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US-Wahl: der Showdown hat begonnen

Politische Meinungsforschung ist schon ein seltsames Ding. Vor dem gestrigen TV-Duell hieß es noch „the winner takes it all“, nun da Obama die Debatte klar für sich entschieden hat, hört man plötzlich, dass dies aber nichts am Wählerverhalten ändern würde. Wahr ist trotzdem – der Löwe hat den Fisch geschluckt und nicht umgekehrt. Und nun gilt es die Zeitgeist-Wellen bis zum Wahltag gut zu nutzen.

Was für beide nicht so leicht werden wird. Aber neben all der Aufregung, wer denn nun am Ende die Nase vorne hat, sollte die Frage, wer denn am besten geeignet ist, Amerika in eine neue und bessere Zukunft zu führen, nicht ganz auf der Strecke bleiben. Deswegen zu allererst der generelle Kandidaten-Check. Die Frage: womit wären beide in den nächsten Jahren konfrontiert, welche Auslösungen könnte ihnen das Leben leicht bzw. schwer machen.

Mitt Romney

Warum Romney, trotz eklatanter Fehler und zweier Niederlagen in den Debatten immer noch gleichauf in den Umfragen liegt, ist wohl kaum mit seinen politischen Aussagen zu erklären. Die sind genauso verschwommen und unklar, wie man es von einem Vertreter des Fische-Archetyps erwarten darf, ja sogar erwarten muss. Das mag auf den ersten Blick wie eine Verschleierungstaktik aussehen, liegt aber in der Natur Neptuns. Romney weiß sehr gut, dass viele Dinge im Leben eben nicht erklärbar sind. Für ihn sind die Dinge nur in einem größeren Zusammenhang verständlich, genau deswegen findet er seine Heimat auch in seinem Glauben. BELIEVE ist eines der Stichwörter seiner Kampagne und das mag ihn rational angreifbar machen, authentisch ist das allemal. Seit Neptun in den Fischen steht, ist dieser Archetyp gefragter als zuvor. Auf unerklärliche Weise repräsentiert er eben tatsächlich einen Aspekt des momentanen Zeitgeistes.

 

Selbst in den Debatten, in denen er links und rechts von Barack Obama eins drüber bekam, konnte man ihm einen gewissen Symphatiewert nicht absprechen. Alleine die Art und Weise wie er mit fast sehnsuchtsvollem Blick und mildem, inneren Lächeln dem Präsidenten zuhörte, hat Wirkung hinterlassen. Der Versuch der Demokraten, ihn als gefühllosen Technokraten und Emporkömmling hinzustellen, ist gescheitert. Amerika konnte live erleben, wie unbeholfen, unsicher und durcheinander Mitt Romney sein kann. Nach saturnalen Maßstäben also das Aus für ihn, nach den Zeitgeistvorgaben aber ein dickes Plus, so absurd einem das auch vorkommen mag.

Denn in seinen stärksten Momenten war dieses BELIEVE tatsächlich spürbar. Mit Mond-Jupiter im Skorpion glaubt man tatsächlich an vieles, wenn das entsprechende Empfinden wachgerufen wird. Allerdings findet sich die größte Stärke eben nicht in der Umsetzung einer neuen Vision, sondern in der Auseinandersetzung mit vergangenen Fehler und Defiziten (Skorpion-Thema).
Er ist also ein guter Herausforderer, wenn es aber als Präsident darum gehen wird, wirklichen Aufschwung und reale Verbesserungen zu schaffen, wird ihm dies wenig nützen. Solange das alles vor ihm liegt, mag er selbst daran glauben, dass er der bessere Kandidat ist. Sobald er auf dem Stuhl der Verantwortung säße, würde sich das schnell ändern.

Romney mag ein netter Mensch sein, vielleicht sogar ein guter und menschlicher Chef. Als Präsident ähnelt er von seiner Anlage her George W. Bush. Sobald wirkliche Herausforderungen von außen kämen, bestünde die Gefahr, dass er sehr viel emotionaler reagieren würde, als Amerika und der Welt gut täte. Er wäre durch sein Umfeld und geschickte Winkelzüge weitaus leichter zu manipulieren als Barack Obama. Vor allem wenn die religiöse Komponente eine Rolle spielt. Man vergisst schnell, dass wir vor einigen Jahren noch am Rande eines globalen Glaubenskrieges zwischen Christentum und Islam standen. Vier Jahre Obama haben die Fronten zumindest ein wenig geglättet, den Konflikt nicht weiter verschärft. In den nächsten Monaten wird es um Lösungen im Nahen Osten und der Iran-Frage gehen. Romney wäre hier ein unsicherer Kandidat. Als Präsident der Weltmacht USA.

Timeline für einen Präsidenten Romney

Der Anfang wäre gespickt mit Schwierigkeiten und Hindernissen. Bis Ende 2013 müsste man davon ausgehen, dass kaum etwas von dem, was er vor der Wahl versprochen hat, eingehalten werden kann. Nicht weil er das nicht wollen würde, sondern weil die Umstände, die durch äußere Einflüsse zustande kommen, in andere Richtungen zeigen.

Eine Änderung zeichnet sich erst Mitte 2014 ab, allerdings erscheint hier ein Signum, dass tatsächlich alte Befürchtungen wieder aufkommen lässt. Neptun wandert dann über den Radix-Mars, während gleichzeitig Jupiter und Saturn Trigone zu seiner Sonne aktiv werden. Entweder läuft wieder mal, neptunisch unerklärlich, alles plötzlich gut, der Aufschwung kommt, aber man weiß eigentlich nicht so recht, was das mit seinen Handlungen zu tun hat. Das wäre die freundliche Variante. Neptun-Mars kann aber auch auf ein Kriegsszenario hindeuten, vielleicht wieder eine Bedrohung aus nicht wirklich geklärter Richtung, dass ihn scheinbar in einen Konflikt zwingt. Denn immer wenn Amerika in den Krieg zieht, steht der Präsident in den Umfragen bestens dar. Ein fast zwangsläufiges Phänomen.
So oder so, lange wird das nicht anhalten. Mitte 2015 wendet sich das Blatt dann zu seinen Ungunsten und dieser Trend wird anhalten. Solange, dass eine eventuelle Wiederwahl nach vier Jahren äußerst unwahrscheinlich wäre.

Fazit: Auch wenn man Romney als Menschen nicht unsympathisch finden muss, als Präsident wäre er eher ungeeignet für die kommenden Herausforderungen. Wirkliche Impulse der Erneuerung scheinen auch in den kommenden Jahren nicht von ihm auszugehen, er würde allenfalls durch die Umstände gezwungen, seine Positionen zu überdenken bzw. anzupassen. Die Gefahr, dass wieder einmal nicht der Präsident die Politik der USA bestimmt, sondern seine, bisweilen auch seltsamen Berater, ist beim Romney groß.

Barack Obama

Über Obama haben wir schon einiges geschrieben (Obama: Gib mir meine Drohne zurück; Dear Mr. President). Man kann ihn kaum mit Romney vergleichen, ein völlig anderer Typus und Mensch. Löwe-Sonne mit Zwillings-Mond macht ihn als Person zu einem Medienspektakel, eines seiner Markenzeichen. Er hat im Gegensatz zu Romney, kein Problem damit im Rampenlicht zu stehen. Aber genau deshalb wiegt sein konfuses Verhalten in der ersten TV-Debatte umso schwerer. Auf eigenem Terrain geschlagen, vor den Augen Amerikas. Da helfen die beiden anderen Debatten, in denen er wieder zu seiner normalen Medienpräsenz gefunden hat, eben nicht so viel, wie ihm die Erste geschadet hat.

Zudem hat es der Zeitgeist in den letzten Wochen nicht sonderlich gut mit ihm gemeint. Das aktuelle Quadrat von Saturn zu Radix Jupiter-Saturn, sowie jetzt zu Merkur, hat eben die Tendenz, auf tatsächliche Fehler und Defizite hinzuweisen. Nüchterne Fakten, die man nicht einfach weglächeln kann. Aber das weiß Obama, es drückt ihn vermutlich selbst mehr als seine Anhänger, dass die Spielregeln der amerikanischen Politik wirkliche Erneuerung nicht so einfach machen, wie man das anfangs selbst gerne geglaubt hat. Was will man den Menschen auch erzählen, wenn man keine wirkliche neue Vision hat, sondern im Prinzip immer noch dasselbe will, wie vor vier Jahren.

Was man Obama jedoch, wie vielen Löwe-Archetypen, vorwerfen könnte, ist der persönliche Mythos, den er selbst um sich entworfen hat. Politik ist immer auch ein Teamspiel, ohne gute und kompetente Berater, die auch mit dem Präsidenten Klartext sprechen, kann man nicht erfolgreich sein. Wenn man sich um alles selber kümmert, bleiben die großen Linien auf der Strecke.
Obama ist im Gegensatz zu Romney tatsächlich eine Führungspersönlichkeit vom „alten“ Schlag. Ein wirklicher Präsident, der zwar alle uranischen Medien perfekt nutzt, aber im Grunde das Amt eher konservativ ausübt. Und mit Sonne Quadrat Neptun auch leicht ins Straucheln kommen kann, wenn die innere Selbstüberzeugtheit gerade mal nicht funktioniert.

Passieren also Fehler, sind es immer seine. Sowohl in der Selbst- wie auch in der Außenwahrnehmung. Seine überzeugendsten Momente in den Debatten, waren auch genau die, wenn das Wort ICH (als Commander, als Präsident etc.) fiel. Sein größter Fehler während der gesamten Kampagne war vielleicht, diesen Ich-Faktor zu unterschätzen. Und als Löwe immer wieder mit dem Finger auf seinen Fische-Kontrahenten zu zeigen, nicht sehend, dass er diesen dadurch mehr stärkt als er ihm schaden konnte. Selbst wenn es ein kritischer Zeigefinger ist. So gesehen hat Obama Romney erst zu einem ernsthaften Konkurrenten aufgebaut.

Timeline für eine zweite Amtszeit

Auch bei Obama ein ähnliches Anfangsphänomen wie bei Mitt Romney. Es geht schleppend los, mit großen Hindernissen. Dieses Zusammentreffen mag ein Hinweis darauf sein, dass die nächsten Monate insgesamt turbulent werden könnten, unabhängig davon wer die Wahl gewinnt. Obama ist dabei sehr persönlich betroffen, vor allem über Saturn Quadrat Sonne im Herbst nächsten Jahres. Aber auch Neptun Quadrat Mond in den nächsten Monaten macht ihm das Leben nicht leichter. Und auch beim ihm zeigt sich Mitte 2014 eine Zäsur, allerdings verbunden mit einem unmittelbaren Aufschwung danach. Uranus im Trigon zu seiner Löwe-Sonne zieht sich generell durch eine zweite Amtszeit, an deren Ende dann auch noch das Saturn-Trigon hinzu kommt.

Fazit: Als Chief-Commander und oberster Befehlshaber ist Barack Obama besser geeignet als sein Herausforderer. In einer zweiten Amtszeit sollte er sein Beraterteam mit fähigen und auch neuen Köpfen besetzen, lernen zu delegieren und Politik mehr als Teamspiel zu akzeptieren. Dann steht auch der Erneuerung Amerikas nichts mehr im Wege, die er 2004 versprochen hat. Er hätte alle Chancen als einer der großen amerikanischen Präsidenten in die Geschichte einzugehen. Allerdings besteht eine Gefährdung seiner Person oder seines Umfeldes durch undurchsichtige Umstände. Das kann durchaus eine Krankheit sein, aber auch durch nebulöse Machenschaften entstehen.

Wer gewinnt die Wahl?

Ich habe in den letzten Tagen so ziemlich alle relevanten Personen in eine Überprüfung mit einbezogen, die von einem Wahlerfolg ihres Kandidaten direkt oder indirekt betroffen wären. Im guten wie im schlechten Sinne. Manchmal hat man am Anfang einige Probleme die Spreu vom Weizen zu trennen, aber im Laufe einer solchen Recherche zeigt sich dann doch meistens ein klares Signal.
Hier leider nicht. Beide Kandidaten haben am Wahltag Auslösungen, die eher auf Frustration und Unwillen hindeuten. Alles ist also möglich.

Auch dass es bis dahin nochmal heftige Turbulenzen gibt. Schon morgen und übermorgen (Mittwoch und Donnerstag) könnten neue „Informationen“ der einen oder anderen Seite für gehörigen Wirbel sorgen (Saturn Auslösungen sowohl bei Romney wie bei Obama). Und auf den letzten Metern können selbst „Nachrichten“, die sich Wochen später als Falschmeldung heraus stellen, den Ausschlag geben.

Vielleicht wiederholt sich Geschichte ja doch. Auch bei den Wahlen im Jahr 2000 stand Jupiter rückläufig in den Zwillingen und der Zeichenherrscher Merkur war ebenfalls rückläufig. Ein langes Hin- und Her prägte die Zeit nach dem Wahltag, bis schliesslich George W. Bush quasi per Gerichtsentscheid zum Sieger erklärt wurde. Seinem Gegner, Al Gore wurde eine Nachzählung der Stimmen in Florida verweigert, der Staat wurde deshalb George Bush zugerechnet. Mit einem Vorsprung von 537 Einzelstimmen. Der Rest ist bekannt.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist es auch normal, das Herausforderer Romney seit Jahren beste Geschäfte mit einer Firma namens Hart Intercivic macht. Die stellt elektronische Wahlcomputer her mit denen auch in Staaten wie Ohio, die für den Wahlausgang entscheidend sein werden, per Touchscreen gewählt wird. Und denen immer wieder eine Anfälligkeit für Störungen nachgesagt wird. Ein Schelm wer Böses dabei denkt…

Titelbild (bearbeitet):DonkeyHotey (Obama vs. Romney 2012  Uploaded by Lionelt) via Wikimedia Commons

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