Loop!

Astro-Labor

Zwei Päpste: Die ko(s)mischen Zufälle

Finsternis + Große Konjunktionen:

Von der Möwe auf dem Schornstein wollen wir gar nicht erst anfangen. Aber davon, wie punktgenau Papst-Landungen astrologisch sind, wenn man nur später weiß, wonach man auch noch hätte suchen können. Der Überraschungs-Papst, der da um 20.13 h, pünktlich zum Herrn 10 Mond genau auf dem Deszendenten, in die Öffentlichkeit fiel (siehe unsere Ahnung 20 Minuten zuvor im LIVE-TICKER) belegt auch ohne Geburts-Zeit, dass es Zufälle gibt, die es gar nicht geben kann.

Vom Profil her ein Loop! Wunsch-Kandidat - wir empfahlen vorher noch, am besten zum Suchbild des Konklaves Jungfrau-Fische-Betonung und als Pufferung des schwachen Jupiters einen Exilanten zu wählen - ist dieser Jorge Mario Bergoglio wie der Jupiter ein "Eingeborener", hier Italiener, der im Ausland lebt. Er bringt Schütze-Sonne Quadrat Neptun Jungfrau und Fische-Saturn mit. Erwünscht wäre jetzt noch ein Fische- oder Zwillinge-AC, um das Bild rund zu machen. Aber man kann nicht alles haben.   

Bevor die Geburtszeit klar wird (Astrologen weltweit fahnden), gibt es noch genug andere beeindruckende "Fügungen" (Jupiter), die auch so sichtbar sind. Schaut man sich nämlich die astrologisch höheren Weihen wie seine momentanen Sonnenbogen-Direktionen (Mittags-Chart) an und vergleicht sie mit Benedikts Radix-Ständen, ergibt sich das Bild oben  links - rechts nebenan die Tabelle dazu. Hier die Knackpunkte:

Franziskus' Merkur steht jetzt per Sonnenbogen dirigiert genau am Geburts-Merkur des alten Papstes, Jupiter eng auf dessen Radix-Jupiter

Und damit nicht genug: Franziskus Venus und der Mittags-Mond finden sich direkt auf Benedikts Sonne und sein Neptun exakt am Saturn von Joseph Ratzinger. Von 6 genauen synastrischen Trigonen ganz zu schweigen. Alles im Orbis von weniger als einem Grad. Und da kommt noch viel mehr. Das ABC von Finsternissen und Großen Konjunktionen...

Zunächst aber zu Neptun-Saturn, der immer wieder zustande kam, denn er ist immens bedeutsam. Seine Aussage war während des Konklaves wichtig, da Merkur als Herr AC und MC die Himmelsmitte in die Fische und auf Neptun trug. Der Aspekt, der sich in den kommenden Monaten im Trigon positiv bildet, wird in seiner harten Form von WOLFGANG DÖBEREINER auch "Konkurs" genannt und es tauchen dazu poetische Bilder auf. Die sehr passenden "Türen aus Rauch" beispielsweise, das Inseldasein oder die "imaginäre Spielwiese". Bei Neptun-Saturn dreht es sich darum, immer wieder in die höchsten Zimmer der Wahrheit zu fliegen, auch wenn man sich dabei leider nicht auflöst, wie es eigentlich nötig wäre, um die eigene Subjektivität zu löschen. Döbereiner beschreibt die Auswirkungen dieser Abkehr von der Welt in unangebundene Zwischenwelten als Gleichmut "...eines tibetanischen Mönchs". Saturn befördert quasi das harte Dasein in die Betäubung des Oben, ohne Übergang gelangt sie  in die heiligsten Hallen, ins Göttliche, Unnennbare. Wenn Saturn und Neptun ohne die übliche Zwischenstufe Uranus (Zodiak-Folge!) zusammentreffen.

Neptun löst Saturns Ecken und Kanten nur vermeintlich auf, und so kommt der Aspekt als psychische "Lösung" einer generellen anderen Schwächung ins Leben. Das Irdische in Form von Saturn kollidiert als letzter Körper mit dem Himmlischen, dem reinen Wasser, das Seele des Ganzen ist. Das hört sich lyrisch an, ist aber nur eine Schein-Geschichte, da etwas ausgelassen wird. Wassermann, die Distanz zwischen Fische und Steinbock. Das kann Bankrott-Situationen ergeben. "Die Stellvertreter Gottes" haben immer in gewisser Weise diesen Konflikt: Das Unbenannte des All-Eins wird immer defizitär sein, wenn man versucht, aus Jupiter-Schütze, dem Glauben, einen Saturn-Steinbock, die Bestimmung der Religions-Strukturismen, zu machen und von da aus unvermittelt in die Wahrheit der Fische zu springen. Ohne dass Uranus-Wassermann, der Geist des Geistes, als Mittler zwischen Erde und Himmel tätig wird. Ein altes Problem der Kirche, die sich zuschreibt, direkt in den Himmel zu sehen oder aus den Wolken die Hand eines Göttlichen zu erfassen, das aber ihre Vision (Jupiter) erst erschaffen und dann eingemeißelt (Saturn) hat. Darin sind viele Täuschungen, die sich auch in der dominanten Merkur-Neptun-Betonung des Konklaves spiegelten.

Nun wurde aber der neue Überraschungs-Papst bei mundan uranischen Beteiligungen gewählt und vorgestellt. So beginnt quasi seine Amtszeit unter Sonne-Spiegelpunkt Uranus (siehe auch LOOP! ARTIKEL: Odilo, Angelo oder ein überraschender Kai aus der Kiste?) und nach DC-Überlauf des Uranus sowie dessen Quadrat zu Pluto. Franziskus selbst hat ja Wassermann-Anlagen, Venus und Mond, die beiden Anima-Anzeiger, und könnte theoretisch die Kluft zwischen Steinbock und Fische "sanft" reformierend füllen und die fehlende Treppenstufe in die Kirche einbringen. Aber das Klima des Konklaves mit dem Merkur-Neptun (der auch ein Saturn-Neptun ist) wird von der Abschirmung in Franziskus eigenem Radix unterstützt. Eine Narkose, die er gegen Uranus-Plutos Spannung zwischen Neu und Alt (Widder-Steinbock mundan) als Opposition und zusätzlich mit Fische-Saturn fortführt. Auch Ratzinger hat es - er wurde an einem Saturn-Neptun-Tag im April 2005 gewählt. Die Rhythmenlehre nimmt übrigens an, dass Uranus-Pluto, wie wir ihn jetzt mundan haben, umso dominanter wirkt, je mehr Schwächen (wie die des Saturn-Neptun) vorliegen. Man lebt in "Schlössern aus Marmor", einsamen Vorstellungswelten über die Wirklichkeiten, die mit Realität nicht mehr viel zu tun haben.     

Der Merkur-Neptun im Konklav-Horoskop (Herr 10 und 7 laufen aufeinander zu) spiegelt auch beeindruckend den Aspekt der Verkündigung des neuen Papstes: Herr 10 stand genau auf Spitze 7. Das ist ganz praktisch übersetzt auch ein indirekter Venus-Saturn, der Sozialdiener, der auftritt und vom Volk verbraucht wird. Da hat der erste Papst seit vielen Jahrhunderten, der seinen Nachfolger noch bei Amts-Übernahme kennen lernt, immerhin einen passenden Kandidaten angezogen und den Stab dieses weltweiten Seiltanzes zwischen abrupter Veränderung des Gewohnten und Besessenheit vom Hergebrachten weitergegeben.

Es ist nun gar kein unbekanntes Phänomen, dass sich bei einer verantwortlichen Verbindung zweier Menschen überzufällig häufig deren dirigierte Achsen (meist Sonnenbogen) direkt an wichtigen Ständen des Gegenübers befinden. Aber diese fünf Konjunktionen, die beide haben, davon zwei derselben Planeten Merkur und Jupiter, die wiederum IC und MC des Konklaves abbilden, sind ungewöhnlich. Es gibt unzählige Verwobenheiten dieser Art bei der Papstwahl. Erst Recht, wenn man sich dazu weitere "zufällige" Direktionen anschaut. Gut sieht man anhand der letzten großen Konjunktion und verschiedener Sonnen-Finsternisse die endlose Vernetzung bestimmter Grade - vor allem in Fische-Schütze und Widder-Waage, die sowohl in beiden Geburts-Bildern, als auch den Zeit-Konstellationen auftauchen.

Diese unglaublich feine Verwicklung wäre prognostisch bei 115 möglichen Aspiranten nie in Kürze zu entdecken.  Selbst eine einigermaßen genaue Metagnose beim nun vorhandenen neuen Papst (ohne Geburtszeit) kostet viele Stunden. Aber man kann sich an bestimmten Daten entlang hangeln. Das berüchtigte Treffen von Jupiter und Saturn im Stier im Mai 2000, die letzte große Konjunktion, hatte für Rom AC-Herrn Pluto, der aktuell dirigiert fast die Sonne des neuen Papstes Franziskus erreicht hat, ein immenser Macht-Zuwachs. Der DC steht dagegen inzwischen beinah auf der Konjunktion selbst und kündigt Öffentlichkeit eines neuen Königs an. Das MC ist dazu gerade in die Jungfrau gewandert und weist auf das Konklave klar hin. 

Auch der dirigierte Mond für Rom befindet sich nah dem gestrigen Mond, bei dessen Auslösung über DC Jorge Bergoglios Name ausgesprochen wurde und gegenüber dem Radix-Mond des Papstes in der Waage (siehe Tabelle unten). Für Buenos Aires steht das IC der Großen Konjunktion dirigiert auf 23 Schütze mit Pluto. Die große Konjunktion von 1921 dagegen, die letzte also vor der Geburt von Ratzinger und Bergoglio gleichermaßen, ist ein weiteres Beispiel mit sehr ähnlichen Trigger-Punkten. Jupiter und Saturn ursprünglich auf 26 Jungfrau im engen Quadrat zu einem Schütze-Mond am GZ, also auch mit deutlichsten Bezügen zu Benedikts MC und Franziskus' Sonne. Ju-Sat sind dirigiert inzwischen wiederum bei 27 Schütze angekommen, da, wo die Welt-Betonung beider Päpste am GZ sitzt. Der Mond dieser alten Konjunktion steht nun bei Benedikts Merkur und Franziskus dirigiertem Merkur.  

Und dann die Finsternisse: Bergoglios vorgeburtliche Sonnenfinsternis (links), drei Tage vor seiner Geburt (wir erinnern uns, viele Päpste werden rund um Neu- oder Vollmonde geboren) hat für Buenos Aires ein MC von 16.30 Grad Widder. Mars steht auch in Rom bei 17.5 Waage und stößt den Saturn-Uranus Punkt der "Unvereinbarkeit"an, über den der Pontifex dann die Brücken bauen muss. Die letzte Erde (Steinbock) geht in den letzten geistigen Bereich über (Wassermann), bevor mit Fische das Nichts oder das Alles beginnt, jenseits von jedem Menschsein und menschlicher Erfahrbarkeit. Das sind die Orte, die man nur ahnen kann, das Nie-Gewesene, der Werden und Vergehen. Das IC der vorgeburtlichen Finsternis für Buenos Aires berührt aber auch Benedikts Radix-Mond, das Finsternis-IC wird umgekehrt vom gestrigen Mond getroffen. Für Rom hatte diese SoFI vor der Franziskus-Geburt ein MC auf dessen Sonne und Benedikts MC und den DC am Merkur von Benedikt und dem dirigierten Merkur Franziskus'. Neptun steht auf Benedikts Aszendenten. 

Und es wird noch verwickelter: In Joseph Ratzingers Solar, das bis Mitte April gilt, steht der AC diesmal wiederum bei 16.5 Waage, d.h. mit einem Deszendenten auf dem Mond-Stand der Ablöse-Papstwahl. In der Sekundär-Progression seines Charts findet sich der Drachenschwanz bei 27 Grad Schütze, auf Franziskus Sonne, und gleichzeitig an Ratzingers MC, als Abschied von der Berufung. Im Combin des alten und neuen Papstes überläuft Uranus wiederum die 16.5 Widder, von Mond und DC ausgelöst, ein Neuanfang also, das Alte, das vom neuen überrundet wird.

Um 20.13 Uhr, als endlich der neue Name fällt, steht  Bendedikts Sonne im Zeitcombin exakt am IC im Widder. Als Herrin 8 (Löwe eingeschlossen) zeigt sie, dass sich das Konzept des Mittelpunktes erledigt hat und der ehemalige Papst sich an den Ursprung zurückzieht. Merkur bei 17,5 Widder ist hier Herr 9 und 7, angeschlagen von einem Mond-Quadrat aus dem Steinbock (16.5 Grad). Die kardinalen Stände rund um 15 Grad sind überall stark betont, genau wie die fallenden Zeichen um die Grade des Galaktischen Zentrums. Das könnte man sich nur schwerlich basteln, hier rastet ein zeitliches Zahnrad ins andere ein. Die kritischen Grade kardinal und im Einzugsbereich des GZ ziehen sich sogar bis in die Solare - berechnet man zum Beispiel das Ratzinger-Radix auf 1936, Geburtsjahr des neuen Papstes, kommt man auf einen AC von 17.5 Waage, jetzt ausgelöst von der Namens-Verkündigung.

Hier eine kleine Tabelle über die (gerundeten) Trigger-Grade, die besonders auffällig sind (zum Vergrößern klicken!):

Zur Aufwertung der südamerikanischen Kirche, die nun geschieht, ein weiterer Hinweis: Am 10. Mai 1570 wurde das Bistum Cordoba in Argentinien gegründet, um das herum sich später die dortige, katholische Landeskirche entwickelte. Das Radix zeigt Saturn auf knapp 16 Waage und Pluto auf 22.5 Fische, nah Benedikts Radix-Jupiter und Franziskus' Sonnenbogen-Jupiter. Dirigiert man die Stände dieses Cordoba-Radix bis heute, dann ist vor kurzem Saturn in den Steinbock gegangen (0.01.20) und Jupiter in den Stier (0.36.57). Wieder sind die Königsmacher (per Trigon) mit einem Etagen-Wechsel am Werk. Der Mittags-Mond dieses Radix' steht übrigens heute bei 14.16 Waage, an Benedikts Mond, nah dem eigenen Saturn, sie wird quasi benediktisiert. Der DC des gültigen Solars sitzt - wo wohl? Auf 26 Schütze. 

Und um gerade wegen solcher Zufälle doch wenigstens mit dem Vogel auf dem Schornstein zu enden, auf den fast eine Stunde lang die Gläubigen starrten, die auf weißen Rauch warteten: Die Vögel sind auch Sinnbilder des Uranus. Sie kommen von der Erde, aber fliegen. Sie sind für Saturn-Neptun verbindlich und lösend. Körper am nächsten am Himmel. Dass diese Möwe - ein Neptun-Kind, weil sie vom Wasser kommt - ein gutes Omen für Franziskus und seinen Stufenweg wird und Saturn-Neptun, die Narkose der Kirche in Scheinwelten aufstört, ist dem neuen Papst wirklich zu wünschen. 

Bilder (bearbeitet): Aibdescalzo (Own work) via Wikimedia Commons und Screenshot NTV.

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Sonntag, 21. Juli 2019

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