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Die Frau, die mit den Tieren träumt

Dies ist eine sehr seltsame Geschichte. Sie handelt von Temple Grandin, einem besonderen Menschen. Jemandem, der "sanfte" Wege gefunden hat, zu töten. Mars im Krebs im Fall. Manche nennen Grandin sogar ein Unikum. Vorsichtig ausgedrückt. Denn sie ist ein Savant, hat sogenannte Inselbegabungen. Wenn jetzt hierzulande der Einsatz von Antibiotika in Tierhaltung- und Mast auf ein Minimum begrenzt werden soll, dann hat das auch mit dieser Amerikanerin zu tun. In einem BBC-VIDEO heisst sie: Die Frau, die wie eine Kuh denkt. Das hört sich böse an. Aber in gewisser Weise stimmt es. Denn Temple Grandin, Sonne-Venus-Merkur Konjunktion im 9. Haus Jungfrau, auch das Zeichen der Nutz-Tiere, ist Autistin. Doktor der Psychologie. Vieh-Haltungs-Expertin. Verhaltens-Biologin. Sie hat in ihrem Leben viel daran gesetzt, dass große Tiere angstfreier sterben. Und unter anderem mit allem, was sie tut, weltweit Aufmerksamkeit auf die Qual der "fühlenden Wesen", die nicht Menschen sind, gelenkt. Auch wenn immer noch Tod wegen "Nutzung" am Ende des Tierlebens steht.

Als Temple Brandin (SZ-ARTIKEL) zwei Jahre alt war und Uranus MC-IC quadrierte, wurde ihr ein Hirnschaden diagnostiziert. Das Kind sprach nicht. Mit vier lief Saturn ins Quadrat zu ihrem Krebs-Mars in 7. Sie lernte endlich einzelne Worte. Die Welt hielt sie trotzdem für dumm. Denn sie ertrug keine Berührungen (Wassermann-Mond Opposition Saturn-Pluto) oder Begrenzungen oder Zwang. Autismus war noch nicht sehr bekannt. Aber das Mädchen hatte Eltern, die das Gras wachsen hörten. Kein Heim für Temple. Sondern Privat-Schulen. Man spürte etwas in ihr. Mit endloser Förderung wurde sie, was sie ist. Eine Frau, die zum Beispiel merkwürdige Methoden der Viehhaltung entwickelte, weil sie spüren konnte, wie Tiere empfinden, selbst wie eines empfand. Vor allem die Angst. Es war, als hätte Grandin einen besonderen Kanal für die Panik, die Herden- oder Flucht-Tiere überkommt, wenn sie keine Begrenzungen haben. Sie lebte selbst jahrelang in diesem Kosmos, der mit allen Geräuschen, Gerüchen und Schrecken auf sie einstürmte. Der feine, feinste Radar der Achse Jungfrau-Fische für das Namenlose.

Ihr Gehirn funktionierte so: Überall Angst. Immer. Wie eine Antilope, die ständig wittert und das Umfeld auf Gefahr abcheckt. Stets bereit, zu flüchten, in Panik-Attacken zu geraten, sich zu retten. Diese Beschreibung, ähnlich von Temple Grandin selbst später erzählt, umreißt wundersamer Weise den Kosmos des astrologischen Zeichens Jungfrau auf eine ganz spezielle Art. Es ist Grandins Sonnen- und Merkur-Zeichen, in dem ihre frühe Furchtsamkeit und Hyper-Sensitivität gegenüber Umwelt-Einflüssen im Bezug zum Krebs-Mars im Sextil ihren speziellen Ausdruck findet. Aber die "Anthropologin auf dem Mars" (Neurologe Oliver Sacks, der eine Geschichte über sie schrieb) hatte eben auch einen Schütze-Aszendenten und ein volles 9. Haus. Sie wollte wissen. Dann lernte sie.

 

Es gibt Leute, die nennen diese Frau "Cow Killer". Das ist nicht wirklich gerecht: "Das stärkste Gefühl", sagte Temple Brandin einmal im SZ-Interview, "bei Tieren ist Angst. Und das ist auch das stärkste Gefühl bei Autisten." Weil das stimmt, weiß sie, wie die Tiere ticken. Einmal,während sie als Mädchen beobachtete, wie am Straßenrand Rinder zum Chippen in eine "Press-Maschine" gesteckt und dabei nicht etwa panisch, sondern ganz ruhig wurden, fand sie eine Lösug für ihr Problem. Sie brauchte Begrenzung. Genau wie die Kühe. Wassermann-Mond Quadrat Jupiter Opposition Saturn-Pluto ist unruhig, uranisch, aufgepeitscht durch Schütze-Herr, wenn äußere Grenzen fehlen. Immer ist da der Zug - Enge, Weite, Enge. In sich.

Temple Grandin baute sich einen "Berührungs-Automaten". Die Squeeze Maschine, mit der sie sich selbst so lange therapierte, bis sie fremde, menschliche Berührung besser aushalten konnte. Gleichzeitig fühlte sie sich sicher, solange sie den Widerstand der Spanplatten, in die sie sich preßte, selbst steuern konnte. Eine fast perfekte Übersetzung der Mond-Konstellation, die weder fremde Zwänge erträgt, noch ständig erschöpft zischen den Polen Befreiung und Außen-Kontrolle (konnotiert mit Wassermann-Löwe) hin und her-ticken möchte. Stück für Stück verlagerte sie so den inneren Kampf der entsetzlichen Ruhelosigkeit, der Unterwerfung unter andere Ichs als das eigene, auf ihre Maschine. Sie wurde entspannter dabei. Damit das alles funktionieren konnte, hatte sie Verständigung erst "wie eine Fremdsprache" (Merkur in 9) lernen müssen. Aus dem erfinderischen Mädchen, der Autistin Tempe, wurde die Professorin für Tierwissenschaften (auch eine Übersetzung der Jungfrau-Konstellation), als sie begriff, dass sie wie ein Flucht-Tier empfand. Auch wenn sie es nicht wollte: Überall, wo sie ging und stand, entdeckte sie als erstes den Fluchtweg. Türen, Löcher, Spalten, Verstecke, die letztlich in das Neptun-Reich gehören. Man beachte ihren Mars-Neptun. Manche Jungfrauen kennen das, bei den meisten ist der Nervensystem überreagibel, besonders, wenn noch Krebs-Veranlagungen dazukommen.

Das Denken in Bildern, das Grandin bei sich und den Tieren kennt, hat auch im Merkur als Herr 7 in 9 Jungfrau, zusammen mit Mars und Uranus im selben Haus seinen Ursprung. Waage-Prinzip beherrscht Bildhaftigkeit (das, was wir mit den Augen des Widder oder Mars gegenüber sehen können). 7. Haus-Betonte Menschen erleben ein starkes visuelles Denken häufiger als andere, wenn es mit Merkur oder Neptun in Verbindung steht, kommt es manchmal zu einer direkten Reizleitung in die Amygdala, den Mandelkern, der automatische Ur-Emotionen wie die Angst entstehen lässt. Unter Umgehung des "langen Wegs", der über die differenzierteren Areale der Hirnrinde mit ihren Kultur-Errungenschaften des Menschlichen führt. Reiz - Reaktion. Kampf - Flucht. Denken - Gefühl sind hier als direkter Draht zuhause. 

Autistische Inselbegabungen hält Temple Grandin aus eigener Erfahrung für eine Entwicklungsstufe zwischen Tier und Mensch. In ihrem Hirn ist zwar Chaos, sie musste erst lernen, Sozialverhalten zu lesen, aber andere Dinge konnte sie wie im Schlaf: Manche fliegen in Gedanken über ganze Landschaften, wie Zugvögel, oder wittern fremde Ängste, wie ein Hund. Die passenden, sozialkonformen Zuordnungen musste die Wissenschaftlerin aber erst mühsam lernen. Bedeutungs-Zuschreibungen, die normalerweise im Zwilling beginnen, der bei ihr am Deszendenten als fremd ausgelagert steht und von Merkur radikal und sofort nach Jungfrau (Was droht?) verlagert wird, fielen ihr zunächst schwer. Sie lernte sozial-kompatible Sitten und Gebräuche, als wäre sie ein Alien. Emotional ist sie weich, berührbar, seit sie vieles versteht, was ihr als Kind, in all dem Lärm und Wirrsal, wo Welt auf nicht vorhandene Verständnis-Cluster stieß, wie ein Dickicht vorkam.

"Manchmal weine ich den ganzen Weg vom Schlachthof bis zum Flughafen". Das ist ein weiteres ihrer Zitate. Temple Grandin, die eine besondere Beziehung zu Kühen hat, sie lesen kann wie Bücher, hasst, was mit Tieren getan wird. Deshalb bestand auch ihr halbes Leben daraus, ihnen ein ganzes, angstfreies Leben zu schenken, bevor sie getötet werden, um als Nahrung zu dienen. Sie reiste um die Welt, hielt Vorträge über das Empfinden der Tiere. Vor allem ihre Angst. Immer sprach sie dabei auch von der eigenen Furcht, die sie als autistin nie los wird. Sie hat auf das Leid der Hühner mit den gebrochenen Flügeln aufmerksam gemacht, genauso wie auf das der Rinder und Schweine, die in Panik sterben. Man hat sie gehört. Eine Autistin, die Verliebtheit als ISP bezeichnet, als interessantes, soziales Phänomen. Sie hat das nie erlebt. Sie bleibt Autistin. Der markante Bruch in ihrem Chart von Löwe nach Wassermann, so stark, dass sie rational vieles versteht, was ambivalent ist. Was ihre Ambivalenzen spiegelt.

Zum Beispiel, dass Tiere Tiere essen. Tiere, die anderswo Menschen heissen. Dass die Welt nun mal eine Wildnis ist. Auch wenn Mars Herrscher 4 im Krebs immer wieder, wenn ein "menschlicheres" Schlachthaus, eine "sanftere" Tötungs-Maschine - ihretwegen - konzipiert wird, nachher über all das sehr weinen muss.

(Bilder (bearbeitet): Wikimedia Commons

 

     

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