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Unterwegs in Neu-Neptunien

Neptun ist seit gut zwei Wochen in den Fischen. Und etwas hat sich verändert. Noch nicht wirklich angekommen, aber immer unterwegs, hier ein erster Reisebericht, ein persönlicher Eindruck. 
Von einem, dessen Neptun in den Waagewelten wohnt und der sich gut vorstellen kann, wie anders ihm das Universum erscheinen würde, wenn dem nicht so wäre. Ein kleiner Schnipsel Wahrheit also nur, nichts was andere Wahrheiten in Frage stellt.

Endlich Neumond. Meiner ist nur einer von Millionen und Abermilliarden erlebten. Und alle sind anders, verschieden, einzigartig. In diesem einen Moment, in dem die Zeit für ein kurzes Äon den Atem anhält, manifestiert sich Leben in all seinen Facetten. Manches geht zu Ende, anderes wird neu erschaffen. Hoffen und Bangen, Lachen und Tränen. 

In Tibet feiern sie heute das neue Jahr  des Wasser-Drachen. Mit Wunschgebeten, Pujas und wilden Tänzen, um innere und äußere Dämonen zu vertreiben. Und in einem schlichten Zimmer sitzt ein scheinbar alter Mann, der sich jugendlich frisch mit all dem verbindet, was in den unzähligen Universen von den Wesen als Form, Farbe, Geschmack, Duft und Windhauch erlebt wird. Heute kann ich es wieder spüren. Dass diese scheinbar getrennten Universen so vieles gemeinsam haben. Und auch die Dankbarkeit - trotz allem - für die Chance ein Teil davon zu sein. Sonne-Mond-Neptun eben. In den Fischen.


In den letzten Tagen bin ich durch diese neuen und auch fremden Landschaften gewandert. Seit Neptuns Wechsel hat sich viel verändert. Nur in Teilen offensichtlich, es ist mehr als hätte sich ein Grundton, ein Grundthema gewandelt. 
Manchmal morgens, im ersten Licht kann man es  sehen. Diese andere Qualität, die das was sonst so deutlich trennt, fast mühelos verbindet. Nebeneinander bedeutet jetzt nicht mehr einzeln. Bedingtheit zeigt sich wie eine selbstverständliche Wahrheit.

Aber auch das Aufgeträumte, der Hypnos geht neue Wege. Übergangslos umschalten von äußerer zu innerer Wahrnehmung und wieder zurück. 
Ich kann mich nur schwach erinnern, wie anders das noch vor einigen  Wochen war. Als es noch die harten Szenenwechsel gab, hauptsächlich verbunden durch Gedankenketten und ihre fraktalen Auswüchse.
Jetzt ist es tatsächlich fließend, stille Einsichten konkurrieren nicht mehr mit dem plärrenden Fernseher im Hintergrund, beide finden zueinander, balancieren sich aus, gestatten dann und wann  sogar einen kurzen Blick auf ihren gemeinsamen Ursprung.

Manchmal ist es auch nicht leicht, vor allem da wo es um Worte geht. Das Bildsinnhafte durchschwingt die Bedeutung, zeigt sich so einfach wie des Kaisers neue Kleider. Hintergründiger Humor macht sich dann dort breit, wo sich eindimensionale Klamaukideen selbst auf die Schenkel klopfen. Intellektueller Musikantenstadl. Aber auch das ist okay.

Zwischendurch dann wieder anfallartig Traurigkeit. Und gleichzeitig fallen alle Haftnotizzettel von den inneren Wänden, Momente der Desorientierung, Verlangsamung und der Hoffnungslosigkeit. 
Plötzliches Erkennen, dass die Jahre schneller verschwunden sind, als Rauch, der durch ein Schlüsselloch zieht. Und dass das was noch vor einem liegen mag, ein Wimpernschlag ist. 
Also keine Zeit mehr für falsche Eitelkeiten und falsche Rücksichten. Auf die eigenen Befindlichkeiten und hoffnungsvolles Heischen. Es wird genau so kommen, wie es immer kam. 
Anders als erwartet.

Deswegen auch das dringende Verlangen nach neuen Ausdrucksformen. Für Inhalte, die in der Vergangenheit, unter Neptun Schütze, Steinbock und Wassermann als Vision aufstiegen, sichtbar wurden und in endlosen fraktalinen Bifurkationen nach einer Anbindung gesucht haben. Die Theorie war da, jetzt kommt das Empfinden und Erfahren dazu. Stärker und alternativlos.

Und trotz allem bloß keine Hektik, zu viel Verwirbelung kann leicht den nächsten Traum in scheinbare Klarheit weben und für lange Zeit den Blick auf das Unmittelbare und Einfache vernebeln.

Man muss nicht jede Welle reiten, manchmal ist es angemessener nur zuzusehen. 
Das Entstehen und Vergehen wirken zu lassen, bis das Vertrauen in diese andere Art der Kontinuität wächst. In diesen beständigen Prozess, der scheinbar fließend zwischen Null und Eins pendelt.

Aber in irgendeiner anderen Welt löst sich eins dann doch im anderen auf. Wird kleiner und noch kleiner und schließlich nichts. Um dann, fast überraschend wieder neu zu erscheinen, zu erstrahlen oder in einer fernen Ecke darauf zu warten, wieder entdeckt zu werden.

Es wird eine Zeit kommen, vielleicht schon in einem Monat, vielleicht auch erst in einem Jahr, wo ich mich nicht mehr erinnern werde. An die goldene Zeit, als der Verbindungston eines 64k Modems wie die Ouvertüre zu Beethovens Neunter klang.

An die ersten Chats, die ersten Mails und das kopfgeborene Empfinden endlich frei zu sein. Im Land der Denker. Plötzlich jeder ein Dichter und Erdichter, wir bloggen uns einen und dann kam Facebook.

Alles gefällt mir. Irgendwie und Daumen hoch. Das Ende der Neinsager und Kontroversen. 
99% immer ärmer, 1% immer reicher. 
Gefällt mir.

Politische Langweiler mit hübschen Gattinnen. Gefällt mir. Biokost bei Aldi, Tantra-Massage um die Ecke. Auch das. Ein Freund fürs Leben? Hääh??? 2436 Freunde bei Facebook. Daumen hoch…

Ich wandere durch diese neuen Landschaften und wundere mich über mich selbst. Damals, als ich fast täglich vergessen habe, dass der Duft eines Schneeglöckchens nicht in Pixeln wohnt. Und das Geräusch eines Lüfters nicht mit dem Klang des Windes konkurrieren kann.

Nein wirklich, Neptun im Wassermann war eine glorreiche Zeit. Die Welt ist heute ein Dorf und morgen wohnen wir schon auf dem Mars. So viele Möglichkeiten, opulente Endlosschleifen in neue Universen, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat.

Also noch ein bisschen schneller, bunter, abgefahrener. Und wenn das alte Gesicht nicht mehr in die Zeit passt, dann kaufen wir uns ein Neues. Solange bis die Karnevalsmasken am Rosenmontag überflüssig werden.
Kunst und künstlich. Und als kleiner Ausgleich für das rein Menschliche noch eine Kochshow. Oder ein Casting.

Ich erinnere mich auch an die Sehnsucht. Meta nach Hause telefonieren. Aber wie war doch gleich die Nummer? Zu kompliziert,  gefiel mir nicht und weil es keinen Button dafür gab, hab ich sie innerlich begraben und vergessen. Die Sehnsucht.

Jetzt fange ich langsam an zu verstehen. Sehnsucht braucht kein  Gesicht, keine Form, nicht mal Erlösung und Erfüllung. Selbst die guten Feen erfüllen nur Wünsche.

Aber Sehnsucht hat Farben, Düfte und Klänge. Berührt dich und deine Welt, verzaubert sie mit einem Versprechen, das nie gebrochen werden kann. Nichts wird bleiben wie es ist und deswegen ist alles möglich.

Mensch wundert sich wieder und lässt wieder Wunder geschehen. Kleine und große.

Meine Freunde bei Facebook möchte ich demnächst zu mir nach Hause einladen. Denn ich ahne wieder wo zuhause ist. Dann twittern wir uns bei Kerzenlicht und Musik direkt in die Augen. Sprechen wieder mit unterschiedlichen Stimmen.

Miteinander, ohne Kommentar-Funktion.  

Und manchmal schweigen wir vielleicht auch für einen kurzen Augenblick. Wenn die Zeit wieder den Atem anhält. Wie gestern, als endlich Neumond war.

(meta - 22.02.2012, 22 h 12)

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