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Frankreich am Scheideweg – stoppt Marine

MarineTitel1Doch man darf das – die voraussichtliche, nächste Präsidentin Frankreichs mit Vornamen anreden. Jeder in ihrer Partei macht das mit der steinböckigen Löwin und ihrem pseudo-charmanten Waage-Lächeln (Mond - Sonne - AC). Und sicher auch ihr „Best-Buddy-Putin“, der seine Waage-Sonne ziemlich genau auf ihrem Waage-Aszendent stehen hat, zusammen mit seinem Saturn. Irgendwie, nachdem sich Marine ja mit ihrem Papa Jean-Marie überworfen hat, ein idealer Vater-Ersatz. Obwohl – mit einem Trigon von Mars (Putin) zu Venus (Le Pen) wäre da auch mehr möglich…

Auf jeden Fall darf man davon ausgehen, dass Wladimir alles tut und tun wird, um sein Mädel auf den französischen Thron zu bringen. Und alles heißt eben auch alles. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt (oder gar eine Verschwörung wittert), dass ausgerechnet 2 Tage vor der ersten Stichwahl in Frankreich der hochkriminelle und seit Jahren polizeibekannte Karim Cheurfi gestern Abend einen Anschlag mitten in Paris auf dem Champs-Elysees verübt hat. Und dabei einen Polizisten ermordete.

KarimCheurfiHoroskopOder das seit heute klar ist, dass nicht der IS, sondern ein Deutsch-Russe aus Tübingen für den Anschlag auf den Spielerbus von Borussia Dortmund verantwortlich ist. Angeblich weil er damit an der Börse Kasse machen wollte (LINK). Insofern lagen wir da mit unserer Einschätzung in Dortmund - ein idiotistischer Anschlag ziemlich richtig, allerdings erklärt das immer noch nicht, woher der Attentäter den militärischen Sprengstoff hatte und wer ihm bei der minutiösen Ausführung geholfen hat.

Wer jetzt zwischen diesen Zeilen liest, dass ich gerade etwas aufgebracht bin, liest vollkommen richtig. Denn die Vorstellung, dass demnächst gleich nebenan in Frankreich ein weiterer Populisten-Troll von Putins Gnaden die Weltpolitik mitbestimmen wird, lässt mich allen Ernstes darüber nachdenken, ob es nicht an der Zeit ist, nach Neuseeland auszuwandern. Einerseits, um endlich mal live zu erleben, wie sich die astrologischen Basics auf der südlichen Halbkugel zeigen (siehe auch Der Zodiak - Ursprung und Einheit), andererseits scheint das ein Ort zu sein, wo man vielleicht sogar den nächsten Welt-Krieg einigermaßen unbeschadet überleben kann.

Und falls jetzt wieder ein Aufschrei durch Teile der astro-logischen Gemeinde geht, die sich in letzter Zeit mehr und mehr positiv über Trump, Putin, Le Pen und Co. äußert auf ihren Webseiten und in ihren Foren, dann sei hier daran erinnert, dass die Partei Le Pens ganz offiziell von Russland mitfinanziert wird. Und das sind keine Fake News. Und es sei daran erinnert, dass wir relativ bald unter dem Signum bestimmter Konstellationen leben müssen, die schon in der Vergangenheit ein klares Zeichen für große Veränderungen waren. Leider verbunden mit zwei Weltkriegen (dazu mehr demnächst).

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Und es sei daran erinnert, dass Putins Gegner mal auf offener Straße erschossen, mal wegen angeblicher Straftaten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt werden oder unglücklicherweise an mysteriösen Strahlenkrankheiten sterben. Alles ist möglich im neuen Zarenreich und das schreibt jemand, der sich vor gar nicht allzu langer Zeit als Putin-Versteher geoutet hat (siehe auch Ich bin ein Putin-Versteher). Damals, als es noch angebracht war.

Aber die Zeiten ändern sich und nach seinem genialen Krim-Coup scheint Putin jetzt genauso größenwahnsinnig geworden zu sein, wie diejenigen, die er früher deswegen zu Recht kritisiert hat.

Stichwahl1France2017Das Dumme ist nur – dank Jupiters Waage-Durchlauf gelingt ihm gerade (fast) alles. Und wenn Marine Le Pens Geburtszeit wie bei Astrodienst und anderen Quellen angegeben, tatsächlich richtig ist, dann wird sie pünktlich zur zweiten Stichwahl Jupiter genau in Konjunktion mit ihrem Waage-Aszendenten haben. Putin hat dann denselben Jupiter nur noch ein paar Bogenminuten entfernt von seiner Sonne stehen, während der aktuelle Pluto ebenso fast exakt im Trigon zu seinem Radix-Jupiter leuchten wird. Zum Vergleich - als Trump im November 2016 gewählt wurde, war der aktuelle Jupiter nur noch knapp ein Grad von Putins Sonne entfernt.

Da aber die Umfragewerte von Le Pen in den letzten Wochen deutlich absackten, war es ein sehr glücklicher und notwendiger Zufall, dass ausgerechnet jetzt wieder der Terror nach Frankreich zurück kehrte. Und man kann eigentlich Wetten darauf abschließen, dass weitere solcher Zufälle folgen werden. Deswegen darf man hier und heute schon eine klare Aussage machen:

Sollte Marine Le Pen es schaffen in die zweite Stichwahl am 7. Mai dieses Jahres zu kommen, dann ist ihre Präsidentschaft kaum noch zu verhindern. Es sei denn, es geht ein Ruck durch die 5. Republik und alle Demokraten, egal aus welcher politischen Richtung sie kommen mögen, tun sich zusammen und wählen ihren Gegner, wer immer das dann auch sein mag.

In diesem Zusammenhang sei noch einmal daran erinnert, dass die Sterne tatsächlich allenfalls nur geneigt machen, aber niemals etwas erzwingen. Und auch, dass es nicht darum geht, Frau Le Pen auf Grund ihrer astrologischen Konstellationen moralisch zu verurteilen. Ich verurteile ihre unmenschliche Haltung, ihre populistischen Aussagen und ihre falschen Versprechungen, die sich allesamt, genau wie bei Herrn Trump als Mittel zum Zweck der Machteroberung heraus stellen werden. Auch wenn man anfangs genau deshalb versuchen wird (ebenfalls wie Herr Trump), per Präsidenten-Dekret das Gegenteil zu beweisen. Aber alle Frauen und alle Männer, die sich um ein Präsidentenamt bewerben, wissen, dass Politik immer auch die Kunst der machbaren Kompromisse ist. Jedenfalls dann, wenn man ernsthaft vorhat, die eigenen Vorstellungen friedlich und konstruktiv nachhaltig umzusetzen.

Wenn es aber nur darum geht an die Hebel der Macht zu kommen, um das System, das einem diesen Aufstieg ermöglichte, zu zerstören, dann muss man sich darum auch keine Gedanken machen. Und kann das Blaue vom Himmel herunter lügen, dann am Ende wird man dafür ja nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden können. Denkt man womöglich.

MarineLePenHoroskopAber das Problem ist – man kann Menschen belügen und manipulieren, der Kosmos bleibt unbestechlich. Und alles was gesät wird, wird, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, auch geerntet werden. Nur könnten die Früchte dann manchmal sehr, sehr viel bitterer und ungenießbarer sein, als man sich das in seinen schlimmsten Albträumen ausgemalt hatte. Wer also heute glaubt, dass er den Mächtigen einen Denkzettel verpassen muss und deshalb Le Pen und Co. wählt, der sollte sich auch über etwaige Konsequenzen im Klaren sein.

Zum Beispiel  darüber, dass die Kriege der Zukunft nicht mehr nur mit Bomben ausgefochten werden, ja es muss nicht mal ein einziger Schuss fallen. Es reicht die Stromversorgung eines Landes zu hacken und in weiten Teilen außer Kraft zu setzen, denn selbst wenn das nur ansatzweise gelingt, hat man schon genügend Chaos erzeugt, um ein Land erpressbar zu machen und für Jahre in seiner Entwicklung zurück zu werfen. Ja, es muss nicht mal eine Kriegserklärung geben und niemand muss wissen, wer die Angreifer eigentlich sind.

Die eigentliche Wahl des nächsten französischen Präsidenten am 7. Mai wird auch deshalb so wegweisend und wichtig sein, weil Saturn an diesem Wochenende zum zweiten Mal in Konjunktion mit dem Galaktischen Zentrum unserer Milchstraße stehen wird (siehe auch Zeitenwende - Saturn/GZ). Damit werden Weichen in die  Zukunft gestellt und eine Richtung vorgegeben, die nur schwer wieder zu ändern ist.

Deswegen, liebe Französinnen und Franzosen, Frau Le Pen darf am Sonntag nicht in die nächste Runde kommen, wenn ihr ihren Sieg verhindern wollt. Geht jetzt zur Wahl und lasst das nicht zu, sonst gibt es in zwei Wochen ein böses Erwachen.

Es sei denn, Marine´s Geburtszeit ist genauso falsch wie vieles andere an der neuen Populisten-Queen. Aber darauf sollte sich besser niemand bei unseren Nachbarn verlassen.

Titelbild: Kremlin.ru [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0) or CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0)], via Wikimedia Commons

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  • Lieber Rene, gleich mal vorab - du weißt dass ich dich und deinen astrologischen Ansatz sehr schätze. Wenn ich dir hier jetzt kontrovers antworte, dann bezieht sich das ausschließlich auf Inhaltliches.
    Also -
    1. das hier ist kein Astrologieforum, sondern eine Astrologie-Zeitung, in der vorrangig "sri" und ich Stellung zu aktuellen Ereignissen nehmen. Da wir beide auch Menschen sind, die eine politische Meinung haben, fließt diese natürlicherweise auch in unsere Artikel ein. Aber wie du siehst, wir pflegen hier auch gerne offene Diskussionen, solange diese inhaltlich relevant geführt werden und nicht persönlich beleidigend sind.
    Leider hatten wir hier aber auch schon Meinungstrolle und Sockenpuppen, zudem gabs zahlreiche versuchte Hacks, erstaunlicherweise meistens aus den Ländern, über die wir gerade kontrovers berichtet haben.
    2. Ich stimme dir zu - es gibt wohl kaum ein Land respektive eine Regierung auf diesem Planet, die eine "saubere Weste hat".
    3. Es geht mir bei alledem niemals um "links" oder "rechts". Das sind Kategorien, die völlig irrelevant sind bei meiner persönlichen Beurteilung von Situationen und Ereignissen. Relevant sind immer die Menschen, die sich in verantwortlichen Positionen befinden und mit den Herausforderungen des Zeitgeists umgehen müssen. Ob jemand tatsächlich in der Lage ist, seine persönliche Belange zugunsten des Wohls anderer hinten anzustellen, zeigt sich aus meiner Sicht vor allem dann, wenn "harte" Auslösungen aktiv werden im Leben dieser Personen. Wie jemand mit Saturn-, Uranus-, Neptun-, Pluto- oder auch Jupiter- und Mars-Transiten umgeht, spiegelt für mich auch den Reifegrad einer Person und ihre geistige Unabhängigkeit.
    Von Politikern in Machtpositionen erwarte ich, dass sie deshalb in der Lage sind, auch unter schwierigsten Bedingungen (astro-logisch wie auch anderweitig) einen "klaren Kopf" zu behalten und niemals die eigene Menschlichkeit zugunsten vordergründiger Erfolge aufgeben.
    Wer immer dazu in der Lage ist, egal ob politisch links, rechts oder mittig, ist aus meiner Sicht dann auch geeignet solch ein Präsidentenamt etc. auszufüllen.
    Alle anderen eben nicht...
    4. Trotzdem - ich stimme dir zu, dass ein Paradigmenwechsel auch astrologisch nachvollziehbar ist (dazu gibts hier auch zahllose Artikel), und wäre deshalb sehr interessiert an deinem Ansatz. Vielleicht hast du ja Lust einen Artikel darüber zu schreiben, denn wir dann gerne auch hier veröffentlichen?

    Beste Grüße

    Meta

    23.04.2017, 11:17
  • hallo rene,
    ich möchte hier jetzt mal länger ausholen und dich trifft damit vielleicht völlig ungerecht auch was, was ich gar nicht an dir festmache. aber was das für mich spannende thema angeht, was du aufbringst. denn: genau das haben wir in den letzten jahren gemacht. immer wieder den paradigmenwechsel astrologisch angesehen. zwischen "nur noch sachlich" und politisch kommentierend. ich bin übrigens der meinung, dass es rechts und links durchaus gibt und gerade wegen ihrer hoch problematischen rolle bei den nazis heute astrologen unbedingt mehr auf raumzeitliche sollbruchstellen zwischen notwendiger ethik und herrschender moral hinweisen sollten (deren letztere ja demokratisch herbeigestimmt werden kann).

    kein individuum, wenn es denn mit oder über zeitgeschichte und ihre absehbaren rhythmen arbeitet, wie wir astrologen das tun, kann sich letztlich um eine positionierung herummogeln. auch vermeintlich rein "sachlicher" zugang ist ja immer subjektiv. und auch tendenziös zu schweigen, markiert drum klar einen standort.

    aus meiner sicht gibt es eben menschen in parteien (nicht "länder", die ja aus menschen an schaltstellen bestehen), die ethischer und andere, die unethischer handeln als andere. das kann man oft auch gut an deren transiten sehen, wie sie wurden, wer sie sind. was aber zur zeit auch bei astrologen oft untergeht, in diesem allgemein völlig verwirrten trend nach uranus-pluto und neptun-saturn (alles nachlesbar dezidiert kleinteilig und immer neu bei loop beschrieben), wo tatsächlich zeit eine neuen balance findet - durch extremistische ausgleichsbewegungen.

    ein alter hut, dass die gegenbewegungen jetzt, die rechten, auf defiziten zuvor beruhen, und das wird weltgeschichtlich immer so sein. und es ist gut, da die großen linien rhythmisch in den langdamläufertransiten zu bezeichnen. wie wir das wieder und wieder fast mantrahaft tun. das kann man aber nur sehen, wenn man es wirklich nachverfolgt. tag für tag. an individuellen und länder horoskopen. wir haben das hier und unter uns weiter inzwischen so intensiv gemacht, seit loops "geburt", wie ich mir das vorher nicht hätte vorstellen können. denn wir sind wadenbeißer in der hinsicht.

    mich wundert oft, wie astrologen, bei denen mundanentwicklungen einfach nicht mehr zum täglichen brot gehören, da oft urteilen. no, man darf dies nicht und das auch nicht und bloß keine schlüsse ziehen. aha. das tangiert mich inzwischen nur noch peripher, wenn mir jemand zeigt, wie man es denn "richtiger" macht und vor allem intensiver mit diesen entwicklungen werkelt.

    so - und nur damit das auch mal gesagt wird: harald und ich sehen uns weder als besser oder schlechter in unserer arbeit, als das andere tun. wir sind auch nicht die posaunen von jericho, die nun im ethischen auftrag unterwegs sind. sondern einfach wir. wir tun unser möglichstes und wir arbeiten viel und mit unterschiedlichster methodik am "heutigen". wie aus einzelpersonen politker werden versuchen wir beispielsweise aufzudröseln. wieso sich ein präsidenten-transit genauso anfühlen kann wie dein pluto-mars únd nur größere folgen hat. schlimme folgen zum teil.

    ich fände es als herausgeberin und macherin eben nicht eines astroforums, sondern einer astrologisch von harald und mir geprägten online-publikation/plattform geradezu esologisch, sich da auf einen standpunkt zurückzuziehen, der lautet: alle haben ja dreck am stecken, ja und?

    so what? klar, du und ich haben das auch, agree. aber deshalb muss man dazu nix mehr sagen, wenn noch mehr schweinereien passieren? oder was ist da deine haltung? das habe ich noch nicht ganz verstanden.

    loop ist eben genau deshalb kein forum, wo einfach nur irgendwie allerlei meinungen sich begegnen und dann alle sich irgendwas denken (was falsch sein kann, richtig oder auch gar nichts), weil wir etwas sagen wollen. was wir denken, wie wir astrologie sehen, wie wir sie anwenden. das beinhaltet subjektivität. und astrologische - und nicht prioritär politische - meinung. aber ab und zu die dann eben auch ganz klar. da, wo wir es nötig finden.

    ich habe persönlich keine lust mehr auf dieses ganze forenzeug, wo sich die leute teilweise in einer kaltschnäuzigkeit ihre unprofessionalität persönlich um die ohren hauen, dass es eine menschliche komödie sein könnte, wenn es nicht in der welt drumherum genauso abliefe. dies ist aber eine astrologische zeitung. wie astrologische publikationen oder bücher anderer autoren auch - zwischen sachlich, fachlich, menschlich, politisch, immer voller meinung.

    aber wir arbeiten mit dem gegenwärtigen intensiv. und zwar nun auch schon sehr lange auf dem boden sehr intensiver forschung (auch mit statistik). insofern gehen mir dann solch "oh, böse, böse meinungs"- rufe (deiner ist ja noch sehr sachlich nett) unter einigen astrologen, die da hart reden, auf den keks. obwohl sie oft ihre arbeit überhaupt nicht mehr an ANDEREN erfahrungswerten überprüfen, aber selbst ständig gleichungen aufstellen (= das bedeutet dies und dies wiederum das). und das nicht sehen. damit meine ich auch nicht dich.

    auch jene art der arbeit ist knallsubjektiv. oder: ja, es gibt keine objektivität außer der subjektiv angenommenen. so heißt es doch bei der antipolitischen fraktion auch immer so schön. und: solche standpunkte diskutieren harald und ich hier täglich. langer rede, kurzer sinn: gerade die astrologie eignet sich m.e. sehr dafür, den im neptunischen zeitnebel heruntergekommenen begriff der faktizitäten (auch all des "schlechten" darin, im sinne von destruktiven gegenüber dem "guten", vorsicht, meinung!) sowohl weiter aufzulösen, als auch zu regenerieren.

    wie man es jeweils angeht, ist wiederum subjektiv. dafür sind wir menschen.

    aber ich hoffe, wir sind einig, so wie man, denen, die das noch nicht wissen (und das sind u.u. die, die bestimmte astrologische zusammenhänge nicht kennen) sagen darf: achtung, herd ist heiß, bitte nicht drauffassen! (weil es nun mal heiße herde gibt), darf man auch astrologisch interessierten menschen sagen: achtung - wir haben diese und jene konstellation, die es im oder vorm 3. reich auch gab, wo dann die brutalsten sachen passierten. oder was auch immer gerade an parallelen sich zeigt.

    hier bei loop! sagt eben keiner: rechte DÜRFEN nicht sein. im sinne ihrer existenz darf logischerweise alles sein, was ist. klar, wenn verwirrte leute das wollen, sollen sie also rechts wählen - und natürlich hat das gründe. wie wir oft aufgefächert haben, unter pluto mundan meist angst. aber ich werde eben nicht, nie, rechts nötig oder gar gut finden. und es ist für mich auch gefährlich. und wenn ich das astrologisch lang genug angesehen habe, dann sage ich das auch genau so. unterm meinungs-banner. oder als kommentar.

    denn solche brisanz mit "alles hat seine zeit" quasi biblisch wegzuschwemmen - nö, das liegt mir nicht. wofür dann astrologie? als eine art supermarktmusik an der fleischtheke? begleitprogramm für: man kann eh nix tun? mir geht es eben nicht darum, wie "interessant" zeit sein kann. oder zyklen. mir geht es darum, was in denen passiert.

    je länger ich metagnostische untersuchungen betreibe, umso besser werde ich ganz ganz langsam in den prognostischen trends, wie alle astrologen, wenn sie das tun. im "gefühl" dafür, welches bündel an konstellationen welches klima anschiebt. und dennoch ist es unmöglich, ohne subjektivität und "meinung" prognose zu wagen. bevor ich loop gemacht habe und nicht täglich so ran "musste" quasi, dass ich meine meinung auch zur diskussion stellen konnte, war mir auch nicht klar, WIE FEIN das gewebe der zeit in wahrheit funktioniert. reagiert. obwohl ich täglich draufgesehen hatte.

    aber schreiben macht noch mal alles viel klarer. was sich da eigentlich tut, sonst geht einem so vieles verloren im wust des nur gedachten. aber seitdem muss ich halt immer auch eine meinung wagen. zumindest ansatzweise. selbst wenn ich "nur" zuordne, was ja schon viel ist - aspekte, transite usw. einem geschehen. wer das nicht tut und die symbole den ereignissen zuweist, komplett ohne meinung dazu, aber eben auch subjektiv, der betreibt astrologie womöglich auch sehr gut und gern, aber eher als selbstbefriedigung oder als rein psychologische lebenshilfe für einzelne klienten. auch da: überhaupt nix dagegen. wer es mag, kann und geld damit verdient, denn darum geht es da ja auch oft. es ist eben für einige nur ein job.

    wenn nun aber in dieser merkwürdigen gegenwart, über die ich mit astrologischen analogien berichte, immer mehr leute getötet werden und andere immer mehr angst davor haben, ist diese absolut sachliche art, damit umzugehen, die eh für astrologie nicht funktioniert, nie funktionierte (nicht umsonst ist in ihr ein völlig anderer zauber) grad nicht mein fokus. einfach nur abbilden - auch astrologisch finde ich das nicht sinnvoll.

    ich fand folgendes ganz interessant: unter meinen "literarischen philosophenfreunden", die astrologie ablehnen, wirklich ablehnen, entdeckte ich heut einen post, wo die frage kam: wo bleiben eigentlich jetzt, an dem wahlsonntag, die untergangs-propheten, wo es mal wirklich nötig wäre? ja, wo sind die astrologen, die rufer in der wüste, auch ruhig mahner? sind sie nur bei den journalisten? mir ist das zu wenig.

    sorry, falls du nun meine aufregung über diese zeitd abkriegst gerade, rene. von harald weiß ich, dass du selbst ja anders, sehr stabil und spannend arbeitest. mein kommentar hier ist rum auch einer, genau so zu sehen: voller meinung. er wendet sich gegen einen zeittrend bei astrologen, nicht den mund aufzumachen. davon gibt es genug. drum haben auch wir anderen unsere daseinsberechtigung :-)

    also nichts persönliches. was ich bei dir höchstens kritisieren würde, ist allein, dass dein beitrag klingt, als hättest du all unsere anderen artikel gar nicht gelesen, die sowohl harald als auch ich mit einem anderen ansatz geschrieben haben. hunderte voller räumlicher, zeitlicher, astrologischer untersuchungen dessen, was ist. wie auch immer, alles gute für dich.

    viele grüße, susanne

    Kommentar zuletzt bearbeitet am 2017-04-23 11:20:39 von Heidelerche
    23.04.2017, 12:24
  • lieber rene,
    ich verstehe jedes wort, was du schreibst und kann ganz viel davon unterschreiben, unterstreichen. das ist mal ein wirklich angenehmer umgang.

    ich hatte ja auch so viel wirklich knallig geschrieben - da hättest du 10 vorlagen mindestens für größeren widerspruch gehabt. aber so eine antwort dann, die das verbindende sucht, gibt mir wieder hoffnung darauf, dass diese schwierige ausgleichszeit auf der historischen wippe für die guten willens auch eine art "tragezeit" ist des konstruktiven.

    dass sich also unter der decke des ganzen nebelns noch unsichtbar viel an entwicklung verbirgt, die man fehleinschätzt. wenn man nur die demonstrationen der wut fokussiert. entwicklung vielleicht, die wahr ist, im besten neptunischen sinne, nicht nur neptuns "wahre" und gerade so alltägliche konfusionsantwort auf alles, was noch keine ehrlichkeit hat. das noch mehr chaotisieren.

    ich seh das ganz ähnlich wie du. die festlegung des eigenen als standard ist ein problem - und wir alle neigen dazu, wenn wir atemlos werden. aber immer sind gesellschaften auf und untergegangen, und es war wirklich manchmal kaum erträglich, wie sie das getan haben (unter mentalen knochenbrüchen und toden), aber es hatte eben doch seine zeit. man kann darüber weinen, aber man wird es nicht aufhalten. vielleicht kann man nur ein teil der entwicklung zum guten werden. oder schlichter: zum hinreichend besseren als dieser sich entwicklenden oberflächlichkeit in vielem.

    wie sie mir aufstößt. was ich inzwischen langsam lerne, für mich persönlich, die ich plutonisch gern taff bin und etwas in die landschaft stelle, woran sich dann leute ruhig reiben können: dass es auch keine entwicklung zum guten ist, wenn man andere durch extreme meinung in eine gegenextreme meinung schiebt. das ist sehr sehr schwierig.

    deshalb wäre ich auch die letzte, die die schwarze hälfte der welt aus dem leben kicken will (das hat mir meister döbereiner mal beigebracht, in zwei drei beeindruckenden sätzen nur, der alte geniale fisch, wie sinnlos das wäre - und die buddhisten natürlich!). ich habe gestern noch zu harald gesagt, dass ich langsam ein gefühl dafür bekommen, ohne es richtig ausdrücken zu können, wie richtig in einem umfassenden sinn dieses manchmal überscharfe mosaik der bewegungen jetzt ist. auch der extremen.

    so sehr ich auf das, was als rechts an angst daherkommt, immer eine moral setzen könnte (und diesen druck des "rechten" oder "linken" unrechts ethisch als menschenverachtend bewusst abweise): ich finde, menschen müssen den mund aufmachen. nur weiß ich nicht mehr recht, wie weit, ohne kontraproduktiv zu werden. in welcher rolle. geht das auch so, dass man trotzdem noch versteht, dass meine astrologische arbeit davon unbeeinträchtigt bleibt?

    ich weiß, unbedingt ja! aber nicht jeder versteht das, sondern es wird dann etwas in einen topf geworfen, was nicht aus demselben topf kommt. falls ich also je über marine le pens mond-jupiter auf dem ac zur stichwahl nicht mehr schreibe, weil ich das etwa so unsäglich fände, dass ich diese info nicht mehr liefern wollte - dann würde ich mich um die vermischung von politischen präferenzen und astrologie in meinem kosmos auch sorgen. aber das wird nie geschehen.

    was wir tun, ist, genauso warnen, wenn wir astrologisch brisanz sehen, wie auch immer wieder beruhigen. das gab es ja auch. werden wir damit etwas ändern? ich glaube nicht. oder nur, wenn wir das richtige zeitfenster astrologisch planten und auch noch erwischen würden (oder, wie mal ein großer lehrer zu uns sagte: wenn man das karma dafür hat - klar). aber versuchen finde ich, darf man ja den aufrechten gang. so wie man selbst ihn versteht, immer wieder. immer wieder auch aufzuzeigen, wohin früher die dinge führten, falls heute ähnliche konstellationen da sind, finde ich wichtig. vielleicht gibt es einen, der hört. vielleicht ist es der mit dem schmetterlingseffekt. und wenn nicht - kein schaden.

    und du hast völlig recht: veröffentlichung in dieser welt kann zum monster werden, wie ein eigenes wesen. als exjournalistin verodne ich mir immer wieder die auch von dir benannten pausen vom input, der manchmal das gräßlichste sein kann, was einem den letzten fließenden kanal noch zustopft. da bin ich ganz bei dir. ich würde genau das sogar gern den vielen konsumenten verordnen, die astrologisch aus meiner sicht immer da besonders auftreten, wo das nationale eine zu große rolle spielt. im krebsprinzip, das auch die erste passivität des lebens beschreibt, da, wo es nicht die gute durchdringung einer seelischen empfänglichkeit bleibt, sondern emotionales loch. aber verordnen gehört halt auch nicht mehr zu meinem weltbild und hat selbst wieder viel mit angst zu tun.

    wie auch immer, wir haben da alle eine tolle "wissen-schaft" mit der astrologie - um die netze zu sehen, beschreiben und auch zum teil zu er-klären. falls dich also doch mal die schreibfreude überkommt, ich würde mich auch freuen. und überhaupt - danke noch mal für die umfassende und konstruktive antwort! herzlich,
    susanne

    24.04.2017, 4:21
  • lieber rene,

    deinen ansatz finde ich sehr spannend.
    ich werde mir das an geschichtlichen beispielen metagnostisch noch mal anschauen.
    als alleinige übereinstimmung fände ich das schwierig.
    denn wenn le pen nicht jetzt bereits in starker übereinstimmung mit der zeitqualität wäre, käme sie nicht bis zur stichwahl. und ich würde mich fragen, wie du schnellläufe rund langamläufer vor und nach der sonne als "hit" wertest. aber da hast du sicher bestimmte schlüssel.
    ob es häufig so funktioniert, fände ich außerdem faszinierend im großen nachzuvollziehen.
    war es bei trump auch so klar?

    abgesehen davon gehe ich sowieso nicht davon aus, dass le pen zwangsläufig gewinnen MUSS. sie hat schlicht sehr gute transite, aber dafür braucht es ja mehr an "einklicken" mit der zeitqualität, die ich (siehe die kleine afd-untersuchung des schlüsselprinzips beim uranus von gestern, die sehr plakativ war) generell noch mal ganz anders auf parallelen überprüfe. davon findet sich in unseren artikeln ja immer nur ein winziger bruchteil.

    wir werden da zur stichwahl sicher noch mal ganz genau analysieren.
    was die rhythmenlehre angeht, sie war eins meiner wichtigsten standbeine. aber eben nur eins :-)
    insofern verstehe ich euch beide gut. ich arbeite neben der üblichen methodik beider "schulen" u.a. mit zwei tierkreisen und zeitcombinen und heliozentrisch. was noch einmal völlig neue und auch überprüfbar andere einblicke gibt. aber das würde zu weit führen.

    was ich sagen wolte: gegen auch nur eine möglichkeit von le pen als gewinnerin sträubt sich meine journalistische herkunft. man muss ja auch das umfeld in betracht ziehen. die astrologische sagt allerdings: doch, das wäre durchaus möglich. zwingend sehe ich sie aber nicht, insofern bin ich zwar über generelle tendenzen beunruhigt, die weit über frankreich hinausgehen. aber nicht über diese individuelle frau und ein mögliches amt. die welt verkraftet ja grad auch einen trump.
    lieben gruß zu dir, susanne

    25.04.2017, 1:12
  • dein Wort in Gottes Ohr. Und klar, niemand hat nur "gute" Transite. Aber ich befürchte, dass sie auf den letzten Metern als Löwe-Sonne mit Jupiter(tr) AC wesentlich erfogreicher in Bezug auf die Eigen-Präsentation agieren wird, als Herr Macron. Und leider zeigt sich das auch schon, sie hat ja den Parteivorsitz niedergelegt, ist jetzt also eine "scheinunabhängige Kandidatin" und geht sehr offensiv gegen ihren Konkurrenten vor.
    Siehe gestern - Heute-Nachrichten

    Aber ich wünsche mir sehr, dass du recht hast...

    Meta

    27.04.2017, 12:13
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