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Hassan Rouhani: Irans neue Hoffnung

Wie flüchtig doch alles geworden ist – selbst die politischen Feindbilder. Vor kurzem galt Mahmud Ahmadinedschad, Präsident des Irans und Skorpion, noch als das personifizierte Böse unter der Sonne einer freien, westlichen Welt. Mittlerweile haben ihm Syriens Assad und Nordkoreas Kim Jong Un den Rang abgelaufen. Und nun muss er auch noch abtreten, denn heute wird im ehemaligen Persien ein neuer Präsident gewählt. Der aussichtsreichste Kandidat hat ebenfalls eine Skorpion-Sonne und heißt Hassan Rouhani. Geboren am 13.11.1948 in Sorkheh, zeichnet ihn astrologisch vor allem eine Venus-Neptun Konjunktion aus. Die ist womöglich Anlass für berechtigte Hoffnungen auf eine Entspannung in den Beziehungen zwischen Iran und der restlichen Welt. Schon das Motto, mit dem Rouhani angetreten ist, spiegelt eine andere Haltung: „Besonnenheit und Hoffnung“ sollen während seiner Amtszeit herrschen. Als ehemaliger Verhandlungs-Führer mit der EU in Sachen Atomprogramm, kennt er seine zukünftigen Gesprächspartner und deren Befindlichkeiten gut.

Wahr ist aber auch, dass Rouhani mit Skorpion-Sonne und Widder-Mond eine mars-betonte Grundhaltung hat. Kein Opportunist also, der allen nach dem Mund redet, sondern ein Kämpfer, der seine Überzeugungen nicht leichtfertig aufgibt. Mars im Schützen findet sich auch bei Angela Merkel oder Wladimir Putin, Rouhani hat also durchaus das energetische Rüstzeug, um in der Liga der Großen ein Wörtchen mitzureden. Als Persönlichkeit dürfte er aber für weniger Aufregung und Verunsicherung sorgen als sein Vorgänger.

Ahmadinedschads Radix ist dagegen vor allem von zwei Konstellationen geprägt: Einer weiten Konjunktion zwischen Neptun, Sonne und Merkur - und man darf vermuten, dass er auch eine Konjunktion zwischen Mond und Pluto als Anlage besitzt. Jedenfalls vermittelten seine großspurigen Reden, in denen häufig von Vergeltung und Rache die Rede war, diesen Eindruck. Dass diesen Ankündigungen nicht allzu viel folgen würde, konnte man astrologisch immer vermuten. Denn Neptuns Einfluss auf die eigene Sonne bringt meist eher Unsicherheit, bezogen auf einen klaren Standpunkt, mit sich. Kommt dann noch, wie hier, ein Quadrat von Uranus dazu, wird man für andere eher zu einem politischen und menschlichen Überraschungs-Paket und weniger als jemand wahrgenommen, der für Kontinuität und Verlässlichkeit steht. Der Fische-Mars im Radix rundet dieses Bild ab – Mahmuds die bellen, beissen eher nicht.

So richtig eingebunden in die großen Zeitthemen, war Ahmadinedschad während seiner Amtszeit auch nicht. Keiner seiner Radix-Planeten besetzt eine dominante Position, die durch das Uranus-Pluto Quadrat getriggert wurde. Lediglich jetzt wird seine Sonne Teil des Großen Trigons, Saturn in Konjunktion bebildert seinen Rückzug aus dem Rampenlicht der Weltöffentlichkeit.

Rouhani dagegen wird Teil des mundanen Geschehens werden. Das Große Trigon bezieht seinen Merkur auf 5° Skorpion ein, allerdings dominiert Saturn durch seine Konjunktion den Ausdruck mehr als Neptun und Jupiter. Sachlichkeit, Rückzug auf Kernthemen und die Rücknahme von überflüssigen Forderungen sollten also anfangs sein politisches Denken bestimmen. Das Große Quadrat Anfang 2014 wird dann aber für seine Venus-Neptun Konjunktion (und vermutlich auch den Mond) zu einer heftigen Herausforderung.

Das könnte die schwierigste Phase in seiner Amtszeit werden. Etwaige Gesprächspartner sollten dann den Druck auf ihn und sein Land nicht allzu sehr erhöhen, andernfalls muss man befürchten, dass seine Reformbemühungen behindert werden. Denn unglücklicherweise wird auch Saturn Anfang nächsten Jahres über seine Radix-Sonne laufen. Zusammen mit den anderen Auslösungen ist das ein Hinweis auf eine mögliche Gefährdung seiner Person.

Unterstützt wird diese Befürchtung auch durch den Fakt, dass im Gründungshoroskop des Irans (als islamischer Staat) Uranus ebenfalls auf 20° Skorpion steht, in Konjunktion mit Rouhanis Sonne. Einerseits schafft das für ihn eine gute Voraussetzung, um wirkliche Veränderungen einzuleiten. Einen iranischen Frühling sozusagen, der zur Abwechslung einmal von Teilen der Herrschenden auch gewollt ist. Gleichzeitig sind Saturn-Uranus Verbindungen aber ein Hinweis darauf, dass plötzlich und unerwartet Grundlagen und Fundamente erschüttert und aufgebrochen werden können, ohne dass es dazu einen langen Vorlauf oder ein Einverständnis der Betroffenen geben muss. Das kann dann auch der lange befürchtete Überraschungsangriff Israels auf die iranischen Atomanlagen sein oder ähnliche Nacht- und Nebel - Aktionen, die alle Entspannungs- und Reformbemühungen zunichte machen würden.

Auf jeden Fall wird das Thema Iran in den kommenden Monaten wieder brisanter werden und man kann den verantwortlichen Politikern nur Augenmaß im Umgang damit wünschen. Hassan Rouhani sollte sich auch in schwierigen Zeiten nicht davon abbringen lassen, dem grundlegend positiven Ideal von Venus-Neptun zu folgen. Da hilft mit einer solchen Anlage manchmal auch Musik, um die Spannungen des Alltags wieder abzubauen. Empfehlenswert wäre Beethovens Neunte, vor allem der Schlusschor mit den hoffnungsvollen Worten:

Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium,
wir betreten feuertrunken, Himmlische, dein Heiligtum!
Deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt;
alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt.

Titelbild: Mojtaba Salimi (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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