König der Sehr-Bald-EM - von seinen Jungs (wie übrigens alle Trainer) nur Trainer gerufen - zeigt eben gern die Marke Pluto und kein Ende. Das spricht für klare Vorstellung und deutlichen Zugriff. Aber nein, aber nein. In Wahrheit kommt Joachim Löw nämlich mit den etwas doppelköpfigen Zwillingen am aufsteigenden Zeichen daher. MANFRED GREGOR sei Dank, aus dessen findigem Daten-ARCHIV mal wieder die Geburtszeit stammt (12.30 h laut DFB, Zeitenmeister Gregor weist aber auch darauf hin, dass Löws Mutter 12.45 Uhr erinnert).

Den uranischen Merkur, den er allemal damit als Geburtsherr hat, merkt man Trainer übrigens immer dann sehr an, wenn die große Bürde des Saturnischen, die ihn sonst drückt, abgeworfen, das Gröbste mal wieder vorbei ist. Dann ist der Löw los und tickt als Herr Gesprächig enthemmt wie eine Nähmaschine durch die TV-Nachsorge-Landschaft. Oder sagen wir besser, in dem Tempo, in dem schwäbelnde Nähmaschinen nun mal so losticken. Immer schön gedehnt. Aber dafür doch eher viel. 

Skorpion ist trotzdem in Trainers Radix scharf enthalten. Nicht nur über Pluto als Stütz-Schenkel eines Wackel-Drachen, den Mond und Neptun von 12 nach 6 schwach abfedern, sondern auch auf der anderen Seite flankiert von einer ganzen System-Armada aus Haus 8 (Venus, Mars und Saturn, ausgerechnet im Steinbock). Selbst schwache Radix-Drachen sind ja berüchtigte Glücks-Kinder im Reigen astrologischer Aspekt-Figurinen.

Im Fußball vor allem, wenn Neptun beteiligt ist, jener heimliche Rasen-Gott, der Spielfluss und Ball-Instinkt bei vielen Nummer-1-Torschützen intuitiv steuert. Siehe Franz (KAISER) mit seinem Mars Quadrat Jupiter-Neptun. Oder uns Uwe (SEELER) mit Mars-Neptun-Konjunktion Jupiter. Oder Herrn David Robert Joseph BECKHAM, Fische-Mars-Neptun-Quadrat oder Rummenigge (alias RUMMENIGGE-PUTS-IT-IN) mit Merkur-Neptun-Konjunktion. Oder sogar den gewissen Edson Arantes do Nascimento (siehe PELE) mit Mond Quadrat Neptun (10 nach 1). Trainer befindet sich also astrologisch in allerbester Gesellschaft. Er hat das Gespür, den Instinkt auch (und zwar per handfestem Stier-Mond, dem Neptun - weit, aber gegenüber - Fühler-Flügel verleiht). Obwohl Löw seinen Fuß (im Gegensatz zu manch anderem Feld-Wald- und Wiesen-Trainer) in 14 Jahren Spieler-Karriere, damals, bevor er Fußball lehrte, doch eher selten ganz praktisch vor den Ball applizierte.

Man kann eben nicht alles haben. Trainer ist von der Grundnatur vielmehr der ideen-volle Theoretiker mit praktischer Nebenwirkung. Sonne und Merkur im Wassermann-Kontrollzentrum, erdnahe Steinbock-Arena für's Grobe. Er packt es erstmal gedanklich an. Alles. Aber man hat ja auch Transite. Deshalb mutierte Trainer 2006 doch zum Bundes-Boss der Fussballer. Unter Saturn Opposition Sonne. Was dem freiheitsdurstig grübelnden Sonne-Merkur-Duett wackersteinartige Verantwortung war, wurde für die Schildkröten-Formation im Steinbock - unter einem schicken, gleichzeitigen Uranus-Transit im Quadrat zum AC - zur tollen Herausforderung. Prima Mix, der Trainer nun aber leider wieder den unangenehmen Job aufbürdet, die Jungs siegreich über den grünen EM-Rasen zu geleiten.

Ob das diesmal wirklich gut geht?

Anno 2006 war Trainer noch mit dem Schwestern-Köfferchen unterwegs. Nominell Führungs-Trio-Mitglied, faktisch Assistent und saturnisch-uranisch-plutonischer Schatten jener Lichtgestalt, die sie damals Trainer riefen. Jürgen KLINSMANN, der muntere Doppel-Löwe, der mit Jupiter-Neptun-Opposition im Fußball zu Höherem berufen war und deshalb auch (fast) die WM heimholte. Weshalb er dann sogar bis nach Übersee berufen wurde und nun den USA-Spielern die Flötentöne beibringt. Soweit Flöten eben beim Fußball hilft. Damals hatte er sein Löwchen aber noch wie ein doppeltes Lottchen immer im Gepäck. Plisch und Plum standen als Sonne-Pole der Achse Löwe-Wassermann mit ihren einerseits vier (Klinsmann) und andererseits fünf (Löw) Erd-Planeten auf dem Planeten Erde herum, um real existente Umsetzung von den Jungs zu fordern, die mit den praktischen Zwei von der Trainingsstelle immer ganz gut konnten. Man wusste, woran man bei jedem war. Der eine das dunkle Negativ des anderen, schöner Ausgleich von Praxis und Theorie.   

Denn während Klinsmann mit so viel Löwe etwas weniger Selbst-Probleme hat, da er das Subjektive immer mal wieder zur Wahrheit erhebt, sieht die Sache beim aktuellen Bundestrainer (3. Februar 1960, 12.30 h, Schönau/Schwarzwald) etwas anders aus. Er wohnt am Selbst-Standort Wassermann. Schon von Vornherein eine kompliziertere Geschichte, weil sich in jenen Gefilden bei Steinbock im Rucksack auch eine gewisse Sorge tummelt, ob man denn wirklich revolutionär genug ist.

Ob das Eigene denn tatsächlich auf alle übertragbar sein wird. Ob alles auch richtig ist und das Falsche auf die andere Seite des Spielfeldes abgeschoben. Objektivität geht bei Trainer jedenfalls immer vor Subjektivität. Das kann lästig werden. Weil man irgendwie nicht nur bestimmend (Steinbock), sondern auch basisdemokratisch, tolerant und lieber guter Freund als schlechter Boss sein möchte. Alles andere wäre ja ungerecht. Spricht Uranus. Stimmt. Aber darum geht es beim Fußball ja auch nicht wirklich. Grübeln verboten, fröhlich nach vorn! 

Einfälle hat der Uranier Jogi ansonsten eigentlich genug, mehr als für zwei Leben, aber gründlich zerlebt werden sie dann vom Saturnier Jogi alltags-praktisch (Skorpion eingeschlossen in 6, Pluto in Jungfrau) doch wieder tagelang und millimetergenau. Üben. Formieren. Aufstellen. Praktizieren, was Konzept vorschreibt. Insofern ist Trainer, der Noch-König des deutschen Fußballs und Hoffnungsträger der verlorengegangenen EM-Ehre, eben auch eine gespaltene Figur. Obwohl er so kongruent aussieht. Es wohnen eben, ach, wirklich jene zwei Zwillings-Seelen in seiner Brust, deren eine ihm Klinsmann damals noch abnahm. Deshalb waren sie zusammen auch (fast) unschlagbar. Nur gegen Italien nicht.

Das Saturnische macht Löw nach solchen Erlebnissen stark, das Wassermännische leider auch zerrissen, was sich besonders bei "Fehlern" (böses Löw-Stichwort!) der Jungs dann zeigen kann. Wenn dieser Trainer plötzlich wie ein Sarkozy (Bruder in der Wassermann-Sonne) abgeht. Aber da Sonne und Merkur als uranische Springinsfelde eben doch im 10. Haus stehen und das Dreigestirn in Haus 8 auch im stabilen Steinbock, schreibt Trainer letzten Endes immer wieder Verantwortung, Organisation und Struktur (drei Dogmen des Saturn) stets  größer als uranische Schockerei. Die lugt ihm höchstens mal aus den Augen, wenn man ganz genau hinschaut. Oder er überrascht und er selber ist. Saturn als Gewissens-Kaliber hält aber hart dagegen.

Alles ist wichtig, alles bedeutsam, alles seine Schuld (im eigenen Erleben), wenn Trainer sich mal hierarchisch verhaut. Saturn wachsen ja immer gleich drei Fehler-Köpfe nach, wo man ihm einen gerade abgeschlagen hatte. Die Angst davor kann man geradezu physisch aus dem Fernsehgerät kriechen sehen, wenn man Bundestrainer beobachtet, wie er am Spielfeldrande erstarrt. Druck, Druck, Druck. Habe ich es auch richtig gemacht? War ich wohl auch bestimmend genug gewesen? Blieb uns nicht doch zu wenig Zeit, um uns zu organisieren? Was war eigentlich noch mit der Aufstellung? Kann da ein Fehler gewesen sein? Saturn und Saturn und Saturn. Da beisst die Maus keinen Faden ab. Löw will und muss und kann auch der Musterschüler sein, nein, der Muster-Meister. Der Wunsch-Schwiegersohn aller Fußballer-Mütter.

Und doch fehlt Löw, dem Wassermann, auch wegen eben dieser strengen Ader unglücklicherweise der Klinsmann'sche Charisma-Faktor. Sexy ist ein Jogi nicht. Wassermann kommt androgyn rüber, Uranus in 4 im Löwen zeigt sich eher im Privatbereich, wo man auch mal unerwartet fröhlich kegeln gehen kann. Saturn-Jogi dagegen ist einer, der hart am Rande von allem immer wieder abschrammt. Saturn macht Mühe. Saturn beeindruckt, aber Saturn spielt nicht. Das große FAST, das hinter dem Nicht-Ganz-Erreichen steht, hat Trainer seit Klinsmann-Zeiten (der sowas abschüttelte wie ein Dackel das Badewasser) denn auch bedingungslos traumatisiert. Selbst wenn er cool wie ein Wassermann damit umgeht. Stier-Mond muss ja auch liebgehabt und mit Anerkennung gefüttert werden. 

Die EM 2008 ging wegen seiner Verbissenheit und strategischen Ideen ja auch erst mal bemerkenswert weit. Nämlich bis in die KO-Runde. Deren Namen hatte Trainer dann aber - wegen einer grandiosen Opposition von Sonne-Venus zu seinem Jupiter auf dem Galaktischen Zentrum (Aber hallo, daher weht also die ganze Vision!) - womöglich in den falschen Hals gekriegt. Der Löw brannte ihm durch und wurde, wegen ausfälligen Benehmens und Herumstreitereien mit anderen Trainern, dann des Platzrandes verwiesen. Weshalb er ab da seine elf spielenden Radieschen nur noch von oben (Tribüne) betrachten durfte. Motto: Happy wife, happy life. Ganz ähnlich sind auch Fußballer gestrickt. Nur richtig glücklich, wenn es Trainer auch gut geht oder man ihn zumindest sieht.

Bei jener Schicksals-EM stand aber nun mal Merkur rückläufig als Herr des Trainer-AC auf dem AC (Diagnose = gelinde Schwäche). Dazu Mars in Opposition zu Löws Heim-Team Sonne-Merkur, aber besonders seinem verletzten Ersatzspieler Chiron im Wassermann, der soviel widderhaften Gegenwind nur schwer ertrug. Was Trainer größten Schmerz zumutete. Eben nicht exzentrisch und erfolgreich und bestimmend genug gewesen zu sein. Kein Wunder, dass die Meisterschaft dann vor vier Jahren spät, aber gerecht, baden ging. Über die WM 2010 decken wir hier vornehm den Mantel des Schweigens. Vertan. Wieder ganz am Ende. Trainer stand unter großen Transiten von fast gar nichts. Und das ist auch nicht schön.  

Wie stehen die Sterne, Trainer?

Was kann da jetzt also kommen? Zuerst mal eine Gemeinheit der Bestimmung. Wieder dieser Pluto. Ein Macht-Ohnmacht-Faktor, der normalerweise auch im Fußball zu Höchst- oder Minder-Leistungen führt. Je nachdem, ob man sich nun mit ihm verträgt oder nicht. Sprich, ob die Chart-Rollen-Spieler das tun. Trainer hat den Pluto gerade satt. Und zwar auf der Venus, die bei ihm als Herrin von 12 (Unbewusstes oder Verdrängtes) und 6 (Routinen, Listen oder Pläne) bekanntermaßen in 8 campiert. Dort macht sie zu Konzepten, was der Jogi so mondig im Stier "schbürt" oder mit Neptun in 6 "vernäbelt". Mit etwas Glück schenkt sie ihm aber auch die prima Option, immer an der richtigen Stelle traumwandlerisch sicher auf Alltagserfordernisse zu re-agieren. Zur Not mit völlig unüblichen Mitteln an völlig unüblicher Stelle. Das geht gemeinhin gut. Nur nicht, wenn Pluto selbst im 8. Hause steht. Und eine Überdosis Konzept und Ethik auf eine Überdosis Ohnmachts-Ahnung transportiert.

Dann kann das ganze nämlich durchaus auch schieflaufen. Die Fixierung auf bestimmte Systeme oder eigene Vorstellungen mag für Pluto-Geplagte wie Trainer in solchen Zeiten zur Besessenheit werden. Die staunende Fußballwelt darf also davon ausgehen, dass schon jetzt im EM-Basislager saturnisch geklärt und bestimmt und plutonisch konzeptelt wird, was das Zeug hält. Für Neben-Aspekte des Seins macht das einen wie Löw unter solchen stellaren Beschüssen leider etwas blind. Was sich bereits in den allerletzten Vor-Spielen zur EM zeigte, wo seine Jungs (Unhappy Wife, Unhappy Life!) teilweise eine beunruhigend ruhige Kugel schoben. Vor allem beim exakten Überlauf von Pluto-Venus sah das deutlich mau aus. Was für den Gesamt-Transit, der sich - Fußball-Gott hilf! - gerade allerdings wieder entfernt, nicht auf einen hammerharten Durchstarter hoffen lässt.

Aber halt, aber halt! Jupiter wandert im Lauf von EM-Brot und Spielen (schon am 11. Juni) immerhin in die Zwillinge, wo er plaktisch positiv auf seine Trainers Luft-Betonung einwirken könnte. Wenn der Potenzierer des Zodiak zwar auch nur in Jogi Löws 12. Haus herumdümpelt - einen indirekten Jupiter-Neptun macht er ihm allemal. Wie Klinsmann ihn hat. Das könnte die Rettung sein. Und dann gibt es da ja auch noch den Beschützer aller Fußballer, die guten Willens sind. Neptun. Der sorgte bereits im geschmeidigem Sextil-Kontakt zum Mond dafür, dass Trainer seine Jungs die gesamte Qualifikations-Runde mit 10 Siegen bei 10 Spielen abschließen hieß. Gut gebrüllt, Löw! 

Um jetzt mal sehr fantasievoll, futuristisch und idealisierend zu denken: Neptun ist - noch besser! - ja seit kurzem wieder rückläufig und nimmt damit erneut Kurs auf Trainers zupackenden Mond mit seiner feinen Nase für die feinstofflichen Phänomenen des Realen. Mit der Sache Esoterik und all ihren Schwingungen durch seine 12. Haus-Betonung ohnehin per Du, hat Trainer sofort für die Jungs mysteriöse, sogenannte Shamballa-Bändchen erworben, die sie nun als Talis-Männer ausstaffieren. Und Deutschland auf den Schwingen des Übersinnlichen noch weiter in Richtung Tor-Erfolg wehen sollen. Für alle Fälle. Falls Trainers Saturn oder Uranus oder Pluto etwa doch anders wollen sollten, als er und die ganze, erwartungsvolle Fussball-Nation. Möge es nützen. Die Armbänder ziert jedenfalls ein Hämatit, der angeblich verborgene Kraftreserven hochholen kann. Kleines Problem: Der Stein steht für Mars oder Pluto. Wenn das unter Trainers schwerem Transit-Pluto mal gut geht...

Bilder: 4028mdk09 + Новикова Юлия via Wikimedia Commons

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