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Die besondere Vision der Eklipse

Copyright Michael ErlewineAm Mittwoch gibt es eine besondere, partiale Eklipse mit einer Mars-Pluto-Konjunktion (hierzulande in Haus 8), die der Finsternis vom letzten Skorpion-Neumond folgt. Die Phase zwischen solchen kosmischen Ereignissen ist häufig ein ganz ungewöhnliches Fenster in der Zeit. Der amerikanische Astrologe Michael Erlewine (PORTRAIT ASTRO-DATA), der seit langem auch intensiv an den Auswirkungen von sonnen-bezogenen Phänomenen forscht, hat sich mit den Visionen und Einsichten beschäftigt, die Mensch in solchen ungewöhnlichen Zeiten immer wieder "auffängt". Mit Einwilligung des Autors (hier seine WEBSEITE, von ihm stammt auch das Bild links) veröffentlicht Loop! den sehr speziellen, absolut empfehlenswerten Text in der Übersetzung:

„Wir stehen vor der Vollmond-Eklipse am nächsten Mittwoch, 28. November 2012. Und wir befinden uns immer noch in der intra-ekliptischen Zeit, den verheißungsvollen zwei Wochen zwischen zwei aufeinander folgenden Finsternissen. Ich habe schon oft (hier ein LINK) auch in Büchern ("Die Vision der Eklipse") über die Visionen und Einsichten geschrieben, die uns um die Zeit eines Eklipse zur Verfügung stehen - besondere Momente der Prägung, wenn wir plötzlich innere oder spirituelle Einsichten oder Energie aufnehmen oder suchen. Das gilt, meiner Erfahrung nach, noch mehr für die Zeit zwischen zwei Finsternissen, die aufeinander folgen.

Meine natürliche Tendenz ist es, diese besonderen Einblicke (was auch immer es sein mag) zu gebrauchen, um von da an nur Dinge zu tun, die mehr wert sind. Das ist aber ein Fehler (engl. mistake = miss-taken = buchstäblich falsch genommen, Anmerkung Red). Ich neige dazu, in diesen Zeiten (zumindest im Augenblick) mein gewöhnliches Leben zu meiden und mich dann an die außergewöhnliche Vision zu klammern, auf die ich einen Blick geworfen habe. Statt „wertvolle“ Dinge zu tun, sollte ich in der Realität alles Anstehende auf eine wertvollere Weise tun.

Es gibt nicht viele Informationen in der Literatur über solche Eklipsen Visionen, die auch überzeugen, zumindest mich nicht. Wie bei so vielem, muss ich mich da auf meinen eigenen Verstand und meine Erfahrung verlassen, um etwas darüber herauszufinden. Natürlich ist das generell genau das, was wir alle zu tun haben, worüber sich auch Shakespeares Hamlet in seinem Monolog so klar war: Ob wir unseren Platz im Elfenbein-Turm verlassen und tatsächlich ins Leben hinuntersteigen und es erleben. Wissen Sie: Leben Sie es einfach! Aber das ist leichter gesagt als getan, zumindest für mich.

Eine Frage, die sich mir immer wieder stellt: Ist jeder Neu- und Vollmond (und speziell die Finsternisse) - welche Vision oder welche Tönung sie auch auswerfen – denn nun für alle von uns gleich oder doch unterschiedlich? Die Antwort scheint mir zu sein (und ich bin nicht zu 100% sicher), dass es zwar gewissermaßen dieselbe Nachrichten-Übertragung gibt, aber eben doch mit vielen verschiedenen Teilen. Was bedeutet, wir alle nehmen die gemeinsame Botschaft immer individuell auf. Das macht Sinn. 

Es erinnert mich an die alte Analogie, in der eine Gruppe von Blinden verschiedene Teile eines Elefanten ertastet und dann beschreibt, was sie jeweils sehen. Natürlich beschreiben sie alle den Elefanten, aber ihr Zugang ist unterschiedlich, je nachdem, welchen Teil des Elefanten sie angefasst hatten. Wenn wir die Vision übermitteln, die wir von einer Eklipse auffangen, ist es ganz ähnlich. Ich möchte auch auf Folgendes hinweisen: Nur weil es eine durchdringende Tönung oder Vision gibt, heißt das nicht, dass Sie und ich sie dann auch nehmen und ein Bewusstsein dafür oder eine Erinnerung daran entwickeln werden. Überhaupt nicht.

Mein Verständnis ist, dass wir zumindest einige Male in unserem Leben vielleicht über den genau richtigen Moment stolpern werden und dann auch genug Bewusstsein haben, die Vision einer bestimmten Eklipse oder Lunation wirklich aufzunehmen. Das wird uns dann auch in Erinnerung bleiben. Allerdings werden wir vermutlich den Rest der Zeit damit verbringen, diese Erfahrungen zu ignorieren, obwohl wir sie natürlich haben..

Um uns bewusst in diese entscheidende Momente der Einsprengung einzutunen, müssen wir zumindest ein gewisses Maß an Bewusstsein haben, ob wir nun damit geboren sind oder sie durch Meditation bekommen oder was was auch immer Sie so tun. Nun, ich bin nicht damit geboren worden, es tut mir leid, das sagen zu müssen. Was immer ich in dieser Abteilung habe, ist das Ergebnis verschiedener Geistes-Praxis, der ich mich unterzogen habe. Selbst so ist es noch meine natürliche Tendenz, nur diesen Schlaf weiterzuträumen, den wir Leben nennen. Ich finde es nach wie vor schwer, wach und bewusst zu bleiben, im unaufhörlichen Lärm der Ereignisse und Ablenkungen um mich herum.

Aber manchmal erhasche ich doch einen Blick darauf, was für mich die Vision oder der Ton einer Sonnenfinsternis ist, so wie es mir in dieser intra-ekliptischen Zeit geht. Ich zögere noch zu versuchen, diese Erfahrung auch zu teilen, wenn auch nur, weil per definitionem solche Visionen schon ziemlich tief sind und nicht sofort greifbar. Es braucht eben seine Zeit, bis sie in unser Bewusstsein einsickern, obwohl wir im Ganzen auf sie fokussieren (wie ein Wetterleuchten, das eine Nacht-Landschaft kurz aufscheinen lässt). Aber ich werde Ihnen sagen, was ich bisher weiß. Es ist noch nicht allzu viel.

Es kam mir, während ich einen Film sah, eine plötzliche Einsicht, aber dann verwässerte ich das Bild, indem ich versuchte, es festzuklopfen. Ich hatte es, aber fand es fast unmöglich, es im Hinterkopf zu behalten, eben, weil ich es nicht verlieren wollte. Sie alle kennen diese Erfahrung, da bin ich mir sicher. Jedenfalls ist ein Merkmal der Eklipsen-Visionen, dass sie - obwohl wir sie nicht beliebig begreifen können - stark genug sind, um fortzubestehen oder zurückzuschwimmen, wieder und wieder, in unser Bewusstsein, bis ihre Inhalte erschöpft sind. Es ist so ähnlich wie damals, als ich beim Schwimmen als Kind meinen Schwimmring verlor und die Wellen, die ich selbst machte, ihn immer weiter außerhalb meiner Reichweite trieben. Mein eigener Wunsch, die Bedeutung der Einsichten festzumachen, drückt sie weg aus meinem Kopf. Wie auch immer, was mir da kam, war zwar ziemlich bescheiden, aber doch tiefgründig.

Eine Sache, die mir klar ist: Wenn ich spirituelle Einsichten und Erfahrungen habe, dann erheben sie mich auch gewissermaßen. Ich bekomme einen Blick über den Tellerrand, den Wald, nicht nur die Bäume. Meine natürliche Tendenz ist es, diese besondere Einblicke (was auch immer es sein mag) zu gebrauchen, um von da an nur Dinge zu tun, die mehr wert sind. Das ist aber ein Fehler (engl. mistake = miss-taken = buchstäblich falsch genommen, Anmerkung Red). Ich neige dazu, in diesen Zeiten (zumindest im Augenblick) mein gewöhnliches Leben zu meiden und mich dann an die außergewöhnliche Vision zu klammern, auf die ich einen Blick geworfen habe. Statt „wertvolle“ Dinge zu tun, sollte ich doch in der Realität alles Anstehende auf eine wertvollere Weise tun.

Die Vision war, eben nicht zu versuchen, mich von dem wegzubewegen, was mich umgibt oder mich über das Gewöhnliche zu erheben, sondern das Übliche mit meiner Vision zusammenzubringen und es so mit Leben zu erfüllen.

Es erinnert mich an das ganze Konzept der Veredelung (Vergeistigung) oder an die sexuelle Mahnung, nicht etwa sinnliche Erfahrung zu lokalisieren (ego-tisieren), sondern ihr vielmehr zu erlauben, sich auf den gesamten Körper auszubreiten. Vielleicht bekommen Sie über dieses Beispiel ein Gefühl dafür, was ich meine.

Anstatt alles Exklusive und Spezielle aus einem "spirituellen“ Anfluten der Vision zu ziehen, statt aufzusteigen (und dann über allem zu sein), wäre ein sinnvollerer Gebrauch dieser Energie, sie auszubreiten und in jede Situation zu bringen, in der ich mich gerade wiederfinde und sie zu energetisieren (vielleicht sogar zu transformieren). In anderen Worten, ich teile dann meine Energie mit der Außenwelt, statt sie dazu zu nutzen, mich noch einsamer oder „besonderer“ zu machen. Richtig?

Ich bin mir sicher, da wird noch mehr kommen, aus dem, was ich schon gesehen habe. Es wird kommen, aber nicht auf mein Kommando, sondern in seiner eigenen Zeit. Vielleicht erst nur aus dem Augenwinkel - nah, aber nicht sofort greifbar. Und dann, später, wird seine Botschaft in meine Sicht schweben, wie der alte Magic-8-Ball den ich als Kind so geliebt habe. Es ist nun mal die Natur von Visionen, dass sie im Bewußtsein so lange und so oft hochtauchen, wie wir brauchen, um sie mit unserem Geist zu verstehen und zu begreifen. Im Moment warte ich noch darauf, dass das passiert. Und wie geht es Ihnen mit alldem?

 

Bild: Michael Erlewine, gemacht mit der Nikon D800E, the El-Nikkor 105mm APO lens, Zerene Stacker 

Die Original-Artikel sind englisch zu lesen auf Michael Erlewines Facebook-Blogs, weitere Texte auf seiner umfangreichen WEBSEITE.  Kostenlose BÜCHER zum Herunterladen, alles über seine Astrology Software, hervorragenden Photographien und umfangreichen, weiteren Publikationen (Books & Articles) finden Sie unter den Links, Erlewines buddhistische Grundlagen im Dharma Center.

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