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Wahl-Prognose: Aus die Maus

Noch drei Tage bis ARD und ZDF kurz nach 18:00 h ihre ersten Prognosen veröffentlichen werden. Wir sind, wie so oft, schon etwas früher dabei und die Überschrift kündigt bereits an, was Deutschland erwartet. Das Ende einer alten Beziehung, das Aus für eine erhoffte Neue. Und was vom Wahltag übrig bleiben wird, wird zwar von allen Seiten wieder schön geredet werden, aber hinter den Kameras wird es lange Gesichter geben. Bei (fast) allen Beteiligten.

Aber der Reihe nach. Denn wie wir hier ja immer betonen, Trenderkennung über Astrologie funktioniert eben nicht wie ein Blick in die Kristallkugel. Meistens steckt viel Arbeit dahinter und selbst dann bleiben immer nur Wahrscheinlichkeiten übrig, die sich in Teilen auch widersprechen können. 

Viele Kolleginnen und Kollegen benutzen für Wahlprognosen einerseits das Gründungs-Horoskop der Bundesrepublik, andererseits die Gründungs-Charts der einzelnen Parteien. Beide Ansätze haben aus meiner Sicht bisher aber nicht zu den Ergebnissen geführt, die man sich wünschen würde.

Die Qual der Wahl

Zum einen gibt es selbst bei der Frage, auf welchen Ort man das Gründungs-Horoskop der BRD erstellt  (Berlin oder Bonn) unterschiedliche Meinungen, zum anderen müsste man konsequenterweise auch frühere Charts in Betracht ziehen.

Denn die Ursprünge unseres heutigen Staates finden sich nach Ansicht vieler Historiker schon in der Gründung des Norddeutschen Bundes 1867 wieder. Aber selbst dann muss man sich fragen, ob man die Annahme der Verfassung am 16. April als Referenz-Datum nimmt, oder den 01. Juli, den Tag, an dem diese in Kraft trat. Wer sich die Mühe machen will, diese beiden Daten in Bezug zu den nachfolgenden Gründungen (Deutsches Reich, Weimarer Republik, BRD, DDR, Wiedervereinigung) zu setzen, wird auf viele Übereinstimmungen stoßen. Nimmt man den 01. July 1867 findet sich zB eine exakte Sonne-Uranus Konjunktion. Im Artikel Wahl 2013: Es kann nur eine geben habe ich schon versucht aufzuzeigen, dass sowohl Uranus wie Neptun stark dominant in den Charts der bisherigen Regierungschefs waren. Und sowohl Helmut Kohl wie auch Angela Merkel eine Sonne-Uranus Konjunktion als Anlage haben. 

Trotzdem bleiben auch die anderen Daten relevant, für mich persönlich aber auch immer noch zu viele Fragen offen. 

Die zweite Möglichkeit, die Gründungs-Daten der Parteien einzubeziehen, bringt einen in eine ähnliche Situation. Denn die Ursprünge einiger Parteien wie SPD und FDP liegen ebenfalls weit in der Vergangenheit, folgt man den Einschätzungen der Historiker. Die SPD hat sich aus zwei ehemaligen Gegnern entwickelt (ADAV und SDAP), laut Wikipedia hat sie selbst kein exaktes Gründungsdatum. Die FDP soll ihre Wurzeln sogar schon im sogenannten „Vormärz“ haben (ab 1830), was die Brauchbarkeit eines eventuellen Gründungs-Charts auch nicht verbessert. Aus all diesen Gründen habe ich mich entschlossen, einen anderen Weg zu gehen.

Der Mensch als Maß aller Dinge

Warum? Weil es letztendlich immer die Menschen sind, die den Ausschlag geben. Denn Mensch kann sich auch in schwierigen Zeiten entscheiden, das Richtige zu tun, oder in guten Zeiten auch für das Verkehrte. Was wir aber alle meist nicht bestimmen können, ist der Zeitpunkt, an dem sich bestimmte Gefühle zeigen, wann diese entstehen und was dadurch in uns ausgelöst wird. Und in der Regel sind Empfindungen meistens an Ereignisse gekoppelt, zumindest stellen wir häufig diesen Zusammenhang her. Im Umkehrschluss kann man dann also aus der atmosphärischen Stimmungslage des Einzelnen auch auf unmittelbare, äußere Ereignisse schließen.

Genau deswegen hat diese Prognose auch nur die folgende Frage als Basis: Wie werden sich die einzelnen Kandidaten der Parteien, nach Bekanntwerden der ersten Ergebnisse fühlen? Wenn man Vergleichswerte aus der astrologischen Alltagsarbeit zugrunde legt und dabei einfach bleibt. Falls nämlich jemand am Wahlabend genau Jupiter, "das große Glück", im Trigon zu seiner Radix-Venus als Transit-Auslösung hat, dann ist nur schwer vorstellbar, dass dieselbe Person todunglücklich über ein faktisches Wahldesaster sein wird. Umgekehrt – bei Jupiter Quadrat Venus ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass „Volkes Stimme“ beim Betroffenen Jubel-Arien auslöst.

Da aber einer allein selten Wahlen gewinnt (die Kanzlerin mal ausgenommen), muss der Blick zumindest diejenigen umfassen, die wichtige Ämter innerhalb der Partei bekleiden und somit einen repräsentativen Querschnitt verkörpern.. Die Spitzenkandidaten, Generalsekretäre, Vorsitzende und Stellvertreter eben. Wie schon erwähnt, vor die Prognose hat das Universum den Fleiß gestellt. Ob der Preis dann am Ende wirklich heiß ist, die Prognose dem Ergebnis nahe kommt, hängt aber auch entscheidend von der Qualität und Genauigkeit der astrologischen Daten ab.

Und da kommt schon die grösste Hürde, bis auf wenige Ausnahmen stehen uns keine Geburtszeiten zur Verfügung. Somit sind alle Auslösungen, die den Mond-Bereich (wenn man so will das emotionale Zentrum) der Kandidaten betreffen, für eine Prognose nicht verfügbar, genauso wie Auslösungen über die Hauptachsen und Häuserspitzen. Keine guten Voraussetzungen also, wenn fast die Hälfte der wichtigen Eckpunkte eines Geburtsbildes nicht in eine Prognose einfließen können. Aber da ja trotzdem irgendwie alles mit allem zusammen hängt, kann der Blick auf die verbleibenden Möglichkeiten immer noch erhellend sein. Oder auch ernüchternd, je nach dem, was man von der Wahl erwartet hat.

Da wie anfangs schon erwähnt, kurz nach 18 Uhr die ersten Prognosen veröffentlicht werden (Hochrechnungen dann ca. 15 - 20 Minuten später), kann man diesen Moment also auch als Referenz-Chart für den Vergleich nehmen. Besondere Bedeutung bekommen, neben den beiden Lichtern Sonne und Mond, auch die "Chefs" der Hauptachsen AC-DC und MC-IC. Erfahrungswerte aus anderen Bereichen zeigen, dass vor allem der Herrscher des MC-Zeichens (in diesem Fall Jupiter) und des AC (Uranus bzw. klassisch gedeutet auch Saturn) bestimmend werden. Sonne (DC) und Merkur (IC) können das Gesamtbild dann ergänzen. Aktuelle Auslösungen von und über diese Planeten sind also besonders zu beachten. Da zumindest der AC aber kurz nach Schließung der Wahllokale vom Wassermann in die Fische wechselt, ist auch angeraten, Transite von und auf Neptun mit einzubeziehen.

CDU - am Ende wird doch alles gut, irgendwie

Das bringt uns gleich zur zweiten großen Frage, bezogen auf den MC-Herrscher Jupiter: Werden die Erwartungen der Kandidaten erfüllt oder eher enttäuscht werden? Und da man irgendwo anfangen muss, stellen wir diese Fragen doch gleich mal an fünf Schwergewichte aus der CDU. An die Kanzlerin selbst, den Generalsekretär Hermann Gröhe, Fraktionschef Kauder, Finanzminister Wolfgang Schäuble und die umtriebige Ursula von der Leyen.

Auslösungen bei den CDU – Kandidaten 

Volker Kauder Hermann Gröhe Angela Merkel Wolfgang Schäuble Ursula von der Leyen
Urgestein Generalsekretär Kanzlerin Finanzminister Stellvertreter
Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R]
Mars Kon Pluto Saturn Kon Neptun Merkur Kon Neptun Sonne Kon Mars Merkur Sex Saturn
Saturn Sex Saturn Sonne Qua Mars Merkur Qua Uranus Sonne Kon Neptun Mars Sex Merkur
Merkur Qua Jupiter Jupiter Qua Venus Venus Qua Mond Merkur Kon Merkur Venus Qua Uranus
Jupiter Qua Venus Mond Opp Neptun Uranus Qua Merkur Saturn Sex Venus Jupiter Qua Merkur
Jupiter Qua Neptun Merkur Opp Venus Uranus Qua Jupiter Uranus Sex Saturn Neptun Tri Jupiter
Mond Tri Saturn Neptun Opp Pluto Venus Tri Jupiter Merkur Qua Jupiter Neptun Tri Neptun
Neptun Tri Uranus       Saturn Tri Merkur Neptun Qua Uranus Neptun Opp Pluto
Pluto Tri Sonne       Mars Opp Mond Mond Tri Venus      
Pluto Tri Saturn       Neptun Opp Venus Pluto Tri Venus      
Uranus Opp Merkur       Pluto Opp Merkur            
Uranus Opp Neptun                        

* * * * * 

Wie die obige Tabelle zeigt, gibt es hier einige (um es noch freundlich auszudrücken) Spannungs-Aspekte, in die auch Achsen-Herrscher eingebunden sind. Aufgeführt sind nur Auslösungen, die relativ exakt sind und ihren Höhepunkt noch vor sich haben. Dazu kommen Langsamläufer, die ihre Wirkung mehr atmosphärisch entfalten.

Bei Angela Merkel sind drei Aspekte unmittelbar vor der Exaktheit - Venus Trigon Jupiter, Saturn Trigon Merkur und Mars Opposition zum Radix-Mond. Letzteres bringt eher gemischte Gefühle, um es mal vorsichtig auszudrücken, da kommt Ärger auf und nicht zu knapp. Die anderen beiden sind aber eher positiv zu gewichten. Wenn da nicht die anderen, leidvollen Quadrate wären, wie zB Venus Quadrat Mond, Merkur Quadrat Uranus usw., könnte man ihr also schon mal herzlich gratulieren. Aber irgendwas scheint ziemlich schief zu gehen, es knirscht gehörig im Getriebe. Vor allem Merkur in Konjunktion mit Neptun (dem werden wir noch öfters begegnen) zeigt sich im Alltags-Leben oft sehr ambivalent. Entweder hat man höchste spirituelle Einsichten, oder versteht die Welt überhaupt nicht mehr. Ein erster Hinweis auf ein Dilemma.

Auch die anderen CDU´ler haben durchwachsene Auslösungen. Vor allem fallen die aktuellen Jupiter-Transite unangenehm auf. Zweimal Jupiter Quadrat Venus (Kauder, Gröhe) und je einmal Jupiter Quadrat Neptun (nochmal Kauder) und Quadrat Merkur (von der Leyen). Das sagt eigentlich nur eins, die Hoffnung stirbt zwar meistens zuletzt, aber in diesem Fall dann auch ziemlich sicher. Zusammen mit Schäuble´s  Sonnen-Transit auf seiner Mars-Neptun Konjunktion und der Tatsache, dass bis auf die Kanzlerin, niemand der anderen großartige Jubel-Transite hat, bedeutet das mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit:

Die CDU erzielt zwar ein passables Ergebnis, liegt aber deutlich unterhalb des eigenen Erwartungshorizonts. Natürlich darf sich Angela Merkel über das beste Ergebnis aller Parteien freuen, aber mit wem sie regieren kann, wird und muss, bleibt vorerst offen.

Die FDP – Panik auf der Titanic

Da lohnt doch gleich der Blick auf den bisherigen Partner, denn sollte Schwarz-Gelb noch eine Chance haben, dann müssten die Liberalen kräftig zu legen. Leider müssen wir hier auf Parteichef Phillip Rösler verzichten, nicht mal er selbst kennt sein richtiges Geburtsdatum. Es müssen also andere her, wie Spitzenkandidat und Aufschrei-Initiator Rainer Brüderle, die mittlerweile ergraute Eminenz Guido Westerwelle, Generalsekretär Patrick Döring, Ex-Sunnyboy Christian Lindner und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

Auslösungen bei den FDP-Kandidaten 

Rainer Brüderle Guido Westerwelle Patrick Döring Christian Lindner L.-Schnarrenberger
Spitze Minister General Vize Ministerin
Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R]
Sonne Qua Sonne Venus Kon Neptun Sonne Kon Pluto Sonne Sextil Venus Sonne Kon Saturn
Saturn Qua Pluto Saturn Sextil Pluto Merkur Kon Uranus Venus Sextil Saturn Uranus Kon Jupiter
Uranus Qua Merkur Uranus Sextil Jupiter Uranus Sextil Jupiter Jupiter Qua Pluto Venus Sextil Venus
Uranus Qua Saturn Sonne Qua Mars Mond Qua Jupiter Jupiter Tri Uranus Mars Sextil Neptun
Venus Tri Saturn Mond Qua Jupiter Mars Qua Sonne Jupiter Opp Sonne Jupiter Qua Jupiter
Venus Opp Venus Saturn Qua Jupiter Jupiter Qua Uranus Jupiter Opp Mars Jupiter Qua Neptun
Pluto Opp Merkur Uranus Qua Merkur Saturn Qua Jupiter       Uranus Qua Uranus
      Sonne Tri Saturn Neptun Qua Neptun       Venus Tri Mars
      Mond Tri Pluto             Saturn Tri Uranus
      Pluto Tri Pluto             Pluto Opp Uranus

*****

Gleich der erste Blick ist ein böser: 17(!) Quadrate tummeln sich bei den fünf Kandidaten, darunter einige Schwergewichte wie Sonne Quadrat Sonne (der Spitzenkandidat..hust…hust), Mond und Saturn Quadrat Jupiter beim Noch-Aussenminister und dem Generalsekretär, und Jupiter im Quadrat zu Neptun und sich selbst bei der Noch-Justizministerin. Hinzu kommt eine transitäre Sonnenverfinsterung bei fast allen Beteiligten, von Konjunktion Saturn über Quadrat Mars bis hin zu Konjunktion Pluto ist fast alles vertreten, was einem so den Tag vermiesen kann.

Und was gibt es als Ausgleich? Als Aufwertung?? Als Wiedergutmachung???

Nichts wirklich Überzeugendes - der Kosmos kann manchmal unerbittlich sein und an manchen Tagen kommt eben alles zusammen. Und dieser Sonntag dürfte so ein Tag für die FDP werden. Schafft sie den Sprung über die 5%-Hürde. Vermutlich ja. Gibt es eine ähnliche Wiederauferstehung wie in NRW und Niedersachsen. Nein. Und nochmals Nein. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – NEIN! Das bedeutet:

Die FDP wird nicht mehr Teil einer zukünftigen Schwarz-Gelben Regierung sein. Da andere Optionen kaum zur Verfügung stehen (mangels Willigen), ist sie also raus aus dem politischen Tagesgeschäft. Sie schafft den Einzug in den Bundestag, spielt da aber nur noch eine Nebenrolle. Und damit ist auch klar – Schwarz-Gelb ist abgewählt, eine Neuauflage findet nicht statt.

Bleibt die Frage – was wird aus dem Alternativ-Modell Rot-Grün?

Die SPD – "Das Wir" kommt an im Jetzt und Hier

Rot-Grün geht nur, wenn der größere Partner kräftig hinzugewinnt, im Vergleich zu den letzten Wahlen, aber auch bezogen auf die letzten Umfragen. Als Prognose-Spiegel ausgewählt wurden Peer Steinbrück, Vor-Sitzender Sigmar Gabriel, Generalsekretärin Andrea Nahles, die nächste Kanzlerkandidatin Hannelore Kraft und der letzte SPD-Kanzler Gerhard Schröder.

Die Auslösungen bei den SPD-Kandidaten 

Peer Steinbrück Sigmar Gabriel Andrea Nahles Hannelore Kraft Gerhard Schröder
Kandidat Vorsitzender General Starke Frau Altkanzler
Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R]
Pluto Kon Merkur Mars Kon Uranus Jupiter Sextil Saturn Saturn Kon Neptun Sonne Kon Neptun
Mond Qua Pluto Venus Sextil Merkur Uranus Sextil Merkur Mond Sextil Merkur Mars Kon Jupiter
Saturn Qua Pluto Sonne Qua Saturn Mars Qua Saturn Merkur Sextil Mars Jupiter Qua Sonne
Uranus Qua Merkur Neptun Tri Neptun Uranus Qua Mars Pluto Sextil Neptun Neptun Qua Uranus
Neptun Qua Venus Neptun Opp Pluto       Uranus Qua Merkur Merkur Tri Saturn
Pluto Qua Neptun             Merkur Tri Sonne Mars Tri Sonne
Mond Tri Merkur             Saturn Tri Merkur Neptun Tri Mars
Uranus Tri Pluto             Mond Opp Neptun      
Jupiter Opp Sonne             Neptun Opp Pluto      
Jupiter Opp Mars             Pluto Opp Merkur      
Uranus Opp Neptun*                        

*****

Herausforderer Peer hat es hinter sich. Wie schon vor einem Jahr absehbar, haben seine Auslösungen fast durchwegs das Prädikat „Kosmische Stinkefinger“ verdient. Angefangen bei Pluto Konjunktion Merkur, über Mond-Saturn Quadrat Pluto (der „Keine Macht für Niemand“ - Aspekt) bis hin zu Jupiter Opposition Sonne-Mars und Neptun Opposition Pluto (der „Weine nicht wenn der Regen fällt“-Aspekt).

Wird man damit Bundeskanzler??? Leider nein.

Und wie geht’s dem Rest der Partei? Entsprechend durchwachsen, wenn auch nicht so dramatisch wie bei den Liberalen. Da gibt es doch den einen oder anderen Hoffnungsfunken. Nichts, was einen wirklich vom Hocker reißt, aber immerhin sind manche Kombinationen zwischen den Achsen-Herrschern positiv zu sehen. Jupiter Sextil Saturn bei Nahles könnte ein schwacher Hinweis darauf sein, dass sie später am Abend das Ergebnis zumindest noch schön reden kann, weil es a) eben besser war als vor vier Jahren, und b) immer noch eine Machtoption offen hält. Aber Sonne Quadrat Saturn bei Gabriel, Jupiter Quadrat Sonne bei Schröder und Uranus Quadrat Mars bei Nahles singen gemeinsam und deutlich das Minnelied von enttäuschter Hoffnung und unangenehmen Überraschungen.

Bedeutet im Klartext:

Die SPD erzielt ein respektables Ergebnis gemessen am letzten Wahl-Fiasko, aber einen Kanzler Steinbrück wird es nicht geben, somit im Umkehrschluss also auch keine Neuauflage von Rot-Grün.

Quo Vadis - bündnistreue Grüne?

Unabhängig davon stehen die Grünen trotzdem mit dem Rücken zur Wand. Denn wer weiß, am Ende kann man sich ja mit einem guten Ergebnis andere Optionen offen halten, oder zumindest die Opposition als stärkste Partei anführen. Als Indikator für solche und ähnliche Überlegungen haben wir die beiden Spitzenkandidaten, Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt ausgewählt, sowie die Parteispitzen Claudia Roth und Cem Özdemir, zusammen mit Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke.

Die Auslösungen bei den Grünen 

Jürgen Trittin Göring-Eckardt Claudia Roth Cem Özdemir Steffi Lemke
Spitze auch Spitze noch eine Spitze ebenso Geschäftsführerin
Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R]
Sonne Kon MC Mond Kon Mars Mars Qua Saturn Jupiter Sex Pluto Sonne Kon Uranus
Merkur Kon Neptun Sonne Qua Jupiter Merkur Tri Mars Uranus Sex Venus Merkur Sex Venus
Venus Sex Venus Jupiter Qua Merkur Jupiter Tri Saturn Sonne Qua Sonne Uranus Sex Merkur
Uranus Qua Merkur Jupiter Tri Neptun       Mond Qua Venus Neptun Opp Jupiter
Uranus Qua Jupiter Pluto Tri Mars       Saturn Qua Venus      
Venus Tri Jupiter Merkur Opp Merkur       Saturn Tri Saturn      
Neptun Tri Saturn Venus Opp Sonne                  
      Saturn Opp Mars                  

*****

Endlich mal ein bisschen Abwechslung. Während man bei der FDP ja 17 Quadrate vorfand, müssen die Grünen sich nur mit acht herumschlagen. Als Ausgleich gibt es immerhin sieben aktuelle Trigone, vor allem Jürgen Trittins "Venus Trigon Jupiter" macht da doch Hoffnung auf ein, zumindest zweistelliges Ergebnis, ebenso wie das relativ genaue Trigon des aktuellen Saturns zu Claudia Roths Jupiter. Aber es gibt eben nicht nur Freudensprünge. Sonne Quadrat Jupiter bei Göring-Eckardt ist nicht wirklich das, was man gemeinhin einen Winner-Aspekt nennt, genauso wenig wie Sonne Quadrat Sonne bei Cem Özdemir. Aber, verglichen mit den Ergebnissen von CDU und FDP, sind zumindest manche Herrscher-Kombinationen durchaus freundlich gestimmt. Zumindest gibt’s hier neben einigem Schatten auch manche Lichtblicke, was die Gesamtlage aber eher ambivalent erscheinen lässt. Eine mögliche Erklärung wäre – was man wollte, klappt nicht, aber es gibt noch andere Optionen.

Kurz und gut: die Stimmungslage bei den Grünen dürfte gemischt sein, alles nicht ganz so schlimm, wie befürchtet, aber leider auch das eigentliche Wahlziel verfehlt, denn Rot-Grün hat definitiv keine eigene Mehrheit, das große Wunder bleibt aus.

Aber da gab es doch noch die Doppel-Rot Option…

Die LINKEN – das Zünglein an der Waage?

Man darf ja träumen, auch als Politiker. Und selbstverständlich auch davon, einmal ganz oben anzukommen. Erst in der Wählergunst und dann in einer Regierung. Und diesmal ist der Traum der Linken nicht völlig utopisch, zumindest wenn es nach einer ihrer Gallions-Figuren ginge. Aber der Reihe nach. In die Astro-Auswahl kommt natürlich Gregor Gysi, die beiden Parteispitzen Katja Kipping und Bernd Riexinger, der Geschäftsführer Martin Höhn und Miss Bundestag Sarah Wagenknecht.

Die Auslösungen der LINKEN 

Katja Kipping Bernd Riexinger Gregor Gysi Sarah Wagenknecht Matthias Höhn
Doppelspitze Doppelspitze Spitzenkandidat Sprachrohr Geschäftsführer
Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R] Pla [T] Aspekt Pla [R]
Venus Kon Uranus Jupiter Qua Merkur Merkur Sex Saturn Sonne Kon Jupiter Venus Sex Merkur
Mars Sex Pluto Pluto Qua Mars Venus Qua Pluto Sonne Kon Uranus Neptun Qua Mars
Mars Qua Uranus Uranus Opp Mars Pluto Qua Neptun Jupiter Kon Merkur Uranus Tri Neptun
Jupiter Qua Pluto       Merkur Tri Uranus Uranus Sex Venus Pluto Tri Venus
Mars Tri Neptun       Mars Tri Jupiter            
Jupiter Tri Uranus       Uranus Tri Pluto            
            Uranus Opp Neptun            
            Neptun Opp Mars            

*****

Wenn es nach ihr ginge, würden die Linken diesmal fast das Ergebnis der FDP bei der letzten Wahl erreichen. Sonne läuft gerade in die Konjunktion mit Jupiter-Uranus, zusätzlich steht Jupiter in Konjunktion mit ihrem Merkur. Viel besser kann man das nicht haben, an so einem Abend. Auch bei den anderen Mitbewerbern gibt es manches, was auf ein „gefühlt" gutes Ergebnis hindeutet. Aber vielleicht ist das ja auch nur die Freude über das voraussichtliche Scheitern von Schwarz-Gelb? Das ist die Krux mit dieser Art der Prognose, die Stimmungslage zeigt sich mehr oder weniger deutlich, aber nicht zwingend die Gründe dafür. Die muss man dann eben doch ableiten, aus dem ganz normalen Alltag und den faktischen Gegebenheiten. Trotzdem bleib als Gesamteindruck:

Die Linke schneidet überraschend gut ab, ist höchstwahrscheinlich tatsächlich das Zünglein an der Waage, das eine Neuauflage von Schwarz-Gelb verhindert.

Vor der Wahl ist nach der Wahl

Fasst man das alles zusammen, ergibt sich nur in Teilen ein eindeutiges und zwingendes Bild. Am besten scheint es Sarah Wagenknecht und Angela Merkel am Wahlabend zu gehen, was auf den ersten Blick nicht so wirklich zusammen passt. Absolute Spaßbremsen findet man vor allem in der FDP, die SPD liegt irgendwo dazwischen. Schwarz-Gelb ist Geschichte, Rot-Grün bekommt erst mal keine zweite Chance, jedenfalls nicht ohne Unterstützung von Links-Aussen. Soviel scheint sicher. Aber was dann?

Große Koalition ist natürlich immer die erste Wahl, da wären alle Beteiligten, zumindest was die Machtverhältnisse angeht, auf der sicheren Seite. Und vielleicht lässt sich Peer ja doch erweichen und wir kriegen die Doppelachse Steinbock-Krebs als Tandem. Aber unter dem derzeitigen Druck von Pluto und Uranus Transiten, würde das vermutlich weder für Merkel, noch für Steinbrück lange gut gehen.

Für Rot-Rot-Grün scheint es nur insofern zu reichen, als eben Schwarz-Gelb verhindert wird. Aber der „Vorsprung“ dürfte sich in Bereichen bewegen, der alle Beteiligten permanent dazu zwingen würde, den "Ypsilanti" zu tanzen. Volles Risiko bei jeder Abstimmung, bei größtmöglicher Uneinigkeit in wichtigen Sachfragen.  Das möchte sich und dem Land wohl niemand ernsthaft zumuten.

Da Merkel mit den Linken, auch wenn es Genossen aus der alten Heimat sind, sicher keine Koalition eingehen wird, bliebe als einzige, ernsthafte Alternative noch Schwarz-Grün. Alles in allem eine Traumkonstellation für die alte und neue Kanzlerin. Sie wird natürlich Gespräche mit allen führen, kann sich dann gemütlich zurück lehnen und abwarten, wer zuerst bereit ist, der Macht zuliebe eigene Positionen und Wahlversprechen aufzugeben. Und die Vermutung liegt nahe, dass Sigmar Gabriel hier einer der Ersten sein wird.

Was vom Wahltag übrig bleibt

Zumindest gibt es eine Veränderung. Selbst überraschende Konstellationen sind möglich. Piraten und Freibeuter wird es nicht im Bundestag geben, ebenso wenig wie eine AfD-Fraktion. Auch wenn das in den letzten Tagen immer wieder geunkt wurde, nach den vorliegenden Daten scheint das ausgeschlossen zu sein. Was am Ende dabei herauskommt, wird Thema nach der Wahl sein. Natürlich bleiben viele Fragezeichen (ein Königreich für exakte Geburtsdaten...), aber bis zum Beweis des Gegenteils lautet mein Credo:

Merkel´s Regierung wird abgewählt werden, und

- es lebe die neue Merkel-Regierung...

 

Titelbild (LOOP!-Collage): BriYYZ from Toronto, Canada CC-BY-SA-2.0 via Wikimedia Commons

 

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