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Der König ist tot, es lebe der König

Frankreich wählt am ersten Sonntag im Mai einen neuen Präsidenten. Der quirlige Nicolas Sarkozy möchte gerne zum zweiten Mal in den Präsidentenpalast einziehen, sein sozialistischer Herausforderer Francois Hollande ist auf dem besten Weg, das zu verhindern.

Es ist ein klassischer Kampf zwischen zwei Archetypen, Sonne tritt an gegen Uranus, Löwe gegen Wassermann. Und es ist eine verkehrte Welt, nicht der Sozialist Hollande steht für das uranische Prinzip von „Liberté, Egalité, Fraternité“, nein, als zukünftiger „Sonnenkönig“ verkörpert er das alte Frankreich des „L 'etat c 'est moi“. Diese Rolle hätte der bisherige Amtsinhaber nur allzu gerne ausgefüllt und er hat viel dafür getan.

Doch in der Wahrnehmung „seiner“ Untertanen blieb Sarkozy meist eher ein Möchtegern-Napoleon, zu sehr auf sich fixiert, zu unberechenbar, zu wenig volksnah. Selbst die Ehe mit Carla Bruni brachte nicht den Glanz - Effekt, den er am Sonntag benötigen würde, um die Stichwahl gegen seinen Herausforderer zu gewinnen.

Prognosen sind selten einfach, bei dieser müssen viele kleine Details zusammengetragen werden, um zu einem Ergebnis zu kommen. Denn betrachtet man nur die beiden Kontrahenten im Vergleich zu den Konstellationen des Wahlabends, zeigt sich kein klares Bild.

Bei Sarkozy findet sich kein „Winner“-Aspekt. Zum Vergleich – bei seiner ersten Wahl 2007 hatte er zumindest T-Mars exakt im Trigon zu seinem Jupiter. Diesmal sorgt lediglich der Mond für einen Hoffnungsschimmer. Ansonsten spielt sein Sonnen-Herrscher Uranus die dominante Rolle bei allen Auslösungen. Das kosmische Überraschungs-Ei läuft in die Konjunktion zu seinem Widder-Mond und ins Sextil zur Wassermann-Sonne. Man wäre geneigt, das als Surprize-Effekt zu deuten, und ihm  - trotz aller anderslautenden Tendenzen - einen hauchdünnen Sieg zu prophezeien.

Sein eigener Uranus steht jedoch massiv unter Druck, Saturn und Merkur in ihrer Mundan-Opposition werfen ein hartes Quadrat darauf, das Saturn in den nächsten Wochen auch noch auf Jupiter ausdehnt. Schließlich wird auch das mundane Pluto-Quadrat zu Sarkozys Mond-Mars Konjunktion wieder scharf – all das zusammen, spricht zwar von großen Veränderungen, aber eher im Sinne einer schwierigen und ungewollten Umstellung. Sollte er also wider Erwarten im Amt bleiben, wird selbst das alles andere als ein fröhliches und unbeschwertes „Weiter-so“.



Francois Hollande sieht im direkten Vergleich etwas besser aus, wenngleich man auch hier strahlende Sieger-Aspekte vermisst. Bei ihm dreht sich alles um Saturn. Pünktlich zur Schließung der Wahllokale steht sein Radix-Saturn auf dem aktuellen AC, bezogen auf Paris. Das kommende Trigon von T-Neptun könnte als Hinweis darauf verstanden werden, dass selbst die eigenen Wähler keine klaren Vorstellungen haben, warum er denn nun eigentlich Favorit der Massen geworden ist. Diese Verschwommenheit wird verstärkt durch T-Saturn Konjunktion Radix-Neptun, eine seltsame Mischung.

Der Zeitgeist schafft Wirklichkeit. Was das in der Konsequenz für Hollande bedeutet wird sich wohl erst in den nächsten Monaten wirklich zeigen. Natürlich könnte man die Saturn-Betonung auch als einen Hinweis auf ein Scheitern deuten. Da es sich hier aber um das höchste politische Amt Frankreichs handelt, ist der Steinbock-Herrscher wohl eher der Signifikator für den neuen Amtsinhaber. Etwas spröde und glanzlos, nichtsdestotrotz aber Realität.

Dass Hollande zumindest an diesem Abend mehr in der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen wird, als Sarkozy zeigen auch die Sonnenstellungen, projiziert auf das mundane Ereignischart. Sarkozys Sonne ist quasi untergegangen und steht am tiefsten Punkt, während Hollandes Löwe-Sonne um 20:15 h exakt an der Himmelsmitte, dem höchsten Punkt zu finden ist. Trotzdem – für eine eindeutige Prognose reicht das nicht.

Wenden wir uns deshalb den beiden, potentiellen „First Ladies“ zu. Auch eine von ihnen spielt ja in Zukunft eine maßgebliche Rolle in der Öffentlichkeit. Ein Leben vor den Augen der Welt gestaltet sich anders, als ein Leben jenseits davon.

Carla Bruni-Sarkozy, mit Steinbock-Sonne und Jungfrau-Mond eigentlich wie geschaffen für ein politisches Amt, steht nun nicht wirklich zur Wahl. In Frankreich wurde sie auch niemals so positiv schillernd wahrgenommen, wie in der restlichen Welt. Die „Guttenbergs“ von Paris konnten mit ihrem Medien-Glanz unglücklicherweise (für die Sakozys) nie die politischen Probleme Frankreichs überspielen. Dass sie es überhaupt versucht haben, wird ihnen von weiten Teilen der Bevölkerung auch ziemlich übelgenommen.

Am Wahlabend kommen bei Madame Bruni verschiedenste Auslösungen zum Tragen. Auf den ersten Blick fällt das exakte Trigon von T-Jupiter zu ihrem Radix-Mond auf. Das nennt man einen „Big Point“. Würde sie selbst als Frau zur Wahl stehen, könnte das den Höhepunkt ihrer Beliebtheit ausdrücken. Allerdings kann - realistisch betrachtet - die Freude womöglich auch dann ganz auf ihrer Seite sein, wenn sie endlich wieder ein Privatleben genießen darf und der massiven Kritik der Franzosen nicht mehr ausgesetzt ist. Da T-Venus gleichfalls im Quadrat zu Mond-Pluto steht, ebenso T-Sonne im exakten Quadrat zu Mars, reicht das aber immer noch nicht aus, um Ihren Gatten wieder als Präsidenten zu sehen.

Valerie Trierweiler, die Lebensgefährtin von Francois Hollande, passt dagegen auf außergewöhnliche Art in das Gesamtbild dieses Wettstreits und Abends. Zum einen bringt sie mit ihrer Wassermann-Sonne das Anfangsthema dieser Analyse wieder ins Spiel. Der Archetyp Wassermann (zuvor durch Sarkozy abgedeckt), bliebe dem Land also erhalten, sollte Hollande die Wahl gewinnen. Gleichzeitig, da auch der Mond seiner Lebensgefährtin in der Jungfrau steht, übernimmt die energetisch eine der weiblichen Komponenten, die Bruni-Sarkozy mitbrachte.

Symbolisch gesehen würde den Franzosen also mit ihr als First Lady durchaus eine lebendige Verschmelzung des bisherigen Herrscherpaares erhalten bleiben. Deutungs-technisch gibt es auch bei Valerie Trierweiler Licht und Schatten. Aber zumindest einen Indikator dafür, dass dieser Abend für sie einen enormen sozialen Aufstieg bedeuten könnte. Der aktuelle Vollmond hat die Konjunktion zwischen T-Jupiter und Radix-Jupiter (also Jupiter-Return) noch einmal aufleuchten lassen. Einen Tag später wird die Sonne ebenfalls über ihren Jupiter laufen, ein gesellschaftlicher Abstieg sieht meist anders aus. Doch auch hier bleiben noch Zweifel und Widersprüche.

Das Zünglein an der Waage muss deshalb aus einer anderen Richtung kommen. Denn es geht ja um Politik, um Zukunft, um die Gestaltung von Wirklichkeit. Und Frankreich ist nun mal eines der Schwergewichte in Europa. Zusammen mit Deutschland und Angela Merkel als der einen Hälfte des bisherigen, berüchtigten Duos Merkozy. 

Die Kanzlerin hat nun deutlich bekundet, wer ihr Favorit bei diesen Wahlen ist. Mit Sarkozy gab es zuletzt zwar auch ein paar kleinere Unstimmigkeiten, aber im Großen und Ganzen konnte Merkel dem Wassermann mit ihrer eigenen Sonne-Uranus Konjunktion und dem Wassermann-Mond doch einiges an liebevoller Zuwendung abgewinnen. Vielleicht besser als einer, der wie Holland mit ihr eine exakte Mars-Mars-Konkunktion hat. Das verleitet zwar zum gemeinsamen Pferdestehlen, kann aber auch ziemliche Machtkämpfe bedeuten.

 Am Wahlabend findet sich aber nun ein exaktes Quadrat des aktuellen Saturns zu Merkels Sonne (3 Bogenminuten), gleichzeitig steht T-Pluto kurz vor der Opposition zu ihrem Merkur (5 Bogenminuten). Aufs falsche Pferd gesetzt sozusagen. Und demnächst droht neuer Ärger, zusätzlich zu dem, den Angela Merkel sowieso schon hat. Trotz allem bleibt bei dieser Prognose ein Fragezeichen. Müsste man ein Fußballspiel mit ähnlichen Komponenten bewerten, käme ein Remis dem wohl am nächsten. Mit anschließender Verlängerung und Elfmeterschießen. Wäre sehr unterhaltsam, gibt es aber am Sonntag nicht, eine Entscheidung wird also fallen. Mit leiser Wehmut dann also doch: Adieu, Carla, adieu, Nicolas. Und bienvenu, Valerie, congratulations, Francois!

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Sonntag, 20. Oktober 2019

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