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Saturn - Neptun: Die nächste Runde

Nur noch wenige Stunden, dann wird das aktuelle Quadrat zwischen Saturn und Neptun exakt sein. Bei uns ziemlich genau zum Sonnenaufgang am Samstagmorgen,  während sie in San Francisco dann gerade untergeht. Ein guter Zeitpunkt auf jeden Fall, egal wo auf dieser Welt man lebt, sich über die Bedeutung dieser Zeitströmung ein paar Gedanken zu machen. Oder zumindest ein kurzes Fazit zu ziehen, was uns das bisher gebracht hat.

Dachte ich bis heute Abend. Als  dann die Nachricht kam, dass Russland von den Olympischen Spielen ausgeschlossen werden soll, wegen vorgesetztem Doping, war das schon wieder fast so unglaublich treffend, dass sich eigentlich jedes Fazit erübrigt. Schliesslich bekommt man es ja live serviert, worum es gerade wieder geht. Aber auch wie vielschichtig und facettenreich ein einziger, solcher Aspekt sein kann.

Saturn Quadat Neptun…

Saturn steht ja nun von alters her nicht wirklich für Großzügigkeit und Erweiterungen, sondern für das krasse Gegenteil. Hier geht es immer um eine Essentialisierung im besten Sinne. Der Weg dorthin führt aber meist über Reduzierungen und Grenzsetzungen.

Genau das war der Stimmungsumschwung, der zum Beispiel in Österreich von „Refugees are welcome“, zur absoluten Abschottung und zur Fast-Wahl eines rechtspopulistischen Bundespräsidenten führte. Damals Ende November 2015, als das erste Quadrat exakt wurde. Das was da unkontrolliert übers Meer kam (Neptun) machte vielen Menschen bei uns sehr viel Angst (Saturn). Und um diese in den Griff zu bekommen (Saturn), versuchte man dem, was einem Angst machte (Neptun), eindeutige Grenzen zu setzen (Saturn).

Genau genommen war das aber nur ein Aufbegehren der westlichen Zivilisation gegen Chaos und Unberechenbarkeit. In einer Zeit und in Ländern, in denen man fast wirklich alles auf Knopfdruck bekommt, in denen Hunger und Not allenfalls zu Weihnachten noch ein Thema sind, wenn man sich dann mal wieder schuldbewusst erinnert, dass sich anderswo Menschen von einer Handvoll Reis täglich ernähren müssen.

Während man selbst genüsslich die gestopfte Weihnachtsgans verzehrt. Und plötzlich steht das Elend vor der eigenen Tür, lebt in der eigenen Nachbarschaft. Spricht eine andere Sprache, betet scheinbar zu einem anderen Gott und hat völlig andere Gepflogenheiten.

Das pure Chaos also. Und ein paar geschickte Demagogen nutzen die Gunst der Stunde, das Quadrat zwischen Saturn und Neptun, und malen in dummen Worten Höllenvisionen in den Geist der Ängstlichen. Millionen von Flüchtlinge werden unser Land überschwemmen, deutsch als Muttersprache hat ausgedient, wir werden Fremde im eigenen Land sein.

Und so hat man einfach dem Leid der Anderen, das eigene, erdachte Elend der Zukunft gegenüber gestellt und sich dann entschlossen, nur noch für die eigenen Rechte und Pfründe einzustehen. Wahrhaft großartig, genau so kann man solch eine Zeitdynamik ausleben.

Im schlimmsten Fall.

Natürlich stellt heute niemand wirklich die Frage, wo denn nun die ganzen Millionen Ausländer sind, die doch unser Land überschwemmen sollten. Könnten ja doch noch kommen, also lieber still sein. Aber der Zeitgeist sucht sich eben seine Themen aus, wie es ihm beliebt. Denn jetzt pünktlich zum nächsten Quadrat heißt es wieder Grenzen setzen bzw. jemanden ausgrenzen.

Neptun ist jetzt Russland oder besser seine Sportler. Die allesamt unter generellem Dopingverdacht (Neptun-Saturn) stehen und deswegen nicht an den olympischen Spielen(Neptun) nicht teilnehmen dürfen (Saturn). Neptun soll also wieder mittels Saturn eingeschränkt werden, was in diesem Fall ja nun eigentlich etwas Positives wäre. Wenn nur nicht schon wieder diese Verallgemeinerung stattfinden würde. Denn natürlich gibt es auch in Russland Sportler, die nie gedopt haben und das aus Prinzip auch nie tun werden. Ansonsten wäre die ganze Sache nie aufgeflogen, denn es war eine russische Leichtathletin und ihr Mann, die das Ganze ins Rollen gebracht haben (siehe dazu die Chronologie des Dopingskandals).

Soll man sich nun also darüber freuen und die Verantwortlichen beglückwünschen? Nur wenn wirklich gewährleistet wäre, dass ausschliesslich russische Athleten unerlaubte Hilfsmittel benutzt haben. Oder aber das in Zukunft jedes Land, in dem Sportler nachweislich gedopt haben, genauso rigoros von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen werden.

Denn nur das hätte dann wirklich saturnalen, konsequenten Charakter. Aber ich würde jede Wette eingehen, dass sich die ganze Aufregung spätestens nach dem dritten und letzten Quadrat zwischen den beiden Planeten gelegt haben wird. Und alles wieder so sein wird wie vorher.

Athleten dopen.
Und die Verantwortlichen schauen weg.

Menschen ertrinken auf der Flucht vor Not, Krieg und Elend im Meer.
Und bei uns sind einfach alle nur irgendwie froh, dass doch nicht so viele mehr zu uns kommen.

Ein anderes Bild für Saturn-Neptun ist eine schleichende Vergiftung und genau darüber könnte man sich morgen anlässlich des Quadrats einmal Gedanken machen. Inwieweit ist man selbst mittlerweile auch schon vergiftet worden, durch Worte, Bilder und Ideologien, die so weit weg vom wirklichen Leben sind, dass man schön langsam jeden Bezug zu dem verliert, was uns Menschen eigentlich ausmacht.

Was das ist? Auch darüber kann man ja heute mal ein wenig reflektieren…

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Freitag, 18. Oktober 2019

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