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Mehdorn: Saturn und sein Bruchpilot

Über "patriotische Berufungen":

Das Schicksal hat mal wieder Zielwasser getrunken. Schon merkwürdig, wie unter Neptun Opposition Mars-Merkur des umstrittenen Berliner Groß-Flughafens die Personal-Entscheidungen fallen. Der neue Chef und Messias heißt ausgerechnet Hartmut Mehdorn, ein alter Bekannter, der einst bereits die Bahnkunden zur Weißglut brachte und in dessen Ära auch Stuttgart 21 fiel. Kaum anzunehmen, dass seine Beliebtheit sich nun steigert. Jetzt, da er eines der ambitioniertesten, kaputtesten National-Projekte als Geschäftsführer übernimmt und gleichzeitig auf Saturn-Transite über fünf Löwe-Faktoren Mengen-Rabatt bekommen könnte. Falscher Mann, falscher Zeitpunkt. Soweit das vorläufige, astrologische Fazit für die Zukunft eines Airports, der bislang eher ein Fluch-Hafen war.

Der frisch gekürte Manager und alte Burschenschaftler mit verbissenem, undiplomatischem Sonne-Merkur-Pluto-Aspekt, den das Dasein zum bossy Bruchpiloten ausersehen hat, soll ein von Anfang an schwierig angelegtes Vorhaben retten. Aber er kommt nicht nur mit viel Saturn-Überlauf-Last daher, sondern aktuell auch mit einer schwer verspannten Venus-Jupiter-Konjunktion rund um 10 Grad Krebs im Radix. Die betrifft auch Popularität und Gefühls-Entscheidungen. Uranus und Pluto, aufgepasst! Da bietet sich wieder mal jemand als Erfüllungsgehilfe der Tragödie an. Dass Mehdorn und Flughafen ganz ähnlich üble Auslösungen und problematische Anlagen haben, merkte man selbst als Nicht-Astrologe deutlich. Über beide regte sich nicht nur in Berlin Volkes Stimme ununterbrochen auf. Denn beide haben sie die Löwe-Sonne, die unter der bekannten Zentralgestirn-Pose leidet. Wo viel Glanz, da eben genauso viel Fallhöhe. Schon laufen Kritiker wie GZ-Schützin Renate Künast mit ihren realistischen Anteilen aus Steinbock-Mond und -Venus Sturm und mäkeln, dass sich die Betreibergesellschaft nun endgültig zum "Gespött" mache.

Manchmal lohnt es sich doch, einfach mal auf den Kalender zu schauen, selbst wenn man - wie die Flughafen-Planer - offenbar die Daten der Welt-Geschichte nicht im Kopf hat: 2004, ausgerechnet am 64. Geburtstag des sogenannten "Adlertages" (Beginn der Luftschlacht um England) und zum 43. Geburtstag der Berliner Mauer, per Plan-Feststellungs-Beschluss einen Mega-Flughafen festzunageln, empfiehlt sich nur für die äußerst Furchtlosen. Denn mit solchen Analogien öffnet man - abergläubisch oder nicht - unter Umständen die Büchse der Pandora. Auch Daten haben eine Art morpho-genetischer Felder, an die man neue Vorhaben so nur auf die alte Art anschließt. Der neue, eigensinnige Chef stellt dann auch vorsichtshalber sofort klar: "Ich kann auch nicht zaubern!" Ach, wirklich nicht? Was für eine Überraschung!

 

Das maßlose, ewige Futur-Projekt, bei dem bisher alles gecrasht ist, was crashen konnte, hat nun passender Weise eine Mond-Saturn-Konjunktion im Krebs (Chart links Plan-Feststellungs-Beschluss, Mittags-Radix) und - noch unangenehmer - Konjunktion des rückläufigen (!) Merkur mit Mars in der Jungfrau, über die in den letzten und den kommenden Jahren der Neptun von gegenüber läuft. Vor lauter Details sieht man das große Ganze nicht mehr, und wenn doch, lösen sich nicht etwa die Probleme auf, sondern eher die Gedanken, Worte und Werke (Merkur-Mars). Dass der tatendurstige neue Boss ausgerechnet wieder bei rückläufigem Merkur "gebacken" wird, wundert da eigentlich niemanden mehr. Wie auch, dass Projekt und frisch ernannter Projektleiter beide Krebs-Venus unter Uranus-Pluto-Übergang haben. Jedem Topf sein Deckelchen.

Mehdorn und der Flughafen haben in Sachen Radix Mars-Mars-Konjunktion - Slogan: Packen wir es an! Leider aber über die Zeichen-Grenze Löwe-Jungfrau hinweg, so dass mit stufenlosem Fluss auch da nicht wirklich zu rechnen ist. Der erfahrene Manager, der für viele bereits die Bahn zur Lachnummer machte, wird alle Hände voll zu tun haben, um sein neues Baby gut in die Luft zu bringen. Das Projekt, das bislang eher an einen Verschiebe-Bahnhof erinnert, weil es durch endlose Verzögerungen glänzte, gilt inzwischen ohnehin als nahezu tot geborenes Kind. Da taucht andererseits einer wie der Ex-Bahn-Boss gerade passend zum Schema auf, der zwischendurch einen Retter-Auftritt bei Air Berlin gab und den - nicht etwa zugunsten der neuen Mission - aus bis heute ungeklärten Gründen vor Kurzem recht plötzlich beendete. 

Nun ist es ja so: Ein Mega-Löwe mit schwersten Saturn-Transiten (rechts Geburtsbild Mehdorn, mittags) und Venus-Jupiter in der Zange des Uranus-Pluto-Quadrats käme eigentlich dem Projekt entgegen - er hat keinen Ruf zu verlieren (der ist ja schon weg) und könnte mit endloser Arbeit (Saturn), Mühe, harten Bandagen (Pluto) und Veränderungen (Uranus) die Bruchlandung zum flüssigen Aufstieg machen. Wären es nicht Oppositionen und vor allem Quadrate, die Mehdorn momentan und auch noch eine weitere Weile mit dem struktur-gewohnten, organisations-bedürftigen Herrn des Steinbocks und dem Schredderer Uranus verbinden. Und die sind, oft betont, gern blind. Man braucht für sie immer ein Bewusstseins-Periskop, da man unter ihnen nur um die Ecke sieht, was genau stört oder behindert. Also schlägt man sich reflexhaft meist noch heftiger auf die Seite der transitierten Planeten.

Das sind bei Hartmut Mehdorn aktuell Sonne, Merkur und Pluto, also sein Macht-Cluster im Löwen, und die Krebs-Anlage, die das große Leuchten eines Posten wittern, wo Saturn, der Begrenzer, schon Anlauf zur Rück-Runde der Beinflussung nimmt und Uranus-Pluto bereits Ohnmachts-Konstellationen anschiebt. Aber nicht umsonst ist der Mann auch im wirklichen Leben ein Ruderer. Hinter dem vollmundigen Gerede einer Alpha-Persönlichkeit, mit der Mehdorn Anwürfe gemeinhin quittiert, versteckt sich übrigens eine ganz zarte Fische-Mond-Seele mit Neptun dazu oppositionär, die auch nicht so recht weiß, wo es im Leben eigentlich lang geht und wer Freund ist, wer Feind. Also muss man einfach loslegen. Das wird er tun.

Flughafen und druckfrischer Flughafen-Chef haben jedenfalls beide Mars-Uranus in der Anlage. Der eine Opposition, der andere weites Quadrat, das aber durch ein enges Quadrat des Drachenkopfes brisant gemacht wird. Hier treffen sich die Interessen,weil Uranus generell die technischen Überflieger bezeichnet, die aber bei Anspannung umso schwerer über die Wolken gelangen und immer mit künstlichen Brüchen, plötzlichen Rebellionen oder Zwischenfällen rechnen müssen. Und wo wir es oben schon mit den Daten hatten - Mehdorn ist übrigens am Tag geboren, an dem einer der schwersten Luftangriffe des 2. Weltkriegs auf Düsseldorf erfolgte, der fast 1000 Brände in der Stadt nach sich zog. Aber sein erster Schrei geschah weit davon entfernt, im fernen Warschau, wo seine Mutter gerade seinen Vater besuchte, der als Soldat Polen besetzte. Sonne-Merkur-Pluto eben, alles fühlt sich immer wie im Krieg an. Da konstellieren sich entsprechende Lebens-Fortsetzungen eben auch später immer wieder wie von selbst.

Mehr als eine halbe Million, aber "weit unter einer Million" Jahresgehalt soll der neue Boss nun für seine Leitungs- und  Errettungs-Aufgaben jährlich erhalten. Das sind nach Adam Riese mindestens 50 000 Euro im Monat und weit über 1000 Euro pro Tag. Dafür kann man natürlich einiges an Enttäuschung verkraften, falls alles beim Airport "Willy Brandt" dann wider Erwarten doch nicht so läuft wie erwünscht. Für ein Projekt, das inzwischen 4,3 Milliarden kosten soll, auch nur ein paar mehr Peanuts. Oder umgekehrt ausgedrückt: Viel Holz, das einige Kinder von Hartz-IV-Empfängern bis zum Lebensende satt machen könnte. Andererseits freuen sich Mehdorns drei inzwischen erwachsene Kinder natürlich über den erklecklichen Erb-Zuwachs auch.

Verkehrsminister Ramsauer (Voll-Wassermann mit Fische-Merkur) nennt das neue Gemeinschafts-Projekt sogar heute eine "patriotische Berufung". Man glaubt es kaum, wenn man das lesen muss. Mal sehen, was von diesem nationalen Anspruch bei sieben Fische-Faktoren im Berufungs-Chart (und R-Merkur Chiron-Konjunktion im Paket) dann am Ende übrig bleibt. Hätten sie besser mal die Bugfigur-Fragen bis Widder vertagt. Im Mittags-Combin von Projekt und Chef (oben links) steht Neptun jedenfalls exakt am Deszendenten (4,5 Grad Schütze), mit laufendem Neptun momentan wie eine Wetterfahne am Dachfirst des gemeinsamen Charts. Schöne Aussichten für einen noch schöneren Blindflug, kann man da nur sagen. Nebel-Warnung inbegriffen. Wenn alles den Bach runter geht, könnte Mehdorn ja seine Einnahmen einfach spenden. Zugunsten der Siechen und Kranken, wie es für einen Fische-Mond ein prima kosmischer Ausgleich wäre. Bis auf Weiteres gilt bis dahin aber, wie bei neptunischen Themen nun mal üblich: Die Lage ist ernst, aber nie hoffnungslos. Ein Narr, der Übles dabei denkt! Zum Beispiel die TAZ, die heute zum frohen Ereignis twitterte: "Hartmut Mehdorn wird  -Chef. Die Maya haben sich nur um 3 Monate verrechnet."

Hier zur Vertiefung und zum astrologischen Abgleich ein schönes TAZ-PORTRAIT über Hartmut Mehdorn von 2003.

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