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Die verlorene Ehre des Christian W.

Christian W. war einmal unser Bundespräsident. Jung, flott, sympathisch, genauso wie seine (damalige) Gattin, Bettina. Dann kam der Zeitgeist und fraß seine Kinder, darunter auch den Präsidenten und fast alle, die ihm nahe standen. Das geschieht hin und wieder, wenn Epochen zu Ende gehen, wenn die großen Zeittakt-Geber wie Neptun das Energiefeld wechseln. Und andere, wie Uranus und Pluto, gerade im Streit miteinander liegen. Wehe dem, der zwischen diese kosmischen Mühlräder gerät, weil ihn seine astrologischen Grundanlagen und seine öffentliche Stellung zu einem geradezu idealen Symbol und Sündenbock stilisieren, wenn er sich den Erfordernissen der Zeit nicht anpasst.

Genau das ist es, was man Christian Wulff zum Vorwurf machen könnte. Diese stetige Verweigerung, das trotzige Beharren auf einen Status Quo, der ihm zuvor jahrelang zugestanden wurde. Der Alltag war, in seinem Politiker-Leben. Ob er dabei mehr Regeln verletzt und Grenzen überschritten hat als diejenigen, die ähnlich gestellt waren oder sind, bleibt bis heute offen. Und eben das sollen jetzt Gericht und Richter-Spruch klärten.

Denn von all den Vorwürfen die diesen Mann zu Fall gebracht haben, ist eigentlich nicht mehr viel übrig. Es geht nun um eine Summe von knapp 750.-€, es geht um Vorteilsnahme und -gewährung. Das ist, unabhängig von der Höhe des Betrages, ein Straftatbestand und wird von Rechts wegen geahndet und verfolgt. Auch unabhängig von der Stellung des Betroffenen. Und das ist auch gut so.

Nur, und darüber sind sich wohl fast alle einig: Die Wahrheit über Christian Wulff, seinen Aufstieg und seinen Untergang, wird auch durch diesen Prozess nicht ans Licht kommen, egal wie er ausgeht. Somit kann man seinen tapferen und vielleicht auch mutigen Versuch, die eigene Ehre wieder herzustellen, schon jetzt als gescheitert betrachten.

Denn all das, was diesmal nicht verhandelt wird, all die Gerüchte und Halbwahrheiten, die monatelang immer wieder in den Medien und im Netz kursierten, werden weiterhin sein Bild in der Öffentlichkeit prägen. Sollte er tatsächlich verurteilt werden, dann wird aus diesem Bild ein noch weniger stürzbares, steinernes Mahnmal werden.

Auch übrigens für all das, was man tunlichst lassen sollte, unter bestimmten Transiten und Auslösungen. Aber nun, wo der Prozess heute um kurz nach 10 h in Hannover begonnen hat, wird alles Mahnen und Unken nichts nützen. Das - allem Anschein nach - letzte Kapitel in der Causa Wulff schreibt sich selbst als Geschichte fest.

Immerhin, Loop! kann man keinen Vorwurf machen. Schon der allererste Artikel in unserer News-Sparte hatte sich seinerzeit mit dem Bundespräsidenten beschäftigt. Damals als wir gerade begannen, Nachrichten und Weltgeschehen mit astrologischem Hintergrund zu verbinden. Und als noch niemand in der Republik wirklich daran glaubte, dass Christian Wulff Wochen später zurücktreten werde.

Angefangen hat die Berichterstattung mit dem Artikel DER HEILIGE NARR. Da ging es schon um die bereits vermutete Wahrheit hinter der Wahrheit. Um Wulffs Zwillings-Sonne im 12. Haus nämlich:

Deren Hausposition ist vorbewusst und macht in ihrem Kokon des Sich-Einschwimmens in Verhältnisse manchmal Fehler. Dahinter steckt das berüchtigte, große „Eigentlich“ als Lebensgrundlage. Eigentlich ist dies wahr. Aber eigentlich auch das Gegenteil. Selbst wenn mein Denken es anders weiß. So positions-abhängig ist es nun mal, das Leben. Dahinter steckt aber bei 12. Haussonnen keinerlei Arg. Sie müssen zwischen Wirklichkeiten switchen, weil sie mehr als andere zur Verfügung haben. Wulffs anlagebedingtes Dilemma findet sich also am Boden des Grabens zwischen zwei Kontinenten: Kopf hier. Empfinden für die Vielfalt der Wahrheit dort. [...] Das Chart des Bundespräsidenten bringt die Gegenwelten von Zwillinge/Jungfrau/Fische mit. Populärastrologisch würde man sagen: Wahrheit versus Lüge, Funktionalität versus Dysfunktionalität, Nützlichkeit versus Nutzlosigkeit. In solchen Konstellationen bricht sich bereits das ganze Drama menschlicher Wahrnehmung. Manchmal ist eben gerade das Wahre Lüge und die Lüge die einzige Wahrheit, die wir noch entdecken können.

Zugegeben, damals am 19. Dezember 2011, konnte man nicht erwarten, dass Wulff ausgerechnet diesen Artikel über sich lesen würde und daraus die entsprechenden Schlüsse zog. So kam es dann zu dem berühmten Fernseh-Interview, um das es bei Loop! am Tag danach ging, in WULFFS WORTE:

Im Steinbock fallen wieder mal Förmchen vom Himmel, bestimmende Klarheitsversuche, mit denen ein Hierarch immer arbeiten kann. Ein bisschen zugeben, ein bisschen stabilisierende Zeiten versprechen, ein bisschen aufrecht büßen. Aber nicht so viel, dass man in die Speichen und unteren Etagen des Hierarchie-Rades gerät. Edel sei der Mensch, hilfreich und gut, eben. Das Problem an der Sache: Eigentlich will dieser Wulff das alles wirklich so gern. Ein Vorbild sein in jeder Hinsicht, das unter Uranus-Saturn aber in jede Wand knallt, die sich einem Politiker mit Idealanspruch (Schützemond) anbietet. Anzunehmen ist, dass der Bundespräsident immer noch rätselt, wie ihm das eigentlich alles passieren konnte.

Den Artikel damals nicht „Wulffs letzte Worte“ zu nennen, kostete Überwindung. Zu groß war die Kluft zwischen dem, was er tun hätte können und was er schließlich tat. Länger als andere blieb dieser Präsident sich selbst und seiner wackeligen Linie treu und segelte weiterhin hart im Wind der öffentlichen Schelte. Was schließlich den nächsten Artikel brachte, einen flehentlichen Aufruf, doch noch mal inne zu halten – ZEITGEIST UND OPFER:

Neben vielen positiven Veränderungen hat Neptun-Wassermann (zusammen mit Uranus-Fische) aber auch einen seltsamen Politikertypus in die Öffentlichkeit gespült. Glatt bis fast zur Gesichtslosigkeit (Wulff), mal Spaßmobil, mal Staatsmann (Westerwelle). Junge Männer, die gerne Witze über Frösche machen (Rösler) oder sich werbewirksam vor wichtigen Plätzen wie dem Times Square in New York als Messias ablichten lassen (Guttenberg). Einige von ihnen sind heute schon Geschichte, andere werden ihnen folgen. Denn wer sich als öffentliche Symbolfigur nicht wirklich einem Wandel unterzieht, sondern glaubt, er könne diesen einfach herbeireden oder –denken, der geht in die Irre. Und wird sich dort solange verlaufen, bis er aus dem Blickfeld aller anderen verschwunden ist. Menschlich gesehen sind das viele kleine Tragödien und einige große, geplatzte Träume. Aber das Wesen der Zeit ist eben Bewegung und Veränderung. Und viel Zeit bleibt Christian Wulff nicht mehr, um sich darauf angemessen einzustellen. Denn die Uhr tickt, der Zeitgeist wartet auf ein Opfer. So oder so...

Heute wissen wir, selbst solche unverhohlenen Drohungen konnten Christian Wulff nicht beeindrucken. Oder er hat sie dramatisch missverstanden. Denn geopfert wurde nur seine rechte Hand, Olaf Glaeseker, auch bekannt als Präsidenten-Flüsterer. Er und der Event-Manager Manfred Schmidt werden sich demnächst ebenfalls vor Gericht wiederfinden, diesmal nicht als Schnulli, Oberschnulli und Generalfeld-Schnulli (Auszüge aus dem Mail-Verkehr zwischen Glaesecker und Schmidt), sondern als Verantwortliche im Umfeld des Präsidenten.

Also war es an der Zeit, die schärfste Waffe eines Astrologen zu zücken und Wulff mit möglichen Zukunftsszenarien zu konfrontieren, allesamt astrologisch abgeleitet und begründet in WULFF OHNE ENDE - DIE IDEN DES MÄRZ:

Zwischen 10. und 14. Februar dürfte Wulff abermals in erhöhte Erklärungsnot kommen, denn jetzt endet auch die unterstützende Funktion von T-Jupiter Trigon Saturn. Am 17. Februar findet sich zudem noch eine Mond-Pluto-Konjunktion in exakter Opposition zur Ereignis-Sonne seines Wahlcharts.

Am 17. Februar ist Christian Wulff zurückgetreten, obwohl wir ihm und dem Vorgang immer noch einen gewissen Spielraum zugestanden hatten. Aber die Hoffnung stirbt immer zuletzt, und für den Bürger Christian W. ist sie bis heute lebendig geblieben. Eine reine Weste behalten, allen beweisen, dass er zu Unrecht beschuldigt wurde. Insofern haben all unsere Aufrufe an ihn immer noch Gültigkeit, es macht wohl wenig Sinn ihm jetzt nochmals ins Gewissen reden zu wollen. Ihn darauf hinzuweisen, dass Pluto und Uranus erst in den nächsten Monaten die Opposition zu seinem AC und später dann zu Radix-Merkur wirklich scharf machen werden. Und das Neptun jetzt wieder ins Quadrat zu seinem Mond laufen wird (23. Januar 2014).

Manches wird tatsächlich auch wieder besser werden, neues Beziehungsglück steht ins Haus (Uranus Trigon Venus-Uranus-Mars und später im Jahr 2014 dann auch eine Jupiter-Konjunktion). Und wenn Neptun demnächst über seinen MC wandert, könnten tatsächlich neue, berufliche Aussichten winken. Wer weiß, vielleicht ruft sogar Hollywood. Neptun und die Illusions-Fabrik gehören ja zusammen und so würde sich die Freundschaft zwischen ihm und seinem Mit-Angeklagten David Groenewold am Ende doch noch als etwas Gutes zeigen.

Womit wir wieder bei der Hoffnung wären. Und damit soll's auch gut sein…

Titelbild (Loop!-Collage):  Foto: Martina Nolte, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de [CC-BY-SA-3.0-de], via Wikimedia Commons (Zur Lizenz -> http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode)

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