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Astro-Logics X: Zeitströme (1)

Immer wieder richten sich Leser mit dem Wunsch an uns, manche astro-logische Zusammenhänge doch einmal auch für Nicht-Astrologen verständlicher darzustellen. Für diejenigen, die den Hintergrund, vor dem wir hier das Weltgeschehen deuten, zwar inhaltlich nicht so gut kennen, die Aussagen und Deutungen, die daraus entstehen, aber grundsätzlich positiv sehen. Das hier ist also ein Versuch, Astrologie einmal in eine andere Bildersprache „zu übersetzen“ und richtet sich vor allem an diese Leser.

Bestens geeignet hierfür ist der aktuelle Hintergrund, der unser Zeitgeschehen  momentan dominiert. Gemeint sind die Verbindungen und Stellungen der Planeten Jupiter, Saturn und Neptun. Warum nun ausgerechnet diese drei? Es gibt ja nach wie vor jede Menge anderer Himmelskörper, deren Stand ebenfalls auch bedeutsam ist…

Weil diese drei generell (zusammen mit Uranus und Pluto) einen atmosphärischen Hintergrund symbolisieren, der sich meist sehr langsam aufbaut und für längere Phasen unser Zeitklima prägt. Wenn diese sogenannten „Langsamläufer“ dann auch noch untereinander starke Aspekte bilden, dann entsteht meistens etwas ganz Besonderes. Sowohl als Chance wie auch als Herausforderung. Sowohl für die Welt als Ganzes, wie auch für jeden Einzelnen von uns. Natürlich spielen alle anderen Faktoren, die in der Astrologie von alters her große Gewichtung erfahren haben, auch weiterhin eine wichtige Rolle im Gesamtbild. Die generelle Tendenz, die Strömungsrichtung des Zeitflusses wird aber, solange diese Aspekte ihre Exaktheit nicht überschritten haben, von solchen außergewöhnlichen Verbindungen geprägt.

Um bei dem Bild zu bleiben – dieser Fluss besteht nun aber aus verschiedenen Hauptströmungen. Da gibt es zum einen die Quelle, den Ursprung des Ganzen. Astrologisch gesehen wird das immer mit dem Prinzip Widder bzw. der Wandlungsenergie Mars umschrieben. Warum Wandlungsenergie? Weil sich das Prinzip Widder grundsätzlich nicht verändert, es bleibt im Kontext des Zodiaks immer was es ist – der Anfang, der Urknall, die Quelle. Aber jeder Anfang hat etwas ganz eigenes und spezifisches, ist nicht gleich zusetzen mit allen anderen Anfängen. Das wiederum zeigt sich in der Stellung von Mars im Zodiak oder um nochmal auf das Bild des Flusses zurück zu kommen – es zeigt mit welcher besonderen Quelle wir es hier zu tun haben.

Diese Eigenheit wird sich auch später immer wieder in den besonderen Eigenschaften des Flusses zeigen, sie geht nie verloren. Aber es kommt Neues hinzu, wenn man so möchte, neue Bäche und Flüsse, die in diesen Speziellen münden, um dann schließlich zusammen zu einem gigantischen Strom zu werden. Normalerweise haben wir an diesem Punkt einer Entwicklung nur noch wenig Möglichkeiten, die feineren Unterströmungen zu verfolgen und damit zu arbeiten. Zu groß ist die Kraft des Flusses geworden und ohne spezielle Hilfsmittel treiben wir nur noch auf seiner Oberfläche dahin.

Ähnlich ist es mit dem sogenannten Zeitgeist, der im Prinzip auch einem solchen Strom gleicht. Was wir jetzt tagtäglich erleben, ist schon das Ergebnis einer langen Reise der einzelnen Bestandteile dieses Zeitflusses, die wir in der Astrologie gleichsetzen mit den Bewegungen der Planeten. Wir reden in diesem speziellen Fall also von drei verschiedenen Strömen, so als würden wir die Eigenschaften des Nils, des Amazonas und des Ganges beschreiben. Nur dass diese Zeitströme kein festgelegtes Flussbett haben, sondern sich auch das im Laufe von Wochen, Monaten, Jahren und Jahrzehnten ändern kann.

Und so kommt es, dass sie auch manchmal in einen großen Strom münden, um dann irgendwann wieder einzeln ihrem Lauf zu folgen. Wenn man sich nun einmal kurz vorstellt, welche Kraft eine Vereinigung von Nil, Amazonas und Ganges im erdhaften Leben hätte, dann bekommt man eine ungefähre Vorstellung davon, welche Kräfte gerade die aktuelle Zeitqualität prägen.

Aber genau genommen ist dieses Bild noch ziemlich weichgezeichnet. Denn aus energetischer Sicht haben wir es hier nicht nur mit einem Element und seinen besonderen Qualitäten zu tun, also nicht nur mit dem Wasser-Element. Sondern dieser besondere Strom der Zeit besteht symbolisch gesehen aus den vier Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft bzw den ihnen zugeordneten Eigenschaften.  Und je nachdem, welches dieser Elemente gerade besonders stark in Erscheinung tritt (astrologisch umschrieben durch die Planetenstellungen in den Zeichen und Häusern, aber auch durch diverse Aspekte), besteht dieser Fluss dann eben auch manchmal aus brodelnder Lava oder gleicht einem wirbelnden Tornado.

Und manchmal, in ganz besonderen Zeiten, vermischen sich die Elemente zu etwas Neuem und entfalten dadurch Wirkungen, die wir in dieser Form, zumindest innerhalb einer menschlichen Lebensspanne, noch nicht erlebt haben.

In solch einer Zeit leben wir gerade und man muss sich deshalb nicht wirklich wundern über all die seltsamen Nebeneffekte, die so etwas auslösen kann. Und auch nicht über menschliche Ängste und Zweifel, die in solchen Zeiten überall dort entstehen, wo das Wissen um die eigentliche Qualität dieses Zeitstroms verloren gegangen ist. Wobei dieses Wissen eher ein bewusstes Erkennen dessen ist, was gerade in diesem Augenblick, in dieser Zeit, wirklich geschieht. Normalerweise nehmen wir die Erscheinungsformen unserer Wirklichkeit als etwas statisches wahr, wir vergessen meistens, dass alles, was wir in diesem Augenblick erleben und mit unseren Sinnen erfassen können, nur eine Momentaufnahme ist – ein Wirklichkeits-Selfie, dass eine bestimmten Ausschnitt wiedergibt.

Die dynamische Entwicklung, die allem zugrunde liegt, ist eben nur als Ausdruck über Form und Gestalt für uns sichtbar. Deswegen erscheint etwas wie die Zeit oder der Zeitstrom als unwirklich, als eine Illusion. Der Zeitgeist ist nicht im üblichen Sinne greifbar, sondern drückt sich in allem und jedem aus. Genau deshalb kann man leicht Ausdruck und Inhalt verwechseln, so entstehen unter anderem auch Feindbilder und Projektionen.

Denn wir alle treiben ja auf diesem Strom der Zeit, werden von ihm mitgerissen. Da kann es natürlich geschehen, dass plötzlich jemand auf uns zugetrieben wird. Wir aber, da wir nichts von der eigentlichen Strömung „sehen“ können, empfinden denjenigen als Angreifer, der absichtlich auf uns zusteuert, um unser Boot zum Kentern zu bringen. Wüssten wir um den dynamischen Hintergrund, könnten wir uns vielleicht sogar mit dem anderen Fremden verbinden, unsere Kräfte bündeln und so tatsächlich wieder selbstbestimmter auf dem Lebensfluss entlang geleiten. Zusammen als Verbündete statt als Gegner.

Leider kommt es immer noch viel zu häufig vor, dass der umgekehrte Fall eintritt. Zu den Schwierigkeiten, die durch starke Zeitströme und –entwicklungen verursacht werden, kommen noch die Probleme hinzu, die wir selbst erschaffen. Durch unsere Handlungen, die auf falschen Sichtweisen und auf falschen Schlussfolgerungen beruhen und deswegen auch keine richtigen Ergebnisse bringen können.

Genau solch eine Entwicklung erleben wir hier bei uns bezogen auf die Flüchtlinge, die pünktlich zur ersten Opposition von Jupiter und Neptun in unser Land strömten. Davon dann mehr im nächsten Teil…

Titelbild: By Shalom Jacobovitz (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons;  Cambridge Sunset By Andrew Dunn (photo taken by Andrew Dunn) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

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