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Martin Armstrong: PI und der 4. Blutmond

Am 01. Oktober 2015 geht die Welt unter. Zumindest die Welt der Finanzen, wenn es nach Martin Armstrong geht. Klingt erst mal schräg und abenteuerlich, bis man dann zum einen feststellt, dass am 27. September dieses Jahres tatsächlich der vierte Blutmond am Himmel stehen wird (siehe auch Wieder leuchtet einer der vier "Blutmonde" ). Und zum anderen, dass das Orakel, „The Forecaster“, Martin Armstrong, seine Aussagen aus ganz anderen Quellen bezieht.

Zumindest erklärt er das auf seiner Webseite (Link) so, aber um all das besser zu verstehen, sollte man vielleicht ganz am Anfang beginnen. Martin Armstrong kommt am 1. November 1949 in New Jersey auf die Welt und ein Blick in sein Geburtshoroskop offenbart schon mal eines: irgendwelche Anzeichen, dass er ein hellsichtiges Medium sein könnte, fehlen komplett. Da gibt es zwar ein weites Trigon zwischen seiner Skorpion-Sonne und dem Krebs-Uranus und natürlich könnte es je nach Geburtszeit sein, dass er eine starke 12-Feld-Betonung oder ähnliches hat, aber im Moment kann man nur davon ausgehen, dass Armstrongs „Secret Cycles“ tatsächlich keinerlei esologischen Hintergrund im Sinne von Kartenlegen oder Kaffeesatz-lesen haben, sondern auf Grund von Beobachtungen und Schlussfolgerungen entstanden sind.

Dass er eine Nase für wirtschaftliche Trends hat, bewies Armstrong schon im zarten Alter von 13 Jahren. Er gründet damals seine erste Firma, kauft seltene kanadische Münzen und ist mit 15 bereits Millionär. All das in einer Zeit, als die Opposition von Saturn und Uranus genau auf seinem Radix-Mars stattfindet, gleichzeitig steht Saturn im Trigon zu seinem Uranus und der aktuelle Uranus im Sextil zu sich selbst.

Einige Jahre später stolpert er quasi mehr oder weniger aus Zufall über die Zahl 8,6. Alle 8,6 Jahre kommt es zu einer wirtschaftlichen Trendwende, dass jedenfalls ergeben seine ersten Studien von Finanzcrashs etc.  Genau genommen ereignen sich solche Wendepunkte alle 3141 Tage und diese Anzahl entspricht dem Ergebnis von PI mal Hundert. Armstrong findet heraus, dass sich über diese magische Zahl PI sowohl kleinere wie größere Zyklen berechnen lassen und beginnt 1983 mit der Herausgabe eines Newsletters, in dem er kommende Ereignisse „vorhersagt“.

Und er hat Erfolg. Armstrong sagt mit Hilfe seines neuen Economic Confidence Modells den Börsencrash von 1987 auf den Tag genau vorher, ebenso den Crash des Nikkei 1989 und den Finanzkollaps in Russland 1998. Er wird zu einem der gefragtesten Wirtschaftsberater dieser Zeit, berät am Ende dieser Phase selbst Staaten und Großinvestoren aus Asien. Genau das wird ihm 1999 zum Verhängnis, als die Bank seines Vertrauens, bei der all seine Konten liegen, einen großen Schaden für japanische Investoren verursacht.

Am 29. September 1999 beginnt der Prozess, in dem auch Armstrong angeklagt wird, fast auf den Tag genau hat er da ein Trigon von Saturn zu Saturn. Allerdings bahnt sich hier schon weitaus „Schlimmeres“ an – Saturn steht in Opposition zu seiner Radix-Sonne, während Neptun mehr und mehr ins Quadrat dazu läuft. Und Neptun bestimmt in der Folgezeit auch den Verlauf der Verhandlung. Armstrong wird zwar angeklagt, aber nie verurteilt. Trotzdem sitzt er fast sieben Jahre in einer Art Beugehaft, weil er ein Schuldeingeständnis verweigert und sich in keinster Weise kooperativ gegenüber den Forderungen der Richter zeigt. Schließlich lässt er sich auf einen Handel ein und bekennt sich in einem der fünf Anklagepunkte schuldig und muss deshalb für weitere fünf Jahre ins Gefängnis. Mittlerweile liegt auch ein Schuldeingeständnis der Bankmanager vor, die bleiben aber alle auf freiem Fuß.

Ein Justizskandal und natürlich der ideale Boden für Verschwörungstheorien aller Art. Denn Armstrong weigert sich auch, seine Computerformeln zu veröffentlichen und herauszugeben. Am 2. September 2011 wird Armstrong schließlich aus der Haft entlassen, Pluto steht an diesem Tag in Opposition zu seinem Uranus, Saturn in Konjunktion mit seinem Neptun – ein 12-jähriges Drama geht zu Ende.

All das wird jetzt in einem Dokumentarfilm aufgezeigt, den der deutsche Regisseur Marcus Vetter gedreht hat. Seit dem 7. Mai läuft „The Forecaster“ in ausgewählten deutschen Kinos und erzählt die Geschichte von Martin Armstrong, der Zahl PI und dem Justizskandal.

Armstrong hat sich jedoch von all dem nie unterkriegen lassen, im Moment tourt er gerade wieder durch die Welt und scheut sich nicht, den nächsten Crash vorherzusagen (Link1, Link2). Spätestens am 17. Oktober wird sich nach seinen neuen Berechnungen für die ganze Welt zeigen, dass der €URO nicht mehr zu retten ist. Das würde dann natürlich auch weltweit Konsequenzen haben, aber der große, globale Crash soll erst 2017 oder 2018 kommen.

Titelbild: By Andrew Bowden from London, United Kingdon (Pi) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

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Mittwoch, 2. Dezember 2020

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