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Rätsel um Kapitän

Merkur-Pluto + skorpionische Schuld

Sie sinkt unaufhaltsam: Seit die Costa Concordia ausgerechnet an einem "Freitag, dem 13." von einem Felsen wie eine Sardinenbüchse aufgeschnitten wurde, rätselt die Welt: Wie kann so etwas passieren?

Eine Schlüsselrolle bei der astrologischen Analyse solcher Unfälle spielt immer der Ereigniszeitpunkt. Eine weitere das Geburtschart der Verantwortlichen. Francesco Schettino, der Kapitän, der als einer der ersten sein sinkendes Schiff verließ und damit eins der ehernen Seefahrtstabus brach, ist ein Skorpion.

 

Mit rückläufigem Merkur in Konjunktion zu Neptun verlässt ihn allerdings immer dann der zeichentypische Hang, alles zu kontrollieren, wenn seine Wahrnehmung angeschlagen ist. Eine durchaus übliche Variante dieser Denk-Anlage. In so einem Fall tritt jemand, dem die Lage zu unübersichtlich wird, auch gern mal die Flucht nach hinten an. Besonders, wenn im Radix zusätzlich  Handlungsblockaden (Mars-Saturn-Opposition) angelegt sind.

Auf den Geburtstag des Italieners gibt es inzwischen in den italienischen Medien vereinzelte, aber gleichlautende Meldungen. Demnach stand Schettino zum Zeitpunkt der Kollision unter Mond-Mars-Einfluss auf seinem eigenen Mond. Als Anzeiger agitierten Gefühls. Das wurde vom aktuellen Aszendenten ausgelöst, als er die Konstellation überlief. Es spricht für reflexhafte, emotionale Übersprungshandlungen. Mit eben der Konjunktion am aufsteigenden Zeichen zeigt das Ereignis ohnehin die Sündenbock-Konstellation, die sich an Schettinos Chart (zu Recht!) verankert.

 

Die Sache mit dem Chill-Faktor

Merkur-Pluto, eine von drei Konjunktionen an diesem Tag, bringt seine grundsätzlichen Einschätzungsprobleme weiter ins schwimmen. Unter Sextilen, also angenehmen Aspekten, wie dem von Merkur-Pluto zu Merkur-Neptun stehen die Betroffenen unter einer Art Chill-Faktor. Das heisst: Gefühlt kann das angenehm sein. Zu angenehm.

Denn wo das genaue Sextil zu seinem Merkur auf den Kapitän und vor allem seinen Geist locker und "chillig" wirken kann, zeigt Merkur-Pluto mundan die Bombe an, die am Ursprung (4. Haus des Ereignisses) sitzt. Der Mann tut nun, was er möchte: Mit Pluto-Merkur Steinbock auf Neptun-Merkur Skorpion ein bisschen selbst bestimmen. Spazierenfahren. Wen stört's?

Aber das IC, die Himmelstiefe, des Ereignischarts beantwortet nun mal immer auch die Frage: Woher kommt es? Was ist der Grund? Mit Jupiter als Hausherr 4, der über dem geistigen Dogma eines Merkur-Pluto steht, ist demnach als Grund für den Unfall eben auch Übertreibung und eigenmächtige Fixierung auf Selbstbestimmung beschrieben. Der Aspekt weist durch den Pluto weiter darauf hin, dass skorpionische Dogmatik (siehe Schettino) dazu ausschlaggebend für den Unfall war. Hier passt eine der Signaturen des Ereignisses sehr fein zur Denkanlage des Verantwortlichen.

Der zu allem Überfluss auch noch eine Venus im letzten Grad des Schützen hat. Sie wird durch die Venus-Neptun-Konjunktion aus dem Wassermann mundan so genau getriggert, dass Schettino in die Selbstüberhöhung geht und alle Maßstäbe verliert. Denn die allgemeinen Achsenherrscher Merkur, Jupiter und Neptun des Unfallzeitpunktes, die ohnehin auf Wahrnehmungsprobleme als eine Basis hinweisen, stoßen alle laufenden Aspekte der beteiligten Planeten, aber auch die Radixaspekte der Verantwortlichen extrem an. 

Um ehrlich zu sein: Weder das herkömmliche Chart der Kollision, noch das des Kapitäns lassen für sich genommen wirklich darauf schließen, dass es zwingend zu einem solchen Unfall mit derart weitreichenden Folgen kommt. Mal abgesehen von der Tatsache, dass ein Astrologe mit Blick für Risiken wohl kaum einer Reederei geraten hätte, jemanden mit Sonne-Uranus-Quadrat und rückläufigem Merkur + Neptun als Hauptverantwortlichen Kapitän einzustellen. Sonne-Uranus legt einen gewissen Zug zu Bedrohungserwartung nah, was oft mit einem Herausspringen aus üblichen Grenzen beantwortet wird. Merkur-Neptun verursacht dazu zwar Freude am Nautischen, wenn es schlecht kommt aber auch grobe Fehleinschätzungen.

Zumal Schettinos Saturn (Verantwortung, Bestimmung) in der Opposition zu seinem Mars mit Sicherheit öfter mal von ihm an Vorgesetzte "delegiert" wird und ihm dann als Begrenzung seiner stimmungsabhängigen Aktivitäten außen entgegenkommt. Statt als nötige Eigendisziplin seines Hangs zum Tun, sobald er dazu emotional Lust (oder Antrieb) verspürt.

Das Chart des Unfalls der Costa Concordia zeigt allerdings den "Titanic-Aspekt" auf der Ereignis- bzw. Verhaltensebene: Sonne als Herrin 12 stand am 13. nämlich kurz vor der Spitze 5 = Sonne-Neptun = das Versinken des Standortes. Wobei die vom dem Voyage Recorder entnommene Zeit mit Vorsicht zu genießen ist, da sie heute bereits von 21:58 (wie noch im Chart links) auf 21:45:05 herunterkorrigiert wurde.

Damit rutscht der Aszendent um wenige Grade nach hinten und liegt nun bei 18.14 Jungfrau. Es bleibt aber Sonne Herrin 12 in 5 und damit Sonne-Neptun, jene Konstellation, die auch der Unfall 1912 als Aspekt-Grundlage mitbrachte. Das Quadrat war damals zwar bereits überschritten, wurde aber akut durch die Achsen (IC und DC) sowie einen ebenfalls rückläufigen Merkur als DC-Herr (Wahrnehmungsprobleme) auf der Sonne selbst ausgelöst.

In Italien läuft die durch Spitze 5 ausgelöste Sonne bei der jetzigen Kollision in ihr Quadrat zu Saturn erst noch hinein. Er symbolisiert den "festen Boden" oder die Verwurzelung im 2. Haus oder eben auch einen Zusammenstoß mit dem felsigen Untergrund. Quadrate - 90 Grad Winkel - sind immer Aspekte der Blindheit, allein wegen ihrer Anlage. Das, was sie an Faktoren zusammenbringen, sieht sich gegenseitig auf den ersten Blick nicht. Man müsste dafür um die Ecke denken. Herr 11 Mond, der zum Unfall gerade nach 12 abtaucht, und in Konjunktion mit Mars (Herr 8) läuft, zeigt aber generell ein sehr plötzliches Ereignis, mit gewaltsamen bis hin zu tödlichen Folgen.


Hätte man diese Kollision also voraussehen können? Nein. Jedenfalls nicht, wenn man astrologisch nicht auf Schiffsuntergänge spezialisiert ist, die sich aus vielen unterschiedlichen Konstellationen ergeben können. Jedenfalls ist das mit dem Augenblickschart allein kaum auf den ersten Blick möglich.

Ein etwas passenderer Schuh wird erst daraus, wenn man sich das heliozentrische, also sonnenbezogene Chart des Unfalls ansieht (rechts). Man kann diese astrologische Blickveränderung immer dann gut benutzen, wenn man Ereignisse auf ihre "schicksalshaften", kosmischen Bedeutungen für das Weltgeschehen überprüfen möchte, da im heliozentrischen Horoskop auch immer die Erde (zusammen mit dem Mond) eine große Rolle spielt.

Die heliozentrische Position (noch mit der 1. angegebenen Zeit) zeigt, welche mundanen Konstellationen (unter Anwendung eines geozentrischen Häusersystems) eine starke, generelle Auswirkung haben. Im Chart der Kollision nun sieht man Erde-Mond, die als Herrscher von Haus 11 kurz hinter Spitze 11 sitzen und die Opposition von Venus und Saturn in einem genauen Quadrat unter Spannung setzen. Beim Titanic-Untergang stand Neptun übrigens heliozentrisch fast exakt auf dem Grad der Concordia-Erde-Mond-Position. Merkur und Erde-Mond selbst dagegen im Quadrat dazu in der Waage. 


Vergleicht man nun die heliozentrischen Charts von Schettino und dem Unfallzeitpunkt, wird schnell deutlich, wieso hier eine schicksalshafte Verbindung besteht: Francesco Schettinos heliozentrisches Geburtsbild (links) weist dieselbe Signatur wie die Kollision auf - ebenfalls eine extreme Venus-Erde-Mond-Spannung.

Sie findet sich bei ihm auch über die 22/23er Grade, allerdings fix, zu denen bei dem Kapitän noch ein Löwe-Uranus als Katalysator von Unfällen, plötzlichen Einbrüchen oder unangepassten Maßstäben (Venus im Wassermann) hinzukommt. Ausgerechnet dieser Uranus wird bei der Kollision fast gradgenau vom Mars angeheizt. Was eine sehr schnelle, kaum überschaubare Entwicklung nahelegt. Einen möglichen Unfall, der für weitaus mehr Leben als nur das private des Kapitäns schreckliche Folgen hat. (sri - 19.1.12 - 11:58)

 

  

   

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