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Lieber Mönch als noch ein neues Leben

Ein ganz besonderer Fall von vermuteter Reinkarnation ist Warnasiri aus Ceylon. Er konnte sich früh gleich an drei Leben erinnern. Aber als der kleine Junge genug davon hat, hat er genug. Rigide, wie Skorpion-Betonte oft sind. Irgendwann zeigt er regelrechte Abscheu davor, wieder und wieder geboren zu werden. Er beginnt, Abfall ins Treppenhaus zu werfen. Als sein Vater ihn fragt, wieso, meint das Kind, es würde jetzt den Schacht auffüllen und dann darauf ein neues Haus für die Eltern bauen - danach wollte er sie verlassen, um Mönch zu werden. Damit diese Sache mit der Wiedergeburt endlich ein Ende nimmt.

Warnasiri, der mit dem Zwillinge-Mond ein Denk-Fühler ist, hat keine Lust mehr.

Merkurische Monde - oder zumindest eine dominante Denkfunktion, die sich mit Emotionen verbindet - kommen, wie schon häufiger angemerkt, öfter vor bei Kindern, die darauf beharren, ein Dasein über die üblichen Zeiten hinweg zu haben. Warnasiri Adikaris Familie ist völlig hilflos, seit der Junge mit vier Jahren (bei Neptun auf dem Drachenkopf und dem ersten Quadrat der Mondknoten-Achse zum Merkur) zu erzählen beginnt, dass er jemand anderer ist als der, für den sie ihn in der Gegenwart halten. Eine Weile wird er weggeschickt, weil sein Verhalten allen unheimlich ist - trotz des Glaubens an Reinkarnation in vielen Ecken Asiens. Aber dieses Kind erinnert sich zuviel. Einmal starb es bei einem Boots-Unfall, ein anderes Mal war es sein früh gestorbenes Geschwister-Kind. Aber vor allem weiß es genau, dass es einst als Mann namens Ananda durch die Welt ging, der an seinem 30. Geburtstag bei einem Herzanfall plötzlich um's Leben kam. Auch Ananda war Skorpion und beide haben sie synastrisch noch dazu eine genaue Sonne-Neptun-Konjunktion. Wieder einmal ein Symbol der Durchdringung, von der diese Kinder so oft regelrecht beseelt scheinen.

Warnasiri (Radix innen links, außen das Horoskop seiner vermuteten Präinkarnation Ananda - beides Mittags-Stände) ist an sich mit Sonne, Merkur und Neptun im selben, plutonischen Wasserzeichen ein fantasie-begabter und manchmal verschlossener Junge. Aber seine Erinnerungen reichen weiter als jede übliche Vorstellung. Er redet von seiner "guten Mutter", die ihn mehr lieb gehabt hätte als die jetzige, und er kennt das Dorf, wo er damals gelebt hat, obwohl er nie dort war und niemand aus seiner Familie jemanden im Ort kennt. Alle versuchen eher, das Kind von den Gedanken über ein anderes Dasein abzulenken.

Bis ihm  jemand glaubt, wird Warnasiri als extrem ernsthaft und sehr schüchtern beschrieben. Stundenlang starrt er in den Himmel und scheint wie abgetrennt von seinem richtigen Leben. Dann spricht sich herum, was er behauptet, und die Mutter des Ananda, der er gewesen sein will, besucht die Familie. Der Junge hat nun Saturn Quadrat Knoten-Achse und Uranus im engen Quadrat zu Merkur. alles verändert sich plötzlich. Beide erkennen sich sofort. Ab diesem Moment ist Warnasiri wie umgewandelt. Er fordert, er will, er lebt auf. Als sein Vater ihm verbieten will, diese Frau wiederzusehen, weigert sich das Kind so lange, etwas zu essen, bis man umschwenkt und er "seine Mutter" treffen darf. Sie liebt ihn chon beim ersten Blick und berichtet immer wieder, dass er "genauso" sei, wie Ananda in diesem Alter.

Kein Wunder, denn zumindest astrologisch haben die Jungs einiges gemeinsam. Beide Skorpion-Sonnen, Merkur-Gleichstand, beide dazu in (unterschiedlichen) Verbindungen zu einem sehr offenen Úranus. Ananda war Mechaniker - und Warnasiri weiß mehr über's Autofahren, schon als Schulkind, als seine Familie zusammen. Obwohl man dort weder ein Auto hat, noch sich je dafür interessierte. Synastrisch fällt neben dem engen Sonne-Neptun ein Jupiter-Jupiter-Trigon auf. Offensichtlich beruhigen sich Warnasiris Erinnerungen ab dem Augenblick, als er Kontakt zu seiner "richtigen" Mutter haben darf. Ein Phänomen, das Reinkarnations-Forscher Dr. Ian Stevenson ähnlich immer wieder begegnete, während er Fall um Fall bis ins Kleinste untersuchte.

Gnanatilleka, die ein Junge war

Wie auch eine weitere Geschichte aus Sri Lanka, ebenfalls mit erstaunlichen astrologischen Parallelen: Das kleine Mädchen, von dem sie handelt, ist erst zwei Jahre alt, als es zu erzählen beginnt, dass es noch eine Mutter, einen Vater und viele Geschwister an einem anderen Ort hat. Gnanatilleka wurde mit raumgreifendem Schütze-Mars geboren - die ohnehin nervöse Wassermann-Sonne in stark angespannten Aspekten zu Jupiter, Saturn und Pluto. Früh entwickelt sie große Angst vor Höhen. Zufällig fällt irgendwann in einem Gespräch der Name eines Nachbar-Dorfes und das Kind berichtet aufgeregt, dass es einmal da gelebt hätte. 

Anderthalb Jahre, bevor es zur Welt kommt, stirbt 1954 in dem Ort, an den sich Gnanatilleka später erinnern wird, ein Teenager durch einen Sturz. Der Junge heißt Tillekeratne. Schon als Kind unruhig, vielleicht wegen des raumgreifenden Schütze-Mars' und der Sonne in stark angespannten Aspekten zu Jupiter, Saturn und Pluto. Eine frappant ähnliche Konstellation wie die in Gnanatillekas Horoskop, die nach seinem Tod geboren wird. 

Etwas unterscheidet den Jungen damals schon von den anderen: Er ist viel femininer, lackiert sich gern die Nägel, ist lieber mit Mädchen zusammen und liebt besonders Seidenhemden. Sehr ungewöhnlich in der damaligen Zeit. Als Reinkarnations-Forscher Dr. Ian Stevenson den Fall der beiden Kinder mit der so ähnlichen, sehr speziellen astrologischen Konstellation untersucht, wird schnell klar, dass Gnanatilleka (rechts ihr Radix außen, innen das des Jungen Tillekeratne, bitte für Details größer klicken)  nicht nur fantasiert. Entweder weiß sie über irgendwelche Kanäle, die bislang niemand kennt, von diesem Jungen - oder es ist wahr, dass sie sein Leben gelebt hat. 

Einiges deutet nach gründlichen Recherchen des Wiedergeburts-Experten darauf hin, dass sie tatsächlich Tillekeratne "war". Ein sogenannter "Sex-Change Case", also ein eher seltener Geschlechts-Wechsel von einem Leben zum nächsten. Noch bevor Gnanatilleka zur Schule gehen darf, lernt sie die Familie des toten Jungen kennen - ohne dass ihr gesagt wird, um wen es sich handelt. Ihr Umfeld will beweisen, dass all das Unsinn ist. Aber das Kind erkennt sofort Eltern und Brüder, sowie die Lehrer, die sie im vergangenen Leben sehr gemocht hat. Spontan findet sie auch den Abrissortes des Hauses, wo sie einst mit "ihrer Familie" lebte und zeigt in der Zeit danach Vater und Mutter immer wieder völlig Fremde, die Tillekeratne damals kannte. Mit einer erstaunlichen Treffsicherheit.

Die astrologischen Konstellationen der beiden Kinder sind in ihrer Ähnlichkeit zumindest sehr verwunderlich. Beide haben das große Quadrat zwischen Sonne-Jupiter-Saturn und Pluto. Das ist für sich nicht an der Tagesordnung. Beide haben sie außerdem einen Schütze-Mars. Dazu befinden sich beide Monde synastrisch in herausfordernden Aspekten zum jeweils anderen Neptun - selbst bei unbekannter Geburtszeit der Kinder bleiben sie im Orbis. Wie schon in den ersten Folgen der Serie angemerkt, vielfach ein Anzeiger solcher unüblicher Verbindungen über die menschliche Zeit hinaus. Auch beide Sonnen haben gegenseitige Spannungs-Aspekte zum Uranus und es liegt eine deutliche, doppelte Merkur-Chiron-Wechselwirkung vor. Dazu kommt einmal eine Venus- und zum anderen eine Mars-Konjunktion zur Drachen-Achse des anderen. 

Im Gegensatz zu vielen anderen Kindern, deren Fälle der Reinkarnations-Forscher gründlich untersuchte, wollte Gnanatilleka allerdings nicht in ihre "alte" Familie zurück. Sie zeigte eher Abwehr, wenn sie in Kontakt mit den potenziellen Verwandten kam. Wieso? Tillekeratne, der Junge, war dort nicht sehr glücklich gewesen. Besonders ein Bruder war ihm absolut zuwider. Als der als Erwachsener später bei Gnanatilleka auftauchte, schrie sie immer wieder: "Nein, nein, nein!" und versteckte sich vor ihm.  

In seiner akribischen Analyse vieler hundert Fälle vermuteter Wiedergeburt hat Wissenschaftler Ian Stevenson, der Skorpion (Mittags-Radix rechts), auch festgestellt, dass Kinder, die ein vorheriges Leben erinnern, sehr häufig zum einen von gewaltsamem Tod und zum anderen von einem Dasein im selben Geschlecht berichten. Wechsel kommen nach seiner Recherche nur in besonderen Situationen vor - wie bei dieser vermuteten "Prä-Inkarnation" Tillekeratne, der sich zu Lebzeiten schon stark mit dem anderen Geschlecht identifizierte. Auch findet die neue Geburt überzufällig häufig in der Nähe des "alten" Todes-Orts statt.

Dr. Stevenson hatte selbst ein Sonne-Neptun-Quadrat, was seine Durchlässigkeit und Anbindung an außergewöhnliche Phänomene belegt - wobei ein Pluto-Trigon zum Zentralgestirn im Skorpion für den bohrenden Drang spricht, direkt in den Kern des Geheimnisses der "Wiedergeburt" vorzubringen - und wenn schon nicht zu entkräften, dann doch wenigstens protokollieren zu können. Dabei blieb er aber mit Merkur-Jupiter-Trigon vor allem eins: Ein sehr genauer Wissenschaftler. Was seinen Zugang von anderen esologischen Ansätzen des Prinzips "Lieber Wunsch als Wirklichkeit" unterscheidet, ist die absolute Distanz zu jeder Oberflächlichkeit in der Analyse.

Stevenson reiste regelmäßig vor Ort, zu den Kindern und ihren Familien, und scheute sich mitnichten, auch immer wieder Verdachts-Fälle, die ihm weder einleuchteten, noch seinem wissenschaftlichen Ansatz entsprachen, als illusorisch zu bezeichnen. Es mussten für ihn statistisch bedeutsame Kenntnisse des alten Lebensumfeldes vorliegen, ausgeschlossen sein, dass die Kids gebrieft worden waren und sichergestellt werden, dass niemals rhetorische Fragen gestellt oder gar vereinzelte, zufällige "Treffer" beim Erkennen von Angehörigen überbewertet wurden. Seine detaillierten Protokolle sind deshalb auch besonders beeindruckend und eine wunderbare Grundlage für astrologische Studien.

In Horoskopen eng verbundener Menschen kommen Überschneidungen wie die genannten natürlich immer wieder vor. Befremdend wäre es, wenn sie ausgerechnet da ausblieben, wo sich einer oder eine als direkte Wiedergeburt eines anderen empfindet. Dass es eine Art von Kontinuität zwischen Wahrnehmungs-Kontinua oder zweier Ich-Identifikationen namens Mensch über Zeit und Raum hinweg gibt, mag man als Beobachter trotzdem bezweifeln. Das ist eine SAche des gesunden Menschenverstandes. Sicher scheint aber angesichts von Geschichten wie der von Warnasiri und Gnanatilleka, dass es offenbar doch mehr Erscheinungen zwischen Himmel und Erde zu geben scheint, als sich die herkömmliche Wissenschaft bis jetzt erklären kann. Auch wenn bereits ganz offiziell anderswo Teilchen entdeckt werden, die keine sterbliche Seele je gesehen hat.

Wieso die Idee der Reinkarnation dann in Bausch und Bogen ablehnen?

Bild (bearbeitet): Jeroen Kransen (originally posted to Flickr as Fairy tale ghost) [CC-BY-SA-2.0] via Wikimedia Commons

Weitere Folgen der Loop! Serie "Astrologie & Reinkarnation":

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Montag, 27. September 2021

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