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Fische-Sonne: Let it be...

FischeSonne2019

 Lass alles los! Auch das Loslassen…
(Zen-Spruch)

Wenn die Sonne heute Nacht in den letzten Abschnitt des Zeitenkreises wechselt, bekommt unser Leben als Gesamtheit wieder eine andere Färbung. Hier bei uns, in den nördlichen Breiten drückt sich das auch in der Natur aus. Eine Zeit, äußerst ambivalent, in der fast alles möglich erscheint, aber noch nichts wirklich sicher ist. Der Winter ist irgendwie noch da, aber gleichzeitig zeigen sich zwischendurch schon die ersten Anzeichen des Frühlings. Es könnte noch einmal bitter kalt werden, auch wenn am nächsten Morgen dann vielleicht schon die ersten Frühlingsblumen im Sonnenlicht leuchten.

Es ist eine der Phasen im Leben, die uns dem Namenlosen, dem Geheimnisvollen, dem wahren Wesen, dessen was ist, vielleicht näher bringt, als alle anderen Zeiten. In den Fischen findet sich all das, was anderswo mit Begriffen belegt, mit Namen benannt und mit Urteilen eingeschränkt wurde, wieder losgelöst und befreit von allen Konzepten. Genau deshalb ist es nicht mehr greifbar, scheint irgendwie nicht mehr existent zu sein. Wenn man einen Vergleich mit den heutigen Weltbildern sucht, dann befindet man sich jetzt im Bereich der Sub-Quanten, der Dunklen Energie. Dort wo die üblichen Gesetzmäßigkeiten nicht mehr ohne weiteres anwendbar sind, wo man nicht einmal mehr von Widersprüchen reden möchte, da die Kluft zwischen dem, was vorstellbar ist, und dem was sich jeder Vorstellung verweigert, einfach zu groß wird.

Und genau genommen auch vor aller Zeit, vor dem Big Bang, der ganze Universen wieder neu erschafft. Darüber etwas zu sagen oder zu schreiben, steht eigentlich nur denjenigen zu, die erlebt haben und immer fort erleben, was in der Herz-Sutra des Buddhismus als

gate gate pāragate pārasamgate bodhi svāhā

umschrieben wird.

Gegangen, gegangen, darüber hinaus gegangen, vollständig darüber hinaus ins Erwachen…

Wenn also einer wie Meta, mit begrenzten Worten, begrenztem Verständnis und begrenzter Sicht, darüber etwas aussagt, ist das nichts weiter als der Versuch, den weiten unbegrenzten Raum in ein Gefäß zu packen, um zumindest etwas in Händen zu halten. Denn genau hier, in den Fischen, endet auch jede Philosophie, jede Religion und jedes Bild der Welt. Es ist die andere Seite von Jupiter-Neptun, nach dem Tod des Ich und seiner Form, dort wo das sogenannte Göttliche nicht mehr als Direktor der Universums-GmbH fungiert, sondern ist was es ist, immer war und immer sein wird, jenseits aller Formen und der drei Zeiten.

SonneFischeZW2019Und gleichzeitig inmitten all dessen, was in Erscheinung tritt, sich zeigt und formt. Das ist nur ein Widerspruch, solange man die Welt und ihr Sein immer noch einpacken möchte in ein Konzept, dass zumindest die Hoffnung auf ein Über-Leben in sich trägt. Aber nichts und niemand bleibt am Ende bestehen, alles nur ein flüchtiger Moment innerhalb von Äonen, jedes Leben nur ein kurzes Ein- und Ausatmen. Die Schöpfung betrachtet sich selbst aus den Augen ihrer Schöpfungen, selbst wenn diese vergessen haben, was sie in Wahrheit sind.

Dieses Prinzip ist in sich zeitlos, also auch nicht an das Prinzip der Fische und der zwölften Entwicklungsphase von Existenz gebunden. Aber genau hier bietet sich der atmosphärische Hintergrund, der ein Erleben oder zumindest Schritte hin zu diesem Erleben leichter macht. Wenn man denn bereit ist, im Sinne des Eingangs-Zitat alles loszulassen, auch den Impuls und die Absicht des Loslassens selbst.

Aber wenn man wie Meta noch mitten im Leben steckt, dann ist das nicht immer so einfach. Zu viele Ablenkungen, zu viele Impulse, zu viele Gedanken, um sich auf das „donnernde Schweigen der Buddhas“ wirklich einlassen zu wollen. Wenn also das „darüber hinaus gehen“ noch nicht so richtig klappen will, bleiben auch weniger anspruchsvolle Varianten der Lebensgestaltung.

Mann / Frau könnte zum Beispiel dem Phänomen der Liebe nachspüren. Denn von alters her gilt ja Venus als Tochter des Neptun. Wenn sich in ihr schon all das spiegelt, was wir so sehnlichst in unserem Leben suchen, die Liebe eben, um wie viel umfassender, weitreichender und nachhaltiger muss dann die Liebe des letzten Zodiak-Segments sein. Dort wo es die Ab- und Aufspaltung zwischen Ich und Du, Ich und Welt nicht mehr gibt. Wo sich in Ermangelung eines Bewusstseins-Fokus niemand mehr finden lässt, der auf der Suche nach Vereinigung, Symbiose oder Synthese ist. Mann-Frau könnte also die nächsten vier Wochen damit verbringen, die Liebe neu zu entdecken. Ohne Anhaftung an das Gute, Richtige und Schöne, und ohne Ablehnung des Schlechten, Falschen und Hässlichen.

Der Kopf darf dabei weiterhin fröhlich unterscheiden, zwischen Hilfreichem, weniger Sinnvollen und völligem Blödsinn. Nur das Empfinden sollte sich nicht mehr daran gebunden fühlen. Anfangen könnte man damit ganz konkret bei sich selbst, dem eigenen Körper. Üblicherweise hegen und pflegen wir diesen ja ohne Unterlass, er ist irgendwie unser kostbarstes Gut, unser kostbares Fahrzeug. Dazu gehört dann meistens auch die Vorstellung, dass in oder an diesem Körper nichts Unreines sein sollte, im Groben-Grossen wie im Kleinen-Feinen. Bakterien zum Beispiel machen uns eher Angst als Freude, und wann immer es den Anschein hat, dass bestimmte Bereiche unseres Körpers davon besiedelt sind, entsteht schnell Panik, Abwehr und wir versuchen alles, um diese kleinen Parasiten schnellstmöglich los zu werden.

Andererseits – zum wissenschaftlichen Standard gehört heute auch die Erkenntnis, dass ungefähr hundertmal mehr Bakterien an und in unserem Körper „zuhause“ sind, als wir menschliche Zellen besitzen. Millionen und Aber-Millionen also, und die meisten dieser kleinen Ur-Lebewesen arbeiten Tag und Nacht für uns. Würden sie ihre Hilfe von heute auf morgen einstellen, wären wir übermorgen tot. Man könnte also, ganz fischehaft, die Vorstellung entwickeln, dass wir selbst als körperliche Existenzform eingebunden sind in ein Miteinander, dieser „mein“ Körper mir also auch nicht alleine gehört und ich deswegen vielleicht so etwas wie Verantwortungsgefühl oder womöglich sogar Dankbarkeit all den Lebensformen gegenüber entwickle, die mir diese Form des Lebens überhaupt ermöglichen.

Das dann in einem nächsten Schritt auszudehnen auf all die Menschen in meiner Umgebung, von denen ich genau so abhängig bin, wäre eine logische Konsequenz. Angefangen beim Bäcker, der morgens aufsteht, um mein Brot zu backen, dem Fahrer, der es zu meinem Supermarkt bringt, den dortigen Angestellten, die es bereit stellen. Ich kann diese sehr praktische Vorstellung ausdehnen auf was auch immer mir in meinem Leben begegnet. Beim Morgenkaffee auf die Bauern in Costa Rica, beim Mittagessen vielleicht auf den Biobauern um die Ecke, beim Abendtee auf die indischen Tagelöhner, die ihn vor einiger Zeit für mich pflückten.

Astrologisch ausgedrückt, kann ich also das gegenüberliegende Jungfrau-Prinzip der sozialen Verbindungen nutzen, um ein Empfinden für mein eigenes, neptunisches  Eingebundensein in die Welt zu bekommen. Und in einem letzten kleinen Schritt dafür auch zumindest so etwas wie Dankbarkeit empfinden. Wenn nicht gar mehr…

Sollte sich dadurch dann tatsächlich im Laufe der nächsten Wochen eine Art Bewusstsein entwickeln, die mich selbst und die Welt wieder mehr als Einheit erlebt und empfindet, dann könnte ich daraus sogar ein Ritual machen, eine Meditation.

Morgens nach dem Aufwachen bedanke ich mich schon mal vorbeugend bei all denen (die kleinen Lebewesen in meinem Körper eingeschlossen), die mir diesen Tag mit all seinen Erfahrungen möglich machen und werden. Abends bedanke ich mich vor dem Schlafen gehen, bei all denen, denen ich im Laufe des Tages begegnet bin und wo ich vielleicht nicht so deutlich zum Ausdruck gebracht habe, wie sehr ich sie schätze.

Man stelle sich einmal kurz vor, wir alle würden das tun. Einfach nur das.

Wenn dann, in ca. vier Wochen, die Sonne den magischen Null-Punkt berührt und die Welt wieder neu erschaffen wird, wäre sie eine andere.
Eine Welt voller Freunde und Unterstützer, erschaffen 
durch kleine Veränderungen in unserer Einstellung und in unseren Sichtweisen.
Wäre das nicht eine Welt, in der wir wirklich gerne leben würden?

Titelbild: "Digital Artist" - PIXABAY

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Donnerstag, 21. März 2019

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