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Euro-Pa: Krise sucht Gläubige(r)

Dass sich das Wort Krise ausgerechnet aus dem Altgriechischen ableitet, mag in diesen Tagen niemand mehr verwundern. Warum aber seine ursprüngliche Bedeutung mittlerweile völlig verlorengegangen ist und nur noch als Negativum wahrgenommen wird, bleibt doch ein gewisses Rätsel.

„Krisis“ bedeutet wörtlich Meinung, Beurteilung und Entscheidung. Das chinesische Zeichen für Krise wiederum spricht von Gefahr und Chance. Also alles gar nicht so schlimm, wie es aussieht?

Wenn man ein wenig astrologische Ursachenforschung betreibt – eigentlich nicht. Zumindest weiß man dann, dass diese Krise nicht vom Himmel gefallen ist. Betrachten wir das ganze doch mal als eine Art universeller Mythologie. Da haben sich also am 7. Februar 1992 einige Stammesführer zusammen getan und um 17:30 in einem kleinen belgischen Dorf beschlossen, dass man gemeinsam viel mehr erreichen kann. Eine gute Idee, vor allem weil anscheinend der Oberdruide den Zeitpunkt des Paktes sehr gut ausgewählt hat:

Ein Blick auf die Geburt der Europäischen Union bzw. den Maastrichter Vertrag zeigt eine Wassermann-Sonne in Haus 6. Dezentrales wird durch Routinen und Funktionen zusammengefügt, die Gemeinschaft als Sinnbild des Dienens und der Lebenssicherung auf ethischer und wirtschaftlicher Basis.

Merkur und Saturn unterstützen dieses Thema, ebenso wie Jupiter in der Jungfrau in Haus 1. Der Stier-MC macht klar, worum es letztendlich geht: Alle sollen profitieren, sichere Lebensgrundlagen bekommen und Friede und Wohlstand allerorten genießen

Dass es sich hierbei nicht um eine sinnliche Liebesbeziehung handelt, sondern um ein Zweckbündnis, zeigt sich über die MC-Herrscherin Venus im Steinbock. Und, wenn möglich, sollte diese große Freundschaft der Staaten auf Augenhöhe stattfinden - Vereinbarungen und Absprachen unter Gleichen (Haus 5).

Allerdings gerät an hier bereits das Konstrukt etwas aus dem Gleichgewicht, sprich - es finden sich Einflüsse, die sich normalen Kontrollmechanismen weitestgehend entziehen.


Uranus und Neptun stehen in Konjunktion mit Venus und Mars, aus den klaren Abmachungen und Regeln kann also schnell ein unüberschaubares Dickicht an Verregelungen werden. Heute machen wir ein Gesetz (weil es gerade not tut), morgen machen wir dann noch eins dazu, falls wir feststellen sollten, dass Gesetz A irgendwie Nebenwirkungen hat, die niemand wollte. Mit dem Gesetz A1 passiert dann aber erstaunlicherweise wieder Ähnliches. Also am besten noch eine Regelung, die auch diese Nebenwirkungen wieder abmildert.

Darüber freut sich der Widder-Mond in Haus 8, es herrscht irgendwie immer Betrieb, immer ein bisschen Kindergeburtstag, wo alle durcheinander reden und auch rumkämpfen wollen. Nicht wirklich, weil es groß was zum Kämpfen gäbe, sondern einfach aus Prinzip. Jupiter in Haus 1 will dazu auch etwas beitragen, deswegen darf die Gemeinschaft auch nicht in Ruhe erst mal zu sich selber finden, sondern laufend werden neue Freunde eingeladen. „The party must go on“.

Und das Erstaunlichste ist – lange Zeit geht das Ganze gut. Anfangs wird auch noch darauf geachtet, dass die Ressourcen der einzelnen Stämme nicht verpulvert werden, aber im Zuge der Eigendynamik von Venus-Uranus-Neptun-Mars und den vielen neuen Freunden, verliert sich das im Laufe der Zeit mehr und mehr.

Im Klartext: Die Partys finden nur noch auf Pump statt, jeder leiht sich von jedem etwas, damit die heitere Stimmung nicht absinkt und vor allem keine kleinlichen Ängste aufkommen.
Aber eines schönen Tages im Jahre 2008 platzt die Blase und die großzügigen Geldverleiher stehen plötzlich selbst im Regen, die Party ist irgendwie aus und vorbei und alle schlafen schlecht und fürchten sich vor der Zukunft.

Da erinnern sich einige der Stammesführer, dass sie ja eigentlich die Chefs sind, alles machen können und kommen auf die charmante Idee, den ehemaligen Gönnern jetzt selbst was zu gönnen. Damit man sich später wieder Geld von ihnen leihen kann. Naja und das kleine Problem, dass man ja selbst eigentlich kein Geld hat, umgeht man, in dem man einfach neues druckt. Und siehe da – geht doch.

Jetzt hat dann auch wirklich jeder bei  jedem Schulden, aber erst mal geht die Party weiter.
So erzählt, klingt das vielleicht noch irgendwie charmant und übertrieben, ist aber ziemlich nah an der Wirklichkeit. Denn von welcher Krise reden wir heute eigentlich? Bedeutet Krise, dass, wenn man nach einiger Zeit mit den Wirkungen selbst erschaffener Ursachen konfrontiert wird und keine schnelle Lösung mehr hat, etwas schlechter ist als vorher? Oder nur einfach sichtbar geworden?

Im zweiten Fall könnte man ja aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Was hier nur leider nicht passiert. Oh ja, es gibt jetzt ein Spargesetz für alle EU-Mitglieder, aber erst nachdem man wieder einen virtuellen Rettungsschirm aus dem virtuellen Hut gezaubert hat. Die Party also weiter finanziert mit Ressourcen, die es praktisch gar nicht gibt. Oder besser – nicht geben sollte.

Dass die Europäische Zentralbank jetzt eine Bilanzsumme von über 3 Billionen Euro vorweist, bedeutet nur, dass sich seit der Finanzkrise die Summe des Geldumlaufs um das Zweieinhalbfache erhöht hat. Und wer hat´s erfunden? Nein, diesmal nicht die Schweizer…

Aber keine Angst, die Sterne stehen unerklärlicher Weise günstiger, als man´s richtig finden könnte. Zumindest morgen kommt das Ende also noch nicht, die Rente ist sicher. Bis ungefähr Ende 2013, dann dürfte zum ersten Mal wirklich absehbar werden, dass Dauerwachstum auf Pump kein ökonomisches Konzept ist. Und ein Jahr später kommt dann die wirklich richtige Krise, mit realem Schuldenschnitt, non-virtuell und wirklichen Veränderungen. Dann nämlich wenn T-Pluto über diese hübsche Venus-Neptun-Uranus-Mars Konjunktion läuft und gleichzeitig T-Uranus ins Quadrat dazu.

Nennen wir´s mal den Wulff-Effekt. Auch beim Ex-Präsidenten lief ja vieles im Leben reibungslos, es gab zwar Lücken und Schwierigkeiten wie in jedem Leben, aber als Ausgleich eben auch gute Freunde mit günstigen Krediten. An irgendeiner Stelle (als T-Pluto über Radix-Saturn läuft) stellt jemand die falschen Fragen und plötzlich steht die ganze Welt auf dem Kopf. Und wird deswegen von einem selbst auch nicht mehr verstanden.
Christian Wulff ist sozusagen das erste Opfer dieser Pluto-Uranus Bugwelle, was gestern noch rechtens war, weil eigentlich rechtmäßig, wird im Sog dieser Transformation zu einer Wirklichkeit, derer man sich vorher nicht mal bewusst war. Natürlich – wie auch in seinem Falle, gäbe es bis dahin jede Menge Handlungs - Alternativen. Aber solange Wahlperioden immer nur vier Jahre dauern und danach niemand mehr für das, was er der Gemeinschaft eingebrockt hat, haftbar gemacht wird, gibt’s wenig Grund für die Verantwortlichen die eigenen Spielregeln und Visionen zu überarbeiten.

Es sei denn, die ansonsten meist schweigende Mehrheit, die berühmten 99%, wachen diesmal früher auf und lassen sich nicht mehr durch Casting- , Kochshows und Null Prozent Kredite einlullen, Sondern legen ein entschiedenes Veto ein. Am besten in Form eines Kreuzchens bei den nächsten Wahlen. Alles andere könnte dazu führen, dass ein Laib Brot 2015 so viel kostet wie ein Eigenheim heute und statt dem Bundesadler das Logo von General Electrics auf der Landesfahne prangt.


Und was hat das Ganze jetzt mit Griechenland zu tun? Eigentlich nichts, außer dass das Gründungschart Griechenlands (nimmt man das Londoner Protokoll von 1830) ein paar erstaunliche Ähnlichkeiten mit dem EU-Radix aufweist. Und durch das Jupiter-Pluto Quadrat im Steinbock bzw. Widder den künftigen Zeitgeist schon jetzt erleben durfte.

Das Wort Schuldenschnitt kommt also nicht von ungefähr, nur bei näherer Betrachtung stellt man fest, dass dabei auch die Reichtumsressourcen in Form von Jupiter mit beschnitten werden. Woraus also soll künftiges Wachstum entstehen?

Im April werden wir’s erfahren, dann, wenn Jupiter im Quadrat zur Gründungs-Sonne steht. Und spätestens im Mai, wenn Uranus zum ersten Mal ins exakte Quadrat zu Griechenlands Jupiter tritt, gibt’s wohl wieder eine große Überraschung.

Wie sich das gehört, für einen aufregenden Kindergeburtstag.

(meta - 09.03.2012 - 18:24 h)

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