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Ein Kaninchen fliegt zum Mond

Es hat geklappt: Mit kaum 44jähriger Verspätung hat China heute in tiefster Nacht das Rennen gegen USA und Russland aufgenommen. Endlich wurde auch sein goldener Jadehase zum Mond geschickt. Das Jahrhundert-Werk (Rakete plus Sonde plus kleinem Auto) ging um 1.30 h Ortszeit glück-verheißend vonstatten und zwar vom Weltraum-Bahnhof Xichang aus - bei Jungfrau-AC und ambitioniertem Schütze-IC. Möge es nützen, wozu und wem auch immer.

Aber um am Anfang anzufangen: Da im Reich der Mitte nicht nur das Leben hart und organisiert, sondern auch die Namen poetisch sind, lässt sich die Großmacht nicht lumpen und macht beim Start schon astrologisch der berüchtigten, wichtigsten Mondlandung der Amerikaner Konkurrenz. Wenn auch noch unbemannt. Die schwere Stunde von Armstrong und Konsorten hatte damals, 1969, auch ein fallendes Achs-Kreuz, allerdings bei erfolgs-freundlicherem Schütze-AC, mit Mars eng im Boot (Chinas Start-Mars jetzt ebenfalls in 1). 

Beide Jupiter (Herrscher der unendlichen Weiten) finden sich außerdem in Vollform, erhöht im Krebs. Was die emotionale Bedeutung der Projekte gefällig unterstreicht. "Langer Marsch 3B" heißt übrigens diesmal die tragende Rakete, "Chang'e" (wie die örtliche Mondgöttin) ruft man die Sonde und "Yutu" (wie deren Jadehasen) den goldenen Rover darin. Der soll ab dem 14. Dezember - wenn alles gut geht - ein paar Monate über den Erd-Trabanten rollen und der Wissenschaft dienen. Und natürlich dem Volke. Wie alle Projekte dieser Art. 

Man will, so heißt es aus gut informierten Kosmodrom-Kreisen, überhaupt so allerlei mit der Mission bewirken. Einerseits natürlich den Ruhm der Nation mehren, der sich - bei einem National-Jupiter in Steinbock in 12 - gern mal dem Understatement ergibt. Aus eigener Sicht, weniger aus der einer staunenden Welt. Vor allem hat man auch vor - Skorpion-Mond am Merkur und Saturn - lunare Rohstoffe zwecks Stabilisierung der Ressourcen auszuforschen. Und Technologien anzuwenden und auszuweiten, die dem bevölkerungsreichsten Land des kleinen Planeten bald ja eventuell nützlich sein könnten.

Zu wenig Platz auf der Erde. Was liegt da näher, als bei Schütze-Sonne frische und ausbeutbare Kolonialisierungs-Gebiete auszuspähen. Kleine Fische für gewiefte Horizont-Surfer wie die neuerdings kosmologisch so ungewohnt progressiven Chinesen. Beispielsweise wendet man nun eine sehr erfinderische, eigentümlich schwebende Lande-Technik an, bei der die Fähre Hindernissen geschickt ausweicht. Staats-Präsident Xi Jinping, Zwillinge-Sonne mit technologie-hungriger Merkur-Uranus-Konjunktion im Krebs, hat die Raumfahrt seit einer Weile vor den Karren des sogenannten "chinesischen Traums" gespannt. Seit letztem Jahr gibt es ein hoch modernes, eigenes Satelliten-Navigations-System namens "Beidou" (heimatsprachliche Bezeichnung für das Sternbild Großer Bär), das Europas Galileo schwere Konkurrenz macht.

Die Mondfee 1 brachte 2007 sogar die erste Micro Wave Karte des gesamten Trabanten mit nach Hause - und die halbe Welt wundert sich jetzt, was mit Asien in Sachen Universum denn eigentlich plötzlich los ist. Man frage lieber gleich die Astrologie: Die Volksrepublik China wurde am 1.10.1949 von Mao ausgerufen und hat (Angabe Astrology Weekly) eine Geburts-Uhrzeit von 15.01.36 Uhr. Das beschert ihr einen unruhigen Wassermann-AC mit Mond-Anhang, dem eine starke, kontrollierende 8. Haus-Betonung mit Sonne unübersehbar als Kompensation beigefügt ist.

Dazu kommt der Löwe-Pluto mit Mars (beide Herrscher 10 in 7), die gemeinsam ihre geballte Manipulations-Power über das Volk segnen lassen und auch vor den bekannten Druckmitteln nicht zurückschrecken. Überleben muss eben immer die Grundlage bleiben (Stier am IC darf als Dogma der Herde nicht in Frage gestellt werden), die wiederum im Skorpion nah der Himmelsmitte zum Prinzip wird. Macht, wohin man sieht also - als sozialen Notwendigkeit getarnt. Denn Neptun an der Sonne wittert überall Konkurrenz (und damit Auflösung der schein-sicheren Standorte). So logisch baut sich ein Horoskop in sich selbst auf und balanciert sich in Wohl und Wehe.

Wenn nun aber Uranus als AC-Herr irgendwann mit seiner Erneuerungs-Sucht radikal in die Opposition zum chinesischen Standort läuft und aus dem 2. Haus der Substanz, also der wirklichen Dinge heraus, empfiehlt: Organisiere dich endlich neu!, dann müssen auch seine Belange eine viel größere Rolle spielen als zuvor. Dazu gehören nun mal: Technische Entwicklungen, virtuelle Räume (bis hin zu den stellaren), Progress, der einer scheinbaren Objektivität zugeschrieben wird und sämtliche Fortschritte dessen, was man so für revolutionär hält. China goes Weltraum. Auch, um endlich Indien, dem schlimmen Rivalen in der Nachbarschaft, die Stirn zu bieten. Da Pluto gerade das Radix-Haus gewechselt hat und nach 12 abtaucht, will man womöglich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Auf vielversprechenden Pferden reiten und das Macht-Image loswerden, was einst so nützte und zur Abschreckung diente und nun zunehmend auf Kritik stößt.

Was jedoch wirklich dahinter steckt, verhüllt Neptun über den vertricksten Sonnen-Motiven. Yutu jedenfalls, der Jadehase, operiert, falls er heil zu Boden kommt, erstmal pazifistisch in der Regenbogen-Bucht, dem Sinus Iridium. Einer der schönsten Gegenden des Mondes - wenn man den Raumfahrt-Technikern glaubt, die allerdings nicht unbedingt viel Romantik gewöhnt sind. Und dann wäre da als nächstes noch Mars als zukünftiges Betätigungs-Feld. Indien hat ihn schon angesteuert. Für China ging, im Rucksack einer russischen Sonde, genau das 2011 bereits schief. Mit "Phobos-Grunt" blieb man müde im Parkorbit der Erde kleben und verglühte, zumindest, was das Projekt anging. Man sollte eben nicht bei Mars-Neptun starten.

Ob nun das Jade-Kaninchen mit seinen kleinen Brötchen gesund und munter in den Armen der Mondfee landet, wird sich Mitte des Monats zeigen. Mars steht dann trigonal zum Mond am AC der Volksrepublik und Saturn fast auf der Venus und im Quadrat zu Mars-Pluto. Zwiespältige Sache. Jupiter-Venus macht zwar schicke Oberflächen. Aber dass sich bei den saturnischen Mauern jetzt, während des Anflugs, später alle Hoffnungen zum Ruhme des Volks in Glanz und Gloria erfüllen, lässt sich selbst bei mehr Glück als Verstand einer sauberen Landung nicht erwarten. Später ist immer weniger glänzend als jetzt.

Bild: LucaGiulivi (Own work) [CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

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