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Es leuchtet: Mond! Mond! Mond!

Dieser Mond ist schon ein sehr merkwürdiges Wesen. Fast wie ein ganz eigenes Geschöpf am Himmel, dem Menschen immer lebendige Züge angedichtet haben. Denn "es" verändert sich ständig - analog zu seinem Herrschaftsgebiet, den Emotionen, dem Gefühlshaushalt, den Spür-Wahrnehmungen im Krebs. Hier zeigt sich das verborgene, instinktive, ungreifbare Dunkel-Gesicht des Lebens am besten - alle paar Wochen anders.

Über Nacht verschwunden im Nichts. Dann wieder strahlend und gleißend weiß wie jene kugelrunde Scheibe am Himmel, die zu Vollmond jede nächtliche Schwärze in und um uns funkelnd wie ein glatter Edelstein erhellt. Wie heute. Diesmal mit besonderer Konstellation: Vollmond auf dem Grad des GREAT ATTRACTOR schafft eine brizzelnde, köchelnde, unübersehbar einströmende Energie, mit der nicht sofort ein einfacher Umgang zu finden ist.

In Richtung von 14 Grad Schütze, die der Vollmond heute mittag besetzte, befindet sich eben jener kosmische, letzte mit Erd-Denken begreifbare Punkt. Ein Nadelöhr vor dem Shapley-Superhaufen der Uralt-Galaxien, deren Reich mit herkömmlichen Methoden weder sicht-, noch messbar ist. Der Great Attractor macht die Stelle des Universums aus, wo das Geheimnis wohnt. Die Tür zum Unerforschten. Astrologisch hat er einen Jupiter-Neptun-Charakter. Mysterien werden in seiner Nähe groß geschrieben, entstehen und vergehen. Selbst in hoch technisierten Zeiten. Besondere Situationen erfordern immer wieder besondere Wege, mit ihnen umzugehen. Genau die sind zu solchen universell speziellen Zeitpunkten leichter zu sehen. Weil sich die Konflikte auch deutlicher zeigen.

Mit Vollmond am Magneten, zu dem alle Galaxien, die wir kennen, ziehen und gezogen werden, entsteht jetzt ein regelrechter kosmischer Sog, zusammen mit der üblichen Massenanziehung, die Mond immer auf die Erde ausübt. Schon ohne Sonderstellungen hat das "kleine Licht" eine so gewaltige Kraft, dass auf der mondzugewandten Seite der Erde der sogenannte "GEZEITENBERG" sich auftürmt, dessen Pendant auf der anderen Seite die Fliehkraft erschafft. Ebbe und Flut. Auch im menschlichen Herzen. Der Dömäne des Krebses, deren Auswirkungen und Funktionsweise bei solchen speziellen Vollmonden deutlicher als sonst spürbar wird. Wenn Mutter Mond selbst Meere bewegt, dann berührt sie auch die Angelegenheiten von Psyche und Physis sehr tief.

Wer in den Tagen rund um solche besonderen Vollmonde schlecht schäft, wirr träumt oder regelrechte Anfälle von Nervosität, Arbeitswut, Melancholie oder außer Rand und Band geratender Impulskontrolle spürt, kann astrologisch immer davon ausgehen, dass er starke Bezüge zum akuten, lunaren Phasen-Chart hat. Denn jeder Mond ist anders. Zwar prägen die hellen Monde immer ein "Aufflacker"-Phänomen in allen ungelösten Angelegenheiten und kündigen Sollbruchstellen in der Zeit für die vier darauf folgenden Wochen an. Aber wirklich brisant werden sie nur bei Kontakten der jeweiligen Konstellation zum eigenen Radix.


Alles fließt in uns, um den Rhythmus des Mondes. Wenn Sonne, Erde und Mond aber auf einer Linie stehen, entwickeln sich unvermittelt stärkste Zerrkräfte, die innere und äußere Balance ändern. Eine spezielle Geburts-Ausrichtung auf die Mondwechsel (zum Beispiel durch starke Mond-, Haus 4 oder Krebs- bzw. Wasser-Element-Stände) bzw. Trigger des Geburts-Horoskops durch die Voll- oder Neumond-Charts begründen auch, wieso trotz vieler Versuche wissenschaftliche Forschungen nur unzureichend belegen, ob Menschen tatsächlich mit starken körperlich-seelischen Erscheinungen auf Voll- und Neumond-Tage reagieren. Aber sie wirken doch.

Das weiß allein jeder Autofahrer, der zu Vollmond unterwegs ist und immer mal wieder mit den dann typischen, völlig irrationalen Reaktionen anderer Verkehrsteilnehmer konfrontiert ist. Aber auch diejenigen erleben es im Freilandversuch deutlich, die häufig von den Unter- oder Übersteuerungs-Zuständen bei speziellen Mondphasen überrascht werden. Egal, ob sie nun wissen, ob das "Nachtlicht" nun voll oder leer steht. Körper und Psyche "spüren". Würde man also solche Untersuchungen mit zwei Vergleichsgruppen durchführen - einer mit Bezügen zum jeweiligen Vollmond-Chart am betreffenden Ort und einer ohne schwierige Kontakte - könnten die Forschungs-Ergebnisse anders aussehen. Ein Rätsel ist die vermeintlich selbst erfüllende Prophezeiung mit Blick auf die Mondphasen vielleicht für die Wissenschaft. Für die Astrologie, ihr Stiefkind und ihre Urmutter, aber nicht.

Was macht diesen Juni-Vollmond, den letzten vor der Sonnenwende, nun zu einem solchen Knaller? Er ist besonders für Menschen mit Ständen in den fallenden Zeichen effektiv, aber auch konflikthaft. Speziell Faktoren im Schützen (Mitte des Zeichens), aber auch Jungfrau, Zwillinge und Fische befinden sich in starker Resonanz zur aktuellen Mond-Phase. Der Aszendent des Vollmondes am laufenden Mars in Jungfrau quadriert ausgerechnet Sonne-Venus kurz vor der rückläufigen, ungewöhnlichen Passage (ARTIKEL: WENN VENUS WEINT) direkt am Zwillinge-MC. Dazu kommt, dass AC-MC-Herr Merkur zur Zeit Out-Of-Bounds läuft, also jenseits der Ekliptik-Grenze. Damit verlieren Gedanken- und Funktions-Prozesse allgemein an Rationalität und entziehen sich immer mehr bewusster Kontrolle. Was merkurische Dinge generell momentan empfindlich und manisch machen kann.

 

Die Stellung von Mond am Great-Attractor spricht außerdem von einem immensen Zug ins Grandiose und Unkontrollierbare bei allen Empfindungen - besonders noch mal denen, die sich auf Projekte, Philosophien, Lernen und Lehren oder quasi-religiöse Erlebnisse beziehen. Einschränkungen, die auf nötiger Anpassung beruhen, werden jetzt sehr schlecht ertragen. Während Zwillinge- und Schütze-Faktoren einen regelrechten Energie-Schub bekommen können, zerreiben sich Jungfrau- oder Fische-Stände leicht zwischen Sonne- und Mond-Energie. Beide in Anspannung auf einer Ebene führen immer zum Kreidekreis-Effekt der Erde dazwischen. Mit all ihren Bewohnern. Sie filtern nun die Energien, die zu Land, Wasser und Seele sogar Springfluten schaffen, weil sie sich gegenseitig plötzlich potenzieren. Wie außen, so innen. Kein Geheimnis dabei.

Früher hatten alle Vollmonde NAMEN: Dieser, der Juni-Mond, hieß einmal Blumen-, Erdbeer- oder Honig-Mond. Seine Effekte sind tag-aktiver als die derjenigen Monde, deren Höhepunkte bei uns bei Nacht stattfinden. Es wird dennoch auch diesmal geahnt und geopfert, gefürchtet und gezaubert werden. Vollmonde waren immer Spalten in der Zeit, in der sich für die Seele die Pforte zur Hellsicht auf unbewusste Vorgänge öffnet. An solchen Tagen wurden in allen Kulturen Götter geboren oder starben. Jesus' Auferstehung wird mit dem Sonntag nach dem ersten April-Vollmond gefeiert. Buddha kam bei Mai-vollmond zur Welt und starb wiederum zu Vollmond. Seine Geburt feiert das Vesakh-Fest, das nun sogar von den Vereinten Nationen als höchster Feiertag anerkannt wurde. Im Islam wird in den drei "weißen Tagen", die oft weiße Nächte sind, immer gefastet. Entscheidungen zu Vollmond zu treffen, ist nicht ratsam, da wir von Kräften beeinflusst sind, die Aufstieg kurz vor Fall entsprechen. Die Auswirkungen müssen in der Woche danach, wenn sich das Licht Richtung Verlöschen, zum Neumond, bewegt, erst wieder neu geordnet werden. Zu Vollmonden steht etwas am Höhepunkt. Und flaut dann ab

Unerledigtes in jeder Form wird jetzt in weißes, gespenstisches Licht getaucht. Was genau das für den Einzelnen bedeutet, ist aus den Konstellationen im eigenen Chart ersichtlich. Stehen die Achsen des Vollmondes (für den Wohnort), seine Lichter oder die Erde (gegenüber der Sonne) mit Faktoren des Radix in Verbindung, zeigt die Synastrie, welche persönlichen Bereiche betroffen sind. Von speziellem Belang ist zu Voll- oder Neumond astrologisch die Technik der sonst kaum beachteten Spiegelung über die Achse Null Grad Löwe-Wassermann. Klappt man den Zodiak hier aufeinander, kommen alle Zeichen mit Doppel-Herrschern (Widder-Skorpion, Zwillinge-Jungfrau, Stier-Waage, Schütze-Fische und Steinbock-Wassermann) wie durch einen Zauber aufeinander zu liegen. Man kann auch das eigene Radix auf diese Weise spiegeln, um herauszufinden, ob und in welcher Sache man Integrations-Fähigkeiten hat. Diese Form, Parallel-Aspekte zu finden, ist auch in der Beziehungs-Astrologie sehr erhellend.

Sonne und Mond, die Lichter, sind traditionell Haupt-Symbole für das Männliche und das Weibliche. Im Buddhismus stehen sie für männliche "Methode" (die aktive Technik der Lebensbewältigung) und weibliche, rezeptive Weisheit. Ihr Sinnbild hat eine fast magische Wirkung und kommt bei vielen Ritualen vor. Ein Kreis, der auf einem Halbmond liegt. Mond oder Frau als Basis und Wurzel von Sonne und Mann. Interessanterweise außerdem ein Piktogramm, das wie unser modernes Pluto-Symbol aussieht und damit die immense Transformations-Energie ausdrückt, die Sonne-Mond (wie ein geheimer, geeinter Pluto-Faktor) beinhaltet.

Beide Lichter im Aspekt - wie bei Neu- oder Vollmond - versinnbildlichen auch die kosmische Hochzeit oder Scheidung, eine Ergänzung oder ein Auseinander-Driften. Aus dem einen kann das andere entstehen und rückwirkend das andere aus dem einen. Wer über die Sonne-Mond-Achse seine Planeten oder Winkel ins Chart des Partners spiegelt, findet manchmal ansonsten völlig unbemerkte Perlen. Für Paare sind diese "Konjunktionen" häufig von immenser Bindekraft. Sie tauchen manchmal wie unbewusste Energiebilder oder Archetypen schon sehr früh in Beziehungen aus dem Unbewussten auf, obwohl man sie bei herkömmlichen Vergleichen nicht findet.

Faszinierend bei dem aktuellen weißen Mond, dass genau diese Spiegelung über Null Löwe für hiesige Breiten eine Rolle spielt: Mars, der im Quadrat zum Stellium von Sonne-Venus-MC steht, spiegelt sich für Berlin gleichzeitig auf obige Weise auf diese Faktoren zurück. Oder umgekehrt: Die Sonne-Mond-Achse transportiert sie wiederum auf das aufsteigende Zeichen. Damit ist eine ungewöhnliche Integrations-Option für alles angezeigt, was im Chart des mundanen Vollmondes einen Ausdruck finden. Beispielsweise geht es mit Merkur-Trigon zum Saturn in Haus 2 in Deutschland um bewusst planbare, wirtschaftliche und finanzielle Abgrenzungen, die jetzt gesellschaftlich vorgenommen werden müssen, sollen sie sich nicht - spätestens ab dem nächsten Vollmond - zu tiefgehenden Einbrüchen entwickeln. Herrscher 2, 11, 1, 9 und 10 am MC weisen auf dringende, masstäbliche Entscheidungen in diesen Bereichen hin.

Mars Herr 8 am Aszendenten, der auch Widder-Uranus beherrscht und damit das bevorstehende Uranus-Pluto-Quadrat tangiert, warnt vor physischen Kämpfen oder Unfällen und legt dringend nützliches, konzeptuelles Denken statt Auseinandersetzungen in jeglicher Hinsicht nah. Die aber unter solchen Konstellationen stark im Bereich des Möglichen liegen, da Mond-Mars-Sonne in Spannung Austreibungs-Prozesse jeder Art gesellschaftlich und individuell provozieren.

Merkur als doppelter Achs-Herrscher rät, bei jedem Konflikt dieser Art geschickte Mittel einzusetzen, weil die Gefahr groß ist, riskante Fehleinschätzungen einzugehen, sobald man sie auf physische Ebeneen verlagert. Draufhauen ist keine Lösung. Da der Herr des Deszendenten (Öffentlichkeit), Neptun, sich über die Sonne-Mond-Achse auf's Galaktische Zentrum spiegelt, muss bei öffentlichen Veranstaltungen besonders achtsam mit der Gefahr aus dem Ruder laufender, vorher nicht sichtbarer, schleichender Gefährdung umgegangen werden. Alles, was sich hier zeigt, kann aber - wegen des Integrations-Charakters - im eigenen und mundanen Chart auch durch "wundersame" Lösungen zu ganz neuen Einsichten führen.

"Es leuchtet, seht!" rief Dr. Faustus, als er Nicht-Organisches alchemistisch zu Organischem Leben erweckte. Das gilt auch für solche Vollmonde wie den aktuellen. Die Homunkuli, die künstlich erzeugten Gestalten eines Saturn in der Waage, sind mit ihrem schlagwortartigen Berschreien gesellschaftlicher Gespenster sehr nah. Deren Umgang mit den tiefgehenden Konflikt-Wandlungen unter Uranus-Pluto wird die Weichen für eine Zukunft stellen, in der entweder Sonne und Mond zu einem sich gegenseitig bereichernden Gleichgewicht finden.

Oder die Balance völlig verlieren. 

Liest man die kosmischen Anzeichen wie den Great-Attractor-Mond oder die Venus-Passage wie Kolumnen, als Wegbeschreibung zu einem Ausgleich bislang ungeerdeter Energien, taucht für unsere Gegenden immer wieder die Wichtigkeit der Wahrnehmung und Positionierung innerhalb von Wahrnehmungs-Konzepten auf. Merkur. Das im besten Sinne zivilisierte (und eben nicht rational abspaltende) Denken, das Menschen befähigt, selbst unter schwierigsten Umfeld-Bedingungen (Jungfrau) eine Idee des Anderen zu entwickeln. Der im Sinne eines fühlenden Gegenübers ein Recht auf Sein, auf Empfinden, auf Integration auch in festgefahrenen und radikal schneidenden Konzepten des Uranus-Pluto hat. Möge diese Art von Einsatz integrativer Wahrnehmung also blühen und gedeihen. Als Ausgleich von Fühlen, Handeln und Sein - jener feinen Ebene von Mond, Erde und Sonne, deren Schärfe, aber auch Möglichkeit, sich - jetzt und immer - in den Vollmonden zeigt.  

 

Bilder (bearbeitet): Peter Gordois (BAE under a full moon), NASA/Bill Inglais via Wikimedia Commons Germanpm via Wikimedia Commons

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