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Felix Baumgartner: Der Himmelsstürmer

Der Basejumper Felix Baumgartner hat ein Lebens-Motto: „Wir alle haben Grenzen, aber nicht Jeder akzeptiert sie.“ Besser hätte es kein astrologisches Lehrbuch ausdrücken können, was einen Menschen mit einer Sonne-Saturn Konjunktion bewegt. Der gleichzeitig auch Mars im Schützen und eine Jupiter-Uranus-Pluto Konjunktion hat (vermutlich an einer prominenten Achsenposition).

Ein Mann, der immer einen Tick mehr Spannung braucht, und schon in der Vergangenheit nur noch auf Rekordjagd war. Die höchsten Brücken, die höchsten Gebäude –irgendwie hochkommen und dann im fast freien Fall hinunter stürzen. Und jetzt am Ende seiner Karriere gibt es zumindest auf der Erde keinen Berg und kein Gebäude mehr, das hoch genug wäre. Um sein Lebensmotto noch einmal für kurze Minuten zum Ausdruck zu bringen.

Deswegen jetzt also der Sturz aus den höchsten Himmeln. Aus 36 km Höhe, schon im Bereich der Stratosphäre also, wird Baumgartner morgen im freien Fall versuchen, etliche Weltrekorde zu brechen. Unter anderem möchte er als erster Mensch im freien Flug die Schallmauer durchbrechen. Unterstützt wird er dabei von „Red Bull“, ausgerechnet also er, der Stier, wird Teil der Werbekampagne für ein Produkt, das angeblich „Flügel verleiht“. Ein Schelm wer in diesem Zusammenhang gleich an Engel und andere Geisterwesen denkt.

Baumgartner bringt viele astrologische Voraussetzungen mit, um auch diesen Höllentrip gut zu überstehen. Denn mit Sonne-Saturn Konjunktion hat er zeit seines Lebens mit Grenzen zu tun. Und daher vermutlich mehr Erfahrung damit gesammelt, als man dem Heißsporn auf den ersten Blick ansehen mag. Kontrolliertes Risiko ist hier das Stichwort. Der Mann springt also nicht einfach los, sondern hat sich auf dieses Abenteuer jahrelang akribisch vorbereitet. Getrieben von einer uranisch-jupiterhaften Vision mit plutonischem Einschlag, aber auch von dem energetischen Dauerspeed einer Mars-Mond Opposition.

Aber die energetische Anlage ist das eine, die aktuelle Zeitqualität entscheidet letztendlich darüber, ob ein Unternehmen erfolgreich ist oder nicht. Nun, auf eine Art wird Felix Baumgartner auf jeden Fall erfolgreich sein. Er wird diesmal den ultimativen Kick einer Grenzüberschreitung erleben. Denn pünktlich zum Sprung aus den Himmeln steht der aktuelle Saturn fast minutengenau in Opposition zu seiner Sonne. Und Transit-Mond im Quadrat zu beiden. Damit nicht genug – auch Jupiter steht in Opposition zu Baumgartners Mars und vermutlich in Konjunktion zu seinem Mond.

Der erste Eindruck also – ein mulmiges Gefühl macht sich breit. Man möchte gerne abraten, eine Verschiebung anmahnen. Andererseits – wenn Menschen tatsächlich eine Grenze in ihrem Leben überschreiten wollen, einen einmaligen Akt der Selbstüberwindung starten, dann muss sich alleine schon das in den Auslösungen zeigen. Andernfalls wäre es vielleicht messtechnisch ein Weltrekord, aber Baumgartners Lebensmotto würde keine neue Bestätigung bekommen. Zumindest nicht aus seiner Sicht und in seinem Erleben. Jeder der schon einmal Saturn Opposition Sonne erlebt hat, kann sich leicht ausmalen, dass hier jemand tatsächlich auch über die Beschränkungen der eigenen Ängste hinweg geht. Und sie trotzdem uneingeschränkt erlebt.
Aber mit Sonne-Saturn als Anlage ist das eben für ihn „Business as usual“, die Angst sei sein bester Freund geworden, sagt er selbst.

Um das Risko besser einschätzen zu können, ist der Blick auf vergangene Ereignisse ähnlicher Art hilfreich. Basejumping ist ein Risikosport, und in den meisten Fällen wissen die Jumper, was sie tun müssen, um es zu minimieren. Größte Fehlerquelle dabei ist wie so oft der Mensch selbst. Und hier setzen astrologische Verwirbelungen an, die sich zB über Transit-Auslösungen zeigen können. Aber auch das hat, wie so vieles im Leben, zwei Seiten.

Geozentrische Transite sind ja quasi nur ein Scheinbild tatsächlicher Himmelsereignisse. Aus unserer subjektiven Perspektive, von einem bestimmten Ort auf dieser Erde betrachtet. Sie zeigen immer auf, wie ein Mensch eine bestimmte Situation erlebt. Genau aus diesem Grund eignen sie sich auch hervorragend zur Überprüfung des astrologischen Modells. Mit etwas Übung in der Selbstbeobachtung kann man entsprechende Übergänge auf die Minute genau erspüren, ohne dabei in eine Ephemeride zu schauen.

Mit dem Ausgang oder dem konkreten Verlauf eines Ereignisses muss das aber nicht immer in Übereinstimmung sein. Ich selbst habe schon „schreckliche“ Situationen wie zB Unfälle erlebt, aber dies nicht immer genauso empfunden. Im Gegenteil, bisweilen waren diese unangenehmen Ereignisse mit seltsam angenehmen Empfindungen verbunden, vor allem mein Zeiterleben hat sich oft völlig verändert, ähnlich wie in den Momenten, wenn wir von Wach- in Traumzustände wechseln.

Dagegen gab es auch Ereignisse, die objektiv betrachtet sehr positiv waren. Bei mir aber keineswegs ein ebensolches Empfinden ausgelöst haben. In beiden Fällen war aber mein inneres Erleben immer kongruent mit meinen geozentrischen Transit-Auslösungen.

Das Ereignis selbst kann sich manchmal stärker über die heliozentrische Prägung und den Vergleich mit der Zeitaktualität zeigen. Wenn dann beide Systeme in dieselbe Richtung weisen, hat man fast immer eine Übereinstimmung von Erlebtem und Erleben zu erwarten, im guten wie im schlechten Sinne. Zwei Beispiele mögen dies erläutern.

Der Schweizer Basejumper Ueli Gegenschatz verunglückte am 11. November 2009 bei einem verhältnismäßig leichten Sprung von den Züricher Sunrise Türmen. Er starb zwei Tage später an den Folgen des Absturzes.

Zum Zeitpunkt des Unfalls gab es diverse geozentrische Auslösungen, die aber allesamt eine Exaktheit schon überschritten hatten. Nichtsdestotrotz aber Anzeichen für eine äußerst negative Erfahrung enthielten. Vergleicht man aber jetzt die heliozentrischen Auslösungen mit seinen heliozentrischen Anlagen wird es schon fast unheimlich.
Merkur steht exakt auf Neptun, zeitlich gesehen nur knapp 25 Minuten vor dem eigentlichen Übergang. Ein klares Indiz, dass hier etwas ins Geschehen eingreift, dass nicht vorhersehbar war. In diesem Fall ein Windstoß, der Gegenscheidt auf ein benachbartes Gebäude wehte. Insgesamt stehen aber auch vier große Zeitauslösungen kurz vor dem exakten Übergang. T-Jupiter Quadrat Neptun, T-Saturn Konjunktion Pluto, T-Erde Konjunktion Saturn und Opposition Jupiter.
Gegenschatz überlebte den Unfall nur zwei Tage, in den Morgenstunden des 13. Novembers war die Konjunktion von Erde und Saturn exakt.

Terry Forrestal war ein Basejumper der ersten Stunde. Auch er wie wahrscheinlich Baumgartner eine Stier-Sonne mit Feuer-Mars (Löwe) und Jupiter-Uranus Verbindung (hier in Opposition). Am 10. Juni 2000 verunglückte Forrestal bei einem Sprung vom Kjerag Felsplateau in Norwegen. Er landete verletzt auf einem Vorsprung. Da ihn die Bergwacht nicht rechtzeitig vor Einbruch der Nacht bergen konnte, entschied er sich für einen weiteren Sprung. Auf Grund der geringen Höhe öffnete sich aber sein Fallschirm nicht mehr rechtzeitig.

Geozentrisch finden wir hier zwar auch eine Konjunktion des laufenden Saturns mit der Radix-Sonne, aber schon 1 -2 Grad nach der Exaktheit. Heliozentrisch befindet sich Saturn (mit Jupiter zusammen) aber noch im Zulauf zur Erde - Opposition (ca. 1 Grad Abstand), zu dem steht auch noch das Quadrat zu Forrestals Saturn kurz bevor.

Hier gibt es also Parallelen zu den Auslösungen von Baumgartner. Wenn auch leicht verschoben. Bei ihm könnte die geozentrische Opposition zwischen Saturn und Sonne gerade jetzt exakt sein (je nach Geburtszeit), die heliozentrische Konjunktion zwischen Saturn und Erde ist aber definitiv schon überschritten. Eine weitere seltsame Umkehrung: beim Unfall Forrestals war Mars gerade in den Krebs gewechselt, bei einem morgigen Start von Baumgartner steht er auf den Nullgraden des Steinbocks.

Auch bei einem dritten Opfer, dem Basejumper Eli Thompson, finden sich ähnliche Auslösungen. Er war, ebenfalls wie Baumgartner und Gegenschütz in den Diensten von RED BULL, bei einem Werbevideo ums Leben gekommen. Wiederum fällt das kurz bevorstehende Quadrat von Saturn zu Saturn auf, diesmal noch unterstützt durch ein zulaufendes Quadrat von Uranus (heliozentrisch).

Zukünftige Forschungen über Unfallrisiken sollten also beide Sichtweisen, geo- und heliozentrisch, beachten. Vielleicht könnten gesicherte Erkenntnisse dann den einen oder anderen Sportler dazu bewegen, bei einem anzunehmenden Gefährdungspotential, lieber auf einen Sprung zu verzichten.

Baumgartner wird dies sicher nicht tun. Zuviel steht auf dem Spiel, vor allem für den Sponsor Dietrich Mateschitz, dem Gründer von Red Bull. Zum Glück zeigen sich bei dem morgen keine allzu düsteren Auslösungen, im Unterschied zu den beiden vorher genannten Unglücksfällen. Beim Sturz von Gegenschatz zum Beispiel wurden bei Mateschitz Pluto Quadrat Radix Neptun, Saturn Konjunktion Neptun, Jupiter Opposition Jupiter und Quadrat Venus und Sonne Quadrat Jupiter ausgelöst. Alle in einem Orbis von wenigen Bogenminuten. Morgen findet sich kein einziger Aspekt, der auch nur annähernd ein katastrophales Scheitern abbilden würde.

Trotzdem bleiben die geozentrischen Auslösungen von Baumgartner so bedenklich, dass man hier auf jeden Fall eine Warnung aussprechen würde.

Vor allem weil es auch noch in den nächsten Tagen ein energetisches Feedback geben könnte, mit unangenehmen Folgen. Selbst wenn morgen also alles gut geht, sollte Baumgartner trotzdem unbedingt entsprechende medizinische Nachsorge erhalten, die ausschließt, dass sein gewagtes Unternehmen noch späte Auswirkungen hat, die so nicht vorhersehbar waren. Denn Mars (heliozentrisch) läuft noch in dieser Woche ins Quadrat zu seiner Jupiter-Uranus Konjunktion.

Ein wenig Sorge bleibt also, alles in allem überwiegt bei mir trotzdem die Hoffnung, dass Felix Baumgartner gesund am Ziel seiner langen Reise ankommen wird. Seine grösste Leistung wird auch dann nicht das Durchbrechen der Schallmauer oder das Aufstellen anderer Weltrekorde gewesen sein. Nein, er hätte seinem besten Freund wieder mal ein Schnippchen geschlagen, die eigene Angst überwunden unter schwierigsten Bedingungen. Man mag es Irrsinn nennen, Hybris oder Mut, Respekt gebührt ihm dafür allemal.

 

Update (09.10., 19:50:

Nun hat er seinen Saturn-Transit als Erlebnisform also so bekommen. Vor den Augen der halben Welt reicht ein schlichter Windstoß, um den Helium-Ballon unbrauchbar zu machen. Versuch abgesagt - aus die Maus. Da kann man Baumgartner im Prinzip dann nur gratulieren, auch wenns für ihn eine harte Erfahrung ist. Neues Motto: "Wir alle haben Grenzen, und auch diejenigen, die das nur schwer akzeptieren können, müssen damit leben." Manchmal zumindest, wenn der Herr der Grenzen selbst astrologisch in Erscheinung tritt.

Bis einschliesslich Donnerstag besteht laut den Organisatoren die Chance, seinen Traum doch noch wahr werden zu lassen. Und den Weltrekordsprung seines Beraters Joe Kittinger zu verbessern (hier ein Video von dem Sprung 1960). Klappt das nicht, dann bleibt noch Zeit bis Mitte November, ansonsten kann ein neuer Versuch erst nächstes Jahr stattfinden. Sicherer wäre das allemal...

Update 12.10:

Die Stratos Webseite kündigt einen erneuten Versuch am Sonntag den 14.10. an. Das Wetter in Roswell soll gut werden, aus welcher Richtung die kosmischen Winde wehen, werden wir noch rechtzeitig ausloten.

Neuer Beitrag: Der Höhenrausch geht weiter


Bilder: Basejump By Xof711 (Own work) via Wikimedia Commons

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