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Der Höhenrausch geht weiter

Nun also doch ein neuer Versuch. Felix Baumgartner will es am Sonntagmorgen noch einmal wissen, Sonne-Saturn lässt nicht locker. Über die Risiken dieses Weltrekord-Sprungs haben wir schon ausführlich berichtet (Felix Baumgartner: Der Himmelsstürmer). Auch über die kosmischen Winde, die glücklicherweise nur zu einem Abbruch des Vorhabens geführt haben. Aber sieht es morgen wirklich besser aus?

Nun, zumindest sind die härtesten Aspekte etwas abgemildert. Selbst das angesprochene Quadrat zwischen Mars und der Jupiter-Uranus Konjunktion (heliozentrisch) von Baumgartner hat die Exaktheit überschritten. Es könnte diesmal also klappen. Einfach wird es trotzdem nicht. Welch ein Glück, dass Baumgartner mit Joe Kittinger den Mann an seiner Seite als Berater hat, der das alles schon selbst erlebt hat. Scheitern, Lebensgefahr und schließlich doch Erfolg.

Joseph Kittinger, Löwe-Sonne mit Schütze-Mond, ist heute 84 Jahre alt und immer noch Inhaber diverser Weltrekorde. Am 16. August 1960 sprang er aus einer Höhe von 31 333m aus seinem Helium – Ballon ins weite Nichts. Und landete relativ unversehrt 4 Minuten und 36 Sekunden später in der Wüste von New Mexiko.

 

Probleme gab es aber auch bei ihm, vor allem im Vorfeld. Bei seinem ersten Testsprung am 16.11.1959 aus knapp 20000m Höhe, verlor er nach kurzer Zeit das Bewusstsein. Sein Stabilisierungs - Fallschirm öffnete sich zu früh und brachte Kittinger ins Trudeln. 120mal in der Minute drehte er sich um sich selbst, bis sich schließlich ein Sicherheitsfallschirm automatisch öffnete und ihm so das Leben rettete.

Der Vergleich zwischen diesem ersten Sprung und dem Chart von Kittinger zeigt das Risiko auf. Wir sehen mundan eine fast exakte Opposition zwischen Venus und Saturn, beide im Quadrat zu Kittingers Uranus. Ein typischer Double-Whammy, denn auch Uranus lief damals gerade in eine Konjunktion mit seiner Radix-Venus. Allerdings stand dieser gleichzeitig in einem ebenso exakten Trigon zu Kittingers Saturn, deswegen wohl Ende gut – alles gut.

Neun Monate später beim seinem Rekordsprung wieder ein Defekt. Diesmal bemerkt Kittinger dass sein Druckanzug  im rechten Handschuh ein Leck hat, er informiert aber die Bodencrew nicht darüber. Sondern springt. Seine Hand wird durch den Druck auf doppelte Größe aufgepumpt, verschließt aber dadurch auch das Loch im Anzug. Glück im Unglück also.

Im Chart-Vergleich zeigt sich das Unfallrisiko diesmal über das exakte Quadrat zwischen T-Uranus und Radix-Mars, abgemildert durch das ebenso exakte Trigon zwischen Venus und Jupiter.

52 Jahre später sitzt Joe Kittinger also jetzt im Kontrollzentrum und wird wieder maßgeblich beteiligt sein, wenn Baumgartner doch noch einen Versuch starten kann. Und wieder ist es Uranus, der für ihn bestimmend wird. Denn mit 84 Jahren durchläuft er gerade dessen Wiederkehr und am morgigen Sonntag steht Mond ungefähr zur Startzeit in Opposition dazu. Mundan läuft Mars ins Trigon zu Uranus, beide stehen also auch im Trigon zu Kittingers Löwe-Sonne. Ein Hinweis, dass die Mission unter seiner Führung doch noch erfolgreich wird?

Wie auch immer, eines wird Kittingers Rekordjagd von der Baumgartners immer unterscheiden. Denn er setzte vor 52 Jahren sein Leben aufs Spiel um heraus zu finden, welche Überlebens-Chancen die Crew eines Flugzeuges hätte, wenn sie aus großer Höhe aus einem defekten Flugzeug aussteigen muss.

Baumgartner wird den dadurch quasi beiläufig aufgestellten Höhenrekord nur um 5000m übertreffen. Was neue Erkenntnisse nach 50 Jahren, die anderen helfen könnten, wohl ausschließt. Es geht um persönliche Selbstfindung, den Wahnwitz eines Sponsors, der seinen Werbeslogan bildhaft umsetzen möchte, um viel Geld und noch mehr Eitelkeit. Ein perfektes Spiegelbild dessen, was wir heute auch global erleben – den Höhenflug der individuellen Selbstverherrlichung.

Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass Baumgartner nicht als Symbolfigur für eine Bruchlandung dieser Hybris in die Geschichte eingehen wird. Die gute Nachricht ist auf jeden Fall – es gibt für alles eine natürliche Grenze. Wer demnächst noch höher hinaus will, findet sich in der Schwerelosigkeit des Weltalls wieder. Dort sind dann nicht mehr die harten Heavy-Metal-Beats auf der Jagd nach neuen Rekorden angesagt, sondern Bachfugen und Walzerklänge.

Auch die können Flügel verleihen…

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Mittwoch, 20. November 2019

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