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Kindstötung 2: Die Kids von Ilsede

Pluto stand im Steinbock und der Aszendent in Ilsede löste ihn aus.

Am Anfang sind immer solche Fakten. Zwillinge-Merkur, der Leben in Details zerlegt und benennt, und Jungfrau-Merkur, der seine Schlüsse daraus zieht und durch Wahrnehmung der Bedeutung die Einzelteile wie in einem Baukasten wieder zusammensetzt. Die Folgen im Zodiak sind nicht willkürlich.Nicht umsonst sind deshalb auch die Jungfrauen die Warner. Die Geburts-Horoskope der vier toten Kinder  - Pia, Noah, Lean und Lio - bebildern mit sechs Sonnen und Monden dort die Achse Jungfrau-Fische. Des Bewussten, aber auch des Vergessens und Verdrängens, die jetzt wieder, zwischen rück- und vorläufigem Merkur, der mehrfach ein Quadrat zu Neptun bildet, ihre Themen der Verwirrung, aber auch tiefster Wahrheit an die Gegenwart liefert. Hier geht es um Relatives und Absolutes, aber auch um offensichtliche Geheimnisse, die einem im Alltag vor den Füßen liegen, so lange man sie nicht schön- oder wegredet. 

Andreas S. hatte, Stunden bevor er seine Kinder tötete, mit seiner Frau telefoniert, die sich in Dänemark wenigstens ein paar Tage von den familiären Balanceakten erholen wollte. Sie hat ihm bedenkenlos die Kids dagelassen. Es gab nie Anlass zu glauben, er würde ihnen je etwas antun. Nun sagt sie ihm, dass es nie wieder wird zwischen den beiden. Der Dachdecker ist am Boden zerstört, erzählt es seiner ältesten Tochter Pia und schenkt ihr ein Herz aus Speckstein. Beide weinen. Um 19.13 Uhr, unmittelbar danach, schreibt sie im Netzwerk Schüler-VZ: „Alles kaputt!“ Sie hat zu dem Zeitpunkt den Skorpion-AC exakt auf der Konjunktion von Geburts-Mars und Chiron in Plutos Zeichen. Es ist eine Malefic-Konstellation, Mars als einer der klassischen alten Übeltäter, wie er auch in der Anlage der Kinder mehrfach problematisch vorkommt (siehe weiter unten). Als Geburts-Planet im Skorpion macht er – genau wie mit Pluto – aktiv oder passiv erfahrene Gewalt im Leben erkennbar.

Das mundane MC steht gleichzeitig in Konjunktion mit Mundan-Mars und läuft in Opposition zu Pias Fische-Mond.  Alles kaputt eben. Ihr Vater sitzt im Keller, trinkt, schaut Familienbilder an und weint. Kurz nach 22 Uhr 30 beginnt er zu töten. Der Aszendent in Ilsede läuft auf den Pluto im Steinbock, steht im Spiegelpunkt zu aktuellen Sonne als Herrin 8. Er löst damit auch das Transit-Quadrat von Pluto zu Andreas S.‘ Geburts-Pluto in Waage aus, der durch die Opposition von Uranus ohnehin gerade massiv agitiert ist. Neptun steht mit Chiron als Mit-Herr 2 eingeschlossen in den Fischen – das Unbewusste, das alle Grenzen verletzt und auflöst. Nur eine Stunde vorher hat Mond das sehr enge Radix-Quadrat von Saturn und Uranus des Vaters berührt. Die Unvereinbarkeit von allem, die er kennt, seit er klein ist und vor der er immer füchtete. Andreas S., der freiwillige Feuerwehrmann, Helfer, der so gern und mit Engelsgeduld selbst fremden Kindern zeigte, was man für’s Gemeinwohl so alles tun kann, ersticht seine Kids. Die Details sind nachlesbar, ich möchte sie nicht wiederholen.

Nur das: Während die kleineren drei Jungs schlafen, ist Pia noch wach, kommt ihm entgegen und erlebt bewusst, was er ihr antun will. Später findet man heftige Gegenwehr-Spuren an ihrem Körper. Mit Skorpion-Mars im Quadrat zu Merkur-Venus im Löwen ist sie ein starkes, widerstandsfähiges Mädchen. Das Saturn-Uranus-Quadrat, das ständige Sitzen zwischen zwei Stühlen, die Unvereinbarkeit von allem, hat sie vom Vater geerbt. Ihre Ambivalenz wird schon sichtbar, als sie ein Baby ist: Mit einem Neptun-Jupiter-Quadrat von Wassermann nach Stier, das sich gerade in anderen Zeichen mundan wiederholt, fehlt ihr das natürliche Vertrauen (Jupiter) in den Schlaf (Neptun). Lange hat sie immer dann geschrien, wenn sie ins Bett gelegt wurde, selbst wenn sie woanders vor Erschöpfung weggeschlummert war. Später kommt es einem vor, als wäre darin ein Schutz gewesen: Wach bleiben, bloß nicht ins Bett, das wäre ihre Rettung gewesen, wenn sie ihren Vater nur erreicht hätte mit ihrem Kampf gegen seine Gewalt. Aber ihn erreicht nichts mehr.

Andreas S. ist außer sich. Der Psychiater, der ihm schwerste Depressionen bescheinigt, wird später, im Prozess, erklären: Es ist dann, als ob ein Schalter umgelegt wird. „Erweiterte Selbstmorde“, wie das psychologisch clean heisst, bei denen die Kinder wie Verlängerungen der eigenen Person empfunden werden, sind häufig so. Eltern, die ihren Söhnen und Töchtern entweder das Weiterleben nicht zumuten wollen, in einer Welt, die Vater oder Mutter verlassen haben. Oder sie – anders - im Tode bei sich haben möchten. „Eigensüchtiger kann man Kinder nicht umbringen,“ erklärte dazu Andreas S.‘ Richter (SPIEGEL), der gleichzeitig anmerkt, dass während der Verhandlung jedem klar wurde, der Angeklagte habe im „Normalzustand“ so etwas niemals getan. 

Aber dieser Mord hat an einem ganz anderen Punkt, Jahrzehnte früher, seine Wurzeln. Mich wundert, wieso der Kreuzweg von Andreas S. Entwicklung bis zu dem Juni-Tag in der Berichterstattung zum Prozess so gut wie nicht zur Sprache kam. Alles hat ja eine Vorgeschichte, vor allem Neptuns und Plutos schwierige Angelegenheiten, wenn sie zu Traumata werden. In einem einzigen Nebensatz eines der vielen Berichte finde ich, dass der Dachdecker selbst erst 14 Jahre alt war, als er seinen Vater verlor. Mit ihm hatte er alles getan, was ihm wichtig war. Damals standen Saturn, Uranus und Neptun im Steinbock und transitierten in den Jahren davor und danach ohne Pause seinen Pluto in der Waage, der nach meinen Recherchen einen starken Sonnen-Aspekt hat.

Diese Waage-Dominanz scheint sich zu bestätigen, wenn man liest, was der psychiatrische Gutachter dem Dachdecker später vor Gericht bescheinigt. Er sei als Mensch sonst „eher aggressionsgehemmt, immer bereit, eigene Bedürfnisse zurückzustellen.“ Dadurch aber sei es vielleicht überhaupt erst zu der Familientragödie gekommen. Denn: „Gerade gehemmte Menschen können in solchen Belastungssituationen gefährlich werden.“ (ARTIKEL Hannoversche Zeitung). Die klassische geistige Denk- und Beziehungs-Aggression der Waage setzt häufig genau dann ein, wenn die Harmonie nicht mehr funktionieren will, wenn das – stets - offensichtlicher ärgerliche Du (Symbol des Gegenzeichens Widder) nicht mehr passiv-aggressiv erreicht und – zum eigenen Schutz – harmonisierbar wird. Wenn Partner die häufig gezeigte Entscheidungs- und Handlungsschwäche des Waagehaften nicht mehr mittragen. So war es, zwischen den Eltern der vier Kinder aus Ilsede, auch wenn sie sich sehr liebten.

Mit Andreas S.‘ eigenem Vater nahm die Zeit schon Jahrzehnte davor alles mit, was ihm etwas bedeutete, und warf den Jungen in der Pubertät einfach um. Das ist an den damaligen Überläufen der gesicherten Planeten gut zu erkennen. 23 Jahre danach laufen diesmal Uranus und Pluto über Andreas S. Pluto. Sonne-Pluto kommt erneut auf, das große Schwanken zwischen Macht und Ohnmacht. Sich existenziell behaupten, bevor einen „etwas“ zerstört. Dazu gesichert ein mindestens einfacher (nach meinen Recherchen aber doppelter) Venus-Neptun-Transit. Die Illusionen, die man sich darunter so endlos und ewig über die Liebe macht. Das soll wegbrechen? Wieder wird Andreas S. verlassen, seine Kinder werden keinen Vater mehr haben, wie er es selbst erlebt hat.

Auch die Frau, die er seit 20 Jahren liebt, will ihn nicht mehr, der einzige Mensch in seinem Leben, der  – wie der Gerichtspsychiater sagt - für den früher so gehemmten, schüchternen Jungen seither wie „eine Plombe“ gegen die vielen Ängste ist. Auch wenn sie seine Depressionen unter zunehmendem Druck der Existenz unmöglich verhinder kann. Mit ihr bastelt er sich – als Trost - einen Kokon aus Familie. Auch gegen das Saturn-Uranus-Quadrat im Radix, die Unvereinbarkeit in sich selbst, die Tochter Pia erbt und die ihrem Vater schon als Kind Welt in Spannung zeigte zwischen Vorgestelltem und harter Wirklichkeit. Alles, was schwer übereinzubringen ist.

Als die Hoffnung an diesem Abend Andreas S.  wegbricht, reißt sich wohl auch etwas komplett von der Realität los. Im Prozess wird er das Neptunische der Morde so schildern: „Es war alles wie im Traum!“ Merkur steht als Herr 8 am Deszendenten, als er eine SMS an seine Frau schreibt, die sie um 23.05 h erhält, als schon alles vorbei ist: „2012 geht die Welt unter, zumindest für mich. (. . .) Ich kann ohne die Kinder nicht leben, das weißt du. Fünf Herzen haben aufgehört zu schlagen.“ Obwohl sie sofort eine Verwandte benachrichtigt, die wiederum die Polizei in Kenntnis setzt, ist nichts mehr zu ändern. Man findet nur den Vater, wie er gerade versucht, Suizid zu begehen und fleht, ihn sterben zu lassen. Man verhaftet ihn und versetzt ihn ins künstliche Koma. Neptun.  

Pia, Noah, Lean und Lio, die vier Kinder von Ilsede, selbst mit so starken Bezügen von drei Monden im Zeichen Fische, rettet es nicht mehr. Sie sind zu Opfern geworden, wie es die Achse Jungfrau-Fische so häufig nahlegt, wenn in Familien aus gutem Willen beschönigt wird, um nicht alle endlos mit zu viel bitterer Wahrheit zu belasten. Krebs ist für Fische generell das 5. Mundan-Zeichen und das 11. Haus der Jungfrau. Das zeigt, was die Kinder an sich in der Welt für die Universen der Sehnsucht und des Heiligen eigentlich bedeuten, die wir ja alle in uns tragen. Sie befreien das Leben von der Angst, dass nichts von uns bleibt, symbolisieren nicht umsonst die unglaubliche Kreativität, die Verwirklichung der Träume, des Nicht-Gewordenen, Nie-Gewesenen. Was dann doch wird, nicht im Himmel, sondern auf Erden, durch die, die nach uns kommen und die Chance haben, es besser zu machen. Sie schenken der Welt neue Lebenskraft.

Wo mehr und mehr Kinder gewaltsam  sterben, ist etwas grundfalsch. Beileibe nicht nur in Ilsede. In den Radix-Charts haben alle vier Kinder weitere Ähnlichkeiten, außer Fische-Jungfrau, den immer Stabilität suchenden Erd-Sonnen und hoch sensiblen Wassermonden, die sie alle vier als wachsam, vorsichtig, hyper-empfindlich und sehr anpassungsbereit schildern. Man möge selbst einen Blick auf die Anlagen und Transite sowie Direktionen in der Tabelle unten werfen, um zu sehen, wie brüchig, anfällig und problematisch ihre Ausprägung für die laufenden Aspekte war. Die Transit- und Sonnenbögen sind bei allen ungewöhnlich eng (Mittagsstände wegen fehlender Geburtszeiten).

  • Pia - Radix: Sonne Quadrat Pluto, Mars Skorpion, Venus Quadrat Saturn, Uranus enge Konjunktion Südknoten
  • Transite am Todestag: Mond Quadrat Neptun (genau), Knotenachse Quadrat Sonne (genau), Neptun Opposition Sonne, Knoten Quadrat Sonne
  • Sonnenbogen-Direktion: Mars Konjunktion Lilith-Pluto, Neptun Konjunktion Uranus, Jupiter Konjunktion Saturn, Venus Konjunktion Saturn
  • Noah - Radix: Sonne Quadrat Pluto und weite Konjunktion Mars, Venus Trigon Saturn, Pluto Konjunktion absteigender Mondknoten
  • Transite am Todestag: Venus Quadrat Sonne (genau), Pluto Quadrat Merkur (genau), Neptun Opposition Mars (genau)
  • Sonnenbogen-Direktion:  Saturn Quadrat Merkur (genau),
  • Lean - Radix: Sonne Konjunktion Mars, Mars weites Quadrat Pluto, Venus Konjunktion Saturn, Südknoten im Skorpion
  • Transite am Todestag: Sonne Quadrat Jupiter (genau), Saturn Quadrat Venus-Saturn-Konjunktion, Knoten Quadrat Uranus
  • Sonnenbogen-Direktion: Mars Quadrat Pluto, Uranus Opposition Mars
  • Lio - Radix: Venus Opposition Pluto, Mars exaktes Trigon Pluto, Knoten Quadrat Pluto
  • Transite am Todestag:  Sonne Opposition Pluto (genau), Saturn Quadrat Sonne (1 Grad)
  • Sonnenbogen-Direktion: Neptun Opposition Mars, Sonne Konjunktion Merkur

Alle vier Kinder, die vom Vater ermordet wurden, haben also starke Übergänge durch Transit oder Direktion, die für mögliche Gewalterfahrungen sprechen. Würde man astrologisch nur ein Kinder-Horoskop analysieren, wäre die Aussage mit Sicherheit vorsichtiger. Wenn sich aber bei vier Kindern die Pluto-Bezüglichkeit in Anlage UND Zeitqualität überschneidet, muss der astrologische Berater sehen, dass hier etwas massiv im Argen liegen kann und schwierigste Entwicklungen sich andeuten. Zumal wenn eine weitere Betonung von neptunischen Mustern vorliegt, die für unterschwellige, bislang noch unentdeckte Tendenzen und vernebelte „Erfahrungs-Formeln“ sprechen.

Die Radix-Horoskope aller vier Kinder deuten auch an, dass in der Familie Wahrnehmungs- oder Zuordnungs-Schwierigkeiten des Erlebten vorkommen. Die Achse Jungfrau-Fische birgt die Gefahr, dass zwar sämtliche Unterströmungen eigentlich sehr, sehr fein wahrgenommen werden, aber keine entsprechende Sicherheit der Bedeutungs-Zuordnung stattfindet. Alles, was Gefahr bedeuten kann, ist doch vielleicht nur ein Irrtum, alles, was als Missverständnis erlebt wird, möglicherweise Gefahr. Neptuns trügerische Gewässer, die sich an der Wirklichkeit brechen. Die Eltern haben diesen Modus der einerseits sehr diffizilen Wahrnehmung mit andererseits „verträumter“ Sinnzuschreibung bei einer solchen Massivität in vier Charts mit Sicherheit an die Kinder weitergegeben – ganz ohne es zu wollen. Denn was im neptunisch-merkurischen Kosmos passiert, ringt immer um Bewusstheit.

Deshalb trifft bei solchen Vernetzungen von Offensichtlichem und Verdrängten letztlich niemanden die Schuld: Keiner hat vermutlich wirklich gelernt, das Deutliche auch deutlich auszusprechen. Niemand wird beigesprungen sein, um die Entgrenzung des Neptun gegenüber dem sicheren Mahnen des Merkur auszubalancieren. Was ist wahr, was nur Einbildung? Ein uraltes Problem in dieser Achse, in der es auch darum geht, sich in der Irritation und der Frage, ob nicht doch eigentlich alles auch sein Gegenteil bedeuten „könnte“, ernstzunehmen. Und bei Risiken, also einem feinen Gefühl für den schlimmsten anzunehmenden Fall, auf Nummer Sicher zu gehen. Aber das ahnt man vielleicht, weiß es nur – ohne astrologischen Hintergrund – selten. Weder als Mutter, noch als Vater, der getrieben ist von eigenen Defiziten, dem waagehaften Wunsch nach Verschmelzung und härtesten Pluto-Druck-Erlebnissen.

Aber erst recht nicht, wenn man als Kind in einem Universum von mond-neptunischem „Es wäre so schön, wenn…“ lebt, letztlich ohne Unterstützung von Menschen, die sich objektiver, d.h. entfernter von diesem verstrickten Liebes-Kosmos befinden. Vier Kinder sind gestorben, weil niemand erkannt hat, was unter der Oberfläche vor  sich ging, weil keiner Distanz genug hatte oder den Mut, das Undenkbare wirklich zu denken. Umso wichtiger finde ich es, sich klarzumachen, dass diese vier, Pia, Noah, Lean und Lio, keine Einzelfälle sind. Es passiert immer wieder, in wechselnden Ausformungen. Und das einzige, was helfen kann, ist, nicht mehr wegzusehen.

Seit Saturn in Waage, der große Begrenzer, ab 2009 all diese von Eltern oder Pflegeeltern getöteten Kinder zum Nachrichten-Topos macht, gipfelten die Fälle dieses Jahres in jenem „schwarzen August“, nur Wochen nach dem vierfachen Mord in Niedersachsen, als selbst unastrologische Beobachter eine merkwürdige Häufung von Kindstoden durch Eltern feststellten. Schauen wir die Jungfrau an: Statistik und Details. Das dicke Ende kommt ja kriminalistisch immer erst im Jahr danach. 2011 also wurden in Deutschland 146 Kinder gewaltsam getötet. Wie viele von den eigenen Eltern, ist mir noch unklar. Sicher ist, es waren dieses Jahr, 2012, mehr. 14.000 sind darüber hinaus missbraucht worden: Jeden Tag 39 Kinder. Unerträglich, möchte man sagen und das Buch dieser Tode wieder zuschlagen. Genau das ist der Beginn neptunischer Verdrängung, die Saturn-, Uranus- oder Pluto-Geschichten verdeckt. Geschichten des organisierten, plötzlichen oder übermächtigen Todes dessen, was man am meisten liebt. Diese andere, tiefere, vernetzte Wahrheit zeigt ebenfalls jener Neptun in den Fischen, der auch die Geheimnisse bebildert, die nur Jungfrau aussprchen kann, worauf sich die Achse endlich verbindet: Jeden zweiten Tag wird in Deutschland ein Kind getötet, jeden dritten Tag stirbt hierzulande eines an direkten Folgen von Misshandlung, meist im familiären Umfeld.

Jungfrau, die lebendige Alarmglocke, mit ihren Zahlen und der Bedeutung, die wir ihnen zumessen, will auch nichts anderes, als es die Astrologie tut: Warnen, mahnen, Risiken aufzeigen. Das nennt man Empirie. Stattdessen wird häufig da, wo sie alarmiert, aber das Gegenzeichen Fische auch besonders stark. Das andere Ende von Wahrheit bleibt dabei stets ihre Beschönigung. Im Bild links die Transite über den gesicherten Ständen der Langsamläufer (Marge ein Grad) des verzweifelten Vaters von Ilsede. Gegen die Unsicherheit über das, was passiert, gegen die Entgrenzung des Möglichen kann man immer Saturn oder Jungfrau-Merkur oder Stier-Venus setzen, die Klarheit, die in allem Faktischen liegt:  Am Anfang des Themas Kindstötung in allen Medien war deshalb eben ein Saturn, der so oft das Ende von etwas bringt – Hüter der Zeit, der Endlichkeit. Einen Monat, bevor er 2009 erstmalig in die Waage ging, ein Quadrat zu Pluto machte und begann, die Themen der kardinalen Klimax aus den drei Zeichen des Initiativ-Kreuzes im Tierkreis auszuliefern, fand in Görlitz die Vorstellung eines Buches statt: „Kindsmord“ von Eveline Schulze.

AC-Herr Merkur stand an jenem Abend mit Saturn in Konjunktion in Jungfrau in 5. Später, als Saturn, Uranus und Pluto dann die „kardinale Klimax“ bildeten, wurde der „INFANTIZID“ mehr und mehr zum öffentlichen Thema. Nur ein Zeichen, der Krebs blieb in der Klimax frei. Die Schwachstelle, das Nadelöhr, wie ein Kanal, über den die Wirkungen von Saturn, Uranus und Schulen auch die Urmutter als „formende“ Faktoren bebildert, daneben den Staat und seine Ordnung, sitzen im Krebs die seelische Herkunft, die Mütter, Familie und (zusammen mit dem Löwen) auch die sehr kleinen Kinder. Hier hat sich seither tatsächlich etwas Bahn gebrochen, ist über das verletzte und verletzende Vaterprinzip an die Öffentlichkeit gelangt. Am Umgang mit ihren Kindern erkennen wir Gesellschaften, ihren Verletzungsgrad, der sich in der Verwundung unserer Kinder spiegelt.

Wenn wir mutig genug sind, schauen wir uns an, was seit 2010 passierte, hier nur eine kleine Zusammenfassung:

  • - 22. März 2010: In Lünen (NRW) tötet eine Mutter ihre beiden Kinder und nimmt sich danach das Leben (Sonne-Saturn-Opposition, Widder-Waage, erste Grade).
  • - 2. April 2010: In Hude (Oldenburg) bringt ein 53jähriger Mann Frau und zwei Kinder um und ertränkt sich danach. Der Mann hat Depressionen und ist nach einem Unfall arbeitslos (Merkur/Venus-Mars-Quadrat erste Stier-Löwe-Grade, Mond Quadrat Neptun-Chiron, letzte Grade Skorpion-Wassermann).
  • - 1. Juni 2010: In Himmelstadt in Franken ermordet ein Mann zuerst seine Frau, holt die fünf- und siebenjährigen beiden Jungen aus dem Kindergarten, um mit ihnen nach Tschechien zu frahen, wo er sie tötet und sich danach auch umbringt (Mars-Neptun Opposition Löwe-Wassermann, letzte Grade, Konjunktion Jupiter-Uranus Opposition Saturn Fische/Widder – Jungfrau).
  • - 2. September 2010: Ein Vater ertränkt bei Kassel seine Vierjährige, bevor er versucht, auch den einjährigen Sohn umzubringen. Danach sprengt er das Auto, in dem alle sitzen – der kleine Junge überlebt (Sonne Quadrat Knotenachse, Merkur rückläufig)
  • - 19. September 2010: In Lörrach (B-W) tötet eine Mutter den Ex-Lebensgefährten und ihren gemeinsamen Sohn, tötet in einem Krankenhaus danach einen Pfleger und wird von der Polizei erschossen (Sonne Opposition exakte Jupiter-Uranus-Konjuktion auf den letzten Graden Fische).
  • - 31. Dezember 2010: Ein Vater erschlägt in Karlsruhe seinen 6jährigen Sohn und traktiert ihn anschließend mit einer Bohrmaschine. Motiv: Rache. Die Ehefrau wollte die Scheidung (Mond Konjunktion Venus Skorpion Quadrat Neptun hintere Grade Wassermann).
  • - 18. Februar 2011: Bei einem Feuer in Rückeroth findet man vier Leichen, Vater, Mutter und zwei Kinder. Der Mann hat die Familie getötet und den Brand gelegt (Venus Quadrat Saturn, Mars-Sonne Konjunktion Neptun-Chiron letzte Grade Wassermann).
  • - 23. März 2011: Ein 24jähriger Vater aus Hennef enthauptet in einem Waldstück seinen 3jährigen Sohn, danach versucht er sich selbst umzubringen (Mond hintere Grade Skorpion Quadrat Neptun Wassermann, Sonne-Uranus-Konjunktion)
  • - 20. April 2011: In Berlin-Reinickendorf bringt ein 34jähriger Vater seinen 12jährigen Sohn im Keller des Wohnhauses, wo der Junge mit seiner Schwester zu Besuch war. Die Eltern lebten getrennt (rückläufiger Merkur Konjunktion Mars im Widder Opposition Saturn, Mond hintere Grade Skorpion Quadrat Neptun).
  • - 12. August 2011: Ein 40jähriger betäubt seine neun- und zehnjährigen Töchter in Brandenburg mit Schlaftabletten und steckt dann das Auto an, wo die Kinder bei lebendigem Leib verbrennen. Der Vater überlebt (Sonne-Venus Konjunktion Löwe, Merkur rückläufig letzte Löwe-Grade, Mars Opposition Pluto).
  • - 19. November 2011: In Berlin wirft eine Mutter nur Stunden nach der Geburt ihr Baby aus dem 5. Stock einer Wohnung in Charlottenburg, weil sie „Angst vor ihrem Mann“ hat.
  • - 21. Januar 2012: Ein Polizist aus Saarlouis erschießt seine achtjährige Tochter und sich selbst, weil sich seine Frau trennen will (Sonne Quadrat Jupiter und Saturn, erste Wassermann-Stier-Grade und letzte Waage-Grade).
  • - 27. Januar 2012: In Langenfeld (NRW) tötet ein Vater beide Kinder und Ehefrau und Wohnung an, wobei er ums Leben kommt (Merkur Quadrat Jupiter-Saturn, erste Grade Wassermann-Stier, letzte Grade Waage, Mars rückläufig).
  • - 14. Juni 2012: In Ilsede bei Peine tötet ein Vater seine vier Kinder und versucht danach, sich selbst die Kehle durchzuschneiden (Venus rückläufig Quadrat Chiron, Uranus Quadrat Pluto).
  • - 3. August 2012: In Dortmund kommen drei Kinder von vier, zehn und zwölf Jahren bei einem Wohnungsbrand um Leben, hinter dem eine Familientragödie steckt (Mond Konjunktion Neptun Quadrat Knotenachse, erste Grade Schütze, Merkur rückläufig, erste Grade Löwe)
  • - 11. August 2012: Im Allgäu bringt ein Vater seine beiden vier- und zehnjährigen Söhne nach einem Streit mit seiner Frau um und erhängt sich anschließend (Mond Quadrat Chiron, Knotenachse Quadrat Neptun)
  • - 12. August 2012: In Essen ersticht ein Mutter ihre 7jährige Tochter mit einem Haushaltsmesser und bringt sich im Bett des Kindes danach selbst um (Mars Konjunktion Saturn, Mondknoten Quadrat Neptun).
  • - 17. August 2012: Im bayrischen Emmering erstickt eine 38jährige zuerst ihre beiden Söhne und erhängt sich danach (Neumond hintere Grade Löwe Quadrat Lilith, Mars Konjunktion Saturn)
  • - 20. August 2012: In Neuss findet die Polizei eine Frau und ihre zwei Kinder (4 und 8) tot in ihrer Wohnung. Verdächtig ist der flüchtige Vater (Mond Opposition Uranus Quadrat Pluto, Sonne hintere Löwe-Grade Quadrat Lilith).
  • - 21. August 2012: In Berlin-Gatow findet die Feuerwehr einen Vater, seine Frau und ihre drei- und sechsjährigen Kinder tot in der Wohnung. Der Vater hat vor dem Mord ein kleines Mädchen in einer Babyklappe abgegeben (Mond Konjunktion Saturn, Sonne in den hinteren Löwegraden, Quadrat Lilith und Neptun)
  • - 27. September 2012: Es stellt sich heraus, dass eine 28-jährige Frau aus Husum in den letzten Jahren vermutlich fünf Babys geboren und dannach getötet hat (Sonne Opposition Uranus Quadrat Pluto, Mond Konjunktion Neptun Chiron)
  • - 10.Oktober 2012: In Ulm ermordet eine Mutter ihren neunjährigen Jungen und versucht anschließen, sich selbst umzubringen. Grund: Finanzielle Schwierigkeiten (Mars Opposition Lilith Quadrat Neptun-Chiron)
  • 14. November 2012: Eine Mutter aus Freising erstickt erst ihr sechsjähriges Mädchen und vier Monate alte Zwillinge, bevor sie mit ihrem Auto bewusst einen Unfall verursachte, um sich zu töten. Sie soll völlig überfordert vom Alltag gewesen sein (Merkur rückläufig Quadrat Neptun, Mond Quadrat Chiron)

Die Überschneidungen lassen sich relativ schnell überblicken, mehrfach spielten die Anfangs- und End-Grade des „Überlebenskreuzes“, der fixen Zeichen also eine Rolle, es kommt auch der rückläufige Merkur gehäufter vor. Im „schwarzen August“ fällt auf, dass Merkur ebenfalls eine Weile rückläufig war und bis zu seinem Schattenpunkt zurück musste. Außerdem standen Venus und Mars (die Liebes- und Leidenschafts-Themen) plötzlich auch in zwei Kardinalzeichen und vervollständigten Pluto-Uranus in Steinbock und Widder. Eine Zeit der Aktivität hinsichtlich der beteiligten Themen, die immer im Kardinalen auch in Aggression umschlagen kann. Dafür findet die Zeit dann ihre Rollenspieler.

Den Kindern von Ilsede wird es nichts mehr nützen, so viel astrologische Hinweise wir auch auf Vorwarnungen sammeln. Aber vielleicht denen mit ähnlicher Duldungsfähigkeit und ähnlich großer Liebe. Pia, Noah, Lean und Lio bringt der Mutter niemand wieder, wie dem Vater keiner mehr die Größe zurückerstattet, die er einmal, damals, in Bezug zu seiner Tochter und seinen Söhnen an den Tag gelegt hat. Bevor er all das tat. Neptuns Sache ist es auch, Dinge „ewig“ zu machen, seine Ausprägungen sind immer nur geliehen, sein Ausdruck dabei stets wandelbar. Er hat kein Anfang und kein Ende, was wohl heisst, dass es immer die Rätsel der Verstrickung, des Nicht-Sichtbaren, geben wird. Aber mit Merkur können wir uns bemühen zu erkennen, wo wir alle der Verführung wegzuschauen zu sehr nachgeben. Vielleicht wird es dann irgendwann auch das Schöne, Gute und Wahre bei aller Schwierigkeit und Anstößigkeit der Realitäten geben, nach dem sich Mensch so sehr sehnt, seit er denken und ahnen kann.

Mir ist es wirklich wichtig, noch einmal zu sagen, dass sich Fische und Jungfrau, die Prinzipien, die sie symbolisieren, zusammenbringen lassen. Indem man die Verletzung auch im anderen in aller Klarheit wahrnimmt und seiner Schwäche Rechnung trägt. Jeden Tag, wirklich immer wieder, auch wenn man lieber wegschauen möchte. In diesen schwierigen Zeiten. Wovon ich nicht reden will, ist, dass die Kids von Ilsede wenigstens das sein könnten: Eine Mahnung, Verworrenheit, seelisches Chaos und Konfusion ernst zu nehmen. Wenn solche schönen Einsichten vielleicht auch wahr sein mögen. Sie helfen niemandem. Vor allem nicht der Mutter, der mein Mitgefühl gilt.

Andreas S., der Vater wird das, was er getan hat, ohnehin nie mehr los. Man brachte ihn in die Psychiatrie, weil man sicher ist, dass er sich sonst bei der nächsten Gelegenheit umbringen wird. Noch mehr Tote haben alle, die beteiligt waren, nicht verdient. Noch mehr Folgen der allgemeinen Blindheit als die, die bereits passiert sind, die wir alle erleben und mit erschaffen und die wir uns immer noch weigern zu sehen. Wir sollten gut achtgeben auf uns und unsere Kinder, wir sollten uns selber besser anschauen. Damit fängt es, glaube ich, an. Die Mütter und Väter wahrzunehmen, die auch einmal Kinder waren, die später Wahrnehmungs-Rituale und unsichtbare seelische Ketten an ihre Kinder weitergeben. Pia, Noah, Lean und Lio. Möge ihnen die Erde leicht sein. Ein neptunischer Wunsch, aber vielleicht wiegt er dennoch schwer genug.


Teil 1 des Artikels über Kindstötung lesen Sie bei Loop! unter: Kein Anfang, kein Ende

 

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Freitag, 22. Oktober 2021

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