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Rote Rosen aus Athen

Ursprünglich waren es ja weiße Rosen, die ein Wiedersehen verkünden sollten. Aber was die neugewählte Regierung aus Griechenland dieser Tage in die politische Landschaft streut, ist wohl eher dem Feuerelement zu zuordnen. Kein Wunder, der neue Chef Alexis Tsipras hat eine Löwe-Sonne mit Schütze-Mond, sein Stellvertreter am griechischen Finanz-Himmel ist ein fröhlicher Widder. Dementsprechend sind auch seine Auftritte auf der Euro-Bühne angelegt: kämpferisch, direkt, ein wenig hemdsärmlig und nicht sonderlich kompromissbereit. Aber der Anschein täuscht, Yanis Varoufakis ist alles andere als ein eindimensionaler Möchtegern-Revoluzzer, wie er in diesen Tagen gerne mal von diversen Medien dargestellt wird.

Denn seine Sonne im Widder wird von einem Fische-Merkur unterstützt, der sammelt und verwertet alle Informationen auf neptunische Art und Weise, ist also weit entfernt davon, oberflächlich zu sein. Das wird noch verstärkt durch seine Opposition zu Pluto, sowie die trigonale Anbindung an das Mars-Mond-Thema im Krebs und den Neptun im Zeichen Skorpion.

Kurz und gut – Varoufakis ist ein kluger Kopf, der neben atmosphärischen Hintergründen immer auch das gesamte Bild mit einbezieht in seine Überlegungen. Studiert hat er Wirtschaftsmathematik und mathematische Statistik, ist also vom Fach und weiß wovon er redet. Und bevor er jetzt zum Schreckgespenst der Euro-Zone wurde, war er genau wegen dieser Qualitäten auch ein vielbeachteter Wirtschaftsexperte und gern gesehener Gast bei vielen europäischen Medien- und Fernseh-Anstalten, mit eigenem Blog und über 130 000 Followern bei Twitter

Aber es ist eben eine Sache, auf Missstände nur hinzuweisen, und eine andere, wenn man selbst verantwortlich die Weichen stellen muss, um diese zu überwinden. Trotzdem möchte ich es einmal deutlich auszusprechen – grundsätzlich würde ich diesem Mann auch aus energetischer Sicht weitaus mehr Weitblick und positives Krisenmanagement im Umgang mit wirtschaftlichen Problemen zutrauen, als zum Beispiel unserem Finanzminister.

Nur ist eben auch ein Yanis Varoufakis eingebunden in die aktuelle Zeitqualität und muss sich irgendwie damit arrangieren. Und da wird es im Moment ein wenig schwierig für ihn. Denn bisher konnte er es sich leisten, ganz neptunisch-fischehaft dem weißen Rauschen der eigenen Intuition nachzuspüren und nachzufühlen. Und daraus dann beeindruckende Thesen über kooperative und nichtkooperative Spieltheorien aufzustellen, die philosophisch brilliant waren und sind. Unterstützt wurde er dabei von Neptun selbst, der seit geraumer Zeit über seinen Merkur läuft und dadurch natürlich auch in die Opposition zum Radix-Pluto samt Mondknoten kam, nun langsam auch das Trigon zu seinem Radix-Neptun und seinem Mars im Krebs ins Schwingen bringt. Das ist soweit also erst einmal prima und gut.

Allerdings kommt nun als Regulativ Saturn ins Spiel. Der steht gerade bei 4° Schütze und kündigt schon mal seinen Widerstand gegen allzu unklare Vorstellungen an, die ein Fische-Merkur ja auch durchaus entwickeln kann. Zwar wird Saturn ab März wieder rückläufig und wandert nochmal in den Skorpion, aber spätestens Ende 2015 wird er das Quadrat zu Varoufakis Merkur komplettieren. Was aber nur im ersten Moment anstrengend sein muss, solange bis man sich darauf eingestellt hat, dass gute Ideen auch eine entsprechende Umsetzung brauchen, bevor sie Wirkung zeigen können und für Menschen einen Nutzen haben.

Denn was die griechische Regierung will, ist ja nichts Unanständiges, ganz im Gegenteil. Trotzdem wird man um bestimmte Einschnitte und ein paar ungeliebte Sparmaßnahmen nicht herumkommen, zumindest nicht in den nächsten Monaten.

Trotzdem ist dem neuen griechischen Finanzminister zu zutrauen, dass er diesen Spagat zwischen sozialer Kompetenz und wirtschaftlichen Notwendigkeiten hinbekommt, denn Saturn steht gleichzeitig auch im Trigon zu seiner Widder-Sonne und zur Löwe-Sonne von Alexis Tsipras. Sich nicht gegen die Realitäten zu stellen, sondern quasi auf dem Boden von Selbstbeschränkungen und Disziplin Schritt für Schritt wieder Sicherheiten aufzubauen, die auch langfristig tragen, könnte also durchaus ein Erfolgsrezept werden für die beiden. Zwar würde es dann vermutlich noch bis in den Spätsommer 2016 dauern, bis Griechenland wirtschaftlich  endgültig "über den Berg" ist, aber die Chancen dafür stehen gut.

Auf jeden Fall darf man froh darüber sein, dass endlich Bewegung in die Brüsseler Eurokratie kommt. Denn wie wir schon an anderen Stellen ausführlicher dargelegt haben – nicht nur in Griechenland müssen Weichen neu gestellt werden. Auch Europa als Ganzes wird um einen tiefgreifenden Prozess der Wandlung und Neuausrichtung in den nächsten Monaten nicht herumkommen. Man kann das dann als Gegensatz und Drama inszenieren, oder aber die griechischen Anregungen als Anlass nehmen, um gemeinsam nach neuen Wegen zu suchen.

Letzteres wäre sicherlich das Beste für alle Beteiligten.

Titelbild: By Jfgoulon (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

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Freitag, 30. Oktober 2020

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