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2017 - Jahr der Zauberlehrlinge

"Besen, Besen, seyds gewesen!"

(Der Zauberlehrling, 1798, JW von Goethe, Herr 12 Pluto in 1 Skorpion = Mars-Neptun).

Gut, dass bei allen Unterspülungen wenigstens eins unverrückbar ist im Crazy Wisdom dieser Zeit: Sonne steht auch diesmal wieder gesichert in Erde, zu Neujahr 2017. Ja, wir leben also wirklich noch und es dreht sich unter uns auch alles wie gewohnt weiter. Ein großer Trost, bei dem, was so weggebrochen ist an Hoffnungen - wo sich nun auch noch ein Wasserjahr voller Bereinigungen der Überbleibsel aus 2016 ankündigt. Voll von Verlust-Ahnung und den Schatten von geheimem Reichtum, der Poesie unerfüllter Sehnsucht, ohne die Leben zu hiesig wäre, so elendig irdisch, praktisch überfüllt.

Diesmal haben wir auch einen gut sitzenden Titel für 12 noch unbeschriebene Monde, eine Überschrift der Zeit, die mit dem sehr, sehr genauen Mars-Neptun zu Anfang dealt. Die Zauberlehrlinge, zu denen uns die letzten Wochen gemacht haben, sind los. Die Staunenden, die wir immer noch an Wunder und deren Verhinderung glauben. Denn das tun wir. Mutig, angetan diesmal besonders stolz mit der roten Glücks-Wäsche der Ungebeugten. Gerade, wo Neptun, das weiche Wasser sich regt, der zuhause manchmal so sehr stockt und nur selten einfach fließt, so dass wir mitkönnen. Nun rührt ihn Mars. Befremdlich, träumerisch, wie eine Erfindung, fühlt es sich manchmal jetzt an.

Diese neue Konjunktion am ersten Tag des Jahres hat es natürlich in sich, all das, die Chance zum Leer-Sein wie auch von Lehr-Stellen, Leer-Stellen, der Überflutung durch Emotion genauso, wie von einer überwältigend großen seelischen Suche nach Erfüllung (und einer kleinen, aber deutlichen Chance darauf). Das als Gesamtkunstwerk erregt Erwartung und bringt extrem viel innere Bewegung mit. Das gilt für alles, für das wir uns noch ereifern können - als hätte jemand dem Sehnen Leben und uns Wissen eingeatmet. Dass es sich irgendwann doch wieder wenden muss, wo Uranus so gewaltig in Feuer arbeitet.

Nach den vielleicht verwirrendsten Monaten des noch jungen Jahrtausends, wo Maßstäbe und Hierarchien völlig vernebelten, soll aber nun alles privat, beruflich und gesellschaftlich wieder aufgeräumt werden. Gar nicht so einfach, wo Merkur mit seinem Besen, den Ritualen und nicht mehr passenden Angewohnheiten, die wie zu kleine Schuhe sind, anfangs rückläufig steht. Astrologie bildet nur die notwendigen Zyklen der Zeit ab, selten isolierte Brüche und darum wallt auch der unangenehme Bodensatz des Saturn-Neptun-Quadrats und des von Jupiter noch mal geweckten Uranus-Pluto bald wieder auf, die viel Schlamm und Müll in Beziehungen hinterließen (ob zuhause oder in der Politik). Reste, die wie vom Boden eines Glases voller klarem Wasser aufgewirbelt und durch Mars-Neptun in den Fischen regelrecht aufgestört und umgespült werden. All das dient der Entwicklung.

Und sie laufen! Nass und nässer/Wirds im Saal und auf den Stufen:/

Welch entsetzliches Gewässer!/Herr und Meister, hör mich rufen!/

Ach, da kommt der Meister!/Herr, die Noth ist groß!/ 
Die ich rief, die Geister,/Werd ich nun nicht los. 

Also keine Sorge. Dass es nicht darum geht, sich selbst zu belügen mit Beschönigungen, sondern darum, endlich klar und wahr zu sein, darf man nie vergessen, wenn man nach einigen Tagen des neuen Jahres "ent-täuscht" (auch ein Mars-Neptun-Archetyp) im alten Leben erwachen sollte. Mit bitterem Geschmack, weil Neptuns Verbindungen zu persönlichen Planeten zu solchem Beginn eben unglaublich viel Hoffnung schüren, von der nur Schalheit bleibt. Wo man glaubt, Glück sei kein Tu-Wort. Neptuns Beziehungen zum Traum sind ja zu etwas gut, weil sie lehren, wo das Licht ist, dem man innen folgen kann.

Abgesehen davon, ist der schleichende Beginn des Neuen jetzt überall durchwoben von genau dem stillen Chaos, mit dem 2016 endet. Solche Schneisen der Zeit verleiten ja zurm Irrtum, denn wir knüpfen immer nur da an, wo wir aufhören und umgekehrt. Soweit die Lektion eines schwierigen 2017, das nicht plötzlich zum großartigen Glanz-Taumel mutieren kann, den Pop-Astrologen immer wieder versprechen. Nicht Gott würfelt nur, sondern auch wir, wo wir unser Schicksal so zu einem Glücksspiel machen (Mars-Neptun für Greenwich noch in 5), statt zu einer Entscheidung zum unmittelbaren, klaren und direkten TUN zu kommen, entsprechend der eigenen Werte. Mit denen, sagt Jupiter in Waage, können wir uns beschäftigen, wenn wir unglücklich werden und damit doch nur wieder neue Leitbilder in die Welt setzen, die überschwappenden Emotionen nicht standhalten.

Denn Mars-Neptun signalisiert das trügerische Wasser - wie verhext: Auch 1798, im Jahr, als Goethe seinen "Zauberlehrling" mit Schiller im Musenalmanach veröffentlichte, begann spannenderweise mit passendem Mars-Neptun, nur nicht so eng wie jetzt, bloß im festen Wasser, Skorpion. Im Vorjahr, als er geschrieben wurde, stand Mars, wie heute, in den Fischen. Und so fließt und trieft und überschwemmt und gurgelt und rauscht es auch diesmal wieder in den Kanälen des inhaltlichen Zentral-Aspekts. Mit dem starken Fische-Thema der Aufruf, etwas zu opfern, wenn nicht unser Alltag gegen uns geopfert werden soll, wie wir ihn kennen. Nein, es geht nicht um Tode, sondern bloß um das schlichte (und echte!) Aufgeben von Dingen, an denen wir kleben, mit Jupiter die Wünsche, mit Pluto Konzepte, mit Uranus über's Knie gebrochene Schnitte, die nichts erneuern, außer der Lust am Cut.

Die Spannungen kardinal, die immer unabweisbarer werden, bremsen sich ja sonst nur gegenseitig aus. Die Lösung liegt tatsächlich in der Konstellation, die am ersten Tag dem Jahr Schub verleiht: Mars-Neptun. Triebwerk in Liebe oder Lüge. Die gradgenaue Konjunktion von Türöffner und Türschließer des Tierkreises zu Neujahr als glasklare Anweisung: Be Water! Widerstrebe den Bewegungen nicht! Gib ab! Sei diesmal wirklich durchlässig, wenn du aus Schlamm fruchtbaren Boden machen willst. Bleibe fließend, erstarre nicht in unerfüllten Sehnsüchten. Saturn in 3 (für Greenwich) gibt die Gebrauchs-Anweisung dazu: Jeder Mensch braucht Ausdruck und Funktion für sein Umfeld - und auch das ist kein Zufall, sondern eine Wahl oder: letztlich eindeutige Sache des Beschlusses. Alles andere endet im Opfer. Und wohin Welt gerät, wenn Opfer und Täter-Settings die Hauptrolle spielen, haben wir 2016 gesehen: Die selbst erklärten Omega-Hähne des Schicksals griffen Alpha-Hühnchen überall auch da schon in der ersten Nacht an und diese machen fortan wieder andere Omega-Hühner aus, in grenzenlosem Genebel. Bis nirgendwo niemandem mehr etwas zustand und alle gegen jeden kämpften. Der ewige Kreis, wo alles immer an den Ecken übersteht, was das perfektionsgepolte Hirn damit verwechselt, dass zu wenig gleichgemacht ist. Aber das geht nicht mit dem saturnischen Meißel, sondern nur da, wo wahrhaftig Gleichheit ist. In den Träumen eines atmenden Menschen von anderen atmenden Menschen.

Im schwierigen, vergangenen "Erlkönig-Jahr" (siehe 2016 Ausblick "MEIN SOHN, ES IST EIN NEBELSTREIF...") war es, als alles zu eskalieren begann - mit drei harten Mars-Merkur-, Uranus-Pluto- und Venus-Neptun-Quadraten zu Beginn, war Blindheit für den Eigenanteil (Aspekt der 90° Spannungen) fast unumgänglich.

2017 dagegen handelt von uns als beteiligten Zauberlehrlingen, den inneren und äußeren Geistern, die man da rief aus dem Nirgendwo (wohin auch immer) und irgendwie jetzt wieder loswerden will. Von den Masken der "Twisted World", die wir nun mit dem sturen Retro-Merkur auseinanderdividieren können. Was ist wichtig, was ist Talmi, Stuff, Fake?

2016 wollte Mond mit Jupiter in Jungfrau kleinkarierte Volx-Aufblähungen, jetzt verspricht er in Wassermann wirkliche Änderungen, wenn wir nicht nur die Gewohnheits-Rebellen in unseren langweiligen Trends spielen, sondern echte Änderung suchen und durchsetzen. 2017 liefert dafür die Enthüllbarkeit aller verdrängten Schatten auf die Türschwellen. Wir können uns täglich fragen: Zauberst du schon oder quälst du dich noch? Denn es ist unser Geist, der die Illusion der Unveränderbarkeit von Zuständen schafft. Manchmal braucht man in diesem Jahr vielleicht nur ein Fingerschnippen, um eine völlig andere Sicht zu erfinden. Dazu benötigen wir die Schärfe des Uranus, der zwischen Mars und Neptun sonst immer fehlt. Den Cut, den Schnitt, das, was entklemmt, wo wir festsitzen, eine innere Revolution, die sich dann nach außen mitteilt und die äußeren Rebellionen eher unnötig macht. Oder zumindest abschwächt. 

Was du im Kleinen erledigen kannst, wird dich im Großen weniger drücken (und andere auch - das ist der Zauber!). Wir befinden uns nun nach 2016 mit Waage-Mars (rechts Neujahr) zunächst mit dem Fische-Mars auf Neptun wieder in der Gegend emotionaler Wasserfälle, aufgewühlten Empfindens, der Sehnsucht und des fließenden Drucks in Richtung auf endlich mehr Versprechen erfüllende Lösungen. Das liegt allerdings auch daran, dass in der Deklination immer noch ein regelrechter "Versklavungs-Aspekt " zwischen Saturn und Pluto besteht und länger akut bleiben wird. Interessanterweise mit Nessus als dem Anzeiger für "Fremdlinge" parallel eingebunden. Dauerhafte Verneinungen an allen Ecken sind da üblich und ebenso die vielen Weigerungen, seine Bestimmung auch ohne Zwang so zu übernehmen, wie es sinnvoll und nützlich im Lebenskontext wäre (der dem Radix-Auftrag entspricht).

Aber stattdessen treffen wir auf eine verwirrende Welt, überbevölkert von Rollenspielern im falschen Fach, die vergangene Saturn-Pluto-Rezeption noch nicht verkraftet haben.

An solchen Orten will man brennen,

die Jahre feuern, brechen, tragen...

Hier geht es nun immer darum zu begreifen, was wirklich zu einem selbst gehört und wo man sich stattdessen dauernd in fremden Angelegenheiten be- und empfindet. Korrigiert man sich (auch als Gesellschaft) da nicht, wird man leicht in die eigene Bedeutung vom Schicksal schmerzhaft hineingedrückt. Was die Türöffner-Konstellation des Jahres, Mars-Neptun, betrifft, zeigt sie dagegen sofort die Tendenz zum Gewährenlassen und Verführt-Sein. Man sitzt mit fehlgeleiteten Herrn des 1. und 12. Prinzips zusammen  weiter viel zu leicht den schleichenden Botschaften von Rednern, Predigern, Monologisierern auf. Überprüft dann zu wenig, um was es "wirklich" (unter der Oberfläche) geht, um dann oft in scharfen Gegenbewegungen zu kompensieren:

Rettet das Ego! Vor allem die beweglich Betonten haben es hier manchmal schwer, sich von der Idee, da draußen sei der Feind, zu verabschieden. Zu süß ist das "wahre Gefühl", dass man sich gar nicht täuschen kann und alles ganz anders wäre, wenn nur der andere sich ändern würde. Wenn da doch bloß nicht die Flüchtlinge wären (Vertriebene, die wieder vertrieben werden, immer noch ein Riesen-Thema), die andere Meinung, die andere Partei, die andere Herkunft, das andere Denken. Die vielen Unverbesserlichen, die Kanzlerin, die AfD, die SVP, der Trump, der Putin oder der Nachbar von oben, der immer diesen Terror macht, gerade dann, wenn mein Liebesmensch ausnahmsweise kein Problem mit sich oder mir hat. Mars-Neptun ist manchmal wie ein Ufo. Er stellt auch die Frage: Sie da draußen - oder Ich? Was dann zu immensen Irrtümern über die gefährliche Realität führen kann, in der wir leben.

Solche Verlagerungen tauchen nun in Massen (leider nicht in Maßen) aus dem Meer des Unbewussten auf, wo man diffus sein will. Genau wie unglaubliche Heilungen übrigens, wenn man den Mars-Neptun denn anders, entschieden künstlerisch oder spirituell lebt, statt sich mit tausend und einer "Wahrheit" über die Wirklichkeit vergiften zu lassen. Mars-Neptun in den Fischen ist auch das ozeanische Eins-Sein, das große Meer, das die zahme Kleinlichkeit der Bachbetten Merkurs einfach überflutet, so oder so: Je nachdem, welchen Kurs man als Mensch mit Kontakten dazu nimmt, welche Flagge man hisst. Nur dann verbiegt sich das alles in ungreifbare Dummheiten oder Verdrehungen, geht alles schief, wenn stattdessen zu wenig ethisch gelebt, zu wenig gebetet wird (nein, das muss in den Fischen nicht zu einem Gott sein wie im Schützen). Wenn zu wenig die Heiligkeit des Lebens selbst erkannt und nach ihr gehandelt wird, was manchmal auch bedeutet, die Klugheit des Herzens vor jedes Konzept zu stellen.

Damit ist nicht gemeint, dass es ein amtlich festgelegtes Maß dafür gäbe, aber an unserer Lebensqualität werden wir erkennen, ob wir auf einem Weg sind, der das Universum umarmt, statt auf einem, wo wir immer nur die falschen Routen der anderen feststellen. Das Gute im Schlechten zu suchen, ist 2017 eine wirklich hervorragende Praxis. Wo das nicht passiert und man einfach nur die Idee des Optimismus heiligt, aufrüscht, putzt, verlieren die aufwühlten Gefühle ihren Sinn. Denn auch die Negativität ist ja zu etwas gut - sie wird "Movement" buchstäblich bringen. Bleiben wir aber weiter da stehen, wo alles bekannt ist, wie auch immer unser Lieblings-Trend heißen mag, vernichtet der Neptun leicht die Durchsetzung, die Initiation des Mars, wie die Power des Mars die tiefen Gebete und Erscheinungen als Ausdruck des Namenlosen aus der Welt wischt.

Alles hat zwei Seiten und wir wählen, wenn wir darum wissen. Das ist der Vorteil der Astrologie. Es wird jedenfalls Zeit, dass wir in diesem Jahr nicht nur begreifen, sondern auch zu fühlen wagen, dass es etwas gibt, was größer ist als wir selbst, wie immer wir es nennen wollen. Vielleicht nur: das Leben selbst, was sich in Göttergestalten zeigen kann, aber nicht muss. Es wird Zeit, dass wir vertrauen, der Welle, dem Fluss, dem Rinnsal der Menschlichkeit, das uns irgendwo begegnet, wo wir es am wenigsten erwarten. Das uns macnhmal beschämt, wenn ein sogenannter Feind es mit seiner Flaschenpost in unser Herz schickt. Mars-Neptun will Demut, die der Angst vor Verlust entgegengesetzt werden kann, bevor Pluto wieder Palisaden der Macht in unseren Gedanken, Worten und Werken baut und uns von uns selbst abschottet.

Denn so ist das in Jahren wie dem Kommenden: Wie wir mit Mars in den Prozess und Tierkreis einsteigen, so wird auch das Ende im Neptunischen sein. Konstruktives (das ist übrigens, was allen und nicht nur mir nützt, so fehlbehandelt ich mich auch fühle) bringt Konstruktives. Destruktives (das ist das, was ich mir und anderen antue), wird zum destruktiven Schluss kommen. Mars und Neptun pappen (ja, zwischen ihnen fehlt die frische Luft des Uranus', die wir "künstlich" einbringen müssen, wenn es denn gut werden soll) wie Pech und Schwefel aneinander. Guter Anfang, gute Mitte, gutes Ende. Selten war das so hilfreich als roter Faden wie jetzt, da sich viel Gefühl angestaut hat und das, was Pluto gerade noch unter Saturns Knochengerüsten zu kontrollieren meinte, sich zu rächen beginnt. Alle, die man abgewiesen, verdrängt, weggeschickt und als Gäste von der Schwelle geschlagen hat. Alles, was in uns und um uns herum nach Aufmerksamkeit verlangte und es einfach nicht bekommt. Neptun sagt: "Ich beende deine Kontrolle, Ego, wenn du nicht auf meinem Feldern zu spielen bereit bist. Wenn du nicht die Boten deiner Träume hörst. Wenn du nicht: Ich will, ich will! mit Ich wünsche! verwechselst." Wenn du nicht sanft wirst und gedankenlos und dich dann, guten Willens, dem Fluss des Seins überantwortest. Wir haben nicht 1000 Chancen.  

O! du Ausgeburt der Hölle!/Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh ich über jede Schwelle/Doch schon Wasserströme laufen.

Ein verruchter Besen/Der nicht hören will!/Stock! der du gewesen,/Steh doch wieder still!

(Der Zauberlehrling, Goethe)

2017 haben wir die Wahl, das auszumachen, was neben den ausgetretenen Denk-Pfaden alles "auch noch" lebt und berechtigt ist und anders gedacht werden könnte. Das Meer ist größer als der Kanal vor dem Reihenhaus. Und die Astrologie der helle Himmel über einer dunklen Stadt der Zukunft. Man kann die Rhythmen ja erkennen - das, was sich Bahn brechen wird, wenn wir es nicht von uns aus entscheiden. Ob wir sie "richtig" interpretieren, ist eine ganz andere Sache.

Das eine Wesen aus allen Herzen braucht nun nur Achtsamkeit, nicht An- oder Ausweisungen. Das Wissen, dass alles mit allem zusammenhängt. Nicht nur dann, wenn wir gute Laune haben oder bei uns gerade alles prima läuft. Damals. Jetzt. Immer. Wir können mit Mars-Neptun so viel tun: Die Vergangenheit, gerade unsere eigene, heilen, indem wir weiblicher, durchwobener, anders von ihr zu denken beginnen. Indem wir neuen Kontext weben. Wir können uns die Mutter sein, die wir nicht hatten oder nicht so hatten, wie wir es brauchten, wir können den Neptun hinter den Pluto und Mond setzen, deren Folge er ist und uns Güte erträumen. Die greifbar ist, in uns. Da. Auch für andere.  

Gute Vorsätze allein oder etwas diese Licht-Blicke in die Mitte eines ausgedachten, ungefühlten Guten, das wir aber mit Schütze-Saturn nur geprüft ins Leben bringen werden, bringen dagegen nicht viel mehr als Selbstbefriedigung. Und wer will schon ständig nur sich und wieder sich lieben? Wir erinnern uns sicher noch alle, wie die Jupiter-Menschen beim Eintritt des strengen Herrn der drei Zeiten, Saturn, in ihr Visionszeichen jubelten. Und, einfach, weil Jupiter sich so sehr täuschen, so sehr wünschen und sich so sehr freuen kann, mit Oscar Wilde großflächig annahmen: Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. Bestechend erfunden, sagt Wasser im Horoskop, und es tut nicht einen Millimeter weniger weh als sonst auch. Das Problem all der wunderbaren Sprüche und Memos zur Aufhellung des Bewusstseins (wie wir sie alle gern zu jedem neuen Jahr wieder einsetzen) zeigt auch Wildes Radix mit dem Jungfrau-Jupiter Spitze 5 und einem Sonne-Quadrat dazu. Es kann nicht sein, was nicht sein darf, denn wenn wir Gott sind, muss das Leben ja nach unserem gütigen Projektplan verlaufen. Das tut es aber nicht. Was durchkommt in die Welt, bestimme mit seinem Wert: Ich. Herzlichst, dein Saturn.

Hier die großen Linien 2017 individuell:

  • Die Kardinal-Betonungen bleiben auf allen Ebenen anfällig für die Zerreißprobe von Jupiter-Pluto-Uranus. Unter Umständen muss man hier bei genau den Themen am meisten aufgeben und neu anfangen, wo während des scharfen Quadrats seinerzeit bereits Mißstimmung sich breit machte. Jetzt wird es Zeit, wirklich in den brodelnden Töpfen etwas anderes zu kochen, statt immer nur auf Regeln zu pochen oder mit dem Zeigefinger auf Schuldige zu deuten. Es können sich dann im Privaten wirklich maßstäbliche Umwälzungen ergeben, auch und gerade an Punkten, wo man bislang völlig erstarrt war. Wichtig ist, die eigene Jupiter-Pluto-Uranus Lagerung immer bei den Lösungen einzubeziehen, sonst macht sich ein "Bein" der Konstellation gern los und wird übermächtig, wenn man es vergisst.

Beispiel: Ich lebe Pluto, indem ich ein gewandeltes Konzept für einen Job präsentiere (oder erlasse), das viele Fixpunkte (Pluto) enthält und allen Beteiligten Wünsche erfüllt (Jupiter). Wenn nicht gleichzeitig aber praktisch auch mental flexiblere Veränderungen und mitbestimmbare, sichtbare Neuerungen entstehen, wird irgendjemand extrem anfangen zu rebellieren oder das gesamte Vorhaben crashen lassen (Uranus). 

  • Die Fix-Betonungen sind von der Grundströmung her relativ gesichert, wenn sie nicht starke andere Besetzungen haben (was fast immer der Fall ist). Die Anlage im Fixen wirkt zunächst eher bei Frauen (Lilith im Skorpion, Mond und Venus im Wassermann zu Jahresbeginn) - wenn überhaupt - marginal etwas angeschlagen.

Hier kann und soll man im Kleinen ruhig immer wieder den Mund aufmachen und gern andere, unbekannte Wege gehen. Es geht hier mehr darum, sich nicht mehr alles bieten lassen und klare Grenzen zu ziehen, als alles zu ändern. Vor allem in den Monaten mit starken fixen Belagerungen durch Mars oder Sonne kann und darf Protest aufkommen und gut und hilfreich sein. Gerade diese Zeiten brauchen aber auch deutliche Schritte zur Seite = genügend Selbst-Abstand, um nicht mit der Tür ins Haus zu fallen. Lern vom Wassermann Liebe zur Entfernung.

  • Die fallenden Betonungen tragen dagegen "relativ" (Verhältnismäßigkeit ist ihre Gabe) große Verantwortung: Saturn im Schützen bürdet all ihren angebundenen Faktoren im Beweglichen eine ernsthafte Last auf, die aber damit auch die größten Ergebnisse von allen bringen kann. Natürlich speziell dann, wenn im Radix (oder Nations-Horoskopen) etwas auch noch im Orbis von Neptun oder Chiron steht. Hier wird es immer wieder passieren, dass die "Wahrheit" hinter einem Wust von Information einfach nicht herauszukristallisieren ist und man völlig im Chaos versinkt. Hier wird Neptun bester Ratgeber: Sieh dir an, ob wirklich dein Bedürfnis, dein Gefühl, deine Idee, dein Projekt, dein Traum wichtiger und wirklicher und wahrhaftiger ist als der von jedem anderen vor oder neben dir. Wie könnte man all den unterschiedlichen Bedürfnissen Rechnung tragen? Bewegliche Faktoren verkraften keine Ausschließlichkeit und keinen Ausschlusszwang. Für sie ist es jetzt besonders wichtig, immer wieder dem Radar, der Intuition, dem Herzen nachzugehen und eine Weile nachgeben zu üben. Unterm Strich fühlt sich das im ersten Moment manchmal vielleicht noch unendlich mühevoll an, weil man daran gewöhnt ist anzuwägen. Aber zuletzt eröffnen sich hier Ergebnisse, die man 2017 besser nicht bekommen wird. Bleibt man im Ego, ist das ein direktes Ticket in den Sumpf.

Die Hoffnung, die im Schützen steckt, doch noch irgendwann ohne Selbst-Aufgabe göttlich spielendes Kind sein zu dürfen und damit dann ungewollt mehr zu verrregeln, als der Verregler selbst, steckt 2017 unter Saturn vielleicht am meisten ein. Weit mehr, als man bei seinem Eintritt ins Zeichen glauben wollte (auch wieder ein Jupiter-Talent). Famos,kein Problem, denn die Schützen, Jupiters und 9. Häusler machen eben die Möglichkeit als eroberbares Prinzip erst einmal doppelt so groß wie es realistisch wäre, damit sie den anderen, da unten, in den Mühen der Ebenen, überhaupt noch auffällt. Kein Fehler, den Saturn nicht auf den Boden zurückholen könnte. Für uns, mit 9. Prinzip-Betonungen, wäre es entspannter, wir würden selbst im kommenden Jahr vor dem vielen Reden, Planen und Verführen des Selbst zum Selbstigen ein Weilchen ins Quadratzeichen Fische schauen:

"Arbeiten wir mit Moral und Aussonderung, finden wir genau die wieder. Der Kreislauf der veränderlichen Zeichen endet so oder so unaufhaltsam in der Tiefe des Wassers, bei Neptun - und bricht dann die Besonderheit des empfundenen, einzelnen Lebens in die Endlichkeit des Physischen auf die Wahrheit herunter. So wie Mensch den Kreislauf von Werden und Vergehen vorher verkleinert und auf das Persönliche reduziert hat. Winzig, wie er für das Dasein an sich ist. Nicht etwa Gott oder Jupiter, der Sinn stiftet, zur Not auch mit Pluto über seine Glaubens- und Hoffnungs-Kriege in der Konfusion einer Gegenwart, in der ein Neptun-Merkur-Bewusstsein die ewigen Vernetzungen einströmen lässt." (Loop! Ebola, Hermes und der Hund Excalibur)

Wunder, Wunden und Vertreibungen

Mars-Neptun ist der Punkt des Nicht-Rückholbaren, es muss vielmehr ein Neuanfang im Vergänglichen sichtbar sein. Wo sich Wunder (und mit "hängendem" Chiron zudem die Wunden) und auch Vertreibungen treffen. Zusammen mit Durchsetzungs-Schwächen, Existenzängsten, der Panik, nichts stehe einem zu. Was gesellschaftliche Scheren noch mehr schärft und ausgleichende Ideen wie das bedingungslose Grundeinkommen für alle durchaus aus dem Reich der Fiktion holen könnte. Wenn man nicht mit Pluto im Steinbock (der immer Venus mit aufruft) wie Pattex sein "Recht" auf Mehr oder Besseres verteidigte, als es "Niedrigeren" zusteht. Da mag sich der momentane Luft-Jupiter aufblasen, wie er will - mit all seinen Worthülsen bringt er diese Arroganz auch nicht aus dem Weg, gerade in der Waage, steht er ja auf gepflegte Beschönigungen. Und was Harmonie bringen hätte sollen, wird nur mehr eine weitere Schicht Gegenwarts-MakeUp.

Was also tun? Wohin gehen? Wir werden an der inneren Schwäche, physisch und emotional, deutlicher als sonst merken, ob wir 2017 auf dem richtigen Weg unserer eigenen, speziellen Entwicklung sind. Und an der (materiellen und mentalen) Zerrissenheit unserer Länder, was mitmenschlich hilfreich ist oder nicht. Denn darum geht es mit diesen Aspekten der wahren und falschen Schleier auch: Sei mehr beim anderen als bei dir selbst, ohne dich als Individuum zu schädigen. Verschiebe eine Weile das Ich und nicht etwa wieder nur das, was du für andere zu tun hast. Lass dir vom rückläufigen Merkur helfen zu sehen: Was ist jetzt dran? Wohin führt der nächste praktische Schritt? 

Aber Achtung: Neptuns "Ergebnisse" sind nie so faktisch (darum auch das Märchen von der "postfaktischen" Epoche) wie die logischen Folgen der Erde-Realisationen oder Feuer-Initialisierungen. Wasser hat nur eine sehr kleine, feine Stimme der Seele, die man allzu gern überhört, und die sich bei Neptunischem oft nur einmal meldet, um dann unterzugehen in den Derivaten, die er als frustrierter Jenseitiger sofort anbietet. All denen, die seine Entwicklungen ignorieren, weil es lästig ist, sich dem fremden Ganzen zu widmen, statt sich selbst als wichtigste Summe aller Teile aufzupolieren.

Die bedeutenden Konstellationen 2017 sind wie immer die der Langsamläufer (Daten übernommen von Stefan Hofbauer, bei Hofastro in der JAHRESVORSCHAU)

  • Jupiter Quadrat Pluto 30.3. + 4.8.2017: Das Quadrat ist ein schwieriger Druck-Aspekt, der Staudamm-Situationen (mit Ticket zu plötzlichen Durchbrüchen) schafft und weitere Glaubenskriege hervorrufen kann. Wie mehrfach über diese Begegnung angemerkt, ist hier auch Döbereiners Bild der "Vierfrucht-Marmelade" nützlich, wo zu viel zusammengerührt wird, was nicht zusammengehört. Da damit auch Unerlöstes gefügt wird, speist Mars-Neptun als Jahres-Unterlage dieses Ventil sogar noch mit seinen unendlich vielen, unbearbeiteten Archetypen aus dem kollektiven Unbewussten. Jede Zeit ist ja nur so mutig wie die Konfrontationskraft all ihrer Bewohner. Diese sieht momentan nicht wirklich allzu gesund = bewusst aus. Persönlich muss man sich bei Jupiter-Pluto vor Impuls-Durchbrüchen hüten, also alles step by step entlasten, was man in sich entlasten kann. Dann staut sich auch nicht mehr auf, als es der Situation zuträglich ist.
  • Jupiter Opposition Uranus 3.3. + 28.9.2017: Der Hilfs-Aspekt der Glücksritterinnen und Feuer-Liebhaber mit einer Tendenz zur Rettung in letzter Minute. Wer daran ankert, kann auch aus unvermittelt auftretenden Krisen noch einen ungeahnt positiven Ausweg finden. Oft ist es aber bei der Opposition so, dass eine Kluft angezeigt ist: Die Nord-Süd-Schere, der Spagat zwischen Harmonie und Kriegen oder guten und brutalen Hirten der Neuzeit. Heraus kommt man generell und persönlich über die Qualitäten der Sextil- und Trigon-Zeichen - hier Löwe, Schütze, Wassermann, Zwillinge mit ihren Herrn im eigenen Horoskop. Grob gesagt: Bei Zerrpartien wende Selbsthilfe-Tools wie das Akronym "HALT" an (Hungry-Angry-Lonely-Tired = Hungrig, Ärgerlich, Allein, Müde) - in diesen Zuständen bitte keine Entscheidung treffen. Warten, bis die Gefühlswelle sich von selbst legt, dann taucht die Hirnrindenfunktion auch wieder zivilisierter auf.
  • Saturn Quadrat Chiron 30.4. + 2.11.2017: Über diese schwierige Konflikt-Begegnung, die sich als Unterton durch das neue Jahr ziehen wird, haben wir unlängst erst berichtet (Wir lieben die Sterne zu sehr). Es geht um Verletzungen. Aus Bergen im Schnee wird nicht plötzlich ein Sandstrand, nicht alles kann man sich schön denken, reden, leben. Erst recht nicht den Herrn der Zeit in Kontakt zum Herrn des Schmerzes. Hier geht es um das Aushalten der Verwundungen und ihrer Folgen. Dieses oft heftigen Schmerzes, den anhängende Wasserplaneten wie Pluto auf ihrer Reise durch den Kreis immer hervorrufen. Die Konfrontation mit dem tiefsten Inneren und seinen Defiziten bleibt ja unvermeidbar, was astrologisch auch tendenziell beengende Qualitäten von erweiternden unterscheidet. Keine ist weniger unterstützend. Nur weniger "schön" vielleicht. 
  • "Nicht alles wird immer gut. Nicht alles ist umwandelbar. Manches bleibt tendenziell unangenehm, denn es wäre ein Roman und nicht das Leben, den Schmerz "irgendwie" doch noch aus der Welt zu streichen. Aus Schwarz machst du kein Weiß. Schwarz lässt Weiß so hell erscheinen. Auch aus einem Saturn oder Chiron wird drum niemals Venus. Die Eigenheiten des "Schlechten" auszuhalten und sogar zu schätzen, lehrt deshalb vielleicht, irgendwann dankbar für alle Qualitäten gelebten Lebens zu sein, die uns ausmachen: Nicht nur dafür, dass der Schmerz irgendwann aufhört. Denn genau da, unter dem Finger mitten in der Wunde, dem wundesten Punkt in jedem Horoskop, da, wo Chiron und Saturn uns im Radix antreffen und im Bereich, Feld, Planet, den das Quadrat jetzt bei uns weckt, wohnt ja erst die Chance zur Bewegung. Der Elefant, der auf dem Tisch sitzt, verschwindet nicht, wenn man ihn unsichtbar denkt. 
  • Saturn Trigon Uranus 19.5. + 11.11.2017: Darauf folgt ein echtes Helferlein - dieses sichernde Trigon macht aus Alt Neu und leitet viel zwangloser als die vorherigen Aspekte durch die zeitlichen Notwendigkeiten. Statt reiner Vorstellungswelten, mit denen man sich sonst bei der Konstellation durch wirklich schwierige Situationen hilft, gibt es hier eine Art Schmiermittel für einen Mittelweg, bei dem man nicht zuviel Neues installiert, obwohl das Alte noch nützlich ist. Gleichmaß heißt das Trostpflaster, das ein guter Boden für Verbesserungen ist.
  • Jupiter-Wechsel in den Skorpion am 10.10.2017 und Trigon Neptun 3.12.2017: Ähnlich Positives wie beim stabilisierenden Saturn-Uranus gilt für das bereichernde und versöhnliche Wasser-Trigon zwischen den beiden Herrschern der Glaubens-Zeichen und der Spiritualität, nur in noch stärkerem Maße. Es kann sein, dass zum Wechsel Jupiters in den Skorpion tatsächlich das allgemeine Bewusstsein deutlich mehr Tiefgang bekommt und Mensch sich wieder merklich für die Bürfnisse der anderen und die brisante Ladung der eigenen gestauten Macht-Ohnmacht-Konflikte öffnet. Das Talmi vom Schütze-Herrn in Waage ist vorbei, der viel geredet und wenig getan hat. Hier, in Plutos Zeichen, bekommen Traumata auf wichtige Weise immer mehr Gewicht und wir werden ins Fühlen gezwungen, wenn wir uns verweigern. Gute Nachricht: Dies ist auch die Bühne, wo Jupiter diesmal nachbessert und mit seiner Güte und hohen Ansprüchen wirkliche Wandlung in der Tiefe schaffen kann. Das letzte Viertel des neuen Jahres wirkt darum viel lichter und freundlicher als 2016 im Vergleich. 

Wie bedeutend die jetzige Konstellation des Mars-Neptun mit der "Überwindung der Lügen" (sprich auch des Selbstbetrugs) für den aktuellen Neptun-Zyklus an sich ist, merkt man sofort, wenn man sich das Chart des ersten Eintritts des Fische-Herrn in "sein" Zeichen 2011 anschaut (rechts): Seinerzeit standen Mars-Lilith und Uranus engst zusammen - vorn im Widder, was den Kampf schon in sich trug, der letztlich jede Unklarheit im Inneren außen klären würde. Während des Laufs durch Fische. Venus von 2011 wird nun von Mars-Neptun erreicht, als ihre höhere Oktave fordert dieser Neptun eine wirkliche Wende ins Mitgefühl. Sonst wird er nur weitere Blasen in die Welt setzen, bis die Welt in diesen Ego-Blasen ertrinkt.

Mars-Neptun ist ja auch die Angst, das Eigene abzugeben, genau wie der Gewinn, wenn wir es dennoch tun: Wir können dann geradezu dabei zusehen, wie sich die innere Landschaft plötzlich ändert, aufleuchtet, wie das Licht am Ende des Tunnels persönlich und transpersonal erscheint. Sekt oder Selters, Anfänge und Enden, A und O des Zodiak stehen mit dem endgültigen Überlauf von Neptun ins zweite Fische-Drittel eben auch an. Ausgedrückt werden kann all die Prokrastination, das allgemeine Verschieben, was jetzt wieder anflutet, mit diesem seltsamen Hang zur Entwertung der eigenen Stärke dann durch die bei Mars-Neptun notwendige Auflösung des Ego. Wenn man sich in der seelischen Überflutung immer wieder gezielt gerade macht (Saturn auch gegen den eigenen Widerstand nutzt) und bei sich bleibt, jedenfalls.

Oder aber man fällt umgekehrt durch noch mehr Kompensation in aggressive Unwahrheiten. Alles, was mit Neptun in Kontakt kommt, ist flüchtig und doppelbödig und anfällig für Betrug, Lügen und Verirrungen. Die gesellschaftlichen Signale stehen also nicht wirklich auf Stop der bisherigen Tendenzen. Bereinigungen, die diese Konstellation als Austreibungen eben häufig mit sich bringt, weil sie derart stark im Seelischen fluten lässt, was "gesäubert" gehört (sprich, ins Bewusstsein getrieben, statt weiter nach Innen verdrängt), enden noch zu oft (weil es einfacher ist) darin, sich selbst rein zu waschen von aller Schuld. Und den anderen genau die immer wieder zuschieben. Auf Fische-Boden sind die Prozesse außerdem auch noch zutiefst zwiespältig.

Hoffentlich betreffen sie dann 2017 wirklich bloß Gespenster, die immer noch in den Köpfen derer lauern, die nicht an Weite für alle glauben. Es können und müssen alle anderen beitragen, durch eine Verfeinerung des Bewusstseins, dass ICH sich jetzt im ANDEREN erkennen kann. Geh eine Weile in den Schuhen dessen, den du fürchtest oder hasst. Dann weißt du, was er für dein Leben an Verdrängtem symbolisiert. Mars-Neptun kann so einen unendlich starken Strom von Mitempfinden erzeugen: Das ist seine große Chance. Auf dieser Welt ist trotz aller Propaganda ja Platz für alle, an allen Orten und besonders in jedem Herzen. Wenn man nur will. Den eigenen Werten folgen wollen, bleibt Talent der zivilisierten Menschen. Soviel Einsicht kann man aber nicht plötzlich erwarten in der Zeitenwende, die ansteht. Emotional logischer (nach Plutos Konzepten) scheint eher, dass es mit der Konjunktion des großen Wut-Machers und dem Regen- und Tränengott in uns und um uns erst mal undeutlich und vielschichtig weitergeht: Mars-Neptun, für Greenwich in 5, wird Lebenskraft aufzehren, wenn wir ihn nicht bewusst in den Dienst des Lebens stellen und weitergeben, durch Toleranz. Da Neptun zeitlos ist, brauchen seine Prozesse alle Zeit, die wir haben. Wir müssen erst von Sehnsucht nach Ganzheit wirklich durchdrungen sein, den Schmerz der Isolation und Leere tief geschmeckt haben, bevor wir auch die anderen Ego-Krieger rundherum wieder als Teile (nicht Zerstörer) genau dieser Ganzheit erkennen. 

Mars-Neptun-Konjunktionen zu Neujahr:

Schaut man sich die Zeit seit 1900 an, spiegeln sich in Mars-Neptun-Konjunktionen am ersten Tag des jeweils neuen Jahres immer wieder Fusionen, Untergänge, heimliche Entwicklungen, Wasser-Chemie-Gift-Themen, konstruktive und destruktive Möglichkeiten der Verbindung oder des Unterlaufens des Lebens. Man erkennt im Nachhinein sehr schön den Stempel der Konstellation - hier eine kleine Auflistung:

  • 1996 Steinbock: Entdeckung um Pädophilenring um Marc Dutroux, Ciba-Geigy & Sandoz fusionieren zu Novartis, größte Fusion der Welt, mit Schaf Dolly wird das erste Klo-Säugetier geboren, die "Sea Empress" verursacht vor Wales eine Ölkatastrophe.
  • 1994 Steinbock (weit): Untergang Estonia, Seerechtsübereinkommen Vereinte Nationen, Britische Rheinarmee aufgelöst, Völkermord Ruanda, neue Südafrika-Verfassung nach Ende der Apartheid, § 175 zur Homosexualität in D gestrichen, Auflösung Bundesgesundheitsamt wg. verseuchter Blutproben, Nirvana löst sich nach Cobains Suizid auf. 
  • 1975 Schütze: Microsoft Gründung, riesige St-Nazaire-Brücke in Frankreich eröffnet, Assuan-Staudamm-Ägypten gebaut, Rhein-Südbrücke fertiggestellt, Oscar für "Einer flog übers Kuckucksnest", Spielbergs "Weißer Hai" kommt ins Kino, in China brechen über 60 Staudämme und fast 250 000 Menschen sterben.
  • 1973 Schütze: Watergate & Ölkrise, Besetzung Wounded Knee, die Bosporus Brücke wird eröffnet.
  • 1952 Waage: Amsterdam-Rhein-Kanal wird übergeben, Schiffsbegrüßungs-Anlage in Hamburg eröffnet, Bild Zeitung erscheint erstmals, "Jenseits von Eden" von Steinbeck veröffentlicht, erstmals regelmäßig Fernseh-Ausstrahlung in Deutschland.
  • 1933 Jungfrau (weit): "Machtergreifung", die dann Vernichtungslager (Gas-Neptun) nach sich ziehen wird, Große Depression/Wirtschaftskrise, Film "King Kong und die weiße Frau" (Mars-Neptun-Streifen), Ende der Prohibition USA.
  • 1912 Krebs (weit): Untergang Titanic, Tragödie der Terra-Nova Expedition, Landungsbrücke in Binz/Rügen stürzt ein, Chinas Kaiserreich endet, fast totale ringförmige Sonnenfinsternis über D, späterer Ecstasy Wirkstoff MDMA wird synthetisiert.

Neptun ist ein seelischer Staubsauger. Und Mars spuckt das, was da gesammelt wird, anders, neu und für einen frischen Zyklus wieder aus. Wenn es gut geht, speziell in solchen Zeiten. Nun trägt es sich aber oft so zu: Alles, was Mensch an überflüssigem, weil nicht bearbeitetem und wahrgenommenem Müll und Schmutz und verdrängtem Dreck in sich trägt, wird auf das 12. Prinzip projiziert, wie in ein Sammelbecken des Unbewussten. Die mit 12. Haus oder prominenten Neptun oder Fische-Veranlagung "halten" dann das, was wiederum sie gern austragen oder ihnen zugewiesen wird, für ihr Persönliches oder einfach aus. An der Aggressivität des Mars lässt sich die Menge des Abgewiesenen ermessen. Dabei ziehen die Menschen mit Kontakten dazu gern all den Abfall der Zivilisationen an, für den sie dann einen zusätzlich starken Mars brauchen, der Situationen ins Bewusste wenden kann.

Oft sind aber solche Träger als Neptunier selbst viel zu nah am Opfersetting, so dass die Zeit sie dann verbraucht, statt ihre Symbolik als Sache der Allgemeinheit zu begreifen. Umso wichtiger ist es bei doppelt neptunischer Lagerung, für alle mit dem entsprechenden Radar, um genau das - ihre dominante Rolle und vor allem Eingriffsmöglichkeit - auch zu wissen. Wer da dann nur einen Schuld-Kosmos in Richtung auf jede mögliche Seite aufbaut, ist "selbst Schuld". Und bewirkt so rein gar nichts, was einem doch eigentlich ein Mars-Neptun in den Schoß legt: Verbindung, Brücken, Fusionen.

Der Traum von der Transzendenz und Vereinigung der Unterschiede. Noch ein Letztes: Wenn die Konstellationen als stehende Begriffe der astrologischen Sprache eines Jahres fungieren, sind die Mondphasen (rechts Liste für 2017) wie Satzzeichen, die sich gegenseitig verstärken. Das Jahr fängt nun auch noch mit einem gefühlvollen Krebs-Vollmond an (der in sich schon Konflikte durch die Widersprüche der Lichter aufwirft) im Ambivalenz-Quadrat zum Uranus. Ein Symbol für die allgemein ungelösten Schwebezustände mit der dennoch dominanten Sehnsucht nach Überbrückung. Was allerdings zunächst misslingt. Der Jahresausstieg dagegen läuft dann viel später mit einem sehr positiven Neumond im Schützen am galaktischen Zentrum - also der durchaus berechtigten Hoffnung auf eine wirklich neue, brizzelnde und völlig andere Vision von Menschheit und vielleicht auch Menschlichkeit. Nur braucht GZ-Output meist extrem lange "Kommunikations-Zeiten" bis zur Verständlichkeit. Vor allem auch in Verbindung zum lichtverheißenden Jupiter-Neptun-Trigon sieht das Jahres-Ende nicht schlecht aus. Und damit ganz anders als in diesem Jahr mit dem frustrierenden Ausstieg über Saturn-Chiron, der sich allerdings 2017 ja zuvor noch zweimal wiederholt.

Dazwischen befinden sich Dur und Moll, wechselnde Tempi, mit einem Höhepunkt auf der "amerikanischen Eklipse", einer totalen und sehr einflussreichen Sonnenfinsternis vom August im Löwen. Spannenderweise wieder mit Retro-Merkur, mit dem schon das Jahr beginnt, und seinen sich wiederholenden Themenkreisen. Im Löwen ist (mit dem Kampfgeist Mars im Boot) bei der Finsternis wieder das Ego angesprochen. Ein immenses Kreisen um das Selbst und die wiederbelebte Selfmade-Mentalität seit Trump, die durch die Neptun-Einflüsse entmachtet werden könnte, bevor Mitgefühl überhaupt möglich ist. Er ist nur ein Stellvertreter, bis ein Größerer kommt, angesichts von einer zusätzlich verhärtenden Saturn Opposition zum so wichtigen Mars des Nations-Horoskops.

Wobei auch der Mars-Neptun zu Jahresbeginn bereits im Quadrat zur AC-Achse des US-Radix im Schützen steht, was sich durch die genaue Venus-Neptun Konjunktion an gleicher Stelle beim Vollmond vor der Amteinführung Trumps wiederholt: Und sie wünschen sich so sehr, dass nun alles gut wird - vermutlich wird alles bloß leidlich gut kaschiert, was da an Unerfreulichem passiert. Als einziger Präsidenten-Bonus. 

"Neptun lässt dem Sinn viele (auch verlogene) Fluchtwege, wo man seine allumfassende, ethiklose Qualität nicht wahrhaben will. Den Fluss des Lebens. Womit man zwar die Vorstellungen des Pluto heiligen kann, aber nicht heilt. Beachtlich die Ähnlichkeit der Worte im Konflikt zwischen Schütze und Fischen. Ist eine Krankheit ausgemerzt, folgt auch in dieser vorgeblich hoch zivilisierten (weil merkurisch technisierten), barbarischen Welt die nächste, andere Seuche. Da hilft kein Container von Kontrolle oder der Versuch, Excalibur, das Schwert gegen die Heil-Losigkeit wahlweise zu retten oder einzuschläfern. Was helfen könnte, wäre vielleicht, das Eigene im Fremden zu finden. Vielleicht geht es letztlich um die anfangs- und endlose Akzeptanz dessen, was all unsere Säuberungen, auf allen Ebenen (selbst der leuchtend spirituellen) unterläuft. Damals, jetzt, immer." ((Loop! EBOLA, HERMES UND DER HUND EXCALIBUR) 

Denkt man an den Jahreswechsel 2015/16 mit dem Chaos in Köln und anderswo, ist das Polizeiaufgebot "wie nie zuvor" in Deutschland jeute auch begreifbar, zudem wegen der Panik vor Terror nach Berlin. Aber Mars-Neptun belegt immer auch eine Schwächung des Männlichen, das nun softer nach außen gehen könnte als beim letzten Jahreswechsel. Bei einer vermutlich sehr merkwürdigen Atmosphäre, die fast wie hinter Glas ist, zerbrechlich und ein bisschen fiktiv. Insgesamt sieht dieses Jahr etwas zahmer aus, weniger knallig als das letzte, das ununterbrochen astrologisch, politisch, gesamtgesellschaftlich gescholten bleibt. Auch wegen der vielen privaten Hürden, Hindernisse, Blockaden. Ein Jahr, in dem fast ein Fluch auf Prominenten zu lasten schien, da viele unerwartet starben. Über all das Klage zu führen, sich weh und wund zu fühlen, ist Teil der Bereinigung, wo Druck der Seele sich mit Tricks des Mind verbindet. Legitim und eine Weile vielleicht auch tröstend, sich zu beschweren und offen zu kritisieren und zu trauern. Es mag sich ganz gut anfühlen vor allem, wenn man über die "Echo-Blase" der sozialen Netzwerke auch noch viele andere Geprüfte findet.

Nur, hilfreicher ist vielleicht, bei den nun aufziehenden Konstellationen, die weiter aufsteigende Energie der Langsamläufer mit ihren Reibungen nun nicht zu früh an der Klagemauer zu verpuffen. Sondern sich bei der chronischen Ablehnung einer bestimmten Zeit-Qualität, die sich nicht sofort als erweiternd erschließt, doch manchmal zu fragen, ob eigentlich alle Menschen Kummer und Schmerz so beanworten wie wir. Wenn man nämlich sieht, wer da so quer durch alle Meinungslandschaften eigentlich alles zu Buhmännern und -Frauen 2016 aufgebaut wurde, wird mehr und mehr die reine Konstruktions-Verliebtheit solcher Zeiten klar. Was dann wiederum mit anderen Konstrukten beantwortet werden muss.

Unter den kardinalen Zwängen fast ein Dogma. Die Drucktopf-Ventile zu öffnen, ist manchmal wichtig - nur dass damit leider die Temperatur für Wandlung verloren geht, merkt man selten sofort. Jammern, bis der Turm einstürzt, ist insofern auch keine Lösung. Weiterer Druck bleibt auch 2017 bei den kardinalen Quadraten in Bezug zueinander auf vielen Ebenen übrig.

Der R-Merkur schiebt uns zurück, an die verhassten Themen, in eine nächste Runde. Lösen heißt auch, sein Los annehmen. Selbst wenn sich viele von uns unendlich damit quälen. Aber da, wo die probematisch miteinander gestellten Langsamläufer bei uns speziell auftauchen, in Haus und Bezug zu den Radix-Stellungen, zeigen sich dann dort eben auch unsere persönlichen Helfer neben den Bösewichtern. Für uns alle gilt in den Nachwehen des Chaos: Auch wo sich viel klären kann, lieber noch den Ball flach halten, sofern uns nicht gerade der Wunsch nach Spenden für ärmere Seelen überkommt, in Form von Hilfe, Rat oder tatsächlich Geld. Dem darf man unter Mars-Neptun ruhig jupiterhaft nachgeben, als Ausgleich des Gewimmels von Feindbildern. Die 2016 unterwegs waren und zur Achse Widder-Waage gehören und als Zeichen beide mit Fische kontakten. Einmal als Vorgänger, einmal als Erhöhungs-Zeichen. Angeführt von "den Medien" als General-Buhmann. Eine Gegen-Leitbild-Übertreibung, die Jupiter in Waage in die Schlagkraft führte. 

Darum geht es nun immer wieder - eigene Grenzen müssen korrekt und stabil sein, um sie irgendwann wieder für Fremdes öffenen zu können, dem man bislang zunehmend plutonisch-neptunische Sündenbock-Qualitäten zuschreibt. Die Rückläufigkeits-Phasen 2017 (rechts) zeigen dabei die größten Chancen zu einer Art Grundcheck die aktuellen Probleme, denn hier kaut man die entsprechenden Themen wieder und wieder durch.

Am Bedeutsamsten ist eventuell R-Uranus, der sich bis Sommer weit hinten in den Widder bewegt und danach umkehrt, aber nicht mehr lange im Zeichen hat. Bis er 2018 endlich die vielen, ungezielten, wirren Kampf-Impulse hinter sich lässt (noch von Fische kontaminiert) und im Stier schon ab Mitte übernächsten Jahres einen völlig neue Thematik einbringt. Was dann zeigen wird, was er eigentlich an wirklicher Umsetzung vorhat, statt weiter als ewiger Dizzer und Provokateur Feuerchen anzuzünden. Wo dann am Ende doch lauwärmer gegessen als gekocht wird.

Das nebelnde Klima aus 2016 lässt einen ja nicht mit einem Mal los, wenn man nicht - wie wir empfehlen - selbst die subjektive Einstimmung in die neue Phase und ihre neuen Themen vornimmt, statt sie erst mal abzuweisen. Jetzt wäre ein Grund-Aufbau der verlorenen Hierarchie von Wichtig nach Unwichtig nötig. Nach wie vor besagt aber die allgemeine Äußerungslage bei Jupiter in Waage, dass das Schwierige eher überflüssig und das Einfache willkommen ist. Trotz aller schönen Reden von "Krise als Chance" oder: "In jedem Drama steckt eine wunderbare Erfahrung". Kann sein, kann aber auch nicht sein. Meist nicht, wenn wir einfach so weitermachen wie immer schon. Oder uns an den "Challenges" innerlich zu Tode arbeiten.

Auch da weiß Mars-Neptun Rat: Messen wir doch öfter Geschehnissen nicht die komplizierteste Bedeutung zu, sondern lasen Dinge auf uns zukommen, bevor sie wieder nur zur Paranioa von den Ausmaßen des Grand Canyon anwachsen. Manchmal lebt es sich unterm Aluhut zwar sehr lustig, aber oft besagen merkwürdige Gerüchte, Vorkommnisse oder Ideen nur, dass man ein kreatives Gehirn hat und im Social Net viel mehr Gleichgesinnte findet, als einem lieb sen kann. 2016 war zunächst einmal eins: verworren. 

2017 hat das Zeug, ähnlich zu werden, aber wo der Wunsch ist, klar zu sehen, findet sich meist auch das Licht. Vor Entspannung steht nun mal meist große Anspannung (und vor jedem Wasserzeichen ein ganzer Pulk von Feuer, Erde, Luft). Auch im neuen Jahr ist die beste Übung für alles die Zahl der Fehlversuche, die man nicht sofort als vertane Zeit in die Tonne klopft Der Himmel auf Erden ist ja darum nicht wünschenswert, weil er hier unten einfach nicht hingehört. Sonst hätte sich von Anfang an Neptun anstelle des Saturn befunden.

Und nun die Fische wie eine beinharte Steinbock-Veranstaltung ins Leben katapultieren zu wollen, würde - gerade 2017 - bedeuten, die Sehnsucht aus der Welt zu streichen und sich selbst mit Traumgift zu überfüttern, wo doch der Pluto mit seinem Job des Transformierens im bedeutsamsten (weil hoch gelegensten) Erdzeichen noch gar nicht fertig ist. 

Diese erste Nacht des neuen Jahres ist eine der Ausnahme. Grüß Gott, Ihre Merkwürden. Denn hier gibt es, auch im neptunischen Sinne, gleich eine eingefügte Schaltsekunde. Um 0.59.59 springt der Zeiger der Uhr auf 0.59.60. Dann, wenn AC-DC über die Jupiter-Uranus-Opposition laufen. Damit Kosmos, Wirklichkeit und Chronometer wieder übereinstimmen, wie es manchmal der Fall ist, wenn erfundene Zeit nachgebessert werden muss.

Sehen wir es doch dann lieber auch gleich so, dass der Gegensatz der Beginn aller ERneuerung ist. Und fangen wir mit bewussten Zugriffen  auf die Chancen der gegebenen Konstellationen an. Damit befinden wir uns in schönster Übereinstimmung mit der Phase. Bleiben wir besser im Traum, wenn wir beten, lieben, dichten, singen oder träumen, und auf der Erde, wenn wir arbeiten, absichern und befestigen. Wir dürfen einfach nicht vergessen, dass das Wasser über und unter der Erde existiert und jede der Welten nebeneinander ihre besonderen, geheimen und offenen Zeiten und Schnittmengen hat. Noch mal: 2017 geht es um Brücken und Fusionen, um Umarmen und Geben, nicht um Kritik. Anfangen könnte man da am besten schon mal gleich um Mitternacht mit jedem, der gerade neben uns steht und vielleicht allein und unsicher ist. Aus welchem Land er auch kommt, was uns äußerlich mit ihm verbindet oder nicht. Das werden wir selbst auch erst sehen, wo wir uns über unsere Bilder und Klischees hinwegsetzen. Sonst garantiert nicht. Die eine Sekunde, die wir dem anderen gönnen und schenken, ist unser Herz, das tatsächlich an seinem und für seines schlägt.

Das zu TUN, ist ein Neptun mit Mars. Dieses Wollen wie im Schlaf, dass für alle alles gut wird und ein Teil dazu beizutragen. Immer. Ein Bekenntnis, einen praktischen Ansatz, eine Handlungs-Anweisung für alles in uns, was noch Angst hat, sich selbst zu verlieren, wenn man anderen gibt. Für diese große Seele, die mit den vielen anderen Seelen eins sein kann, in Kunst, Musik, Gebeten, gehaltenen Händen, im Licht der Feuerwerke, in Neptun und Mars. Wodurch sich bei jedem Aspekt, selbst bei dem Schwierigsten, das eigene Universum wieder und wieder verändern kann. Nichts hält ja für immer. Nichts ist rückholbar. Nicht die zarte, geschenkte Sekunde, nicht dieses neue 2017. Wir haben ja nicht ewig Zeit. Wir haben Mars-Neptun. Impulse zu geben, zu verlieren. Bei jeder Bewegung im Tanz, die ich mache, folgen die anderen anders nach. In Begegnungen, Traurigkeit, Zorn und Tränen, in Lachen und Bleiben, statt zu gehen.

Viel Freude am Neuen Jahr also, an der Überwindung, daran, die Gedanken, die ständig diese Welt in unserem Kopf so viel beengter übersetzen, eine kleine Weile ihre Wahrheit ruhig weiter spinnen zu lassen. Und nicht ernster zu nehmen, als es nötig ist. Glück und Segen der Welt. Und mögen wir behütet sein. Und mögen wir sanft werden. Heute und morgen und immer.

Bilder (bearbeitet): © sri

Mehr zu 2017 demnächst bei Loop, auch über die genaueren Aspektverläufe - und in einem hervorragenden zyklischen Ausblick bei Hofastro in der JAHRESVORSCHAU von Stefan Hofbauer.

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