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Manson: Zündschnur des Bösen?

Nach 48 Jahren im Gefängnis ist jetzt unter Uranus Quadrat Pluto (dem Kontakt, unter dem er in anderer Konstellation mundan seinerzeit Sharon Tate töten ließ) und kurz nach seinem Jupiter-Return (Herr 8 im Radix) Sektenführer Charles Milles Manson gestorben, einer der schillerndsten, manipulativsten und grausamsten Köpfe amerikanischer Kriminal-Geschichte. Darum heute noch mal unsere Aufarbeitung  seines astrologischen Hintergrunds von 2013:

Als ein Skorpion mit Aszendent Stier namens Charles Manson seiner "Family" den Befehl gibt, alle schönen, reichen und ahnungslosen Menschen in einer Villa am Ciello Drive 150 in Bel Air umzubringen, so grausam es nur geht, passiert das mit den Worten: "Jetzt kommt die Zeit für Helter Skelter!" (Holterdipolter). Diese Zeit hat ein Pluto-Uranus-Jupiter-Stellium im Zeichen-Übergang Jungfrau-Waage. Die Welt läuft gerade Amok gegen ihre eigene, alte Konvention, nichts ist mehr, wie es war.

Den Mann "mit dem gruseligen Aussehen" (sein zukünftiges Opfer über Manson) nennen sie in seiner grotesken Hippie-"Familie" Hymie (ein Kose-Name für Hitler), Gott, Satan oder wahlweise auch Jesus. Eine absurde Linie zwischen Wahn und Sehnsucht. Mit Hitler hat der Seiteneinsteiger, Hilfs-Guru, erfolglose Musiker und psychopathische Mörder Manson nicht nur eine einsame, wirre, ärmliche Kindheit gemein, sondern tatsächlich eine Konjunktion, die enger kaum sein könnte: Sein Mond im Wassermann mit Nordknoten trifft exakt (10 Bogenminuten) Hitlers IC. Und: Diese gemeinsame, emotionale Heimat besetzt noch enger (5 Bogenminuten) ausgerechnet die Sonne-Pluto-Opposition im Radix einer 26jährigen Schauspielerin, die im August 1969 drei Tage vor der Geburt ihres ersten Kindes steht und in jener Nacht in Los Angeles auf eine strahlende Zukunft mit ihrem Mann wartet, dem Schocker-Regisseur Roman Polanski.

Inmitten der Kinder des Summer Of Love, für die nur Tage danach Woodstock beginnen wird. Die Pole könnten unterschiedlicher nicht sein. Auch in dieser Ehe gibt es einen Bruch. Polanski spiegelt Tates Sonne-Pluto, den sie sonst offenbar nicht lebt, das Magische, Zwanghafte darin. So wie Manson einen Riss spiegelt, der aus dem Dunkeln in eine Zeit einbricht, die Frieden und Liebe sucht. Das Baby soll Paul heissen, aber es wird die Welt nie sehen, mit all ihren neuen, ekastatischen, befreiten, hoffnungsvollen Blumenkindern eines ketzerischen Pluto in Jungfrau, der mit Uranus und Jupiter in Waage gerade die Welt transformiert. Das Licht ist angegangen. Für alle, die vielen, die guten und die anderen, die schlechten Willens sind. 

Als das MC im Wassermann kurz nach Mitternacht die Sonne des Opfers mit Merkur (rückläufig) genau auf Hymie Mansons Mond und dem IC seines Idols Hitler erreicht, wird heute vor 44 Jahren Sharon Tate mit 23 symmetrischen Messerstichen ermordet. Pluto in Jungfrau und ein Jupiter-Superlativ mit Uranus - ein zweischneidiges Schwert, mit dem dieses machtvolle, grausame Ritual plötzlich ganz anders zuschneidet, als mit all den frischen, neuen Ideen, die diese Konstellationen bislang gebracht haben. Alle Menschen in Tates Haus sterben in einem Tötungs-Rausch, auch drei Freunde und der noch ungeborene Paul, um dessen Leben sie bettelt.  Uranus, Herr 8 im Radix der Frau, steht nur noch 20 Bogenminuten vorm Waage-Neptun, ihrem Herrn 9. Der Cut jeder Zukunft - so lässt es sich astrologisch übersetzen. Viele Leben knallen plötzlich in schwersten Aspekten ineinander, wie bei einem massiven Auffahr-Unfall. Nur, dass man das nicht Unglück nennt, sondern Vorsatz. Alles ist mental und geistig brandneu in diesen Tagen des Bruchs mit den alten Strukturen. In Waage noch ganz jung, tanzen Jupiter und Uranus entgrenzte Ideen in die Luft - in diesem Sommer. Freier Sex, freie Drogen, freier Wille. Es war fällig. Nur wenige springen anders auf. Mit Hass.

Sharon Tates dirigierte Himmelsmitte ist im Todesjahr genau auf Mansons Geburts-AC im Stier gelaufen, der in einer 4 Grad-Konjunktion zu Hitlers Sonne steht. Was für eine Zündschnur. Es hat keinen Grund, wieso Themen so miteinander einklicken. Außer Leben. Bilder sind auf- und wieder untergegangen, Menschen gestorben und ihre Ideen in anderen auferstanden. Die einen töten, die anderen werden getötet. Vielleicht nennt man die schockierende, astrologische Verquickung, die sich hier zeigt, irdisch "das Böse". Ein rassistischer Hymie, Gott, Satan, Manson, der Morde beauftragt und die Welt von Schwarzen befreien will, wie sein Held sie von Juden "säuberte". Am Ende kippt jede fanatische Ideologie aus Skorpion-Wassermann in irsinnigen Größenwahn bei Schütze-Fische um. Nicht nur im Horror als Film-Topos eines Polanski. Auch in einer Welt, die Schubladen braucht, weil sie sonst keinen Sinn mehr in sich fände. Gerade in Zeiten von Jupiter, Uranus und Pluto, wie sie damals einbrechen. Mit all dem "Guten", das sichtbar wird, und dem "Bösen", das sich in einem Manson entwickelt. In diesen Schubladen fängt die Verwirrung an, der wir Menschen so ausgeliefert sind. Und wird manchmal sogar zu entgrenztem Mord an Menschlichkeit. Dieser Charles Manson also...

In solchen Zeiten, in der die einen tanzen und träumen, lässt ein anderer, genannt Hymie, töten. Wir schreiben also das Jahr 1969 - schon fangen Jupiter-Pluto, die sich jüngst noch berührten, wieder an, sich über 0 Waage zu spiegeln. Und die bohrenden Missionen und visionierten Verbohrungen werden in Manson übergroß. Jupiter-Pluto kann Triumph der Wandlung bedeuten, aber auch Gigantomanie, Zerstörung von Freude. Uranus-Jupiter Rebellion gegen Fremdes oder maßlose, entgrenzte, friedliche Revolte. Das Chaos fügt sich in diesem Mann in Wahnsinn, Not in fantasierte Größe, Zünder in Zeit.

Denn Manson, der Skorpion, der Hungrige, der vermutlich schon in seiner Kindheit seelisch Getötete, dessen uranischer, kühler Mond ein Quadrat von Uranus und Jupiter empfängt und in 10 bedeutend sein will und muss, ist sich und der Ethik lange schon verloren gegangen. Irgendwo, zwischen minderjähriger Mutter, deren erstem Raubüberfall, seinem Erziehungsheim, Knast ab 16 und wilden Schlägereien einer Panik-Anlage. Ich töte euch, bevor ihr es tut. Stier-AC befürchtet Untergang durch Herden. 

Selbst macht man sich beim Sammeln von Fans oder Jüngern und auch beim Töten die Hände nicht gern schmutzig, wenn man - wie Charlie Manson, der Kleinste der Kleinen, Mars-Neptun-Konjunktion in Jungfrau hat. Ein Mann voller Angst, natürlich. Ein Mann mit Vergangenheit. Aber keins seiner Opfer hatte die perfekte Kindheit, und eine Zukunft sowieso nicht mehr. Wie er auf Sharon Tate kommt? Astrologisch findet Schloss Schlüssel. Etwas rastet ein. Man könnte Tates Sonne bemühen, die seinen Mond in 10 so sehr beleuchtet, dass er die Kälte mit gleichzeitiger Übergrifflichkeit und Härte seines leeren Mutterbildes doppelt spürt. Aber er kennt die Frau kaum. Monate vor den Morden umschleicht er einmal das Haus, wo vor Tate ein Musikproduzent wohnte, von dem er sich Protektion erhoffte. Es gibt bis heute aber kein Motiv außer Mordlust. Ist damit das "Böse" dingfest gemacht? Wenn auch die These verführerisch ist, dass Sharon Tate ein Kind trägt, einen Sohn, dass er sich selbst, in der Noch-Nicht-Mutter in ihr ermordet. Die Wahrheit ist, niemand weiß, wieso Tate zum Fokus des "Propheten" wird, der seine Kommune zum Töten regelrecht erzieht. Pluto - Zwang und Faszination. Angeblich geht es ihm immer um alles und nichts. Helter Skelter. Ich kehre die Welt ins Gegenteil. Und bei Pluto-Jupiter muss manchmal jemand bluten, wenn man Manson heisst. Die "Neger", aus seiner Sicht, die Reichen, die Unwissenden. Die, die ihn nicht lieben. Die halbe Welt. Sein Holterdipolter, das im allgemeinen Helter Skelter, uranischen Brüchen, der Freude des Jupiter und endloser Hingabe an die Waage und friedliche Freiheits-Feiern untergeht.

Ich bin der Teufel. Und ich bin hier, um des Teufels Business zu erledigen!"

(Tex Watson, Mansons verlängerter Arm, Schütze-Sonne, Mars auf Löwe-AC, zu einem der Opfer)

Manson ist ein frustrierter Freak mit Anhang, Boss der brutalen, kriminellen Ansichts-WG, Bürgerschreck, der als Gegenpol kurz vor Love & Peace durch Kaliforniens Aufbruch zieht. Gewalttätige Groupies, geistig-sexuell agitierbare Frauen, die Hymies Mond und die Venus verkörpern, zwischen den anderen, harmlosen Blumenkindern. Mägde mit Natter-Potenzial, die sein Charisma feiern. Lilith steht im Quadrat zu diesem größenwahnsinnigen System-Fanatiker, Jupiter in seinem Horoskop, der andere für seine Vison verbraucht. Die Frauen quält und dominiert er durch Sex. Hymie, Hitlers geistiger Sohn, ihr Prophet. Dahinter ein Abziehbild des bösen Satans, den er heiligt. Entgrenzte Pluto-Settings, mit denen er die Hölle auf Erden installieren will. Uranus-Pluto zum Quadrat in seinem Radix: Flug überm Fegefeuer. Ausgerechnet die beiden, die, als sie zusammengingen in den Sixties, die Traditionen, gesellschaftlich den Muff der Jungfrau und ihrer Angewohnheiten sprengten. Helter-Skelter nennt Manson nur also seine persönliche Vision des Untergangs, in der Freiheit dessen, der sich selbst ermächtigt. Ein Song der Beatles, die das Gegenteil meinten.

Pluto, der Fesselkünstler, der das Gegenteil der Fessel so massiv versprechen kann, bricht in diesem Mann los. Dazu Neptun als Herr 12, auf dem anderen Herrn 12, Mars, die sich gegenseitig verletzen, und hineinfliegen in die Panik vor Revierlosigkeit. Nestflüchter. Hölle ist hier. Mit der "Family", die zum objektiven, kalten Klüngel wird (Mond Herr 4 im Wassermann in 10) mit seinen Visionen von Hitlers Herkunft. Der Alm-Abtrieb eines Stier-AC, hui, hinein in Mansons menschen-verachtende, teuflische Weltbilder. Tate war ein aufstrebender Star. Er ist ein Nichts, am meisten bedroht von seinen Zwängen. Aber Sozialtheorien sind nutzlos, wenn Mensch über jede Grenze hinweg geht. Dann kommen andere Sprechblasen auf. Gut eben oder Böse. Falsch und Richtig. Bei einem Mord, bei vielen, ist all das nicht mehr die Frage. Denn es gibt nur noch Entsetzen, was bleibt.

Mit anderen Gewalttätern hat dieser Charles Manson, der nur 1.57 Meter misst, die fixe Betonung gemeinsam, die sich mit einem heftig einvernehmenden Jupiter zu etwas höchst Bedrohlichem verbindet. Große Pläne kleiner Männer. Jupiter am Deszendenten Skorpion als Herr 8 und 9 kann ein Guru-Aspekt sein und brutal gefährlich - den anderen, die Öffentlichkeit ge- oder missbrauchen als Spiegel der eigenen Opportunismen, die man als Rebellion verkleidet. Pluto in 4 Krebs zeigt die Herkunft aus dem Ein-Frauen-Haushalt an, die Ohnmacht. Ein großes Quadrat aus Mond, Uranus, Merkur, Jupiter, Pluto - Mutter, Mutter, Mutter. Sie war 16, als sie ihn von wem auch immer bekam, und man nannte ihn lange "No Name Maddox" nach ihrem Nachnamen. Die Sonne, der Vater geht unter, ein schönes, besessenes Bild, mit Venus. Daher stammt vielleicht die innere Gigantomanie, von Merkur-Jupiter, der Intelligenz, dem Konzept-Denken am DC eingeläutet.

Und dann hat Hymie Manson, No Name Maddox, Gott und Teufel eines Tages Jupiter-Mond-Trigon, bei Jupiter-Mond-Quadrat mundan. Und er beschließt, sich endgültig einzumeißeln in die Annalen des Landes, nein, des Planeten. Es kommt, in all der Kälte, ein Gefühl. Der Sog, dem Dasein zu zeigen, was eine Harke ist, ein Satan. Alle sollen mit. Seine Jüngerinnen (drei von ihnen schickt er unter diesem Aspekt der Berühmtheit mit Messern nach Bel Air) im Bann dieser Glanz-Konstellation, von Krebs und Schütze, seinem Spiegel, die so zu Unrecht so hoch gelobt ist, weil das Jupiters Multiplikations-Talent alles, auch das "Böse", vermehrt.

Mansons Frauen, Groupies, Dienerinnen sind immer jung, manche erst 13. Diese, die Werkzeuge gegen eine Ungerechtigkeit des Lebens namens Sharon Tate und ihre weiße, heile Seite der Welt, heißen Susan Atkins (RADIX), Patricia Krenwinkel (RADIX) und Linda Kasabian, die später zur Kronzeugin eines der verwirrensten Fälle der amerikanischen Geschichte wird. Sie mit Sonne-Uranus (und Merkur-Mars) hält draußen, vor Polanskis Villa, Wache, als die anderen stürmen, nachdem sie einen 18jährigen Studenten erschossen haben, der zufällig des Weges kommt. Schon da explodiert die Gewalt, wie Hymie ihnen befohlen hat. Helter Skelter. Die Beatles, von denen Manson glaubte, sie wären nicht nur Kollegen (er war besessen von der Idee seiner Gabe als Musiker), sondern auch die vier Engel der Apokalypse. Passend zur umgeworfenen Zeit, ihren neuen Ritualen, die alte Welt ins Gegenteil verkehren und besseres Leben so sehr wollen. Der nun gebrochene, ungewöhnliche Alltag des Pluto in Jungfrau ist für ihn die Szenerie eines persönlichen Feldzugs gegen das innere Nichts.

Then I get to the bottom I go back to the top of the slide/And I stop and I turn and I go for a ride/And I get to the bottom and I see you again/Well do you, don't you want me to make you?/I'm coming down fast but don't let me break you/Tell me, tell me, tell me your answer/You may be a lover but you ain't no dancer...

(Beatles, Helter Skelter vom 9.9.1968 mit Sonne-Jupiter-Uranus-Pluto Stellium in Jungfrau) 

Seine Frauen sind Mobbing-Opfer, Elite-Schülerinnen oder etwas ganz anderes. Ziehen ihm nach, wenn er abgelegene Farmen besetzt, die Besitzer knechtet und seine Todesträume träumt. Diese halben Mädchen sind erledigt, seit sie das neue, entgrenzte Leben und die Macht des kleinen Mannes lieben, weil sie auch in ihnen steckt. Viele Fix-Betonungen, dazu Jupiter-Anteile. Und sie sind nicht allein. Charles "Tex" Watson (RADIX), Schütze mit AC Löwe, an dem der Mars wie eine Waffe klebt, zur Selbst-Verteidigung des gesuchten Glanzes. Ein Mega-Sportler, einst angepasst, nun Mansons rechte Hand, durchgeknallt im Gruppenwahn. Hymie kann allen Sand in der Wüste verkaufen. Er hat Herrn 3, Merkur, mit Jupiter am DC. Tex, der Macho-Mars auf dem AC, soll den Frauen in dieser Nacht befehlen. Aber sie werden von selbst zu Megären. Etwas bricht durch. Eine, Patricia Krenwinkel, mit Skorpion-AC und Mond, Saturn und Pluto im Quadrat zu Hymies Sonne-Venus geht in die Villa, die Sharon Tates "Love House" ist. Eine andere mit Stier-Sonne Quadrat Pluto, MC-Skorpion, in Umkehrung von Mansons Anlage, geht mit: Susan Atkins, in der "Family", der Parallelwelt, Sexy Sadie genannt. Sie führt das Messer für ihn, Manson, gegen die bettelnde Sharon Tate, als er seinen feigen Mars-Neptun im Schatten lässt, zuhause. Die Details kennt man und muss sie nicht erörtern. Nur soviel: Sexy Sadie Sonne-Pluto war es, die mit dem nassen Handtuch den berüchtigten Schriftzug "Pig" mit Tates Blut an die Tür schrieb. 

Sharon Tate ist zu dem Zeitpunkt auf der höchsten Höhe eines sehr zerbrechlichen Glücks. Den komplizierten Polanski lernt sie als neue Stil-Ikone und DAS Talent von Hollywood bei Jupiter auf Löwe-Pluto und Saturn Quadrat Mars kennen. Kein gutes Omen. Er ist schwierig, eitle Löwe-Sonne, hochempfindlicher Krebs-Mond am MC, Mond-Mars-Quadrat (RADIX). Sie gesegnet mit einem Drachen im Chart, wie auch später ihre Mörderin. Sharon, Polanskis Hoffnung, eine der schönsten Frauen der Welt, außerdem sehr intelligent, eine lebendige Sehnsucht nach dem Guten, die ausgerechnet im Tanz der Vampire für diesen problematischen, ambivalenten Roman spielt. Auch kein besseres Symbol. Danach heiraten sie. Tate hat Jupiter am AC und glaubt, dass sie immer und überall auf die Füße fällt. Das ist diesmal ein schwerer Irrtum. Denn am Kopf und Fuß des Drachen wartet Pluto auf Sonne. Der Kontakt mit ihrem, diesem Sonne-Pluto, den Merkur als Herr 12 so leicht verdrängt, obwohl er so taff unter der leichten Larve steckt, deutet sich bereits viel früher mehrfach an.

Ausgerechnet Rosemarys Baby hat ihr Geliebter gedreht, als sie schon zusammen waren. Die Geschichte einer Frau und dem Baby des Teufels. Von den Vampiren ganz zu schweigen. Dies ist kein Spaß mehr, keine Rocky-Horror-Show für Luxusverwöhnte. Dies ist das Thema, ihre Zukunft, die anklopft. Ihr Mann arbeitet noch in London, als das Grauen passiert, und will drei Tage später, zur Geburt am 12. August, zuhause sein. Statt einer Geburt wird es mehr als nur ein Tod. Es wird für die halbe Welt später, die gerade ihre schönen Blumenkinder-Träume träumt und psychedelische Liebeslieder feiert, ein anderes, neues Symbol für das Böse im Menschen werden. 

Mit Sonne-Pluto im Radix, wie in dem ihrer sehr jungen Mörderin (die sie wahrscheinlich mit Watson zusammen erstochen hat), muss Sharon Tate, die sonst so Begünstigte, nicht mal ihr Haus verlassen, um in den Sog des Dramas zu geraten. Sie ist zur falschen Zeit am falschen Ort, weil sie das Signum hat, das offenbar dieses Schicksal anzieht. Mag sein, dass sie Sonne-Pluto nicht anders leben kann, weil sie gerade zu glücklich ist. Darum erleidet sie den Aspekt nun von anderen Trägern. Im Zeit-Combin hat sie ganz exakt Uranus-Neptun-Quadrat, als die weibliche Armada der Family in die Villa einbricht. Tate bietet ihr Leben für das des Kindes an - aber sie nehmen sie beide. Ein Exzess der Gewalt ohne Gleichen bricht los. Sharon Tate spielt mit ihrem Leben die Filme ihres Mannes nach. Pluto hat gerade das Transit-Quadrat zu ihrem Schütze-Mars am GZ angelaufen. Nicht nur Uranus steht exakt auf Neptun, sondern auch Jupiter im genauen Quadrat zu ihrem Saturn. Die neuen Herren des Wahnsinns sind da. All das hat einen eigentümlichen Ton, Geschmack, Beiklang, der einen an das Böse tatsächlich fast glauben lässt. Hier die Täter-Opfer-Synastrie und die bemerkenswert exakten Täter-Transite:

  • Susan Atkins, 21 Jahre: Jupiter genau auf Tates Mars, Skorpion-MC Quadrat Tates Venus, AC-DC-Achse auf Tates Sonne-Merkur-Pluto, Lilith Konjunktion Tates Venus. Transite: Mc auf Ac, AC auf IC zu Beginn, Neptun exakt Opposition Merkur und Quadrat Mars, Sonne Konjunktion Saturn, Pluto enges Quadrat Uranus.
  • Tex Watson, 23 Jahre: AC-DC Achse plus Mars auf Tates Pluto-Sonne, Jupiter enges Quadrat Tates AC-DC im Krebs, Neptun auf Tates IC.Transite: MC-IC auf DC-AC plus Mars zu Beginn, Neptun exakt auf Skorpion-Venus, Mars kurz vor Schütze Sonne
  • Patricia Krenwinkel, 21 Jahre: IC exakt auf Tates Venus, AC-DC exakt auf Tates Spitze 5-11, Mars exakt Quadrat Tates Uranus. Transite: Mars eng auf Sonne-Jupiter im Schützen, Pluto genau auf Spitze 11, enges Quadrat Jupiter-Venus

Es gibt Geschichten in dieser Geschichte des Bösen oder wie immer man die Manie der Zerstörung, die Charles Manson um sich aufblies zu einem Vorstellungs-Kokon, nun nennen will. Details, die brechen einem das Herz. Es sind nicht die Einzelheiten, wie die von Sonne-Uranus-Konjunktion Linda Kasabian, die draußen vor der Villa wachte, und gesagt haben soll: "Es tut mir so leid!", als die in Panik geratenen, bereits halb toten anderen Gäste in Tates Haus versuchten zu flüchten. Nicht, wie sie offenbar mit diesem Schlag, der Uranus' Art ist, wach wurde in die Wirklichkeit. Dass Sharon Tate, das Glückskind mit der Sonne-Pluto-Opposition: "Mutter...Mutter!" gerufen hat, als sie starb, das ist kaum zu ertragen. Denn es geht ja nicht um Plakativität von Blut und Wunden, sondern um die der Menschlichkeit, die hier mit einem Streich zu Grabe getragen wurde. Während Sonne-Venus im Skorpion, mit verdrängtem Uranus, der aus dem Versteck schießt, mit seinem selbstverliebten Denk- und Zwangs-Apparat dieses besonders klugen Merkur-Jupiter am DC, Hymie-Gott-Satan, zuhause sitzt und auf die Abgesandten eines Teufels wartet, den er in sich gezüchtet hat. Um ihn an sie zu vererben. Weiß Gott, wieso. 

Sie sollen nichts empfunden haben, wie sie später sagten. Nicht die Frauen, nicht der Mann. Es musste getan werden, warum auch immer. Der Mord- und Blutrausch des Charles Milles Manson fand damit in ihnen noch lange kein Ende. In der nächsten Nacht wurde seine Family auf ein Ehepaar angesetzt, das ebenfalls in einer Los Angeles Villa wohnte. Er ging mit, empört von der Panik der Tate-Opfer, um seinen verlängerten Armen zu zeigen, wie "man es richtig macht". Er fesselte diesmal persönlich die Opfer, um dann seinen Mars-Neptun in der Jungfrau zu nehmen und das Weite zu suchen. Die anderen des Teufels Werk verrichten zu lassen. Das eine Kontrolle der höchsten Dyskontrolle war.

"Als ich ihn zum erstenmal sah, streichelte er eine Katze, ich weiß nicht, was mich daran faszinierte, er schien so gütig, er war so anziehend. Seine Bewegungen hatten etwas Geheimnisvolles." 

(Eins der Manson Groupies über "Hymie" im SPIEGEL vom 8.12.1969)  

Die Morde gingen weiter. Bis die Täter aus der Kommune, dem Kokon, geläutert oder nicht, am 12. Oktober 1969, bei Saturn nah Mansons AC, endlich verhaftet wurden. Niemand kennt bis heute Charles Mansons wirkliche Motive. Keiner weiß, was ihn getrieben hat, außer "dem Bösen", das es nur als Versuch gibt, eine Realität des Schreckens zu erklären, die sonst nicht zu ertragen wäre. Der Mensch, des Menschen Wolf, alles auch Möglichkeiten des Pluto und seiner Szenarien von Macht und Ohnmacht. Manson, der Skorpion ohne Vater, um dessen chronisches Defizit dann so viele Mythen und Märchen gestrickt worden sind, wie um wenige andere. Er blieb ein tödlicher Prophet - immer nur des Eigenen. Eine Mahnung, eine Warnung. Denn die Geschichte des Bösen nimmt auch hier kein Ende. Dafür sind wir Menschen. Obwohl Hymie, der Skorpion, mit dem muttertauben Mond, der auf Hitlers IC wohnt, heute mit einem selbst eingeritzten Hakenkreuz auf der Stirn für lebenslänglich und drei Tage im Gefängnis sitzt. Den Giftanschlag, den man dort auf ihn verübte, wertete er als bereichernde, neue Erfahrung.

Wie ist das also mit dem Bösen? Gibt es ein schwarzes Schicksal, das im Menschen sitzt? Nein. Es gibt Auslegungen, Ansichten, Verdrehungen und Sinnversuche. Es gibt Menschen, die das Böse tun und das Gute lassen. Es gibt Wünsche und Süchte und die dunklen Ebenen des Lebens, die immer ein Risiko für jeden sind. Es gibt die, die nicht anders können. Weil sie nicht anders wollen. Es gibt andere, die blind und taub für die Welt um die Wünsche sind. Nur Gedanken, Ideen, Felder, die diese Kraft weiter aufrecht erhalten. Eine Kraft, die einen Zünder zündet, wenn das Setting stimmt und die Dummheit allzeit bereit ist.

Dieser Funke heisst nicht Pluto, der ewige Zerstörer, oder Jupiter, der Vermehrer, und auch nicht wie einer der anderen Buchstaben des astrologischen Alphabets. Es ist dieselbe Kraft, wie sie anders, besser, erfüllender aus einer anderen Entscheidung kommt. Wie damals, bei den so verschiedenen, sehnsüchtigen Versuchen der Hippies, Blumenkinder, Hungrigen und Durstigen, Wandlungen zum Guten zu erschaffen. Das ist es auch, was dieser Pluto entzünden und weitergeben kann. Mit jedem Schritt. Mit dem Neptun im Skorpion dieser Zeiten symbolisiert er alle Optionen der Tiefe in menschlichen Herzen, die manchmal eben umgedreht sehr, sehr verloren, verrückt und düster werden kann. Die Erlösung sucht und dabei Taten tut. Wichtig, genau das nicht zu vergessen, in einer Zeit, in der Pluto, Uranus und Jupiter wieder in Verbindung stehen. Wie damals, in den großen Tagen der Blumenkinder, der neuen Gesellschaft, zwischen all diesen Hoffnungen, der Revolution, der Sehnsucht und andererseits den Morden eines Hymies. Ob Satan, Manson oder die vielen anderen in der Kommune an seiner Seite - sie waren berauscht von sich selbst und ihren dunklen Möglichkeiten. Bis Sucht nach Mehr die Sharon Tates dieser Welt und ihre ungeborenen Kinder zur Not auch für ein Prinzip Macht tötete.

Das "Böse" ist ja kein Einzelfall und nicht in Thesen, Aspekten, Planeten oder Namen wie Manson abspaltbar. Auch wenn es an ihnen sichtbar wird. Das macht es vielleicht umso gefährlicher, da wir es dann hinter den Schwielen seiner schlimmsten Ausdrucksformen manchmal nicht mehr sehen können. Falls es uns in uns selbst - viel kleiner, leichter, verführerischer  - begegnet.

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