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GZ + Radix: Was fliesst, hat Recht!

gz"Ich habe Mond Ende Schütze und fühle mich manchmal wie ein Staubsauger im All. Muss das denn eigentlich sein?" (Nicht ganz ernst gemeinte Frage eines Betroffenen).

Ja, es ist wieder soweit, nach Pluto 2006/07 nähert sich gerade Saturn als erster Langsamläufer wieder dem Galaktischen Zentrum, diesem riesigen Massezentrum der Milchstraße, das seit Jahrhunderten wie ein Denkmal des Nicht-Wissens im Schützen steht. Als eine Art Hyper-Sog im Kosmos, der - von Langsamläufern überwandert - dann oft gesellschaftlich bedeutende Veränderungen bringt. Viele forschen darüber. Hier noch mal unser praktischer Ansatz für Menschen mit wichtigen GZ-Positionen im Radix:

Nun, nach so viel astrologischem Unterbodenschutz und theoretischem Überbau, mal ein praktischer, astrologisch eher auslesbarer Zugang zum Galaktischen Zentrum: Der GZler, das unbekannte Wesen? Nein, nicht unbedingt: Die mit Stellungen im letzten 6tel Schütze (oder wichtigen Aspekten dazu!) sind alle in gewisser Weise Märchenerzähler, die auch manchmal tatsächlich „wie von einem anderen Stern“ wirken können. GZler haben Sendungsbewusstsein. Häufiger scheren sie sich nicht im Geringsten um Wirklichkeit als demokratische Vereinbarung, wenn etwas anderes sie überkommt. Ihr Gespür.

Nicht zu verwechseln mit Gefühl. Und eigentlich ist dieses Gespür auch eher ein Verstehen oder Wissen. Ihre vielfach geliebten, unendlichen Erzählungen, Anmerkungen und Kommentare (aber auch ihr umgreifend lautes Schweigen, wenn sie über dem nächsten Schritt, dem nächsten Kick, dem nächsten Irgendetwas brüten oder anders Außenwelt abwehren) handeln eigentlich immer von ihnen, ihrer Sicht. Sie stülpen sich fast schon reflexhaft der Welt über, ohne von der Welt zu verlangen, dass sie auch umgekehrt versteht. GZler sind so. Und auch ganz anders, weil sie sich den herrschenden Relationen oft entziehen. 

Schützehaft, ohne zu schießen. Der Superlativ des Superlativs eines Zeichens. Hier, in den Höhen oder Tiefen (je nachdem, würde der GZler sagen),  schwirrt die Hochpotenz des Jupiterhaften durch den leeren Raum. GZ ernährt sich von seinen Ideen und Idealen und füttert dann allen Sinn damit, auf dass der Sinn sich verändert, wenn er nicht mehr in die alten Bilder hinein passt. Wie klein das ursprüngliche Ideal danach auch sein mag (zu klein, aus der Sicht des GZ, immer!). Merke, es geht hier nicht nur um die tiefen Glaubensfragen der Nano- oder Neo-Welten, denen sich jemand mit GZ in wichtiger Stellung da alltäglich widmet. Manchmal ist alles ganz anders, denn die Besessenheit, die so jemand eigentlich immer in irgendeiner Hinsicht an den Tag legt, kann sich durchaus nur um die einzig wahre und morgens stets gewienerte und angebetete Tupperware-Dose drehen.

Wenn GZler zufällig ein Freund von Aufbewahrungs-Fragen ist ist. Dann kanllt ein ganzes Universum los - und zwar über allen Köpfen zusammen oder in der einsamsten Abgeschiedenheit, die ein menschliches Wesen kennen kann (außer den Neptuniern). Je nachdem, ob es gerade "energetisch" rundherum passt und der Thrill darin steckt, den GZler benötigen. Sie leben ja in einem Kosmos der Helden und überwundener Grenzen, ob nun substanziell oder nicht. Weiter, mehr. Tiefer, länger, verworrener, anders, noch anders: Wirklichkeit, die sich an der Idee abschleift, ist ihr Atem. Ihr Anspruch: grenzenlos. Jeder in seinem Bereich. Und sei es die Welt der Fingerhüte. 

Mehr, mehr, schrie der kleine Häwelmann. Blase, guter Mond, blase. Und dann fuhr er in seinem Bettchen den Himmel entlang. GZ und seine Spiegelung in den Krebs."

Das GZ entzieht sich allen Normen und macht sich damit nicht unbedingt beliebt. Mehr Bescheidenheit, mehr Anpassung, ohne wirklich angepasst zu sein, mehr Reden, mehr Stille, mehr Traurigkeit, mehr Emphase, mehr Kick, mehr Mitte. So sehe ich das, und was ich über die astrologische Wertung des GZ gelernt habe, ist eine ganz persönliche Sammlung aus Begegnungen, Betrachtungen und Hörensagen von Menschen, die starke Stände dort haben. Nicht umsonst entstanden rund um das Mysterium GZ auch solche Begriffe wie „Ereignishorizont“. Auf Radix-Bilder mit diesen neuralgischen Punkten bezogen, passt diese sperrige Benennung sehr gut. Und so ist es überhaupt bei den GZlern. Sie liefern und liefern noch nicht Verstandenes in der Wirklichkeit an, das dann von der Wirklichkeit gekaut, geschluckt und genutzt werden muss. Wenn es nicht unterwegs im realen Widerstand verlorengeht.

Direkte Beobachtung von schwarzen Löchern gilt ja als unmöglich. Ähnlich schwierig ist es, festzumachen, ob das GZ als astrologischer Faktor eine Bedeutung hat. Weder Materie, noch Information kann über die „angenommene“ Schwelle eines Ereignishorizonts nach draußen gelangen. Nicht viel anders kommt es mir bei Menschen mit Bezügen zum GZ vor. Man kann ihre astrologische Lagerung nur bildhaft mit den Charakteristika des GZ vergleichen und sehen, ob sich das mit ihrer Realität oder ihrem Sein in der Welt deckt. Das ist ein Experiment, mehr nicht. Hier meine praktischen Ergebnisse:  

Jeder auf seine Art, sind die GZler für mich eine Bruder- und Schwesterschaft der demonstrativen Außergewöhnlichkeit, die still darauf auch beharrt, ohne „hineingenommen“ werden zu wollen in die üblichen Umstände. Einflüsse sind ihr Dogma, auch wenn sie oft betonen, keine Dogmen zu haben und ihnen ablehnend gegenüber zu stehen. Aber im Ein-fluss steckt nun mal „Fluß“. Sie sind Künstler, große Analytiker, genialische Verwirrte oder einfach ganz kleine Menschen wie du und ich mit einer ungewöhnlichen Energie, die für Ärger sorgt, weil sie sich gern konträr verhält und unverstanden fühlt. Gewöhnlichkeit? Nein, danke! Vielleicht im äußeren Ritual. Innen nie. Das ist für mich Fakt. Einmal saß ich mit zwei Sonnen direkt am GZ an einem Tisch und hörte stundenlang ihren faszinierenden Themen zu. Da wurde das Aller-Nebensächlichste plötzlich groß und bildschirmfüllend. Es war, als wäre ich in einer anderen Welt, aus der ich Leben kopfunter sehen konnte.

Wichtig ist mir: Der GZler muss nicht auffällig sein, um außergewöhnlich zu sein. Er unterscheidet sich nur meist von seinem Umfeld. So gesehen leben sie wie Argonauten immer in ihrem kleinen, persönlichen Raumschiff. Selbst wenn das nie durchstarten sollte. Und auch die GZ-Inhalte unterscheiden sich ja immer voneinander – der Rest des Charts bleibt genauso wichtig und unterschiedlich wie Mensch gegenüber Mensch. Aber die mit Faktoren dort haben eine Form von Grund-Brizzeln oder –Köcheln oder Schmoren an sich, die man erlebt haben muss. Selbst wenn es ansonsten eher ruhige Vertreter zum Beispiel der erdigen Vereine oder der inniglich introvertierten Wasser-Fraktionen sind. Da fügt es sich gut, wenn man mehrere GZler zusammenbringt, möglichst mit demselben Faktor am kosmischen Tor. Was ich erlebte, war: Sie beide steigerten sich derartig in ihre Anschauung von Welt hinein, dass die Luft noch Meter um den Cafe-Tisch schwirrte. Fast physikalisch spürbar. Ein endloser Fluß von Information und Position zur Welt, die sich gegenseitig hochschraubte und merkwürdiger Weise, so unterschiedlich sie war, immer ein neues, gemeinsames Bild ergab. Wie die Billardkugeln. Man wird es immer sofort merken, wenn man die richtige "Ecke" des GZlers, sein Tor, trifft. Dann kommt plötzlich eine vibrierende Lebendigkeit selbst in ansonsten recht starre Gestalten, die sich vielleicht im Leben hängen lassen. Auffällig schimmernd. Am Ende war ich ausgelaugter als nach einem Weltraumausflug.

Dieses Phänomen habe ich inzwischen mehrfach erlebt. Es soll und muss sich alles fließend anfühlen. Oder der GZler bricht die Interaktion mit Menschen oder Inhalten ab. Es sei denn, er hätte starke Begegnungsstände und Hunger nach menschlichen Antworten im Chart. Was fließt, hat Recht.

Anders als bei Neptun, der einfach schwimmt. GZ redet (metaphorisch) stattdessen lieber entweder ununterbrochen übers Schwimmen oder plant und projektiert wenigstens seinen „irgendwann ganz sicheren“ Gang über die Gewässer, falls es zufällig einer von der schweigsamen Fraktion ist. Die gibt es mit GZ-Anker nämlich auch.

Jeder in seinem Bereich aber ein Freak. Der eine bohrt den ganzen Tag ganz praktisch Löcher in eine Wand oder starrt sie in dieselbe und sucht dabei das „perfekte“ Ergebnis, das niemand sonst verlangen würde. Die andere sitzt und schweigt und lässt ihr Schweigen die Welt so lange ausfüllen, bis sie darin bemerkt wird. Oder erfühlt den Zusammenhang zwischen Vergangenheit und Zukunft anhand von Tieren. Nägeln, Fraktalen, Geschirr. Je nach Anlage. Der nächste wendet eine ungewöhnlich ausgespacte astrologische Methode an, die in keine übliche Schublade passt, aber funktioniert. Wenn sie je die Chance bekommt, sich der Allgemeinheit zu präsentieren. Oft nicht, das sei vorab bemerkt. Das GZ im Geburts-Horoskop ist nie Standard und deshalb für mich auch kein Popularitäts-Garant, auch wenn es mit Jupiter konnotiert ist. Und manchmal sogar inhaltlich zur Rechten Gottes sitzt. Aber eben nicht auf seinem Schoß.

Wie genau ist aber nun dieser ominöse GZler, der starke Stände rund um die 26 Schütze (oder dessen Spiegelpunkt bei 4 Grad Krebs) hat? Gibt es den „typischen“ Vertreter der Gattung? Nein. Aber es gibt Gemeinsamkeiten, Auffälligkeiten, Spezifitäten. Jeder lebende Mensch, auch der ohne weitere Faktoren, die das GZ anstößt, hat den Kern des bekannten Universums an fast derselben Stelle im Radix-Horoskop. Deshalb kommt auch den Achsen, die nahliegen, den Planeten, die es berühren und vor allem auch den Häusern, die von ihm (oder dem Krebs-Spiegelpunkt) im wahrsten Sinne des Wortes energetisiert werden, so große Bedeutung zu. Schaue auf das Haus, in dem dein GZ liegt (und auf das mit dem Spiegel) und du weißt, wo du maßlos bist und extrem werden kannst, wo du polarisierst und eigentümlich daherkommen magst – aus der Sicht deiner Mitmenschen. Dort bist du an eine Energie angeschlossen, die ungewöhnlich entgrenzt und entgrenzend bist. Sie hat nichts mit den anderen ungewöhnlichen Energien zu tun, die Uranus, Neptun oder Pluto spiegeln und die auch transpersonale Themen berühren können – oder, beim Skorpion, wenigstens direkt in die existenzielle Mitte der Welten zielen.

Bizarr, fraktal, immer darüber hinaus

Was ich weiter zu beobachten glaube, nachdem ich viele Radix-Horoskope mit direktem GZ-Anschluss angeschaut und Menschen meines Umfelds auf ihre GZ-Charakteristika hin beobachtet habe: Es gibt eine bestimmte, ganz sonderbare Kraft, auf die sie stark eingestimmt sind. Sie hören etwas rufen. Es brizzelt und piept quasi im Untegrund immer irgendwo. Maßlosigkeit ist da wirklich ein wichtiges Stichwort, das in vieler Hinsicht Thema ist beim Galaktischen Zentrum und seinen Kindern. Der Ereignishorizont gilt ihnen nicht wirklich – sie wollen darüber hinaus. Und diesen Weg gehen sie dann auch – ob als Künstler, Arbeiter oder Langschläfer – in gewisser Weise ihr ganzes Leben lang. Dem Sog folgen, dem Zauber, Mystik oder bizarren Ideen. So negativ sich das dann auch im Alltagsleben zeigen kann, soviel sie dafür aufgeben müssen. Es hat etwas. Es steckt etwas darin. Es ist.

Mit engen astrologischen Bezügen zum Herzen der Galaxien laviert Mensch tatsächlich häufig nah an einer Art ein- und ausgeatmeten Neuerfindung und Zerstörung der Welt. Auch Pluto und Skorpion sind nah, wenn nicht gar mitten in der Authentizität und Kongruenz des Leidens und Durchlebens, also noch näher dran an den existenziellen Transformationen von Physis und Psyche. Aber im GZ sitzt der Fokus einfach anders: Man brennt und verlöscht inhaltlich auf der positiven Seite des Seins (Skorpion wohnt in den Negativitäten)im Minutentakt, was ein dominantes An- und Abschwellen von Energie beinhaltet, das aber durchlebt und wiederum als Ganzes sogar fast als göttlich wahrgenommen werden kann.

Manche leben es einfach viel profaner als Dauer-Zug in irgendeine Richtung, die sie dann prima rationalisieren und mit ganzen Gebäuden aus Weltsicht untermauern können. Dies alles ohne die plutonische Schwere und potenzielle Dauer-Opferung des Selbst, die eher im Skorpion zuhause ist.

Es hat seine Wahrheit, es gehört zur Schütze-Vision. Am GZ stärker als anderswo im Zeichen. Denn um das Selbst, das Gespür für das eigene Gefügt-Sein und die Fügung all dieser seltsamen Oberwelten dahinter, geht es gerade, wenn das galaktische Zentrum eine Rolle im Radix spielt und immer in gewisser Weise das Ich zum Schlüsselbewahrer und Entscheidungs-Träger über allen Sinn macht. GZ, also bin ich. Der schwarze Sonnenkönig des Kosmos, für mich ein eher männliches Symbol ist und nichts mit den alten Göttinnen zu tun hat, die irgendwo im Numinosen wohnen (siehe Artikel: BIG MAMA UND WIE MAN SIE LIEBT), ist stets so nah.

GZ hat aber einen starken Bezug zu allen Fragen der „Bedeutung“. Vor allem bei den Sonnen und Aszendenten ist das so. All das, das Maßlose, das Existenzielle, energetisch Aufgeladene, eine ewige Expansion, die GZler prägen, bleiben dennoch letztlich immer irdisch, weil Schütze IN der Zeit liegt und nicht im transpersonalen, ewigen Quadranten. Aber, und das ist interessant, immer auf der Grenze zum Nicht-Menschlichen. Eine Qualität, die eine gewisse Androgynität und Virtualität mitbringt, die GZler auch häufiger ausstrahlen. Die Probleme und Talente sind jedenfalls weltlich, entstehen aus dem Denken im Anderswo gegenüber dem Leben im Hier. Auch wenn GZler häufig selbst annehmen, eine Art Ruf aus der Ferne, wie von der Wahrheit schlechthin, zu hören, empfangen, auszulesen. Das kann ein großer Irrtum sein, aber auch ein ebenso unglaubliches Geschenk. Was genau es dann wird, entscheidet nicht der „Empfänger“, sondern die Lotterie des Universums. Vielleicht ist das eine der größten Fragwürdigkeiten, die Menschen mit Planeten oder Achsen am GZ (oder dem Spiegelpunkt) über ihr Wesen empfinden.

Das, was ihnen a – scheinbar oder auch wirklich, wer mag das wissen? - einströmt, ist viel für menschliche Gehirne und nicht wirklich kontrollierbar. Skorpion, der die Einflüsse von irgendwo, vorgestellt oder wirklich, zu Systemen aussteuern könnte, liegt von Schütze aus ja davor, im haus des Geheimen, in 12. Die Fähigkeit, emotional zu transformieren ist also in Schütze ohnehin versteckt, verdrängt. Der GZler optimiert, statt zu transformieren. Mit Pluto in dominanter Stellung im Radix oder Skorpionständen entsteht dann zusättzlich eine heftige Energie des Wandels.

Immer aber bewegt sich „etwas“ im GZler aber dennoch am Tellerrand der Genialitäten, die ebenso gut zur schlüpfrigen Klippe der ganz großen, inneren Abstürze werden können. Als würde manchmal etwas in ihnen zusammenfallen, in einer Absolutheit, die genauso grandios ist wie die Höhenflüge. Der Ikarus-Effekt eben.

Das alles hat nicht wirklich mit den Seelenwelten zu tun, es sei denn, Mond stünde am GZ. Es ist eher eine Verdichtung von „Sinn“, aber nicht Zweck, von letztlich virtuellen (aber nicht uranisch mit dem Vergangenen brechenden) Aussichten, als stünde ständig ein Fenster in die Zukunft sperrangelweit auf. Und dort, endlich, wird es hell sein und dort wird die Antwort sein, die Weltformel, zu der GZler auch einen Bezug haben. Mythologisch erspürt oder radikal formell gesucht, egal wie – GZ fahndet nach der großen Antwort. Anwendbar werden GZ-Inhalte, die Splitter-Wahrheiten aus der exotischen Ferne, anfangs strange, dann zunehmend nachvollziehbar und am Ende logisch erscheinen. Aber ausnahmslos erst, nachdem sie die Mühle der Realität durchlaufen und sich mit Schon-Vorhandenem verbunden haben. GZ schützt sozusagen vor den Themen der nachfolgenden Zeichen im Tierkeis nicht. Saturn, Uranus, Neptun zeigen auch dem enthemmten oder wahlweise gerade wegen der Erkenntnis seiner Kleinheit depressiven GZler auf, wie der gesamte Kreislauf des Lebens nun mal seine Aufgaben fein hintereinandersetzt. Deine Vision muss in die Welt, oft bildlich. Die Fügung soll leben, das, was sich irgendwann doch ein-fügt. Es sind aber selten die GZler selbst, die hier unten, in der schnöden, düsteren Wirklichkeit des saturnisch Machbaren ihre „gechannelten“ Lichtregen anwendbar machen und zur Nutzbarkeit führen. GZ braucht Gönner, keine Lehrer. Das Lehrerhafte liegt ihm selbst am meisten, er ist oben, da , wo man weiß. Wenn Kunst daraus wird, dann wird all das dem GZler leichter. Schafft er es nicht, in den Ausdruck zu kommen, tauchen Eisberge in seinem Meer der Ideale auf.

Praktische Nutzung für die (All-)Gemeinheit ist wichtig, „irgendwann“ (ein Lieblings-Kontext des GZ), aber selten direkt des GZlers eigener Weg. Es sei denn, er hätte das MC dort, Erd-Umsetzungs-Faktoren oder starke Feuerhäuser-Besetzungen. Jungfrau liegt ja ansonsten leider mundan im Quadrat zum Schützen. Den „engen GZ-Personen“ geht es primär wohl eher um einen direkten An- und Ausstoß, um der „Mission“ Willen, die nie ein Ende hat. Fortsetzung ist auch so ein Prinzip, das diese Menschen leben. Das saturnische dicke Ende finden sie nicht bei sich selbst, sondern eher im Außen. Was die Welt mit ihren Überzeugungen, die in gewisser Weise weitaus heftiger sind, als die sturen Konzepte des Skorpion, dann anfängt, geht sie ja nichts mehr an. Am Ende wird dem Exzentriker, dem Fremden in eben dieser Welt, das, was dort hineingegeben wurde, wieder fremd. Er hat jedenfalls häufig ein starkes Charisma, einen gewissen Zug, der von ihm abstrahlt, analog zur Anziehung unserer Sternensysteme in Richtung GZ. Noch lieber aber seinerseits all diese "Einströmungen", manchmal irrwitzige, manchmal märchenhaft anmutende Gedanken-Fügungen, mit denen er in den heiligen Kriegen pro gedanklichem, energetischen Kick überall den Wegesrand markiert, wo Leben aus seiner Eingebung heraus einer Verbesserung bedarf. Erhöhung, der Einschuß auf ein neues Energie-Level, das ist seine Sache.

Solche Rituale der Energetisierung von Themen, wie sie beim GZler (besonders dem mit persönlichen Planeten und dem aufsteigenden Zeichen dort) häufiger stattfinden, können einen in der plötzlichen Intensität schon an den Modus religiösen Glaubens denken lassen, wenn man sie über ihr jeweiliges Steckenpferd reden hört oder sie daran basteln sieht. Dabei geht es einfach um ekstatische Überhöhungen des Schützeprinzips - meine Idee, meine Mission, meine Vision. Anders, immer anders, besser, reiner. Mein Projekt.

Wenn Widder das Ego ist, Löwe der Selbstkern und Schütze die Weiterentwicklung des Ich zum demokratisierbaren Ideal, dann setzt das GZ bildlich den Stempel der Religiosität auf all die geglaubten Inhalte, um die es gerade kreist.

Dem Altar des Eigenen werden die üblichen Weltanschauungen des „Normaleren“ quasi chronisch geopfert, dass das passiert, ist instinktiv, nicht bewusst gemacht, weil zum Beiseitetreten eher Luft im Radix gehört. Man „glaubt“ Welt einfach speziell. Eines „Wissens“ um Zusammenhänge halber, das – genau besehen – manchmal nur aus extremer Anschauung besteht. Gegenüber dem typischen Jupiter-Prinzip übertreibt das GZ schlicht noch eine Ecke heftiger. 

GZler sind damit sozusagen die Schützen des Schützen, weil im Sog des GZ das Brennglas des Jupiters wirkt, mit all seinen üblich feurigen Übertreibungen. Übrigens genauso gut im Negativen wie im Positiven. Das vergisst man beim alten Gott Zeus, dem Herrn des „denkenden Feuers“ mit seinen ewigen Blitzen, der die Nacht zum Tage machen kann, ja ganz gern. Glanz und Gloria sind zwar sein erwünschter roter Teppich, auf dem er durch das Leben wandert, aber allzu oft bekommt er von draußen seinen Ausgleich mit, wenn er sich plötzlich unter der Brücke schlafend wiederfindet. Selten kann leben so einfühlsam mit dem GZler sein, wie er „weiß“, dass es ihm generell doch zusteht.

Er ist eben nicht nur der Übertreiber, Potenzierer des Schönen, Wahren und Guten, sondern – aus dieser Erfahrung heraus - auch der schwarzen, tiefen Dunkelheit, die im Zodiak im Skorpion, direkt vor dem Schützen liegt. Was seine Kinder immer gern verdrängen,  obwohl sie täglich merken, wie sehr sie die drohende Düsternis rückwärtig aus dem Licht zu schieben droht. Es beängstigt, wenn man eine metaphorische Krone trägt und sie im Außen ständig bestätigt sucht. Je nachdem, ob es auch ansonsten eine Ballung im 9. Tierkreisprinzip gibt oder Jupiter stark steht (und man so dauernd auf theologischem Boden wandert, also in den Schuhen irgendeiner Lehre von Gott), kann sich eine zusätzliche GZ-Anbindung auch als dauerhafter Kampf gegen gerade die Götter zeigen. Die organisierten Formen von Religion sind ohnehin keine GZ-Angelegenheit. Dort, in unmittelbar erspürter Nähe, aber nicht wirklich dem Reich des Numinosen (das ist Neptun!), spielt sich dann auch mal der Kampf des Ich um das Meisterliche ab. GZ macht Gurus, die mit traditionellen Gottesvorstellungen so ihre Probleme haben.

Was GZ-Menschen mit ihrer „Silberschnur“ zur Mitte der Dinge anschiebt, die aber anders als „das Heilige“ des absoluten Fische-Kosmos immer eine Begrifflichkeit mehr für die neue Sicht findet, ist ein für andere fast bizarr anmutendes Vertrauen darauf, dass inhaltliches Sammeln nicht zueinander passender Inhalte sich irgendwann zu Wahrheit oder Wirklichkeit fügt. Nicht – wie Zwillinge – aus Funktionen das Leben lesen, sondern es rückwärts buchstabieren. Idee, die Welt kolonialisiert. Passiert das nicht, wird es zappenduster. Denn: Über Gott Zeus wohnt und herrscht nur noch das Schicksal. Deshalb werden die Jupiters dieser kleinen Welt (und insbesondere eben deren Superlative, die GZler) von den Schlägen aus der Mühe der Lebens-Ebene auch vielfach sehr hart und scheinbar aus heiterstem Himmel getroffen.

Gerade war doch noch alles überschau- und ver-fügbar. Nun zerfällt alles Gewusste in sein Gegenteil.

Dem GZ ist eigentlich nur mit Merkur (Jungfrau) oder Neptun (Fische) beizukommen. Zeige ihnen, was nicht zur Weltverbesserung funktioniert (ihr Defizit) oder größer ist als sie (die Totalität dessen, was nicht verbesserlich ist, das Heilige, in seinen schwach leuchtenden, zeitlosen, unmenschlichen Schattierungen). Plötzlich erleben sie ihr Universum, als fiele Glauben vom Glauben ab. Wer je einen GZler so gesehen hat (und das zeigt er der Au0enwelt selten, weiß aber meist genau, worum es da geht), ahnt, wieso in ihm ein Kind wohnt, das komplett zusammenbricht, wenn man ihm den Inhalt, das Vertrauen in die Fügung nimmt. Sterbende Sterne, zusammenfallende Galaxien, die nun einen umgekehrten Sog ins Negative, die Schwächung erleben können, der eindrucksvoll ist. Dennoch erhebt man sich wieder. Das Phoenix-Prinzip ist mit Stellungen am GZ stark konnotiert.

Grundsätzlich wirkt es auf mich, als gäbe es bei Anbindung ans GZ etwas wie einen direkten Kanal für bestimmte „Energien“ (aber unbedingt auch deren Dunkelform, die Nicht-Energien), die nie medizinisch erklärbar waren und in der herkömmlichen Art auch ungreifbar und schwer zu benennen bleiben. Da wird ausgestrahlt auf Teufel komm raus, weitergegeben, eingesogen. In ständiger Reproduktion des Aufgeschnappten. Häufig sind GZler intelligent, seltener brav studiert (anders als der typische Jupiter, der sonst wenigstens die Universität des Lebens immer neugierig besucht), aber sie sammeln reflexhaft Inhalte, Situationen, Umstände, die überall sonst erst unter der Schwelle ins Bewusstsein lauern und bislang keine Tür in die Üblichkeit finden. GZ-ler werden immer mal wieder direkt oder indirekt Tore zu brandneuer Erkenntnis für andere sein. Das hört sich bedeutsamer an, als es letztlich ist: Denn die wenigsten Menschen mit dieser Ankerstelle im Kosmos sind ja wirklich bedeutsam. Was das GZ sonst bedeuten kann, darüber haben wir bei Loop! bereits viel geschrieben:

Unter den GZlern gibt es genauso viele Bekannte und Unbekannte wie überall bei anderen Konstellationen. Sicher ist, man schaut auf sie, wo sie auch immer gerade sind. In irgendeiner Weise ist in ihnen ein Glanz, eine hoffnungsvolle Botschaft, oder auch ein faszinierend großes Leiden, das sich energetisch vermittelt, nicht unbedingt auf einer logischen oder rein emotionalen Ebene. Ich habe GZ-Personen erlebt, die anfangen für ihre Überzeugung zu brennen, und alle mussten und gingen mit. Auch wenn sich keinerlei „normaler“ Ansatzpunkt oder Folgerichtigkeit in dem, was sie ausstrahlten, vermittelte. Besonders ist das beim AC dort der Fall, in gewisser Weise auch bei der Sonne, weniger, wenn die Himmelsmitte um die neuralgischen Grade des Schützen steht. Letztere bringt hier eindeutige Bezüge, aber dennoch die stärkste Positionierung innerhalb einer teilbaren Realität mit. Sie (siehe Konstellationen weiter unten) streckt sich zum GZ, lässt nicht dessen Feuerräder auf sich herabregnen und ist weniger in Gefahr, in den inneren Funkenflügen völlig zu verbrennen.

Der Mustermann-GZ-Mensch, der nicht zufällig ein begnadeter Künstler, Musiker, Dichter, Weiser oder Wahnsinniger ist, hat auch immer ein bisschen von dieser irren, funkelnden Expansion, die mir als klassisch für diese Konstellationen vorkommt.

Sei es im Privaten, wo man das kleine Sterben der Sterne und ihren kaum vernünftig nachvollziehbaren Wieder-Aufgang hervorragend miterleben kann, wenn man einem GZ-Betonten so nah kommt, dass er Zeugen für Aufstieg und Fall zulässt. Das ist beileibe keine Selbstverständlichkeit. Optimierung in jeglicher Form spielt ja in seinem Leben oft eine Hauptrolle. Größere Rollen, Ideen, bessere Zugänge, neuere Zusammenhänge, schlimmere Existenzkrisen. Von allem ein bisschen mehr, exzentrischer, edler, bescheidener, strahlender oder dekorativer. Drei Märchen fallen mir für das Leben von diesen Menschen spontan ein: „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“, „Der Rattenfänger von Hameln“ und vor allem „Des Kaisers neue Kleider“. Kritisierte GZler, die keine Solidität im Chart haben, werden leicht kindisch, wenn man ihre Nacktheit statt der prächtigen Gewänder bestätigt. Danach aber legen sie sich gern (alles besser, alles schlimmer) in dieser Ungeschützheit bildlich in Schnee und Eis des Lebens und stellen sich das eine, kleine Zündholz in ihrer Hand wieder als wärmenden Ofen und totale Überlebensquelle vor. Der Gag: Das funktioniert sogar. Idealismus, der sich am Ende immer wieder an sich selbst entzündet.

Ein von außen häufig ersichtliches GZ-Motto, das paradoxerweise auch die „wahren“ Inhalte des Andockens an irgendwelche kosmischen Weisheiten oder Quellen spiegelt: Alles ist im Leben des GZlers außerdem immer wieder auch mal ganz anders, als es aussieht. Dieser Bruch zwischen Schein und Sein eines GZ-Menschen braucht im Radix tatsächlich dringend einen grundsoliden Erde-Touch und seelisch stark angebundenen Zug (gut wäre Wasserbetonung, die allerdings mit GZ auch zum märchenhaften Abdriften führen kann), um ausgeglichen zu werden. Glücklich die, die so ihre genialischen Einsichten dann auch tatsächlich wirksam in die Welt bringen können und Resonanz finden. Das ist nicht typisch, was sich aus einer gewissen Verliebtheit der Rolle eines „Sonderlings“ eben so ergibt. Wer sich nicht anpassen möchte und eben Leben mit individueller Bedeutung pflastert, kann mit etwas Schütze-Glück gesehen werden. Oder aber er endet eben in einer Schublade des Querulanten. Luft im Radix facht übrigens das GZ durch ihre steten Rationalisierungen eher noch in seiner Überhöhung an.

Vom Prinzip Fische unterscheidet sich das Ganze, trotz der Magie und des Geheimnisses, das GZlern anhaften kann, für mich schlußendlich durch das Weltliche, das solchen flackernden GZ-Funken, lodernden Energien und kritischen Visionen doch anhaftet. Auch wenn einer nur ein ganz kleines Licht in einem ansonsten geruhsam drehenden Kosmos ist. Um es mal sehr einfach zu sagen: GZler haben auch das Talent, das Große, das andere noch gar nicht spüren, aufzufangen und dann sehr klein zu machen. Oder andersherum: Weit hinein zu fühlen, über einen Horizont hinaus, den andere nicht mal als Grenze des Wirklichen wahrnehmen können. Und es dann soweit zu individualisieren, dass es eben nicht mehr „common“, nutzbar, beifallsträchtig ist. Raumschiff Enterprise, tatsächlich. Aber gern nur angenommen, immer schön virtuell. Die Ausübung, das Praktische hinkt genauso stark hinterher wie die Unmäßigkeit voranschreitet, mit dem sich die jeweilige GZ-Anbindung gerade demonstriert.

Dadurch wirken diese an sich hoch interessanten Inhalte, Worte oder auch Werke (bei Künstlern) manchmal drängend, strange, zehrend, schrill und zum Teil sogar grotesk auf ein einfacher gestricktes Gemüt.

GZ-Ausdrucksformen unterscheiden sich stark vom bislang Dagewesenen, weil sie zusammenbringen, was eben sonst nicht zusammengehört.

Nie entspricht es primär "üblichen" Konventionen, kommt stets mit einem gewissen Thrill daher, der stark an plutonische Fixierung erinnert, sich aber energetisch anders anfühlt. Man muss GZler kennen, um das selbst nachzuvollziehen. Da ist häufig dieser spitze Ton im Untergrund, ein Schwirren wie von Engelsflügeln oder einem wild tanzenden, abgeschnittenen Elektrokabel, das frei über den Boden schießt. Ihre sonstige Energie wirkt gern eher unkörperlich, manchmal sogar dumpf. Das elektronische Grund-Sirren ertönt stets, wenn sie angeschaltet (also von etwas überzeugt oder begeistert) sind. Manchmal hat mich das an eine bestimmte Qualität im Wassermann erinnert, aber Uranus' wirkt sich letztlich viel schneidender und einspitziger aus als ein Mensch, der mit dem GZ schwingt und dann gern auch mal äußerst wichtig, umgreifend und ausschweifend schwallt, aufbläst und blubbert.

Die dahinter vorhandene, außergewöhnliche, merkwürdige Power ist einfach unangebunden an "normale Wirklichkeiten". Zeit existiert nicht im üblichen Sinne, Verantwortung auch weniger und Vereinbarungen sind mit GZlern, die keine Erd-Kompensation haben, eine eher brisante Sache. Das Leben muss einsehen, dass sich das Galaktische Zentrum immer im Blick (das heisst in Kenntnis von), aber entfernt von den Absicherern des Realen (vor Steinbock und hinter Skorpion) befindet, wo bindendes Prinzip, das anderen das Leben erleichtert, ihr Zuhause haben.

Wenn das GZ gerade in einem seiner Kinder spukt, fällt es völlig aus der Zeit. Die eigentümlichsten Entschuldigungenkönnen folgen, die häufig damit zu tun haben, dass man als Normalmensch doch sehen MUSS, dass hier etwas ganz spontan wichtiger war, als die üblichen Dimensionen, die im Sozialleben gemeinhin nicht umsonst eine Rolle spielen. Ich habe mehrere GZler (Sonne und AC sowie genaue Spiegel aus dem Krebs) getroffen, die physisch ausgewiesen träge waren, aber ideell dafür extrem agitiert und agitierbar, sobald etwas sie ansteckte. Dafür darf das Objekt geistig-energetischer Begierde unbedingt merkwürdig sein. Nicht in dem radikal-uranischen Sinn (Altes weg und basta!). Stattdessen beweisen sich "die mit dem GZ tanzen" als unterschieden von Bestehendem, indem sie schützehaft in bekannten Modi operieren, mit ihnen experimentieren, sie überschreiten und Altes immer wieder völlig neu FÜGEN. Bis ein absolut scharfkantiges, glimmendes Puzzle aus Neologien entsteht.

An GZ-Künstlern und ihren Werken kann man das schön beobachten. Handelt es sich um Ideen, dann erscheinen ie sperrig, auch wenn sich dahinter oft schimmernde Perlen verbergen. Weil GZ immer in die unendlichen Weiten zieht, ist sein Inhalt astrologisch und weltlich meist der Zeit voraus. Das fühlt sich für GZ-Betonte sicher faszinierend an, aber erinnert dann ausgelebt doch auch an einen Astronauten, der einfach die Verbindung zum Mutterschiff verloren hat. Wenn GZ „bald“ sagt, heisst das umgesetzt oft „nie“. Gemeint ist aber treuherzig und ernsthaft immer das Szenario des GZ: morgen.

Dieser Lagerung fehlt manchmal sehr dominant der Chip, mit dem sie das Ritualhafte ihres eigenen Verhaltens auch nur ansatzweise erkennen könnte. Jede neue Situation eines alten Fehlers ist erst mal nur eins: neu und verzeihbar, weil anders wiederholbar. Muster kann das GZ weniger gut erkennen als Folgen, die ja den Schwerpunkt auf die Chronologie und nicht auf die Botschaft des Ganzen richtet. Das führt zu dem führt zu dem führt zu dem und jenem. Eine GZ-Lebensweise. Bei den Rechtfertigungs-Feldzügen, die entweder – abgespalten - von anderen erlebt oder aber für sich selbst durchgefochten werden, wenn wieder mal eine Norm gebrochen wurde, handelt es sich letztlich nicht um Ausreden, sondern – so wie ich es erlebe – um direkte Erfahrung. GZ-Menschen sind schlicht so fokussiert. Sie wissen „es“ eben besser, ob „es“ nun allgemeine Erlebnisse betrifft, die von ihnen nur anders ausgelesen und zugeordnet werden oder die Weite der eigenen ausufernden Erfahrung. Jede Ahnung wird am GZ schnell zum Wissen, das dann auch gönnerhaft weitergegeben wird. Beweise fehlen häufig ganz, weil die Kategorie „Beleg“ als „geprüft und zu klein befunden“ in die Schublade der Schubladendenker gehört. Auch daraus kann leicht ein neues Wissen getrickt werden: Unselig sind die Kurzdenkenden, die nicht mit den Maßstäben relativer Realität ständig im Kampf liegen. Sie „wissen“ es eben nicht. Im Gegensatz zum GZ-ler.

Gerade das sonst so extrovertiert Jupiterhafte - in Freud und Leid - das an die Phasen des Mondes erinnert - steckt bei Menschen mit starken Bezügen zum GZ manchmal eher in Dunkelhaft. Sie sind selten grundlustig wie ein Schütze, der gerade zu neuen Anbetungen des noch nicht Bekannten unterwegs ist, oder auch nur optimistisch. Sie haben "Gesichte", die sie ekstatisch werden lassen. Haben sie allerdings "angedockt" (an ihre jeweilige Radio-Quelle von "da oben", was immer das auch gerade sei), wird es manchmal leuchten um sie herum. Weil sie dann auch auf andere ansteckend angezündet wirken. Da ist es auch schon egal, ob etwas vielleicht nur ein Missverständnis des eigenen Geistes war, der sich einen Gedankenblitz angelte, der so echt wirkte, dass er doch niemals von einem selbst kommen kann. Eine chronische Falle der GZler.

Ihnen fehlt häufig die Fähigkeit, das Wahre und Gültige von "Zeug" zu unterscheiden.

Das kann besonders für die GZ-Kinder schwierig sein. Ein gut gestellter Neptun mit stabilem Merkur hilft da sehr, auch eine sichernde Achse Fische-Jungfrau ist für diese Zwecke nicht zu verachten, weil in ihr das "wahre Wahre" aussortiert und überhaupt erst als unterscheidbar vom Sammelsurium irgendwelcher Einflüsse wahrnehmbar wird. Wenn einem GZler der Magen weh tut, ist es möglich, dass er unvermittelt sicher ist, dass er nie mehr Treppen steigen sollte. Weil ein „Zusammenhang“ aus welchem Grund auch immer radikal unabweisbar scheint. Manchmal stellt es sich dann, zum Staunen der Öffentlichkeit, auch als wahr und richtig heraus. Manchmal aber auch nicht. Was sich dem Herrn der Einsichten allerdings selbst selten vermitteln wird. Das hat mit Psychopathologien gar nichts zu tun, sondern nur mit einer wirklich beeindruckenden Fähigkeit, blitzschnell Verbindungen zwischen Unverbindbarem herzustellen. Ein wirklich großes Talent der Menschen mit starken astrologischen Positionen Richtung GZ.

Manchmal wirkt das wie Musik, deren „Wert“ auch nicht beweisbar ist, aber in ihrer Schönheit deutlich zu erleben. Wenn diese Verknüpfungs-Momente genutzt werden, dann entstehen die zuweilen unglaublichen GZ-Augenblicke: Die Welt schlägt Rad, kopfüber-kopfunter. Danach sieht sie vielleicht nicht ganz, aber in Schwingungen anders, feiner, interessanter gewirkt aus. Das Geschenk, was ein gut ausgesteuerter GZ-Verbundener der Welt wirklich zu geben hat. Wird man unvermittelt aus dem Kokon entlassen, den jemand nah am GZ unbewusst durch die Welten, die er in die Welt hineinplatzen lässt, um einen strickt, bleibt man als nun wieder Unbeteiligter unter Umständen mit einem äußerst leeren Gefühl zurück. Dem GZ-Kater, den Menschen kennen, die in Beziehung zum GZler stehen. Es wurde viel geredet, geschrieben, gefügt, gesponnen, gedacht. Nun ist es still, so still hier drinnen. Während GZ längst wieder seiner Wege zieht, angefüllt mit den Energien, das es vor anderen bewegt und dann von ihnen gesaugt hat, auf der endlosen Reise zur nächsten energetischen Expansion. Diese Erweiterungen füttern jeden GZ-Menschen regelrecht, während andere ihren schwirrenden Kopf, Erschöpfung und Ausgelaugtsein erst bemerken, wenn die „Stütze“ der Anwesenheit des „Erregers“ entschwunden ist. In neuen Weiten.

Müssen sich die GZler nach ihren (tagesüblichen) Höhenflügen oder Abstürzen mit den Dingen des Lebens leider doch ernsthaft und hyperkorrekt auseinandersetzen (in jedem Leben gibt es diese Situationen), tritt der Jupiter des Jupiters in ihnen hinter der Depression darüber zurück, nicht mehr in den Sphären des Alles-Machbar-Erlebbar-Denkbar-Fast-Greifbar zu sein. Man lebte doch gut, im ewigen Bald-Gleich-In-Kürze. Welt wird erschreckend dumpf und erdig blockierend, falls sie sich verregelnd zeigt und Steinbock, das Folgezeichen glänzen lässt. Wirklich, wie sie in ihrer Echtheit des Todes nun mal überall sonst aussieht. Tatsächlich wirken viele GZler darum auch alltags wie das sprichwörtliche "schwarze Loch", das gleichzeitig Radioquelle ist, ausspuckt und einsaugt sowie ständig auf einer nervigen Frequenz sendet. Input-Output-Kick. Da war doch noch ein Zusammenhang? Wir wollen ihn entdecken, los! Eindeutig andere Planeten-Themen werden dann kurzerhand aus dem System gefeuert. Und System ist in dem Fall ALLES, von Beziehung bis Selbst. So richtet sich ein GZler im Selbstzerstörungs-Modus auf der chronischen Suche nach dem neuen energetischen Kick auch von Zeit zu Zeit idealistisch zugrunde.

Nie habe ich Menschen derartig "low" im Energiemodus erlebt, wie GZler. Nie dieselben Menschen genauso entflammbar und entflammt. Bei ihnen geht – wie gesagt – so vieles um schiere Energie. Sie müssen hochgezogen werden von neuen Ansagen, Anreizen, fügungslosem Brachland, das eindeutig besser nicht "von dieser Welt" sein sollte. Es schwirrt, flügelt, bebt, erzählt in ihnen - und eigentümlicher Effekt - die Umwelt schwirrt nach kürzester Zeit mit. Höre einem GZler zu, der dich be-spricht oder einfach stumm be-gegenwartet. Es ist manchmal wie ein Zauber-Bann, im Guten wie im Bösen. Alles zieht sich hin. 

Gern sind es Männer (Schütze bleibt männlich), die all das Wilde, Neue, das sie da saugen (es hört sich böse an, ist aber ein sehr treffendes Bild), ohne Ansehen der Realisierbarkeit mit einem "Anwendbarkeits-Stempel" versehen, lang analysieren und doch nie umsetzen. Den Frauen ist häufiger trotz der fantastischen Lagerung ein dominanter Rest-Imprint von Machbarkeits-Bewusstsein eigen, gerade, wenn sie MC oder dessen Herrscher in GZ-Nähe haben. Die weiblichen Aszendenten am GZ können emotional und energetisch sein wie lebendige Fackeln. alles brennt, wenn sie sich anzünden lässt vom Mythologischen. Hier, bei den Frauen, kommt ein dominanter Bezug zu Mythos und Logos vor. Das Wunder wird chronisch in die Welt gebracht. fruchtbarer als bei einigen männlichen GZ-Zögerern.

Die Stellungen bei 26 Schütze (oder im Spiegel Krebs) sind andererseits im täglichen Leben manchmal extrem selbstgenügsam und gleichzeitig energetisch in einer derartigen Absolutheit vereinnahmend und mit sich selbst verstrickt, dass es wirklich leidvoll werden kann. Für alle Beteiligten. Ein häufiger Ausdruck, wenn der GZ-Grad nicht durch vorhandenen Krebs-Spiegelpunkt im Geburts-Chart einen Kanal in die Welt findet und damit Anbindung an das tatsächlich nährende Mutter-Prinzip und emotionale Quellen. Also jenes Empfinden, mit dem man den Boden des Seins und Weiterführens bei so viel Einströmung halten und kongruent "verkaufen" könnte.

In einer GZ-Anbindung steckt für mich zweifelsohne mehr am Prinzip Möglichkeit, als eine arme humane Seele in der uns gegebenen, menschlichen Lebensspanne würde nutzen können.

Aber dem GZ wirkt so vieles ewig und unaufhörlich, was anderen endlich ist. Darum kommt es auch vor, dass diese anderen arbeiten, während GZ gerade in der Vielzahl seiner Optionen verloren geht und auf die nächste Eingebung, den Fluss, das „richtige Gefühl“, den Impuls der Weisheit zum Handeln wartet. Hier wird der Schütze, der so gern hinaus in die Fremde marschiert, durchaus zögerlich. Die Zukunft, mit der GZ manövriert und sich gleißen sieht, ist nie jetzt. Denn das Jetzt ist so viel kleiner und anstrengender als die Zukunft.

Dass Menschen mit diesen Ständen gern in irgendeiner Hinsicht Maniacs oder Besessene sind, abgefeuert durch ein "Mitgenommen-Werden" durch das Projekt Erkenntnis, führt zuweilen zu echten Komplikationen. Dann wird es eng im Denken. Eben piepte es doch noch im Gebälk. War das eine geniale Einfließung oder sinnloser Stuff? Ausdifferenzierung in jeder Form ist GZ-Aufgabe, aber nicht Talent. Selten finden sich hier regelnde Abstände von Themen, Einflüsterungen, den scharfen Wendungen des Verstehens (nicht Begreifens!). GZ-Menschen kennen nichts besser als den „Rausch“, bei dem etwas sie packt und regelrecht abfeuert in eine Suche. Manchmal handelt es sich wirklich und wahrhaftig um eine Art Weißen Rauschens, unter dem die Wirklichkeit vorbeizieht, scheinbar endgültig erhebend, krönend, göttlich. Bis Saturn aufkommt und Dinge wieder endlich, real, verletzend werden.

Aber: Das GZ liegt trotzdem nun mal nicht in den Fischen, wo die letzten Wahrheiten zuhause sind, sondern im jovialen Zeichen der Übertreibung. Mehr, mehr, schrie der kleine Häwelmann. Blase, guter Mond, blase. Und dann fuhr er in seinem Bettchen den Himmel entlang. GZ und seine Spiegelung in den Krebs. GZ und sein Bezug zum BILD der lunaren Vision des Glaubens. Zum All-Eins, das immer da war und nie aufhört. Sie sind nicht heilig, seine Anwender, Entdecker und Analysten. Sie verleihen ihren Inhalten höchstens eine quasi-religiöse Streubarkeit und -breite. Vielleicht ist der Bezug zum GZ eine Art Feuer-Korridor zur Idee des Größten, das eine irdische Vorstellbarkeit behalten muss oder soll. Die wirklichen, kosmischen Backing Vocals dahinter aber, die liegen irgendwo im Dunkeln. Der Mensch mit Bezug zum GZ kann, soviel ist sicher, in Beziehung zu anderen, wegen des Vertrauens auf das Wahre im Irgendwas auf andere destruktiv, aber auch besonders konstruktiv wirken. GZ ist immer so ethisch wie seine Idee. Der Einfluß auf das Außen ist jedenfalls vielfach stark, selbst wenn die spezielle Person gar nichts tut.

Nach meiner Beobachtung in den vergangenen Jahren ist folgende Hierarchisierung für Aspekte mit dem GZ in der astrologischen Arbeit (mit dem Radix) gut anwendbar. Die Orben können nach meiner Sicht größer als sonst angenommen werden, analog zum GZ-Zug. Es sei denn, bei seinen Spiegelpunkten nach Krebs, die ich ausschließlich anwende (und testweise denen in Steinbock-Zwillingen). Hier bleibe ich bei einem höchstens 1-2 Grad Orb. Am wichtigsten sind für mich folgende Konstellationen:

Achsen (auch SP der Achsen). Die Spiegelpunkte direkt auf oder im starken, engen Aspekt zum GZ. Mond am GZ oder Jupiter am GZ. Sonne am GZ. 

- Der AC am GZ bringt eine direkte Ankopplung an oben genannte "exzentrische", fremde Inhalte, feinste energetische Unterströmungen auf einer ideellen Ebene. Die Ideale, Visionen, Missionen lodern im AC-Kanal regelrecht auf. Im Gegensatz zu einem starken Neptun oder Fische anderswo geht es beim AC-GZ weniger um Wahrheit (es sei denn, sie haben eine besonders starke neptunische oder Fische-Position dazu) und auch nicht primär um das Spirituelle, Unsagbare.

Die Aszendenten dort richten ihr Licht automatisch aus, beleuchten unbewusst alles, was fügbar und fügungslos ist, und das sich ihnen als Zusammenhang dann geradezu aufdrängt. Es strömt und strömt von einer fernen Quelle ein.

Diese GZ-Inhalte sind zwar oft zuerst überfordernd, dann aber doch erklärbar und haben stark auch mit Glauben an, Überzeugtsein von etwas zu tun, weniger mit dem "neptunischen Wissen um". Wenn sie auch Zeit brauchen, um formuliert zu werden. Philip Sedgwick spircht hier von der Dauer einer Schwangerschaft, um Einströmendes wirklich nutzbar zu machen. Manchmal kommt hier eine Art ungewöhnlicher, starker Hellsichtigkeit (in bizarren, aber sehr reichen Bildern) vor. Diese Personen wirken oft auf eine stille Art mächtig, das scheint direkt mit ihrer energetischen Lagerung zu tun zu haben, weniger mit der tatsächlichen Macht in der Welt:

Lady Di, Mutter Theresa, Nelson Mandela, Jimi Hendrix, Bob Dylan, Michelangelo, Ronald Reagan, Herrmann Hesse, Ron Hubbard, Kaiser Hirohito, Cervantes, Bert Brecht

- MC am GZ bringt häufiger eine extreme Ausrichtung auf sogenannte „exzentrische“ Vorstellungen, Ausdrucksformen oder Berufungen, die zunächst wenig mit kulturellen Schulmeinungen und Weltsicht zu tun haben. Es ist stärker sog-bedingt, weniger intrinsisch mit der Person verbunden, als der AC dort. AC ist sozusagen der Kanal selbst (Person symbolisiert in dem, was sie vermittelt, oft sehr kongruent jenes Quer-Sein, das ja häufig mit dem GZ einhergeht). MC zeigt sich dagegen wie ein Fluß zum GZ hin, ein Fernrohr mit Dauerfokus. Eine Art elektrischer Ankopplung an die "fernen", ungewohnten, noch nicht bewiesenen, aber konzeptuell äußerst mächtigen Inhalte oder künstlerische Visionen, die erst noch gefügt werden müssen. Hier findet sich auch ein sehr, sehr starkes Bewusstsein für zukünftige Trends, zugleich mit der Fähigkeit, sich von den Inhalten distanzieren zu können - was bei AC oder Sonnen am GZ nicht immer der Fall ist:

Michael Jackson, George Clooney, Demi Moore, Paul Mc Cartney, Papst Benedict, Johnny Cash, Al Capone, Deepak Chopra, Onassis, Alexander Graham Bell, Elisabeth Kübler-Ross, Louis XV, Franz von Assisi, Peter der Große.

- Mond am GZ (übrigens oft auch Venus) ist tatsächlich häufig das, was sonst – wie ich finde – zu Unrecht immer wieder mit dem Mythos der "Großen Mutter" als Bild des GZ verknüpft wird. Eine stark exzessive, emotional aufgeladene, gespürte Ankopplung an weiblich-existenzielle Inhalte des Gebärens und Tötens, weitergehend: der Erschaffung, der Erschließung von Quellen (ob des Wissens, des Talents oder des Geldes) auf einer ideologisch zwingenden, völlig anderen und neuen Ebene:

Mozart, Sri Aurobindo, Freddy Mercury, Van Gogh, Krishnamurti, Victor Hugo, Charlie Sheen, Ted Bundy, Donald Trump, Liz Greene, Thomas Edison, Neil Armstrong, Matisse

- Jupiter am GZ verstärkt den Glauben an sich selbst, seine Idee und Welt als „Gefüge“ immens. Hier finden sich auf ihrem Gebiet wirkliche Visionäre, die manchmal geradezu magische Wirkung nach Außen erzeugen:

Hermann Hesse, Paganini, Vincent Van Gogh, Eckhard Tolle, Cat Stevens, Robbespierre, Alice Cooper, Nicolas Culpeper, Joachim Löw, Nicolai Gogol, Al Gore, Sven Hedin, Hölderlin, Howard Sasportas.  

- Sonne am GZ hat oft schwierige Lebensverläufe, weil der tatsächliche Lebens-Standort hier quasi im Sog des Unbekannten liegt. Und da bleibt er dann häufig auch, wenn nicht Selbstdistanz gelernt und geübt wird. Andererseits manchmal geniale Begabung der „Inspiration“:

Willy Brandt, Brad Pitt, Frank Zappa, Beethoven, Osho, Steven Spielberg, Joseph Stalin, Keith Richards, Paul Klee, Jane Austen.

- Spiegelpunkte auf das GZ (engerer Orb, sonst verlieren sie die sonst teilweise markant sicht- und spürbare Spiegelfunktion) über 0 Widder in den Krebs holen - je nach Charakter - also Achse oder planetarer Faktor - die "Inhalte" des GZ direkter in die Welt. Sie setzen zum Teil immer wieder gewaltige Energien über das Wesen des auf's GZ-spiegelnden Faktors im angezeigten Haus um und kommen dort zu völlig neuen Erkenntnissen "durch Fügung" oder, indem sie selbst etwas fügen/zusammenfügen (Schütze/Jupiter-Modus auf Instinkte und Emotionswelt übertragen).

Die Spiegelpunkte von Achsen oder Planeten auf das GZ sind die Radix-Faktoren, die in der Welt dann eher Resonanz auf die teilweise eigentümlichen Einsichten finden und auch eher "gehört" werden als die reine GZ-Aussage per Schütze:

Oskar Adler Merkur und AC, Claudio Abbado Sonne, Johann Sebastian Bach AC, Ingeborg Bachmann Sonne, Pearl S. Buck Sonne, Beau Brummel Venus, Honore de Balzac Venus, August Bebel Chiron-MC,Bo Yin Ra MC, Bill Clinton MC, Alexandra David-Neel MC, Lady Di Merkur, EURO MC, Guy de Maupassant Mond, Ian Fleming Mars, Paul Gauguin Merkur, Antoni Gaudi Sonne, Günter Grass Mond, Alex Haley Venus, Dustin Hoffman Venus, Louise Huber Venus, Katharina, die Große Jupiter, Helen Keller Sonne, Friedrich Klopstock Merkur, Krishnamurti Jupiter, Therese von Lisieux MC, Peter Kürten Jupiter, Willi Messerschmitt Sonne, Marie Antoinette Frankreich AC, Napoleon Venus, Florence Nightingale Venus, Carl Orff Merkur, Harvey Lee Oswald AC, Pater Pio Mond, Jean Renoir Jupiter, Thomas Ring AC, Robert Schumann Merkur, Christoph Schubert-Weller Mond, Leon Uris Venus, Lech Walesa Ac, CF von Weizsäcker Venus.   

Weitere Planeten oder Achsen am oder im Aspekt zum GZ:

Planeten im direkten, schwierigen Aspekt zum GZ (Quadrate oder Oppositionen) machen Weltbilder-Crashs, oft einen Kampf, der zum Krampf wird, obwohl der Zugang zu starkem, ungewöhnlichen Wissen und Wunsch nach Wahrheit sehr, sehr stark ist.

Die Konjunktion der oben noch nicht aufgeführten Faktoren ist etwas anderes. Mars und Venus am GZ legen – je nach Lagerung in den Häusern – eine unglaubliche Brisanz auf das angezeigte Prinzip, Maßstab wird überhöht (Venus) oder Initiative (Mars). Diese Menschen sind auch in Beziehungen sehr, sehr eigen und haben besondere Zugänge und „Eingebungen“. Das kann teilweise mit archetypischen Bildern stark zu tun haben, die in diesen Gzlern sehr lebendig sind, aber auch stark eigen, subjektiv geprägt und erneuert werden.

Merkur am GZ ist für mich stärker als ein starker Merkur-Uranus, in gewisser Weise ähnlich elektrisch-schnell, allerdings letztlich nicht trennend, sondern verbindend. Hier läuft das neue unaufhörlich ein, wie ein Zündholz, das man an ein Benzinfass hält. Allerdings brennen diese Inhalte (anders als die Uranischen) schnell aus. Saturn am GZ verleiht erhebliche Struktur-Qualitäten, kann aber auch zu fast manischen Bestimmer-Qualitäten führen, was insgesamt ganz neue, eigentümliche Formen der Bestimmung oder Einschränkung hervorbringen wird. Chiron am GZ ist für mich der „Hort ewigen Schmerzes“, über den fast unmenschliches Leid erzeugt, aber auch – bei Verantwortungsgefühl und bewusster Selbst-Konfrontation – verhindert und geheilt werden kann, im Sinne einer philosophischen Lehre, die übertragbar auf andere ist. Dies ist eine sehr brisante Stellung, die viel Abstand von sich selbst verlangt, aber dann Schmerzen lindern kann, die tiefer sind als allgemein vorstellbar.

Pluto am GZ (oder im Aspekt dazu) kann dagegen vielmehr tückisch werden, das Stichwort ist hier: Super-Konzept. Er hat nichts Persönliches mehr an sich, sondern versucht, Brüche zwischen Sichten in ganz neuen Systemen zu fixieren oder zerstört unter Umständen Fügungen und den Fluss neuer Einsicht auf einer sehr existenziellen Ebene.

Über Neptun am GZ gibt es für mich noch wenige, wirklich nachvollziehbare Erkenntnisse, den Überlauf hat eine jetzt gerade erwachsene Generation im Geburtschart, die – für meine Begriffe – entweder spirituell „operiert“ (eine gewisse, cleane Zugänglichkeit für „wahre“ Inhalte des Neptun glaube ich zu sehen) oder alles Spirituelle vernebelt und mit abzuwehrendem Chaos verwechselt. In einem Maße, das für mich erstaunlich und umfassend ist. vielleicht ist gerade der Neptun hier sehr schwer auszulesen – wenn Hyper-Jupiter und der Herrscher der tieferen Wahrheit zusammenkommen, kann es absolut trügerisch und genauso absolut erhebend und erhellend werden. Ich tue mich hier sehr schwer, die gegenseitigen Einflüsse „auszulesen“ – was beim GZ ohnehin nie mehr als ein Versuch (samt allen Irrtümern) sein kann. Die Achsen im Trigon, Sextil oder den schwierigen Aspekten zum GZ zeigen einerseits ein individuelles, deutliches, fließendes Eingestimmtsein auf und andererseits manchmal einen dauerhaften, persönlichen Clinch mit unüblichen Inhalten, die noch nicht von der Allgemeinheit auf- und angenommen sind.  

Paganini Saturn, Heinrich Himmler Chiron, Saint-Exupery Chiron, Thomas Ring Merkur, Einstein Sonne-Quadrat, um hier nur einige zu nennen.

Ein kleiner Nachsatz: Mutter Meera, die "Heilige" aus Andra Pradesh hat für mich den schönsten "weiblichen" GZ-Satz geprägt, den ich je gehört habe: 

Ein verbreiteter Irrtum ist, zu denken, dass eine Wirklichkeit die Wirklichkeit sei. Man muss immer vorbereitet sein, eine Wirklichkeit für eine größere aufzugeben." 

Bingo. Das ist die Kunst. Was immer man sonst von Mutter Meera und dem GZ halten mag. Sie hat übrigens AC auf dem GZ, Sonne SP-Steinbock GZ, Merkur Kon GZ. Was ich mit all dem sagen will: Leute, glaubt bloß nicht an alle fliegenden, astrologischen Untertassen, die neuerdings in Horoskopen herumschwirren. Aber achtet gut auf eure Achsen und persönliche Planeten, die direkte Verbindung zum GZ haben oder den genauen Spiegel aus dem Krebs. Ihr könntet angeschlossen sein. Ihr könntet Dinge wissen, die andere nicht mal glauben würden. Oder Dinge glauben, die andere nicht wissen wollen. Die Chance ist das Problem - beim großen Tor ins Unbekannte, dem Galaktischen Zentrum. Soweit meine Sicht der Dinge.

(Erstveröffentlichung: Dezember 2012)

Bild: Pixabay + alle Comix vom genialischen, jungen Zeichner THORE. Er hat ein Stellium von Sonne, Mond, Merkur, Mars, Venus, Uranus und Neptun im Steinbock. Hier seine WEBSEITE!

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