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Grosser Stern: Wenn "die Erde brennt"

Was für eine Hitze! Ich war's nicht, sagte das Quadrat und zeigte mit dem Finger auf die Sextile: Mars und Jupiter im Krebs, Venus gibt irdische Umsetzung dazu, Saturn-Pluto-Neptun sorgt für Epochales und Mond Pluto bläst von Widder aus in die Flammen, bevor er im Stier ein Ergebnis will - schon köchelt das Wasser. Und es ist heiß. So heiß, dass manche Journalisten sich bereits ans Fegefeuer erinnert fühlen (WELT). Sie müssen es ja wissen. Obwohl der Siedepunkt klimatisch noch mehr als 60 Grad entfernt ist, titeln schon erste Zeitungen: "Die Erde brennt." Immer, wenn das Wetter verrückt spielt, rutscht Mensch eben leichter als sonst in die archetypische Angst vor Himmel, Hölle, Sintfluten oder ewigem Schmoren im läuternden Feuer ab.

Dabei nähert sich gerade die nächste wundersame, aber brisante Konstellation nach dem Wassertrigon - der große Stern. Mond füllt ihn aus. Zwei Trigone auf einen Streich machen nach Adam Riese bestenfalls sechs Sextile. Poetischer könnte man sagen: Das ist ein astrologischer Diamant. Oder meteorologisch (übrigens: Meteorologie = Untersuchung der überirdischen Dinge oder Himmelskörper) ein wetter-technischer Hinweis auf "Ausreißer". Am Montag ist es schon soweit. Alle Erd- und Wasserzeichen mit einem Mal gezündet.

Das Sextil über diese sechs Phasen, das den gesamten Zodiak umspannt und die Themen der beiden betroffenen Elemente hochholt, kommt selten so vor. Emotionen in Bezug auf den Stoff aller greifbaren und sinnlich erfahrbaren Dinge steht im Fokus - stark vergröbert ausgedrückt. Was das nun mit der Hitze zu tun hat? Den ersten Hinweis darauf, dass eine Verbindung nicht aus der (brütend heißen) Luft gegriffen ist, liefert der letzte große Sechs-Stern, den Loop! in der Geschichte gefunden hat - allerdings war er weniger genau als der jetzige: Auch damals, rund um die Konstellation, traten "eindrucksvolle und erinnerungswürdige Wetterabläufe" in Europa ein - die für die nächsten Jahre anhalten sollten (BERLIN-LEXIKON).  

Frühes Frühjahr 1945. Der Himmel ist strahlend blau. Schon kurz nach dem letzten Schnee spiegelt ein plötzlich unüblich anderes Klima im sonst so spröden Februar auch Seelisches - die weltweite Hoffnung auf ein Ende des Nazi-Terrors in diesen letzten Kriegswochen. Es wird auf einmal heller, weil die Witterung ungewöhnlich milde daherkommt. Im Rückblick heißt es sogar: "Im Februar des Jahres 1945 war es laut den Wetteraufzeichnungen extrem zu warm (Abweichung: +3.4 °C)." (CHRONIKNET). Das ist gegenüber dem Jahresmittel eine fast schon märchenhafte Steigerung - wo best-informierte Kreise (wie das britische Oberhaus) doch bereits Abweichungen von 0,8 Grad im Mittel für statistisch bedeutsam halten. An diesem 7. Februar 1945 standen jedenfalls astrologisch sechs Sextile in Feuer-Luft über einer Welt in völligem Chaos. Der große Stern, der sich jetzt in anderen Elementen wiederholt, kündigte seinerzeit nicht nur ein mögliches Ende des schlimmsten Krieges an, den der Planet bis dahin erlebt hatte (bei Sextilen fügen Dinge sich in eine andere, oft konstruktivere Ordnung), erzählt auch von der Bedeutung der Langsamläufer-Trigone und Sextile für die innere Großwetterlage. Damals auf dem Boden eines Saturn-Neptun-Quadrats kardinal und einer Sextil-Kette von Uranus, Pluto und Neptun-Lilith und ihren Sonder-Konstellationen. Grund genug, sich die Sache mit den Hitzewellen in Verbindung zu aktuellen Himmels-Vorgängen genauer anzusehen.

Und zwar für ganz Europa. Schon die Aufzeichnungen über Wechsel-Wärme in den letzten 70 Frühjahren (links ein kleines Schaubild für die deutschen Lande aus den FRÄNKISCHEN NACHRICHTEN) sind besonders interessant. Im Sommer ist es ja meistens warm. Aber in Zeiten, in denen es eigentlich kalt sein müsste, fällt selbst dem absoluten Wetter-Laien auf, dass hier etwas Ungewöhnliches vorgeht. Meist auch am Himmel, wozu in der nicht-astrologischen Welt selten jemand Parallelen zieht. Oft kündigen solche spezielle Witterungs-Bedingungen zu Beginn des Jahres aber auch besondere Sommer an. Dass dann Mars in Kardinalzeichen (besonders Krebs) gern hitzigere Phasen wie eine Zündschnur auslöst, ist allein gefühlt schon gut nachvollziehbar. Insbesondere, wenn dann noch Jupiter (und für je einen Monat Sonne plus Mond) das Team komplett machen (Konstellation bis letzte Woche), kann es heiss werden. Mars, Jupiter und Sonne sind und bleiben Feuerplaneten. Auch im Wasser-Zeichen bilden sie Dampfdruck-Situationen ab. 

Mehr als das: Die auffälligen Wetter-Ereignisse (Klima Sahara) sind in West-Europa sehr häufig auf dem Boden der bereits genannten, speziellen Langsam-Läufer-Konstellationen zu finden. Trigone und vor allem Sextile entdeckt man vielfach, wenn man nach kosmischen Metaphern dafür sucht. Inhaltlich gar nicht so unlogisch: Wenn zueinander passende Elemente durch planetare Faktoren stark aktiviert werden, entsteht ein klarer Überhang ihrer gegenseitig stützenden Qualitäten und eine Fokussierung auf ein Doppel-Element. Es sind Spitzen-Situationen, die sich entwickeln. In den restlichen Zeichen kann es zu energetischen "Löchern" als schwächste Glieder kommen (jetzt Feuer-Luft), über die solche Phänomene oder Wetter-Ereignisse wie das aktuelle einfließen. Uranus am Greenwich-AC (berechnet auf Mond-Venus-Trigon als erstes der beiden Beine des Erd-Trigons = sichtbare Wirkungen in der Materie) ist im Beispiel-Horoskop der Figur (rechts oben) Herr des MC (das an sich als Himmelsmitte auf Vorgänge "oben" verweist) und symbolisiert auch heftige Veränderungen. Hier fällt der Himmel (MC) einem buchstäblich auf den Kopf (Widder). Um es mal als gar nicht so abwegiges Bild zu übersetzen. Das ist der Störer, inmitten der schön ausgewogenen Figur. Luft facht Feuer an. Sonst lägen die Dinge auch zu einfach. 

Sucht man nach den allgemeineren astrologischen Hintergründen solcher Ausreißer-Jahre in Sachen Hitze, fällt auf, dass immer wieder kardinale Beteiligungen mindestens eines Langsamläufers eine Rolle spielen, der "angenehm" mit mindestens einem anderen verbunden ist. Im Widder, Krebs, der Waage und dem Steinbock wird ja der Impuls beschrieben, über den erlebbare Wandlungen erst angefacht werden. Analog der asiatischen Elemente-Lehre schieben sich aber auch - soweit ein anderer Blickwinkel - im westlichen Zodiak die Folgezeichen an: Krebs liefert den Impuls für Sonne und Löwe, Fische ist die notwendige Basis für Mars und Widder, Skorpion die "Fütterung" für Jupiter und den Schützen. Womit die drei Zeichen des Wassertrigons als Auswirkung (Folge) ihrer "Bewegung" auch einen starken Feuer-Schub bewirken können, wie die Erde ihn jetzt erlebt. Witterungs-Rekorde sind - wie das Zusammenfallen des im Vergleich viel ungenaueren 1945er Sterns (siehe unten links) mit dem Kriegs-Ende zeigt - aber nur eine der Analogien für starke Berührungen, die weltweit durch solche Sonder-Konstellationen auf vielen Lebens-Ebenen stattfinden können. Von seltenen Aspekten wie dem Stern angezeigte andere Mundan-Auswirkungen sind noch einmal eine Sache für sich.  

Die inneren Bewegungen rund um das Wassertrigon halten beispielsweise bei vielen Menschen massiv an. Besonders die Erd- und Wasserbetonten werden jetzt, durch die vernetzten Sextile, eine weitere Ebene der Auseinandersetzung mit offenen noch Lösungen anstreben, auf die meist sehr alte (Krebs-Steinbock-Achse) verwickelte seelische Themen warten. Sextile fügen ja Passendes von unterschiedlicher Qualität zusammen, auch da, wo bislang noch keine Verbindung entstanden ist. Die Figur des leuchtenden Sterns wird dabei direkt vom Mond (als Besetzer des freien Zeichens Stier) ausgelöst. Emotionale Erfahrung, die Saturn-Plutos Rezeption in Skorpion-Steinbock kurzfristiger umsetzt und ihre Härten ein wenig aufweichen kann.

Wenn also überhaupt Weichen stellen - in persönlichen oder materiellen Dingen - dann am besten jetzt, um diesen ungewöhnlichen Antrieb zu nutzen. Aber das bleibt letztlich eine bewusste Entscheidung, die jeder selbst treffen muss. Sextile erledigen in menschlichen Geburtsbildern Dinge nicht einfach von selbst, wie es manchmal bei Oppositionen und Quadraten im Negativen der Fall ist, wenn uns ihre Außen-Rollen-Spieler begegnen. Sextile sie liefern Schub, "arbeiten" aber eher wie Steigbügel, die einem helfen, mit den eigenen Themen überhaupt erst zur richtigen Zeit in den Sattel zu kommen. Aufsteigen muss man immer noch allein. Aber diese Phase ist günstig, um jetzt zu materialisieren. Dem Sextil fehlt auch die Bequemlichkeit des Trigons, es "will" Änderung. Ohne dass buchstäblich verbrannte Erde hinterlassen werden soll. Womit wir wieder beim Wetter wären. 

Hier ein Blick auf die sich verstärkenden Langsamläufer-Konstellationen der letzten Jahrhunderte mit besonderen Hitze-Ereignissen vor allem in deutschsprachigen Ländern:

  • 0999: Immense Hitze über ganz Europa. Der Rhein trocknet angeblich aus. Uranus-Pluto-Trigon (Fische-Skorpion) Sextil Saturn (Stier)
  • 1473: Wieder ist es so heiß, dass zahlreiche Flüsse ausgetrocknet sein sollen. Neptun-Pluto-Sextil (Skorpion-Jungfrau), Saturn rückt aus dem Krebs im Sextil nach, Mars im Krebs als Katalysator 
  • 1540: Einer der schlimmsten Hitzesommer des letzten Jahrtausends. In Basel kann man erneut zu Fuss über den Rhein gehen - große Wassernot in ganz Europa. Vier Langsamläufer stehen günstig zueinander: Saturn-Uranus (Löwe-Waage) Trigon Pluto (Wassermann) Sextil Neptun (Widder). Mars zündet diesmal über Waage.
  • 1834: Heißester Europa-Sommer des 19. Jahrhunderts. Saturn-Neptun-Trigon (Waage-Wassermann), Pluto im Widder, Mars gesellt sich schon im Mai dazu und die Hitze explodiert.
  • 1904: Tropen in Mitteleuropa - Schiffahrt kommt vielerorts zum Erliegen. Saturn Sextil Jupiter Sextil Pluto (Wassermann-Widder-Zwillinge) - auch hier kommt wieder Mars zum Skorpion-Herrn dazu, diesmal in den Zwillingen. 
  • 1934: Spukendes, wildes Wetter mit einer ausrastenden Natur in der ganzen Welt - von der Hitze betroffen ist besonders Amerika mit Heuschrecken- und sonstigen Plagen. Saturn Sextil Uranus (Wassermann-Widder) Quadrat Pluto (Krebs) markiert den Beginn, dann kommt Jupiter-Saturn Trigon (Waage-Wassermann) bis zum heißen Herbst dazu - Mars aus dem Krebs stößt Jupiter-Saturn an.
  • 1945: beginnt mit besonderer Wärme direkt um den großen Stern (siehe oben). Der Sommer wird in der Schweiz der heißeste bis 2003 - auch überall sonst große Hitze. Uranus-Pluto-Neptun (Luft-Feuer), ab Mai aktiviert von Widder-Mars bis zur Konjunktion mit Uranus (Zünder in den Zwillingen).
  • 1947: "Steppensommer" in Deutschland. Saturn-Pluto-Konjunktion Sextil Neptun Waage - wieder kommt ein Mars-Uranus in den Zwillingen hinzu, weiter hinten, aber offenbar mit auslösend.
  • 1949: Hitzewelle in Südeuropa. Uranus-Saturn-Sextil (Krebs-Jungfrau), angefacht durch Mars-Uranus im Krebs
  • 1959: Der nordeuropäische Sommer des Jahrhunderts: Pluto-Neptun-Saturn (Jungfrau-Skorpion-Steinbock) in Sextilen (plus natürlich Trigon), Mars heizt aus dem Krebs schon im Frühsommer ein.
  • 1976: "Europas große Dürre" fängt mit Saturn Quadrat Uranus an. Saturn-Pluto-Neptun-Sextile (Löwe-Waage-Schütze) übernehmen.
  • 1983 Heissester Sommer des 20. Jahrhunderts, im Alpenraum höchste Temperaturen seit Beginn der Wetter-Aufzeichnungen. Saturn Konjunktion Pluto (Waage) Sextil Neptun (Schütze). Mars aus dem Krebs zündelt wieder. Jupiter-Uranus Konjunktion im Schützen zusätzlich tut offenbar ein Übriges.
  • 2003 Extreme Wetterrekorde bei der Hitzewelle für Europa, vier Grad über Mittelwerten. Saturn-Uranus Trigon (Krebs-Fische), Neptun bewegt sich im Wassermann bereits langsam auf's Sextil zum Pluto im Schützen zu.
  • 2010 Rekordhitze in Russland und Osteuropa, überall sonst ebenfalls ein ungewöhnlich heißer Sommer - hier ist der einzige "Ausreißer" mit prominenten Schwierigen Aspekten der Langsamläufer: Die kardinale Klimax von Pluto, Saturn und Uranus plus Jupiter (Konjunktion) drückt sich auch über das Wetter aus. Mars in Konjunktion zu Saturn in der Waage fungiert erneut als Katalysator.

Wie auch immer - da heute nicht nur Mars-Pluto und dadurch auch Anschub des jetzt so feurigen Uranus' herrscht, sondern außerdem Sonne-Saturn, kühle man Löwe mit Skorpion und Widder mit Krebs. Unastrologisch heißt das: Bitte das Trinken nicht vergessen! In diesen Tagen wäre das folgeneicher als sonst, da sonst Sonne vorübergehend Saturn im Wasser zum Kochen bringt (samt anhängendem Rezeptions-Pluto) und Mars (der Uranus zur Zeit regiert) alle Krebs-Themen anzündet. Dann wird das Leben gleichzeitig blockiert und aggressiv. Das darf man sich ruhig sparen. Wasser geht immer. Auch wenn kaum noch zu unterscheiden ist, ob man ein denkendes Wesen ist oder schon amöbenhafter Bestandteil der Hitze. Oder wie Friedrich Nietzsche (Waage mit Schütze-Mond und Skorpion-AC) 1887 bereits bei Krebs-Saturn Sextil Stier-Neptun und Zündschnur Mars im Krebs (also hitzigen Zeiten) an seinen Freund Heinrich Koeselitz (Steinbock) schrieb: "Lieber Freund! Welch ein Sommer! Ich denke Sie mir im Zimmer sitzend, mehr Omelette als Mensch." 

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