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Magic Moment - Sein im Jetzt

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Manchmal gehen die wirklich wichtigen Momente im großen Leben zwischen Mars und Neptun, Widder und Fische, einfach unter. Hoffentlich nicht heute, denn dies ist ein spezieller Tag. Im Durcheinander von Alltag, Beziehungen und nie endenden Sinneseindrücken verliert sich aber das Einzigartige oft in unbewussten Ritualen und Nebensächlichkeiten. Mensch-Sein bedeutet jedoch vor allem auch, bewusst zu sein, indem wir uns immer wieder kurz an das erinnern, was nicht eingeübt ist. Den Moment, der so viel bedeutet, weil er vielleicht der einzige ist, den wir haben. Nicht zu vergessen, dass wir im Fluss der großen und kleinen Ge-Zeiten schwimmen, um am Ende - wie alles - in und mit ihnen zu verschwinden. Dann, wenn die Phasen, Sequenzen und Buchstaben der jeweiligen Zeit sich wieder einmal müde gekämpft haben. Kommen, gehen, abgelaufen und gegangen sind. Wir bestehen nicht nur aus unserer Erinnerung. Heute möchten wir all unsere Freunde, Bekannte, Leser und deren Freunde und Bekannte auf das astrologische Neujahr hinweisen.

Es gibt diese Augenblicke, an die uns die speziellen Zeiten erinnern: Wir wachen auf. Leider oft genau die Sekunde zu spät, wenn Bewusstsein schon im Erlebnis hätte auftauchen können. Weil wir nicht darauf vorbereitet waren, entgeht uns, wie kostbar und einzigartig jeder der schnellen Momente ist, ob als großartiges, erfrischendes Gespräch oder unmerklich stiller Blick in den sternenklaren Nachthimmel. Jetzt kommt wieder so eine ZäsurUm 22:58 Uhr am späten Abend überquert die große Sonnenmutter den Frühlingspunkt. Sie wechselt vom letzten Abschnitt des Zodiak, dem Zeichen Fische, in die Alpha-Landschaften des Widders. Damit ändert sich auch die Grundausrichtung jeder Energie unwid(d)erruflich.

Sei es als Form, im Bereich der Atome und Quantenteilchen. Oder als purer, diffuser oder glasklarer Inhalt von Gedanken und Empfindungen. Bilder- und Vorstellungswelten werden sich ab jetzt wieder in einem neuen Zyklus wandeln und mit ihnen das Erleben der nur scheinbar veräußerten Phänomene. Sie begegnen uns täglich in unseren speziellen Mustern - die unser Radix zeigt. Wir beginnen nun von vorn, da, wo Widder jeweils in unserem Horoskop liegt. Genau dessen Inhalte macht das astrologische Neujahr wichtig. Oder anders: Aus neptunischer Auflösungs-Tendenz (dem Schließer unseres persönlichen Zyklus) wird heute endlich wieder ein marsischer, neu ausgerichteter Impuls nach vorn. Zurück in die unmittelbare Lebendigkeit, die wir als Kinder kannten. Kraftvoll und fordernd, das neue alte Spiel von Wollen und Verhinderung, Sieg und Niederlage, Liebe und Zorn, Freude und Leid. Eintauchen und sich fallen Lassen ist vorbei. Die Zeit, die war, spiegelt nur Reflektion. Nun kommt das Lösen von Erinnerungen oder vergangenen Einsichten. Ende dockt an Anfang an. Etwas stirbt, etwas anderes wird geboren. Fische wandeln sich zu Widder. Punkt Null. Kosmische Spalte. 

SonneWidder2019Ab heute begegnen uns die alten, karmischen Eindrücke wieder neu, in anderen Bildern und frischen Absichten in diesem Dasein. Getragen von dem, was war, aber oft völlig ohne Wissen darum. Das Bild des Widders entspricht dem hoch energetischen, geraden Kraftspektrum: Kurze, aufblitzende Impulse, die durchs Leben schießen, der Kopf gesenkt, die Stirn geboten - ausgestattet mit den Hörnern der Polarität zwischen Hinwendung und Ablehnung. Die Grundkraft, die erste Energie des Tierkreises, die unsere Richtung bestimmt, aber selbst noch keine klare Richtung hat, außer der einzigen, die Widder kennt: nach vorn. Keine Entscheidung, auf die wir wirklich Zugriff hätten. Nichts, das wir fassen könnten.

Hier ist alles noch ungeformt, materielos, schierer Reflex  der den Wid(d)erstand sucht, um sich daran zu begrenzen und begreifen. Was wir lieben, darauf stürmen wir zu, was wir hassen, bleibt hinter uns. So jedenfalls wünschen wir uns das im Anfangsstadium jeder Entwicklung. Aber das Leben ist nicht berechenbar, erst recht nicht im Elementenreich des Feuers. Jeder zurückgelassene Schatten holt einen irgendwann, unterwegs auf dem Rad der Existenz, ein. Dann, wenn Widerstand entsteht, wenn das Leben selbst ausgleicht, was der Sturm- und Drang-Impuls aus der Balance reißt.

In solchen Momenten entsteht auch der kurze, heiße Zorn der Widder-Phase, den wir lieben und fürchten: Wut, nicht Hass. Genauso schnell gekommen, wie sie vergeht, will sie jede Gegenwehr auf die Hörner nehmen. Überwinden, sich nicht einengen lassen. JETZT ist eine gute Zeit, um Neues zu beginnen, aktiv ins Leben zu gehen, mutig und unerschrocken, sich vom winterlichen Zaudern zu befreien. Die Samen, die wir heute und in den nächsten vier Wochen setzen, werden genau die Früchte tragen. Schmackhaft oder giftig, je nachdem, welchen Impuls man setzt oder folgt. Der erste Impuls, getragen von Absicht, Willen, Motivation, die das Ergebnis nachformt. Ausgelöst werden diese Feuer-Reflexe aber häufig in geistiger Lichtgeschwindigkeit, so schnell, dass wir kaum in der Lage sind, die zugrunde liegende Motivation klar zu erkennen. 

Dieser spezielle Knotenpunkt im Raum-Zeit-Gefüge darf bewusst erlebt und gefeiert werden. Dazu muss man keine langwierigen Vorbereitungen treffen (wir sind nicht umsonst im Widder), auch keine spirituellen Voraussetzungen oder philosophische Einblicke mitbringen. Wer jetzt für sich ein Zeichen setzen will, tut das am besten in drei Phasen.

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Phase1

Alles was jetzt zählt ist der unmittelbare Moment des Seins. Wenn die Sonne symbolisch den Widder-Punkt überschreitet, reicht es völlig, in diesen Minuten bewusst das zu erleben, was geschieht. Wer kann und das möchte, darf sich gern eine halbe Stunde (oder länger) Zeit nehmen, um entspannt zu beobachten, was sich im eigenen Geist alles bewegt. Welche Gedanken sich zu Geschichten verbinden, welche Gefühle entstehen und wie sie sich in Verbindung mit unserem Leben bringen lassen. Dabei geht es nie um Beurteilung oder Schuldgefühle, sondern nur um reine Wahrnehmung, was sich da innerlich zeigt. Hin und wieder werden wir uns dabei in Geschichten und Empfindungen verlieren, und womöglich völlig vergessen, das wir doch alles nur beobachten wollten. Aber sobald uns das wieder bewusst wird, blicken wir entspannt und wach weiter auf das, was ist. Genau dasselbe können wir auch tun, wenn wir unterwegs sind, sogar eingebunden in Arbeit und Verantwortung. Dann beobachten wir ebenfalls einfach, was gerade geschieht. Um uns herum, aber gleichzeitig auch wieder unsere Gedanken und Empfindungen, die damit korrespondieren und ihre eigenen Geschichten und Interpretationen kreieren. 

Phase 2

Wenn wir uns an diese Bewusstheit ein wenig gewöhnt haben, werden wir bemerken, dass sich die meisten der Gedanken, Empfindungen und Filme hauptsächlich um uns drehen. Um ein scheinbar existierendes Zentrum irgendwo "in uns", dass zwar nie wirklich greifbar ist, aber omnipräsent. Im zweiten Schritt verlagern wir das Zentrum jetzt in die Welt. Wir denken an unsere Liebsten und wünschen ihnen in diesem besonderen Augenblick das Allerbeste. Glück, Gesundheit, Wohlstand, Erfolg - alles was ihnen hilft, ein gutes und sinnvolles Leben zu führen. Dann denken wir an unsere Nachbarn, unsere Arbeitskollegen, unsere entfernten Bekannten und wünschen ihnen das selbe. Und schliesslich übertragen wir diese guten Wünsche auf jene, mit denen wir Schwierigkeiten haben. Auf diejenigen, die uns Probleme bereiten, mit denen wir womöglich im Streit liegen, die wir sogar als Feinde empfinden. Auch für sie wünschen wir im kommenden, kosmischen Jahr nur das Beste. Gelingt uns das ebenfalls, dann lassen wir unseren inneren Blick über die gesamte Welt schweifen, stellen uns alle Menschen vor, mit denen wir diese Zeit und diesen Ort im Raum teilen und wünschen ihnen nur das Allerbeste. Wir können das weiter ausdehnen auf alle Lebewesen, im gesamten Universum

Phase 3

Jetzt stellen wir uns für einen Moment vor, dass wir durch unsere Bewusstheit und unsere freundlichen Wünsche für alle anderen unmittelbar eingebunden sind in die Kraft und Energie dieses besonderen Augenblicks. Dieses Strahlen und Leuchten schicken wir jetzt all denen, an die wir eben gedacht haben, und stellen uns dabei vor, dass all ihre Probleme und Hindernisse, all ihre dunklen Gedanken und Empfindungen dadurch völlig aufgelöst sind. Gleichzeitig wünschen wir uns, dass wir in den kommenden 12 Monaten diese Kraft und Energie als liebevolle Freundlichkeit jeden Tag einsetzen werden, um all denen zu helfen, die unsere Hilfe brauchen. Was immer wir tun, soll vor allem dem Wohl aller anderen dienen. Und wenn in unserem Leben Probleme und Schwierigkeiten auftauchen sollten, dann werden wir dies als Möglichkeit sehen, dadurch das Leiden und die Hindernisse aller anderen aufzulösen. Wir nehmen uns vor in solchen Momenten daran zu denken, dass unsere guten Wünsche in Erfüllung gehen und wir jetzt in der Lage sind, das Leiden und den Schmerz auf uns zu nehmen, von dem wir alle anderen Wesen befreien wollen. Das ist die Absicht, der Wunsch und die Motivation mit der wir diesen neuen Zyklus beginnen wollen.

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Dies wäre der Vorschlag für einen guten und bewussten Einstieg in dieses neue, kosmische Jahr. Natürlich kann man diese Übung auch jeden Tag aufs Neue machen. Am Ende dieser Runde werden wir 2020 alle wieder an völlig anderen inneren Orten sein, mit neuen Erfahrungen, neuer Liebe, neuen Wunden. Wir dürfen dabei nie vergessen, dass Verletzungen auf unserem Weg nicht vermeidbar und manchmal sogar das Wertvollste sind, was wir haben. Vor allem dort, wo wir anders nicht zu bremsen sind darin, uns dem hinzugeben, was uns und anderen schadet. 

Aber was dieser Augenblick, dieser Einstieg in die Widder-Phase des inneren Zodiak auch zeigt, ist dass jeder Anfang frisch und jung ist. Kraftvoll - nie hoffnungslos. Auch diese Runde können Menschen mit dem Gefühl beginnen, dass es sich wieder lohnt, das Leben mit all seinen kostbaren Momenten leben. Das Süße, das Bittere, die Augenblicke voller Liebe, Enttäuschung, Freude, Ärger, Gedanken, Stille, Hoffen, Mitgefühl, Unvernunft und Weisheit. In diesem Sinne allen jetzigen und zukünftigen Lesern genau jetzt ein gutes, wahres, wunderbares, gesundes, glückliches, engagiertes, funkelndes, erkenntnisreiches, geliebtes Neues Zodiak-Jahr.

Titelbild (bearbeitet): sri - NASA/Hubble (Carina Nebula) + Pixabay

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